BR Volleys – Auftakt in der Champions-League

Pressefoto Credit: Maximilian Franz

Für das BR Volleys Team und dessen Fans hat das Warten ein Ende, denn der Deutsche Meister startet am Mittwoch (01. Dez um 19.30 Uhr) endlich in die CEV Champions League Volley 2022. Bei ihrer zehnten Teilnahme an der Königsklasse in Serie treffen die Berliner erstmals auf einen Gegner aus Serbien. Zum Auftakt im höchsten europäischen Wettbewerb wollen Sergey Grankin & Co gegen Vojvodina Novi Sad ans Limit gehen, um vor eigenem Publikum in der Max-Schmeling-Halle bestenfalls die ersten wichtigen Punkte einzusammeln.

Seitdem die BR Volleys in der Saison 2012/13 die Rückkehr in die CEV Champions League feierten, empfing der Hauptstadtclub Gäste aus aller Herren Länder – ein Kontrahent aus Serbien war allerdings noch nicht dabei. Somit kommt am Mittwoch mit Vojvodina Novi Sad ein weitestgehend unbekannter Gegner auf die Berliner zu, was dem ohnehin schon mit großer Spannung erwarteten internationalen Auftakt zusätzliche Würze verleiht. Novi Sad schlägt dabei mit der Empfehlung von fünf nationalen Meistertiteln in Folge in der Max-Schmeling-Halle auf. Der Serientitelträger aus dem Land des Europameisters von 2019 brachte in seiner Clubgeschichte zahlreiche große Namen hervor, allen voran die Spieler- und, spätestens seit dem letztjährigen Champions-League-Triumph mit ZAKSA Kędzierzyn Koźle, auch Trainer-Legende Nikola Grbić. Aber auch aktuelle Stars der Volleyballszene wie Marko Podraščanin oder Marko Ivović zogen von Novi Sad hinaus in die weite Welt und zu den Topclubs Europas.

Der eine oder andere der insgesamt 14 Akteure im Kader von Cheftrainer Slobodan Boškan hat sicher Ähnliches im Sinn und will sich dafür in dieser Spielzeit auf internationalem Parkett empfehlen. Lediglich zwei Legionäre, nämlich der Bulgare Radoslav Parapunov und der russische Staatsbürger Rafal Miguel, stehen im Aufgebot von Vojvodina. In der heimischen Liga müht sich der Titelverteidiger derzeit noch etwas durch die Hauptrunde, verlor nach zuvor vier Siegen in Folge am Freitag mit 2:3 bei Ribnica Kraljevo – also gegen den Verein, der sich jüngst im CEV-Cup gegen die SVG Lüneburg durchsetzte.

Obwohl Sergey Grankin international nahezu alles gesehen hat, ist der Gegner für den BR Volleys Kapitän dennoch schwer einzuschätzen: „Man wird nicht von ungefähr Meister in einem Land wie Serbien, aber wie stark unser Kontrahent wirklich ist, werden wir wohl erst wissen, wenn wir uns am Netz gegenüberstehen.“ Überhaupt möchte der Berliner Spielmacher viel mehr auf seine Mannschaft schauen: „Die CEV Champions League ist seit Saisonbeginn ein großes Thema für uns. Wir fiebern diesem Auftakt lange entgegen und sind entsprechend motiviert. Der Modus verzeiht keine Fehler, deshalb müssen wir zuhause direkt punkten.“

Zwar hat das BR Volleys Team in den vergangenen Wochen intensiv auf den Startschuss in der Königsklasse hingearbeitet, perfekte Voraussetzungen bestehen leider dennoch nicht. Außenangreifer Cody Kessel, in dieser Saison regelmäßig mit überzeugenden Leistungen in der Bundesliga, musste am Wochenende gegen Lüneburg pausieren. Ein leichte Knöchelverletzung setzte ihn außer Gefecht, wobei Trainer Cedric Enard Hoffnung hat: „Er kann womöglich am Mittwoch wieder eine Option sein. Das wird sich erst kurzfristig entscheiden.“ Verzichten muss der Coach beim ersten Aufschlag auf Europas größter Volleyballbühne weiterhin auf Anton Brehme. Der Nationalspieler wird jedoch von einem anderen Mittelblocker aus Leipzig vertreten: Georg Klein darf sich (nach seinem Karriereende im Frühjahr 2020) unverhofft noch einmal den Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle präsentieren und diese werden garantiert nicht nur den Rückkehrer herzlich empfangen, sondern auch ihr Team im Anschluss unermüdlich unterstützen.

Zulassungsregelung
Für alle Zuschauer und Veranstaltungsteilnehmer im Volleyballtempel gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen) sowie wieder eine permanente Maskenpflicht (auch am Sitzplatz). Schüler im Alter von 6 bis 17 Jahren erhalten unter Vorlage ihres Schülerausweises (kein Impf- oder Genesenennachweis nötig) Zugang zur Arena. Zusätzlich empfiehlt der Hauptstadtclub allen Besuchern, sich vorab freiwillig einem Covid-Test zu unterziehen. Dieser kann beispielsweise direkt auf dem Weg zur Max-Schmeling-Halle im nahegelegen Bürgertestzentrum am Jahn-Sportpark durchgeführt werden.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier