Volleyball 2. Bundesliga Pro Damen: BBSC Berlin mit nur einem Satzgewinn in Leverkusen

Volleyball 2. Bundesliga Pro Damen

TSV Bayer 04 Leverkusen – BBSC Berlin 3:1 (16,15, -23,21)

Der BBSC bringt aus Leverkusen nur einen Satz, aber keine Punkte nach Berlin: Der 3:1 Erfolg des Tabellendritten gegen eine zu wenig stabile Berliner Mannschaft geht in Ordnung.

Der BBSC startete in den ersten beiden Sätzen regelmäßig konzentriert mit einer leichten Führung, konnte aber das Niveau nicht halten. Leverkusen konterte in beiden Sätzen mit einer längeren Phase, in der alles gelang, während den Berlinerinnen das sprichwörtliche Pech an den Händen klebte. Im 1. Satz zog Leverkusen von 8:10 auf 18:11 weg, im 2. Satz führte der BBSC mit 4:5, ehe die Bayer Mannschaft 8 Punkte in Serie machte. Solche Phasen lassen sich nur schwierig aufholen, die Satzgewinne für Leverkusen gingen in Ordnung. Leverkusen überzeugte vor allem durch Ausgeglichenheit und ein ausgesprochen starkes Block-Abwehrspiel. Die Berliner Angriffe von Außen und von der Diagonalposition fanden im Leverkusener Block immer wieder ihren Meister, und was trotzdem durchging, holte sich die Gastgeberabwehr. So erzielten Berlins Diagonale und Außenangreiferinnen zunächst nur gebremst Punkte.

Ab dem 3. Satz kam Berlin eher in den Rhythmus und verzichtete auf Auszeiten. „Endlich waren wir effektiver und kompromissloser.“, berichtete Berlins Trainer Jens Tietböhl. Insbesondere die über die Mitte geführten Angriffe waren erfolgreich. Sarah nur Kayadibi erzielte 7 Punkte, Emely Radügge war mit 17 Punkten sogar Berlins Punktbeste. Hinzu kam mit der Routine von Alina Gottlebe-Fröhlich ein wenig mehr Treffsicherheit von der Außenposition.

„Wieder machte uns unsere Instabilität in den Sätzen 1 und 2 zu schaffen – leider hat das Erfolgserlebnis des letzten Spieltags nicht angehalten. Aber in den Sätzen 3 und 4 haben wir ordentlichen und attraktiven Volleyball gezeigt. Daran müssen wir auch im nächsten Bundesligavergleich gegen Dingolfing am kommenden Samstag um 18:00 Uhr anknüpfen.“ gibt Tietböhl die Richtung vor.

Zur MVP des Nachmittags wurden Berlins Libera Annika Völker gewählt.

Am Sonntag, 09.03.2025 für den BBSC im Einsatz: Sarah Nur Kayadibi, Noelani Kleiner, Angelina Meyer, Annalena Grätz, Annika Völker, Jovana Dordevic, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Daniela Ligacheva, Emely Radügge, Deborah Scholz

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Der Ernst der Lage – Berlins Profifußball

Hertha, einigermaßen gut gespielt, aber…
In der Tabelle sacken sie weiter ab, der Abstand zu Braunschweig (22 Punkte) beträgt nur noch 4 Zähler mehr. Braunschweig spielt das Niedersachsenderby gegen Hannover 96 und möchte es, wie eine Klasse höher, dem VfL Bochum, mit dem Sieg in München, nachmachen. Wunder gibt es ja immer mal wieder. Der Vergleich hinkt etwas, denn Bayern ist mit 8 Punkten Vorsprung souveräner Spitzenreiter, Hannover dagegen ist Tabellenachter und würde mit einem Sieg wieder mehr in den Aufstiegskampf eingreifen.

Zurück zur Hertha:
Schalke, ein den Berlinern ungeliebter Mitkonkurrent, stand lange Zeit nahe der Abstiegszone, weit hinter Hertha BSC. Ein beachtlicher Formanstieg entfernte wohl jegliche Zweifel an einem möglichen negativen Saisonausgang. Ein Horrorszenario muss jetzt eher in Berlin befürchtet werden. Der Letzte, der 34. Spieltag, rückt näher. Am 26. Spieltag muss Hertha nach Braunschweig, die Eintracht belegt aktuell den Relegationsplatz. Den Niedersachen droht mal wieder der Absturz in die 3. Liga. Da kommt es auf die Heimspiele an, Kampf bis zum Umfallen und unbedingt vermeiden, in den Rückstand zu gelangen und die Führung aus der Hand zu geben. Das demonstrierte Schalke 04 in der ersten Halbzeit bei der desolaten Hertha in Berlin. Hertha wachte erst zur 2. Halbzeit auf.

Was die Alte Dame nach der Halbzeitpause im gut gefüllten Olympiastadion anbot, geht in Ordnung. Fabian Reese erzielte das 1:1, mit einer tollen Einzelleistung. Trotz zahlreicher zwingender Chancen blieb es der einzige Treffer. Die Berliner führten 71.000 Zuschauern vor, wie wichtig ein Torjäger im Team ist. Nur namhafte Vollstrecker sind teuer und gefragt. Ein Ersatz für Harris Tabakovic wurde nicht gefunden.

Die Kritik in erster Linie gilt meist den verantwortlichen Trainern, aktuell die Beispiele Dortmund und Leipzig. Dortmund spielte, als aktueller Tabellenzehnter so uneffektiv wie Hertha. Nach Spielende wurde die Truppe im eigenen Stadion ausgepfiffen. Kovac hat nun weiß Gott bewiesen, was er für ein Trainer ist. Der Hertha, dem Team vom Stefan Leitl, wurden Chancenwucher und Kampfgeist attestiert, die Mannschaft wurde nach Spielende nicht ausgepfiffen. Stefan Leitl ist neu im Amt. Marko Rose wurde in Leipzig zu Beginn in den Himmel gehoben. In Freiburg sprach man von einem Endspiel für ihn. Es endete 0:0. Es wurde gekämpft, verbissen in die Zweikämpfe gegangen, doch den Zuschauern fehlte das Salz in der Suppe. Bereits am nächsten Spieltag muss Leipzig nach Dortmund. Die Bayern aus München kommen nach Berlin. Hätten die Bayern doch bloß nicht zu Hause gegen Bochum verloren. Zwei Spiele am Stück haben sie lange nicht hergegeben. Nun, Spannung schadet auf keinen Fall. Vielleicht sind sie ja, ein bisschen wenigstens, großzügig nach dem Erreichen der nächsten Runde in der Champions League.

Union spielt in Frankfurt gegen Eintracht. Die schnuppern an der Champions League. Steffen Baumgart ist unter Druck, sie brauchen dringend Punkte für den Klassenerhalt. Der HSV könnte, nach sechs Jahren, in die Bundesliga zurückkehren. Im Abendspiel des 25. Spieltages gewann der HSV mit 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf.

Christian Zschiedrich

Berliner Profifußball – nur K(r)ampf um den Klassenerhalt

Aus aktueller Sicht auf den hauptstädtischen Profifußball den Teufel an die Wand zu malen, in der kommenden Saison spielt der 1. FC Union in der 2. Bundesliga und Hertha in der 3. Liga. Soweit ist zum Glück (noch) nicht. Allein, dass so Szenario denkbar ist, lässt tief blicken. Am Sonntag, 2. März 2025, war lediglich das Wetter schön. Die Auftritte, erst Hertha in Elversberg und anschließend die Eisernen gegen den Aufsteiger aus Kiel, gerieten zum Desaster.

In Saarland, beim SV Elversberg, war das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden. Von der „Alten Dame“ kam nichts. Jeglicher Kommentar und Analyse erübrigt sich. In dieser Verfassung ist Hertha nicht mal zweitligatauglich. Schleunigst muss wieder ein Mannschaftsgeist entstehen, um das Schlimmste zu verhindern. Der nächste Gegner ist Schalke 04 im Heimspiel.

Die Eisernen waren stets bemüht und es reichte trotzdem nicht. Die Anfangsoffensiven, jeweils zu Beginn der Halbzeiten, verpufften, der Sturm verkümmerte zu einem lauen Lüftchen. Weitaus gefährlicher waren die Aktionen des Aufsteigers aus Kiel und sie wurden belohnt mit dem Siegtreffer in der 43. Minute. In der 70. Minute wurde der einstige Fußballgott Steven Skrzybski eingewechselt. Der aktuell für Holstein Kiel spielende Profi hatte im Vorfeld der Partie verkündet: „Wir fahren nicht nach Berlin, um zu verlieren.“ Dass es gleich ein Sieg wurde, dazu ein historischer für den Bundesliga-Neuling, war nicht zu erwarten. Das 1:0 gegen den 1. FC Union war der erste Auswärtssieg in der noch jungen Bundesligageschichte von Holstein Kiel. Das Hinspiel konnten die Unioner mit 2:0 für sich entscheiden und der Abstand nach Punkten zu den Störchen betrug 12 Zähler. Jetzt ist er auf 7 Punkte geschrumpft. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz (aktuell der VfL Bochum) ist auf 6 Punkte geschrumpft. Dabei ist das Urteil der 2. Instanz des Rechtsweges beim DFB bereits berücksichtigt. Ein Blick auf die kommenden Gegner, Frankfurt, Bayern und Freiburg, da ist nicht unbedingt Zählbares in Sicht. Für Charlottenburg und Köpenick gilt, rauft euch zusammen und mit aller Macht Klassenerhalt.

Hans-Peter Becker

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Tegeler Gespräch mit Jürgen Trittin

Alles muss anders bleiben

Es übertraf alle Erwartungen, ein voller Saal in den Tegeler Seeterrassen, ein großer Erfolg. Zum 75. Mal, die Veranstaltungsreihe „Tegler Gespräch“, die geplanten Länge wurde etwas überzogen. Der Gast Jürgen Trittin und Moderator Andreas Dorfmann ließen keine Langeweile aufkommen.

Eingeladen vom Veranstalter Dirk Steffel lauschte ich dem Politik-erfahrenen Trittin und seiner fesselnden Redekunst. Etliche Sportler aus Nordberliner Vereinen waren unter den Anwesenden. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Man sparte nicht mit Beifall für seine Ausführungen zur Bundestagswahl. Interessant waren seine persönlichen Einschätzungen zu „seiner“ Partei, der Grünen. Damit dem Verein „Tegeler Gespräch e.V.“ als Veranstalter keine Wahlwerbung vorgeworfen werden kann, fand die Veranstaltung, wie Dirk Steffel verriet, mit Absicht erst nach erfolgter Wahl statt. Seine Analyse leitete Trittin mit den Worten ein: „Ich bin kein Politiker mehr, kann mir also das Erlauben auszusprechen, was in der aktiven Zeit nicht über die Lippen kommen konnte.“ Dennoch galt er als einer von den Wenigen, die kein Blatt vor dem Mund nahmen. Er war Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit a.D. und Mitglied des Bundestages 1998 bis 2024. Als Abgeordneter hatte er einen Aufgabenbereich, wie er es nannte, als „Flüchtlingsminister“.

Diese Erlebnisse, sind nachzulesen in seinem Buch „Alles muss anders bleiben“, eine Autobiografie, die 2024 erschienen ist. Wer wollte, konnte das Buch nach der Talkrunde mit Andreas Dorfmann für 25 € erwerben. Über seine Ministerjahre in Niedersachsen, der ersten Rot-Grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder, von den langen Jahren in der Opposition und schließlich der Dreier-Koalition mit SPD und FDP sind interessante Fakten und Zusammenhänge beschrieben. Er wirbt darin für sein Konzept der „werte geleiteten Realpolitik“, die durch Veränderung Sicherheit schaffen soll.

Christian Zschiedrich

Bei dem Wort Sicherheit konnte ich nicht mehr an mich halten. Es waren vor der Talkrunde Zettel an die Zuschauer verteilt worden. Dort konnten Fragen notiert werden. Ich hatte einen solchen Zettel vorher nicht ausgefüllt. Doch mitten im Gespräch traute ich meinem Handy kaum. Ich bekam die Mitteilung, Eklat in Amerika, im Weißen Haus. In Washington setzten Donald Trump und dessen Vize JD Vance, Wolodymyr Selenskyj, den Präsidenten der Ukraine, vor die Tür, eine öffentliche Demütigung. Damit platzte ich in die Talkrunde, laut und deutlich zum Verständnis für den ganzen Saal. Moderator Andreas Dorfmann nickte und erlaubte mir, Jürgen Trittin zu fragen, was er dazu und über Präsident Selenskyj zu sagen habe. Trittin antwortete spontan und ausführlich und bekam Beifall für seine Feststellung, das Problem sei nicht Selenskyj, sondern Trump.

In der Mitteilung stand, mit Mafia-Methoden sei Selenskyj in den Hinterhalt gelockt worden. Und ich frage alle diejenigen, was sind das für Charaktere, die Wahrheiten ins Gegenteil verkehren wollen, Opfer zu Angreifer machen, nicht hören wollen, was Putin in der Entwicklung selbst von sich gibt. Kann das auf Dauer gutgehen? Vielleicht besinnt man sich schon in den nächsten Wahlen.

Text und Fotos: © Christian Zschiedrich

Spannende Schlussphase – Eisbären gewinnen gegen Wolfsburg und sind für die CHL qualifiziert

DEL Deutsche Eishockey Liga

50. Spieltag

02.03.2025 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 6:3 (3:1/1:1/3:1)

Letztes Heimspiel in der Hauptrunde für die Eisbären, ein sonniger Tag im Spätwinter und die beste Eishockeyzeit an einem Sonntag. Aus dem Rest der Hauptrunde benötigen die Eisbären nur noch einen Punkt, um den zweiten Startplatz für die Playoffs klarzumachen. Der erste Platz und somit der Gewinner der Hauptrunde steht bereits fest. Was dieser Platz für die Ingolstädter bedeutet, wird sich ab dem Viertelfinale zeigen. Die Gäste aus Wolfsburg ging es um mehr als einen Punkt. Es geht um die Qualifikation für die Pre-Playoffs, der dafür mindestens nötige Platz 10 ist bisher nicht gesichert.

Die Gäste starteten entsprechend engagiert. Mussten allerdings bis zur 14. Spielminute drei Gegentreffer hinnehmen. Den Torreigen eröffnete Ty Ronning, es war sein Treffer Nummer 35 in der laufenden Saison. Die beiden anderen Treffer steuerten Lean Bergmann und Manuel Wiederer bei. Auf den 0:3 Rückstand gelang den Grizzlys postwendend der Anschlusstreffer durch Spencer Machacek.

Im Mittelabschnitt gelang der Mannschaft aus der Autostadt das Gleiche. In der 22. Minute versenkte Leonard Pföderl den Puck im Powerplay und nur 39. Sekunden später verkürzte Ryan O’Connor auf 2:4. Bis zur letzten Drittelpause änderte sich nichts am Spielstand.

Ein Rückstand von zwei Toren bei 20 ausstehenden effektiven Spielminuten sind im Eishockey aufzuholen. In der 48. Minute war es so weit. Andy Miele setzte ein schräges Ding aus spitzem Winkel an Jake Hildebrand vorbei ins Eisbärentor. Anschließend musste Marcel Noebels auf die Strafbank. Sie machten es spannend in der erneut ausverkauften Arena, der Vorsprung war auf ein Tor zusammengeschmolzen.

Zweieinhalb Minuten vor dem Ende gab es ein Zeichnen für Hannibal Weitzmann, sein Tor zu verlassen. Dabei verzockte sich die Bank. Der Puck war nicht sicher unter Kontrolle der Grizzlys und Ty Ronning erfasste die Situation am schnellsten und traf ins leere Tor. Das gelang den Eisbären 30 Sekunden vor dem Ende erneut und so wurde es schlussendlich doch ein deutlicher 6:3 Erfolg.

Damit ist der 2. Platz bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde gesichert. Geknackt wurde die 100-Punkte-Marke und die Qualifikation für Champions League gesichert.

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller, Wissmann (C); Niemeläinen, Smith; Geibel, Galipeau; Panocha – Noebels (A), Boychuk (A), Pföderl; Tiffels, Fontaine, Ronning; Veilleux, Kirk, Bergmann; Hördler, Wiederer, Mik – Trainer: Serge Aubin             

Grizzlys Wolfsburg: Weitzmann (Strahlmeier) – Möser, Pfohl; Melchiori, O’Connor; Button, Ramage; Martinovic – Veber, Varone, Schinko; White, Miele, Machacek; Chrobot, Kaspick, Lambert; Ruckdäschel, Fauser, Dumont – Trainer: Mike Stewart

Tore
1:0 – 09:29 – Ronning (Pföderl, Veilleux) – PP1
2:0 – 11:05 – Bergmann (Kirk, Veilleux) – EQ
3:0 – 13:46 – Wiederer (Müller) – EQ
3:1 – 14:09 – Kaspick (Ramage) – EQ
3:2 – 21:03 – O’Connor (White, Schinko) – PP1
4:2 – 21:42 – Pföderl (Ronning, Wissmann) – PP1
4:3 – 47:40 – Miele (Button, White) – EQ
5:3 – 57:31 – Ronning – EN
6:3 – 59:28 – Wiederer (Tiffels) – SH1, EN

Strafen
Eisbären Berlin: 8 (2, 2, 4) Minuten – Grizzlys Wolfsburg: 14 (8, 6, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Sirko Hunnius, David Cespiva (Wayne Gerth, Marcus Höfer)

Zuschauer
14.200

Tabellenführer setzt sich in Borken gegen BBSC Berlin durch

Volleyball 2. Bundesliga Pro Damen

Skurios Volleys Borken – BBSC Berlin           3:0 (16, 23, 19)

Mit einer klaren 3:0 Niederlage kehren die BBSC-Damen vom Spiel in Borken an der Grenze zu den Niederlanden zurück. Der Tabellenführer mit Aufstiegsambitionen blieb zu Hause ungeschlagen.

Der BBSC kam im 1. Satz nur zeitweise ins Spiel. Borken dominierte mit schnellen und druckvollen Angriffen, während die Berlinerinnen sich zwar aufopferungsvoll dem Druck der Gastgeberinnen entgegenstemmten, aber zu häufig eigene Fehler die Spielzüge doch zugunsten von Borken ausgehen ließen. Im 2. Satz hatte Berlin endlich den Rhythmus gefunden und gestaltete das Spiel lange Zeit mit deutlich verringerter Fehlerquote und vollem Einsatz offen, doch die Gastgeberinnen holten sich den Satzgewinn in einem besonders langen Ballwechsel. Der 3. Satz sah zunächst auch eine gut mithaltende Berliner Mannschaft, doch zum Satzende drehten die Münsterländerinnen auf und sicherten sich den verdienten Erfolg.

Berlins Trainerin Katharina Kummer, die den erkrankten Jens Tietböhl vertrat, sah wie in den vorherigen Spielen das Problem der fehlenden Stabilität. „Im 2. Satz haben wir es dem Gegner richtig schön schwer gemacht, diese Qualität sollten wir im gesamten Spiel umsetzen.“

Beste Spielerinnen auf Berliner Seite war Annalena Grätz mit 12 Treffern – sie wurde auch zur MVP des Abends gewählt.

Der BBSC trifft im nächsten Ligaspiel am Samstag, den 1. März 2025, um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle auf Straubing.

Am Wochenende für den BBSC im Einsatz: Sarah Nur Kayadibi, Noelani Kleiner, Anne Roebel, Annalena Grätz, Jovana Dordevic, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Romy Birnbaum, Deborah Scholz, Emely Radügge

Burkhard Kroll

Berliner Profifußball – der Spieltag brachte wenig bis gar nichts

Ein bisschen was und gar nichts, so lassen sich die Auftritte der Berliner Profifußballer zusammen. Am Freitagabend, 21.02.2025 sahen erstaunliche 41.752 zahlende Zuschauer die leider gewohnte Fußball-Magerkost im Olympiastadion. Es gab für die Herthafans den berühmten Joke von der gleichzeitig guten und schlechten Nachricht. Die „Alte Dame“ hatte wenigstens nicht verloren, allerdings auch nicht gewonnen. Das 0:0 war ein trostloses, der Befreiungsschlag misslang. Das Selbstvertrauen ist weg, man tritt auf der Stelle. Hertha hatte zwar mehr vom Spiel, wirkte nicht konteranfällig wie zuletzt, sodass der Punkt redlich verdient war. Am nächsten Spieltag steht die lange Ausfahrtsfahrt, über 700 Kilometer, zum SV Elversberg bevor. In ihrem zweiten Jahr im Unterhaus des Profifußballs macht die Truppe aus dem Saarland eine erstaunlich gute Figur und liebäugelt noch mit den Plätzen ganz oben.

Einen Tag später gab es in Dortmund das Top-Spiel des Tages. Der 1. FC Union war zu Gast im Westfalen-Stadion und ging mit leider nicht fliegenden Fahnen unter. Ein Fußballspiel darf verloren werden, auch mit mehreren Toren Unterschied, bitte nicht so, wie es die Eisernen über sich ergehen ließen, erst ein Eigentor und am Ende auseinandergefallen. Lähmendes Entsetzen nach dem Schlusspfiff, auf der schwarz-gelben Anzeigetafel war von einer 0:6 Niederlage zu lesen. Dortmund schoss sich Frust von der Seele und die Eisernen schmolzen im Stahlbad des Westfalen-Stadions dahin. Es wurde die höchste Niederlage seit dem Bundesligaaufstieg. Der nächste Gegner in der „Alten Försterei“ ist Aufsteiger und Tabellenschlusslicht Holstein Kiel. Wie man es dreht und wendet, trotz der Dortmundklatsche gehen die Eisernen als Favorit in die Begegnung. Diese Punkte sollten geholt werden, zuvor steht die abschließende Verhandlung des Feuerzeugwurfes an. Das könnte einen Punkt kosten. Es wären dann nur 8 Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und 11 Partien stehen noch aus.

Es bleibt gefährlich in beiden Fußballstandorten in der Hauptstadt.

Hans-Peter Becker

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Füchse bleiben auf Kurs

36:31-Sieg gegen SG Flensburg-Handewit

Stelldichein der Weltmeister im Fuchsbau. Allein die SG Flensburg-Handewitt hatte sieben Spieler aus dem Anfang des Monats siegreichen dänischen WM-Team mit nach Berlin gebracht. Dazu kam bei den Gastgebern noch Welthandballer Mathias Gidsel. Mehr Qualität geht nicht. Nur Teamkollege Lasse Andersson musste aufgrund einer starken Erkältung passen.

Auf dieser Ausgangsbasis entwickelte sich vom Anwurf an ein temporeiches, rassiges Spiel. Die Füchse – zuletzt in Meisterschaft und Champions League mit schwächeren Auftritten – übernahmen die Initiative, beeindruckten die Norddeutschen vor allem in der Abwehr. Mit körperlichem Einsatz bis hart an die Grenze des Erlaubten gaben Mijajlo Marsenic und Fabian Wiede – beide nur in der Abwehr eingesetzt – und Kapitän Max Darj den Flensburger am Kreis keinen Raum zur Entfaltung. Die Auswirkungen auf das Spiel der Gäste waren nicht zu übersehen. Neben überlegt vorgetragenen Kombinationen leisteten sich die Pytlick, Hansen Mensah-Larsen und Co doch eine überraschend hohe Zahl an Fehlversuchen.

Bei den Berlinern nutzten im Angriff Mathias Gidsel und Matthes Langhoff ihre Möglichkeiten. Dazu hatte Tim Freihöfer dank der mit Siebenmetern sehr spendablen Schiedsrichter mehrfach die Chance vom Punkt zu treffen. So wuchs eine anfängliche drei-Tore-Führung – 8:5/10. innerhalb von nur zehn Minuten auf ein deutliches 15:9. Auch wenn dieser Vorsprung bis zur Pause wieder auf ein 19:16 abschmolz, Trainer Jaron Siewert konnte mit seinem Team sehr zufrieden sein. „Viele Leute von uns haben heute überragend gespielt und alles reingehauen. Dass wir dieses Tempo gehen können, war vor der Partie nicht so klar, aber auf unserer Seite hat sehr viel gepasst: Einstellung, Emotionen, wir haben die Zuschauer abgeholt und Energie zurückgegeben“.

Die Gäste, vor der Saison wieder mal als Titel-Mitfavorit gehandelt, aber vor der Partie bereits mit vier Niederlagen hinter der Musik laufend, starteten nach dem Wechsel mit frisch aufgeladenen Batterien und versuchten dem Geschehen eine Wende zu geben. Zweimal kam die SG auch bis auf ein Tor heran – 22:21/23:22 (38/39.). Mehr jedoch gelang nicht, weil „wir, als es in der zweiten Hälfte eng wurde, ruhig geblieben sind und das Spiel wieder auf unsere Seite gezogen haben“, stellte Trainer Siewert befriedigt fest. In der Folge ließen sich die Gastgeber auch nicht mehr durch den einen oder anderen Fehlwurf (Torparaden/Lattentreffer/vergebene Siebenmeter) vom Kurs abbringen.

Die Mitte der zweiten Hälfte erstmals heraus gespielte Fünf -Tore-Führung – 27:22/44. ließen sich die Füchse von den bis zuletzt kämpfenden Flensburgern nicht mehr nehmen. Der 36:31-Sieg war am Ende hochverdient und wurde von den 9.000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle gebührend gefeiert. Damit verteidigten die Gastgeber den dritten Platz in der Tabelle. Am Donnerstag geht es in der Champions League weiter – Gegner ist der HC Pelister Bitola aus Nordmazedonien. Am nächsten Sonntag, 2. März 2025, wartet das Ost-Derby beim SC DHfK Leipzig.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede (3), Lichtlein (4), Gidsel (8), Freihöfer (12), Langhoff (4), av Teigum West (5),

Herbert Schalling

Turbulentes Ende – Eisbären gewinnen gegen Kölner Haie

DEL Deutsche Eishockey Liga

48. Spieltag

23.02.2025 19:15 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 5:4 (1:1/3:0/1:3)

Am Tag, an dem Deutschland eine Wahl hatte, empfingen die Eisbären, nach Annahmeschluss der Stimmzettel die Kölner Haie. Beide müssen für ihre Zielstellungen noch einige Punkte sammeln. Als erste fingen die Gäste aus der Domstadt damit an. Ein schnelles Tor fiel. Es waren nicht ganz zwei Minuten gespielt, da versenkte Brady Austin den Puck im Eisbärengehäuse. Es dauerte bis zur 16. Spielminute ehe Ty Ronning für den Ausgleich sorgen konnte. Die Kölner hatten sich beim einem Wechsel verspekuliert und tauschten ihre Spielreihe bei einem laufenden Eisbärenangriff. Gabriel Fontaine hatte die Situation erkannt und bediente Ronning mit einer mustergültigen Vorlage.

Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Eisbären in ihrer Halle das Kommando. Im Mittelabschnitt erzielten sie drei Tore. In der 29. Minute ließ es Adam Smith aus dem Hinterhalt mal so richtig krachen. Es war sein erster Treffer im Trikot der Eisbären. Manuel Wiederer vollendete in der 32. Minute und im Powerplay schlug Zachary Boychuk zu. In der 26. Minute checkte Yannik Veilleux Josh Currie in die Bande. Der Kölner musste mit einer Platzwunde vom Eis, konnte nach einer Behandlung in der Kabine weiterspielen. Veilleux bekam dafür eine zwei Minuten Strafe. Einen Powerplay-Treffer hatten die Eisbären im Mitteldrittel noch zu bieten. Zachary Boychuk war zur Stelle in der 38. Minute.

Das deutlich mit 3:0 gewonnene Drittel erwies sich als trügerisch. Nur 40 Sekunden brauchten die Gäste für den 2:4 Anschlusstreffer durch Marco Münzenberger. Ab der 46. Minute wurde es wieder spannender, Justin Schütz war für Köln erfolgreich.

Die Kölner nahmen sich in 56. Minute selbst aus dem Spiel. Juhani Tyrväinen streckte Boychuk nieder und durfte gleich duschen gehen. Die folgende Überzahl nutzten die Eisbären, der Gefoulte traf zum 5:3.

Die letzten zwei Spielminuten wurden turbulent, sechs Haie gegen vier Eisbären und 30 Sekunden vor dem Ende stand 5:4. Das reichte, Ende gut alles gut.

Kölns Trainer Kari Jalonen meinte, zwei Drittel gut zu spielen reicht gegen die Eisbären nicht. Außerdem haben wir zu viele Strafen genommen. Im 2. Drittel haben uns die Eisbären das Leben richtig schwer gemacht. Während Serge Aubin etwas unzufrieden war mit dem Schlussdrittel, da haben wir zu schnell den Fuß vom Gaspedal genommen.

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Hans-Peter Becker

Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – J. Müller, Wissmann (C); Niemeläinen, Smith; Geibel, Mik; Panocha – Noebels (A), Boychuk (A), Pföderl; Kirk, Fontaine, Ronning; Veilleux, Wiederer, Bergmann; Schneider, Leden, Hördler – Trainer: Serge Aubin             

Kölner Haie: Hudacek (Ancicka) – Vittasmäki, Sennhenn; Glötzl, Almquist; Austin, M. Müller; Rantakari – Tuomie, Aubry, Currie; Schütz, MacLeod, Niedenz; Kammerer, Tyrväinen, Wohlgemuth; Lindner, van Calster, Münzenberger – Trainer: Kari Jalonen

Tore
0:1 – 01:20 – Austin (M. Müller) – EQ
1:1 – 14:14 – Ronning (Fontaine, Smith) – EQ  
2:1 – 28:16 – Smith (Bergmann) – EQ
3:1 – 31:54 – Wiederer (Bergmann, Veilleux) – EQ
4:1 – 37:59 – Boychuk (Wissmann, Ronning) – PP1
4:2 – 40:39 – Münzenberger (Schütz, MacLeod) – EQ
4:3 – 45:23 – Schütz (Münzenberger, MacLeod) – EQ
5:3 – 54:03 – Boychuk (Veilleux, Ronning) – PP1
5:4 – 59:29 – Kammerer (Almquist, MacLeod) – PP1, EA

Strafen
Eisbären Berlin: 8 (0, 2, 6) Minuten – Kölner Haie: 35 (0, 4, 31) Minuten 

Schiedsrichter

Achim Moosberger, Kilian Hinterdobler (Wayne Gerth, David Tanko)

Zuschauer
14.200

Mit Heimerfolg eingeschworen

Die Berlin Recycling Volleys behalten in der Hauptrunde der Volleyball Bundesliga auch nach 22. Spieltagen eine makellose Bilanz. Vor der so wichtigen Woche mit Champions-League-Playoff-Rückspiel und DVV-Pokalfinale gab sich der Tabellenführer vor 4.189 Zuschauern gegen die FT 1844 Freiburg keine Blöße. Mit 3:0 (25:13, 25:23, 25:22) schickte das Team um MVP Florian Krage die Breisgauer und ihren lautstarken Gästeblock wieder nach Hause.

An diesem 22. Bundesligaspieltag musste Headcoach Joel Banks kurzfristig auf den kranken Adam Kowalski verzichten und auch Tobias Krick war nach Krankheit noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Auf der Gegenseite schonte Trainer Jakob Schönhagen zunächst seine erste Garde für das Spiel am Sonntag beim VC Olympia Berlin und setzte auf den zweiten Anzug. Der legte nach einem Ass von Frohberg einen Start nach Maß hin (0:1, 2:4). Aber vor allem Florian Krage war es zu verdanken, dass die BR Volleys in die Spur fanden. Nach seinen Aufschlägen übernahmen die Hausherren erstmals die Führung (5:4) und der Block des Nationalspielers bedeutete das 10:7. Während der „Affenbande“ nun leichte Fehler unterliefen, schraubten die Hauptstädter ihre Power im Angriff nach oben (18:10). Banks zog die Doppelwechsel-Option und mit Djifa Amedegnato sowie Daniel Malescha auf der Platte entschied der Deutsche Meister den Auftaktsatz mit 25:13 für sich.

70 Gästefans der FT Freiburg machten mächtig Stimmung und initiierten sogar einen Wechselgesang mit dem Berliner Block. Die Weitgereisten sahen im zweiten Satz dann ihr Stammpersonal am Netz und wieder erwischten die Freiburger den besseren Start (6:9). Aber aus der Ruhe bringen ließen sich die Berliner davon nicht. Jake Hanes setzte das ein oder andere Ausrufzeichen im Angriff und so übernahm das Heimteam wieder die Führung (13:12, 18:16). Doch die Männer in Orange mussten sich nun durchaus strecken, um das Aufbäumen des Tabellensiebten abzuwehren, zur Crunchtime war alles offen (20:20). Hanes bescherte dem BR Volleys Team das wichtige Break (23:21) und setzte den Ball zum zweiten Satzgewinn auf die Linie (25:23). 

Im dritten Durchgang ließ Banks Matthew Knigge anstelle von Nehemiah Mote von der Leine und der Amerikaner punktete sofort mal zum 2:1. Dazu blieb Krage Berlins effektivster Angreifer (7:5). Zur Mitte des Satzes war Freiburg erneut obenauf, als Hartman den Berliner Block erfolgreich anschlug (13:15). Hin und her ging es nach zwei Hanes-Assen (16:15) und zwei Angriffen von Jung (18:20). Jan Fornal durfte noch auf dem Spielfeld mitwirken und wieder hatten die BR Volleys angetrieben von ihren mehr als 4.000 Fans den längeren Atem (24:22). Kobrine setzte den letzten Ball dieses Samstagabends an die Antenne (25:22). 

Der am Ende sichere Heimsieg der Berliner tat der Stimmung im Gästeblock keinen Abbruch. Zum Abschluss wurden noch Konfettikanonen gezündet und – bemerkenswert – die „Dschungelbande“ ließ sich Besen geben, um das Chaos selbst zu beseitigen. Die BR Volleys dürfen nun beide Augen auf das Match am Mittwoch in der Königsklasse gegen Lüneburg richten und hoffen auf mächtig Fan-Unterstützung beim Showdown im deutschen Duell.

Stimmen zum Spiel
Florian Krage: „Ich denke, wir haben ein ordentliches Spiel gemacht und uns mit den drei Punkten belohnt. Die Stimmung der Gästefans haben wir natürlich auch auf dem Court gespürt, besonders in den Satzpausen, und das war dann auch ein Grund, warum es in den letzten beiden Sätzen auch so knapp wurde. Es ist wirklich schön, dass es im deutschen Volleyball immer mehr Fangruppierungen gibt, die auch so weite Strecken auf sich nehmen.“

Joel Banks: „Nach einem guten ersten Satz hat man uns in den nächsten beiden schon angemerkt, dass ein Auge auf die nächste Woche geschielt hat. Die Freiburger und ihre Fans haben aber ordentlich Energie in die Halle gebracht und hart gekämpft. Unsere Leistung hat letztlich gereicht, um in drei Sätzen zu gewinnen. Ich bin glücklich, dass ich mehrheitlich gesunde Spieler habe und dass wir so optimistisch in die neue Woche gehen können.“

BR Volleys Formation
Ruben Schott + Moritz Reichert (AA), Florian Krage + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Djifa Amedegnato, Daniel Malescha, Matthew Knigge, Jan Fornal

Bestwerte
Hanes 16 Punkte, 2 Asse | Krage 10 Punkte, 90 % Angriffsquote | Reichert 2 Blocks

Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: Andreas Gora