Spandau 04 mit souveränem Favoritensieg in Esslingen

Die Wasserfreunde Spandau 04 haben am Samstagabend am 6. Spieltag der 1. Bundesliga im Auswärtsmatch beim SSV Esslingen ihre „weiße“ Punkteweste souverän bewahrt. Nach dem 18:8 (6:1,2:4,5:2,5:1) bleiben die Berliner mit 8:0 Punkten und 39-Plustore-Differenz Spitzenreiter der Achter-Gruppe A. Esslingen ist Fünfter mit 3:5 Zählern.

Nach souveränem Spandauer Startviertel (6:1) baute der Favorit, der ohne Stamm, Dedovic, Restovic und Cuk antrat, allerdings im zweiten Abschnitt mit diversen Nachlässigkeiten in der Abwehr zunächst deutlich ab und ließ die Gastgeber auf 4:6 herankommen. Das 8:5 zur Halbzeit sprach eher für den Kampfesmut der Schwaben, als für eine überzeugende Generalprobe Spandaus vor dem Champions League-Heimspiel gegen Steaua Bukarest am kommenden Mittwoch.

In der zweiten Spielhälfte zog Spandau in Konzentration und Angriffsdruck an und sorgte in Abschnitt drei mit 5:2 Toren für den vorentscheidenden Sechs-Tore-Vorsprung (13:7). Das Schlussviertel (5:1) war nur noch Ergebnispflege bis zum Endstand von 15:8.

Die Spandauer Torausbeute teilten sich sechs Schützen. Dreimal erfolgreich waren Dimitrios Nikolaides, Aleks Sekulic und Denis Strelezkij, je zweimal trafen Marek Tkac, Dmitri Kholod und Zoran Bozic.

Quelle:Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Eisbären erfolgreich gegen die Kölner Haie

Es war ein Spiel unter Halb-Geister Bedingungen. Die Stehplatzkurve war mit schwarzem Stoff überdeckt und auf dem Oberring waren nur die Dienstplätze besetzt. Lediglich 2.500 Zuschauer durften maskiert in der Halle sitzen und soviel kamen auch. Zu Gast waren die Kölner Haie, im Kader standen einige Ex-Eisbären.

Das 1. Drittel beherrschten die Eisbären, die sich im Vergleich zu den vorangegangenen Heimspielen formverbessert zeigten. In der 4. Minute brachte Frans Nielsen mit einem onetimer die Eisbären in Führung. Anschließend versäumten die Eisbären, den zweiten Treffer nachzulegen. Chancen dafür hatten sie genug.

Das sollte sich im Mittelabschnitt zunächst rächen. In der 22. Minute traf Moritz Müller zum 1:1 Ausgleich und die Gäste aus der Domstadt kamen mächtig auf. Die Eisbären mussten zwei Unterzahl-Situationen überstehen. Erst kurz vor dem Ende des 2. Drittels gelang den Eisbären die erneute Führung. Mark Zengerle war der Torschütze. Der Treffer fiel in einer Überzahlsituation für die Eisbären.

Im Schlussabschnitt übernahmen wieder die Hausherren der MB-Arena die Initiative und drängten auf die endgültige Entscheidung. Sie ließ auf sich warten bis hinein in die crunchtime des Spiels. Die Kölner nahmen den Goalie vom Eis.

Es wurde ein furioses Finale. Erst hielt Mathias Niederberger einen Schuss und der wurde zu einem Assist. In das leere Tor traf Yannick Veilleux. Die Eisbären siegten mit 3:1.

Kölns Trainer, Uwe Krupp, betonte aus Nachfrage, dass er immer noch gern nach Berlin kommt. Er war, trotz der Niederlage, mit seinem Team zufrieden. Die Domstädter mussten einige Ausfälle verkraften und konnten trotzdem mithalten.

Hans-Peter Becker

BSC Berlin vor Doppelspieltag

Mit zwei Heimspielen gegen Fortuna Bonn sowie den VC Olympia Münster wartet ein anstrengender, aber Erfolg verheißender Doppelspieltag auf den BBSC.

Am Samstag, 11. Dezember empfängt der BBSC um 18:00 Uhr die Mannschaft von Fortuna Bonn. Die Rheinländerinnen stehen aktuell nur auf dem vorletzten Tabellenplatz und holten sich ihre beiden Saisonerfolge gegen Sorpesee und den VC Olympia Münster. Nach der vergangenen doch recht erfolgreichen Saison des damaligen Aufsteigers (mit zwei Siegen gegen Lokalrivalen Köln!) kam die Mannschaft von Trainer Sven Anton nicht so ganz erfolgreich durch die 1. Halbserie. Dabei war es Vereinsziel, den Standort in der 2. Bundesliga zu sichern und sportlich das Niveau zu halten. Das Team verfügt zwar über einige erfahrene Kräfte mit Leverkusener Vergangenheit wie Kapitänin Lena Maasewerd, doch gibt es keine Starspielerinnen. Die Mannschaft lebt von der Kampfkraft und Geschlossenheit auf dem Feld.

Der BBSC als aktueller Tabellenzehnter darf auf keinen Fall den Gegner kurz vor Weihnachten in den Rhythmus kommen lassen. Vielmehr geht es darum, das eigene Spiel konzentriert vorzutragen, so die Grundlage für den Punktgewinn zu legen.

Genau wie der BBSC und auch Bonn wird auch der Gegner des Sonntagnachmittags an diesem Wochenende zwei Spiele in der Hauptstadt absolvieren: Nach dem Samstagspiel im Sportforum beim VC Olympia kommt die Münsteraner Mannschaft des VC Olympia um 15:00 Uhr in die Köpenicker Hämmerlinghalle. Das Team findet sich derzeit auf dem 12. Tabellenrang und hat in der Saison bereits mit einem Auswärtserfolg in Emlichheim Geschichte geschrieben. Die Talente aus dem Raum Münster/ NRW sind im Wesentlichen Jahrgang 2004 und 2005, und damit im besten Alter für eine deutlich sichtbare Entwicklung von Spielfähigkeit und Athletik während der Saison. Mit Mia Kirchhoff hat es eine 17-jährige Athletin mittlerweile mit einem Doppelspielrecht in die 1. Mannschaft des USC Münster geschafft und überzeugte in den letzten Erstligaspielen, so gegen Potsdam und Schwerin.

Der BBSC ist nach den Erfahrungen mit den starken Youngstern des Berliner VCO gut beraten, den Gegner sehr ernst zu nehmen und mit eigener Kampfkraft und Spielwitz sowie viel Konzentration die Voraussetzungen für die angestrebten drei Punkte für die Tabelle zu schaffen.

Trotz der Coronamaßnahmen ist die Hämmerlinghalle für Zuschauer geöffnet. Bitte beachtet, dass in der Halle die 2G+ Regel gilt! Die Zuschauer werden gebeten, den Nachweis über die Genesung oder die Impfung bereits am Eingang bereitzuhalten und darüber hinaus das negative Testergebnis eines aktuellen (nicht länger als 24 Stunden alten) Coronatests vorzuweisen. Dieser Test kann auch noch kurz vor dem Samstagspiel im Testcenter in der 1. Etage des nahen Forum Köpenicks absolviert werden. Da das zweite Spiel nur 21 Stunden nach dem ersten angepfiffen wird, kann ein solcher Test ggf. auch noch für das Sonntagsspiel verwendet werden.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Nach Pause Auswärts-Match in Esslingen

Nachdem am vergangenen Samstag (4.12.) das Spandauer Heimspiel des 4. Erstliga-Spieltages gegen die SG Neukölln wegen vieler coronabedingter Ausfälle beim Gast verschoben werden musste, sind die Wasserfreunde nun am Spieltag 5 auswärts nach langem Trip gen Süden beim SSV Esslingen gefordert. Im wegen der unterschiedlichen Zahl ausgetragener Partien „schiefen“ Tabellenbild sind die Berliner nach wie vor Erster (6:0) vor SV Ludwigsburg (6:2), Waspo Hannover (6:0), ASC Duisburg (4:4) und dem Samstagsgegner Esslingen (3:3).

Für Spandau ist es der vorletzte nationale Auftritt dieses Corona-Jahres vor dem Heimspiel am 18. Dezember in Schöneberg gegen die White Sharks Hannover.

Das nächste Bundesliga-Spiel danach findet dann zum Abschluss der Hinrunde bereits im kommenden Jahr am 15. Januar in Berlin gegen Waspo Hannover statt. Allerdings stehen für die Hauptstädter auch noch zwei Bewährungsproben in der Champions League-Hauptrunde auf dem Programm: am 15. Dezember empfängt man daheim Steaua Bukarest, am 22. Dezember ist man zwei Tage vor Heiligabend bei CN Marseille gefordert.

Die Partie gegen die jungen Esslinger ist für Spandau ein willkommenes Testing vor dem CL-Spiel gegen Bukarest, in dem ein Erfolg für Spandau Pflicht ist, soll so etwas wie eine Rest-Chance für das Erreichen in der Königsklasse bewahrt werden.

National steht man in der Bundesliga mit 6:0-Bilanz und 51:22 Toren tadellos da, doch das hat noch nicht allzu viel Aussagekraft. Auch gegen Esslingen ist Spandau haushoher Favorit. Die Schwaben haben in ihren Spielen vor alle mit dem überraschenden 12:10 gegen OSC Potsdam überzeugt, aber eine Woche später auch deutlich 11:17 gegen Ludwigsburg verloren.

Für Spandau gilt nur eine Vorgabe: Tabellenspitze bewahren, überzeugend gewinnen und dabei auch spielerisch Akzente setzen.

Quelle: Peter Röhle

Wasserball-Bundesliga Saison 2021/22

5. Spieltag

11. Dezember 2021

SSV Esslingen – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn: 15:30 Uhr

Spielort: Inselbad/Traglufthalle, 170327 Stuttgart, Inselbad 4

Niederlagen freies Wochenende im Berliner Profifußball

Los ging es am Freitagabend, 3. Dezember, 13.500 Zuschauer waren in der Alten Försterei zugelassen und RB Leipzig ereilte das gleiche Schicksal wie zuvor der Alten Dame aus Charlottenburg. Was nützt es Dir einen talentierteren Kader, als der Gegner zu haben, wenn vor dem Tor einfach nichts passiert? Das Gegentor, zwischenzeitlich stand es 1:1, war ein kleines Geschenk von Union-Keeper Luthe an die Leipziger. Schlussendlich wurde es der fünfte Heimsieg der Saison. Nur zwei Teams haben zu Hause mehr Punkte geholt als die Eisernen. Die Niederlage war dann auch eine zu viel für Trainer Jesse Marsch. Er sah die Niederlage nicht von der Bank aus, er war coronabedingt im Homeoffice.

Nur auswärts stockt es bei den Eisernen, da hat der Lokalrivale sogar die Nase vorn und in der Fremde einen Punkt mehr geholt. Zuletzt waren sie in Stuttgart nicht ganz erfolglos. Immerhin wurde nach einem verpatzten Start noch ein respektables Ergebnis erzielt. Das 2:2 war verdient, es war sogar mehr drin. Ein Tabellennachbar wurde auf Distanz gehalten. Bis zur Halbzeit der Saison sind es noch drei Spiele. Nächster Gegner ist die ebenfalls abstiegsgefährdete Elf von Arminia Bielefeld.

Nicht verloren hat am Samstag, 4. Dezember Viktoria Berlin. Für die Himmelblauen war es das letzte Heimspiel in diesem Jahr. Im inzwischen heimischen Jahnsportpark war leider das Interesse mäßig, dafür kann sich die bisher als Aufsteiger vorzuzeigende Bilanz durchaus sehen lassen. Es war ein 0:0 der besseren Sorte. Der Gast aus München hatte zuletzt den Trainer gewechselt, blieb aber trotzdem im sechsten Spiel in Folge ohne Sieg. Zum Spieler des Tages wurde Türkgücü’s Torwart Franco Flückinger gewählt. Ebenfalls einiges zu tun hatte sein Kollege bei Viktoria Julian Krahl. In der Schlussphase sah Abwehrspieler Jakob Lewald Gelb-Rot, sodass der Punkt für Viktoria fast noch in Gefahr geriet.

Hans-Peter Becker

Niederlage in der Overtime

An die erste Auflage des Duells der Eisbären gegen die Düsseldorfer EG, am 8. Spieltag der laufenden Saison erinnern die Berlin sich nicht so gern. Die Partie wurde mit 1:3 verloren. In der zweiten Auflage am 27. Spieltag lief es für die Eisbären etwas besser.

Dieses Mal gelang ihnen ein sehr frühes Tor. Am 8. Spieltag war es Luca Zitterbart, der Düsseldorf in der ersten Spielminute in Führung brachte und am 27. war es Marcel Noebels, nach exakt 56. Sekunden stoppte die Spieluhr. Ein Powerplay in der 7. Minute brachte die Erhöhung auf 2:0, Torschütze war erneut Noebels. Das erste Drittel gehörte den Eisbären, wenn auch den Düsseldorfern in 18. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. Getroffen hatte Alexander Ehl.

Das zweite Drittel hatte kaum begonnen und wieder klingelte es im Düsseldorfer Kasten. Ein Solo von Giovanni Fiore sorgte für das 3:1. Die Eisbären bogen in die Siegerstraße ein. Doch die Gäste hefteten sich an ihre Fersen und trafen bis zur letzten Drittelpause noch zweimal, Cedric Schimenz und Stephen Macauly waren die Torschützen.

Wieder war es ein ganz schnelles Tor für die Eisbären zum Drittelbeginn. Matt White traf bereits nach 22 Sekunden und stellte damit den Rekord für dieses Spiel auf. In den vorangegangenen Dritteln waren 56 und 52 Sekunden. Es war noch nicht Schluss mit dem Toreschießen. Die Gäste trafen in der 34. und 45. Minute und kämpften sich bis auf ein Tor wieder heran.

Das an Toren reiche Spiel ließ beide weiter jubeln. In der 48. Minute stand 6:4 für die Eisbären und wieder verkürzten die Gäste, da lief die 52. Spielminute. Es waren 11 Tore bis dahin insgesamt, selbst für ein Eishockeyspiel nicht alltäglich.

In den letzten zwei Spielminuten nahmen die Düsseldorfer ihren Goalie vom Eis. Die Eisbären trafen nur den Pfosten des verwaisten Tores, während die Gäste einnetzen konnten. Nach dem Ende der regulären Spielzeit stand es 6:6, ein zwischenzeitlicher 4:1 Vorsprung der Eisbären hatte nicht gehalten.

Die Overtime begann mit einem 4 zu 3 Überzahlspiel für die Gäste, Jonas Müller hatte sich zum Schluss eine Strafe eingefangen. 19 Sekunden vor dem Ende machten die Gäste den zweiten Punkt perfekt und siegten in der Overtime mit 7:6.

Nach dem Spiel äußerte Gästetrainer Harold Kreis, dass heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen hat und dem Spielverlauf nach hätte er einen Sieg nicht für möglich gehalten. Serge Aubin meinte: „So ein Spiel darf man nicht verlieren.“ Marcel Noebels, der zwei Tore erzielte, äußerte: „Diese Niederlage müssen wir kurz auswerten, das Schöne an unserem Sport ist, dass es sehr schnell weiter geht.“ Bereits am Sonntag, 5.12. spielen die Eisbären in Schwenningen, sicherlich mit einiger Wut im Bauch.

Hans-Peter Becker

BFC bleibt Tabellenführer

Es war das Topspiel in der Regionalliga Nordost. Der BAK empfing im heimischen Poststadion als Tabellenzweiter den Spitzenreiter aus Berlin-Hohenschönhausen, den BFC Dynamo. Bei ungemütlichem Novemberwetter vor immerhin 2.426 zahlenden Zuschauern ging der BFC durch Andreas Wiegel nach 19 Minuten in Führung. Der Ausgleich gelang dem BAK in der 36. Minute durch Jurgen Gjasula. Er zirkelte einen Freistoß gekonnt aus 20 m ins linke Toreck.

In der 52. Minute brachte Darryl Geurts den BFC erneut in Führung und in 87. Minute machte Joey Breitfeld mit dem 3:1 den Deckel drauf. In der Schlussminute sah Joel Richter vom BAK die Rote Karte. Der BFC führt jetzt mit 45 Punkten die Tabelle an, der BAK bleibt Zweiter mit 41 Punkten, Cottbus auf Platz drei hat 38 Punkte. Die Tabelle ist nun begradigt, alle Teilnehmer haben aktuell 19 Spiele ausgetragen.

BR Volleys – Auftakt in der Champions-League

Pressefoto Credit: Maximilian Franz

Für das BR Volleys Team und dessen Fans hat das Warten ein Ende, denn der Deutsche Meister startet am Mittwoch (01. Dez um 19.30 Uhr) endlich in die CEV Champions League Volley 2022. Bei ihrer zehnten Teilnahme an der Königsklasse in Serie treffen die Berliner erstmals auf einen Gegner aus Serbien. Zum Auftakt im höchsten europäischen Wettbewerb wollen Sergey Grankin & Co gegen Vojvodina Novi Sad ans Limit gehen, um vor eigenem Publikum in der Max-Schmeling-Halle bestenfalls die ersten wichtigen Punkte einzusammeln.

Seitdem die BR Volleys in der Saison 2012/13 die Rückkehr in die CEV Champions League feierten, empfing der Hauptstadtclub Gäste aus aller Herren Länder – ein Kontrahent aus Serbien war allerdings noch nicht dabei. Somit kommt am Mittwoch mit Vojvodina Novi Sad ein weitestgehend unbekannter Gegner auf die Berliner zu, was dem ohnehin schon mit großer Spannung erwarteten internationalen Auftakt zusätzliche Würze verleiht. Novi Sad schlägt dabei mit der Empfehlung von fünf nationalen Meistertiteln in Folge in der Max-Schmeling-Halle auf. Der Serientitelträger aus dem Land des Europameisters von 2019 brachte in seiner Clubgeschichte zahlreiche große Namen hervor, allen voran die Spieler- und, spätestens seit dem letztjährigen Champions-League-Triumph mit ZAKSA Kędzierzyn Koźle, auch Trainer-Legende Nikola Grbić. Aber auch aktuelle Stars der Volleyballszene wie Marko Podraščanin oder Marko Ivović zogen von Novi Sad hinaus in die weite Welt und zu den Topclubs Europas.

Der eine oder andere der insgesamt 14 Akteure im Kader von Cheftrainer Slobodan Boškan hat sicher Ähnliches im Sinn und will sich dafür in dieser Spielzeit auf internationalem Parkett empfehlen. Lediglich zwei Legionäre, nämlich der Bulgare Radoslav Parapunov und der russische Staatsbürger Rafal Miguel, stehen im Aufgebot von Vojvodina. In der heimischen Liga müht sich der Titelverteidiger derzeit noch etwas durch die Hauptrunde, verlor nach zuvor vier Siegen in Folge am Freitag mit 2:3 bei Ribnica Kraljevo – also gegen den Verein, der sich jüngst im CEV-Cup gegen die SVG Lüneburg durchsetzte.

Obwohl Sergey Grankin international nahezu alles gesehen hat, ist der Gegner für den BR Volleys Kapitän dennoch schwer einzuschätzen: „Man wird nicht von ungefähr Meister in einem Land wie Serbien, aber wie stark unser Kontrahent wirklich ist, werden wir wohl erst wissen, wenn wir uns am Netz gegenüberstehen.“ Überhaupt möchte der Berliner Spielmacher viel mehr auf seine Mannschaft schauen: „Die CEV Champions League ist seit Saisonbeginn ein großes Thema für uns. Wir fiebern diesem Auftakt lange entgegen und sind entsprechend motiviert. Der Modus verzeiht keine Fehler, deshalb müssen wir zuhause direkt punkten.“

Zwar hat das BR Volleys Team in den vergangenen Wochen intensiv auf den Startschuss in der Königsklasse hingearbeitet, perfekte Voraussetzungen bestehen leider dennoch nicht. Außenangreifer Cody Kessel, in dieser Saison regelmäßig mit überzeugenden Leistungen in der Bundesliga, musste am Wochenende gegen Lüneburg pausieren. Ein leichte Knöchelverletzung setzte ihn außer Gefecht, wobei Trainer Cedric Enard Hoffnung hat: „Er kann womöglich am Mittwoch wieder eine Option sein. Das wird sich erst kurzfristig entscheiden.“ Verzichten muss der Coach beim ersten Aufschlag auf Europas größter Volleyballbühne weiterhin auf Anton Brehme. Der Nationalspieler wird jedoch von einem anderen Mittelblocker aus Leipzig vertreten: Georg Klein darf sich (nach seinem Karriereende im Frühjahr 2020) unverhofft noch einmal den Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle präsentieren und diese werden garantiert nicht nur den Rückkehrer herzlich empfangen, sondern auch ihr Team im Anschluss unermüdlich unterstützen.

Zulassungsregelung
Für alle Zuschauer und Veranstaltungsteilnehmer im Volleyballtempel gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen) sowie wieder eine permanente Maskenpflicht (auch am Sitzplatz). Schüler im Alter von 6 bis 17 Jahren erhalten unter Vorlage ihres Schülerausweises (kein Impf- oder Genesenennachweis nötig) Zugang zur Arena. Zusätzlich empfiehlt der Hauptstadtclub allen Besuchern, sich vorab freiwillig einem Covid-Test zu unterziehen. Dieser kann beispielsweise direkt auf dem Weg zur Max-Schmeling-Halle im nahegelegen Bürgertestzentrum am Jahn-Sportpark durchgeführt werden.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Pal Dardai ist wieder Geschichte bei der Hertha

Ein knappes Jahr hat es gedauert und wieder ein neuer Trainer. Eigentlich sollte mit diesem Aktionismus mal Schluss sein. So sehen Fachleute und die Fans der Hertha den Trainerwechsel mit gemischten Gefühlen. Gespeist auch daraus, weil der Nachfolger alles andere als den Ruf hat, ein Erfolgstrainer zu sein. Tayfun Korkut, so heißt der Nachfolger, hat seit 2018 keinen Verein mehr trainiert und sein Vertrag soll zunächst nur bis zum Saisonende laufen.

Er übernimmt eine intakte Mannschaft, allerdings alles andere als optimal zusammengestellt. Im Sturm spielen zu ähnliche Typen und es fehlt an Kreativspielern im Mittelfeld. Die Probleme im Spielaufbau sind nicht zu übersehen. Hertha wirkt nicht wie Absteiger, aber auch nicht besser als Platz zwölf in der Bundesliga. Viele zu wenig für eine Mannschaft, die in den vergangenen 14 Monaten 374 Millionen Euro von einem Investor bekommen hat.

Fredi Bobic musste handeln, eine Weiterentwicklung der Mannschaft war nicht zu erkennen. Der Wechsel kommt nicht so überraschend. Ob Korkut allerdings das Blatt wenden und mehr als den Klassenerhalt herausholen kann? Es muss eine durchgehende Spielidee her, in einem taktischen System, was dem Talent der Mannschaft entspricht. Mal abgesehen von den beiden Auswärtsauftritten in München und Leipzig hat die Hertha soliden Fußball geboten. Hier kann der neue Trainer ansetzen.

Vier Spiele sind es noch bis zum Jahresende. Das nächste Spiel ist dann auswärts in Stuttgart. Bobic und Korkut kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim VfB. Ein paar Punkte sollten bis Weihnachten gesammelt werden, mit den bisherigen 14 kommen sie nicht weit. Neben der sportlichen Leistungsfähigkeit sind zudem die Coronabedingungen zu beachten.

Hans-Peter Becker

Gutes Spiel, aber keine Punkte

BBSC Berlin – TSV Bayer 04 Leverkusen 1:3 (-23, 19, -18, -23)

Die Punkte des Samstagabends holten sich trotz einer guten Leistung nicht die Damen des BBSC – Favorit Bayer Leverkusen zeigte sich ein wenig stärker als die Berlinerinnen.

Beide Trainer hatten während der Woche nichts zu lachen. Eine schwierigere Trainingswoche mit wenigen Spielerinnen zur Verfügung machte eine Vorbereitung auf das Spiel nur schwer möglich. Krankheiten und Verletzungen sowie berufliche Gründe führten bei beiden Teams zu Ausfällen. Am Samstag standen für Berlin sowohl Annika Kummer als auch Annalena Grätz (zwar im Aufgebot, aber nicht eingesetzt) nicht zur Verfügung. Bei Leverkusen musste Sarah Overländer pausieren, Rebecca Schäperklaus war bereits nicht in die Hauptstadt mitgereist.

Der BBSC musste damit seinen Abwehrriegel erneut umstellen. Trainer Ole Schröter beorderte neben Paula Morgenroth als Libero Isabell Böttcher und Anna Leweling in die Annahme. Und sie alle trugen dazu bei, dass gegen den Favoriten aus Leverkusen ein ausgeglichenes Spiel erreicht wurde und lange Ballwechsel mit intensiven Abwehraktionen das Spiel prägten – wenngleich die entscheidenden Punkte von den Gästen gemacht wurden. So geht wohl auch der Sieg für die Rheinländerinnen in Ordnung, wenngleich – Originalton Schröter – „es wirklich schön gewesen wäre, wenn wir uns in den Tiebreak hinein gespielt hätten, um zumindest einen Punkt zu holen“. Aber ansonsten zeigte sich der Trainer von der Leistung des Teams angetan: „Ganz egal, wer auf der Platte stand: Alle haben ihre Sache gut gemacht, großes Lob für die Mannschaftsleistung!“ Zum MVP auf Berliner Seite wurde Roxana Vogel gewählt.

Für das nächste Wochenende gilt es, das Positive aus dem Vergleich gegen Leverkusen auch gegen Stralsund mitzunehmen. Gute Stimmung ist gegen den Lieblingsgegner ohnehin vorprogrammiert, da fehlt nur noch ein Quäntchen mehr Erfolg als gegen Leverkusen.

Die nächsten Heimspiele folgen für die BBSC-Damen mit einem Doppelspieltag am 11. Dezember 18:00 Uhr gegen Bonn und am 12. Dezember 15:00 Uhr gegen den VC Olympia Münster in der Hämmerlinghalle.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Isabel Böttcher, Paula Morgenroth, Katharina Kummer, Roxana Vogel,  Anna Leweling, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC Berlin