BR Volleys erzwingen Entscheidungsspiel

Die Playoff-Finals 2022 bekommen ihren Höhe- und Schlusspunkt am Samstagabend, 29. April im Berliner Volleyballtempel. Mit einem 3:1-Auswärtssieg (24:26, 26:24, 26:24, 25:20) beim VfB Friedrichshafen treiben die BR Volleys die Finalserie auf die Spitze. Nach dem nervenstarken Auftritt in der ratiopharm Arena Ulm/Neu-Ulm haben die Berliner nun erstmals in der Bundesliga-Geschichte die Chance, einen 0:2-Rückstand im Finale noch zu drehen.

Beide Mannschaften standen sich in diesem Finale vor 2.319 Zuschauern abermals in unveränderter Startformation gegenüber. Auf Berliner Seite reichte es bei Jeffrey Jendryk erneut nicht für mehr als das Trikot des zweiten Liberos, bei Friedrichshafen streifte sich Blair Bann dieses über. Die Hausherren traten erwartungsgemäß druckvoll auf und zeigten früh ihre bekannte Blockstärke. Benjamin Patch blieb an jener Häfler Wand hängen (2:4), doch Timothée Carle bügelte dies per Ass wieder aus (6:6). Einmal mehr in dieser Serie war Luciano Vicentin der Mann, der für Friedrichshafen lange den Unterschied machte (12:16). Ruben Schott fand hingegen nur kurzzeitig über den Aufschlag ins Spiel (19:20), tat sich aber erneut im Angriff schwer. Mit Nehemiah Mote am Service gelang den Berlinern beim zweiten Häfler Satzball zwar das wichtige Break (24:24), aber Hirsch nutzte die dritte Gelegenheit zur Satzführung für das Heimteam (24:26).

Wie schon beim ersten Spiel in der ratiopharm Arena erarbeitete sich der VfB zunächst weiter das Spielglück. Beim Zwischenstand von 8:10 in Satz zwei setzte Cedric Enard auf Samuel Tuia anstelle von Schott. Ein im Nachhinein entscheidender Eingriff. Berlin lief zunächst weiter hinterher, bis Georg Klein zum Service ging und sich das Blatt wendete. Nehemiah Mote blockte, der “Officer“ servierte das Ass und plötzlich führten die Hauptstädter (16:13). Bei den Hausherren stieg zwischenzeitlich die Fehlerquote, doch nach einem Block von Vicentin gegen Patch stand es pünktlich zur Crunchtime natürlich wieder pari (22:22). Doch Grankin & Co behielten die Nerven und Patch erschmetterte nach einem Hin und Her den Satzausgleich (26:24).

Diesen Moment steckte Friedrichshafen gut weg und legte in Person von Daniel Muniz wieder zu (7:10). Vicentin spielte unentwegt stark, während die Berliner Außenangreifer weiter für jeden Punkt hart arbeiten mussten (13:15). Nun ersetzte Marek Sotola Ben Patch, als der Rückstand auf 14:18 anwuchs. Zwei Blockpunkte konnte Tuia setzen, doch er musste auch den wichtigen gegen Vicentin schlucken (18:21). Aber der Franzose gab die Antwort am Aufschlag und mit Sotola meldete sich endlich auch ein Berliner gegen Vicentin im Block an (23:21). Natürlich spitzte sich auch dieser Satz bis zur Verlängerung zu, bis Muniz den Ball ins Aus jagte (26:24).

Dieser Satzgewinn war der Bigpoint für den Titelverteidiger. Tuia und Sotola machten ihren Job nun hervorragend und die BR Volleys kippten endgültig das Spiel (9:7). Der Franzose traf weiter sein Service und der Tscheche blieb mutig im Angriff (19:15). Jetzt agierten die Hauptstädter clever im Angriff und ließen keine Zweifel mehr am Auswärtssieg aufkommen (23:19). Nach einem Aufschlag von Matthew West war es natürlich Tuia, der den Ausgleich in der Serie perfekt machte (25:20). Damit dürfen die Berliner noch einmal in ihre Max-Schmeling-Halle zurückkehren und vor ihrem Publikum, das alles entscheidende fünfte Finale bestreiten. Es wartet ein Volleyballfest und würdiger Abschluss dieser Saison im Volleyballtempel.

Stimmen zum Spiel
Kaweh Niroomand: „Die Männer von der Bank haben heute den Unterschied gemacht. Samu Tuia war mit seiner Routine und Moral überragend. Er war der Weckruf für unsere Mannschaft. Auch Marek Sotola hat das phänomenal gemacht. Der Junge kommt in dieser Drucksituation auf den Court und löst das so cool. Am allermeisten freut mich dieser Sieg für unsere Fans. Nach dem, was bereits am Samstag in unserer Arena los war, wird die Max-Schmeling-Halle garantiert wieder brennen. “

Samuel Tuia: „Wir wussten, dass wir kämpfen müssen und uns keinen weiteren Fehler in dieser Serie mehr leisten durften. Das war ein Sieg des gesamten Teams und des Willens. Heute konnten wir von der Bank den wichtigen Impuls geben, den die Mannschaft brauchte. Darauf haben wir gewartet und das macht mich sehr glücklich. Jetzt fühlen wir uns einfach bereit für dieses fünfte Spiel zu Hause und freuen uns auf eine riesige Kulisse, vor der wir uns hoffentlich die Goldmedaille holen können.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote und Georg Klein (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Marek Sotola, Matthew West, Samuel Tuia

Topwerte
Carle 15 Punkte, 2 Asse | Patch 12 Punkte | Tuia 11 Punkte, 2 Asse, 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pressefoto Credit: Günter Kram

Mühevoller dritter Heimsieg

Weiße Weste gewahrt: Die BR Volleys blieben auch im vierten Bundesligaspiel ohne Punkt- und Satzverlust. Mit einem glanzlosen Auftritt sicherte sich die Mannschaft von Trainer Cedric Enard am Mittwoch einen 3:0-Erfolg (25:16, 25:23, 25:22) gegen den TSV Haching München. Zum zweiten Mal in Folge schwang sich dabei Marek Sotola als Topscorer und “Blockmaschine“ zum MVP des Spiels auf. Der Tscheche und seine Teamkollegen sind bereits am Samstag (23. Okt um 17.30) wieder in eigener Arena gegen die WWK Volleys Herrsching gefordert.

Erwartungsgemäß rotierte Cheftrainer Cedric Enard im dritten Heimspiel der Saison im Rahmen seiner Möglichkeiten. So fanden sich erstmals in dieser Spielzeit Timothée Carle und Matthew West in der Startformation des Deutschen Meisters wieder. Ruben Schott, Marek Sotola, Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk durften ebenfalls ans Netz, wobei sich der Mittelblock des BR Volleys Teams am Mittwochabend wieder von selbst aufstellte. Anton Brehme musste mit anhaltenden Knieproblemen passen, dafür meldete sich Samuel Tuia erstmals in dieser Saison fit.

Mit leichten Abstimmungsproblemen startete das Heimteam vor 1.627 Zuschauern ins Spiel und so konnte die mutige Hachinger Mannschaft daraus immer wieder Kapital schlagen (7:6). Präsent waren die Berliner zumindest im Block und wurden so ihrer Favoritenrolle im Auftaktsatz gerecht (14:9). Auch wenn Haching-Zuspieler Benedikt Sagstetter mit seinem zweiten Ass den Rückstand verkürzte (16:13), unterliefen den bayerischen Gästen insgesamt zu viele Fehler (23:16) – bezeichnend, dass der Float-Aufschlag von Mote zum ersten Satzgewinn mitten in die Hälfte der Männer in Grün-Grau fiel (25:16).

Das Team von Coach Bogdan Tanase berappelte sich von dem klaren Satzende und bereitete den BR Volleys fortan wieder mehr Probleme. Die Hausherren suchten vor allem im Aufschlag weiter ihren Rhythmus und plötzlich hatten die Gäste gar die Nase vorn (7:10). Erst Mitte des Durchgangs konnten die Berliner sich berappeln und der verlässliche Sotola sorgte für den Ausgleich (13:13). Den Ballwechsel des Tages beendete Jeff Jendryk per Block (17:16), doch auch davon ließen sich die „Local Heroes“ aus Haching nicht abschütteln (23:23). Ein entschlossener Dreierblock musste her, um den BR Volleys knapp die 2:0-Satzführung zu bescheren (25:23). Zwar waren die Hauptstädter auch in Satz drei nicht dominant, konnten sich aber zumindest früh absetzen (11:8) und die Bayern anschließend auf Distanz halten (21:16). Tim Carle, der bei seinem Comeback noch etwas Nervosität zeigte, blühte gegen Matchende auf und zog beinahe (14 Punkte) noch mit Sotola (15 Punkte) gleich. Ein Hachinger Aufschlagfehler beendete jedoch das Rennen um den Titel des Topscorers und somit auch das Match (25:22)

Stimmen zum Spiel
Matthew West: „Es hat mir persönlich viel Freude bereitet, heute vor diesem Publikum auf dem Court zu stehen. Ich wollte meinen Teil zum Teamerfolg beitragen und zum Beispiel Tim bei seinem ersten Spiel seit sechs Monaten helfen. Er wurde besser und besser und hat am Ende klasse gespielt. Bei Marek imponiert mir, wie er in seinem zweiten Spiel von Beginn an bereits wie ein Veteran aufgetreten ist.“

Jeffrey Jendryk: „Das war sicher nicht unser bestes Spiel in dieser Saison, aber das konnte man heute vielleicht auch nicht zwingend erwarten. Wir haben uns im Aufschlag schwergetan und deshalb nicht so unseren Rhythmus gefunden. Letztlich sind wir aber der verdiente Sieger und wollen unsere Serie am Samstag gegen Herrsching mit größerer Entschlossenheit in unseren Aktionen fortsetzen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk (MB), Matthew West (Z), Marek Sotola (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski, Cody Kessel

Topwerte
Sotola 15 Punkte, 5 Blocks | Carle 14 Punkte, 60 % Angriffsquote, 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier/Pressefoto Credit: Michael Hundt

Amerikaner eingeflogen, Testspielplan steht

Das US-Quartett der BR Volleys ist komplett: In der dritten Trainingswoche stießen Neuzugang Matthew West, Diagonalangreifer Benjamin Patch und Rückkehrer Jeffrey Jendryk zum Berliner Team und sorgen für frischen, amerikanischen Wind in der Saisonvorbereitung 21/22. Damit stehen Assistenztrainer Lucio Oro, der weiterhin Headcoach Cedric Enard vertritt, für die ersten Testspiele nun insgesamt neun Spieler des 13-köpfigen Kaders zur Verfügung. Erste Gegner sind am 02. September die Helios Grizzlys Giesen im Horst-Korber-Sportzentrum.

Während ihr Landsmann Cody Kessel gemeinsam mit fünf weiteren Teamkollegen bereits seit dem 09. August im Horst-Korber-Sportzentrum auf die neue Spielzeit hinarbeitet, nahmen nun auch Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk und Matthew West das Training beim Deutschen Meister auf. Zuspieler Matt West stand am Montag erstmals in der Trainingshalle und lernte seine neue Mannschaft kennen. Am Donnerstag folgte Ben Patch, der die Akkus im Sommer wieder aufgeladen hat. Nach negativem Testergebnis am Freitagmorgen durfte schließlich auch Jeff Jendryk erste Bälle schmettern und einige alte Bekannte wiedersehen. Damit ist das Aufgebot trotz des Fehlens von Nehemiah Mote (Asienmeisterschaft), Santiago Danani (Südamerikameisterschaft) sowie Ruben Schott und Anton Brehme (Europameisterschaft) nun spielfähig. Es fehlt lediglich ein etatmäßiger, zweiter Mittelblocker.

Matthew West sammelte positive, erste Eindrücke: „Es ist für die mich der größte Club, in dem ich bisher spielen durfte. Es wird sehr professionell und hart gearbeitet. Man spürt, hier liegt etwas Besonderes in der Luft. Ich wurde von allen sehr freundlich aufgenommen und fühle mich rundum wohl.“

Benjamin Patch freut sich, zurück in seiner Stadt zu sein: „Es fühlt sich an, als käme man zurück nach Hause zur Familie. Ob Co-Trainer Lucio, Sergey oder Cody – ich habe meine Teamkollegen alle vermisst. Von den nächsten Wochen erwarte ich, dass wir im harten Training etwas leiden werden. Gleichzeitig freue ich mich, meinen Körper wieder in die beste Verfassung zu bringen.“

Für Jeffrey Jendryk war die Rückkehr durchaus emotional: „Es fühlt sich großartig an, zurück in Berlin und dem bekannten Umfeld zu sein. Hier hat sich bei meiner Ankunft auf den ersten Blick wenig verändert – es regnet. Aber diese lebendige Stadt hat mir gefehlt. Wir wollen uns jetzt gemeinsam gut auf die ersten Testspiele vorbereiten und uns Woche für Woche verbessern.“

Parallel zur Ankunft des US-Trios wurde auch der Testspiel-Plan für die Saisonvorbereitung fixiert. Getestet wird in den kommenden Wochen gegen die Bundesliga-Kontrahenten aus Giesen, Königs Wusterhausen und Lüneburg. Mit vollständigem Kader, also nach der Ankunft der weiteren Nationalspieler, steht ab 22. September eine Reise nach Polen an. Dort warten IBB Polonia London und PGE Skra Belchatow auf das BR Volleys Team, ehe am 02. Oktober mit dem Volleyball Supercup in Schwerin der Startschuss für die neue Saison fällt.

Die Testspiele im Überblick:

02. Sep | Horst-Korber-Sportzentrum | vs. Helios Grizzlys Giesen
03. Sep | Sportforum Berlin | vs. Helios Grizzlys Giesen
09. Sep | Sportforum Berlin | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
10. Sep | tba | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
18. Sep | Sportforum Berlin | vs. SVG Lüneburg
22. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG)
23. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG)
24. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. PGE Skra Belchatow (POL)

Alle Testspiele in Berlin finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Quelle: BR Volleys Berlin/Christof Bernier

Frischer Wind im Zuspiel

Der amerikanische Einfluss wird bei den BR Volleys zur Saison 2021/2022 wieder zunehmen, denn der in Seattle geborene Zuspieler Matthew West erweitert die Riege an US-Boys beim Hauptstadtclub. Bereits 2015/2016 war der heute 27-Jährige ein Jahr lang in der Volleyball Bundesliga aktiv und tourte seitdem quer durch Europa, zuletzt mit Halt in der Türkei. In Berlin freut er sich nun auf „bekannte Gesichter“ und „sehr hohes Niveau“.

„Die Bundesliga ist mir aus meiner Zeit in Düren vertraut. Es ist eine sehr professionelle, gute Liga. Deutschland hat einen Platz in meinem Herzen“, erzählt der nun vierte Amerikaner im BR Volleys-Bunde neben Cody Kessel, Jeffrey Jendryk und Benjamin Patch. Fachkenner des deutschen Volleyballs werden sich erinnern: Matt West wechselte damals im Jahr 2015 von der Pepperdine University, wo er seine Hochschul- und Volleyball-Ausbildung genoss, nach Deutschland. Im Anschluss an sein erstes Profijahr bei den SWD powervolleys Düren zog es ihn in die Niederlande zu Abiant Lycurgus Groningen. Danach folgten Stationen in Tschechien und Finnland. Jeweils als erster Zuspieler stellte er zuletzt bei AS Cannes (FRA, 19/20), unter anderem für Kyle Russell, und bei Tokat Belediye Plevnespor (TUR, 20/21) die Bälle. Nun ist West in der Weltstadt Berlin angekommen: „Die BR Volleys sind der größte Verein in meiner bisherigen Karriere. Es ist unmöglich, nicht gern Teil dessen zu sein. Ich bin gespannt auf das Team und die Clubkultur“, so die Antrittsworte des Mannes, der beim elfmaligen Deutschen Meister für ein Jahr unterschrieben hat.

Neben Kapitän Sergey Grankin suchten die BR Volleys einen neuen Zuspieler, der frischen Wind und großen Ehrgeiz mitbringt. Geschäftsführer Kaweh Niroomand sieht in Matt West für dieses Anforderungsprofil die richtige Besetzung: „Unserem Team tat die amerikanische Mentalität in den vergangenen Jahren stets sehr gut. Die Trainings- und Wettkampfeinstellung der Jungs aus den Staaten ist immer hervorragend. Das trifft auch auf Matthew zu. Er ist äußerst diszipliniert und motiviert. Wir hatten ihn in den letzten Jahren bereits auf dem Radar.“ Zukünftig wird der US-Amerikaner gemeinsam mit Olympiasieger Grankin die Zuspielfäden in der Hand halten, womit Niroomand die Mannschaft auf dieser Position gut aufgestellt sieht: „Matthew wird Sergey mit seiner Qualität definitiv entlasten können. Außerdem ist er für einen Zuspieler relativ groß, was uns auch im Doppelwechsel neue Optionen bietet.“

1.98 Meter misst der Neuzugang. Seine Freundin Madison Bugg ist mit 1.82 Meter nur unwesentlich kleiner. Auch sie hat sich dem Volleyball professionell verschrieben, sogar ebenfalls als Zuspielerin, und ging in der Vergangenheit schon für den Dresdner SC (17/18) und Allianz MTV Stuttgart (18/19) in der Bundesliga ans Netz. In der nächsten Saison steht Bugg in Rom (ITA) unter Vertrag, doch an ihre Volleyball-Fernbeziehung sind beide gewohnt: „Für uns ist es der Normalzustand, aber die Situation fällt uns auch von Jahr zu Jahr schwerer. Gleichzeitig sind wir uns einig, dass wie beide das Beste aus unserem Leben machen wollen, solange wir jung sind. Wir sind stolz aufeinander und stehen natürlich im ständigen Kontakt.“ Und sollte eine Nachricht von Matt mal auf sich warten lassen, so kann Madison ihrem Freund dennoch stundenlang lauschen, denn West ist auch Podcaster. I Think We`re Good Here“ heißt sein Format, das er selbst wie folgt beschreibt: „Die Idee ist gemeinsam mit meinem früheren Collegecoach Marv Duphy geboren. Wir haben uns oft stundenlang über das Leben und Volleyball unterhalten. Ich habe dabei mehr über unseren Sport gelernt als während des Trainings. Darauf basiert auch der Podcast. Wir lassen Menschen ihre Lebens- und Volleyballgeschichten erzählen. Bei uns sollen sie sich wohlfühlen, wie bei einem Kaffee unter Freunden und nicht in einer klassischen Interview-Situation.“

Auch über seinen Podcast hinaus befasst West sich viel mit Volleyball-Philosophie und Lebenseinstellungen: „Ich möchte selbst einfach der beste Sportler werden, der ich sein kann, und zugleich meinen Mitspielern genau dabei helfen. So will ich mich in die Mannschaft einbringen.“ Das kann er ab August direkt tun, wenn die Saisonvorbereitung bei den Hauptstädtern startet und für ihn ein neues Volleyball-Kapitel beginnt.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys