Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC mit Saisonfinale in der Hämmerlinghalle

Aufgemerkt: Samstag, den 22.04.2023 um 17.00 Uhr sollte sich jeder noch einmal im Kalender dick markieren: Der BBSC Berlin empfängt im letzten Saisonspiel die Gäste von DSHS Snowtrex Köln.

Die bei der Deutschen Sporthochschule angesiedelte Mannschaft aus dem Rheinland hat seit vielen Jahren das Niveau in der Liga mitbestimmt. Vorteil ist die Bindung an die Hochschule – es gibt es immer wieder Athletinnen, die dort ihr Studium absolvieren und dies mit Zweitliga-Volleyball verbinden. Ganz langjähriger Trainer ist Jimmy Czimek – als früherer Co-Nationaltrainer und Dozent an der Deutschen Sporthochschule Köln leitet er u.a. die A-Trainerausbildung beim Volleyballverband (so auch für die früheren BBSC-Trainer Robert Hinz und Robert Pultke). In Köln wird man sich kaum noch an Zeiten erinnern können, in denen Jimmy Czimek nicht Trainer war – bereits 2012 begleitete er den Aufstieg des unter dem Dach des FC Junkersdorf spielenden Teams von der Regionalliga in die 2. Bundesliga.

Vor der Saison hegte Köln doch recht große Erwartungen: Nach dem Verfehlen der Meistertitel in den vergangenen 2 Jahren wollte man wieder oben mitmischen – aktuell steht aber nur der 8. Tabellenplatz auf der Habenseite der Domstädter. Trainer Czimek wird mit Sicherheit vor der neuen Saison zu tun haben, seine Mannschaft durch Zugänge zu verstärken und neu zu strukturieren.

Trotz der nicht erfüllten Erwartungen ist Köln auch in dieser Saison immer wieder für starke Spiele bekannt. Der BBSC durfte damit anlässlich der klaren 3:0 Auswärtsniederlage im Dezember ausgiebig Bekanntschaft schließen.

Gegen einen solchen Gegner wie Köln hat der BBSC nichts zu verlieren, erneut kann das Team befreit aufspielen. Mit einer echten Mannschaftsleistung wollen die Berlinerinnen den Gästen die Stirn bieten und den Kampf aufnehmen. Die positive Entwicklung in den letzten Wochen sollte genügend Selbstvertrauen geben, sich auf das eigene Spiel zu fokussieren. Trainer Tietböhl hofft zudem, dass ihm am Samstag im Vergleich zum Dingden-Spiel ein paar mehr Athletinnen aus dem Zweitliga- Aufgebot zur Verfügung stehen. Freuen wir uns auf ein attraktives Heimspiel!

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Zwölfter Finaleinzug in Serie perfekt

Die Berlin Recycling Volleys sind ihrer Mission Titelverteidigung einen großen Schritt nähergekommen. Mit dem dritten 3:1-Erfolg (25:22, 25:19, 16:25, 25:13) gegen die SWD powervolleys Düren spielte sich der amtierende Deutsche Meister ins Playoff-Finale. Das erste von maximal fünf Endspielen für den MVP des Abends Timothée Carle und seine Teamkollegen steigt am 01. Mai um 18.00 Uhr im Berliner Volleyballtempel. Der Gegner wird zwischen Lüneburg und Friedrichshafen (1:2 in der Serie) noch gesucht.

Timothée Carle sprang in diesem dritten Spiel der Serie vor 3.914 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle wieder in die Bresche, weil Cody Kessel mit einem grippalen Effekt kurzfristig ausfiel. Cedric Enards Gegenüber, Trainer Björn-Arne Alber bot ebenfalls mit Röhrs und John zwei neue Kräfte auf. Das Match begann direkt auf hohem Niveau und beide Mannschaften zeigten sich äußerst effizient im Side-out (12:12). Als das erste Mal die Annahme wackelte, gerieten die Berliner in Rückstand (15:17). Aber eine von vielen genialen Rettungen von Satoshi Tsuiki und der anschließende Punkt von Carle leiteten wie Wende im Auftaktdurchgang ein (19:17). Nach zwei starken Aktionen von Tomas Kocian gegen den Franzosen (Angriff und Block) brach es emotional aus dem Dürener Zuspieler in seinem letzten Spiel der Karriere heraus (21:21). Doch Carle gab die Antwort mit zwei starken Aufschlägen, davon das abschließende Ass zum ersten Satzgewinn (25:22).

Auch den schwächeren Start in Satz zwei konnten die BR Volleys überwinden (4:6). Mehrfach packte der Doppel- oder Dreierblock der Berliner um Nehemiah Mote zu (12:10, 15:12). Außenangreifer Carle ließ im Service nicht locker und auch das Dürener Wechselspiele half nichts (21:13). In seinem ebenfalls letzten Karriereauftritt wurde Björn Andraes Einwechslung und seine direkt folgende Aufschlagserie vom eigenen Andrae-Fanblock frenetisch gefeiert (21:17). Antti Ronkainen, Adam Kowalski und Saso Stalekar kamen gegen Satzende zum Einsatz, den letzten Punkt erzielte aber Marek Sotola (25:19).

Kein Spiel in dieser Serie ohne Dürener Satzgewinn. Die Gäste stemmten sich gegen die Niederlage und nutzen im dritten Durchgang früh die vielen Fehler des BR Volleys Teams (3:9). Brand und der eingewechselte Gevert drehten auf (7:15) und trotz einiger Personalwechsel fanden die Gastgeber in diesen Satz nicht mehr zurück (16:25). Dafür gelang im Folgedurchgang wieder ein anderer Beginn. Sotolas spektakuläre Aufschlagserie und die starke Blockarbeit rissen die Zuschauer von den Sitzen (5:5, 13:5). Von diesem Nackenschlag erholten sich die Gäste nicht mehr und die Männer in Orange marschierten mit ihrem Service zum Heimsieg und Finaleinzug (21:10). Mote blockte den letzten Angriff der Powervolleys (25:13), die anschließend die Bronzemedaille verliehen bekamen. Während Kocian und Andrae würdig verabschiedet wurden, geht für die BR Volleys die Reise nun ins Finale weiter. Dieses beginnt am 01. Mai im Volleyballtempel und Friedrichshafen hat am Sonntag zu Hause gegen Lüneburg in Spiel vier die zweite Chance, den Berlinern zu folgen, nachdem die SVG im Parallelspiel per 3:0-Sieg auf 1:2 verkürzen konnte.

Stimmen zum Spiel
Ruben Schott: „Wir sind glücklich, es bis hierhin geschafft zu haben, und irgendwie fühlt es sich wie ein Wimperschlag an, dass die Saison nun schon ihrem Ende zugeht. Wir arbeiten das ganze Jahr auf diese Finalspiele hin, die uns jetzt erwarten und dabei den Heimvorteil zu haben, weckt große Vorfreude. Wir haben dieses Match über weite Strecken im Griff gehabt und gut gespielt. Den schwachen Start zu Beginn von Satz drei konnten wir nicht mehr auffangen, weil Düren dann wieder wirklich stark aufgeschlagen hat. Sie haben es uns nochmal schwer gemacht. Ich freue mich heute sehr für Tim, dass er so zurückkam und der verdiente MVP wurde. Wir werden ihn im Finale brauchen, egal wie der Gegner heißen wird.“

Timothée Carle: „Düren war wieder der bekannt starke Gegner heute. Sie haben sich erneut mit allem gewehrt, was sie hatten, aber unser Aufschlag kann immer den Unterschied machen. Gemeinsam mit dem Publikum konnten wir nach der schwachen Phase dem Spiel wieder eine andere Richtung geben. Ich habe keinen Wunschgegner für das Finale, wir stellen uns der Herausforderung, die da kommt.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Adam Kowalski, Saso Stalekar, Angel Trinidad

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: Andreas Gora

Füchse erreichen FINAL FOUR

30:24-Sieg gegen Schaffhausen

Geschafft. Die Füchse sind erneut ins Halbfinale der European League eingezogen. Das gelang dem hauptstädtischen Handball-Klub bereits zum fünften Mal in den letzten sechs Jahren. Dem Erfolg ging allerdings ein bis zum Schluss spannendes zweites Viertelfinale gegen die Kadetten Schaffhausen voraus.

Der Schweizer Meister, mit einem vier-Tore-Polster aus dem Hinspiel vor einer Woche nach Berlin angereist, ging selbstbewusst und mit hohem Tempo in die Partie. Schaffhausen gelang es dabei immer wieder Lücken in der Füchse-Deckung zu finden. Besonders auf der linken Seite zeigten sich die Füchse verwundbar. Mit ihrer variablen Deckung – ständiger Wechsel von 6-0 auf 5-1 oder 4-2 – versuchten die Gäste dem Berliner Angriff den Schwung zu nehmen. Die Gastgeber nahmen den Fight an und blieben dran. Nach 19 Minuten gelang durch Kapitän Paul die erste Führung (10:9). Mit einem zwei-Tore-Vorsprung ging es auch in die Pause. Insbesondere Matthias Gidsel – auch erst nach 20 Minuten in die Partie gekommen – riss sein Team wieder mit und war ein sicherer Vollstrecker. Am Ende standen für ihn 10 Tore im Spielbericht.

In die zweite Hälfte starteten die Füchse gar nicht gut. Zwei Fehlwürfe und ein vergebener Siebenmeter – die Führung war dahin. Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Ein von Hans Lindberg in der 39. Minute verwandelter Strafwurf, schien dann der Impuls für noch mehr Kampfgeist, noch mehr Emotionalität zu sein. Die Deckung fand besseren Zugriff auf die Angriffsaktionen der Gäste, Dejan Milosavljev glänzte mit Paraden und im Angriff präsentierten sich Wiede, Andersson, Drux und immer wieder Gidsel vollkommen losgelöst und schraubten das Ergebnis erstmals auf den ersehnten, für das Weiterkommen nötigen fünf-Tore-Vorsprung- 28:23(54.).

Die 7.911 Zuschauer hatten da die Arena längst in ein Tollhaus verwandelt, verfolgten die letzten Minuten im Stehen. Wer geglaubt hatte, ein an dramatischen Momenten reiches Spiel hätte seinen Höhepunkt bereits erreicht, sah sich getäuscht. Nach einem Zusammenprall von Keeper Milosavljev mit einem Schweizer Spieler zeigten die nicht immer überzeugenden rumänischen Referees dem Füchse-Torhüter die Rote Karte. Schaffhausen verkürzte noch einmal auf vier Tore. Der dänische Weltmeister Matthias Gidsel und Tim Freihöfer sorgten in den letzten Minuten für den 30:24-Endstand und den Einzug ins Final Four.

Die Endrunde am 27./28. Mai erreichten außerdem Frisch Auf Göppingen, Montpellier HB und Fraikin Granollers (Spanien), die den Gastgeber des Turniers, die SG Flensburg-Handewitt, aus dem Wettbewerb warfen.

Herbert Schalling

BR Volleys – erste Chance nutzen

Am Mittwochabend (19. Apr. 2023 um 19.45 Uhr) haben die BR Volleys im dritten Playoff-Halbfinale gegen die SWD powervolleys Düren die Möglichkeit, ihr Ticket für das Finale um die Meisterschaft zu lösen. In den ersten beiden Partien konnten sich die Berliner jeweils mit 3:1 durchsetzen und zeigten dabei eine ansteigende Form. Jetzt kann in der Max-Schmeling-Halle die Entscheidung in der Serie herbeigeführt werden.

„Das war ein Schritt nach vorn“, konstatierte Geschäftsführer Kaweh Niroomand nach dem zweiten Erfolg gegen die Powervolleys am Samstag. Erneut kämpfte sich das BR Volleys Team im Bundesliga-Klassiker zum 3:1-Sieg. „Wir sind zurzeit nicht in dem Rhythmus, in dem wir in dieser Saison schon einmal waren. Aber man darf nicht vergessen, dass wir eine junge Mannschaft haben, in der einige Spieler das erste Mal in solchen Situationen viel Verantwortung tragen“, ordnet Niroomand ein und deshalb ist es für ihn auch wenig überraschend, dass sich die Berliner in dieser Serie noch an ihre im Saisonverlauf bereits gezeigten Leistungen heranarbeiten müssen: „Wir machen Fortschritte, aber eine Parallele zum letzten Jahr besteht. Nach den Höhepunkten in der Champions League und dem Ausscheiden in der Königsklasse ist ein Abfall im Sport nur allzu verständlich.“

Auf dem Court ist das für den Geschäftsführer „besonders im Angriff sichtbar, hier unterlaufen uns zu viele Fehler“. Die spielerische Leichtigkeit fehlt und deshalb sei es umso beruhigender, „dass wir in Annahme und Aufschlag aktuell die beste Leistung aller Halbfinalisten bringen“. Satoshi Tsuiki, Ruben Schott und Cody Kessel geben ihrem Zuspieler Johannes Tille meist eine gute Grundlage. Der „Bounce House Player of the week“ der ersten Halbfinalwoche weiß längst, wie er seine Mannschaft durch schwierige Duelle dirigiert und die Angriffslast je nach Verfassung seiner Mitspieler verteilt. Beispielsweise erhöhte der Regisseur zuletzt das Pensum für seine Mittelblocker Anton Brehme und Nehemiah Mote, die daraufhin in beiden Partien jeweils zweistellig punkteten.

Für Mote hielt das Match am Samstag in Düren ein Novum in seiner Bundesliga-Karriere bereit. Der Mittelblocker ließ sich aus der Emotion heraus auf der anderen Netzseite zu einem Schubser gegen Tomas Kocian hinreißen und sah erstmals überhaupt eine Rote Karte. „Damit habe ich die gelbe in meiner Laufbahn direkt übersprungen“, kann der inzwischen dreifache Vater über die Geschehnisse vom Wochenende bereits wieder schmunzeln. Niroomand möchte die hochkochenden Emotionen zwischen den befreundeten Klubs ebenfalls nicht überbewerten: „Ich war selbst vor Ort und bis auf diese eine Szene war es sogar ruhiger als üblich. In der Vergangenheit gab es hier schon wesentlich hitzigere Duelle. Wir haben eine Mannschaft, die nicht krakeelt und meist sehr konstruktiv mit dem Schiedsrichter spricht. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass wir wirklich aus der Haut gefahren sind, und wenn das ausgerechnet den zwei ruhigsten Spielern im Team passiert, muss schon etwas vorgefallen sein. Allerdings wurde diese Situation vor allem für den Auslöser zum Boomerang. Man sollte sich zunächst auf Volleyball konzentrieren und solche Dinge nur machen, wenn man danach auch dem Druck standhält.“

Der liegt aufgrund der Berliner 2:0-Führung nun endgültig bei den Dürenern, die versuchen werden, die „best of five“-Serie zu verlängern. Gleiches gilt im anderen Halbfinale für die SVG Lüneburg, die sich in eigener Arena einem 0:2-Rückstand gegen den VfB Friedrichshafen gegenübersieht. Auch auf die Gefahr hin, dass damit erneut eine längere Spielpause droht, macht Niroomand klar: „Natürlich will die Mannschaft diese Serie jetzt vor eigenem Publikum zum Abschluss bringen. Damit wollen wir auch unsere starke Heimbilanz verteidigen.“

Livestream:
Die beiden Halbfinals werden am Mittwoch sowohl als Konferenz (mit Lüneburg vs. Friedrichshafen ab 19.00 Uhr) auf www.twitch.tv/spontent, als auch als Einzelspiele übertragen. Das Match in Berlin wird auf www.twitch.tv/spontent_two zu sehen sein.

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Pressefoto Credit: Andreas Gora

Noch sechs Spieltage in der Regionalliga Nordost

Tabellenführer Rot-Weiß Erfurt gewinnt 4:0 gegen den Greifswalder FC und hat mit 58 Punkten 3 Punkte mehr als der hartnäckige Verfolger Energie Cottbus (55 P.). Nur Energie hat ein Spiel weniger ausgetragen als Rot-Weiß und könnte bereits übermorgen, Mittwoch, 19.04.2023, 19.00 Uhr, im Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena (3., 51 Punkte) punktemäßig mit Erfurt gleichziehen. Allerdings gelang den Schützlingen von Trainer Claus-Dieter Wollitz der Sieg gegen Schlusslicht Tennis Borussia, mit 2:1 vor 4.608 Zuschauern, bei weitem nicht so souverän wie den Erfurtern beim 4:0 vor 4.364 Zuschauern gegen Greifswald. Dennoch, selbst die Tordifferenz der beiden Aufstiegsaspiranten ist bis auf einen Zähler aktuell zugunsten der Thüringer fast gleich. Denkbar, dass am Ende das Torverhältnis sogar den Ausschlag für den Meistertitel geben kann. So spannend ist die Endphase und kaum vorauszusehen, wer das Rennen machen wird.

Carl Zeiss hat sich mit 2:0 am Ende im Zoschke sogar mühelos gegen Lichtenberg 47 durchgesetzt, ist keineswegs abzuschreiben, hat im Ernst-Abbe Sportfeld ein Heimspiel gegen Meuselwitz, dem 15. mit 25 Punkten. Das ist noch nicht gewonnen. Meuselwitz möchte gern vom derzeitigen Relegationsplatz weiter nach oben klettern. Es ist nicht nur oben, im Kampf um die Meisterschaft spannend, selbst TeBe, der 18. könnte die Klasse halten. Die Berliner Borussen müssen jedoch hoffen, dass möglichst kein Ost-Club aus der 3. Liga absteigt und dass die Charlottenburger, die „Rote Laterne“ nach Halberstadt abgeben. Halberstadt hat am Dienstag, 18.04.2023 ein Nachholspiel gegen Hertha BSC II und TeBe hat am 29. Spieltag, am Freitag, 21.04.2023 19.00 Uhr, sein Heimspiel im Mommsenstadion gegen Chemie Leipzig. Zeitgleich spielt Halberstadt in Babelsberg.

Ob es Lichtenberg, aktuell 21 Punkte, erwischt? Ihnen steht die schwere Aufgabe beim 1. FC Lok Leipzig im Bruno-Plache-Stadion bevor. Herthas Zweite holte aus den letzten beiden Spielen 6 Punkte, ein 3:0 gegen Chemie Leipzig und das Berlin-Derby gegen Altglienicke im Jahnstadion gewannen sie mit 3:2. Am Sonntag, 23.04.2023 könnten, gegen Luckenwalde im Amateurstadion weitere 3 Zähler auf das Hertha-Konto kommen.

Christian Zschiedrich

Union punktet und Hertha macht weiter den Abstieg klar

Das war schon böse, was die „Alte Dame“ Hertha auf Schalke ablieferte. Desaströs, ein anderes Attribut fällt mir dazu nicht ein. Sandro Schwarz muss bereits unmittelbar nach dem Abpfiff geahnt haben, dass seine Amtszeit zu Ende ist. Mit einem offenen Brief hat er sich von den Hertha-Fans verabschiedet. Das passiert auch nicht alle Tage. Gibt es noch Hoffnung? Wohl nicht, aber die stirbt bekanntlich stets zuletzt. Die Ursachen für diesen Absturz liegen weiter zurück und bedürfen einer gesonderten Analyse. Der gute Pal soll noch was retten und zum Wiederholungstäter werden. Etwas Besseres wäre mir auch nicht auf die Schnelle eingefallen. Allerdings wundert es mich, dass sein Vertrag, wie übrigens vor knapp einem Jahr als Felix Magath übernahm, nur bis zum Saisonende gelten soll. Hertha hatte in der Saison 2021/22 nach 28 Spieltagen 26 Punkte auf dem Konto, jetzt sind nur 22. Das sind weniger Punkte und es gibt keine hoffnungslos abgeschlagene Mannschaft, damals Greuther Fürth, am Tabellenende. In der Pressekonferenz, am Montag, 17. April 2023, gab es darauf eine Antwort. Es ist Pal Dardais Wunsch, wieder zur Hertha-Akademie zurückzukehren. Zu viele Talente aus dem Nachwuchs verlassen den Verein, da muss etwas getan werden.

Es wird in der aktuellen Situation nicht mehr viel von Hertha erwartet, das könnte eine Chance sein. Egal wie, egal welche Spielklasse, am Schluss der Saison muss gründlich aufgeräumt werden. Fachleute sollten wieder das Zepter übernehmen, auf solide Arbeit gesetzt werden und das Café Größenwahn bitte für immer schließen.

Was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall, sagt ein Sprichwort. Es ist nicht nur eine Frage der Sichtweise, die Tabelle spricht eine deutliche Sprache. Der 1. FC Union greift weiter nach den Sternen. Egal wie, die Hauptsache, dass nach dem Abpfiff Punkte auf das Konto kommen. In einem typischen Kampfspiel, bei miesem Wetter, boten die Eisern eine halbwegs passable erste Hälfte, gingen mit einem ruhenden Ball in Führung und büßten sie nach einem ruhenden Ball wieder ein. Aus dem heraus lief auf beiden Seiten wenig bis nichts. Kevin Behrens vergab die Riesenchance für den glücklichen Sieg. Zuvor war ihm ein Treffer wegen Abseits aberkannt worden.

Cheftrainer Urs Fischer zieht folgendes Fazit nach dem Spiel: “Aus meiner Sicht haben wir eine sehr gute erste Hälfte gespielt. Deswegen war das tolle Tor von Josip und die Führung auch verdient. Aber in den ersten 15 Minuten der zweiten Hälfte betteln wir um den Ausgleich. Der Platzverweis war für uns ein Weckruf und am Ende haben wir alle Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen. Schlussendlich müssen wir aber mit diesem Punkt leben.”

Es sind 28 Spiele absolviert, 6 Spiele und somit 18 Punkte können noch gesammelt werden. Union spielt vielleicht in der Champions League und Hertha? Wie konnte es nur so weit kommen?

Hans-Peter Becker

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC mit 2 Punkten aus dem Westen zurück

Blau-Weiß Dingden – BBSC Berlin            2:3 (-14, – 20, 17, 24, -11)

Das Zweitligateam des BBSC kehrte am frühen Montagmorgen von der Sonntags-Auswärtspartie bei Blau-Weiß Dingden mit 2 Punkten im Gepäck zurück.

Nach den ersten 45 Minuten des Spiels sah es eigentlich nach einem Durchmarsch der Berlinerinnen aus, die jegliche Fehler auf Gastgeberseite bestraften und mit hohem Selbstvertrauen den Takt im Spiel souverän vorgaben. Dingden kam dagegen überhaupt nicht in den Rhythmus, produzierte Eigenfehler und biss sich immer wieder an der gut funktionierenden Block-Feldabwehr der Gäste die Zähne aus. Gegen Ende des 2. Satzes drehte sich das Spiel: der BBSC verlor seinen Rhythmus durch kleine Nachlässigkeiten. Im gleichen Maße gewann die Mannschaft aus der Stadt Hamminkeln Ortsteil Dingden an Sicherheit, packte Kampfkraft drauf und zog sich aus dem psychologischen Tief. Nun entwickelte sich ein von vielen langen Ballwechseln geprägtes Match, dass Dingden häufiger erfolgreich mit Punkten abschloss. Erst im 5. Satz legte Berlin wieder eine Schippe drauf, führte fast durchgängig und zeigte unübersehbare Präsenz am Netz – 2 Punkte für die Tabelle waren der Lohn.

Berlins Trainer Jens Tietböhl freute sich, „dass meine Mannschaft mit viel Kampf und Willen noch gewonnen hat. Das Team zeigte eine tolle Mentalität. Herausragend waren heute neben Alina Gottlebe-Fröhlich vor allem die beiden Mittelblockerinnen Josepha Bock und Antonia Heinze.“

Zur MVP wählte Blau-Weiß-Trainerin Danuta Brinkmann Annalena Grätz, die erneut für eine Vielzahl der Berliner Punkte verantwortlich zeichnete.

Das letzte Spiel der Saison ist für den kommenden Samstag, 22.04.2023 um 17:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle angesetzt, wenn mit Snowtrex Köln eine langjährige Spitzenmannschaft der Liga in die Hauptstadt kommt.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Josepha Bock, Annalena Grätz, Annika Kummer, Antonia Heinze, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Angelina Meyer

Burkhard Kroll

Absoluter Tiefpunkt beim Hauptstadtclub Hertha BSC

Schalke gewinnt 5:2 und schickt Hertha ans Tabellenende. Hub Stevens scheint Recht zu behalten, dass auch am Ende die Plätze zugunsten von Schalke mit Hertha getauscht sind. Jetzt ist es schon zum 28. Spieltag so weit und unverhältnismäßig deutlich. Herthas Auftreten in Gelsenkirchen war äußerst blamabel. Trainer Schwarz sagte nach dem Spiel, die Tore für Schalke seien aus Hertha-Sicht zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt gefallen. Für die Siegermannschaft eben zu einem günstigen Zeitpunkt. Das schafft Hertha leider nicht. Beim Interview von Sandro Schwarz vor dem Spiel hatte ich das eigenartige Gefühl, das kann so nichts werden! Entsprechend war die Körpersprache in dem so wichtigen Match von den Berlinern, der Bedeutung des Spiels überhaupt nicht angemessen.

Eine katastrophale Zweikampfführung, schlechtes Stellungsspiel, die Deckungs- und Abwehrarbeit entsprach fortgesetzter Einladung für die Schalker, Tore zu erzielen. Kein Ineinandergreifen der Mannschaftsteile. Schalke dominierte total und das nicht nur, aber besonders im Mittelfeld. Bei Hertha schaute man am besten im Aufbauspiel „mitreißend“ weg. Den gezeigten Leistungen nach waren vielleicht drei Spieler Bundesligareif. Hertha gehört so nicht ins Oberhaus. Ich behaupte sogar, ein Abstiegskampf von Hertha in dieser Form war vorhersehbar. Hertha ist zwar rechnerisch noch nicht abgestiegen. Die Mannschaft zerfällt als Absteiger und keiner weint ihr eine Träne hinterher.

Meine Meinung, das war vorhersehbar, sage ich vor allem auch denen, die behaupten, die letzten Spiele waren doch gar nicht so schlecht. Schauen wir aktuell die Gangart des nächsten Gegners an. Bremen spielt gegen Freiburg und Stuttgart als Vorletzter empfängt Dortmund, Bochum, (15., 26 Punkte), vier Punkte besser als Hertha, muss in der Alten Försterei beim Tabellendritten gegen Union (51 Punkte) bestehen. Die gefährdeten Mannschaften können Abstiegskampf und könnten vielleicht schon am 28. Spieltag den Abstand zu Hertha vergrößern.

Die kritisierten Vorgänge im Verein der Hertha kommen zu den sportlichen Leistungen negativ hinzu. Die DAZN-Reporter behaupteten in der Tat, Trainer Schwarz wird infolge des Griffs nach dem Strohhalm den kommenden Montag nicht als Hertha-Trainer überleben. Hertha sollte Windhorst bitten, noch ein paar Millionen zu spendieren. Hertha, hat augenscheinlich abgewirtschaftet, ist ein Sanierungsfall, sogar existentiell gefährdet. Für einen neuen Trainer ist gar kein Geld vorhanden. Was ist bloß aus der Alten Dame geworden? Nach Bremen geht es am 30. Spieltag zu den Bayern.

Christian Zschiedrich

Spandau bereit, für den ersten von sieben Schritten zum 38. Meistertitel

Ob ihrer jahrzehntelang einmaligen Erfolgsstatistik wurden die Wasserball-Männer von Spandau 04 oft als das „Bayern München des Wasserballs“ tituliert. Nachdem diese Bezeichnung in der jüngsten Vergangenheit ein wenig an Berechtigung verloren hat (Meister waren die 04er letztmals 2019, Pokalsieger 2020 und davor 2015), soll das Sieger-Image in dieser Saison wieder aufpoliert werden. Im Pokalwettbewerb ist das noch nicht gelungen, im Finale verlor man das erste nationale Finalspiel der Saison – ausgerechnet gegen Waspo 98 Hannover mit 9:11. International freilich ist man im Unterschied zu den Niedersachsen in der Champions League noch gut dabei und hat reelle Chancen auf das Erreichen der Final 8-Endrunde Anfang Juli in Belgrad.

Im Fokus der Saison steht allerdings die Deutsche Meisterschaft, die Spandau seit 1979 schon 37 Mal gewonnen hat, aber zuletzt 2020, 2021 und 2022 stets Hannover gratulieren musste. Mit personell neu formierter Mannschaft dominierte das Hauptstadt-Team vom als Nachfolger von Petar Kovacevic verpflichteten Headcoach Athanasios Kechagias – bis auf die Pokalausnahme – fast nach Belieben und geht nun hoch motiviert und engagiert das Unternehmen Meisterschaft an.

Im Playoff-Viertelfinale (Best of Three) bekommt man es mit dem Direktaufsteiger aus der B- in die A-Gruppe SV Krefeld 72 zu tun, der damit als Achter des nationalen Rankings firmiert und folglich in der ersten Ausscheidungsrunde auf den Ersten Spandau trifft. Die beiden ersten Partien finden nach gegenseitiger Absprache am Samstag/Sonntag in Berlin statt, dass es am Montag danach ein drittes Match gibt, ist bei aller gebotenen sportlichen Zurückhaltung nicht zu erwarten. Krefeld ist klarer Außenseiter. Was aber die Anerkennung für ihre Leistungen in der laufenden Saison nicht verstellt und Konzentration auf die bevorstehenden Spiele voraussetzt. Krefeld ist justament zum zweiten Male nach 2015 in die Top-Gruppe der Bundesliga aufgestiegen, diesmal will man sich dort länger als nur eine Saison aufhalten. Beim ersten Intermezzo gehörte der Serbe Dusan Dragic zum Spielerkreis, der jetzt als Coach als der Vater der Erfolge gilt. Auch Co-Trainer Sven Roeßing ist ein alter Bekannter, der als Spieler bei SVK angefangen hat, dann zum Lokalrivalen Bayer Uerdingen wechselte und vor einem Jahr zurückkehrte. Krefeld ist bekannt für seine gute Nachwuchsarbeit, hat eine Reihe von Top-Talenten und Nachwuchsspielern in seinen Reihen.

In der neuen Saison will man mit einem hohen fünfstelligen Etat die Voraussetzung dafür schaffen, dass die Zukunftshoffnungen auch im eigenen Verein bleiben, statt wegzugehen. Gelingt das, könnte es etwas werden mit dem zunächst erstrebten Klassenerhalt und später mehr.

Aktuell freilich rechnet man sich nicht viel aus gegen Spandaus erfahrenes, international geschultes Team. Gut verkaufen will man sich aber schon. Spandau soll sich einstellen auf einen Gegner mit laut eigener Verlautbarung „starkem Einsatz, brutalem Willen und Lust, sich jeden Tag weiterzuentwickeln“.

Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wasserball Bundesliga

2022/2023

Gruppe Playoff Viertelfinale 1 und 2

(Best of three)

15. April 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – SV Krefeld 72

16. April 2023

Wasserfreunde Spandau 04 – SV Krefeld 72

Spielbeginn: Sa.16.00 Uhr – So. 12:00 Uhr

Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

Wenn nötig: Spiel 3, 17. April, 18 Uhr: Krefeld 72 – Spandau 04, Badezentrum Bockum

Mühevoller Auftaktsieg

Pressefoto Credit: © Andreas Gora

Es scheint ein Muster erkennbar: Wie schon im DVV-Pokalfinale und letzten Aufeinandertreffen in der Zwischenrunde benötigten die BR Volleys auch zum Start des Playoff-Halbfinals einen Satz, um gegen die SWD powervolleys Düren auf Touren zu kommen. Erneut gab der Deutsche Meister gegen die Rheinländer den Auftaktdurchgang ab, konnte sich dann aber steigern und das Match vor 5.178 Zuschauern in einen 3:1-Heimerfolg (16:25, 25:17, 25:23, 25:22) drehen. Damit legten die Berliner in der Serie vor, die am Samstag (15. Apr. 2023 um 19.30 Uhr) in Düren und nächsten Mittwoch (19. Apr. 2023 um 19.45 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle ihre Fortsetzungen findet.

Düren, im Viertelfinale gegen Herrsching in zwei Spielen erfolgreich, startete entsprechend selbstbewusst in dieses nunmehr sechste direkte Duell dieser Saison. Den BR Volleys hingegen war die zehntätige Wettkampfpause anzumerken. Tim Carle, der den Vorzug gegenüber Cody Kessel erhielt, fand wie seine Mitspieler nicht gut ins Match. Der Franzose wurde mit Aufschlägen eingedeckt und musste auch den ersten Block gegen sich hinnehmen (4:7). Cedric Enard war früh zur Auszeit gezwungen (6:10), doch auch danach hatte vor allem Gästecoach und Geburtstagskind Björn-Arne Alber Grund zur Freude (6:14). In allen Elementen wussten die Gäste zu überzeugen, während die Hauptstädter keine Sicherheit in ihre Annahme bekamen (8:17). Am Ausgang von Satz zwei kamen so keine Zweifel auf (15:23, 16:25).

Kessel hatte bereits in der Schlussphase von Satz eins Carle ersetzt und mit dem Amerikaner auf der Platte zeigten auch seine Nebenmänner eine Steigerung. Die erste Aufschlagserie konnte Anton Brehme starten (8:5) und nach einem weiteren guten Service von Ruben Schott meldete sich Brehme auch im Block an (17:13). Nach minutenlanger Unterbrechung und anschließendem „Nullball“ punktete Berlin konsequent weiter und fabrizierte bis zum Satzausgleich durch Schott keinen einzigen Aufschlagfehler. Stattdessen fügte sich Antti Ronkainen sogar mit zwei Assen ein (24:16, 25:17). Aber der wellenförmige Spielverlauf hielt an, nun konnte Düren wieder im Aufschlag und Angriff zulegen (8:10) und es wurde umkämpft (18:18). In der Crunchtime blockte Kessel ins Gesicht von Gevert (21:19), dann erzielte Marek Sotola seinen insgesamt achten Punkt in diesem Satz per Ass und John jagte den letzten Ball ins Aus (25:23).

Es schien der Knackpunkt in diesem ersten Halbfinale der Serie gewesen zu sein, denn anschließend nutzte das BR Volleys Team seine Chancen (5:1, 14:9). Aber mit der jungen Garde (Burggräf, John und Röhrs) auf dem Court kam Düren noch einmal zurück (21:21). Es wurde wieder knapp, dann glänzte Nehemiah Mote mit großartiger Abwehr und Topscorer Sotola verwertete schließlich zum Heimsieg (25:22). MVP-Gold ging an den eingewechselten Cody Kessel, der mit seiner Mannschaft nun am Freitag in den Westen der Republik reist, um am Samstagabend nach dem Auswärtssieg zu greifen.

Stimmen zum Spiel
Marek Sotola: „Jeder in der Arena hat gesehen, dass wir eineinhalb Wochen kein Spiel hatten. Auch wenn wir wirklich gut trainiert haben, ist der Unterschied zwischen der Trainingshalle und einem Spiel vor dieser Kulisse groß. Wir wissen, dass der Ausgang dieser Serie in unserer Hand liegt. Heute haben wir die nötige Schippe draufgelegt, aber das wird noch nicht reichen.“

Cedric Enard: „Wir haben den Gegner definitiv nicht unterschätzt, auch wenn vorher viel von unseren fünf Siegen in dieser Saison gesprochen wurde. Uns haben einfach der Rhythmus und Spiele auf diesem Niveau gefehlt. Düren hat das im ersten Satz konsequent ausgenutzt. Am Ende können wir froh sein, dass wir dieses Match für uns entschieden haben. Aber wir müssen demütig und fokussiert bleiben, denn am Samstag in Düren wird es sicher noch einmal schwieriger.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Matheus Krauchuk, Angel Trinidad, Antti Ronkainen

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys