Was war das denn? Diese Frage werden sich viele der Eisbärenfans gestellt haben, die die Partie des 4. Spieltages zwischen den Eisbären und dem Aufsteiger Löwen Frankfurt gesehen haben. Die Weichen waren klar auf Sieg gestellt, nach 31 Minuten führten die Gastgeber der MB-Arena mit 4:0. Der game changer kam in der 42. Minute. Erst hatten die Eisbären die Riesenchance auf 5:0 zu erhöhen, doch im Gegenzug erzielte Magnus Eisenmenger den 1:4 Anschlusstreffer für die Löwen.
Es wurde härter auf dem Eis und in der 52. Minute verkürzten die Löwen auf 2:4. Dieser Vorsprung hielt bis zur 59. Spielminute. Zwei empty net Tore innerhalb von 53 Sekunden und der erste Dreier der Saison für die Eisbären hatte sich erledigt. In der Verlängerung gelang Julian Melchiori in der 62. Minute der entscheidende Treffer, sodass sich die Eisbären wenigstens den Zusatzpunkt angeln konnten.
Im Lager der Eisbären war man entsprechend angefressen und bei der Kabinenansprache sind bestimmt einige deftige Worte gefallen.
„Wir waren die ersten beiden Drittel komplett überlegen und haben Frankfurt nicht in die Partie kommen lassen. Im Schlussabschnitt haben wir dann den Faden verloren, da wir aufgehört haben zu spielen. Das heutige Spiel war eine wichtige Lektion, dass dies gegen kein Team in der Liga passieren darf. Wir müssen unser System über die gesamte Spieldauer durchziehen. Ich hoffe, dass wir jetzt eine Serie starten können“: so fasste Eisbären Stürmer Frank Mauer das Spiel zusammen.
Serge Aubin sah das Ganze so: „Trotz der 2:0-Führung haben wir im Startdrittel nicht körperbetont genug gespielt. Im mittleren Spielabschnitt waren wir dann sehr stark. Für das Schlussdrittel gibt es jedoch keine Ausrede, da waren wir sehr schwach. Wir müssen unser Spiel einfach halten. Ich bin froh darüber, dass wir einen Weg gefunden haben, die Partie zu gewinnen. Vor uns liegt aber noch ein langer Weg.“
Die nächste Aufgabe wartet bereits am kommenden Mittwoch, 28.09. in München.
Hans-Peter Becker
Penny DEL 4. Spieltag
25.09.2022 14:30 Uhr MB-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 5:4 n. V. (2:0, 2:0, 0:4, 1:0)
Eisbären Berlin: Markkanen (Ancicka) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak, Müller, Ellis (A)– Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Mauer; Fiore, Barinka, Wiederer (A); Roßmy, Nijenhuis, Baßler – Trainer: Serge Aubin
Löwen Frankfurt: Hildebrand (Kucis) – Maginot, Sezemsky; Gläßl, Vandane; McNeill, Wirt; Reiner – Ranford, Rowney, Bokk; Olsen, Wruck, Eisenmenger; Wenzel, McMillan, Elsner; Breitkreuz, Burns, Schwartz – Trainer: Gerry Fleming
Tore
1:0 – 08:06 – Clark (Noebels, Fiore) – EQ
2:0 – 17:50 – Mauer (White, Regin) – EQ
3:0 – 27:35 – Boychuk (Mik, Fiore) – EQ
4:0 – 31:03 – Fiore (Boychuk, Noebels) – EQ
4:1 – 41:11 – Eisenmenger (Maginot, Olsen) – EQ
4:2 – 51:20 – Wruck (Vandane, Ranford) – 4-4
4:3 – 58:53 – Breitkreuz (Sezemsky, Rowney) – 6-5
4:4 – 59:45 – Breitkreuz (Wruck, Rowney) – 6-5
5:4 –61:14 – Melchiori (Clark, Noebels) – EQ
Strafen
Eisbären Berlin: 8 (2, 0, 6, 0) Minuten
Löwen Frankfurt: 10 (2, 4, 4, 0) Minuten
Schiedsrichter
Roman Gofman, Rainer Köttstorfer (Dävis Zunde, Kenneth Englisch)
Zuschauer: 10.230
