Eisbären wollen Titel verteidigen

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) startet am Donnerstag, 15.09., mit der Partie Kölner Haie gegen den Vizemeister RB München in die Saison 2022/23. Traditionell wird das Eröffnungsspiel beim amtierenden Meister ausgetragen. In diesem Jahr ist die MB-Arena anderweitig belegt, mit der Basketball Europameisterschaft. So beginnen die Eisbären die Spielzeit am Sonntag, 18. September in Nürnberg bei den Ice-Tigers.

Der Hauptsponsor der Eisbären, seit 26 Jahren, die GASAG, hatte der Tradition folgend, zur Pressekonferenz geladen, diesmal in ein Foyer der Verti Music Hall in unmittelbarer Nähe der Arena. GASAG Vorstandsvorsitzender Georg Friedrichs sprach seine einleitenden Worte, bei dem die Energiekrise nicht ausgespart blieb und mittendrin gingen die Lichter über dem Podium aus. Hoffentlich kein böses Omen für kommende Zeiten. Friedrichs ist seit April 2021 Vorstandsvorsitzender, er kennt die Eisbären nur als Meister.

Eine stolze Bilanz – 9 Meistertitel Foto: © 2022 Hans-Peter Becker

Gelingt den Eisbären erneut ein Titel-Hattrick? Zuletzt war das 2013 der Fall, in einer Finalserie gegen die Kölner Haie. Die Zielstellung wurde einhellig vom Trainer Serge Aubin, Sportdirektor Stephane Richer und Geschäftsführer Thomas Bothstede formuliert. Der Pott soll in Berlin bleiben. Die Eisbären haben immer das Ziel, Meister zu werden.

Auf die Treue der Eisbärenfans können sie sich wieder verlassen. Mit einigem Stolz konnte Geschäftsführer Bothstede verkünden, dass vor dem ersten Heimspiel am 23. September gegen die Grizzlys Wolfsburg, über 5.000 Dauerkarten verkauft wurden.

Ihre aktuelle Form konnten die Eisbären bereits in vier Spielen der Champions-League überprüfen. Der Start in Grenoble, beim französischen Meister, war mit einem 8:2 Sieg geglückt, dann folgte in Schweden bei Frölunda Göteborg mit einer 1:7 Niederlage die Ernüchterung. In Berlin unterlagen sie im Rückspiel im Welli unglücklich mit 2:3, während gegen Grenoble erneut gewonnen wurde.

Im Kader gab es einige Veränderungen, drei Verteidiger und sieben Stürmer sind neu. Sie stellen das zweitjüngste Team mit einem Altersdurchschnitt 25,7 Jahren. Mit dafür verantwortlich ist die Besetzung der Torhüterposition. Es wird, zumindest am Saisonbeginn, keine klare Nummer 1 im Tor der Eisbären geben. Wer in die Startaufstellung kommt, entscheidet sich nach den Trainingseindrücken. Die Eisbären gehen mit Juho Markanen (Jahrgang 2002), Nikita Quapp (Jahrgang 2003) und Tobias Ancicka (Jahrgang 2001) ins Rennen.

Aktuell nicht zur Verfügung stehen Leonard Pföderl, Yannick Veilleux und Neuzugang Frank Mauer aufgrund von Verletzungen. Bennet Roßmy wurde zu einem Trainingscamp des Kooperationspartners Los Angels Kings eingeladen.

Eishockey ist eine sehr energieintensive Sportart, gemeint ist hier nicht der geforderte körperliche Einsatz der Akteure, vielmehr der nötige Stromverbrauch für die Eishallen. Hoffen wir, dass alles gut gehen wird.

Hans-Peter Becker

Eisbären vor dem Saisonstart

Nach den nicht ganz so erfolgreichen Spielen in der Champions-League geht es ab Donnerstag, dem 9. September für die Eisbären um Punkte in der Vorrunde der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Es soll stückweise zur Normalität nach Corona-Saison zurückgekehrt werden. Unter Beachtung der 3 G-Regeln sind der Halle am Ostbahnhof wieder Zuschauer zugelassen, Stand jetzt, dürfen 6.450 dabei sein. Es soll bei der 3 G Regelung bleiben, so die Aussage von Eisbären-Geschäftsführer Thomas Bothstede auf der Pressekonferenz zur Saisoneröffnung. In Anbetracht der Tatsache, dass die Eisbären über 5.000 Dauerkarten verkauft haben, dürfte es für Gelegenheitsbesucher schwieriger werden, eines der begehrten Tickets zu erwerben. Zudem ist die Besonderheit zu beachten, dass sämtliche Tickets personalisiert sind. Den Finanzen der Eisbären wird es guttun. Vorsichtshalber mussten die DEL-Vereine auch einen Etat ohne Zuschauereinnahmen planen.

Gleich am 1. Spieltag der neuen Saison wartet mit dem EHC Red Bull München ein harter Brocken auf die Eisbären. Die Münchner mussten bereits im Viertelfinale die Segel streichen, während die Eisbären sich den achten Meisterstern auf dem Trikot sicherten. Die Münchner unter dem in Berlin nicht ganz unbekannten Trainer Don Jackson zählen, wie die Eisbären, zu den Titelaspiranten. Den sieben Neuzugängen in München stehen acht Abgänge gegenüber. Zurück in der DEL, im Trikot von Red Bull München, ist Austin Ortega, der wendige, trickreiche Stürmer begeisterte auch schon die Fans der Eisbären. Zu beachten sein wird Center Benjamin Smith, der von den Adlern aus Mannheim kam und mit 246 NHL Spielen über viel Erfahrung verfügt.

Eines haben beide gemeinsam, sie mussten jeweils ihr größtes Talent in die NHL ziehen lassen. In München wechselte John Peterka zu den Buffalo Sabres, während in Berlin Lucas Reichel bei Chicago Blackhawks anheuerte.

Bei den Berlinern müssen sich die Fans an neun neue Namen im Kader gewöhnen. In der Abwehr sollen Ellis Morgan und Nicolas B. Jensen für weitere Stabilität sorgen. Im Sturm konnte mit Kevin Clarke auf dem rechten Flügel ein weiterer Torjäger verpflichtet werden.

Der Kader der Eisbären ist nach Aussage von Sportdirektor Stephane Richer in der Lage, die Mission Titelverteidigung erfolgreich zu gestalten. Kapitän der Eisbären ist, wie in der vergangenen Saison, Frank Hördler. Der 36-jährige Verteidiger ist auf dem besten Weg, Sven Felski als Rekordspieler der Eisbären abzulösen. In Hördlers Statistik stehen bislang 911 Spiele für die Eisbären, bei Felski sind es 924.

Hans-Peter Becker

Foto: © Hans-Peter Becker