Optik Rathenow bleibt Regionalligist

Weil die Rathenower die Rote Laterne an Budissa Bautzen abgeben konnte und weil der FC Oberlausitz Neugersdorf (15.) für die neue Spielzeit beschlossen hat, das Startrecht in der Regionalliga Nordost aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr wahrzunehmen. Interessant auch, dass Absteiger Budissa Bautzen sein Startrecht in der Oberliga nicht wahrnehmen wird.

Karsten Heine, hatte nach Hertha BSC und dem Chemnitzer FC eine dreijährige Auszeit genommen, wird zur neuen Saison Trainer bei VSG Altglienicke. Rico Steinhauer (26) und Christian Preiß (32) haben ihren Vertrag verlängert Romario Hartwig (22), Angreifer bei SV Tasmania, steht als Neuzugang bei der VSG fest.

 Absteiger Energie Cottbus gewann knapp aber verdient 1:0 im Länderpokal durch das goldene Tor von Streli Mamba (54.) vor 1.991 Zuschauern gegen Optik Rathenow.

In Kürze veröffentlichen wir natürlich rückblickend Höhepunkte in der Berlin-Liga. Glückwunsch zum Aufstieg in die Oberliga und Meisterschaft geht an SV Tasmania. Das vorletzte Match wurde 3:1 gegen Eintracht Mahlsdorf gewonnen. Sparta Lichtenberg kam bei Türkiyemspor unter die Räder, Endstand 4:0. Der Verein aus Kreuzberg verhalf damit vor dem letzten Spieltag den Neuköllnern zum Titel.

Christian Zschiedrich

Oberliga NOFV-Nord

In den Top-Ligen, den drei Bundesligen sowie den Regionalligen, ist die Saison beendet. Jetzt stehen lediglich die Relegations- und Pokalspiele an.

In der Oberliga und in der Berlin-Liga stehen noch zwei Spieltage auf dem Programm. Regelmäßig haben wir über das Wichtigste informiert. Selbstverständlich widmen wir uns auch der Endphase in Oberliga und Berlin-Liga.

Ergebnisse der NOFV Oberliga Nord aus Berliner Sicht:

FC Hertha 03 – CFC Hertha 06 4:1

Lichtenberg 47 – Tennis Borussia 2:0

Malchower SV – SC Staaken 0:2

Blau-Weiß 90 – Greifswalder FC 4:2

Lichtenberg 70 Punkte und TeBe 61 Punkte

Lichtenberg 47 ist nun in den zwei ausstehenden Spielen nicht mehr einzuholen. Gratulation zum Meistertitel verbunden mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Vor einer starken Kulisse, rund 1.500 Zuschauer, betrieben die Spieler von Trainer Uwe Lehmann Werbung für den Amateur-Fußball. Garantiert wären noch mehr Zuschauer gekommen, gäbe es nicht den Streit zwischen TeBe Vorstandsboss Jens Redlich und den Fans.

Rein sportlich gesehen fehlte TeBe die Konstanz, sie waren in dieser Saison einfach nicht reif für den Aufstieg. Das soll die Leistung der 47er aus dem Stadteil Lichtenberg keineswegs schmälern.

Der Kampf um den Klassenerhalt ist nicht entschieden. Der Malchower SV steht seit längerer Zeit als erster Absteiger fest. Der SC Staaken ist weiter abstiegsgefährdet. Die Siege, 5:0 gegen Anker Wismar und 2:0 in Malchow könnten „goldwert“ sein. Mit dieser Moral ist der Klassenerhalt möglich.

Blau-Weiß 90, als Aufsteiger belegt aktuell den 6. Platz mit 41 Punkten und hat den Klassenerhalt geschafft.    

Der vorletzte Spieltag zeitgleich am Sonntag, 26.05. um 14.00 Uhr

Begegnungen mit Berliner Beteiligung:

Tennis Borussia – Anker Wismar

SC Staaken – Blau-Weiß 90

CFC Hertha 06 – Altlüdersdorf

FC Strausberg – Lichtenberg 47

Torgelower FC – FC Hertha 03

Christian Zschiedrich

Wie bitter für Energie Cottbus

Ärgerlich auch für Optik Ratenow, der Abstieg von der Regionalliga in die Oberfliga ist damit besiegelt. Die Spieler von Ingo Kahlisch rannten unmittelbar nach dem 2:2 gegen Hertha BSC II zum Fernseher, um die Nachspielzeit zwischen Eintracht Braunschweig und Energie Cottbus mitzuerleben. Energie Cottbus schaffte es nicht, es blieb beim 1:1. Tragisch, mit 45 Punkten abzusteigen und noch tragischer, dass Eintracht Braunschweig und Sonnenhof Großaspach als Nichtabsteiger auch nur 45 Punkte haben.

Leidvoll, tief traurig, Energie fehlte ein einziges Törchen. Dabei wäre der Verbleib in Liga Drei aus wirtschaftlichen Gründen so wichtig gewesen. Die Zukunft ist ungewiss. Eine kleine Hoffnung besteht, im bevorstehenden Länderpokalfinale im Vogelsang-Stadion zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus. Der Gewinner baut dann in bescheidener Form auf das vom DFB im Pokal ausgeschüttete Geld. Coach Ingo Kahlisch hat spontan versprochen, für die Oberliga: „Wir werden auch künftig unseren Prinzipien treu bleiben!“ Und Energie? Ein dickes Fragezeichen.

Glückwunsch an den Meister und Aufsteiger Chemnitzer FC, der die größten finanziellen Probleme überwunden hat und zum Abschied aus der Regionalliga Nordost den Bischofswerdaer FV mit 7:0 überrannte. Der BFC Dynamo dagegen verlor sein letztes Spiel mit 0:2 gegen RW Erfurt und landete auf Platz 12. Die VSG Altglienicke ist dem Abstieg mit guter Moral und 39 Punkten auf Platz 14 entronnen.

Das Berlin-Derby BAK 07 – Viktoria 89 endete 2:0. BAK untermauerte Platz Zwei mit 70 Punkten, Viktoria 89 (43 Punkte, Platz 11) schließt einen Punkt besser als der BFC Dynamo ab. Beide Berliner Vereine äußerten sich hinblickend auf die neue Saison sehr zuversichtlich. Hertha BSC II verabschiedete ihren Trainer Ante Covic, befördert zum Hertha-Chef-Coach bei den Profis. Der Platz 4 mit 57 Punkten lässt sich bei den „Amateuren“ sehen.

Christian Zschiedrich

Hertha BSC könnte doch profitieren

Nach dem Rückschlag beim Stadionbau und der blamablen 0:5-Niederlage in Leipzig könnte zum Trost Hertha BSC dafür mit der Zweiten in die 3. Liga aufsteigen. Regionalliga-Tabellenführer Chemnitzer FC kassierte in Leipzig beim 1.FC Lok vor 5.521 Zahlenden eine 2:4-Schlappe. Hertha II dagegen gewann vor 812 Zuschauern im Amateurstadion 2:1 gegen den Tabellenfünften Rot-Weiß Erfurt. Der Tabellenzweite, BAK mit 51 Punkten, gewann zwar auswärts in Bautzen 1:0, hat aber keinen Antrag für Liga Drei gestellt. Chemnitz kämpft nicht nur mit der Insolvenz, sondern mehr mit politischen als sportlichen Gegebenheiten. Siehe dazu unseren Artikel vom 25.März 2019 „Tief Durchatmen“. Allerdings sind die Matches in Liga Drei kein Zuckerschlecken. Energie Cottbus kämpft auf einen Abstiegsplatz 18 ums Überleben. Die letzten vier Ergebnisse: Cottbus – Fortuna Köln 4:3, FSV Zwickau – Cottbus 2:1, Cottbus – Karlsruhe 0:2, Cottbus – Preußen Münster 3:0. Nach 31 Partien fehlen zum rettenden Ufer momentan zwei Punkte.

Carl-Zeiss Jena scheint es in diesem Jahr als Tabellenvorletzter, mit wenig Aussichten und nur ganz schwer zum Klassenerhalt zu schaffen. Das hat bekanntlich Auswirkungen zur Abstiegsregelung in der Regionalliga. Diesmal verlor nur eine Berliner Mannschaft – VSG Altglienicke (13.) zu Hause 1:2 gegen den Bischofswerdaer FV  (15.) und steht nur mit einem Punkt 28:27 über den Relegationsplätzen.

Erfreulich der 1:0-Sieg des BFC Dynamo beim Tabelllen17. Oberlausitz Neugersdorf. Das goldene Tor erzielte Brasnic in der 75. Spielminute. Dynamo, jetzt 12., kommt auf 32 Punkte und empfängt bereits am Freitag, 5. April den ZFC Meuselwitz. Wer bereits für die nächste Saison in der Regionalliga planen kann ist Viktoria 89, trotz der neun abgezogenen Punkte – Tabellenplatz Neun mit 34 Punkten. Ebenfalls am Freitag, 5. April muss Viktoria nach Babelsberg und die VSG Altglienicke nach Bautzen. Am Samstag, 6. April empfängt der VfB Auerbach Herthas zweite.

Am Sonntag, 7. April ist der 1.FC Lok Leipzig zu Gast bei BAK 07 im Poststadion. Im Stadion an der Gellertstraße empfängt der Tabellenführer Chemnitzer FC Optik Ratenow, das Team von der Roten Laterne; Erster gegen Letzter.

Christian Zschiedrich

Dynamo kann doch siegen, TeBe und Staaken trennen sich Remis

In der Regionalliga Nordost bezwang der BFC Dynamo vor 404 Zuschauern am 22. Spieltag Budissa Bautzen mit 3:1 (2:0) und kletterte nach diesem Heimsieg auf Tabellenplatz 14. Die Tore erzielten: 1:0 (5.) Brandt, 2:0 (45.) P. Schulz, 3:0 (55.) Cepni und das 3:1 für Bautzen besorgte (83.) Treu. BFC Trainer Torsten Gütschow dazu: „Dynamo ist doch kein Abstiegskandidat“.

Zwei Unentschieden, von Altglienicke (1:1 in Halberstadt), jetzt Tabellenelfter, sowie vom BAK 07 (2:2 in Erfurt) im Spiel Zweiter gegen Vierter, sind recht ordentlich. Erfreulich, Viktorias 1:0-Sieg im Lokalderby gegen Hertha BSC II. Viktoria 89 ist jetzt Tabellenzehnter, bekanntlich wurden neun Punkte abgezogen. Das Goldene Tor erzielte in der 34. Minute vor 812 Zuschauern im Stadion Lichterfelde Scharkowski.  

Turbulent geht es zu in der NOFV-Oberliga Nord: Tabellenführer Lichtenberg 47 siegte im Heimspiel standesgemäß über den ehemaligen Regionalligisten TSG Neustrelitz mit 3:0. Bei nunmehr 43 Punkten ist das Torverhältnis von 46:7 beachtlich.

Beim Tabellenzweiten Tennis Borussia war der Rückrundenstart in Staaken nicht mit einem Tor gekrönt. Eher im Gegenteil, beim 0:0 verloren die Lilaweißen Neuzugang Bülbül in der 93. Minute nach einer Notbremse mit Rot. TeBe-Trainer Dennis Kutrieb lässt die Querelen im Verein nicht als Ausrede gelten. Da darf man gespannt sein, wie es weitergeht. Am Samstag, 2.3. empfängt TeBe Lok Stendal (14.) Ánpfiff 14.00 Uhr im Mommsenstadion. Lichtenberg 47 hat die etwas schwerere Aufgabe zu lösen, spielt zur selben Zeit in Rostock bei Hansa II, dem Tabellenfünften.

Aufsteiger Blau-Weiß 90, jetzt 10., holte mit dem 1:0 gegen FC Strausberg (7.) drei wichtige Punkte. Lopes de Oliveira erzielte in der 86. Minute den Siegtreffer über den Tabellensiebenten.

Hertha 03 Zehlendorf hat vor 187 Zuschauern „nur“ ein 1:1 gegen den Brandenburger SC Süd, dem Tabellenvorletzten, erzielt. Kleiner Trost, dafür verlängerte Markus Schatte seinen Trainervertrag. Besser machte es der namensvetter CFC Hertha 06, beim Tabellenletzten Malchower SV. Der Auswärtssieg erhöhte das Konto auf 28 Punkte, Tabellenplatz 6. Am Sonntag, 3.3. um 14.00 Uhr, ist das nächste Berlin-Derby fällig, Hertha 06 – Blau-Weiß 90, an der Sömmeringstraße.

Christian Zschiedrich   

Der Ball rollt wieder

In der 3. Liga verlor Energie Cottbus gleich zweimal hintereinander, erst 1:2 zu Hause gegen die Würzburger Kickers und nun auch 0:3 in Meppen. Trainer Pele Wollitz glaubt das Steuer noch herumreißen zu können. Mit 23 Punkten sieht es auf Abstiegsrang 18 punktgleich mit Braunschweig nicht gut aus. Die Regionalliga wollte das Programm frühzeitig wieder starten, doch die Witterungsverhältnisse am 20. Spieltag ließen es siebenmal nicht zu. In Fürstenwalde (1:0 gegen Budissa Bautzen) und in Erfurt (0:2 gegen Halberstadt) konnte angepfiffen werden. Aktuell fanden am 21. Spieltag, 15. -17. Februar) sieben Spiele statt, nur in Nordhausen gegen Viktoria 89, konnte nicht gespielt werden. Das Montagspiel unter Flutlicht beim Spitzenreiter in Chemnitz endete gegen Erfurt 2:0.

Erfreulich, am 21. Spieltag war der 2:1-Sieg von Hertha BSC gegen ZFC Meuselwitz durch Tore von Baak 1:0 (45.) und Roczen 2:1 (86.) vor 273 Zuschauern am Freitag. Herthas Farmteam verbesserte sich auf Platz 3 in der Tabelle. Altglienicke machte einen Tag später gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf am Samstag, das frühe 0:1 (2.)  durch Perez nicht nur wett, Förster (19.) und Lemeke (34.) drehten das Spiel und Ede (86.) sorgte für den 3:1 Sieg. Wichtige drei Punkte im Abstiegskampf kamen auf das Konto. Die VSG kletterte auf Rang 11.

Die Berlin-Liga (Berlins höchste Spielklasse), ist seit der zwei Wochen (18. und 19. Spieltag) wieder im Einsatz. Besonders viel vorgenommen haben sich die momentan auf einem Abstiegsplatz befindlichen Clubs, Füchse Berlin, BFC Preussen und SC Charlottenburg. Das Spiel der Füchse gegen SV Tasmania am 18. Februar wurde auf den 24. März verlegt. Ansonsten gab es das volle Programm. Aufsteiger SC Frohnau ließ gleich mit einem 2:2 bei Tabellenführer Sparta Lichtenberg aufhorchen. Unentschieden 1:1 spielte auch der BFC Preussen zu Hause gegen SD  Croatia. Eine empfindliche Packung dagegen holte sich mit 1:5 der SC Charlottenburg beim SV Empor.

Spieltags darauf siegte der SCC mit 3:2 über Türkiyemspor. Tasmania fertigte BFC Preussen mit 5:2 ab und das Nordderby Frohnauer SC – Füchse Berlin endete 2:2.  Vor 280 Zuschauern führten die Füchse durch Göhler (70.)  zwischenzeitlich mit 2:1 am Poloplatz, Cakir markierte das 2:2 (81.).

Die Oberliga beginnt erst am kommenden Wochenende, 23. -24. Februar, wieder. Im einzigen Nachholspiel siegte Lok Stendal 1:0 über den SC Staaken. Beide Vereine haben nunmehr nur 14 Punkte, rangieren auf Platz 12 und 13., sind somit weiter akut abstiegsgefährdet. Heißt jetzt, ab sofort noch mehr Kampfeswille, Konzentration und Einsatz als je zuvor.

Größte Aufmerksamkeit dürfte das Berlin-Derby am Sonntag, 24.02. ab 13.00 Uhr bekommen. Der SC Staaken empfängtTennis Borussia. Bereits am Samstag, 23.02. heißt die Partie Tabellenführer Lichtenberg 47 – TSG Neustrelitz, CFC Hertha 06 muss zum Schlusslicht nach Malchow. Am Sonntag, 24.02. 14.00 Uhr, empfängt Hertha 03 (4.) den Vorletzten Brandenburg Süd. Aufsteiger Blau Weiß 90 (11.) bekommt es am Sonntag um 14.30 Uhr an der Rathausstraße mit dem Tabellensiebenten  FC Strausberg zu tun.

Christian Zschiedrich                            

Zwei Unentschieden in den oberen Klassen

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Sowohl Hertha BSC (1:1) als auch der 1.FC Union (0:0) holten sich jeweils „nur“ einen Punkt. Für die Eisernen war es ein Auswärtspunkt beim SC Paderborn und Trainer Steffen Baumgart. Dem Spielverlauf nach hätte es mehr sein können. Was bemerkenswert ist, in den bisherigen zehn Saionspielen sind die Eisernen unbesiegt (4 Siege, 6 Unentschieden), Tabellenplatz drei. Nur einen Punkt besser, die SpVgg Greuther Fürth und auch nur zwei Zähler besser der Tabellenführer 1.FC Köln – spielte 1:1 in Kiel. Nun kommt Dynamo Dresden am nächsten Sonntag, 28.10. in die Alte Försterei. Ein heisses Ost-Derby ist zu erwarten.

Herthas 1:1 zu Hause gegen den SC Freiburg war äußerst unglücklich. Der Mannschaft war nur vorzuwerfen, bei der deutlichen Überlegenheit im 1. Durchgang nicht das zweite Tor nachgelegt zu haben. Duda (7.) hatte vor 53.716 Zuschauern am Hertha 1:0 in Führung gebracht. Durch einem Sonntagsschuss, Koch (36.), kassierten sie den Ausgleich.

Ein interessanter Wechsel in der 84. Minute, Pal Dardai wechselte Pal Dardai jr. für Kalou ein. Der vierte Heimsieg war zum Greifen nah. Der schnelle Junior drang im Strafraum der Freiburger ein und der Zweikampf mit Manuel Gulde hätte zunächst keinen Pfiff erfordert, doch der letzte Kontakt, als Gulde sein rechtes Bein stehen ließ, führte zum entscheidenden Kontakt. Dardai wurde zu Boden geschickt – ein klarer Elfmeter für Hertha. Schiedsrichter Cortus pfiff und zeigte auf den Punkt. Es meldete sich Köln. Der Videoassistent hatte nichts bei der klaren Entscheidung zu suchen. Nach Blick auf den Videomonitor nahm dann Cortus den Elfmeter zurück. Eine unsägliche Situation, die dem Videobeweis schadet und in Frage stellt.

In der 3. Liga ist Aufsteiger Energie Cottbus nach dem 1:3 bei der Fortuna in Köln mit 12 Punkten nach 12 Spielen auf den vorletzten Tabellenplatz angekommen, empfängt jedoch am Samstag, 27.10. den nur einen Punkt besseren Carl Zeiss Jena. Der Absteiger aus Liga Zwei Eintracht Braunschweig ziert mit Abstand, mit nur 8 Punkten das Tabellenende. Der VfL Osnabrück und Preußen Münster führen das Feld an. Tuchfühlung hat mit 22 Punkten Aufsteiger KFC Uerdingen.

Außergewöhnlich ist die Siegesserie des Chemnitzer FC mit Trainer David Bergner in der Regionalliga, 13 gewonnene Spiele, 39 Punkte, bestes Torverhältnis und 10 Punkte Vorsprung vor zwei Berliner Vereine: Wer gewinnt schon 5:1 in Nordhausen? Antwort, der Berliner AK.

Viktoria 89 gab zwar alle 3 Punkte zu Hause mit der 0:1 Niederlage an RW Erfurt ab, steht auf den 6. Rang der Tabelle, unzufrieden ist man im Lager der Himmelblauen damit sicherlich nicht. Der stark verbesserte BFC Dynamo klettert weiter nach oben, 6:0 in Bischofswerder gewonnen, bereits Tabellenachter mit aktuell 18 Punkten. Selbst die VSG Altglienicke gewann 4:2 über den 1. FC Lok Leipzig. Das gibt für die Zukunft Mut und Selbstvertrauen.

Am kommenden Samstag, 26.10. hat der BFC Dynamo sein Heimspiel gegen Union Fürstenwalde. Am darauffolgenden Sonntag kommt es zum Berlin-Derby im Poststadion Berliner AK – Hertha BSC II.

Was bestimmt Nachwirkung auf die Oberliga, der fünften Spielkalsse haben wird – Aufsteiger Optik Rathenow, Tabellenletzter mit nur 7 Punkten aus 13 Spielen, hat zwar ein Achtungszeichen gesetzt, 4:1 gegen Budissa Bautzen gewonnen, muss sich aber weiter enorm sputen, um den Anschluss  an den davor platzierten Clubs herzustellen.

Christian Zschiedrich

So schnell kann man ganz unten landen

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Das geschieht mit mitunter namhaften Vereinen die in  den  Jahren zuvor auf Erfolgskurs fuhren, so zum Beispiel Eintracht Braunschweig,  SV Meppen, Kaiserslautern, Alemania Aachen, die Aufzählung ließe sich weiter fortführen. Leider gehört auch Energie Cottbus dazu. Wenigstens gelang wieder der Aufstieg in die 3. Liga. Der Start war gar nicht so schlecht. Jetzt warten sie seit sieben Spieltagen auf einen Sieg. Zuletzt verloren sie am 10. Spieltag 0:2 in Karlsruhe. Die Partie des 11. Spieltages gegen Halle wurde auf den 10.10. verlegt. Nun heißt es am Samstag, 06.10., zu Hause gegen Zwickau, zu versuchen, die Punkte in Cottbus zu behalten. Das Abrutschen auf einen Abstiegsrang hat mit zum  Führungschaos nach den Rücktrittsankündigungen von Präsident Michael Wahlich und Geschäftsführer Normen Kothe beigetragen. Den Verein belasten nach den Abstiegen weiter finanzielle Probleme. Laut Claus-Dieter Wollitz darf das allerdings kein Alibi für sportliche Niederlagen sein.  Es wurde versucht, die Probleme von der Mannschaft fernzuhalten.

Eintracht Braunschweig ist als Absteiger noch nicht in der 3. Liga angekommen. Es gelang erst ein Sieg, mit mageren sieben Punkten stehen sie am Tabellenende. Nach dem Abstieg musste der verdienstvolle Coach Torsten Lieberknecht gehen. Jetzt hat wieder einen neuen Job. In Liga Zwei trennte sich der MSV Duisburg  von Trainer Ilja Gruew. Der neue heisst Torsten Lieberknecht, der hat nach eigener Aussage, richtig Bock auf den Verein. Man darf gespannt sein, ob unter Lieberknecht die Ergebnisse besser werden. Potential ist bei den Zebras vorhanden.

In der Regionalliga Nordost sieht es für Aufsteiger Optik Rathenow nicht gut aus. Mit nur 4 Punkten sind sie Tabellenletzter. Im Kreis der gefährdeten Mannschaften ist auch der 1. FC Lok Leipzig, sie wollten eigentlich oben mitspielen. Es wurde auf Profibedingungen umgestellt, aus dem Verein eine entsprechende GmbH ausgegliedert und als Ziel, der Aufstieg in die 3. Liga ausgegeben. Aktuell haben sie in Leipzig andere Probleme. Trainer Heiko Scholz wurde freigestellt und durch Björn Joppe ersetzt. Joppe wurde von Scholz als Leiter des Nachwuchszenrums in den Verein geholt. Joppe verfügt nur über eine Trainer B-Lizenz, für ihn wurde eine Ausnahmeregelung beim Verband beantragt. Zuletzt unterlag Lok am 10. Spieltag beim unangefochtenen Spitzenreiter Chemnitzer FC mit 1:3.

Parallel dazu verschaffte sich die VSG Altglienicke mit einem 2:0 Auswärtssieg in Bischofswerda, aktuell mit 12 Punkten auf Platz 13, etwas Luft und hat am Tag der Deutschen Einheit zu Hause gegen Budissa Bautzen die Möglichkeit, sich weiter von der Abstiegszone zu entfernen.

Die Regionaliga spielt eine englische Woch. Schauen wir auf das Programm der anderen Berliner Vereine: Viktoria 89 hatte bereits am Dienstag, 2.10.  seine Begegnung gegen Babelsberg 03 ausgetragen und gewann 1:0. Jetzt haben sie 17 Punkte auf der Habenseite. Besser platziert ist der BAK 07 mit 22 und Hertha BSC II mit 20 Punkten. Hertha II hat am Mittwoch, 3.10. 13.00 Uhr, sein Heimspiel gegen Auerbach und muss am Sonntag, 7.10. in Halberstadt antreten. Für den  BAK geht es am Feiertag zum 1.FC Lok Leipzig, ehe am Sonntag, 7.10. ab 13.30 Uhr, Schlusslicht Optik Rathenow ins Poststadion kommt. Der zuletzt mit 2:1 gegen Oberlausitz Neugersdorf siegreiche BFC Dynamo spielt auswärts in Meuselwitz (15.) und am Samstag, 6.10. im hochinteressanten Berlin-Derby, 13.30 Uhr, Jahnsportpark gegen Viktoria 89.

Christian Zschiedrich

Aufgelesen – in Liga drei, Regional- u. Oberliga

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Hans-Peter Becker

Energie Cottbus stoppt den Abwärtstrend, auch wenn am 5. Spieltag „nur“ ein 1:1 gelang. Bereits am 3. Spieltag reichte es zu Hause zu einem 2:2 gegen Unterhaching und am 4. Spieltag wurde bei den Würzburger Kickers 1:3 verloren. Da gab’s eine gewaltige Schelte von Trainer „Pele“ Claus-Dieter Wollitz. Energie nimmt derzeit mit zwei Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden mit 8 Punkten Tabellenplatz 6 ein. Damit dürfte ein Aufsteiger im Grunde zufrieden sein. Die nächste Aufgabe bei 1860 München (8.), Freitag,31.08. 19.00 Uhr, ist schwer, aber nicht unlösbar. Die Münchener kommen wohl jetzt erst in Schwung, in Aalen letztlich 4:1 zu gewinnen, das setzt ein Ausrufezeichen.

In der Regionalliga Nordost sind ebenfalls fünf  Spieltage absolviert. Bei ine Berliner Vertretern, sieht man einmal von BFC Dynamo (16.) ab, scheint es einigermaßen positiv zu laufen: VSG Altglienicke, 7 Punkte, 11.; FC Viktoria 89 , ausgeglichenes Torverhältnis 9:9, Tabellenachter; Hertha II mit 10:9 Toren Tabellensiebenter; BAK 07, 10 Punkte, Tabellenvierter. Zum Berlin-Derby Hertha II gegen Viktoria 89 4:2 (2:0) fanden sich 518 zahlende Zuschauer ein. Viktorias Trainer Jörg Goslar äußerte sich darüber, dass Hertha mit so vielen Spielern aus dem Profikader begann: „Ich kann es doch nicht ändern“!

Einen wichtigen 2:1-Sieg gegen Halberstadt vor leider nur 190 Zuschauern landete VSG Altglienicke. Der 6.Spieltag: Viktoria 89 bereits am Freitag, 31.08. 19.00 Uhr, Stadion Lichterfelde, gegen Oberlausitz Neugersdorf, die gescholtenen Dynamos empfangen im Jahnstadion, Samstag, 01.09.  14.05 Uhr, den 1.FC Lok Leipzig, Altglienicke muss am Sonntag, 02.09. 13.30 Uhr, beim ZFC Meuselwitz (12.) bestehen; zur gleichen Zeit spielt im VfB-Stadion Auerbach gegen den Berliner AK 07. In den Auswärtsspielen, aber auch zu Hause für den BFC Dynamo gegen Lok Leipzig hängen die Trauben hoch.

Das Bild in der NOFV Oberliga Nord ist für Lichtenberg 47, FC Hertha 03 Berlin und Tennis Borussia nach drei Spieltagen sind alle in der oberen Tabellenhälfte zu finden, ordentlich. Ein guter Start von Lichtenberg 47 mit drei Siegen, 9 Punkten, sind sie an der Tabellenspitze punktgleich mit dem FC Strausberg. Unmittelbar dahinter die Zehlendorfer, punktgleich (7 P.) mit den aufstiegswilligen Tennis Borussen.

Keineswegs zu Tode betrübt, im Streben auf Stabilisierung stehen der SC Staaken (10.), CFC Hertha 06 (11.), mit vier Punkten nach drei  Spielen da. Aufsteiger Blau-Weiß 90, (13.) dagegen hat erst einen Punk, erwartungsgemäß mit Anpassungsproblemen.  Am 4. Spieltag treffen aufeinander: Freitag, 31.08. 20.00 Uhr, Mommsenstadion, TeBe – Greifswalder FC (5.); Samstag 01.09., 14.00 Uhr, Brandenburg Süd (16.) – Lichtenberg 47; Sonntag, 02.09., 14.00 Uhr, Berlin-Derby Hertha 06 – SC Staaken, an der Sömmeringstraße; Torgelower FC Greif (9.) – Blau-Weiß 90. Abgesetzt wurde die Ansetzung Hertha 03 –SV Altlüdersdorf. Bemerkenswert ist, Lichtenberg 47 ist noch ohne ein Gegentor.

Christian Zschiedrich

Der BFC Dynamo ging im Olympiastadion unter

Es war für den BFC Dynamo die insgesamt sechste Teilnahme am DFB-Pokal. Es begann 1999 mit einem Freilos für die 2. Hauptrunde und dort unterlagen sie Arminia Bielefeld mit 0:2. Dann mussten sie bis 2011 warten, in der 1. Hauptrunde kam der 1. FC Kaiserslautern in den Jahn-Sportpark und reiste mit einem 3:0 Sieg wieder zurück. Es folgten Teilnahmen in den Jahren 2013, 2015 und 2017, es waren immer zu null Niederlagen.

Der wegen Para-Leichtathletik Meisterschaften erzwungene Umzug ins Olympiastadion brachte zwar kein Glück, eher im Gegenteil, bescherte aber einen historischen Moment für die Vereinschronik. In der 19. Spielminute gingen die Dynamos durch einen Treffer von Patrik Twardzik mit 1:0 in Führung. Jetzt hätten am liebsten die Zeit angehalten, verweile doch, du bist so schön. Die Spieluhr lief erbarmungslos weiter und als der Schiedsrichter Johann Pfeifer das Spiel beendete, war für den BFC Dynamo ein Alptraum vorbei. Der Blick auf die Anzeigetafel wurde wohl weitgehend vermieden. Der 1. FC Köln hatte nach dem überraschenden Rückstand so richtig aufgedreht und dem BFC sage und schreibe neun Dinger eingeschenkt.

Simon Terodde, gegen seinen Ex-Club aus der Berliner Wuhlheide durfte er nur für 30 Minuten ran und blieb ohne Treffer. Gegen den BFC gelangen ihn vier Tore, darunter ein Hattrick, vom 1:1 bis zur 3:1 Führung. Der BFC ging richtig unter, bereits zur Halbzeitpause war der Drops gelutscht. Der 1:4 Rückstand zu Beginn der 2. Halbzeit war einfach zuviel. Es war die Konstellation David gegen Goliath, trotzdem, muss man sich neun Tore einschenken lassen. Es funktionierte nichts beim Berliner Pokalsieger. In dieser Form dürfte es schwer werden, in der Regionalliga die nötigen Punkte zu holen. Auf Trainer Rene Rydlewicz wartet eine Menge Arbeit. Wie muss er sich auf der Bank gefühlt haben. Als Profi hat er in diesem Stadion mit Bayer Leverkusen mal im Endspiel gestanden und gewonnen. Abgänge und verletzte Spieler setzen aktuell dem BFC so richtig zu. Der zweite Anzug passt noch nicht. Bis zum kommenden Freitag, 24.08. Auswärtsspiel in Bautzen, müssen sie versuchen, das Debakel aus den Köpfen zu kriegen. Jetzt werden dringend Punkte benötigt.

Hans-Peter Becker