Eisbärensieg in Straubing

Was im Heimspiel gegen Mannheim nicht funktionierte, machten die Eisbären drei Tage später im Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers viel besser. Zwei Treffer fielen im Powerplay, einer in voller Mannschaftsstärke und der vierte Treffer hatte Seltenheitswert. In Unterzahl, nur drei Eisbären gegen sechs Tiger, ohne Goalie und Blaine Byron gewann das Bully vor dem eigenen Tor und traf ins leere Gehäuse, ein shorthander 2 plus empty net. Byron traf bereits zum 1:0 und erzielte somit seine ersten beiden DEL-Tore für die Eisbären.

Im Tor der Eisbären stand wieder Mathias Niederberger, der es seinem Kollegen Tobias Ancicka nachmachte und seinen ersten Shutout der Saison erzielte. Trainer Serge Aubin sprach von einem hart umkämpften Spiel und das seine Mannschaft unbedingt auf die Siegerstraße zurückwollte. Ein Sonderlob gab es für den Goalie, „er hat sehr gut gehalten“.

Bereits am kommenden Freitag, 24.09. geht es für die Eisbären in der heimischen Arena weiter. Zu sind die furios in die Saison gestarteten Grizzlys aus Wolfsburg. Sie führen aktuell zusammen mit München die Tabelle an. Die Eisbären sind jetzt sechster mit vier Punkten weniger.

Hans-Peter Becker

DEL 5. Spieltag 22.09.2021 19:30 Uhr Eisstadion „Am Pulverturm“ Straubing

Straubing Tigers – Eisbären Berlin 0:4 (01:0/0:0/0:3)

Eisbären holen achte Meisterschaft

Die Entscheidung, wer sich den Titel 2021 holt, fiel am 07. Mai und das Wetter gab im Laufe des Tages alles, was zum Eishockeysport passen könnte. Es war zu kalt und in den Regen mischten ein paar Schneeschauer. In der Arena am Ostbahnhof durften keine Zuschauer dabei sein. Vor der Halle versammelten sich ein paar Fans. Sie hatten am 8. März 2020, vor über einem Jahr, letztmals ein Spiel in der Arena verfolgen können.

Im 1. Drittel erzielten beide ein schnelles Tor. Erst waren die Eisbären dran, Daren Olver brachte in der zweiten Minute den Puck im Tor unter. Nur 25 Sekunden später schlugen die Gäste zurück. Der Treffer war strittig. Ein Spieler der Wolfsburger hatten seinen Helm verloren, eigentlich hätte er sofort vom Eis gehen müssen, bevor er das tat, beförderte er den Puck noch zu einem Mitspieler. Den kurzen Moment der Verwirrung nutzten die Grizzlys und es war Mathis Olimb, der ins Tor traf. Es blieb eine Tatsachenentscheidung, ein Videobeweis ist in solch einer Situation nicht möglich. Das Reklamieren der Eisbären brachte nichts, diese krasse Fehlentscheidung schleppten die Eisbären mit. So ganz nebenbei, statt des 1:1, hätte es eine Strafe gegen die Grizzlys geben müssen. Das Unentschieden hielt bis zur ersten Drittelpause. Wolfsburg konterte gefährlich und die Eisbären hatten Mühe, ihren Rhythmus zu finden. Auch ein Überzahlspiel konnten sie nicht nutzen.

Im Mittelabschnitt kamen die Eisbären mit mehr Energie aus der Kabine. In der 24. Minute war es ein onetimer von Leo Pföderl, der die Eisbären mit 2:1 in Front brachte. Die Vorlage kam von Kai Wissmann, der gut nachsetzte und den Puck eroberte. Die knappe Führung hielt bis zur Drittelpause.

Der Schlussabschnitt begann mit einer Überzahl für die Eisbären, aus der sie nichts machten. So stand es Spitz auf Knopf, die Grizzlys nahmen wieder Witterung auf. Es waren noch elf Minuten auf der Uhr, da gab es eine Strafe gegen die Eisbären. Mit Glück und Geschick verteidigten sie ihr Tor. In der 55. Minute hätte Marcels Noebels alles klarmachen können. Er scheiterte an Dustin Strahlmeier, dem Verteidiger war er enteilt. In dieser Saison war mehr das Vorbereiten von Toren sein Ding. Die zweite Luft hatten jetzt die Wolfsburger, die alles reinwarfen, was noch im Tank war. Sie wollten den Ausgleich. Der knappe Spielstand hielt bis zur Schlusssekunde.

Dann war es so weit, Helme, Handschuhe und Schläger folgen aus das Eis, die Jubelfeier nahm ihren Anfang. Es fehlte leider an Fans im Revier. Die Spielerfrauen waren im letzten Spiel der Saison zur Verstärkung anwesend.

Meister 2021 und somit zum 8. Mal in ihrer DEL-Geschichte, die Eisbären Berlin.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Wir lagen in allen Serien mit 0:1 zurück und standen jedes Mal mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft hat aber nie aufgegeben, hat sich immer zurückgekämpft und jetzt sind wir Meister. Ich bin unglaublich stolz auf mein Team. Es war ein sehr spezielles Jahr und wir vermissen unsere Fans. Dieser Titel ist auch für sie. Wir können es kaum erwarten, wieder vor ihnen zu spielen.“

Frank Hördler (VerteidigerEisbären Berlin): „Respekt an Wolfsburg, sie haben super gespielt. Es war eine sehr harte und enge Serie. Es hätte tatsächlich auch in die andere Richtung gehen können. Auch heute haben sie zum Ende hin noch einmal richtig Druck aufgebaut. Der Charakter unserer Mannschaft ist aber unbeschreiblich. Es macht Spaß mit ihnen jeden Tag zusammenzuspielen. Vom ersten Spiel an haben wir an uns geglaubt. Auch als wir in den Serien zurücklagen.“

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Man hätte den Eindruck haben können, dass wir das erste Spiel jeder Serie verlieren mussten und den Druck gebraucht haben. Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaftkollegen, wir sind im Laufe der Saison unglaublich eng zusammengewachsen. Respekt an Wolfsburg, sie haben auch eine gute Serie gespielt. Wir haben nach der Niederlage zum Finalauftakt unser System geändert. Das war ausschlaggebend und jetzt sind wir Meister. Ich freue mich über die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Playoffs. Diesen Preis hätte aber jeder in unserer Mannschaft verdient gehabt.“

DEL Finale Spiel 3 (best of three)

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Müller, Ramage (A); Després, McKiernan; Hördler (C), Wissmann (A); Mik –Noebels, Reichel, Pföderl; Boychuk, Zengerle White;Fiore, Olver, Foucault; Labrie, Streu, Tuomie –Trainer: Serge Aubin Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pickard) –Melchiori, Likens; Wurm, Bruggisser; Möser, Bittner; Adam –Furchner, Järvinen, Görtz; Rech, Olimb, Machacek; Fauser, Festerling, Jormakka; Hungerecker, Raabe, Busch –Trainer: Pat Cortina

Torfolge:

1:0 – 01:49–Olver(Foucault,Fiore) –EQ

1:1 – 02:14 –Olimb(Busch, Melchiori)–EQ

2:1 – 23:19 –Pföderl (Wissmann) –EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (0, 2, 2) Minuten –Grizzlys Wolfsburg: 4(2, 0, 2) Minuten

Schiedsrichter: Marian Rohatsch, Andre Schrader(Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Entscheidung in Berlin – Eisbären gleichen Finalserie aus

Erst eine Niederlage und dann folgten zwei Siege, so hielten es die Eisbären bislang in den Playoffs. Die Eisbären hatten ihren Finalgegner gut studiert. In Wolfsburg wirkte es so, als hätten die Mannschaften die Trikots getauscht. Von Beginn an ließen die Eisbären deutlich erkennen, dass die Saison hier und heute noch nicht zu Ende gehen sollte.

Der Kapitän Frank Hördler eröffnete die Torfolge und erzielte in der 17. Minute das 1:0. In der 28. und 31. Minute schlugen die Eisbären erneut zu. Die Torschützen waren Ryn McKiernan und Sebastian Streu. Den Grizzlys gelang lediglich der Anschlusstreffer zum 1:3.

Im Schlussabschnitt verstärkten sie nochmals ihre Angriffsbemühungen. In der 59. Minute machte Lukas Reichel mit seinem Treffer ins leere Tor alles klar. Am Freitag, 7. Mai fällt die Entscheidung. Entweder die Eisbären holen ihren Titel Nummer 8 oder die Wolfsburger können erstmals in ihrer DEL-Geschichte den Pott in die Höhe stemmen.

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Wir haben heute wieder bewiesen, dass wir einen starken Charakter haben. Wir standen mit dem Rücken zur Wand und waren von der ersten Sekunde an voll da. Wir sind gut ins Spiel gekommen und konnten alle vier Reihen durch rotieren lassen. Unsere Einsatzbereitschaft hat mir besonders gefallen und unsere Mannschaftsleistung war heute besser. Wir freuen uns auf das Spiel am Freitag, wir werden aber wieder unsere beste Leistung abrufen müssen. Es wird eine interessante Partie werden und wir werden bereit sein.“

Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Das war eine super Mannschaftsleistung. Wir haben heute wieder bewiesen, dass wir einen unglaublichen Charakter innerhalb des Teams haben. Es war wieder ein hart umkämpftes Spiel. Wir waren aber heute die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen. Wir haben direkt von Beginn an viel investiert und wurden auch belohnt. Alle vier Reihen haben super gespielt und jeder hat seinen Beitrag zum Erfolg geleistet. Es ist nicht einfach, ins Spiel zu gehen und zu wissen, dass man zwingend gewinnen muss. Aber unsere erfahrenen Spieler wissen damit umzugehen und die Jungen können sich sehr gut an ihnen orientieren. Am Freitag startet die Partie wieder bei null und wir müssen abermals unsere beste Leistung bringen, um zu gewinnen.“

DEL Finale Spiel 2 05.05.2021 19:30 Uhr Eis-Arena Wolfsburg

Grizzlys Wolfsburg – Eisbären Berlin 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)

Aufstellungen:

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pickard) – Melchiori, Likens; Wurm, Bruggisser; Möser, Bittner; Adam –Furchner, Järvinen, Görtz; Rech, Olimb, Machacek; Fauser, Festerling, Jormakka; Hungerecker, Raabe, Busch – Trainer: Pat Cortina

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – Müller, Ramage (A); Després, McKiernan; Hördler (C), Wissmann (A); Mik –Noebels, Reichel, Pföderl; White, Zengerle, Tuomie;Fiore, Olver,Foucault; Labrie, Streu, Dietz–Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

0:1 –16:37–Hördler (Zengerle,Tuomie) –EQ

0:2 – 27:13 –McKiernan (Noebels, Pföderl) –EQ

0:3 – 30:54 –Streu (Foucault, Fiore) –EQ

1:3 – 37:44 –Fauser (Festerling, Olimb) –PP1

1:4 – 58:13 –Reichel –EQ, EN

Strafen: Grizzlys Wolfsburg: 2 (2, 0, 0) Minuten–Eisbären Berlin: 4 (2, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter: Marian Rohatsch, Andre Schrader(Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Herzschlag Finale-Eisbären verlieren Spiel 1 in der Overtime

Mit dieser Finalpaarung hatte in den Prognosen vor der Saison kaum jemand gerechnet. Zu einem, dass die Grizzlys aus Wolfsburg es bis in das Finale schaffen würden und zu anderen, den Meistertitel macht die Nord-Gruppe unter sich aus. Die beiden Top-Favoriten aus München und Mannheim hatten vorzeitig die Segel gestrichen. Zuletzt waren es die Adler aus Mannheim, die von den Wolfsburgern vorzeitig in den Urlaub geschickt wurden. Sehr unglücklich, sodass Mannheims Trainer Pavel Gross in einem DPA-Interview kräftig nachwusch.

Sein ehemaliger Verein trat in der Finalserie nun zum fünften Mal in der Saison auf die Eisbären. Die regulären Hauptrundenspiele konnten die Grizzlys aus Wolfsburg alle für sich entscheiden. Im Anfangsdrittel ging es auf und ab, beide hatten das Visier hochgeklappt. Strafzeiten blieben aus, die Schiedsrichter wollten die Entscheidung die Jungs auf dem Eis austragen lassen. Sie hatten eine großzügige Linie.

Die erste Strafzeit kassierten die Eisbären durch Ryan McKiernan und kaum hatte er die Strafe abgesessen, ging der Arm des Unparteiischen erneut für denselben Spieler nach oben. Die zweite Unterzahl hatten die Eisbären fast überstanden da bewiesen die Grizzlys, dass sie das beste Überzahlspiel der Playoffs in die Statistik gebracht haben. Gerrit Fauser brachte den Puck im Tor unter. Das Momentum im Spiel wanderte auf die Seite der Wolfsburger. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts kassierte Leo Pföderl zwei Minuten wegen Beinstellens. Mit dem 0:1 Rückstand gingen die Eisbären in die Pause.

Im Schlussdrittel versuchten die Eisbären das Tor zu treffen. Die Chancen häuften sich. Inzwischen hatten auch die Eisbären ihre dritte Überzahlmöglichkeit und endlich fiel der Ausgleich. In der 58. Minute stellte Marcel Noebels auf 1:1. Der vermeintliche Siegtreffer für die Grizzlys fiel knapp vier Minuten vor dem Ende. Doch die Eisbären schlugen zurück. Erstmals ging es in die Overtime. Nur 38 Sekunden vor dem regulären Ende stocherte Zachary Boychuk den Puck über die Linie. Vorsichtshalber wurde alles per Video überprüft. Es gab keine Beanstandung.

Es wurde jetzt alles zur reinen Nervensache und natürlich spielte die verbliebene Kraft nach 60 Minuten eine Rolle. Verdient hatten sich den Sieg beide, nur das geht nicht.

Es wurde die längste Overtime in den Playoffs des Jahres 2021, die Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende der ersten Verlängerung. Die Wolfsburger hatten das bessere Ende für sich. Julian Melchiori kurvte und kurvte mit dem Puck und netzte ein und machte den Weg zur Meisterschaft Nummer 8 für die Eisbären länger. Zuvor trafen die Eisbären das Torgestänge. Am Mittwoch, 5. Mai geht es weiter, da stehen die Eisbären wieder mit dem Rücken zur Wand. Das kennen sie ja schon aus Viertel- und dem Halbfinale.

Wolfsburgs Trainer Pat Cortina erwartet für den Mittwoch ein hartes Spiel und der Eisbären-Trainer konnte lediglich sagen, dass seine Mannschaft alles versuchen wird, das Ergebnis zu korrigieren.

Am Montag hat die Mannschaft der Eisbären trainingsfrei und am Dienstag geht es zunächst aufs Eis und nach der Trainingseinheit fährt die Mannschaft nach Wolfsburg.

Hans-Peter Becker

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin) :„Es war ein typisches Playoffs-Spiel, das sehr hart geführt wurde. Das erste Drittel war ausgeglichen, im zweiten Spielabschnitt war Wolfsburg etwas stärker und ist auch in Führung gegangen. Wir haben uns aber zurückgekämpft und das Powerplay-Tor hat uns wieder ins Spiel gebracht. Auch beim erneuten Rückstand haben wir einen Weg gefunden zurückzukommen. In der Verlängerung wurde das Tempo sogar noch einmal erhöht und wir hatten auch unsere Chancen. Beim Gegentor stand die Reihe schon länger auf dem Eis und war etwas müde. Da haben wir den Puck einfach nicht aus dem Drittel bekommen. Uns war von Vornherein bewusst, dass es eine enge Serie wird. Das war aber nur ein Spiel und wir werden am Mittwoch bereit sein.“

Kai Wissmann (Verteidiger Eisbären Berlin): „Natürlich sind wir enttäuscht über die Niederlage. Es ist aber noch nichts verloren. Auch im Viertel- und Halbfinale hatten wir jeweils das erste Spiel der Serie verloren. Wir glauben weiterhin fest an uns und dass wir Wolfsburg in den nächsten beiden Partien bezwingen können. Am Mittwoch müssen wir hart arbeiten, die Zweikämpfe annehmen und diese auch gewinnen. Wir müssen die Pucks zum Tor bringen und dem Torhüter die Sicht nehmen.“

DEL Finale 2021

Spiel 1 (best of three) 02.05.2021 14:30 MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:3 OT (0:0, 0:1, 2:1, 0:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Després, McKiernan; Hördler (C), Wissmann (A); Müller, Ramage (A); Mik –Noebels, Reichel, Pföderl; White, Boychuk, Fiore; Tuomie, Olver,Foucault; Labrie, Zengerle, Streu–Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pickard) –Möser, Bittner; Wurm, Bruggisser; Melchiori, Likens;Adam –Rech, Olimb, Machacek;Furchner, Järvinen, Görtz; Fauser, Festerling, Jormakka; Hungerecker, Raabe, Busch–Trainer: Pat Cortina

Tore:

0:1 –33:05–Fauser(Rech,Olimb) –PP1

1:1 –54:25 –Noebels (Després, White) –PP1

1:2 -57:42 –Festerlin (Jormakka) –EQ

2:2 –59:22 –Boychuk (White, McKiernan) . EQ, EN

2:3 –77:59 –Melchiori (Olimb, Fauser)–EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (0, 6, 0, 0) Minuten – Grizzlys Wolfsburg: 10 (0, 0, 6, 0) Minuten

Schiedsrichter: Aleksi Rantala, Marian Rohatsch (Joep Leermakers, Marius Wölzmüller)

Overtime Sieg für die Bären aus Wolfsburg

In der diesjährigen Eishockeysaison wird an jedem Wochentag Eishockey gespielt. Da ja keine Konzerte stattfinden können, gehört die MB-Arena ganz dem Sport. So spielten am Montagabend, am 1. März die Eisbären gegen die Grizzlys aus Wolfsburg. Leider wieder ohne Zuschauer, nur vor einer kleinen Journalistenschar und die halfen vielleicht mit, dass zukünftig wieder ein paar Fans in die Halle dürfen. Alle Rund um das Spiel Beteiligten wurden probehalber mit einem Abstandswarner ausgerüstet. Wenn es geholfen hat, es wäre schön !

Das Spiel bot im Anfangsdrittel gutes Eishockey. Es fehlten nur die Tore. Inzwischen stehen einige Verletzte bei den Eisbären auf der Liste. Bei den Eisbären feierte Simon Despres seinen Einstand und spielte mit Ryan McKiernan in der ersten Verteidigungsreihe, zusammen mit Youngster Haakon Hänelt, der in der ersten Sturmreihe zu Einsatz kam. Sicherlich eine Maßnahme aufgrund der eingangs erwähnten Verletzten. Das Auslassen der Torchancen im 1. Drittel sollte sich rächen. Im Mittelabschnitt schlugen die Grizzlys zu. In der 23. Minute durch Anthony Rech und gleich mit der ersten Überzahl erhöhten die Gäste vom Mittelland-Kanal auf 2:0, der Torschütze war Gerrit Festerling. Das waren Wirkungstreffer. Es dauerte bis zur 38. Minute, da nutzten die Eisbären ihre erste Überzahl für den Anschlusstreffer.

Simon Després – sein erstes Spiel für die Eisbären © Foto Hans-Peter Becker

In der 44. Minute gelang den Eisbären der Ausgleich. Jonas Müller konnte abstauben und einen zunächst abgewehrten Puck ins Tor befördern, nach dem Motto, aus dem Hintergrund müsste Müller schießen. Sie hatten sich zurückgekämpft. Für einen Siegtreffer in der regulären Spielzeit reichte es nicht mehr.

In der Overtime nahmen die Eisbären eine Auszeit. Der Grund war eine Strafe für die Grizzlys und da sieht die Regel vor, dass mit vier gegen drei weitergespielt wird. Der Strafen in der Overtime waren noch nicht genug. Die Unparteiischen stellten noch je einen Spieler pro Mannschaft vom Eis. Es wurde handgreiflich. Das glückliche und emotionale Ende hatten die Grizzlys für sich. Marcel Noebels vertändelte den Puck und Pekka Jormakka, einer der Sünder in der Overtime, ging allein auf Mathias Niederberger zu und entschied das Spiel. Gegen seinen platzierten Flachschuss hatte der Goalie keine Chance.

Die Eisbären reisen am Donnerstag, 4. März nach Bremerhaven und spielen am Sonntag darauf in der heimischen Arena gegen die Iserlohn Roosters.

Hans-Peter Becker

Stimmen:

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, aber unser Einsatz hat mir gefallen. Im ersten Drittel hatten wir gute Chancen, konnten daraus aber leider kein Kapital schlagen. Im Mitteldrittel wurde Wolfsburg deutlich stärker und konnte mit zwei Toren in Führung gehen. Mit ihrer starken Verteidigung haben sie uns das Leben schwergemacht. Unser Powerplay hat uns dann zurück ins Spiel gebracht, sodass wir uns im Schlussabschnitt auch deutlich mehr Chancen erarbeiten konnten. Chet Pickard hat heute wieder sehr gut gehalten. In der Verlängerung konnten wir unser Powerplay leider nicht nutzen. Aber auch aus diesem Spiel können wir einiges Positives mitnehmen.“

Simon Després (Verteidiger Eisbären Berlin): „Die Mannschaft hat ihren Charakter gezeigt, als wir uns nach dem 0:2-Rückstand wieder zurückgekämpft haben. Wir hatten auch noch Chancen, das Spiel zu gewinnen, aber Respekt an Wolfsburgs Torhüter. Er hat sehr gut gespielt heute und einige großartige Paraden gezeigt. Trotz der Niederlage habe ich aber viele gute Dinge gesehen, darauf müssen wir aufbauen. Wir sind eine gefährliche Mannschaft und ich bin stolz, ein Teil von ihr zu sein. Ich habe mich sehr gut gefühlt. Vielen Dank an meine Teamkollegen, sie haben super gespielt und es mir so leichtgemacht.“

Jonas Müller (Verteidiger Eisbären Berlin): „Schade, dass wir verloren haben. Wir haben auch heute wieder gute Chancen raus gespielt und auch im Powerplay konnten wir wieder treffen. Es ist ärgerlich, dass wir in der Verlängerung keinen Treffer erzielen konnten. Im Großen und Ganzen haben wir ganz gut gespielt und wir haben nicht besonders viele Chancen zugelassen. Auch bei Rückständen sind wir in der Lage, uns ins Spiel zurückzukämpfen. Wir müssen jetzt daran arbeiten, dass wir die Spiele dann auch noch gewinnen.“

DEL

22. Spieltag 01.03.2021 20:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:3 OT (0:0/1:2/1:0/0:1)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) – McKiernan, Després; Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); Mik – White, Boychuk, Hänelt; Foucault, Olver, Tuomie; Pföderl, Reichel, Noebels; Dietz, Streu, Kinder – Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Pickard (Strahlmeier) – Likens, Melchiori; Bittner, Button; Bruggisser, Möser; Adam – Machacek, Festerling, Fauser; Hungerecker, Nijenhuis, Busch; Görtz, Järvinen, Furchner (C); Jormakka, Olimb, Rech – Trainer: Pat Cortina

Torfolge:

0:1 – 22:14 – Rech (Jormakka, Olimb) – EQ
0:2 – 28:01 – Festerling (Melchiori, Rech) – PP1
1:2 – 37:17 – Boychuk (Reichel, Noebels) – PP1
2:2 – 43:37 – Müller (Pföderl, Reichel) – EQ
2:3 – 64:12 – Jormakka -EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (0, 2, 0, 2) Minuten –
Grizzlys Wolfsburg: 10 (0, 4, 2, 4) Minuten

Schiedsrichter:

Aleksi Rantala, Christopher Schadewaldt (Wayne Gerth, Jonas Merten)

Niederlage im Bärenduell

Am 20. Spieltag der DEL kam es zum ersten Bärenduell in Berlin. Das 1. Drittel endete Unentschieden. In der 8. Minute gelang Matt White der Führungstreffer für die Eisbären. Es war eine Portion Glück dabei, der Schuss von Ryan McKiernan prallte von der Bande genau vor den Schläger des Torschützen. Bis dahin hatten die Grizzlys aus Wolfsburg sogar leichte Vorteile. Sie verteidigten gut und konnten sich einige Torchancen erarbeiten. In der 12. Minute nutzten sie ihr erstes Überzahl gleich zu einem Treffer. Eisbär Mark Zengerle mussten wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank. Für die Wolfsburger traf Anthony Rech.

Im Mittelabschnitt bemühten sich beide Teams um den Führungstreffer. Der Torjubel blieb aus. Es blieb beim 1 : 1, so musste das Schlussdrittel die Entscheidung bringen. Es begann mit einer Strafzeit für die Eisbären Ryan McKiernan hatte seinen Gegenspieler unzulässig behindert. Das Powerplay der Gäste sah gut aus und es war Mathias Niederberger zu verdanken, dass die Eisbären nicht in Rückstand gerieten. Das passierte dann in der 48. Minute, beide voller Mannschaftsstärke auf dem Eis. Der Schwede Max Görtz ging als Torschütze in die Statistik ein. Es war allerdings mehr ein Eigentor der Nummer 58 Ryan McKiernan der die Vorlage von Sebastian Furchner unhaltbar für seinen Goalie abfälschte. Spätestens jetzt haderten die Eisbären mit ihrer Chancenverwertung. Es blieben noch 12 Minuten zur Ergebniskorrektur. Das gelang in der 56. Minute, das Anrennen der Eisbären wurde belohnt, Parker Tuomie hatte Erfolg mit seinem Schuss aus dem Hinterhalt. Die Flugbahn des Schusses wurde leicht von einem Verteidiger abgefälscht, sodass Chet Pickard keine Chance der Abwehr hatte. Während des Spiels fiel Mark Zengerle mit einer Verletzung am Knöchel aus.

Für die Entscheidung fiel erst im Penalty. Die Overtime war, und das passte zu diesem Spiel, Unentschieden ausgegangen. Das bessere Ende hatten die Grizzlys für sich. Für die Eisbären traf nur Mat Whithe. So holten sich die Wolfsburger den glücklichen Zusatzpunkt.

Wolfsburgs Trainer lobte vor allem seinen Torhüter Chat Pickard, der in einem hart umkämpften Spiel seine Mannschaft im Spiel gehalten hat.

Serge Aubin, der Eisbären-Trainer, bescheinigte seiner Mannschaft eine gute kämpferische Leistung, wenn auch das Ergebnis nicht zufrieden stellen kann.

Parker Tuomie (Stürmer Eisbären Berlin): „Wolfsburg hat eine wirklich gute Mannschaft. Im Laufe der Partie sind wir immer besser ins Spiel gekommen. Vor allem im Mitteldrittel haben wir viele Chancen kreiert, aber wir konnten leider kein Tor erzielen. Die Gegentore waren unglücklich, aber wir konnten zum Glück noch ausgleichen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe und im Shootout kann es natürlich in beide Richtungen gehen.“

John Ramage (Verteidiger Eisbären Berlin): „Wir haben hart gespielt und uns viele Chancen erarbeitet.

Die Siegesserie, fünf Spiele in Folge ungeschlagen, ist zunächst gerissen, am Freitag, 26.02.2021 geht es für die Eisbären in Bremerhaven weiter.

Hans-Peter Becker

DEL 20. Spieltag 23.02.2021

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:3 SO (1:1/0:0/1:1 OT 0:0/SO 0:1)

Aufstellungen:
Eisbären Berlin:
Niederberger (Ancicka) – Wissmann (A), Hördler (C); Ramage (A), Müller; McKiernan, Mik – Pföderl, Reichel, Noebels; Fiore, Boychuk, White; Foucault, Zengerle, Olver; Dietz, Streu, Tuomie; Hänelt – Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Pickard (Strahlmeier) – Likens, Melchiori; Adam, Button; Möser, Raabe – Machacek, Festerling, Hungerecker; Görtz, Järvinen, Furchner; Nijenhuis, Fauser, Boucher; Jormakka, Olimb, Rech; Busch – Trainer: Pat Cortina

Torfolge:
1:0 – 07:31 – White (Mik, McKiernan) – EQ
1:1 – 11:46 – Rech (Olimb, Button) – PP1
1:2 – 47:13 – Görtz (Järvinen, Raabe) – EQ
2:2 – 55:08 – Tuomie (Olver, Wissmann) – EQ
2:3 – 65:00 – Furchner – GWS
Strafen:
Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2) Minuten – Grizzlys Wolfsburg: 4 (2, 2, 0) Minuten

Schiedsrichter:
Marc Iwert, Andre Schrader (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Eisbären verlieren in Wolfsburg

Es blieb auch am 14. Spieltag der DEL dabei, auswärts tun sich die Eisbären schwer. Am Ende hieß es 6 : 4 für die Grizzlys im Bärenduell gegen die Eisbären aus Berlin.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die Partie und gingen im ersten Drittel durch Tore von Jormakka (5. / 9., PP1) und Rech (12., PP1) mit 3:0 in Führung. Im zweiten Abschnitt kamen die Eisbären zunächst besser ins Spiel und folgerichtig in der 34. Minute zum Anschlusstreffer durch Leo Pföderl. Furchner stellte vier Minuten später jedoch den 3-Tore Vorsprung wieder her und überwand Tobias Ancicka in erneuter Überzahl zum 4:1 (38., PP1). Im Schlussdrittel konnte Jonas Müller verkürzen (47.), doch Machacek in Überzahl (53.) und Görtz (55.) erhöhten auf 6:2. Die Tore von Ryan McKiernan (59., PP1) und Giovanni Fiore (60., PP1) jeweils mit einem Spieler mehr auf dem Eis kamen zu spät für die Berliner.

Für die Hauptstädter geht es am kommenden Mittwoch, den 03. Februar 2021 weiter. Dann gastiert die Düsseldorfer EG in der Mercedes-Benz Arena. Spielbeginn ist um 18:30 Uhr.

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin):
„Im ersten Drittel waren wir nicht gut auf dem Eis unterwegs, haben dann zu viele Strafen genommen und mussten einem 0:3 Rückstand hinterherlaufen. Der Berg war dann einfach zu hoch. Das war sehr enttäuschend. Wir müssen unbedingt an unserem Auftritt bei Auswärtsspielen arbeiten. Wolfsburg wollte den Sieg heute mehr als wir.“

Giovanni Fiore (Stürmer Eisbären Berlin): „In dieser Liga musst du diszipliniert spielen, das haben wir nicht getan. Wolfsburg hatte heute ein starkes Überzahlspiel, das war der Unterschied. Wenn wir fünf gegen fünf spielen, sind wir sehr stark. Diese Niederlage tut weh.“

DEL 14. Spieltag 31.01.2021 Eisarena Wolfsburg

Grizzlys Wolfsburg – Eisbären Berlin 6:4 (3:0, 1:1, 2:3)

Aufstellungen:

Grizzlys Wolfsburg: Pickard (Strahlmeier) –
Likens, Melchiori; Button, Wurm; Möser, Adam; Raabe – Görtz, Järvinen, Furchner; Jormakka, Olimb, Rech; Nijenhuis, Pfohl, Hungerecker; Machacek, Festerling, Boucher – Trainer: Pat Cortina

Eisbären Berlin: Ancicka (Niederberger) – Ramage (A), Müller; Wissmann (A), Hördler (C); McKiernan, Espeland; Mik – Pföderl, Reichel, Noebels; Foucault, Zengerle, Tuomie; Fiore, Boychuk, White; Labrie, Streu, Dietz – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 04:48 – Jormakka (Rech, Olimb) – EQ
2:0 – 08:56 – Jormakka (Rech) – PP1
3:0 – 11:06 – Rech (Jormakka, Olimb) – PP1
3:1 – 33:31 – Pföderl (Zengerle, Espeland) – EQ/EA
4:1 – 37:30 – Furchner (Järvinen, Button) – PP1
4:2 – 46:22 – Müller (Noebels, Fiore) – EQ
5:2 – 52:51 – Machacek (Görtz, Butto) – PP1
6:2 – 54:56 – Görtz (Festerling, Furchner) – EQ
6:3 – 58:19 – McKiernan (Zengerle, Fiore) – PP1
6:4 – 59:25 – Fiore (McKiernan, Foucault) – PP1

Strafen:

Grizzlys Wolfsburg: 12 (2, 4,6) Minuten
Eisbären Berlin: 16 (6, 4, 6) Minuten

Schiedsrichter: Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Quelle: Eisbären Berlin

Eisbären holen einen Punkt in Wolfsburg

Die Eisbären Berlin haben ihr erstes Auswärtsspiel der neuen Saison verloren. Das Spiel in Wolfsburg wurde erst im Penaltyschießen beendet. Die regulären 60 effektiven Spielminuten und die Verlängerung brachten keine Entscheidung. Während Kristopher Foucault und Marcel Noebels mit ihren Penaltys an Wolfsburgs Goalie Dustin Strahlmeier scheiterten, konnten Matti Järvinen und Fabio Pfohl Tobias Ancicka im Eisbären Tor überwinden.

Ancicka, der 19-jährige Goalie musste ganz kurzfristig für Andreas Niederberger einspringen. Es war mehr eine Vorsichtsmaßnahme, Niederberger hatte leichte muskuläre Probleme, stand aber als Backup zur Verfügung.

Eisbären Trainer Serge Aubin konnte wieder auf einen größeren Kader zurückgreifen. So standen u.a. Jonas Müller und Marcel Nobels erstmals im Kader. Spieler des Tages bei den Eisbären war zweifelsohne Tobias Ancicka. Er parierte 32 Schüsse auf sein aus dem Spiel heraus. „Das war heute natürlich etwas ganz Besonderes. An sein erstes Spiel erinnert man sich sein ganzes Leben.Die Jungs haben es mir aber auch einfach gemacht. Insgesamt hat mir die Partie gezeigt, dass ich mithalten kann. Das Spiel gibt mir viel Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.“

Sein Gegenüber Dustin Strahlmeier hatte 27 Pucks abgewehrt und das bessere Ende für sich. Bei der Entscheidung durch Penalty spielt das Glück eine größere Rolle.

Der Eisbären-Trainer sah die Partie so: „Das erste Drittel hat mir heute nicht so gefallen, im 2. Abschnitt wurde es dann besser. Wir hatten einige Chancen, haben aber zu viel zugelassen. Insgesamt können wir uns heute bei Tobias Ancicka bedanken, der fantastisch gespielt hat. Wenn man in 60 Minuten keinen Gegentreffer bekommt, sollte man eigentlich gewinnen.“

Für die Eisbären geht es am 28. Dezember weiter. In der heimischen MB-Arena empfangen sie die Krefeld Pinguine. Die Spieler der Eisbären haben jetzt drei Tage trainingsfrei. Die nächste Trainingseinheit ist für den 26.12.2020 angesetzt.

Hans-Peter Becker

DEL 2. Spieltag 22.12.2020

Grizzlys Wolfsburg – Eisbären Berlin 1:0 n.P. (0:0, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0)

Mannschaftsaufstellung EHC Eisbären Berlin

Eisbären Berlin: Tor Ancicka (Niederberger) Hördler (C), Gawanke; Müller, Ramage (A); Espeland, Wissmann (A); McKiernan–Foucault, Zengerle, Fiore; White, Noebels, Pföderl; Reichel, Streu, Tuomie; Kinder, Olver, Labrie–Trainer: Serge Aubin

Auftaktsieg für die Eisbären

© Foto: Stephan Wenske

Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für den verstorbenen Hartmut Nickel. Auf dem Videowürfel wurden die Stationen seines Eishockeylebens gezeigt. Die Seite mit den Stehplätzen heißt ab sofort Hartmut-Nickel-Kurve, was mit einem in weinrot gehaltenen Banner optisch bei jedem Heimspiel sichtbar ist.

Die Eisbären erwischten gleich zum Start in die neue Saison einen Sahnetag. In der mit knapp über 12.000 Zuschauern gefüllten Arena am Ostbahnhof konnten die Gäste aus Wolfsburg nur im 1. Drittel halbwegs mithalten. Das Premierentor der neuen Saison gelang Marcel Noebels in der 9. Spielminute. Ein Doppelschlag gleich zu Beginn des Mittelabschnitts war für die Gäste der Ko-Schlag. Sean Backman in der 22. Minute und Neuzugang Pierre-Cedric Labrie in der 24. sorgten für den Vorsprung von drei Toren.

Das 3:0 für die Eisbären ist gefallen, Torschütze die Nummer 23 PC. Labrie © Foto: Stephan Wenske

In der 29. Minute waren die Eisbären in Unterzahl und konnten trotzdem die Führung weiter ausbauen. Dem erfahrenen Wolfsburger Stürmer Brent Aubin unterlief ein folgenschwerer Puckverlust und ermöglichte, dass sich ein weiterer Eisbären-Neuzugang als Torschütze auszeichnen konnte. Der NHL erfahrene (694 Einsätze)und mit einem enormen Antritt ausgestattete Maxim Lapierre ließ mit einem satten Schuss dem Wolfsburger Goalie keine Chance. Angesichts des klaren Vorsprungs schalteten die Eisbären einen Gang runter. Daraus konnten die Gäste in der verbleibenden Spielzeit nur wenig Kapital schlagen. Ihr Spielaufbau war viel zu behäbig und ungenau. Ihnen gelang zwar im Schlussdrittel, in der 54. Minute der Anschlusstreffer zum 1:4, dabei nutzten sie eine Überzahl, doch da war die Messe längst gesungen. Der Schuss von Brent Aubin war durchaus haltbar. Der neue Eisbären-Goalie Sebastian Dahms, der sonst einen soliden Einstand hatte, griff mit seiner Fanghand ins Leere. Ein Shutout gleich zum Einstand, das wäre doch was gewesen. Egal, auch so konnten sich die Eisbären zu Recht feiern lassen und über einen gelungenen Saisoneinstand freuen.

Sebastian Dahm, der neue Eisbären-Goalie mit gelungenem Einstand. © Foto: Stephan Wenske

Spieler des Tages bei den Eisbären wurde die neue Nummer 40, der bereits erwähnte Maxim Lapierre, der erstaunlicherweise, weil Andre Rankel wegen einer Verletzung nicht spielen konnte, als Kapitän auflief. Ebenso nicht dabei waren Kai Wissman (Virusinfektion) und Florian Busch, der sich noch im Aufbautraining befindet. Am nächsten Spieltag müssen die Eisbären in Bremerhaven antreten, die haben ihr Auftaktspiel mit 1:0 in Düsseldorf gewonnen.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 1. Spieltag

13.09.2019 19:30 MB Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 4:1 (1:0/3:0/0:1)

Strafen:

Eisbären 8

Wolfsburg 8

Torfolge:

1:0 (9. Min.) EQ Torschütze Marcel Noebels (Florian Kettemer/James Sheppard)

2:0 (22. Min.) EQ Torschütze James Sheppard (Sean Backman/Marcel Noebels)

3:0 (24. Min.) EQ Torschütze Pierre-Cedric Labrie (Constantin Braun/Florian Kettemer)

4:0 (29. Min.) SH1 Torschütze Maxim Lapierre

1:4 (54. Min.) PP1 Torschütze Brent Aubin (Ryan Button/Mathis Olimb)

Heimklatsche für die Eisbären

Die Halle am Ostbahnhof war ausverkauft. Es lockte das ewig junge Duell mit dem Erzrivalen aus Mannheim. Der 40. Spieltag markiert für die Eisbären einen Tiefpunkt. Die ersatzgeschwächten Berliner, es fehlten neun Stammkräfte, traten mit sechs Nachwuchskräften auf dem Eis an. Schnell wurde klar, dass der Kader auf verlorenem Posten stand. Die Adler erzielten sieben Tore, während die Eisbären leer ausgingen. Als hätten sie sportlich nicht bereits genug Probleme, die treuen Fans kämpfen um den Erhalt ihres Fantreffs. So gab es den üblichen Support erst nach 41 Spielminuten. Da führten die Adler bereits mit 4:0.

Lediglich in den ersten zehn Spielminuten konnten die Eisbären halbwegs mithalten. Beinahe wäre Cedric Schimenz der Führungstreffer für die Eisbären geglückt. Nach dem 1. Drittel lagen die Eisbären mit 0:2 hinten. Im Mittelabschnitt legten die Mannheimer zwei weitere Treffer nach. In der 38. Spielminute verlor Louis-Marc Aubry die Nerven und musste nach einem Stockschlag gegen den Mannheimer Torwart duschen gehen.

Im letzten Drittel kam von den Rängen wieder die übliche Stimmung. Es war Galgenhumor, es wirkte bizarr angesichts der weiteren drei Gegentore, die die Eisbären noch kassierten. In der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte Mannheims Trainer Pavel Gross, dass uns die Situation in Berlin natürlich nicht verborgen geblieben ist. Mit der Anfangsphase des Spiels war er nicht zufrieden. Sein Kollege auf der anderen Seite Stephane Richer war enttäuscht von den älteren Spielern. Allzu viel gab es nicht zu sagen, angesichts des vorangegangenen Desasters. Sehr prosaisch drückte sich der Geschäftsführer der Eisbären Peter John Lee im Programmheft zu diesem Spiel aus. „Ich habe Euch beim ersten Heimspiel des Jahres eingeladen, auf den Flug EBB 2019 mitzukommen…..wir haben nun mit dem Ausfall einiger technischer Systeme zu kämpfen und kommen überhaupt nicht voran.“

Am morgigen Sonntag, 20.01. geht es erneut zu den Grizzlys nach Wolfsburg.

Hans-Peter Becker