BR Volleys starten unter veränderten Vorzeichen in die Saison

Dass Volleyball spektakulär sein kann, beweisen die BR Volleys seit vielen Jahren. In der letzten Saison gelang ihnen jedoch etwas Besonderes. Beim entscheidenden fünften Spiel der Finalserie gegen Friedrichshafen Ende April 2022 kamen 8500 Besucher in der Max-Schmeling-Halle – ein „Weltrekord“. In keiner anderen Liga weltweit waren mehr Zuschauer bei einem Volleyballspiel zugegen.

Das ist nur ein kleiner Teil der BR Volleys-Erfolgsgeschichte. Von den zehn letzten Meisterschaften (2020 wurde kein Titel vergeben) gewann der Hauptstadtklub neun. Daran wollen sie auch in der neuen Saison (erstes Heimspiel am 16.10. gegen Friedrichshafen) anknüpfen. „Es wäre nicht zu erklären, wenn wir jetzt sagen würden, unser Ziel sei Platz vier oder das Erreichen der Finalserie“, sagte Volleys-Geschäftsführer Kaweeh Niroomand auf der Pressekonferenz zum Saisonstart.

Trotzdem sehen sich die Volleys diesmal in einer veränderten Situation. Prägende Spieler haben den Verein verlassen. Sergej Grankin ging zurück nach Russland, Benjamin Patch nimmt sich eine Auszeit vom Volleyball, Samuel Tuia beendete seine Karriere. Andre Spieler verdienen ihr Geld künftig in finanzstärkeren Ligen, wie der polnischen zum Beispiel.

Das Gesicht der Mannschaft hat sich deshalb sichtbar verändert, sechs Neue gehören zum 13 Spieler umfassenden Kader. Der 2,14 m große Slowenen Saso Stalekar wurde als neuer Mittelblocker verpflichtet. Mit dem Spanier Angel Trinidad und dem deutschen Nationalspieler Johannes Tille muss Trainer Cendric Enard zwei neue Zuspieler integrieren. Schließlich soll der Finne Antti Ronkainen für Power im Außenangriff sorgen. „Dieser große Umbruch war so nicht geplant“, meint Niroomand. „Jetzt müssen wir mit dieser Situation umgehen.“

Von der spielerischen Substanz her, betonen die Verantwortlichen, ist der Kader, in den nach einjähriger Verletzungspause auch Aton Brehme zurückkehrt, den Meisterteams der letzten Jahre ebenbürtig. Was sich neue herausbilden muss, ist „eine Hierarchie, eine Hackordnung“ findet Niroomand. Das werde entscheidend sein in Meisterschaft und Pokalwettbewerb und auch in der Champions League, in der der Deutsche Meister natürlich auch mitmischen will. „Große Spiele verlangen große Spieler“, formuliert der Geschäftsführer das Motto. Wie schnell es gelingt, zur spielerischen Klasse auch die mentale Stabilität zu erreichen, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

Wirtschaftlich steht der führende Berliner Volleyball-Verein auf sicherem Fundament, (Etat zwischen 2,5 bis 2,8 Mio. Euro) trotz der Einbußen durch die Corona-Pandemie und der neuen Belastungen durch die Energiekrise, deren Kosten Niroomand durchaus im sechsstelligen Bereich erwartet.

Der BR-Volleys-Kader für die Saison 2021/22: Adam Kowalski, Satoshi Tsuiki, Antti Ronkainen, Nehemiah Mote, Johannes Tille, Anton Brehme, Timothee Carle, Angel Trinidad, Cody Kessel, Saso Stalekar, Ruben Schott, Marek Sotola, Matheus Krauchuk

Herbert Schalling

© 2022 Pressefoto Credit: Andreas Gora

Vier Tore Vorsprung reichte nicht – Eisbärensieg in der Overtime

Was war das denn? Diese Frage werden sich viele der Eisbärenfans gestellt haben, die die Partie des 4. Spieltages zwischen den Eisbären und dem Aufsteiger Löwen Frankfurt gesehen haben. Die Weichen waren klar auf Sieg gestellt, nach 31 Minuten führten die Gastgeber der MB-Arena mit 4:0. Der game changer kam in der 42. Minute. Erst hatten die Eisbären die Riesenchance auf 5:0 zu erhöhen, doch im Gegenzug erzielte Magnus Eisenmenger den 1:4 Anschlusstreffer für die Löwen.

Es wurde härter auf dem Eis und in der 52. Minute verkürzten die Löwen auf 2:4. Dieser Vorsprung hielt bis zur 59. Spielminute. Zwei empty net Tore innerhalb von 53 Sekunden und der erste Dreier der Saison für die Eisbären hatte sich erledigt. In der Verlängerung gelang Julian Melchiori in der 62. Minute der entscheidende Treffer, sodass sich die Eisbären wenigstens den Zusatzpunkt angeln konnten.

Im Lager der Eisbären war man entsprechend angefressen und bei der Kabinenansprache sind bestimmt einige deftige Worte gefallen.

„Wir waren die ersten beiden Drittel komplett überlegen und haben Frankfurt nicht in die Partie kommen lassen. Im Schlussabschnitt haben wir dann den Faden verloren, da wir aufgehört haben zu spielen. Das heutige Spiel war eine wichtige Lektion, dass dies gegen kein Team in der Liga passieren darf. Wir müssen unser System über die gesamte Spieldauer durchziehen. Ich hoffe, dass wir jetzt eine Serie starten können“: so fasste Eisbären Stürmer Frank Mauer das Spiel zusammen.

Serge Aubin sah das Ganze so: „Trotz der 2:0-Führung haben wir im Startdrittel nicht körperbetont genug gespielt. Im mittleren Spielabschnitt waren wir dann sehr stark. Für das Schlussdrittel gibt es jedoch keine Ausrede, da waren wir sehr schwach. Wir müssen unser Spiel einfach halten. Ich bin froh darüber, dass wir einen Weg gefunden haben, die Partie zu gewinnen. Vor uns liegt aber noch ein langer Weg.“

Die nächste Aufgabe wartet bereits am kommenden Mittwoch, 28.09. in München.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 4. Spieltag

25.09.2022 14:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 5:4 n. V. (2:0, 2:0, 0:4, 1:0)

Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak, Müller, Ellis (A)– Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Mauer; Fiore, Barinka, Wiederer (A); Roßmy, Nijenhuis, Baßler – Trainer: Serge Aubin

Löwen Frankfurt: Hildebrand (Kucis) – Maginot, Sezemsky; Gläßl, Vandane; McNeill, Wirt; Reiner – Ranford, Rowney, Bokk; Olsen, Wruck, Eisenmenger; Wenzel, McMillan, Elsner; Breitkreuz, Burns, Schwartz – Trainer: Gerry Fleming

Tore

1:0 – 08:06 – Clark (Noebels, Fiore) – EQ

2:0 – 17:50 – Mauer (White, Regin) – EQ

3:0 – 27:35 – Boychuk (Mik, Fiore) – EQ

4:0 – 31:03 – Fiore (Boychuk, Noebels) – EQ

4:1 – 41:11 – Eisenmenger (Maginot, Olsen) – EQ

4:2 – 51:20 – Wruck (Vandane, Ranford) – 4-4

4:3 – 58:53 – Breitkreuz (Sezemsky, Rowney) – 6-5

4:4 – 59:45 – Breitkreuz (Wruck, Rowney) – 6-5

5:4 –61:14 – Melchiori (Clark, Noebels) – EQ

Strafen

Eisbären Berlin: 8 (2, 0, 6, 0) Minuten

Löwen Frankfurt: 10 (2, 4, 4, 0) Minuten

Schiedsrichter

Roman Gofman, Rainer Köttstorfer (Dävis Zunde, Kenneth Englisch)

Zuschauer: 10.230

BBSC Berlin holt ersten Saisonsieg in Ostbevern

BSV Ostbevern – BBSC Berlin     1:3 (19, 19, -23, 16)

Nach einem schwer erkämpften Sieg in Ostbevern beim gestrigen zweiten Punktspiel der Saison kehrten die Berlinerinnen mit 3 Punkten in der Tasche in die Hauptstadt zurück.

Der Aufsteiger forderte die Mannschaft aus Köpenick wie erwartet in hohem Maße und mit einsatzstarkem Spiel. „Wir haben voll mitgehalten, uns aber immer noch ein wenig schwergetan, wenn es darum ging, die Angriffe auch erfolgreich abzuschließen“ resümierte Jens Tietböhl, der Berliner Trainer.

Die MVP Medaille ging an Natalie Sabrowske, die sich in ihrer ersten Zweitligasaison richtig gut auf der Diagonalen macht und ohne Zweifel eine Verstärkung für das Team darstellt.

Nächstes Wochenende geht es in der Liga bereits weiter. Vizemeister Leverkusen schlägt am Samstag, 1. Oktober, um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle gegen den BBSC auf.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Nur ein Punkt für die Eisbären zum Heimspielauftakt

Das erste Heimspiel der Saison begann mit einer Banner-Zeremonie, der nunmehr 9. Titel ist jetzt unter dem Hallendach dokumentiert. Mit den Grizzlys aus Wolfsburg stellte sich ein Team vor, das erst einen Punkt aus den ersten beiden Spielen holen konnte. Einer Niederlage gegen Aufsteiger Frankfurt folgte eine Overtime Niederlage gegen Köln. Die Eisbären stiegen erst am 2. Spieltag in die Saison ein und verloren in Nürnberg. Da waren auf beiden Seite Punkte nötig, um einen Fehlstart zu vermeiden.

© Foto: Hans-Peter Becker

Die 11.710 Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof mussten lange auf einen Treffer warten. Die ersten beiden Spieldrittel vergingen torlos, trotz Großchancen auf beiden Seiten. In der 50. Minute landete der Puck im Tor, leider im Tor der Eisbären. Der Schuss von Jean-Christophe Beaudin ging daneben, prallte von der Bande zurück und wurde von Eisbären Goalie Tobias Ancicka unglücklich ins eigene Tor abgelenkt. Wie war das, erst hat man kein Glück und dann kommt noch Pech hinzu! So kann die Gefühlslage der Eisbären beschrieben werden. Sie hatten mehr vom Spiel, nur das Wichtigste fehlte. In der 57. Minute, lange hatten die Eisbären ihre Fans auf die Folter gespannt, gelang der erste Heimtreffer der Saison. Es war eine Marcel Ko-Produktion, Noebels Vorabeit und Barinka vollendete. Fast hätte Kevin Clark alles klargemacht, er scheiterte am überragenden Dustin Strahlmeier.

Es ging in die Verlängerung und da hatte Serge Aubin eine interessante Variante parat. War der Puck gesichert, ging Ancicka aus dem Kasten und ein zusätzlicher Feldspieler kam. Der Torwart wurde gezogen, wie eine Nachfrage in der Pressekonferenz ergab. Erstmals wurde diese Variante in der Overtime in Russland praktiziert. Ein weiteres Tor gelang trotzdem nicht. Zu guter Letzt trafen die Wolfsburger das leere Tor nicht.

In der DEL, während der Hauptrunde heißt das, Penaltyschützen und Torhüter entscheiden das Spiel. Schlussendlich hatten die Grizzlys die Nase vorn. Drei Schützen der Eisbären vergaben, während von den Grizzlys einer treffen konnte. So blieb den Eisbären nur ein Punkt zum Heimspielauftakt.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 3. Spieltag

23.09.2022 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 1:2 n. P. (0:0, 0:0, 1:1, 0:0, 0:1)

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; Müller, Ellis (A) F. Hördler (C), Nowak – White, Regin, Mauer; Noebels, Boychuk, Clark; Fiore, Wiederer (A), Nijenhuis; Roßmy, Barinka, Baßler; Handschuh – Trainer: Serge Aubin

Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pogge) – Krupp, Button; Wurm, Bittner; Murray, Möser; Mass – Braun, Beaudin, Schinko; Machacek, Jeffrey, Rakhshani; Archibald, Pfohl, Mingoia; Klos, Dumont – Trainer: Mike Stewart

Tore

0:1 – 49:14 – Beaudin (Braun, Schinko) – EQ

1:1 – 56:34 – Barinka (Boychuk, Noebels) – EQ

1:2 – 65:00 – Archibald – PS

Strafen

Eisbären Berlin: 6 (2, 2, 2, 0, 0) Minuten

Grizzlys Wolfsburg: 8 (4, 0, 4, 0,0) Minuten

Schiedsrichter

Benjamin Hoppe, Andre Schrader (Nikolaj Ponomarjow, Marcus Höfer)

Eisbären verlieren zum Saisonauftakt

Am zweiten Spieltag der DEL Saison 2022/23 griffen auch die Eisbären in das Geschehen ein. Sie unterlagen in Nürnberg bei den Ice-Tigers mit 2:4. Trainer Serge Aubin konnte lediglich mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft zufrieden sein. Da stand es 0:0 und die Eisbären hatten noch alle Möglichkeiten.

Ryan Stoa erzielte in der 33. Minute das erste Tor und somit die Führung für die Nürnberger. In der 37. Minute gelang den Bären der Ausgleich durch Kevin Clarke. Diesen Zwischenstand konnten die Eisbären nicht mit in den Schlussabschnitt nehmen. Patrick Reimer setzte 16 Sekunden vor der Drittelsirene den Puck in die Maschen. Im Schlussabschnitt kam von den Eisbären insgesamt zu wenig. In der 43. Minute erhöhte Blake Parlett auf 3:1 und für die Vorentscheidung sorgte Dane Fox mit seinem Treffer zum Nürnberger 4:1. Die Eisbären trafen noch einmal im Powerplay durch Marcel Noebels. Der Treffer in der 57. Minute fiel zu spät, um die Nürnberger vor über 4.018 Zuschauern gefährden zu können.

Eisbären-Kapitän Frank Hördler bestritt sein erstes DEL-Spiel zusammen mit Sohn Eric. Fast wäre Hördler Junior, der insgesamt 2,11 Minuten bei seinem DEL-Debüt auf dem Eis stand, kurz vor dem Ende gleich ein Tor geglückt. Niklas Treutle im Nürnberger Tor hatte etwas dagegen.

Am 3. Spieltag, 23.09. kommen die Grizzlys Wolfsburg in die Arena am Ostbahnhof.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 2. Spieltag

18.09.2022 16:30 Uhr Nürnberg

Nürnberg Ice Tigers – Eisbären Berlin 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Hungerecker) – Shaw, Welsh; Weber, Karrer; Bodnarchuk, Parlett; Mebus – Schmölz, Stoa, Reimer; MacLeod, Fleischer, Sheehy; Fox, Leonhardt, Ustorf; Kislinger, Jahnke, Lobach – Trainer: Tom Rowe

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak; Müller, Ellis (A) – Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Fiore; Mauer, Wiederer (A), Barinka; Nijenhuis, Handschuh, Baßler; E. Hördler – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 32:11 – Stoa (MacLeod, Welsh) – EQ

1:1 – 36:56 – Clark (Müller, Boychuk) – EQ

2:1 – 39:44 – Reimer (Schmölz, Fleischer) – EQ

3:1 – 42:36 – Parlett (Fleischer, Shaw) – EQ

4:1 – 53:40 – Fox (Sheehy, Bodnarchuk) – 6-5

4:2 – 56:41 – Noebels (Nowak, Boychuk) – PP1

Strafen

Nürnberg Ice Tigers: 6 (2, 0, 4) Minuten

Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter

Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Kenneth Englisch)

BBSC Berlin holt Punkt gegen den letztjährigen Meister

Mit einem hart erkämpften 2:3-Punktgewinn (19, 23, -14, -15, -11) feierte der BBSC gegen den Aufstiegsanwärter aus Borken einen gelungenen Saisoneinstand. Zwei gewonnene Sätze, in denen die Berliner Mannschaft jeweils 100 % abgerufen hat, machten dem letztjährigen Staffelmeister mehr Sorgenfalten als ihm lieb war.

Beide Mannschaften spielten von Anfang an zeitweise auf hohem Niveau und hatten nur kleine Phasen mit höherer Fehlerquote. Von Anbeginn fiel auf, dass beide Teams in Block- und Feldabwehr Maßstäbe setzten: Der Ball wurde nach einer Vielzahl von Angriffen immer wieder im Spiel gehalten, es gelang den Teams kaum, mit üblichen Aktionen zu punkten und den Ball auf dem Boden zu bringen. Schon der zweite Ballwechsel des Spiels war mit 49(?) Ballberührungen vor dem Punktgewinn außergewöhnlich. Das war etwas fürs Publikumsherz! Die relativ wenigen Zuschauer in der BBSC-Halle, die das Zweitligaspiel dem zur gleichen Zeit stattfindenden Länderspiel des DVV-Teams gegen Brasilien im Berliner Sportforum Vorrang gegeben hatten, konnten sich nicht beschweren.

In den ersten beiden Sätzen spielten die Gastgeberinnen wirklich toll, da klappte einfach alles. Die Spielidee des Trainerstabs Jens Tietböhl, Stephanie Utz und Christopher Devlin, mit Tempo über die Außenpositionen zu kommen, bereitete Borken zunächst Probleme. Die Münsterländerinnen kamen zunächst nicht in ihren Spielrhythmus. Ab dem dritten Satz änderte sich das: Borken hat das Spiel der Berlinerinnen immer besser gelesen und dank deutlich besserer körperlicher und technischer Grundvoraussetzungen (Brinkmann und Baran!) im Angriff dominiert.

Kapitänin Katharina Kummer war nach dem Spiel glücklich: „Wir haben in den ersten beiden Sätzen gezeigt, was in uns steckt. Gut auch, dass unsere beiden Neuzugänge auf dem Feld voll eingeschlagen und die Stärken des Teams zur Geltung gebracht haben.“

„Mit dem Gewinn eines Punktes gegen den Ligameister können wir zufrieden sein“ meinte Berlins Trainer Jens Tietböhl. „Für die nächsten Spiele bleibt die Aufgabe, gerade in der Angriffsvriabilität Konstanz schaffen“. Dazu ist in den kommenden Wochen gute Gelegenheit. Nach dem Auswärtsspiel am kommenden Samstag, 24.09. beim Aufsteiger Ostbevern steht am 1. Oktober um 18:00 Uhr in der Hämmerlinghalle das nächste Spitzenspiel an, wenn Vizemeister Leverkusen zu Gast ist.

MVP des Samstagabends wurden Priscilla Gatzsche und auf Gegnerseite die langjährige polnische Erstligadiagonale Zaneta Baran.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Paula Morgenroth, Nathalie Sabrowske, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Priscilla Gatzsche, Kristina Bognar

Quelle: BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Hertha verschenkt zwei Punkte und Union verteidigt Tabellenführung

Das Ding geht durch die Decke, so äußerte sich Union-Präsident Dirk Zingler nach dem 6. Spieltag, da übernahmen sie die Tabellenführung. Okay, eine schöne Momentaufnahme und nicht mehr. Einen Spieltag weiter grüßen die Eisernen weiter von der Tabellenspitze, mit fünf Punkten Vorsprung vor dem amtierenden Meister.

Erschreckend schwache Wolfsburger wurden mit einer 0:2 Niederlage zurück an den Mittellandkanal geschickt. In Halbzeit eins stimmte bei der Kovac-Truppe wenigstens die Defensivarbeit. Das war es dann auch, nach der Pause kam nichts mehr. Die Eisernen wollten einfach mehr und wurden belohnt. Zwei wunderschöne Treffer durch das Sturmduo Jordan Siebatcheu und Sheraldo Becker entschieden die Partie. Vor der Länderspielpause konnten die Eisernen die Tabellenführung verteidigen und sind als einziges Team in dieser Saison noch ungeschlagen. Wie soll das weitergehen? Wahrscheinlich müssen sie sich öfter zwicken, kann das denn wahr sein?

Ein schöner Sonntag für den 1. FC Union, am Freitag zuvor spielte Hertha 1:1 in Mainz. Buchstäblich in letzter Sekunde gaben sie den Sieg aus der Hand. Seherische Fähigkeiten hatte Sportick-Chefredakteur Christian Zschiedrich, als er in seinem Vorbericht auf die Gefährlichkeit der Mainzer in der Schlussphase hinwies. Hertha steht mit sechs Punkten nach sieben Spieltagen nicht besser da, als in der letzten Saison. Allerdings machen die Auftritte, das sieht fußballerisch etwas besser aus, Mut auf den Klassenerhalt.

Am 8. Spieltag, nach der Länderspielpause, muss Union nach Frankfurt zur Eintracht reisen. Hertha spielt einen Tag später im Olympiastadion gegen die TSG Hoffenheim.

Hans-Peter Becker

Füchse bestehen ersten Härtetest in Flensburg

Am Ende war Aufgabe für Fabian Wiede nicht zu lösen. In der Flensburger Arena war die Spielzeit bereits abgelaufen. Die Füchse hatten noch Freiwurf zugesprochen bekommen. Der Nationalspieler bekam den Ball an der Fünf-Mann-Mauer vorbei, jedoch erwartungsgemäß nicht ins Tor. Es blieb beim 31:31. Die Füchse hatten die erste schwere Auswärts-Aufgabe der noch jungen Saison gemeistert.

Vom Anwurf an demonstrierten die Berliner in Flensburg ihr gewachsenes Selbstvertrauen. Nach 13 Minuten ging der Dritte der letzten Meisterschaft nach zuvor ausgeglichenen Spielverlauf und –ergebnis zum ersten Mal in Führung (9:8). Im weiteren Verlauf konnten die Berliner sogar kurzzeitig einen drei-Tore-Vorsprung herauswerfen (11:14/ 22.). Das Spiel der Gäste wurde dabei immer wieder von Matthias Gidsel angetrieben. Der dänische Weltklassemann prägt schon kurz nach Saisonstart den Rhythmus des Füchse-Spiels. Am Ende war Gidsel mit 11 Toren auch der erfolgreichste Berliner.

Flensburg fand lange Zeit nicht zum gewohnten Flow, kämpfte sich zur Halbzeit jedoch auf 15:16 heran.

Nach der Pause agierten beide Teams weiter auf hohem Niveau. Obwohl die Gastgeber, bei denen der schwedische Ausnahmekönner Jim Gottfridsson zum Lenker wurde, jetzt stärker aufspielten, konnten sich die Füchse neuerlich mit vier Toren absetzen (24:20 / 42.)

Dass eine solche Führung im Handball im Allgemeinen und in Flensburg im Besonderen nichts bedeuten kann, erlebten die Berliner zehn Minuten vor Schluss. Kurz-zeitig schlichen sich Fehler in ihr Spiel ein – Pässe an den Kreis kamen nicht an, Bälle wurden leichtfertig verworfen und schon lagen die Gastgeber in Führung – 29:28 /52. Die Antwort jedoch kam prompt. Eine erneute Führung der Berliner glichen die Flensburger immer wieder aus – bis zum 31:31. Ein Unentschieden, das dem Verlauf der hochklassigen Partie gerecht wurde.

Füchse Coach Jaron Siewert war in seiner Einschätzung hin- und hergerissen. „Ich sehe das Spiel von zwei Seiten. Einerseits können wir stolz auf den Punktgewinn sein. Aber auf der anderen Seite können wir ein wenig enttäuscht sein, denn wir haben das Spiel in unserer Hand, sind mit vier Toren in der zweiten Hälfte vorn. Das müssen wir lernen“

Herbert Schalling

Für die Füchse erfolgreich: Wiede (1), Holm (5), Andersson (3), Lindberg (1), Gidsel (11), Freihöfer (3), Vujovic (5/5), Marsenic (2)

Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC vor Saisonstart – Aufstiegsanwärter in Berlin zu Gast

Im ersten Zweitligaspiel der neuen Saison ist der Aufstiegskandidat aus dem münsterländischen Borken zu Gast: Am Samstag, den 17. September 2022 ist um 18:00 Uhr Anpfiff in der Berliner Hämmerlinghalle.

Mit den Gästen kommt eine bestens besetzte Zweitligamannschaft nach Berlin. Die Truppe von Trainer Changcheng Liu (mehr als 200 Spiele für das chinesische Nationalteam und Olympiaachter 1984) gilt trotz des Abgangs einiger erfahrener Kräfte (Jana Röwer, Yina Liu) mit ihren Zugängen als sehr ausgeglichen und auf jeden Fall mit vielen individuell starken Spielerinnen ausgestattet. Sechs (!) Spielerinnen kommen aus Polen, Ungarn, Schweden, Österreich und den Niederlanden und natürlich dürfen die deutschen früheren Erstligaspielerinnen Doreen Luther sowie Johanna Müller-Scheffsky nicht unerwähnt bleiben. Star des Ensembles ist die langjährige Erstligaspielerin Anika Brinkmann, die den Berliner Zuschauern durch ihre Auftritte in Münsteraner, Suhler oder Hamburger Dress als absolutes Aufschlag-Ass und gefährliche Außenangreiferin bekannt ist. Die gefürchteten Sprungaufschläge haben schon so manche Abwehr zur Verzweiflung gebracht. Vor 2 Jahren spielte Brinkmann noch in Münsteraner Farben und verzückte das Publikum in der Sporthalle Berg Fidel mit ihren erzielten Punkten. Borken verfügt neben einem starken Team auch über viele ehrenamtliche Helfer, eine herausragende Jugendarbeit, eine überdurchschnittliche Eventisierung der Heimspiele sowie eine wachsende Außendarstellung über Social-Media-Kanäle – wenn jetzt auch das sportliche Zusammenspiel passt, sollte der vom Verein mit Macht angestrebte Aufstieg machbar sein.

Für den BBSC stellt der Vergleich gegen die favorisierten Gäste nichts anderes als eine Positionsbestimmung dar. Die Mannschaft ist nach der vergangenen Saison im Wesentlichen zusammengeblieben. Zwar ist mit dem Weggang von Anna Leweling ein Verlust zu verzeichnen, doch sollen Priscilla Gatzsche (vormals Dingolfing) und Nathalie Sabrowske (Oranienburg) in ihre Fußstapfen treten. An der Seitenlinie wird in dieser Saison mit Jens Tietböhl ein erfahrener und erfolgreicher Trainer mit viel Expertise in der Entwicklung junger Spielerinnen stehen. Da auch die Langzeitverletzten aus der vergangenen Saison wieder zur Verfügung stehen, gibt es große Freude, sich wieder dem Konkurrenzkampf in der Liga zu stellen. Mit positiver Stimmung und richtig Bock auf ein gutes Spiel der Gastgeberinnen sollte Borken ein heißer Kampf bereitet werden.

Der BBSC freut sich auf lautstarke Unterstützung von den Rängen, um den Gästen mit Kampfkraft und Spielwitz entgegentreten zu können.

Quelle: Burkhard Kroll/BBSC

Fotonachweis: © 2022 BBSC Berlin/Burkhard Kroll

Eisbären wollen Titel verteidigen

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) startet am Donnerstag, 15.09., mit der Partie Kölner Haie gegen den Vizemeister RB München in die Saison 2022/23. Traditionell wird das Eröffnungsspiel beim amtierenden Meister ausgetragen. In diesem Jahr ist die MB-Arena anderweitig belegt, mit der Basketball Europameisterschaft. So beginnen die Eisbären die Spielzeit am Sonntag, 18. September in Nürnberg bei den Ice-Tigers.

Der Hauptsponsor der Eisbären, seit 26 Jahren, die GASAG, hatte der Tradition folgend, zur Pressekonferenz geladen, diesmal in ein Foyer der Verti Music Hall in unmittelbarer Nähe der Arena. GASAG Vorstandsvorsitzender Georg Friedrichs sprach seine einleitenden Worte, bei dem die Energiekrise nicht ausgespart blieb und mittendrin gingen die Lichter über dem Podium aus. Hoffentlich kein böses Omen für kommende Zeiten. Friedrichs ist seit April 2021 Vorstandsvorsitzender, er kennt die Eisbären nur als Meister.

Eine stolze Bilanz – 9 Meistertitel Foto: © 2022 Hans-Peter Becker

Gelingt den Eisbären erneut ein Titel-Hattrick? Zuletzt war das 2013 der Fall, in einer Finalserie gegen die Kölner Haie. Die Zielstellung wurde einhellig vom Trainer Serge Aubin, Sportdirektor Stephane Richer und Geschäftsführer Thomas Bothstede formuliert. Der Pott soll in Berlin bleiben. Die Eisbären haben immer das Ziel, Meister zu werden.

Auf die Treue der Eisbärenfans können sie sich wieder verlassen. Mit einigem Stolz konnte Geschäftsführer Bothstede verkünden, dass vor dem ersten Heimspiel am 23. September gegen die Grizzlys Wolfsburg, über 5.000 Dauerkarten verkauft wurden.

Ihre aktuelle Form konnten die Eisbären bereits in vier Spielen der Champions-League überprüfen. Der Start in Grenoble, beim französischen Meister, war mit einem 8:2 Sieg geglückt, dann folgte in Schweden bei Frölunda Göteborg mit einer 1:7 Niederlage die Ernüchterung. In Berlin unterlagen sie im Rückspiel im Welli unglücklich mit 2:3, während gegen Grenoble erneut gewonnen wurde.

Im Kader gab es einige Veränderungen, drei Verteidiger und sieben Stürmer sind neu. Sie stellen das zweitjüngste Team mit einem Altersdurchschnitt 25,7 Jahren. Mit dafür verantwortlich ist die Besetzung der Torhüterposition. Es wird, zumindest am Saisonbeginn, keine klare Nummer 1 im Tor der Eisbären geben. Wer in die Startaufstellung kommt, entscheidet sich nach den Trainingseindrücken. Die Eisbären gehen mit Juho Markanen (Jahrgang 2002), Nikita Quapp (Jahrgang 2003) und Tobias Ancicka (Jahrgang 2001) ins Rennen.

Aktuell nicht zur Verfügung stehen Leonard Pföderl, Yannick Veilleux und Neuzugang Frank Mauer aufgrund von Verletzungen. Bennet Roßmy wurde zu einem Trainingscamp des Kooperationspartners Los Angels Kings eingeladen.

Eishockey ist eine sehr energieintensive Sportart, gemeint ist hier nicht der geforderte körperliche Einsatz der Akteure, vielmehr der nötige Stromverbrauch für die Eishallen. Hoffen wir, dass alles gut gehen wird.

Hans-Peter Becker