Am 3. Spieltag der letzten Saison musste Hertha in München bei den Bayern antreten, ein knappes Jahr ist seitdem vergangen. Damals bot die Hertha den Bayern Paroli und hätte fast einen Punkt mitgenommen. Ein Elfmeter in der Nachspielzeit rette den Bayern den Sieg und Hertha hatte zweimal einen Rückstand egalisiert. Der Trainer hieß Bruno Labbadia, Hertha hatte immerhin 3 Punkte auf dem Konto und 8 Treffer erzielt. In der Neuauflage waren die Berliner chancenlos. Nicht nur chancenlos, sondern ideen- und kraftlos dazu, sie wirkten wie Zweitligist. Ein schrecklicher Auftritt war es in Münchner Arena. Der Blick auf die Tabelle verdeutlicht die Misere, null Punkte und bereits 10 Gegentore kassiert. Da stand keine Mannschaft auf dem Platz.
Es brennt jetzt schon der Baum im Westend. Der mächtige Mann bei der Hertha Carsten Schmidt sprach zwar in der TV-Sendung Doppelpass dem Trainer das Vertrauen aus, doch Pal Dardai scheint zu ahnen, was kommen könnte.
„Wahrscheinlich sucht Hertha BSC seit langem einen großen Trainer. Pal ist ein kleiner Trainer, ein netter Trainer, er hilft aus so lange, wie es sein soll. Wenn ein ganz großer Trainer hier ist, geht Pal sofort zurück zur U16 und macht seine Sache wie früher“, so seine Aussage in einer Medienrunde am Tag nach der verheerenden Niederlage.
Nach der Länderspielpause muss Hertha beim Aufsteiger VfL Bochum antreten, während der 1. FC Union erneut ein Heimspiel hat und den FC Augsburg empfängt.
Im Sonntagsspiel besiegten die Köpenicker Borussia Mönchengladbach. Die ambitionierte Mannschaft vom Niederrhein hat damit ähnlich wie die Hertha einen Fehlstart hingelegt und nur einen Punkt mehr auf dem Konto.
Bei den Eisernen fehlte Innenverteidiger Marvin Friedrich wegen einer rot-gelben Karte. Ob er wohl weiter für die Köpenicker spielen wird? Das Transferfenster ist noch bis zum 1. September geöffnet und es tauchte am Sonntag das Gerücht auf, Hertha will ihn verpflichten. Oliver Ruhnert wollte sich dazu nicht weiter äußern, nur soviel war ihm zu entlocken. „Wir wissen natürlich, dass Marvin ein interessanter Spieler ist.“ Mal sehen was daraus wird.
Das US-Quartett der BR Volleys ist komplett: In der dritten Trainingswoche stießen Neuzugang Matthew West, Diagonalangreifer Benjamin Patch und Rückkehrer Jeffrey Jendryk zum Berliner Team und sorgen für frischen, amerikanischen Wind in der Saisonvorbereitung 21/22. Damit stehen Assistenztrainer Lucio Oro, der weiterhin Headcoach Cedric Enard vertritt, für die ersten Testspiele nun insgesamt neun Spieler des 13-köpfigen Kaders zur Verfügung. Erste Gegner sind am 02. September die Helios Grizzlys Giesen im Horst-Korber-Sportzentrum.
Während ihr Landsmann Cody Kessel gemeinsam mit fünf weiteren Teamkollegen bereits seit dem 09. August im Horst-Korber-Sportzentrum auf die neue Spielzeit hinarbeitet, nahmen nun auch Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk und Matthew West das Training beim Deutschen Meister auf. Zuspieler Matt West stand am Montag erstmals in der Trainingshalle und lernte seine neue Mannschaft kennen. Am Donnerstag folgte Ben Patch, der die Akkus im Sommer wieder aufgeladen hat. Nach negativem Testergebnis am Freitagmorgen durfte schließlich auch Jeff Jendryk erste Bälle schmettern und einige alte Bekannte wiedersehen. Damit ist das Aufgebot trotz des Fehlens von Nehemiah Mote (Asienmeisterschaft), Santiago Danani (Südamerikameisterschaft) sowie Ruben Schott und Anton Brehme (Europameisterschaft) nun spielfähig. Es fehlt lediglich ein etatmäßiger, zweiter Mittelblocker.
Matthew West sammelte positive, erste Eindrücke: „Es ist für die mich der größte Club, in dem ich bisher spielen durfte. Es wird sehr professionell und hart gearbeitet. Man spürt, hier liegt etwas Besonderes in der Luft. Ich wurde von allen sehr freundlich aufgenommen und fühle mich rundum wohl.“
Benjamin Patch freut sich, zurück in seiner Stadt zu sein: „Es fühlt sich an, als käme man zurück nach Hause zur Familie. Ob Co-Trainer Lucio, Sergey oder Cody – ich habe meine Teamkollegen alle vermisst. Von den nächsten Wochen erwarte ich, dass wir im harten Training etwas leiden werden. Gleichzeitig freue ich mich, meinen Körper wieder in die beste Verfassung zu bringen.“
Für Jeffrey Jendryk war die Rückkehr durchaus emotional: „Es fühlt sich großartig an, zurück in Berlin und dem bekannten Umfeld zu sein. Hier hat sich bei meiner Ankunft auf den ersten Blick wenig verändert – es regnet. Aber diese lebendige Stadt hat mir gefehlt. Wir wollen uns jetzt gemeinsam gut auf die ersten Testspiele vorbereiten und uns Woche für Woche verbessern.“
Parallel zur Ankunft des US-Trios wurde auch der Testspiel-Plan für die Saisonvorbereitung fixiert. Getestet wird in den kommenden Wochen gegen die Bundesliga-Kontrahenten aus Giesen, Königs Wusterhausen und Lüneburg. Mit vollständigem Kader, also nach der Ankunft der weiteren Nationalspieler, steht ab 22. September eine Reise nach Polen an. Dort warten IBB Polonia London und PGE Skra Belchatow auf das BR Volleys Team, ehe am 02. Oktober mit dem Volleyball Supercup in Schwerin der Startschuss für die neue Saison fällt.
Die Testspiele im Überblick:
02. Sep | Horst-Korber-Sportzentrum | vs. Helios Grizzlys Giesen 03. Sep | Sportforum Berlin | vs. Helios Grizzlys Giesen 09. Sep | Sportforum Berlin | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee 10. Sep | tba | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee 18. Sep | Sportforum Berlin | vs. SVG Lüneburg 22. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG) 23. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG) 24. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. PGE Skra Belchatow (POL)
Alle Testspiele in Berlin finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Bernd Schultz steht dem Berliner Fußball-Verband auch in den nächsten vier Jahren als Präsident vor. Der Amtsinhaber erhielt bei der Präsidentschaftswahl auf dem Ordentlichen Verbandstag am 28. August 2021 81 Stimmen der anwesenden Delegierten. 33 Stimmen entfielen auf die Gegenkandidatin Gaby Papenburg.
Über seine Wiederwahl sagt Bernd Schultz: „Ich bedanke mich für das Vertrauen, das mir die Delegierten der Berliner Fußballvereine heute ausgesprochen haben. Gleichzeitig gilt mein Dank auch Gaby Papenburg für einen fairen Wahlkampf. Das Votum bestätigt mich darin, dass unsere kontinuierliche Arbeit im BFV von den Vereinen honoriert wird – diese gilt es nun fortzusetzen und darauf freue ich mich. Zu den größten Herausforderungen der kommenden Wahlperiode zähle ich unter anderem die Umsetzung der Handlungsempfehlungen aus dem Zukunftsprojekt „Future BFV“, die Stärkung des Frauen- und Mädchenfußballs, das Vorantreiben der Qualifizierungsoffensive sowie die Entwicklung von neuen Ideen zur Professionalisierung des Verbandes. Zudem werde ich die Interessen der Berliner Vereine und des BFV auch in den nächsten vier Jahren bestmöglich im NOFV und DFB vertreten.“
Schultz, Mitglied beim BFC Alemannia 1890, steht vor seiner sechsten Amtszeit als BFV-Präsident. Erstmals wurde der 63-Jährige 2004 als Nachfolger von Otto Höhne in diese Position gewählt. Schultz ist seit 1985 in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich für den BFV tätig. Zunächst als Kassenprüfer und Sportrichter, zog er 1990 in den Vorstand ein. Von 1993 bis 2004 fungierte er als Schatzmeister des Berliner Fußball-Verbandes.
Das neue BFV-Präsidium setzt sich wie folgt zusammen:
Präsidialmitglied Schiedsrichter: wird auf der Schiedsrichter-Vollversammlung gewählt
Ehrenpräsident (beratend): Otto Höhne
Als Präsidialmitglied Jugend wurde Mirko Schubert auf dem BFV-Jugend-Verbandstag gewählt und vom Verbandstag bestätigt. Die Wahl des neues Präsidialmitglieds Schiedsrichter erfolgt auf der Schiedsrichter-Vollversammlung, die am 17. September 2021 stattfinden wird. Die Amtsbezeichnungen einiger Präsidialmitglieder wurden auf dem Ordentlichen Verbandstag durch die Bestätigung entsprechender Satzungsänderungen angepasst.
Neben der Wahl des Präsidiums wurde auf dem Verbandstag auch über die Besetzung weiterer BFV-Gremien abgestimmt.
Mannheims Trainer Patrick Glöckner konnte seinen Frust in der Pressekonferenz kaum verbergen. „Jetzt setzen wir uns neun Stunden in den Bus und nehmen nichts mit, das ist schon bitter.“ Dabei sah es lange danach aus, als könnte sein Team wenigstens einen Punkt aus dem Berliner Jahnsportpark mitnehmen. In der 89. Minute passierte das Malheur, Mannheims Torwart Timo Königsmann ließ den Ball ins Tor rutschen. Lukas Pinckert kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, ein durchaus haltbarer Ball, egal, er überquerte die Torlinie und Viktoria hatte damit den vierten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, der Fußball ist eben manchmal ungerecht.
2.061 Zuschauer bekamen ein Spiel geboten, in dem beide voll auf Angriff setzten, einen offenen Schlagabtausch führten. Viktorias Trainer Benedetto Muzicatto hatte seine Startformation gegenüber dem 1:1 in Zwickau auf zwei Positionen verändert. Erhan Yilmaz und Lucas Falco rückten wieder in die Startelf. An seinem taktischen System mit variabler 3er und 5er Kette in der Abwehr. Die Gäste vom Rhein und Neckar spielten in einem 4-4-2 System. Beide wollten mit frühem Stören den Gegner aus dem Konzept bringen.
Mit diesem Sieg setzt sich Viktoria wieder an die Tabellenspitze der 3. Liga, punktgleich mit dem 1. FC Magdeburg. Als kleine Belohnung haben die Spieler zwei freie Tage bekommen. Der nächste Gegner wartet in Verl.
Hans-Peter Becker
Fußball 3. Liga 6. Spieltag
28.08.2021 14:00 Uhr Jahnsportpark Berlin
FC Viktoria 1889 Berlin – SV Waldhof Mannheim 1:0 (0:0)
Der Hauptstadtclub verpflichtet den 21-Jährigen von Ajax Amsterdam und stattet den Mittelfeldspieler mit einem Vertrag bis 2025 aus.
Berlin – Unser Hauptstadtclub hat nach Ishak Belfodil und Oliver Christensen den dritten Neuzugang in dieser Woche präsentiert. Von Ajax Amsterdam kommt Jurgen Ekkelenkamp an die Spree! Bei unseren Blau-Weißen hat der niederländische Junioren-Nationalspieler am Freitag (27.08.21) ein gültiges Arbeitspapier bis 2025 unterzeichnet.
„Es ist kein Geheimnis, dass wir uns schon länger mit Jurgen beschäftigt haben. Wir freuen uns, dass wir nun eine für alle Seiten gute Lösung gefunden haben. Jurgen wird unserem Offensivspiel mit seinem Talent neue Impulse geben“, äußert sich Fredi Bobic zu dem 21-Jährigen, der mit Vorfreude auf das neue Kapitel als Herthaner blickt.
„Ich bin sehr froh, dass der Wechsel nun geklappt hat – es war ein langer Weg, aber jetzt bin ich sehr glücklich, hier zu sein. Hertha ist ein toller Verein und die Bundesliga ein interessanter Wettbewerb, außerdem ist Berlin eine schöne Stadt“, sagt der gebürtige Zeister aus der Provinz Utrecht.
Ekkelenkamp, der bei unserer ’Alten Dame‘ künftig die Rückennummer 10 tragen wird, wechselte als 13-Jähriger in die ruhmreiche Nachwuchsabteilung des niederländischen Rekordmeisters. Mit seinen Leistungen machte der Rechtsfuß früh auf sich aufmerksam und repräsentierte sein Land als Auswahlspieler seit der U15 in jeder Altersklasse. Für die U21 der ‘Elftal‘ gelangen dem Offensivakteur in fünf Einsätzen drei Treffer. Für Ajax debütierte unser Neuzugang im April 2018 in der Eredivisie, ein Jahr später in der UEFA Champions League.
Für den Verein des legendären Johan Cruyff bestritt der 1,88 Meter große Mittelfeldspieler insgesamt 40 Pflichtspiele, in denen er sechs Tore schoss und fünf weitere auflegte. Je zweimal gewann der Youngster die Meisterschaft und den Pokal, einmal den Supercup.
Der 1. FC Union Berlin qualifizierte sich durch den 4:0-Sieg im Hinspiel und ein 0:0-Unentschieden im Rückspiel gegen den finnischen Vertreter Kuopion PS für die Gruppenphase der UEFA Europa Conference League. Neben Feyenoord Rotterdam und Maccabi Haifa FC treffen die Eisernen auch auf Slavia Prag, die als unterlegenes Team aus der Play-Off-Runde der Europa League in die Gruppenphase der Conference League rutschten.
In der Eishockey Champions League empfingen zum ersten Spieltag die Eisbären Berlin mit Tappara Tampere eine Mannschaft aus Finnland. Es gab auch wieder Fans in der MB-Arena am Ostbahnhof. Mit einem lustigen kleinen Filmchen wurde auf die Hygieneregeln aufmerksam gemacht. Seit 538 Tagen durfte kein Zuschauer mehr in die Halle. Umso mehr genoss es Stadionsprecher Uwe Schumann, dass er bei der Vorstellung der Mannschaft nur den Vornamen nennen musste. Zwischenzeitlich waren die Eisbären ja auch Meister geworden. Die Bannerzeremonie steht dafür noch aus.
Das Spiel begann mit leichten Vorteilen für die Eisbären. Es dauerte so etwa 12 Minuten bis die Gäste aus Finnland in die Partie fanden. In der Schlussphase des Anfangsdrittels mussten zunächst Neuzugang Blaine Byron und etwas später Kevin Clark auf die Strafbank. Da konnte sich Mathias Niederberger im Tor Eisbären auszeichnen.
In der 24. Minute hatte Niederberger keine Chance gegen ein Geschoss von Tyler Morley, dem Center der ersten Sturmreihe vom Tampere. Es hatte sich angedeutet, die Finnen steigerten sich. Es klappte mit dem Erzielen von Toren. Fast im Minutentakt schlug es ein bei den Eisbären. Zwischen der 28. und 31. Spielminute schraubten die Finnen das Ergebnis auf 0:5 aus Sicht der Eisbären. Ein Drittel zum Gruseln für die Eisbären-Fans, die Humor bewiesen und skandierten: „Ihr werdet nie Deutscher Meister!“ Das stimmte, während bei den Eisbären nicht mehr viel zusammenlief. Nach dem 0:5 hatte Eisbären-Trainer Serge Aubin ein Einsehen mit seinem Goalie und schickte für ihn Tobias Ancicka vor den Kasten. Der hielt bis zur letzten Drittelpause seinen Kasten sauber.
Im Schlussdrittel steckten die Eisbären nicht gänzlich auf und erzielten in der 42. Minute endlich ihren ersten Treffer im Spiel. Allerdings stellten die Finnen den alten Abstand in der 48. Minute wieder her, es war ein Powerplay und nun wurde auch Ancicka überwunden. Immerhin konnten die Eisbären das 1. und das 3. Drittel unentschieden gestalten. Leider lag ein Katastrophen-Drittel dazwischen.
Es war nicht der Abend der Eisbären, die sich den Start in die neue Saison sicher anders vorgestellt hatten und die in der Halle zugelassenen und anwesenden 2.000 Zuschauer ebenso.
Hans-Peter Becker
Stimmen
Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war ein enttäuschendes Spiel heute, das Ergebnis sagt es schon aus. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Unser Einsatz hat mir nicht gefallen. Wenn man keine Zweikampfe gewinnt, wird es schwer, die Partie zu gewinnen. Es war aber nur ein Spiel, das wir hinter uns lassen. Wir werden die Partie analysieren und daraus lernen. Es war toll, wieder vor Fans zu spielen. Es tut mir leid für sie, dass sie so ein Spiel sehen mussten.“ Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „lm ersten Drittel haben sich beide Mannschaften noch herangetastet. lm mittleren Spielabschnitt hat Tampere noch einmal zugelegt und uns unter Druck gesetzt. Dagegen haben wir keinen Weg gefunden. Das Spiel wurde dann auch etwas ruppiger, da hätten wir abgeklärter sein müssen. Das Schlussdrittel sah wieder besser aus, da haben wir unser System gespielt. Das müssen wir aber über 60 Minuten durchziehen. Am Sonntag müssen wir dem Gegner unser Spiel aufdrücken. Mit unseren Fans in der Arena war es grandios.“
CHL Champions Hockey League 1. Spieltag Gruppe E
27.08.2021 20:15 Uhr MB-Arena Berlin
ECH Eisbären Berlin – Tappara Tampere 1:6 (0:0/0:5/1:1)
Erst der Ausflug nach Helsinki und dann der Auswärtsauftritt in Sinsheim. Die Turn- und Sportgemeinschaft aus Hoffenheim hatte am 1. Spieltag mit dem FC Augsburg kurzen Prozess gemacht, mit 4:0 gewonnen und Dank des Torverhältnisses die nicht sehr aussagekräftige Tabellenführung übernommen. Die Tabellenführung hielt zunächst bis zur Halbzeitpause. Die Eisernen, der Gast aus Berlin war zwar in der 10. Minute durch Gießelmann in Führung gegangen. Allzu sehr beeindruckt hatte die Hoffenheimer allerdings nicht. Bis zur Halbzeitpause legten sie 2 Treffer nach und führten mit 2:1.
Urs Fischer wechselte gegenüber dem Helsinki-Spiel auf gleich auf 4 Positionen. Baumgartl, Trimmel, Puchacz und Öztunali blieben draußen. Dafür rückten Jaeckel, Ryerson, Gießelmann und Ingvartsen in die Startelf. Im gewohnten 3-5-2 war das Spiel ganz auf Konter ausgelegt. Mit Beginn der 2. Halbzeit setzte der Regen ein, Union-Wetter könnte man und es gelang gleich ein Tor, der Ausgleich. Dabei blieb es bis zum Abpfiff.
Urs Fischer zog nach Spielschluss ein positives Fazit: „Ich bin heute sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben ein tolles Spiel gemacht und uns diesen Punkt wirklich verdient. Von Anfang an waren wir gut im Spiel, dann aber den Ausgleich hergeschenkt. Danach hat sich meine Mannschaft verunsichern lassen, Hoffenheim wurde dominanter und wir hatten gewisse Probleme. In der Pause haben wir angesprochen, dass wir uns mehr zutrauen und mutiger agieren müssen. Das hat mein Team in der zweiten Halbzeit toll umgesetzt, wir hatten sogar Möglichkeiten noch zu gewinnen. Zum Schluss sind wir aber hochzufrieden.“
Am kommenden Wochenende trifft Union in der Bundesliga auf Borussia Mönchengladbach. Der Anstoß der Partie im Stadion An der Alten Försterei erfolgt am Sonntag, dem 29.08.2021 um 15:30 Uhr. Zuvor steht für die Eisernen das Play-Off-Rückspiel zur UEFA Europa Conference League auf dem Programm. Anstoß im Berliner Olympiastadion ist am Donnerstag, dem 26.08.2021 um 20:15 Uhr.
Der Jahnsportpark im Prenzlauer Berg erstrahlte im provisorischen Flutlicht. Ein transportabler Mast sorgte für die Ausleuchtung. Dazu sorgte der Kicker-Nachwuchs von Viktoria mit hellen Stimmen für Support. Im Gästeblock hatten sich 549 Zahlende eingefunden. Der Eintrittspreis am Kassenhäuschen betrug 17 Euro. Der größere Rest der insgesamt 2.512 Fußballinteressierten drückte den Himmelblauen die Daumen.
Als Schiedsrichter Arne Aarnink die Partie kurz vor 22:00 Uhr am Freitagabend abpfiff, war es amtlich. Der furios in die Saison gestartete Aufsteiger musste seine erste Niederlage in der 3. Liga hinnehmen.
Beide Trainer mussten mit verletzungsbedingten Problemen in ihren Kadern kämpfen. In Halle war man mit dem Saisonstart nicht zufrieden, zuletzt wurde eine 0:2 Heimschlappe gegen Braunschweig kassiert. Während Viktorias Trainer seine gegenüber dem Kaiserslauternspiel unverändert ließ, wechselte sein Kollege aus Halle überraschend auch auf der Torwartposition.
Die Anfangsphase des Spiels gehörte den neuen Hausherren des Friedrich Ludwig Jahn Sportparks. Ein früher Treffer gelang nicht. In der 14. Minute landete ein Schuss vom Hallenser Mittelfeldspieler Tom Zimmerscheid am Pfosten. Da hatten die Himmelblauen Glück. In der 19. und 22. Minute hatte Halle Glück, dass Enes Küc und Yannis Becker nur das Außennetz trafen.
In der 23. Minute wäre fast so weit gewesen, Terrence Boyd fälschte einen Eckball gefährlich ab, doch Sven Müller konnte parieren. Da hatte sich der Torwartwechsel für Halle bereits bezahlt gemacht. In der 28. Minute wurde aus dem „Fastunglücksraben“ der Schütze des goldenen Tores der Partie. Der wuchtige Mittelstürmer und 14-malige Nationalspieler der USA überwand mit einem Flachschuss, tunnelte dabei Viktorias Innenverteidiger Patrick Wolfgang Kapp, Viktorias Torwart. Julian Krahl, der erneut für Philip Sprint in die Startelf rückte, tauchte vergebens. Der Hallenser Anhang jubelte und der Torschütze übertrieb dabei, stieg auf den Zaun und musste sich für seine übertriebene Jubelarie die gelbe Karte anschauen.
Es war zu diesem Zeitpunkt noch nichts verloren. Viktoria versuchte direkt zu antworten. Die dickste Chance zum Ausgleich hatten die Himmelblauen in der 52. Minute. Nach guter Vorarbeit von Enes Küc brachte Lucas Falcao den Ball nicht im Tor unter. Sein Schuss war nicht platziert genug und landete in den Armen des Hallenser Torhüters. Sie kämpften unverdrossen weiter, ein Treffer gelang nicht.
Es blieb bei der ersten Niederlage in Liga 3 für den FC Viktoria 1899 Berlin.
An der Einstellung hatte Trainer Muzzicato nichts zu kritisieren. „Leider haben wir in den entscheidenden Momenten, nicht die richtigen Entscheidungen getroffen.“
Diese Niederlage wird den Aufsteiger nicht umwerfen, zumal es mit einer englischen Woche weitergeht. Bereits am Dienstag, 24. August geht es weiter. Dann steht die Auswärtsaufgabe in Zwickau an.
Endlich rollt der Ball wieder – doch nicht nur in der Fußball-Bundesliga, auch die Blindenfußball-Bundesliga startet in die neue Saison! Hertha BSC stellt in diesem Jahr zum ersten Mal eine eigene Mannschaft in diesem Wettbewerb, in dem acht Vereine um den Titel, aber auch um jede Menge Spaß und schöne Momente spielen. „Die Vorfreude ist riesig. Als eigene Hertha-Mannschaft auflaufen zu dürfen, ist natürlich etwas ganz Besonderes“, fiebert Spieler Patrick Küppers dem Auftakt entgegen. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen hat sich der 40-Jährige mit mindestens zwei Trainingseinheiten pro Woche vorbereitet. „Dass wir einen Trainingsplatz zur Verfügung haben und die Rahmenbedingungen stimmen, ist ein riesengroßer Schritt für uns. Alle geben ihr Bestes – das ist ein großes Vergnügen. Wir wurden super von allen im Verein aufgenommen und fiebern den Spielen entgegen“, verrät Küppers.
Der erste von fünf Spieltagen ist ein Heimspiel und steigt am Wochenende am Nordufer in Berlin, der neuen Heimat der blau-weißen Blindenfußballer. Die Hauptstädter messen sich am Samstag (21.08.21; 16:00 Uhr) mit SF BG Blista Marburg, am Sonntag (22.08.21; 15:00 Uhr) mit Borussia Dortmund. „Auf der eigenen Anlage zu spielen, ist ein großer Vorteil für uns. So können unsere Freunde, Verwandte und auch einige Fans aus unserer Hertha-Familie zuschauen und uns unterstützen, das macht uns natürlich sehr stolz. Wir freuen uns über jeden, der sich für unsere Geschichte und für unseren Sport interessiert“, so Küppers weiter. Gespielt wird zweimal 20 Minuten auf einem 20 x 40 Meter großem Platz. Ein Teil von uns ist vollständig blind, manche können noch ein bisschen sehen. Um die Chancengleichheit herzustellen, spielen wir alle mit abgeklebten Augen und Dunkelbrillen“, erklärt Küppers das Spiel und ergänzt: „Deswegen müssen wir uns ausschließlich auf unser Raumgefühl und unser Gehör verlassen, das ist eine nicht zu unterschätzende Konzentrationsleistung. Glücklicherweise sind in unseren Bällen Rasseln integriert, so dass wir den Spieler, der im Ballbesitz ist, identifizieren können. Die anderen Mitspieler, aber auch die Torhüter und Guides machen sich durch akustische Signale bemerkbar.“
Kaum eine Sportart bringt Menschen näher zusammen als Fußball und schafft so eine gesellschaftliche Integration, die für blinde Menschen immens wichtig ist. Aber Blindenfußball ist noch so viel mehr als sportliche Betätigung, ein Hobby oder eine Leidenschaft. Ein erfolgreiches Blindenfußballspiel lebt – wie so vieles im Leben – von der Kommunikation im Team. Die Spieler untereinander orientieren und warnen sich mit dem spanischen Ausruf „Voy“, was übersetzt heißt „ich komme/gehe“. Zudem dirigieren sehende Torhüter, Guides und Trainer die Spieler mit Zurufen. „Gerade im Blindenfußball, wo sehende und blinde Menschen zusammen in einem Team spielen, bewegt und verbindet Sport auf natürliche Weise und ermöglicht Integration und Teilhabe am Erlebnis Fußball“, sagt Dr. Andreas Zachmann, Country Manager Germany von VANDA Pharmaceuticals. Als Hauptsponsor der Blindenfußballabteilung von Hertha BSC setzt sich VANDA nicht nur dafür ein, dass der Blindenfußball eine noch größere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft erfährt, sondern auch dafür, dass eine breite Öffentlichkeit Freude an den Spielen hat und neue Fans gewonnen werden.
Wer live beim Auftakt der Blindenfußball-Bundesliga dabei sein möchte, ist herzlich am Nordufer eingeladen. Insgesamt 100 Personen sind zugelassen, der Eintritt ist frei. Vor Ort müssen alle Fans ihre Kontaktdaten hinterlassen, die 3G-Regel greift nicht. Das Mitbringen von alkoholfreien Getränken (keine Glasflaschen!) ist erlaubt. Eine WC-Anlage für alle Besucherinnen und Besucher steht zur Verfügung.