Die oberste Eishockeyliga will spielen

Während die DEL II bereits vier Spieltage absolviert hat, war die Entscheidung über den Beginn des Spielbetriebs in der höchstens lange Zeit offen. Eishockey nimmt in der Zuschauergunst nach dem Fußball den zweiten Platz ein. Genau dieser erwies sich in der Pandemie als Problem. Die Vereine der DEl decken ihren Etat zu 70 bis 75 Prozent aus den Käufen von Eintrittskarten und der Rest kommt von Sponsoren und dem Verkauf von TV-Rechten. Im Bundesligafußball ist fast genau umgekehrt.

Die Entscheidung ist gefallen. Die PENNYDEL startet am 17. Dezember 2020 mit allen 14 Clubs in die Saison 2020/2021. Einige Clubs waren zwischenzeitlich finanziell ins trudeln geraten. Es wurde erwogen, die Liga notfalls mit weniger Teilnehmer zu starten. DEL- Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Das war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten und wahres Teamwork. Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Clubs schaffen. Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Clubs starten wollen. Das ist uns gelungen. Von daher geht das Lob an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir jetzt mit voller Stärke in die neue Saison starten können. Alle Fans können sich auf Non-Stop Eishockey freuen.“

Der Modus ist angepasst worden. Dabei werden die 14 Clubs in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Eisbären spielen in der Gruppe Nord zusammen mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven, Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Iserlohn Roosters, Krefeld Pinguineund Grizzlys Wolfsburg. In der Gruppe Süd sind die Augsburger Panther, ERC Ingolstadt, Adler Mannheim, EHC Red Bull München,Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers sowie die Schwenninger Wild Wings vertreten. In insgesamt 38 Partien pro Mannschaft (viermal gegen jeden Club der eigenen Gruppe sowie Hin-und Rückspiel gegen die Teams der anderen Gruppe) werden acht Playoff-Teilnehmer ermittelt. Die jeweils vier bestplatzierten Clubs jeder Gruppe tragen gruppenintern das Viertelfinale aus. Ab dem Halbfinale wird dann über Kreuz gespielt. SämtlichePlayoff-Partien werden im Best of 3 Modus ausgetragen.

Trotz der Reduzierung der Gesamtzahl der Spiele steht bis Anfang Mai 2021 ein straffes Programm auf dem Plan. Es wird fast an jedem Wochentag Eishockey gespielt werden. Ein Hauch von NHL wird durch Eishockey-Deutschland wehen.

Der finale Spielplan soll in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Die Eisbären Berlin werden ihre Heimspiele auf jeden Fall in der MB-Arena am Ostbahnhof austragen. Die treuen Fans dürfen bis auf weiteres nur im TV zu sehen.

Hans-Peter Becker

ALBA BERLIN spielt um seinen zehnten Pokaltitel

Am kommenden Sonntag kämpft das Team von ALBA BERLIN im ersten großen Saisonhöhepunkt um 20:30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena gegen Oldenburg um den Gewinn des MagentaSport BBL Pokals. Für die Albatrosse wäre der Sieg nicht nur der erste Titel unter Coach Aito, sie würden mit dem zehnten Pokaltitel auch in der Ehrenliste des deutschen Basketballs mit Rekordsieger Leverkusen gleichziehen. Nach zwei sehr knapp verlorenen Pokalfinals in den letzten beiden Jahren brennt die ALBA-Mannschaft jetzt umso mehr darauf, es im dritten Anlauf mit den eigenen Fans im Rücken besser zu machen.

Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA): „Wir müssen abwarten, ob uns am Sonntag neben Stefan Peno und Tim Schneider auch Johannes Thiemann, Kenny Ogbe und Makai Mason fehlen werden. Aber es ist nicht das erste Mal in der Saison, dass wir dezimiert in ein wichtiges Spiel gehen. Ich setze deshalb darauf, dass wir darin mittlerweile Übung haben. Auch in diesem Pokalfinale geht es wie in jedem Spiel darum, sich nicht so sehr auf Sieg oder Niederlage zu konzentrieren, sondern auf den nächsten Angriff und dann auf die nächste Verteidigung.“

Niels Giffey (Forward und Kapitän ALBA): „Die Niederlage vor zwei Wochen in Oldenburg ist noch in unseren Köpfen und ich finde das gar nicht schlecht. Das erinnert uns daran, wie gefährlich die Oldenburger sind. Im Finale am Sonntag werden sie sicher mindestens genauso stark auftreten und wir wissen alle, dass wir besser spielen müssen, wenn wir Pokalsieger werden wollen.“

Für ALBA ist das diesjährige Pokalfinale nach den Cup-Endspielen 2018 in Ulm und 2019 in Bamberg, den beiden letzten Finalserien um die Deutsche Meisterschaft gegen Bayern München sowie dem EuroCup-Finale gegen Valancia schon die sechste Finalteilnahme in der dritten Saison unter Coach Aito. Aber anders als bei den fünf Endspielen oder Serien in den beiden vergangenen Jahren findet das entscheidende Spiel um den Titelgewinn jetzt erstmals in Berlin statt. Das wollen die Albatrosse mit ihren Fans im Rücken gegen Oldenburg zum entscheidenden Unterschied machen.

Während sich ALBA und Oldenburg, das nach 2015 seinen zweiten Pokaltitel gewinnen will, schon sechsmal in Playoff-Serien gegenüberstanden (zuletzt im von ALBA 3:0 gewonnenen Halbfinale 2019), haben sich die Wege beider Klubs im Pokal nur selten gekreuzt. 1998 warf ALBA die damals noch in der zweiten Liga spielenden Nordwestdeutschen mit 105:60 aus dem Wettbewerb und 2002 beim Pokal-TOP4 in der Berlin im Halbfinale mit 105:65.

Fast zwanzig Jahre später haben sich die Oldenburger jedoch als eines der Topteams im deutschen Basketball etabliert, das die easyCredit BBL auch auf europäischer Ebene im EuroCup stark vertritt. Die Oldenburger stehen dort vor dem Einzug ins Viertelfinale des zweithöchsten Wettbewerbs, aus dem ab dieser Saison die beiden besten Mannschaften in die EuroLeague aufsteigen.

Der Oldenburger Erfolg beruht zu einem großen Anteil auf der Kontinuität, der sich die EWE Baskets seit vielen Jahren verschreiben. Topscorer der Mannschaft ist in seiner nun schon 13. Saison der unverwüstliche 37-jährige US-Forward Rickey Paulding, dessen Verpflichtung 2007 den Ausgangspunkt für die Oldenburger Erfolgsgeschichte gab. Aus Oldenburg ist im Fanjargon längst „Pauldingburg“ geworden.

Auch der österreichische Nationalcenter Rasid Mahalbasic spielt schon seine dritte Saison in Oldenburg und ist dabei aktuell der effektivste (statistisch beste) Spieler der easyCredit BBL. Der kräftige Center stellt die Gegner nicht nur damit vor große Probleme, dass er unter dem Korb brandgefährlich ist. Er trifft auch den Dreier und versteht es als viertbester Passgeber der Liga meisterhaft, den Ball aus der Zone heraus auf die draußen lauernden Dreierschützen zu geben.

Mit dem aus der Distanz sehr korbgefährlichen Forward Philipp Schwethelm und dem defensivstarken Karsten Tadda komplettieren zwei erfahrene Ex-Nationalspieler die Oldenburger Aufstellung, die abwechselnd oder im Duett von den beiden starken US-Neuzugängen auf der Spielmacherposition, Braydon Hobbs und Tyler Larson, dirigiert wird. Außerdem hat sich der vielseitige US-Forward Armani Moore hat seit seiner Nachverpflichtung im Dezember zum wichtigsten Bankspieler der EWE Baskets gemausert. Verletzungsbedingt werden den Oldenburgern voraussichtlich Nathan Boothe und Gerry Blakes fehlen.

Quelle: ALBA Berlin


Erster Saisonsieg für die Eisbären

Sie standen vor dem Spiel etwas unter Druck. Die Eisbären waren mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet und hatten dabei Verletzungspech. Der als Nummer 1 im Tor vorgesehene Marvin Cüpper verletzte sich bei Champions-League Spiel in Brno und wird noch einige Wochen ausfallen. Die sportliche Leitung hatte sich daher entschlossen, einen weiteren Goalie zu verpflichten. Seit dem 19. September gehört Kevin Poulin neu zum Kader und feierte gleich zum Heimspiel gegen Bremerhaven seinen Einstand. Der 28jährige Kanadier war zuletzt in der Schweiz aktiv. Zurückgekehrt zu den Eisbären ist Marcel Noebels, in diesem Jahr hat es nicht geklappt mit einem Engagement in der NHL. Noebels war erst einen Tag vor dem Spiel gegen Bremerhaven aus Nordamerika zurückgekehrt. Trotz Jetlag gehörte er zu den auffälligsten Akteuren am Freitagabend und steuerte zwei Tore zum 5:2 Sieg gegen Bremerhaven bei.

Neben Thomas Oppernheimer, der nach seiner OP am Schlüsselbein einige Wochen fehlen wird, musste auch Verteidiger Mark Cundari wegen Handverletzung passen. Es fehlten weiterhin Florian Busch und Frank Hördler.

Die 9.892 Zuschauer sahen eine frühe Führung. Es waren erst knapp sechs Minuten gespielt, da stand es bereits 2:0 für die Eisbären. Allerdings konnte Mike Moore für die Gäste kurz vor der ersten Drittelpause auf 1:2 verkürzen. Der neue Eisbären-Goalie bekam nicht rechtzeitig den sogenannten kurzen Pfosten zu, so dass Moore den Puck dort hineinstochern konnte. Diesen Zwischenstand konnte die Gäste nicht mit in die Pause nehmen. Marcel Noebels, in der dritten Sturmreihe zusammen mit Louis-Marc Aubry und Andre Rankel aufgeboten, hatte etwas dagegen und traf 15 Sekunden vor der Drittelsirene zum 3:1.

Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts schlugen die Gäste zu, begünstigt durch einen Abwehrfehler von Florian Kettemer gelang Corey Quirk der der erneute Anschluss zum 2:3.  Doch die Eisbären wollten den Sieg und stellten die Weichen dafür noch im zweiten Drittel. Erneut Noebels und Jamie MacQueen trafen für die Eisbären.

Im Schlussabschnitt passierte nicht mehr viel. Die Gäste aus Bremerhaven schienen mehr und mehr die Niederlage zu akzeptieren. Die Eisbären spielen am kommenden Sonntag, 23. September in Augsburg.

Hans-Peter Becker

Spieldaten
DEL Saison 2018/19
4. Spieltag 21.09.2018 19:30
MB Arena Berlin
Zuschauer: 9.892
EHC Eisbären Berlin vs Fischtown Pinguins Bremerhaven 5:2

Torfolge
1:0 Kettemer, Florian (Smith, Colin, Olver, Mark) , EQ, 01:37
2:0 MacQueen, Jamie (Sheppard, James) , PP1, 05:40
2:1 Moore, Mike (Körner, Christoph, Hooton, Brock) , EQ, 17:49
3:1 Noebels, Marcel (Rankel, André, Aubry, Louis-Marc) , EQ, 19:45
3:2 Quirk, Corey (Nehring, Chad) , EQ, 21:15
4:2 Noebels, Marcel (Kettemer, Florian, Ranford, Brendan) , EQ, 31:37
5:2 MacQueen, Jamie (Backman, Sean) , EQ, 39:40

Mannschaftaufstellung:
EHC Eisbären Berlin
1. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – MacQueen, Jamie – DuPont, Micki – Richmond, Daniel
2. Reihe Olver, Mark – Smith, Colin – Ranford, Brendan – Wissmann, Kai – Kettemer, Florian
3. Reihe Noebels, Marcel – Aubry, Louis-Marc – Rankel, André – Müller, Jonas – Baxmann, Jens
4. Reihe Buchwieser, Martin – Jaspers, Jason – Fischbuch, Daniel
Tor Kevin Poulin – Franzreb, Maximilian
Trainer: Clement Jodoin

Fischtown Pinguins Bremerhaven
1. Verlic, Miha – Friesen, Alex – Urbas, Jan – Fortunus, Maxime – Moore, Mike
2. Gedig, Curtis – McMillan, Carson – Mauermann, Ross – Lavallee, Kevin – Rumble, Chris
3. Hoeffel, Mike – Quirk, Corey – Nehring, Chad – Weber, Will – Jensen, Nicholas
4.Feser, Justin – Hooton, Brock – Körner, Christoph – Schwartz, Rylan
Tor Pöpperle, Tomas – Arnsperger, Mark
Trainer: Thomas Popiesch

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 4, 0)
Fischtown Pinguins Bremerhaven: 12 (6, 6, 0)

05:27 Nehring, Chad; 2 min. – Behinderung
07:46 undefined; 2 min. – Stockschlag
11:28 Quirk, Corey; 2 min. – Halten
15:31 Buchwieser, Martin; 2 min. – Stockcheck
27:05 Olver, Mark; 2 + 2 min. – Übertriebene Härte
27:05 Weber, Will; 2 min. – Übertriebene Härte
29:37 Körner, Christoph; 2 min. – Stockschlag
34:07 Quirk, Corey; 2 min. – Spielverzögerung

Eisbären – Heimniederlage zum Saisonauftakt

Auf den Tag genau vor 10 Jahren, am 14. September 2008 fand das erste Heimspiel der Eisbären in der kurz zuvor eröffneten Arena am Ostbahnhof statt. Die Eisbären als amtierende Meister empfingen am ersten Spieltag die Augsburger Panther und schossen mit einem 11:0 Sieg aus der Halle. Damals wie heute stand ein gewisser Don Jackson als verantwortlicher Trainer hinter Bande, damals für die Eisbären, heute als Trainer der Gäste. Es stand wieder ein amtierender Meister auf dem Eis.

Zum Jubiläum gab es keinen Heimsieg. Die Eisbären starteten mit einer Niederlage in die neue Saison. Die Zuschauer, die am Freitagabend in die Arena am Ostbahnhof gepilgert waren, sahen temporeiches Eishockeyspiel. Don Jackson, der Münchner brachte es in der Pressekonferenz nach Spiel kurz und bündig auf den Punkt. „Die Spezial-Teams und der Torhüter waren der Unterschied.“

Die Eisbären waren im Anfangsdrittel besser im Spiel, hatten gute Möglichkeiten, nur gelang ihnen kein Treffer. Die Torschuss-Statistik stand nach dem 1. Drittel 18 zu 11 für die Eisbären, hinzu kamen vier Minuten in Überzahl. In Führung gingen die Gäste aus Bayern. In der 16. Minute konnte Maximilian Kastner seinen Vornamensvetter im Kasten der Eisbären Maximilian Franzreb überwinden. Kurz zuvor konnte sich Franzreb mit einem Riesensave gegen Michael Wolf auszeichnen.

Im Mittelabschnitt kam München besser in das Spiel. In der 25. Minute gelang Konrad Abeltshauser das 2:0. Ein Schuss von der blauen Linie blieb zunächst in der Abwehr hängen, Abeltshauser war mit einem Rebound erfolgreich. Die Stimmung in der Halle fror ein. Sie erwachte wieder in der 31. Minute, es war mehr Platz auf dem Eis beim 4 gegen 4, Danny Richmond mit einer genialen Vorbereitung. Das Zuspiel kam aus dem Rücken des Goalies und Thomas Oppenheimer stand genau richtig und schickte den Puck in die Maschen. Jetzt waren plötzlich da, die Eisbären. Das Momentum des Spiels schien endgültig zu kippen als Eisbären-Neuzugang Florian Kettemer seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Danny aus den Birken in der 38. Minute überwinden konnte. Das war wirklich ein Ding, ausgerechnet Kettemer, vier Jahre war er ein „roter Bulle“ und jetzt gelang ihm das erste Saisontor für seinen neuen Club. Er wusste genau, wie er zielen musste, drei Jahre haben beide zusammen trainiert, über die Schulter, da ist jeder Torhüter verwundbar. Seine Freude war entsprechend groß.

Beim Tor von Oppenheimer stand die Spieluhr bei 09:13, als sie bei 08:52 wieder stehenblieb, somit 21 Sekunden später, da lag der Torschütze auf dem Eis. Der Grund war ein Check in die Bande hinter dem Eisbärentor. War es ein Foul, war der Ellbogen von John Mitchell mit im Spiel ? Für Oppenheimer war das Spiel beendet, er wurde ins Krankenhaus gefahren ? Er wird voraussichtlich 2 bis 3 Monate ausfallen. Das ist bitter für die Eisbären, die, da auch Marcel Noebels den Verein verlassen hat, weiter an Offensivkraft einbüßen könnten.

Im Schlussabschnitt gelang den Hausherren kein weiterer Treffer, dafür trafen die Bayern. Justin Shugg und Konrad Abeltshauser (durch Penalty) besiegelten 2:4 Auftakt-Niederlage für die Eisbären. Zusammen mit den Auftritten in der Champions League war es die fünfte Niederlage in Folge für die Eisbären. Bereits am kommenden Sonntag, 16. September bietet ab 16:30 Uhr auswärts bei den Nürnberg Ice Tigers die Gelegenheit, die unheilvolle Serie zu durchbrechen.

Hans-Peter Becker

DEL 1. Spieltag 14.09.2018
EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 2:4(0:1/2:1/0:2)
MB Arena Berlin 19:30 Uhr
Zuschauer: 13.030

Torfolge:
0:1 Kastner, Maximilian (Matthew Stajani) , EQ, 15:54
0:2 Abeltshauser, Konrad (Voakes, Mark, Seidenberg, Yannic) , EQ, 24:10
1:2 Oppenheimer, Thomas (Richmond, Daniel) , 4-4, 30:47
2:2 Kettemer, Florian, EQ, 37:04
2:3 Shugg, Justin (Mitchell, John) , PP1, 44:20
2:4 Abeltshauser, Konrad, PS, 53:02

Strafen
Eisbären Berlin: 14 (2, 8, 4)
EHC Red Bull München: 24 (6, 8, 10)

05:50 Christensen, Mads; 2 min. – Stockschlag
13:54 Müller, Jonas; 2 min. – Beinstellen
16:59 Abeltshauser, Konrad; 2 min. – Haken
20:00 Mitchell, John; 2 min. – Check zur Bande
28:26 Aulie, Keith; 2 min. – Behinderung
29:39 Cundari, Mark; 2 min. – Halten
29:57 Mauer, Frank; 2 min. – Behinderung
33:31 Aubry, Louis-Marc; 2 min. – Übertriebene Härte
33:31 Abeltshauser, Konrad; 2 min. – Übertriebene Härte
33:31 Jaffray, Jason; 2 min. – Behinderung
34:04 Sheppard, James; 2 min. – Stockschlag
39:11 Cundari, Mark; 2 min. – Beinstellen
46:49 Mauer, Frank; 2 min. – Check zur Bande
47:27 Boyle, Daryl; 2 min. – Beinstellen
50:15 Müller, Jonas; 2 + 2 min. – Übertriebene Härte
50:15 Shugg, Justin; 2 min. – Übertriebene Härte
50:53 Parkes, Trevor; 2 min. – Haken
54:33 Boyle, Daryl; 2 min. – Übertriebene Härte

Mannschaftsaufstellung EHC Eisbären Berlin
1. Reihe MacQueen, Jamie – Sheppard, James – Backman, Sean – Richmond, Daniel – DuPont,
2. Reihe MickiRanford, Brendan – Smith, Colin – Olver, Mark – Kettemer, Florian – Wissmann, Kai
3. Reihe Jaspers, Jason – Aubry, Louis-Marc – Oppenheimer, Thomas – Cundari, Mark – Müller, Jonas
4. Reihe Fischbuch, Daniel – Buchwieser, Martin – Rankel, André – Baxmann, Jens
Tor Franzreb, Maximilian – Ancicka, Tobias
Trainer: Clement Jodoin

Mannschaftaufstellung EHC Red Bull München
1. Reihe Kastner, Maximilian – Voakes, Mark – Wolf, Michael – Seidenberg, Yannic – Joslin, Dere
2. Reihe Christensen, Mads – Hager, Patrick – Mauer, Frank – Abeltshauser, Konrad – Bodnarchuk, Andrew
3. Reihe Shugg, Justin – Mitchell, John – Parkes, Trevor – Aulie, Keith – Boyle, Daryl
4. Reihe Jaffray, Jason – Matthew Stajan – Eder, Andreas – Button, Ryan
Tor aus den Birken, Danny – Reich, Kevin
Trainer: Don Jackson

Eisbären siegen in München und hoffen weiter auf die (M)acht

Ich bin ganz ehrlich, dass es in dieser Saison noch ein 35. Heimspiel für die Eisbären geben wird, dafür hat mein Optimismus nicht gereicht. Mit dem Rücken zur Wand – verlieren verboten – gelangt in München ein Husarenstück, ein Sieg in der Overtime mit 6:5. Die verantwortlichen der Deutschen Eishockeyliga mussten die Utensilien für die Meisterfeier wieder einpacken und zunächst nach Berlin schicken. Es war eines dieser berühmten epischen Spiele. Endlich, endlich hatten die Eisbären neben ihrem unglaublichen kämpferischen Einsatz mal das nötige Matchglück. Es stand 5:5 nach 55 Spielminuten, zwischentlich hatten die Eisbären bereits mit 2 Toren – Zwischenstände von 3:1 und 4:2 – vorn gelegen. Sie überstanden kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit eine Unterzahl.

Gleich mit Beginn der Overtime hatte Konrad Abeltshauser den Meister-Hattrick für München auf der Kelle. Im Gegenzug schlugen dann die Eisbären zu. Jamison MacQueen könnte eines der wichtigsten Tore seiner Karriere geschossen haben. Es war sein zweites Tor – erzielte bereits das 3:1 – und es war der Sieg. Unverrichteter Dinge leerte sich die Halle in München, die Meisterfeier wurde vertagt. Großes Kompliment von Eisbären Kapitän Andre Rankel an die mitgereisten Fans der Eisbären, die von den Rängen das ihrige taten, um die kleine Sensation möglich zu machen. Rankel steuerte zwei der fünf Eisbären-Tore bei, einmal traf Thomas Oppenheimer.

Am Dienstag, 24.04. geht es bereits weiter. Spiel 6 der Serie wird in Berlin ausgetragen und die Eisbären werden wieder alles versuchen, eine Meisterfeier für München zu verhindern. Bisher hatten die Münchner ihre Playoff-Serien jeweils mit 4:1 gewonnen. Das ist ihnen gegen die Eisbären nicht gelungen. Die Entscheidung kann bereits in Spiel 6 fallen, wenn nicht, kommt es am Donnerstag, 26. April in München zur endgültigen Entscheidung. Egal was passiert, die Eisbären haben bereits jetzt ihren Anhang verzückt. Der sich auf die Saisonabschlussfeier am 28. April in der MB-Arena freut. Es sind nur noch 2 Mannschaften, die Ende April Eishockey spielen. Was ist eigentlich schwerer zu bewerkstelligen ? Nicht verlieren zu dürfen oder siegen zu müssen, wer diese Frage in Spiel 6 beantworten kann, wird Meister. Möge die Macht der Acht mit den Eisbären sein !

Hans-Peter Becker