Eisbären verlieren zum Saisonauftakt

Am zweiten Spieltag der DEL Saison 2022/23 griffen auch die Eisbären in das Geschehen ein. Sie unterlagen in Nürnberg bei den Ice-Tigers mit 2:4. Trainer Serge Aubin konnte lediglich mit dem ersten Drittel seiner Mannschaft zufrieden sein. Da stand es 0:0 und die Eisbären hatten noch alle Möglichkeiten.

Ryan Stoa erzielte in der 33. Minute das erste Tor und somit die Führung für die Nürnberger. In der 37. Minute gelang den Bären der Ausgleich durch Kevin Clarke. Diesen Zwischenstand konnten die Eisbären nicht mit in den Schlussabschnitt nehmen. Patrick Reimer setzte 16 Sekunden vor der Drittelsirene den Puck in die Maschen. Im Schlussabschnitt kam von den Eisbären insgesamt zu wenig. In der 43. Minute erhöhte Blake Parlett auf 3:1 und für die Vorentscheidung sorgte Dane Fox mit seinem Treffer zum Nürnberger 4:1. Die Eisbären trafen noch einmal im Powerplay durch Marcel Noebels. Der Treffer in der 57. Minute fiel zu spät, um die Nürnberger vor über 4.018 Zuschauern gefährden zu können.

Eisbären-Kapitän Frank Hördler bestritt sein erstes DEL-Spiel zusammen mit Sohn Eric. Fast wäre Hördler Junior, der insgesamt 2,11 Minuten bei seinem DEL-Debüt auf dem Eis stand, kurz vor dem Ende gleich ein Tor geglückt. Niklas Treutle im Nürnberger Tor hatte etwas dagegen.

Am 3. Spieltag, 23.09. kommen die Grizzlys Wolfsburg in die Arena am Ostbahnhof.

Hans-Peter Becker

Penny DEL 2. Spieltag

18.09.2022 16:30 Uhr Nürnberg

Nürnberg Ice Tigers – Eisbären Berlin 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)

Nürnberg Ice Tigers: Treutle (Hungerecker) – Shaw, Welsh; Weber, Karrer; Bodnarchuk, Parlett; Mebus – Schmölz, Stoa, Reimer; MacLeod, Fleischer, Sheehy; Fox, Leonhardt, Ustorf; Kislinger, Jahnke, Lobach – Trainer: Tom Rowe

Eisbären Berlin: Ancicka (Markkanen) – Melchiori, Mik; F. Hördler (C), Nowak; Müller, Ellis (A) – Noebels, Boychuk, Clark; White, Regin, Fiore; Mauer, Wiederer (A), Barinka; Nijenhuis, Handschuh, Baßler; E. Hördler – Trainer: Serge Aubin

Torfolge:

1:0 – 32:11 – Stoa (MacLeod, Welsh) – EQ

1:1 – 36:56 – Clark (Müller, Boychuk) – EQ

2:1 – 39:44 – Reimer (Schmölz, Fleischer) – EQ

3:1 – 42:36 – Parlett (Fleischer, Shaw) – EQ

4:1 – 53:40 – Fox (Sheehy, Bodnarchuk) – 6-5

4:2 – 56:41 – Noebels (Nowak, Boychuk) – PP1

Strafen

Nürnberg Ice Tigers: 6 (2, 0, 4) Minuten

Eisbären Berlin: 6 (0, 4, 2) Minuten

Schiedsrichter

Lasse Kopitz, Gordon Schukies (Jonas Merten, Kenneth Englisch)

Hähne gerupft – Sieg gegen Iserlohn

Das erste Sonntagsspiel des Jahres war ausverkauft. Die Eisbären, in der Zuschauergunst, was Heimspiele anbetrifft, sind sie Tabellenführer. Die bisher absolvierten 22 Heimspiele wollten 246.826 Zuschauer vor Ort miterleben, das entspricht einem Schnitt von 11.219.

Das Spiel des 41. Spieltages führte die Iserlohn Roosters nach Berlin und die hatten gute Erinnerungen an die Arena, am 3. November des vergangenen Jahres konnten sie hier knapp mit 3:2 gewinnen. Die Neuauflage war erneut ein enges Spiel. Die Eisbären dominierten das Anfangsdrittel. In der 9. Spielminute gingen sie durch einen sehenswerten Treffer von Jamie MacQueen in Führung, hier muss unbedingt die gute Vorarbeit von Constantin Braun erwähnt werden, er hämmerte das Ding mit 123 km/h an Matthias Lange vorbei in das Tor. Anschließend ließen die Eisbären einige Chancen liegen und das rächte sich. Ihr erstes Powerplay nutzten die Gäste und glichen aus. Der Torschütze war Iserlohns Kapitän Jason Jaspers. Die Eisbären zeigten, dass auch sie im Powerplay erfolgreich sein können, in der 15. Minute zielte Blake Parlett ganz genau und ließ die Halle jubeln.

Im Mittelabschnitt übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando. Ein Tor gelang  nicht. Im Schlussabschnitt drückten die Iserlohner noch vehementer auf den Ausgleich. Mehrfach konnte sich Petri Vehanen auszeichnen. Der Ausgleich wäre nicht unverdient gewesen. Die endgültige Entscheidung fiel erst 6 Sekunden vor dem Ablauf der regulären 60 Minuten Thomas Oppenheimer brachte den Puck im leeren Tor unter. Die Sauerländer hatten alles riskiert und alles verloren. Iserlohns Trainer Rob Daum brachte es nach dem Spiel auf den Punkt. „Ein Tor ist zu wenig, um ein DEL Spiel zu gewinnen.“ Eisbären-Trainer Uwe Krupp sah Parallelen zum verlorenen Spiel am vergangenen Freitag in München. Dort hatten die Eisbären gut gespielt und trotzdem mit 1:4 verloren. Heute war es umgekehrt. Die Eisbären haben jetzt 28 Punkte auf dem Konto und belegen Platz 3 der Tabelle. Das nächste Heimspiel wird erst am 23. Januar ausgetragen, dazwischen sind vier Auswärtsaufgaben zu lösen.

Hans-Peter Becker

DEL 41. Spieltag   EHC Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 3:1

Eisbären Berlin
1. Reihe Fischbuch, Daniel – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Parlett, Blake – Baxmann, Jens
2. Reihe Ziegler, Sven – Olver, Mark – MacQueen, Jamie – Wissmann, Kai – Hördler, Frank
3. Reihe Petersen, Nick – Sheppard, James – Backman, Sean – DuPont, Micki – Müller, Jonas
4. Reihe Oppenheimer, Thomas – Rankel, André – Buchwieser, Martin – Braun, Constantin
Tor: Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer Uwe Krupp

Torfolge
0:0 MacQueen, Jamie (Braun, Constantin) , EQ, 08:23
1:1 Jaspers, Jason (Brown, Chris, Caporusso, Louie) , PP1, 12:25
2:1 Parlett, Blake, PP1, 14:02
3:1 Oppenheimer, Thomas (MacQueen, Jamie, Olver, Mark) , EQ, 59:54

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (6, 4, 0)
Iserlohn Roosters: 6 (4, 2, 0)

09:07 DuPont, Micki; 2 min. – Beinstellen
11:53 Olver, Mark; 2 min. – Halten
13:11 Combs, Jack; 2 min. – Stockschlag
13:11 Brown, Chris; 2 min. – Übertriebene Härte
13:11 Oppenheimer, Thomas; 2 min. – Stockschlag
21:48 Bonsaksen, Alexander; 2 min. – Haken
29:47 undefined; 2 min. – Haken
30:12 Sheppard, James; 2 min. – Unkorrekter Körperangriff

Es ist wieder Eiszeit – Eisbären starten in die neue Saison

Passend zum Saisonauftakt der Deutschen Eishockey Liga DEL wird das Wetter herbstlich für den rasanten Sport in den Eishallen. Die Eisbären Berlin sind seit Gründung der Liga 1994 dabei. Ihr Premierenspiel fand am Freitagabend des 16. Septembers 1994 statt. Zu Gast war die Düsseldorfer EG und gewann mit 4 : 0. Es wird wieder ein Freitagabend sein, am 8. September 2017 – 23 Jahre sind inzwischen vergangen – eröffnen die Eisbären mit einem Heimspiel die neue DEL Saison. Zu Gast sein wird das Team der Nürnberg Ice-Tigers, ebenfalls ein Gründungsmitglied, damals hießen sie EHC 80 Nürnberg.

Die Eisbären wollen wieder oben mitmischen und ohne Umwege die Play-offs erreichen. Im Kader und im Management wurde dafür einiges umgestellt. Stephane Richer ist neuer Sportdirektor, mit Clément Jodoin und Steffen Ziesche stehen Head-Coach Uwe Krupp neue Co. Trainer zur Seite. Um die Fähigkeiten der Torhüter wird sich Sebastian Elwing kümmern.

Im Spielerkader gab es einen im Vergleich zu den Vorjahren einen größeren Umbruch. Die Fans werden sich an einige neue Namen gewöhnen müssen. Verlassen haben die Eisbären u.a. Laurin Braun, Darin Olver, Barry Tallackson, Julian Talbot, Bruno Gervais und Spencer Machacek und Charles Linglet. Neu verpflichtet wurden für die Abwehr Blake Parlett aus Tampere und aus Mannheim kommt Danny Richmond, den Angriff verstärken sollen Sean Backmann, spielte vorher in Ontario in der AHL, Martin Buchwieser, vorher Ingolstadt, der Rückkehrer Mark Olver sowie Thomas Oppenheimer, kam wie Buchwieser aus Ingolstadt und der interessanteste Neuzugang, der Mittelstürmer James Sheppard, der die letzten zwei Jahre für Kloten in der Schweizer Liga spielte. Vor allem in puncto Kreativität erhoffen sich die Verantwortlichen der Eisbären von ihm so einiges. Mit insgesamt 431 NHL- Einsätzen dürfte er im aktuellen Kader herausragen. Das insgesamt 5 neue Stürmer geholt wurden, zeigt auf das Problem der vergangenen Saison. In den 52 Spielen der Hauptrunde erzielten die Eisbären 125 Tore, das war der dritt-schlechteste Wert, nur Schwenningen und Tabellenschlusslicht Krefeld waren hier mit 122 und 120 erzielten Toren noch schwächer. Selbst Neuling Bremerhaven erzielte 144 Treffer.

In der Vorbereitung lief es für die Eisbären bereits recht ordentlich von den insgesamt 6 Siege und 2 Niederlagen lassen darauf schließen, dass in der Vorbereitung ordentlich gearbeitet wurde. Bleibt angesichts der Kaderstärke die Prognose: war das Erreichen des Halbfinales mit einigen glücklichen Umstände verknüpft, so wurden 5 Spiele in den Play-offs erst in der Verlängerung entschieden und das Viertelfinale durch die Qualifikation erreicht, ist der Kader stark genug, den direkten Einzug in das Viertelfinale zu schaffen. Heiße Kandidaten auf die Meisterschaft sind vor den Eisbären, Titelverteidiger München, Köln und Mannheim. Jetzt geht es darum gut in die Saison zu kommen und von Verletzungen verschont zu bleiben. Leider ist mit Verteidiger Constantin Braun bereits der erste Ausfall zu verzeichnen. Zum ersten Auswärtsspiel reisen die Eisbären am 2. Spieltag, am Sonntag nach Bremerhaven. Die Live TV Berichterstattung erfolgt wie in der letzten Saison über die Telekom und Sport1. Während die Telekom per Livestream kostenpflichtig jedes Spiel der Hauptrunde zeigt, überträgt Sport1 40 ausgewählte Spiele der insgesamt 364 Begegnungen bis zum Beginn der Play-offs.

Hans-Peter Becker