Mit Heimerfolg eingeschworen

Die Berlin Recycling Volleys behalten in der Hauptrunde der Volleyball Bundesliga auch nach 22. Spieltagen eine makellose Bilanz. Vor der so wichtigen Woche mit Champions-League-Playoff-Rückspiel und DVV-Pokalfinale gab sich der Tabellenführer vor 4.189 Zuschauern gegen die FT 1844 Freiburg keine Blöße. Mit 3:0 (25:13, 25:23, 25:22) schickte das Team um MVP Florian Krage die Breisgauer und ihren lautstarken Gästeblock wieder nach Hause.

An diesem 22. Bundesligaspieltag musste Headcoach Joel Banks kurzfristig auf den kranken Adam Kowalski verzichten und auch Tobias Krick war nach Krankheit noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Auf der Gegenseite schonte Trainer Jakob Schönhagen zunächst seine erste Garde für das Spiel am Sonntag beim VC Olympia Berlin und setzte auf den zweiten Anzug. Der legte nach einem Ass von Frohberg einen Start nach Maß hin (0:1, 2:4). Aber vor allem Florian Krage war es zu verdanken, dass die BR Volleys in die Spur fanden. Nach seinen Aufschlägen übernahmen die Hausherren erstmals die Führung (5:4) und der Block des Nationalspielers bedeutete das 10:7. Während der „Affenbande“ nun leichte Fehler unterliefen, schraubten die Hauptstädter ihre Power im Angriff nach oben (18:10). Banks zog die Doppelwechsel-Option und mit Djifa Amedegnato sowie Daniel Malescha auf der Platte entschied der Deutsche Meister den Auftaktsatz mit 25:13 für sich.

70 Gästefans der FT Freiburg machten mächtig Stimmung und initiierten sogar einen Wechselgesang mit dem Berliner Block. Die Weitgereisten sahen im zweiten Satz dann ihr Stammpersonal am Netz und wieder erwischten die Freiburger den besseren Start (6:9). Aber aus der Ruhe bringen ließen sich die Berliner davon nicht. Jake Hanes setzte das ein oder andere Ausrufzeichen im Angriff und so übernahm das Heimteam wieder die Führung (13:12, 18:16). Doch die Männer in Orange mussten sich nun durchaus strecken, um das Aufbäumen des Tabellensiebten abzuwehren, zur Crunchtime war alles offen (20:20). Hanes bescherte dem BR Volleys Team das wichtige Break (23:21) und setzte den Ball zum zweiten Satzgewinn auf die Linie (25:23). 

Im dritten Durchgang ließ Banks Matthew Knigge anstelle von Nehemiah Mote von der Leine und der Amerikaner punktete sofort mal zum 2:1. Dazu blieb Krage Berlins effektivster Angreifer (7:5). Zur Mitte des Satzes war Freiburg erneut obenauf, als Hartman den Berliner Block erfolgreich anschlug (13:15). Hin und her ging es nach zwei Hanes-Assen (16:15) und zwei Angriffen von Jung (18:20). Jan Fornal durfte noch auf dem Spielfeld mitwirken und wieder hatten die BR Volleys angetrieben von ihren mehr als 4.000 Fans den längeren Atem (24:22). Kobrine setzte den letzten Ball dieses Samstagabends an die Antenne (25:22). 

Der am Ende sichere Heimsieg der Berliner tat der Stimmung im Gästeblock keinen Abbruch. Zum Abschluss wurden noch Konfettikanonen gezündet und – bemerkenswert – die „Dschungelbande“ ließ sich Besen geben, um das Chaos selbst zu beseitigen. Die BR Volleys dürfen nun beide Augen auf das Match am Mittwoch in der Königsklasse gegen Lüneburg richten und hoffen auf mächtig Fan-Unterstützung beim Showdown im deutschen Duell.

Stimmen zum Spiel
Florian Krage: „Ich denke, wir haben ein ordentliches Spiel gemacht und uns mit den drei Punkten belohnt. Die Stimmung der Gästefans haben wir natürlich auch auf dem Court gespürt, besonders in den Satzpausen, und das war dann auch ein Grund, warum es in den letzten beiden Sätzen auch so knapp wurde. Es ist wirklich schön, dass es im deutschen Volleyball immer mehr Fangruppierungen gibt, die auch so weite Strecken auf sich nehmen.“

Joel Banks: „Nach einem guten ersten Satz hat man uns in den nächsten beiden schon angemerkt, dass ein Auge auf die nächste Woche geschielt hat. Die Freiburger und ihre Fans haben aber ordentlich Energie in die Halle gebracht und hart gekämpft. Unsere Leistung hat letztlich gereicht, um in drei Sätzen zu gewinnen. Ich bin glücklich, dass ich mehrheitlich gesunde Spieler habe und dass wir so optimistisch in die neue Woche gehen können.“

BR Volleys Formation
Ruben Schott + Moritz Reichert (AA), Florian Krage + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino (L) | Eingewechselt: Djifa Amedegnato, Daniel Malescha, Matthew Knigge, Jan Fornal

Bestwerte
Hanes 16 Punkte, 2 Asse | Krage 10 Punkte, 90 % Angriffsquote | Reichert 2 Blocks

Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: Andreas Gora

Den Panthern keine Chance gelassen – Eisbärensieg am Freitagabend

DEL Deutsche Eishockey Liga

47. Spieltag

21.02.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Augsburger Panther 5:0 (1:0/3:0/1:0)

In der Endphase der Hauptrunde plagen die Eisbären Verletzungssorgen. Zuletzt verloren sie in Frankfurt, ein Grund lag sicherlich auch darin, dass sich einige Akteure auf ungewohnten Positionen bewähren mussten. Gegen die Augsburger Panther war Manuel Riederer wieder dabei, dafür musste Frederik Tiffels kurzfristig passen. Eisbären-Trainer Serge Aubin musste wieder Umstellungen in den Spielreihen vornehmen. So fand die zum Saisonbeginn recht erfolgreiche Sturmreihe, mit Zachary Boychuk, Leonard Pföderl und Marcel Noebels, ein Comeback. Besagte Reihe schlug gleich bei ihrer ersten Eiszeit zu. In der zweiten Spielminute vollendete Leonard Pföderl eine schnell vorgetragene Kombination zum 1:0 für die Eisbären. Chance auf Chance erspielten sich die Hausherren der Arena bis zur ersten Drittelpause, der Puck ging dabei nicht über die Linie. Die abstiegsgefährdeten Gäste kamen nur sporadisch vor das von Jake Hildebrand gehütete Eisbärentor. Ganze drei Torschüsse für die Gäste wurde in der Drittelstatistik vermerkt. So blieb es bei der knappen Führung nach den ersten zwanzig effektiven Spielminuten. Wenn es etwas am Auftritt der Eisbären zu bemängeln gab, war es die mangelnde Chancenverwertung.

Im zweiten Drittel ging es zunächst so weiter. Es dauerte bis zur 26. Minute und endlich fiel das 2:0. Manuel Wiederer war der Torschütze nach Vorarbeit von Yannik Veilleux. Ein Überzahlspiel in der 30. Minute nutzten die Eisbären für die 3:0 Führung. Der Topscorer hatte zugeschlagen. Der wohl aktuell beste Stürmer der DEL versenkte den Puck. Sie fielen wie reife Früchte, die Treffer, die Gäste hatten wenig dagegenzusetzen. Rückkehrer Manuel Wiederer traf in der 36. Minute erneut und so wurde der Mittelabschnitt zu einer klaren Angelegenheit für die Berliner. Die Treffer von Ronning und Wiederer fielen in Überzahl.

Das Spiel war zu Beginn des Schlussabschnitts, nach Lage der Dinge, bereits etwas mehr als nur vorentschieden. In der letzten Drittelpause hatte Marcel Noebels versprochen, dass für Jake Hildebrand alles getan werden wird, um die Null zu halten. Die Augsburger wechselten den Torhüter, für Strauss Mann kam Markus Keller. Der Ex-Eisbär musste in der 56. hinter sich greifen, nach einem Geschoß von Boychuk. Der Sieg war im Kasten, jetzt ging um die versprochene Null. Als die Schlusssirene erklang, war der Shutout-Sieg perfekt.

Augsburgs Trainer Larry Mitchell machte es kurz in der Pressekonferenz. Berlin war in allen Belangen überlegen und hat in der Höhe verdient gewonnen. Es ist in dieser Saison ein harter Abstiegskampf. Wir hoffen, dass es für uns noch gut ausgeht.

Hans-Peter Becker

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Fotos: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin
: Hildebrand (Stettmer) – Niemeläinen, Smith; Müller, Wissmann (C); Geibel, Mik; Panocha – Kirk, Fontaine, Ronning; Noebels (A), Boychuk (A), Pföderl; Veilleux, Wiederer, Bergmann; Schneider, Leden, Hördler – Trainer: Serge Aubin           

Augsburger Panther: Mann (ab 40. Minute: Keller) – Zajac, Reul; Blumenschein, Schemitsch; McCourt, Renner; Köhler – Tosto, Kunyk, Busdeker; Hakulinen; Collins, F. Elias; Louis, Bast, Zengerle; M. Elias, Volek, Oblinger – Trainer: Larry Mitchell

Tore
1:0 – 01:34 – Pföderl (Noebels, Boychuk) – EQ
2:0 – 25:19 – Wiederer (Veilleux, Bergmann) – EQ
3:0 – 29:38 – Ronning (Müller, Pföderl) – PP1
4:0 – 35:22 – Wiederer (Noebels, Müller) – PP1
5:0 – 55:59 – Boychuk (Pföderl, Noebels) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (0, 2, 4) Minuten – Augsburger Panther: 8 (0, 8, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Sirko Hunnius, Andreas Huber (Maksim Cepik, Wayne Gerth)

Zuschauer
14.200 

Spandau mit Selbstvertrauen zum letzten Hauptrundenspiel nach Hannover

Von den Medien nur noch als Randgeschehen beachtet, geht am Samstag, 22.02.2025 die Hauptrunde (A-Gruppe) der 104. Deutschen Meisterschaft im Männer-Wasserball zu Ende. Die Sportart, in den 70er und 80er Jahren des Vorjahrhunderts vor allem dank Serienmeister Spandau 04 gefeierter medialer Quotenbringer, ist mehr oder weniger im Nirvana verschwunden. Auch Spandau 04 hat Mühe, für Lichtblicke zu sorgen. International und auch national in Supercup, Pokal und Meisterschaft sind Titel nicht mehr selbstverständlich. Immerhin haben die Wasserfreunde vor einem halben Jahr den DSV-Supercup mit 10:9 gegen Waspo Hannover gewonnen, dann aber das DWL-Heimspielgegen Ende November klar mit 6:10 verloren.

Diese Niederlage ist die klare Hypothek beim Rückspiel am kommenden Samstag (18 Uhr), das im Stadionbad der Niedersachsen den Abschluss der Hauptrunde der DWL-A-Gruppe bildet. Das aktuelle Ranking dürfte sich kaum noch verändern. Es bedarf sportlicher Wunder, soll sich an der Rangfolge etwas ändern. Bleibt es wie erwartet bei der jetzigen, ergeben sich folgende drei Viertelfinal-Begegnungen (Best of Three): Spandau (2) trifft auf den Duisburger SV 1898 (7), ASC Duisburg (3) auf die SG Neukölln (6), der OSC Potsdam (4) auf die White Sharks Hannover (5). Waspo (1) kommt wegen des Ludwigsburg (formal 8)-Aus kampflos ins Halbfinale. Der Hauptrunden-Rang hat in den Playoffs insofern eine gewisse Bedeutung, als der in der Normalsaison jeweils Besserplatzierte über den Heimbonus in der letzten Partie der jeweiligen Serie verfügt. Ob er ihn auch nutzen kann, dafür gibt es keine Garantie. In der Vorsaison ging Spandau als Hauptrunden-Erster ins Best-of-Five-Finale gegen Waspo. Nach zwei Siegen zum Auftakt verloren die Berliner indes dreimal in Serie, zuletzt in heimischer Halle mit 6:9 – und verpassten daher den Meistertitel. Das Hauptrunden-Finale 2024/25 am Samstag ist ungeachtet der Platzvergabe im A-Gruppen-Ranking vor allem eine mentale Geschichte. Natürlich will Spandau 04 im Dauerduell mit den Hannoveranern eine Duftmarke hinterlassen, die die eigenen Aktiven motiviert und den Kontrahenten lähmend beeindruckt.

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball Bundesliga

2024/2025

Gruppe A, 13. Spieltag

Samstag, 22. Februar 2025

W98 Waspo Hannover- Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 18:00 Uhr

Spielort: Stadionbad Hannover, Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

Niederlagen und neuer Trainer für Blau-Weiß

Die beiden Berliner Teilnehmer am bezahlten Fußball sorgen aktuell für Furore, leider nur in negativer Hinsicht. Beim 1. FC Union sah es, nach dem Sieg in Sinsheim, ganz danach aus, als würde der Weg der Besserung eingeschlagen. Eine Partie später ist der Optimismus bereits wieder verschwunden. Gegen Gladbach setzte an der „Alten Försterei“ eine verdiente Niederlage. Mit den Attributen verdient und unverdient sollte bei der Beurteilung von Fußballspielen eher vorsichtig umgegangen werden. Bei der Betrachtung der Partien von Union und Hertha sind sie angebracht.

In der ersten Halbzeit brachten die Eisernen nichts zustande. Die Gäste vom Niederrhein hätten das Spiel bereits zur Halbzeit für sich entscheiden können. Es hätte auch statt einer 2:0 Führung durchaus höher stehen können. In der zweiten Halbzeit stellte Steffen Baumgart taktisch, wechselte mit dem Österreicher Leopold Querfeld einen zusätzlichen Innenverteidiger ein, weichen musste dafür Offensivmann Tim Sharke. Von einer Viererkette wurde auf eine Dreier- bzw. Fünferabwehrreihe umgestellt. Ein kleines Eingeständnis, taktisch daneben gegriffen zu haben? Es wurde besser ab der 45. Minute. Union bekam jetzt etwas mehr Zugriff und kreierte einige Torchancen. Der Anschlusstreffer fiel durch einen „Witzfoulelfmeter“. Glücklicherweise änderte es nichts an den drei Punkten für die Gäste, sonst hätte das für reichlich Diskussionsstoff gesorgt.

Das Abstiegsgespenst schwebt trotzdem nicht über Köpenick, da gibt es Mannschaften, die schlicht noch ein Tick schlechter sind. Jetzt geht es zum Krisentreffen nach Dortmund, Not gegen Elend.

Unverdient, das trifft auf Niederlage der Hertha in Düsseldorf am selben Tag zu. Der Berliner Zweitligist hatte vieles im Griff. Sie gingen in Führung, gerieten in Rückstand und bekamen mal wieder vor dem gegnerischen Kasten wieder nichts gebacken. Dass der eingewechselte Luca Schuler einen Kopfball vollendet an den Pfosten setzte, passte ins Bild. Es war die vierte Niederlage in Folge für Hertha BSC und die hatte Folgen. Einen Tag später bestätigte Hertha die Entlassung des Trainers. Christian Fiel, für eine Ablöse aus Nürnberg im vergangenen Sommer geholt, ist bereits Geschichte. Er hinterlässt eine intakte Mannschaft, mit Potential für das obere Tabellendrittel, die den Klassenerhalt sichern muss. Diese Aufgabe hat jetzt Stefan Leitl übernommen. Er bringt als Assistent gleich einen alten Bekannten mit, den ehemaligen Hertha-Kapitän Andre Mijatović.

Wie die Köpenicker, so sind die Verantwortlichen in Westend dem Gesetz der Branche gefolgt und setzen auf das Prinzip Hoffnung. Stefan Leitl ist nicht zu beneiden, zunächst müssen die nötigen Punkte für den Klassenerhalt geholt werden. Für die nächste Saison steht ein großer Umbruch im Kader bevor. Das Ziel, Rückkehr in die höchste Spielklasse, ist in weite Ferne gerückt.

Hans-Peter Becker

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Standesgemäßer Favoritensieg in der Hämmerlinghalle

Volleyball 2. Bundesliga Pro Damen

BBSC Berlin – DSHS Snowtrex Köln          0:3 (-16, -18, -22)

Der Favorit aus Köln setzte sich am Samstagabend, 15.02.2025, klar beim BBSC Berlin mit 3:0 durch. Der BBSC kam kaum dazu, dem Spiel den Stempel aufzudrücken.

Der Tabellendritte aus dem Rheinland startete von der 1. Minute an mit dominantem Spiel. Mit aggressiven Aufschlägen wurde die Berliner Abwehr eingedeckt. Stammlibera Annika Völker stand krankheitsbedingt nicht zur Verfügung, für sie agierte die 18-jährige Anne Roebel. Nach anfänglichem Nervenflattern bot der Youngster ein solides Spiel und stellte sich auf den gefährlichen Service der Gäste besser ein. Doch nach dem Zwischenstand von 5:14 war der 1. Satz nahezu gelaufen. Der BBSC hielt zwar nun besser mit, konnte aber keine Aufholjagd starten.

Die Teams begann den 2. Satz auf Augenhöhe. Der BBSC führte zunächst mit 10:8 ehe Köln mit einer 8er-Punktserie antwortete und erneut den Satz nach Hause fuhr. Im 3. Satz konnte der BBSC nach einer Aufholjagd bis zum 21:22 gut mithalten, doch die Gäste sicherten sich abgeklärt den Sieg.

Für die Berlinerinnen waren letztlich Schwächen in der Annahme und in Block-Abwehrverhalten entscheidend. Diese führten dazu, dass das Team nicht in der Lage war, ein genaues und variantenreiches Angriffsspiel vorzubereiten. Andererseits zelebrierte Köln – großartig mit sehr schnellen Zuspielen in Szene gesetzt von Annika Stenchly – wie mit schnell umgesetzten Angriffen eine Abwehr demontiert werden kann und mit wuchtigen Angriffen die Punkte gesichert werden können. Darauf fand Berlin zu selten eine Antwort. Das Stellungsspiel in der Abwehr war für die Qualität der gegnerischen Angriffe zu häufig nicht ausreichend.

Berlins Trainer Jens Tietböhl konstatierte realistisch: „Das ganze Team hat sich absolut bemüht, dazu kann man den Mädels keinen Vorwurf machen. Aber Köln hat uns gezeigt, wie erfolgreich modernes und schnelles Volleyballspiel funktioniert – da müssen und da wollen wir auch hin.“

Zur MVP des Abends wählten die Trainer Annalena Grätz für den BBSC und Emelie Siegner (Köln).

Nach dem Auswärtsspiel am kommenden Wochenende in Borken trifft der BBSC am 1. März 2025 um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle mit Straubing erneut auf eine Spitzenmannschaft der 2. Bundesliga Pro.

Nach dem Auswärtsspiel am kommenden Wochenende in Borken trifft der BBSC am 1. März 2025 um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle mit Straubing erneut auf eine Spitzenmannschaft der 2. Bundesliga Pro.

Am Samstag für den BBSC im Einsatz: Sarah Nur Kayadibi, Noelani Kleiner, Angelina Meyer, Helena Schmidt, Anne Roebel, Annalena Grätz, Stephanie Utz, Jovana Dordevic, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Romy Birnbaum, Sophie Schilling, Deborah Scholz, Roxana Vogel

Burkhard Kroll/BBSC

Ty Ronning erlöst die Eisbären – Sieg gegen die Tigers aus Straubing

DEL Deutsche Eishockey Liga

45. Spieltag

16.02.2025 14:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Straubing Tigers 4:2 (1:1/1:1/2:0)

Die Zielgerade der Hauptrunde ist in Sichtweite. Jeder Punktverlust im Hinblick auf eine günstige Platzierung für die Playoffs schmerzt jetzt doppelt. Das letzte Aufeinandertreffen war erst vier Wochen her. Die Eisbären dominierten und schickten die Tiger mit einer 2:6 Niederlage zurück an den Pulverturm. Die Niederlage erklärte damals Tom Pokel als verantwortlicher Trainer. Es folgte anschließend ein Sieg in der Overtime gegen Frankfurt. Die folgenden fünf Spiele wurden verloren. Es war die eine Niederlage zu viel. Tom Pokel musste gehen. Es übernahm Craig Woodcroft (bis Sommer 2023 Trainer in Minsk). Der Auftrag für ihn, versuchen, doch noch einen direkten Playoff-Platz zu erobern. Ein kleiner Schritt im Kampf um Platz sechs gelang den Tigers unter dem neuen Trainer bereits am vorangegangenen Spieltag. Während die Eisbären sich in Bremerhaven nach Penalty geschlagen geben mussten, gelang den Tigers im Heimspiel gegen die Kölner Haie ein wichtiger Sieg.

Der Ehrenbully wurde von keinem geringeren als Pierre Page vollzogen. Er führte die Eisbären im 2005 zur ersten Meisterschaft in der DEL. Vielleicht hätte es, ohne den ersten Titel, die Arena am Ostbahnhof nie gegeben. Es war für Page das erste Mal, dass er als Besucher, ohne jegliche Dienstverrichtung, in der Arena weilte.

Das erste Tor im Spiel fiel in der 14. Minute, Leo Pföderl schlenzte den Puck an Florian Bugl vorbei ins Tor. Die Eisbären hatten über weite Strecken das Spiel im Griff im Anfangsdrittel. Die Gäste hatten drei dicke Möglichkeiten und als sich das erste Drittel zum Ende neigte, vertändelte Eric Hördler in der neutralen Zone den Puck und Elis Hede konnte mit einem Flachschuss Jonas Stettmer überwinden. Das war unnötig, 39 Sekunden vor der ersten Drittelsirene diesen Gegentreffer zu kassieren. Das erste Drittel war immer noch nicht zu Ende. Der Torschütze, die Nummer 93, kassierte eine Strafe wegen eines Stockschlags.

Die Gäste begannen somit den Mittelabschnitt in Überzahl und das zahlte sich aus. Sie trafen im Powerplay und gingen durch den Treffer von Joshua Samanski mit 2:1 in Führung. Jetzt witterten die Gäste Morgenluft, gingen dabei etwas übermotiviert zu Werke und mussten acht Unterzahlsituationen überstehen. Eine davon konnten die Eisbären nutzen und glichen aus. Es war erneut Pföderl, der traf. Es war sein nunmehr 251. Treffer in der DEL, bei seinem ersten Tor wurde sein Jubiläumstreffer extra erwähnt. In der 33. Minute lieferten sich Eisbärenkapitän Kai Wissmann und Straubings Marcel Brandt einen Faustkampf, den der Eisbär gegen den Tiger klar gewann. Beide durften für fünf Minuten in die Kühlbox.

Den Schlussabschnitt begannen die Eisbären in Überzahl und trafen sofort. Die 41. Spielminute war noch nicht beendet und es stand 3:2 für die Eisbären. Den Treffer markierte Yannick Veilleux. Es blieb hart umkämpft. Die Gäste brauchen Punkte und die Eisbären wollen Platz zwei weiter zementieren.

So blieb es spannend bis in die Schlussphase. Zwei Powerplay Chancen ließen die Eisbären liegen, zwei Gehäusetreffer sprangen dabei heraus. Nach einem Iceing in der 58. Spielminute nahmen die Gäste den Goalie vom Eis. Ty Ronning erlöste die ausverkaufte Halle und traf 22 Sekunden vor dem Ende ins leere Tor. Die Gäste lieferten einen harten Fight, kassierte allerdings zu viele Strafzeiten. Zudem hatten die Eisbären einen hervorragend aufgelegten Jonas Stettmer im Tor.

Dieser Sieg bedeutet, dass die Eisbären bereits für das Viertelfinale qualifiziert sind.

Straubings neuer Trainer sah eine gute Arbeit seiner Mannschaft, vor allem das zweite Drittel, allerdings waren es zu viel Strafzeiten, die letztendlich mögliche Punkte gekostet haben. Die Eisbären haben im Powerplay eine unglaubliche Qualität.

Serge Aubin (hatte am Samstag Geburtstag) sprach von einem unglaublich harten Spiel. Wegen Verletzungen mussten einige Akteure auf ungewohnten Positionen spielen, die Führungsspieler haben ihre Sache sehr gut gemacht und Jonas Stettmer war da, wenn er gebraucht wurde.

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Müller, Wissmann (C); Niemeläinen, Smith; Geibel, Galipeau; Panocha – Tiffels (A), Pföderl, Ronning; Veilleux, Kirk, Noebels (A); Hördler, Bergmann, Mik; Schneider, Leden, Schäfer – Trainer: Serge Aubin           

Straubing Tigers: Bugl (McIntyre) – Braun, Brandt; Green, Samuelsson; Nogier, Zimmermann; Klein – McKenzie, Leonhardt, Scott; Hede, Samanski, Connolly; St. Denis, Melnick, Leier; Fleischer, Brunnhuber, Clarke – Trainer: Craig Woodcroft

Tore
1:0 – 13:25 – Pföderl (Tiffels, Geibel) – EQ
1:1 – 19:21 – Hede – EQ
1:2 – 21:16 – Samanski (Melnick, Green) – PP1
2:2 – 34:36 – Pföderl (Tiffels, Wissmann) – PP1
3:2 – 40:43 – Veilleux (Tiffels, Pföderl) – PP1
4:2 – 59:38 – Ronning (Noebels, Pföderl) – EN

Strafen
Eisbären Berlin: 15 (2, 7, 6) Minuten – Straubing Tigers: 17 (0, 13, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Marc Iwert, Zsombor Palkövi (Marcus Höfer, Tobias Treitl)

Zuschauer
14.200    

Tore, über Tore – Eisbären kantern Düsseldorfer EG aus der Arena

DEL Deutsche Eishockey Liga

42. Spieltag (Nachholspiel)

12.02.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Düsseldorfer EG 10:2 (4:0/4:2/2:0)

Im Nachhol-Spiel vom 42. Spieltag gingen die Eisbären gleich in medias res. Die erste Spielminute zeigen wir Ihnen ungekürzt, so hätte der einleitende Kommentar für den TV Spielbericht lauten können. Eröffnungsbully, erobert von Düsseldorf, Angriff abgefangen und der erste Anlauf auf das Düsseldorfer Tor brachte das 1:0 für die Eisbären. Ty Ronning traf nach nur 34 Sekunden. Zukünftig wird bei einem ersten Heimspiel-Tor der Eisbären nicht obligate Hymne gespielt, in Erinnerung an Tobi Eder erklingen die Takte des Songs viva la vida von Coldplay. Knapp sieben Minuten später klingelte es erneut im Kasten von Henrik Haukeland. Die Powerplay-Formation der Eisbären hatte zugeschlagen. Liam Kirk war der Torschütze. Es fielen noch zwei weitere Tore. So stand es nach dem ersten Drittel 4:0 für die Eisbären.

Für Düsseldorf geht es in dieser Saison um Sein oder Nichtsein in der höchsten Eishockey-Spielklasse. Zusammen mit Augsburg und Iserlohn ist der Traditionsverein aus Düsseldorf in höchster Gefahr. Im Mittelabschnitt konnten die Eisbären ihre Torfrequenz halten. Es fielen erneut vier Tore und auch die DEG konnte sich über zwei Treffer zumindest ein bisschen freuen. Steven Reinprecht, der Düsseldorfer Trainer, hatte nach dem achten Gegentreffer ein Einsehen mit Goalie Henrik Haukeland und so durfte der in Berlin nicht unbekannte Nikita Quapp zeigen, was er drauf hat.

Er machte seine Sache gut und entschärfte einige Angriffe der Eisbären. In der 49. Minute musste er sich dann auch geschlagen geben. Leo Pföderl markierte den neunten Eisbärentreffer. Es wurde noch zweistellig. Frederik Tiffels stellte auf die Zehn, er hatte auch das zwischenzeitliche 4:0 markiert. Angesichts der klaren Führung schickte Eisbären-Trainer Serge Aubin die Junioren-Sturmreihe fast im normalen Wechselrhythmus auf das Eis. Die Jugend konnte, gefahrlos für das Endergebnis, forschen. Erstmals im Eisbären-Trikot lief Neuzugang Adam Smith auf. Er bildete zusammen mit Markus Niemeläinen ein Verteidigerpärchen. Es war der höchste Saisonsieg vor 12.539 Zuschauern am Mittwochabend.

Steven Reinprecht war nach dem Spiel fast sprachlos, die Eisbären haben alles richtig gemacht. Wir haben keine gute Leistung gezeigt. Serge Aubin war natürlich mit dem Auftritt seiner Truppe sehr zufrieden. Neuzugang Adam Smith hat seine Sache gut gemacht. Bei der Beurteilung seiner Leistung sollte nicht außer acht gelassen werden, dass er seit dem 26. Dezember 2024 wegen einer Verletzung kein Spiel mehr bestritten hat.

Den Eisbären steht erneut ein enger Spielplan bis zum Ende der Hauptrunde bevor. In den kommenden drei Wochen sind zehn Spiele zu absolvieren.

Hans-Peter Becker

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Foto: © Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Stettmer (Hildebrand) – Müller, Wissmann (C);  Niemeläinen, Smith; Geibel, Mik; Panocha – Tiffels, Pföderl, Ronning; Veilleux, Kirk, Noebels (A); Hördler, Byron, Bergmann; Schäfer, Leden, Schneider– Trainer: Serge Aubin       

Düsseldorfer EG: Haukeland (Quapp) – McKiernan, Akdag; Postma, Cumiskey; Ankert, Ebner; Balinson – Ehl, Gaudet, O‘Donnel; Richards, Angle, Borzecki; Blank, Rymsha, Gogulla; Roßmy, Braun, Üffig – Trainer: Steven Reinprecht   

Tore
1:0 – 00:34 – Ronning (Tiffels, Pföderl) – EQ

2:0 – 07:55 – Kirk (Pföderl, Byron) – PP1

3:0 – 11:31 – Hördler ­– EQ

4:0 – 11:54 –  Tiffels (Ronning, Pföderl) – EQ

5:0– 22:18 –  Geibel (Leden, Schäfer) – EQ

6:0 – 26:23 – Bergmann (Niemelainen, Byron) – EQ

7:0 – 32:40 – Noebels (Veilleux, Geibel) – EQ

7:1 – 34:29 – Blank (O’Donnell) – EQ-EA

8:1 – 35:14 – Ronning (Tiffels, Pföderl) –  EQ

8:2 – 37:02 – Braun (Rymsha) – EQ

9:2 – 51:01 – Pföderl (Ronning, Schäfer) – EQ

10:2 – 56:41 – Tiffels (Wissmann, Ronning) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin:  (0, 4, 0) Minuten – Düsseldorfer EG:  (2, 2, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Marian Rohatsch, André Schrader (Vincent Brüggemann, Wayne Gerth)

Zuschauer
12.539

Sorgenkinder Union und Hertha – neue Saisonziele

Himmelhoch jauchzend und sehr betrübt, so lassen sich die Ergebnisse des Berliner Profifußballes vom Wochenende, vom 21. Spieltag der 1. und 2. Bundesliga zusammenfassen. Am Samstagnachmittag, 8. Februar 2025, zur besten Bundesligazeit um ab 15:30 Uhr, schoss sich der 1. FC Union den Frust von der Seele und fegte in Sinsheim die Turn- und Sportgemeinschaft aus ihrem eigenen Stadion. Die TSG hat das Transferfenster reichlich genutzt, einige Millionen ausgegeben, um dann einen solchen Auftritt abzuliefern. Den Auftritt sah selbstverständlich auch der Gönner des Vereins Dietmar Hopp. Er wird sich seinen Teil gedacht haben.

Vier Tore in einem Spiel, das hat es bei den Eisernen lange nicht gegeben. Den Torreigen eröffnete Bendict Hollerbach, der später nochmals traf. Jetzt sind es bereits zehn Punkte Abstand zum Relegationsplatz. Der Klassenerhalt kommt als aktueller Zielhafen deutlicher in Sichtweite, Abstiegskampf pur ist wohl für die verbleibende Saison nicht mehr angesagt. Fürs Erste, großes Durchatmen an der Alten Försterei. Das Saisonziel war allerdings ein anderes.

Einen neuen Zielhafen ansteuern müssen auch die Profis aus Charlottenburg. Der Dampfer der „Alten Dame“ ist vorerst auf Reede gegangen. Jetzt muss für eine weitere Saison in Liga zwei geplant werden. Es war gegen Kaiserslautern ein merkwürdiges Spiel. Hertha war in vielen Belangen überlegen. Nur vor dem Tor, zu neudeutsch in der Box, gelang schon gegen den HSV wenig, gegen Regensburg und Kaiserslautern schlichtweg gar nichts. So wurde es die zweite zu null Niederlage in Folge. Dringend benötigte Siege sind ohne eigene Torerfolge schlecht möglich, Eigentore eher die Ausnahme.

Jetzt kocht natürlich die Trainerdiskussion wieder hoch. Das bisher so eng geschmiedete Bündnis zwischen Fans und Mannschaft bekommt erste Risse. Ein direkter Aufstiegsplatz ist bereits 13 Punkte entfernt. Was geht noch in dieser Saison?

Hans-Peter Becker

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Klarer Sieg im Berlin-Brandenburg-Derby

Füchse gegen 1. VfL Potsdam 36:19

Die Füchse hatten viel zu feiern. Am Freitag hatte Ex-Kapitän Paul Drux Geburtstag, tags darauf Mathias Gidsel und Fabian Wiede und am Spieltag selbst Bob Hanning. Den größten Beifall, enthusiastischen Jubel gar, löste die Vertragsverlängerung von Welthandballer Gidsel aus. Der jetzt 26-jährige, vor dem Spiel gemeinsam mit Teamkollegen Lasse Andersson vom Verein für den WM-Titel mit Dänemark geehrt, hat seinen ohnehin bis 2028 datierten Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert.

Nach so viel Vor-Spiel-Freude war abzusehen, dass die Partie gegen den sieglosen Tabellen-Letzten aus Potsdam da nur schwer würde mithalten können. So geschah es. Die Gastgeber, ohne den noch verletzten Kapitän Max Darj und Kreisläufer Lukas Herburger, übernahmen vor den 8219 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle sofort die Spielregie. Das junge Gästeteam stürzte sich zwar aufopferungsvoll und auch mit der nötigen körperlichen Robustheit in die Abwehrarbeit, konnte jedoch den erwartenden Lauf der Dinge im Duell gegen den klaren Favoriten nicht aufhalten. Über die Stationen 6:4/10 und 15:7/20 brachten die Füchse bis zur Pause einen zehn-Tore-Abstand – 20:10 zwischen sich und die Gäste.

Trainer Jaron Siewert nutzte den leichten Rückrunden-Auftakt, um sein gesamtes Bankensemble aufs Parkett zu bringen. Nur WM-Starter Nils Lichtlein bekam noch eine Ruhepause. Das nutze vor allem Max Beneke auf der Gidsel-Position im rechten Rückraum zu einem beherzten Auftritt mit vier Toren. In der 41. Minute gab dann der neu verpflichtete Leo Prantner sein Debüt im Füchse-Trikot. Der 23-jährige italienische WM-Teilnehmer (37 Tore) spielte auf Rechtsaußen. Trotz aller Wechsel entstand zur Zufriedenheit von Coach Siewert kein Bruch im Spiel seiner Mannschaft. „Wir haben über weite Strecken das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Das war ein guter Einstand in die Rückrunde und macht Lust auf mehr.“ Dieses Mehr wird bei den nächsten Aufgaben auch nötig sein. Erst geht es in der Champions League weiter (Donnerstag, 13.02.2025 gegen Fredericia HK/Dänemark), danach geht es zum Auswärtsspiel nach Lemgo.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede (6), Prantner (1/1), Andersson (7), Gidsel (7), Freihöfer (5/3), Beneke (4), av Teigum (2), Marsenic (4).

Herbert Schalling

Entscheidende Phase um Sein oder Nichtsein

In der Ersten und Zweiten Bundesliga sowie der Regionalliga Nordost steht der 21. Spieltag an. Wer sich bis dahin nicht gefunden hat, aus Berliner Sicht wird es höchste Zeit, um am Ende über Erfolg oder Misserfolg nicht in allergrößte Schwierigkeit zu geraten. Im negativen Bereich trifft es vielleicht noch Mannschaften, die damit überhaupt nicht gerechnet haben. Der 1. FC Union, unser Bundesligist, rangiert nach 20 Spielen auf Rang 14, Hertha BSC, als Aufstiegsaspirant gestartet, eine Liga tiefer auf Platz 12.

Christian Zschiedrich

Union hat bereits den Trainer gewechselt, Hertha steht angeblich kurz davor. Als Geldverbrennerclub hat sich Hertha ja bereits einen Namen gemacht. Der Berliner Niko Kovac hätte sich angeblich als Zweitligatrainer beim Hauptstadtclub abgefunden. Was in Dortmund gelaufen ist, bzw. nicht gelaufen ist, wissen sogar die Jungfußballer. Auf Kovac lastet jetzt großer Erwartungsdruck. Finanziell kann sich Hertha einen solch namhaften Trainer nicht mehr leisten. Überhaupt, wer tut sich das noch an? Hertha ist zum Erfolg verdammt. Der nächste Sponsor, dessen Geld vielleicht wieder verbrannt wird, ist nicht in Sicht. Es wird also allerhöchste Zeit, das Steuer sportlich herumzureißen. Den Anhängern und den Berlinern sei es gegönnt. Nach der blamablen 0:2 Niederlage gegen Schlusslicht Regensburg kommt am Samstag, 08.02.2025 der 1. FC Kaiserslautern – hat 10 Punkte mehr, als Tabellenvierter – ins Olympiastadion.

Union, in der Eliteliga, muss am selben Tag zur TSG Hoffenheim, dem Tabellen-15.. Der 22-jährige kroatische Angreifer Marin Ljubicic wurde kurz vor Beendigung der Transferperiode verpflichtet. Er soll die Chancen der Unioner endlich in Tore ummünzen. Jetzt zählt in der Tat Effektivität.

Schauen wir bis in die Regionalliga. In Liga 3 spielt kein Berliner Verein. Auf den beiden direkten Aufstiegsplätzen stehen nach bereits 22 Spielen Energie Cottbus und Dynamo Dresden, punktgleich mit 42 Zählern. Denen drücken wir nicht nur am kommenden 23. Spieltag die Daumen.

In der Regionalliga Nordost führt nach 20 Spielen der 1. FC Lok Leipzig mit 47 Punkten die Tabelle an. Fünf Berliner Vereine müssen mehr nach unten schauen. FC Hertha 03, Platz 15, rangiert auf einem gefährdeten Relegationsplatz und hat zum Tabellen-14, Chemie Leipzig, bereits 3 Punkte weniger. Beide haben allerdings erst 19 Spiele absolviert. Deshalb steht Viktoria 89 mit 22 Punkten, mit bisher erst 18 ausgetragenen Matches günstiger da. Die VSG Altglienicke rangiert punktgleich mit Babelsberg auf Platz 9. Das könnte noch sehr eng werden. Platz 7 und 6 sind Platzierungen jenseits Gut und Böse. Das betrifft den BFC Dynamo (30 Punkte) und Hertha BSC II (31 Punkte). Im Lager der Alten Dame werden die Fans das besonders zu schätzen wissen: Hertha II ist aktuell Berlins beste Mannschaft in der Regionalliga Nordost und hat zudem ein Spiel weniger als der BFC ausgetragen.

Hier die nächsten Ansetzungen der Berliner Vertreter in der Regionalliga

Nachholspiel

Mittwoch, 5.2.25, 19.00 Uhr, Viktoria 89 – Chemnitzer FC, Stadion Lichterfelde

21. Spieltag

Freitag, 6.2.25, 19.00 Uhr, Rot-Weiß Erfurt – Hertha BSC II, Steigerwaldstadion

BFC Dynamo – Chemie Leipzig, Sportforum

Samstag, 7.2.25, 13.00 Uhr, 1. FC Lok Leipzig – Viktoria 89, Bruno-Plache-Stadion

Sonntag, 8.2.25, 13.00 Uhr, VSG Altglienicke – Hallescher FC, Howege Arena

Hertha 03 – ZFC Meuselwitz, Stadion Lichterfelde

Christian Zschiedrich