BBSC siegt in Oythe

Das erste Saisonspiel auswärts beim VfL Oythe und gleichzeitig das erste Spiel wieder vor Publikum nach knapp einem Jahr entschieden die Berlinerinnen klar für sich. Von Anfang an setzten die Gäste alles um, was sie sich vorgenommen hatten und spielten sehr aufmerksamen Volleyball. „Wir haben uns auf unser eigenes Spiel konzentriert und haben so wenige Fehler gemacht. Im Gegensatz dazu hat es Oythe nicht geschafft, in diesen Modus zu kommen: Sie waren zu fehleranfällig“ resümierte Berlins neuer Trainer Ole Schröter.

Den Berlinerinnen gelang es auch nach Phasen ausgeglichenen Spiels der gegnerischen Mannschaft, dem Spiel wieder den Stempel aufzudrücken – auch Wechsel (alle 9 Spielerinnen eingesetzt!)  brachten nur zeitweise kleine Unsicherheiten. „Ich bin sehr froh darüber, dass wir das Spiel souverän zu Ende gespielt haben – für alle ein wunderschöner Einstand in die neue Saison!“, so Schröter.

Auf Berliner Seite erhielt Isabel Böttcher ihre erste MVP-Ehrung seit ihrem Wechsel in die Hauptstadt.

Das nächste Spiel folgt bereits am kommenden Samstag, 18. September um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle, wenn der BBSC die starken Gäste aus Dingden empfängt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Berliner Bundesligisten punkten

Am 4. Spieltag haben beide Berliner Bundesligisten gepunktet. Am Samstag holten die Eisernen einen Punkt und einen Tag später holte die „Alte Dame“ aus Charlottenburg den ersten Sieg der Saison. In der Wuhlheide wurde mit Toren gegeizt, mehr als ein ansehnliches 0:0 gegen den FC Augsburg kam dabei nicht heraus. „Am Schluss können heute wahrscheinlich beide Mannschaften mit dem Punkt gut leben. Es war ein intensives Spiel mit vielen Möglichkeiten, aber die Torhüter haben heute beide eine Top-Leistung gezeigt. Andreas Luthe hat uns heute auf der einen Seite im Spiel gehalten, auf der anderen Seite hatten wir einige Möglichkeiten, bei denen wir Tore erzielen müssen. Das Gleiche wird aber Markus Weinzierl vermutlich auch sagen, deswegen nehmen wir den Punkt mit und sind heute zufrieden“, lautete das Fazit von Urs Fischer im Anschluss an das Spiel.

Zufriedener war Hertha-Trainer Pal Dardai. Gnadenlos effektiv präsentierte sich seine Mannschaft, taktisch hatten sie sich auch was einfallen lassen. Dardai ließ erstmalig in dieser Saison in einer 3-4-2-1 System spielen, rückte von der gewohnten 4er Abwehrkette ab. Sicherlich war nicht beabsichtigt, dem Gegner soviel Ballbesitz zu überlassen. Hertha kam nur auf 33 % gegen den Aufsteiger. Lediglich 5 Torschüsse waren zu notieren, davon trafen allerdings 3 ins Ziel. Bochum hatte deren 18 und lediglich einer davon fand den Weg an Hertha-Keeper Alexander Schwolow vorbei. Erstmal Aufatmen bei der Hertha, drei Punkte sind auf der Habenseite. Na bitte, es geht doch. Der nächste Gegner ist wieder ein Aufsteiger, im Heimspiel wird Greuther Fürth erwartet.

Während sich Hertha in aller Ruhe eine ganze Woche lang auf den kommenden Gegner vorbereiten kann, müssen die Eisernen unter Woche international mit Reisestrapazen ran. Die Elf von Urs Fischer tritt am Donnerstag, dem 16.09.2021 im Sinobo Stadion bei Slavia Prag an. Der Anpfiff der Partie in der neu geschaffenen UEFA Europa Conference League erfolgt um 18:45 Uhr an.

Hans-Peter Becker

Eisbären gewinnen in Iserlohn

Es war ein unterhaltsames Eishockeyspiel für die 3.080 Zuschauer in der Eishalle am Seilersee in Iserlohn. Nach dem 1. Drittel stand es 1:1. Die Führung der Gastgeber durch Ex-Eisbär Kris Foucault konnte Kevin Clark ausgleichen. Die folgenden Spieldrittel verliefen torreicher. Für die erneute Führung der Roosters sorgte ein weiterer Ex-Eisbär. Sven Ziegler überwand Tobias Ancicka mit einem Penalty. Leo Pförderls Treffer brachte den erneuten Ausgleich, wieder Führung für die Roosters und Ausgleich, mit einem 3:3 ging es in den Schlussabschnitt.

Matt White sorgte zunächst mit einem Doppelpack für einen 2 Torevorsprung, bevor Sven Ziegler für Iserlohn verkürzen konnte. Für die Vorentscheidung zeichnete ein Treffer von Marcel Noebels verantwortlich. Ein empty-netter von Zachary Boychuk stellte den Endstand von 7:4 für die Eisbären her.

Serge Aubin, der Trainer der Eisbären, war zufrieden: „Unsere Führungsspieler haben Verantwortung übernommen, es war aber ein Sieg der gesamten Mannschaft.“

Am 3. Spieltag, Freitag, 17. September müssen die Eisbären in Bremerhaven antreten.

DEL 2. Spieltag 12.09.2021 16:30 Uhr Eishalle am Seilersee in Iserlohn

Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:7 (1:1/2:2/1:4)

Strafen

Iserlohn 8(6,2,0)

Eisbären 12 (4,6,2)

Viktoria siegt weiter – erste Auswärtsniederlage für den SV Wehen Wiesbaden

Stell Dir vor, es gibt ein Spitzenspiel und fast keiner will es sehen. Diese Kuriosität ereignete sich am 8. Spieltag der 3. Liga. Aufsteiger Viktoria empfing den SV Wehen-Wiesbaden, immer hin, der Tabellenzweite gegen den Tabellenvierten, zudem beide punktgleich mit 14 Zählern. Es waren nach offizieller Zählung exakt 1.124 Zuschauer, darunter mögen 20 Anhänger aus Wiesbaden gewesen sein, die gut zu hören waren.

Beim Warmmachen gegrüßten die Viktorianer Björn Jopek und Christoph Menz den Wiesbadener Geschäftsführer Nico Schäfer. Man kennt sich aus gemeinsamen Tagen beim 1. FC Union Berlin. Die Eisernen spielen in der Beletage des deutschen Fußballs und sollten anderthalb Stunden nach dem Anpfiff im Prenzlauer Berg etwa 20 Kilometer entfernt ihre Aufgabe in Angriff nehmen.

Viktoria hatte gleich Erfolg, ein frühes Tor von Lucas Falcao in der 4. Spielminute beruhigte die Nerven. Die Gäste ließen sich dadurch nicht beeindrucken und drängten auf den Ausgleich. Nach einigen Schwimmfesten in der Viktoria-Abwehr war es dann in der 29. Minute so weit, Viktoria lief in einen Konter und John Iredale traf zum 1:1. Es war nicht unverdient.

Pressekonferenz nach dem Spiel Viktoria vs SV Wehen Foto: © Becker

Pünktlich pfiff Bundesliga-Referee Patrick Ittrich zur Pause. Kaum hatte nach der Pause wieder angepfiffen, da schlug es wieder ein im Tor der Gäste. Es lief noch die 46. Spielminute und Tolcay Cigerci traf ins Dreiangel. Ein Schuss von der Strafraumgrenze, bei dem alles stimmte, auszeichnungsverdächtig. Florian Stritzel im Tor der Gäste streckte sich vergebens. Erstaunlicherweise kam in der zweiten Halbzeit von den Gästen nicht mehr viel. Viktoria boten sich Räume zum Kontern. Gute Möglichkeiten wurden vergeben.

Den Deckel auf das Spiel machte in der 88. Minute Soufian Benyamina drauf. Das Spiel endete mit einem 3:1 Sieg für die Vktoria. Die entscheidenden Tore fielen zum richtigen Zeitpunkt. Der Lauf des Aufsteigers ist beachtlich, nach 8 Spielen haben sie 17 Punkte auf dem Konto, lediglich eine Niederlage schlägt bislang zu Buche. Warnend die Stimme von Trainer Benedetto Muzzicato nach dem Spiel: „Wir sind momentan in einem flow, es können andere Zeiten kommen.“ In der Tat, Viktoria profitierte von einigen Glücksmomenten im Spiel.

Gäste-Trainer Rüdiger Rehm war enttäuscht. „Wir haben in jeder Halbzeit ein frühes Tor kassiert, das hat die Aufgabe nicht leichter gemacht.“ Aufgrund von Kreislaufproblemen musste Wehens Torjäger Gustav Nielsson kurzfristig passen. In Berlin herrschte hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen von über 20 Grad. Für ihn rückte John Iredale in die Startelf, der den zwischenzeitlichen Ausgleich besorgte. Es war eine Vorsichtsmaßnahme, er kam in der 59. Minute für Iredale doch noch ins Spiel.

Am nächsten Spieltag muss Viktoria zum Mitaufsteiger SC Freiburg II reisen und das nächste Heimspiel, erst am Montagabend, 27. September unter Flutlicht, Gegner ist Mitaufsteiger TSV Havelse.

Hans-Peter Becker

Fußball 3. Liga 8. Spieltag

11.09.2021 Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark Berlin

FC Viktoria 1889 Berlin – SV Wehen Wiesbaden 3:1 (1:1)

Mannschaftsaufstellung FC Viktoria

Sprint – Lewald – Yilmaz (76. Seiffert) – Theisen – Küc (76. Hahn) – Falcao (68. Benyamina) – Ciğerci (90. Kayo) – Kapp – Jopek (90. Verkamp) – Pinckert – Menz (3-4-3)

Niederlage zum Saisonstart, trotzdem, ohne Eisbären gehen wir nicht nach Haus

Ein neues Meisterbanner prangt über der Eisfläche in der Arena am Ostbahnhof und es gab wieder Fans hinter der Bande. Ein lange nicht mehr gehörter Akkustikteppich trieb die Akteure nach vorn. Erstmal Abwarten ist eh im Eishockey verpönt, möglichst schnell ins gegnerische Drittel und die Scheibe in Richtung Tor. Gleich am 1. Spieltag, zur Saisoneröffnung stellte sich der EHC Red Bull München vor. Mehr geht kaum zum Saisonauftakt. Beide Mannschaften nehmen ja auch an Champions League teil und sind im Wettkampfmodus.

Dem Anfangsdrittel war das deutlich anzumerken. Tempo und rassige Duelle, sofort war es zu spüren, das Eishockeyfeeling. Es war ausgeglichen. Danny aus den Birken im Tor der Münchner musste 8 Schüsse halten und sein Berliner Kollege deren 6. Es waren Riesenmöglichkeiten dabei. Ein Tor gelang nicht. Mathias Niederberger entschärfte einen Alleingang und auf der Gegenseite scheiterte Leo Pföderl, sein Schuss traf die Latte.

Im Mittelabschnitt ging dafür um so schneller. Nach nur 56 Sekunden landete ein Schuss von Zachary Boychuk im Tor. Die Münchner schlugen nur knapp fünf Minuten später zurück. Ein Tor von Verteidiger Zach Redmond stellte den Spielstand auf 1:1. Anschließend gab es auf jeder Seite mehrfach die Chance auf die Führung. Sie gelang schließlich den Gästen, die in der 37. Minute durch Yannic Seidenberg das Spiel gedreht hatten. Die Münchner waren nicht besser, es war lediglich der eine oder andere Fehler weniger.

Der Schlussabschnitt begann gleich mit einer Riesenchance für die Eisbären. In der 45. Minute neigte sich das Schicksal des Spiels den Gästen zu. Ihnen gelang das erste Tor in Überzahl im Spiel, ein Schuss von der blauen Linie, abgefeuert von Yasin Ehliz sorgte für die Vorentscheidung. Den Deckel darauf machte in der 48. Minute ausgerechnet Ex-Eisbär Austin Ortega. Der Fehlstart in die neue Saison nahm konkrete Form an.

Die verbleibenden 12 Minuten reichten nicht mehr aus, um an der Niederlage noch etwas zu ändern. Da lief einiges nicht ganz rund bei den Eisbären. In der 58. Minute hätte Manuel Wiederer für den zweiten Eisbären-Treffer sorgen können. Sein Schuss ging knapp vorbei. Es symptomatisch für das Spiel, den Eisbären wollte nichts gelingen. Die Halle war nach den geltenden Regeln mit 6.450 Zuschauern ausverkauft. Sie forderten die Mannschaft zu einer Geste auf dem Eis, nach einer Niederlage nicht üblich. Aber was ist schon üblich in dieser Zeit. Wir wollen die Eisbären sehen, hoffentlich bald erfolgreicher.

Am kommenden Sonntag, 12. September wartet die erste Auswärtshürde der Saison auf die Eisbären. Die Iserlohn Roosters empfangen die Eisbären in ihrer Halle am idyllischen Seilersee.

Hans-Peter Becker

Deutsche Eishockey Liga (DEL) 1. Spieltag

09.09.2021 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 1:4 (0:0/1:2/0:2)

Eisbären vor dem Saisonstart

Nach den nicht ganz so erfolgreichen Spielen in der Champions-League geht es ab Donnerstag, dem 9. September für die Eisbären um Punkte in der Vorrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Es soll stückweise zur Normalität nach Corona-Saison zurückgekehrt werden. Unter Beachtung der 3 G-Regeln sind der Halle am Ostbahnhof wieder Zuschauer zugelassen, Stand jetzt, dürfen 6.450 dabei sein. Es soll bei der 3 G Regelung bleiben, so die Aussage von Eisbären-Geschäftsführer Thomas Bothstede auf der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung. In Anbetracht der Tatsache, dass die Eisbären über 5.000 Dauerkarten verkauft haben, dürfte es für Gelegenheitsbesucher schwieriger werden, eines der begehrten Tickets zu erwerben. Zudem ist die Besonderheit zu beachten, dass sämtliche Tickets personalisiert sind. Den Finanzen der Eisbären wird es guttun. Vorsichtshalber mussten die DEL-Vereine auch einen Etat ohne Zuschauereinnahmen planen.

Gleich am 1. Spieltag der neuen Saison wartet mit dem EHC Red Bull München ein harter Brocken auf die Eisbären. Die Münchner mussten bereits im Viertelfinale die Segel streichen, während die Eisbären sich den achten Meisterstern auf dem Trikot sicherten. Die Münchner unter dem in Berlin nicht ganz unbekannten Trainer Don Jackson zählen, wie die Eisbären, zu den Titelaspiranten. Den sieben Neuzugängen in München stehen acht Abgänge gegenüber. Zurück in der DEL, im Trikot von Red Bull München, ist Austin Ortega, der wendige, trickreiche Stürmer begeisterte auch schon die Fans der Eisbären. Zu beachten sein wird Center Benjamin Smith, der von den Adlern aus Mannheim kam und mit 246 NHL Spielen über viel Erfahrung verfügt.

Eines haben beide gemeinsam, sie mussten jeweils ihr größtes Talent in die NHL ziehen lassen. In München wechselte John Peterka zu den Buffalo Sabres, während in Berlin Lucas Reichel bei Chicago Blackhawks anheuerte.

Bei den Berlinern müssen sich die Fans an neun neue Namen im Kader gewöhnen. In der Abwehr sollen Ellis Morgan und Nicolas B. Jensen für weitere Stabilität sorgen. Im Sturm konnte mit Kevin Clarke auf dem rechten Flügel ein weiterer Torjäger verpflichtet werden.

Der Kader der Eisbären ist nach Aussage von Sportdirektor Stephane Richer in der Lage, die Mission Titelverteidigung erfolgreich zu gestalten. Kapitän der Eisbären ist, wie in der vergangenen Saison, Frank Hördler. Der 36-jährige Verteidiger ist auf dem besten Weg, Sven Felski als Rekordspieler der Eisbären abzulösen. In Hördlers Statistik stehen bislang 911 Spiele für die Eisbären, bei Felski sind es 924.

Hans-Peter Becker

Foto: © Hans-Peter Becker

Wasserfreunde – schwere Gegner in der Champions League

Wasserball-Vizemeister Spandau 04 hat bei der Auslosung der Champions League-Hauptrunde am Freitag in Ostia (Italien) in der Achter-Gruppe B mit Titelverteidiger Pro Recco Genua und 2016-Gewinner Jug Dubrovnik (Kroatien) zwei schwere Gegner in der Gruppe B dazu gelost bekommen. Außerdem ist der aktuelle Meister Waspo 98 Hannover ein Kontrahent. CN Marseille (Frankreich) und Steaua Bukarest (Rumänien) sind die weiteren Gegner, denen Spandau auf Augenhöhe begegnen kann. Außerdem komplettieren, aus der Mitte September bis Mitte Oktober gespielten Qualifikation, noch zwei weitere Mannschaften die Gruppe.

Termine 2021

27.10.2021 Qualifikant 1 – Wasserfreunde Spandau 04

10.11.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover

20.11.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Jug Dubrovnik

01.12.2021 Pro Recco Genua – Wasserfreunde Spandau

04 15.12.2021 Wasserfreunde Spandau 04 – Steaua Bukarest

22.12.2021 CN Marsaille – Wasserfreunde Spandau 04

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Volksfeststimmung im Zoschke: Union gewinnt gegen Lichtenberg 47

Der 1. FC Union Berlin gewinnt ein Testspiel gegen den Regionalligisten Lichtenberg 47 in der Howoge-Arena “Hans Zoschke” mit 2:0. Die 1:0-Führung für die Eisernen erzielt Cedric Teuchert in der 28. Minute auf Vorarbeit von Neuzugang Bastian Oczipka. Zum Endstand von 2:0 trifft Andreas Voglsamer per Distanzschuss in der 65. Minute.

Die Länderspielpause nutzte Union-Cheftrainer Urs Fischer für ein Testspiel, bei dem zahlreiche Union-Spieler zum Einsatz kamen, die zuletzt wenig Spielpraxis sammeln konnten. So standen die Neuzugänge Pawel Wszolek, Rick van Drongelen, Kevin Behrens, Bastian Oczipka und Kevin Möhwald ebenso in der Startelf, wie Rekonvaleszent Grischa Prömel.

Nach herzlicher Begrüßung durch die Gastgeber, die sich mit Blumen und einem gerahmten Trikot für das Gastspiel der Unioner im “Zoschke” bedankten, pfiff Schiedsrichter Philipp Kutscher das Spiel an. Im Gegensatz zu den letzten Spielen startete Union mit im 4-2-3-1-System mit den schnellen Keita Endo und Sheraldo Becker auf den Flügeln und Kevin Behrens im Sturmzentrum. Erwartungsgemäß übernahm Union sofort die Initiative und verbuchte in der 10. Minute die erste Chance. Der Kopfball von Cedric Teuchert nach Flanke von Bastian Oczipka strich jedoch über die Querlatte. Vier Minuten später scheiterte Kevin Behrens ebenfalls per Kopf nach Oczipka-Ecke. Nach einer guten Viertelstunde konnte auch Lichtenberg 47 die erste Ecke verbuchen. Die früheren Unioner-Spieler David Hollwitz und Christian Gawe hatten sich über die linke Seite durchgesetzt, der Eckstoß landete jedoch am Außennetz des Union-Tores.

Union blieb weiterhin durch Kopfbälle nach Flanken gefährlich. Erneut war es Kevin Behrens der diesmal an 47-Kepper Niklas Wollert scheiterte, der mit starkem Reflex parierte (21.).  Und es ging weiter: Hereingabe von Pawel Wszolek, Ablage Kevin Behrens, Abschluss Cedric Teuchert – Parade Wollert (23.). Dieser parierte zwei weitere Abschlüsse von Sheraldo Becker, dann war der Bann gebrochen. Der agile Bastian Oczipka servierte erneut von der linken Seite und diesmal verwandelte Cedric Teuchert per Direktabnahme zur verdienten 1:0-Führung für Union (28.). Drei Minuten später war wie geplant Schluss für Bastian Oczipka, der erst am Vortag zur Mannschaft gestoßen war. Seine Position übernahm Laurenz Dehl (31.). Nach einer weiteren Kopfballchance für Union, Rick van Drongelens Aufsetzer ging über den Kasten, tauchten die 47er mal wieder vor dem Union-Tor auf. Die Abschlussversuche wurden jedoch von Unions Hintermannschaft geblockt (36.). Danach war wieder “Wollert-Zeit”: Der Lichtenberger Torhüter parierte einen scharfen Abschluss von Keita Endo spektakulär und verhinderte so das eigentlich sichere 2:0 (37.). In der 40. Minute dann endlich eine Gelegenheit für Jakob Busk, es seinem Gegenüber gleichzutun. Einen Kopfball von Marius Ihbe entschärfte der Union-Keeper per sehenswerter Flugeinlage. Fünf Minuten später wurde Kevin Behrens von Sheraldo Becker freigespielt und zog über rechts davon, doch auch ein seinen Flachschuss konnte Wollert entschärfen. Kurz darauf war zunächst Schluss, mit dem Zwischenstand von 1:0 für Union ging es in die Kabinen.

Zur 2. Halbzeit stellte Union das System um und wechselte auf verschiedenen Positionen. Paul Jaeckel rückte in die Dreierkette, Anthony Ujah und Suleiman Abdullahi bildeten die Doppelspitze, Andreas Voglsammer übernahm die Position hinter den Spitzen. Auch Lichtenberg 47 wechselte und gab mit Melvin Williams dem nächsten Torhüter Gelegenheit sich auszuzeichnen. Nach ein, zwei kleinen Wacklern zu Beginn war er dann gegen Pawel Wszolek und Suleiman Abdullahi zur Stelle (54., 56.). Nach einer guten Stunde war es dann Andreas Voglsammer, der auf 2:0 stellte. Seinen Abschluss aus der Distanz versuchte Williams festzuhalten, doch der Ball trudelte schließlich über die Linie (65.) – Pech für den jungen Keeper. In der 69. Minute dann der langersehnte Moment für Union-Eigengewächs Fabio Schneider: Nach langer Verletzungspause durfte der Youngster erstmals wieder Spielminuten sammeln. Doch seine Mannschaft tat sich gegen dicht gestaffelte Lichtenberger weiterhin schwer. Klare Chancen blieben – im Gegensatz zur unterhaltsamen 1. Halbzeit – nun Mangelware. Immer wieder wurde das Anspiel in die Tiefe gesucht, immer wieder bekam der Regionalligist auf dem tiefen Rasen noch ein Bein dazwischen, sodass der finale Pass nicht ankam. Dafür übernahm nun der Lichtenberger Stadionsprecher und initiierte eine Art akustischen Doppelpass zwischen 47ern und Unionern – Volksfeststimmung auf den Rängen des “Zoschke”. Dann nochmal Union, doch Keita Endo setzte den Ball aus knapp sieben Metern rechts neben das Tor (83.). In der 85. Minute dann mal wieder eine Kopfballchance, aber auch Anthony Ujah war bei seinem Abschluss kein Glück beschieden. Ohne einen weiteren Treffer beendete Philipp Kutscher schließlich pünktlich die Partie mit dem Endstand von 2:0 für Union.

Urs Fischer zog nach dem Spiel ein positives Fazit: “Natürlich hat es mich für Grischa heute sehr gefreut, nachdem er eine lange Pause hatte. Auch für Kevin Möhwald, der in der letzten Saison kein einfaches Jahr hatte und Bastian Oczipka, der lange nur alleine trainiert hat, war es schön heute für Union auf dem Platz zu stehen und Minuten zu bekommen. Der Test hat genau das gebracht was wir uns gewünscht haben. Einen gewissen Spielrhythmus, einige gute Aktionen auf diesem schwierigen Rasen, das haben wir gut gemacht.”

Nach einem Regenerationstraining am morgigen Donnerstag gibt es für die Mannschaft ein freies Wochenende, bevor am Montag die Vorbereitung auf das nächste Bundesliga-Spiel beginnt. In diesem trifft Union am Sonnabend, dem 11.09.2021 auf den FC Augsburg. Anstoß im Stadion An der Alten Försterei ist um 15:30 Uhr.

Spieldaten:

Lichtenberg 47: Wollert (46. Williams, 80. Riedel) – Schmidt (59. Schöps), Owczarek, Krüger (80. Kücükodabasi), Ohlow (73. Sinan) – Gözüsirin (86. Grüneberg), Fiegen, Hollwitz (46. Maric) – Ihbe, Gawe (86. Graf), Bremer (46. Brando)

1. FC Union Berlin: Busk – Wszolek, Friedrich, van Drongelen, Oczipka (31. Dehl) – Becker (46. Abdullahi), Prömel (46. Jaeckel), Teuchert (46. Voglsammer), Möhwald (69. Schneider), Endo – Behrens (46. Ujah)

Zuschauer: 2.489

Schiedsrichter: Philipp Kutscher, Maximilian Bauer, Daniel Läser

Quelle: 1. FC Union Berlin/Hannes Hahn

Deutsche Eishockey Liga mit einigen Neuerungen in der kommenden Spielzeit

Am 9. September startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in die nunmehr 27. Spielzeit. 1994 war die Liga mit 18 Mannschaften gestartet, ein Auf- oder Abstieg war nicht vorgesehen. Lediglich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sollte über die Teilnahme an der Liga entscheiden. Eine sportliche Qualifikation für die DEL ist jetzt möglich. Der Meister DEL 2, der SC Bietigheim-Bissingen konnte neben der sportlichen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen und ergänzt das Teilnehmerfeld. Insgesamt sind es jetzt 15 Mannschaften, die den Deutschen Meistertitel ausspielen. Am Tabellenende wird spannend, es droht auf Platz 14 und 15 nach der Vorrunde der Abstieg. Wegen der Corona-Pandemie wurde in der vergangenen Saison auf den Abstieg verzichtet, so das mit 15 Mannschaften gespielt wird.

Ab der Saison 2022/23 wird dann wieder mit 14 Mannschaften gespielt werden. Das heißt, der Tabellenletzte wird die Liga verlassen müssen, während der Vorletzte hoffen darf drin zu bleiben, sollte aus der DEL 2 kein Team die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen können.

Bis zum 27. März 2022 werden 420 Spiele der Vorrunde ausgetragen. Es wird wieder im Freitag und Sonntag Rhythmus gespielt. Ein Spiel wird auf den Donnerstag vorgezogen. Magenta-Sport zeigt jedes Spiel, dafür ist ein Extra-Abo nötig, im Free-TV sind regelmäßig am Sonntag ab 17:00 Uhr ausgewählte Partien zu sehen. Ab dem 29. März 2022 beginnt die entscheidende Phase der Saison mit der 1. Playoff-Runde (Modus Best-of-Three). Ab dem Viertelfinale wird im Modus Best-of-Five um den Titel gekämpft. Die Finalserie startet am 26. oder 27. April und endet spätestens am 5. Mai. Auf Nachfrage, warum nicht wenigstens die Finalserie im Modus „best of seven“ ausgetragen wird, kam die Antwort, dass das Zeitgründen nicht möglich ist. Zumal die Vorrunde zweimal pausieren muss, wegen des Deutschland-Cups und der Olympischen Winterspiele.

DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke (links) und TV Experte Rick Goldmann während der DEL Pressekonferenz Foto: © Becker

Es darf wieder vor Zuschauern gespielt werden. Ein wichtiger Punkt, die Corona-Saison hat der DEL einen drastischen Umsatzrückgang beschert. Dass alle Vereine wirtschaftlich Überleben konnten, war auch der Solidarität der Spieler zu verdanken, die auf ein Teil ihrer Gehälter verzichteten. Wie viele Zuschauer in den Eishallen dabei sein können, ist aktuell vom Standort abhängig. Die Eisbären dürfen bisher ihre Arena zu 50 % auslasten, während der Neuling aus Bietigheim seine Halle voll ausnutzen kann. In München, im Bundesland Bayern sieht es dagegen ganz anders aus.

Vorgestellt wurde ein Werbespot, Eishockey-Profis werben für das Impfen. In kurzen Videoclips, die über die Social Media-Kanäle ausgespielt werden, positionieren sich Akteure wie Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Alex Barta (Düsseldorfer EG) und Colin Ugbekile (Kölner Haie) für eine Impfung. „Für mich war sehr schnell klar, dass ich mich impfen lasse. Letztlich muss und soll es jeder selbst entscheiden. Ich denke, es ist eine hervorragende Möglichkeit“, so Barta.

Hans-Peter Becker/DEL

Eisbären verlieren auch das zweite Spiel

Am 2. Spieltag der Champions Hockey League stellte sich mit Skellefteå AIK ein Team aus Schweden vor. Wie die Eisbären hatten die Schweden ihr erstes Gruppenspiel verloren. Sie waren aus der Schweiz angereist, wo sie dem HC Lugano mit 1:5 unterlagen. Beide waren unter Zugzwang, lange sah nach einem Erfolg für die Eisbären aus, am Ende wurde es 3:5 Niederlage.

Matt White hatte bereits in der dritten Spielminute für den Führungstreffer gesorgt und mit einem frühen Treffer im Mittelabschnitt für die zwischenzeitliche 2:0 Führung gesorgt. Es drohte anschließend etwas vogelwild zu werden. Die Schweden schafften postwendend den Anschluss und den Ausgleich und es dauerte wiederum nicht allzu lange bis Giovanni Fiore die Eisbären wieder in Front brachte. Innerhalb von fünf Minuten fielen 4 Tore.

Im Schlussabschnitt drehten die Gäste das Spiel, in der 46. Minute gelang der Ausgleich und in der 56. Minute erstmals die Führung. Die Eisbären stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Leider mussten sie die letzten beiden Spielminuten in Unterzahl bestreiten. Verteidiger Kai Wissmann musste wegen Hakens auf die Strafbank. Sie versuchten es trotzdem ohne Goalie und kassierten ein empty net Tor. Mit einer 3:5 Niederlage, trotz einer Steigerung gegenüber dem Auftaktspiel, verließen sie Eis.

Am 3. und 5. September stehen jeweils die Rückspiele an.

Hans-Peter Becker