Meister, meisterhaft gegen chancenlose Haie 07

DEL Deutsche Eishockey Liga

Playoff Finale Spiel 5

Serienstand (Serie best of seven) 4:1

25.04.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 7:0 (4:0/2:0/1:0)

Das fünfte Finalspiel begann mit einer Verzögerung. Die Strafbanktür der Kölner Haie musste erst repariert werden. Dann ging es los in der restlos ausverkauften Arena am Berliner Ostbahnhof. Nach nur drei Minuten durfte gejubelt werden. Zachary Boychuk, er saß ja eine Sperre aus dem Halbfinale ab und war erst ab Spiel vier wieder dabei, eröffnete den Torreigen. Nur eine Minute später klingelte es erneut, diesmal traf Gabriel Fontaine. Bei beiden Treffern sah Julius Hudacek nicht gut aus, seine Verteidiger ließen ihn zudem im Stich.

Kölns Trainer nahm eine Auszeit und stellte wohl seinem Goalie die Frage, ob er weiter spielen will. Er mochte nicht mehr und so ging Tobias Ancicka in den Kasten. Er musste im 1. Drittel, genau wie sein Kollege, zweimal hinter sich greifen. Ty Ronning, welche Rekorde will noch brechen, in der 8. und Marcel Noebels in der 12. Minute waren erfolgreich. Die Kölner wirkten, blutleer, völlig ausgepowert. Es war ein Auftritt, der eines Finales nicht annähernd würdig war. Der Gästeblock war prall gefüllt und was bis zur letzten Drittelpause von den Haien angeboten wurde, oh je. da müssen wohl einige Fässer Kölsch für die treuen Fans spendiert werden.

Im Mittelabschnitt schraubten die Eisbären weiter an der Ergebnishöhe. In der 24. Minute drückte Yannick Veilleux den Puck über die Linie und nach der Hälfte der Spielzeit, in Minute 30 schlossen die Eisbären einen lehrbuchreifen Angriff zum 6:0 Zwischenstand ab. Zachary Boychuk markierte seinen zweiten Treffer im Spiel. Die Gäste sahen ein klein wenig besser aus, Jake Hildebrand konnte sich zweimal auszeichnen. Ein neues Momentum entstand nicht, dazu war der Torvorsprung zu groß.

Im Schlussabschnitt gingen die Sekunden dahin, alle Zweifel an der 11. Meisterschaft wurden restlos beseitigt. Gelingt oder gönnen die Eisbären dem Finalgegner wenigstens ein Tor oder soll wieder ein 7:0 werden? Dreieinhalb Minuten vor dem Ende hatten die Haie ein Powerplay, ein Tor gelang ihnen auch im dritten Finalspiel nicht. Es wurde erneut ein 7:0 Sieg. Frederik Tiffels setzte den Schlusspunkt im Reigen der Tore.

Es wurde sehr emotional, ein langer Weg durch die Saison ging für die Eisbären erfolgreich zu Ende. Gekennzeichnet durch den schmerzlichen Verlust ihres Mannschaftskameraden Tobi Eder. Sein Lieblingslied schallte durch die Halle und Trikots mit der Nummer 22 wurden in die Höhe gereckt.

Die Kölner hatten, außer in Spiel zwei, nichts mehr in den Kampf zu werfen. Die Eisbären waren in allen Belangen deutlich besser. Trotzdem ließen die Kölner Fans ließen ihre Mannschaft hochleben. Die Hoffnung auf ein Wunder mussten sie sehr schnell aufgeben.

Zum Spieler dieser Playoffs wurde Ty Ronning gewählt. Die Kölner bekamen ihre Medaillen, die ungeliebten des Vizemeisters, dann wurde der Pokal für den Meister des Jahres 2025 übergeben.

Hans-Peter Becker

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Fotos: © Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – J. Müller(C), Mik; Geibel, Smith; Panocha, Galipeau; Leden – Tiffels, Pföderl, Ronning; Kirk, Fontaine, Veilleux; Hördler, Byron, Bergmann; Noebels (A), Boychuk, Wiederer – Trainer: Serge Aubin       

Kölner Haie: Hudacek (ab 4. Spielminute: Ancicka) – Vittasmäki, Rantakari; Austin, M. Müller; Sennhenn, Almquist; Glötzl – Schütz, MacLeod, Grenier; Kammerer, Tyrväinen, Storm; Tuomie, Curry, Münzenberger; van Calster, Wohlgemuth, Niedenz – Trainer: Kari Jalonen

Tore
1:0 – 02:52 – Boychuk (Noebels) – EQ
2:0 – 03:11 – Fontaine (Veilleux, Geibel) – EQ
3:0 – 07:51 – Ronning (J. Müller, Pföderl) – EQ
4:0 – 11:17 – Noebels (Galipeau, Wiederer) – EQ
5:0 – 23:45 – Veilleux (Kirk, Fontaine) – EQ
6:0 – 29:21 – Boychuk (Mik, J. Müller) – EQ
7:0 – 53:52 – Tiffels (Pföderl, Smith) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 8 (0, 4, 4) Minuten – Kölner Haie: 6 (0, 4, 2) Minuten 

Schiedsrichter

Sean MacFarlane, Andre Schrader (Patrick Laguzov, Jan Philipp Priebsch)

Zuschauer
14.200

Beeindruckende Vorstellung: Füchse schlagen Aalborg in der Champions League 37:29

Mit den Feinheiten des Handballs nicht vertraute Zuschauer hätten die Partie nach 20 Minuten wohl für entschieden gehalten. Zu eindeutig waren bis dahin Ergebnis und Spielverlauf. Mit 7:13 lagen die Füchse gegen Aalborg Håndbold zurück. Das Erfolgsrezept der Gäste aus Nordjütland: hohes Tempo, den Gegner sichtlich verwirrende Kombinationen und erfolgreiche Würfe aus dem Rückraum. Es war eine beeindruckende Vorstellung, die der letztjährige Champions-League-Finalist mit den beiden Weltmeister Simon Hald Henrik Møllgaard, sowie weiteren Topspielern wie dem Norweger Sander Sagosen und Torwart-Legende Niklas Landin vor 8.520 Zuschauern bot.

Als auffälligster Akteur erwies sich dabei aber der 24-jährige Mads Hoxer, der als eines der größten Talente des dänischen Handballs gilt. Doch im kraftvollen, körperkontaktreichen Handball sind es oft kaum merkbare Kleinigkeiten, die die Statik eines Spiels verändern. Diese Nuancen zu erkennen und zum eigenen Vorteil zu nutzen, gelang Trainer Jaron Siewert. Ein Wechsel im Tor –von Milosavljev zu Ludwig – eine etwas offensivere Abwehr, dazu Leistungssteigerungen im Angriff und innerhalb von fünf Minuten wendete sich das Blatt. Zumindest ein bisschen – 12:14/25. Dazu hatte, hatten die beiden Weltmeister auf Füchse-Seite (Gidsel und Andersson), mit drei Toren, besonders aber der hoch konzentriert agierende Tim Freihöfer (vier Tore) auf Linksaußen den größten Anteil.

European Handball Federation

In den zweiten Abschnitt startete der Bundesliga-Tabellenführer wesentlich besser als zu Beginn. Der Ausgleich zum 15:15 durch Mathias Gidsel und eine erstmalige Führung durch Hakun West – 18:17/35. – waren weitere Wegmarken dieser Partie. Die Füchse bissen sich fortan mit eisernem Willen und hoher Moral ins Spiel hinein. Trainer Jaron Siewert: „In der zweiten Halbzeit spielten wir mehr so, wie wir unser Spiel spielen wollen, mit schneller Ballbewegung im Angriff und im Gegenstoß“. Ein wiederum furioser Mathias Gidsel, aber auch beiden Außen Freihöfer und Hakun West setzten dabei besondere Akzente. Selbst die Rote Karte (nach der dritten Zeitstrafe) gegen Mijajlo Marsenic /44. steckten die Gastgeber weg und konnten den dänischen Meister nicht nur auf Abstand halten, sondern die Führung von der 50. Minute an sukzessive ausbauen. Dazu trug auch Torhüter Milosavljev mit drei gehaltenen Siebenmetern bei. So stand am Ende des dritten „Wahnsinnsspiels“ innerhalb einer Woche (Siege in Kiel und daheim gegen Hannover) ein acht Tore Vorsprung zu Buche. Dieses 37:29 ist jedoch erst „die halbe Miete“, wie Tim Freihöfer meinte. „Das war nur das Hinspiel. Wir wollen in Aalborg weitermachen. Wir fahren dorthin und wollen auch das zweite Spiel gewinnen. Dann wären wir in Köln und das ist das Ziel. Das Rückspiel findet am nächsten Mittwoch, 30. April 2025, in Aalborg statt.

Für die Füchse erfolgreich: Wiede (1), Darj, Prantner, Andersson (4), Lichtlein (3),Gidsel (11), Freihöfer (9), Herburger (1), av Teigum (7), Marsenic (1).

Herbert Schalling

Berliner Pokalfinale 2025

Für das am 24. Mai 2025 wieder im Mommsenstadion auszutragende Finale im Berliner Pokal haben sich am Ostermontag der Oberligist Eintracht Mahlsdorf und aus Regionalliga der BFC Dynamo qualifiziert. Auf beiden Plätzen benötigten die Sieger eine Verlängerung. Am Rosenhag in Mahlsdorf stand es nach der regulären Spielzeit 2:2. In der Verlängerung konnten die Gastgeber vor ca. 800 Zuschauern noch zwei Tore erzielen und sich den Finaleinzug gegen den Ligarivalen BFC Preussen sichern. Der Verein Eintracht Mahlsdorf kann somit erstmals in ein Finale einziehen. In der Saison 2017/18 scheiterten die Eintrachler, damals Berlin-Ligist, im Halbfinale am Berliner SC. Trainer der Mahlsdorfer ist mit Karsten Heine ein alter Bekannter, mit Finalerfahrung. Mit der VSG Altglienicke zog Heine zweimal ins Endspiel ein. Er kennt das Gefühl eines Trainers nach einem gewonnenem und einem verlorenen Endspiel. Im Jahnsportpark gewann seine Mannschaft 2020 mit 6:0 gegen den FC Viktoria. Zwei Jahre später hieß das Finale, diesmal im Mommsenstadion, erneut Altglienicke gegen Viktoria. In einer bis zum Schlusspfiff spannenden Begegnung mussten sich die Altglienicker dem Drittligaabsteiger Viktoria mit 1:2 geschlagen geben. Erst in der Nachspielzeit wurde die Partie entschieden. Im siegreichen Team stand damals auch Björn Jopek. Der Ex-Profi trägt aktuell das Trikot von Eintracht Mahlsdorf.

Im zweiten Halbfinale scheiterte Heines Ex-Verein am BFC Dynamo. Ebenfalls am Ostermontag sahen 2.318 Zuschauer im Sportforum eine Partie zweier Regionalligisten, die an Spannung kaum zu überbieten war. Trotz Unterzahl in Halbzeit zwei kämpfte sich die VSG nach einem 0:1 wieder zurück ins Spiel. Dem BFC gelang erneut die Führung, doch mit dem letzten Poeng schafften die Altglienicker den Ausgleich und retteten sich in die Nachspielzeit. Ein Foulelfmeter bescherte in der Nachspielzeit den Weinroten den Einzug ins Endspiel.

So heißt es am 24. Mai 2025 im Mommse, Oberligist Eintracht Mahlsdorf fordert den Regionalligisten BFC Dynamo. Trainer des BFC ist aktuell Dennis Kurtrieb, er hat, wie Heine, eine Vergangenheit in Altglienicke.

Hans-Peter Becker

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Fotos: © Hans-Peter Becker

Eisbären Kantersieg im dritten Finalspiel

DEL Deutsche Eishockey Liga

Playoff Finale Spiel 3

Serienstand (Serie best of seven) 2:1

21.04.2025 16:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 7:0 (2:0/3:0/2:0)

Am Ostersamstag ging knapp gegen die Eisbären aus. Alles wieder auf null, die Serie verkürzt auf „best of five“. Auf dem Höhepunkt der Playoffs ist es unvermeidbar, dass einige Spieler angeschlagen ins Spiel gehen. Was in der Hauptrunde zum Pausieren geführt hätte, wird in den Playoffs mit Mitteln der Medizin eine Spielfähigkeit ermöglicht. In Köln, im Spiel zwei, verletzte sich Kapitän Kai Wissmann an der linken Hand, ein Einsatz war am Ostermontag nicht möglich. So konnten die Eisbären lediglich sechs Verteidiger aufbieten.

Die Kölner konnten einen Verteidiger mehr aufbieten, Hakon Hänelt kehrte nach längerer Verletzungspause ins Team zurück. Bei den Eisbären übernahm Jonas Müller das Amt des Kapitäns. Die bemüht, sofort das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Sie nutzten gleich das erste Powerplay für den ersten Treffer der Partie. Es war die Kelle von Leonard Pföderl in der 7. Minute und er schlug in der 10. Minute erneut zu. Ein Konter, während die Eisbären in Unterzahl agierten, passte. Die 2:0 Führung nahmen die Eisbären mit in die erste Drittelpause.

Der Mittelabschnitt gehörte den Eisbären, von den Kölnern kam fast nichts. In der 22. Minute erhöhte Ty Ronning auf 3:0. In der 29. Minute hatten die Eisbären ihre dritte Chance im Powerplay. Den Konter machte Jake Hildebrand mit einem Monstersafe zunichte. Im Gegenzug trafen die Eisbären. Leonard Pföderl markierte seinen dritten Treffer in diesem Spiel. Es war das zwischenzeitliche 4:0. Die Haie nahmen ihren Goalie Julius Hudcaek vom Eis. Für ihn kam ein alter Bekannter, Tobias Ancicka. Kaum auf dem Eis musste er den Puck aus dem Tor holen. Es war Yannick Veilleux, die ihn überwinden konnte. Die Gäste bekamen keinen Stich.

Im Schlussabschnitt war von den Haien weiter nichts zu sehen. Sie wurden kaum noch aus ihrer Verteidigungszone gelassen. Die Eisbären spielten unverdrossen weiter und schraubten das Ergebnis weiter nach oben. Zwei weitere Powerplay Tore durch Lean Bergmann und Frederik Tiffels sorgten für den Endstand von 7:0.

Was für eine Machtdemonstration der Eisbären. Trotzdem war es nur weiterer Schritt. Am Mittwoch, 23. April 2025 geht es in Köln weiter.

Was soll ein Trainer, dessen Team 0 zu 7 verloren hat zu dem Spiel sagen. Die Leistung der Kölner Haie hat heute nicht ausgereicht, gegen ein sehr konzentriert zu Werke gehendes Team der Eisbären.

Serge Aubin machte nochmals deutlich, dass die Special-Teams in den Playoffs sehr wichtig sind. Ein Kai Wissmann ist da nicht so einfach eins zu eins zu ersetzen, da müssen dann andere hervortreten. Jonas Müller hat heute seine Sache sehr gut gemacht.

Hans-Peter Becker

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Fotos: © Stephan Wenske

Eisbären starten mit einem Sieg in die Finalserie

DEL Deutsche Eishockey Liga

Playoff Finale Spiel 1

Serienstand (Serie best of seven) 1:0

17.04.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 5:1 (1:0/1:1/3:0)

Es ist ein paar Jahre her, doch die Erinnerung fällt nicht schwer
Heute kommt es mir vor, als wenn es gestern wäre
, das sind die letzten Textzeilen eines Rocksongs der Kölner Band BAP. Letzlich doch etwas überraschend stehen die Kölner im Finale. Trotz der Favoritenrolle der Eisbären, muss in jedem Spiel hart gearbeitet werden. Es begann allerdings ganz nach dem Geschmack der Eisbärenfans. Nur 25 Sekunden brauchten die Eisbären, um den ersten Torjubel in der Arena ausbrechen zu lassen. In der Starting Six, die den Treffer gleich markieren konnte, stand Jonas Müller, der vor dem Spiel für 600 DEL Spiele geehrte wurde. Den Treffer erzielte Liam Kirk. Bis zur ersten Drittelpause hatten die Hausherren der Arena etwas mehr vom Spiel, Julius Hudacek ließ sich allerdings nicht noch einmal überwinden.

Im Mittelabschnitt brauchten die Haie knapp vier Minuten, um das Spiel wieder pari zu stellen. Ein Missverständnis in der Abwehr nutzte Alexandre Grenier und konnte mit einem Flachschuss den Puck hinter die Linie bringen. Es hatte sich angedeutet und warum sollten sich die Haie verstecken. Der Ausgleich schien die Haie zu beflügeln, das Spiel bekam ein anderes Gesicht. Die Eisbären leisteten sich zu viele Ungenauigkeiten im Aufbauspiel. Im Eishockey kann eine Aktion die Situation komplett verändern. In der 33. Minute packte Verteidiger Korbinian Geibel seinen Hammer aus und jagte den Puck in die Maschen. Der Puck schlug flach, vom Schützen aus gesehen in der rechten Ecke des Tores, ein. Sein Schuss wurde von Marcel Noebels abgefälscht, so wird er als Torschütze in der offiziellen Statistik geführt.

Bis zur Drittelpause ließen die Eisbären drei Riesenchancen liegen, darunter eine bei eigener Unterzahl. Zum Ende des Mittelabschnitts hatten sich die Schiedsrichter für das Aussprechen einer Strafe entschlossen. Es traf Eisbär Adam Smith, zwei Minuten wegen Haltens. Es blieb bei der knappen Führung.

Der vorläufige Schlussabschnitt, in den Playoffs kann es ja mal länger dauern, gestaltete sich zu einem Geduldsspiel. Solange die Eisbärenführung hielt, war alles in Ordnung. Es musste nicht alles riskiert werden, zudem haben die Eisbären schnelle Stürmer. Ab der 48. Minute hatten die Eisbären eine fünf zu drei Chance, Überzahl, zwei Kölner auf der Strafbank und Kai Wissmann wurde freigespielt und versenkte den Puck im Kasten. Es kam noch besser, knapp zwei Minuten später traf Liam Kirk zum 4:1. Das war Nerven beruhigend für alle, die es mit den Eisbären halten. Den Deckel darauf machte in der 56. Minute Leonard Pföderl. Der erste Schritt ist getan, am Ostersamstag, 19. April 2025 geht es in Köln weiter.

Kölns Trainer Kari Jalonen hob zunächst hervor, dass sich seine Mannschaft gut auf das Spiel eingestellt hat. Die Pause zwischen den Serien war sehr kurz. Leider reichen 40 gute Minuten nicht aus. Am Schluss fehlte uns ein bisschen die Energie.

Für Serge Aubin war es umgekehrt. Seinem Team war die lange Pause anzumerken und das schnelle Tor hat uns in die Karten gespielt.

Hans-Peter Becker

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Fotos: © Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – J. Müller, Wissmann (C); Geibel, Smith; Galipeau, Mik; Panocha – Tiffels (A), Pföderl, Ronning; Kirk, Fontaine, Veilleux; Noebels (A), Byron, Bergmann; Leden, Wiederer, Hördler – Trainer: Serge Aubin       

Kölner Haie: Hudacek (Ancicka) – Vittasmäki, Sennhenn; Austin, M. Müller; Glötzl, Almquist; Niedenz – Schütz, MacLeod, Grenier; Kammerer, Tyrväinen, Storm; Tuomie, Curry, Münzenberger; van Calster, Aubry, Wohlgemuth – Trainer: Kari Jalonen

Tore
1:0 – 00:25 – Kirk (Fontaine, Veilleux) – EQ
1:1 – 23:56 – Grenier – EQ
2:1 – 32:20 – Noebels (Geibel, Byron) – EQ
3:1 – 49:58 – Wissmann (Kirk, Pföderl) – PP2
4:1 – 50:49 – Kirk (Veilleux, Byron) – EQ
5:1 – 55.32 – Pföderl (Ronning, Tiffels) – EQ

Strafen
Eisbären Berlin: 4 (0, 2, 2) Minuten – Kölner Haie: 4 (0, 0, 4) Minuten 

Schiedsrichter

Marian Rohatsch, Sean MacFarlane (Maksim Cepik, Kai Jürgens)

Zuschauer
14.200

Verdamp lang her gegen Titelverteidigung

Der Weg der Kölner Haie bis in das Finale war lang. Sie brauchten die Pre-Playoffs, um ins Viertelfinale zu kommen. Ihren letzten Titel holten die Haie im Jahre 2002. In zwei Finalserien 2008 und 2013 konnten sich die Eisbären gegen die Domstädter durchsetzen.

Die Frage, wie wird es 2025 sein, wird ab Gründonnerstag, 17. April begonnen zu beantworten. Eisbären-Trainer Serge Aubin hat noch keine Playoff-Serie mit den Eisbären verloren. Die Kölner kommen mit viel Euphorie nach Berlin. Seit Beginn der Saison leitet der Finne Jari Jalonen die Geschicke in der Domstadt. In einem Interview mit dem RBB hat der Eishockey-Experte Rick Goldmann sein Wirken folgendermaßen charakterisiert: „Die Haie haben sich unter Coach Kari Jalonen taktisch und von der Struktur her brutal weiterentwickelt. In den Playoffs ist der Mannschaft in der Rollenverteilung ein ganz großer Schritt gelungen. Wenn man in ein Finale kommen will, braucht man in jeder Serie mindestens einen top funktionierenden Torhüter und mindestens einen Top-Stürmer, am besten eine Sturmreihe, die outperformt. Das sind auch die Parallelen zu den Eisbären: Es kommt zum Torhüter-Duell zwischen Julius Hudacek und Hildebrand, der den hervorragenden Stettmer im Halbfinale mindestens auf gleichem Niveau ersetzt hat.

Bei dem Torhüter-Duell gibt es einen kleinen, feinen Unterschied. Die Mehrzahl der Eishockey-Torhüter sind Linksfänger, dazu gehört auch der Eisbären-Goalie Jake Hildebrand. Der Kölner Goalie gehört zu den wenigen Rechtsfängern in der DEL. Darauf müssen sich die Stürmer der Eisbären einstellen.

Dass die Kölner Haie erst am Montag, 14. April 2025 den Finaleinzug feiern konnten, während die Eisbären eine längere Pause genießen konnten, dürfte keine große Rolle spielen. Ein Finale, da winkt am Schluss ein Pokal, ein Titel für die Ewigkeit, das setzt zusätzliche Kräfte frei. Aufseiten der Kölner dürften drei Ex-Eisbären besonders motiviert sein. Allen voran Louis-Marc Aubry, dazu gesellen sich Hakon Hänelt und Parker Tuomi. Eisbären-Trainer Serge Aubin sieht in den Haien einen starken Gegner, die sich das Finale verdient haben. Disziplin wird sehr wichtig sein, die Kölner haben ein gutes Powerplay. In Bezug auf die Ex-Eisbären ist wohl zu erwarten, dass sie ein Quäntchen mehr geben werden.

Für die Eishockeyfreunde am Rhein und an der Spree wird das Osterfest eine spannende Angelegenheit. Spätestens am 29. April 2025, sollte die Serie über sieben Spiele gehen, steht der Meister fest. Die Eisbären haben als Zweitplatzierter der Hauptrunde das erste Heimrecht. Spiel Drei der Serie findet dann am Ostermontag, 21. April wieder in Berlin, Eröffnungsbully um 16:00 Uhr. Eine Entscheidung wird dann noch nicht fallen. Es sind vier Siege nötig. Aus Berliner Sicht ist zu hoffen, dass für die Kölner weiterhin gilt: Verdamp lang her.

Hans-Peter Becker

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Feinschmeckerspiel in Köpenick

Volleyball 2. Bundesliga Pro Damen

BBSC Berlin – BayerVolleys Leverkusen       1:3 (-21, -16, 21, -32)

Das vielleicht beste Saisonspiel 2024/2025 sahen mehr als 330 Zuschauern am Samstagabend in Köpenick: Leverkusen wie der BBSC lieferten sich beim 1:3 einen Kampf auf hohem Niveau, mit fantastischen Leistungen gerade in der Abwehr und dem glücklichen Sieger aus dem Rheinland.

Beim BBSC fehlten beim letzten Saison-Heimspiel nicht nur einige Aktivposten, Trainer Tietböhl hatte so nur begrenzte Wechselmöglichkeiten. Eine ähnliche Sorge brauchte Leverkusens Trainer Sauermann nicht in seine Teamaufstellung einbeziehen und seine gut und gleichmäßig stark besetzte Mannschaft trat von Anfang an mit hoher Durchschlagskraft in der Hämmerlinghalle an. Im 1. Satz führten die Gäste schnell mit 8:1, ehe die Berlinerinnen in den Rhythmus kamen, aber den Rückstand nicht mehr aufholen konnten. Nach dem deutlichen zweiten Satzgewinn des Tabellendritten (über 7:12 und 13:19 dominierten die Gäste und machten mit ihrer Spielweise Werbung für modernen schnellen Volleyball) hatte trotzdem kaum ein Zuschauer ein ungutes Gefühl, sah er doch von Anfang an, dass die Berlinerinnen sich mit voller Kraft gegen die Angriffe der Gäste stemmten und in der Abwehr beide Teams in sehr guter Form waren. Nur den Berliner Angriffen war noch nicht der notwendige Erfolg beschieden.

Mit Beginn des 3. Satzes drehte sich das Momentum: Der BBSC kam neben überragender Abwehr nun endlich auch im Angriff häufiger dazu, den Ball auf dem gegnerischen Feld zu versenken, obwohl auch Leverkusen in der Abwehr eine Klasse-Leistung bot. Kleinere Umstellungen im Schlagbild, Genauigkeit und mehr Rollshots sowie eine sehr treffsichere Deborah Scholz trugen zum Satzgewinn der Berlinerinnen bei. Ein absoluter Krimi spielte sich im 4. Satz ab. Kein Team konnte sich wesentlich absetzen. Die Gastgeberinnen führten dann beim 22:19 auch dank einer grandios aufspielenden Annalena Grätz (25 Punkte in 4 Sätzen!) erstmals mit 3 Punkten, konnten jedoch 8 Satzbälle nicht zu ihren Gunsten verwerten. Stattdessen durften die Gäste nach ihrem 3. Matchball den Sieg mit 34:32 nach einem nervenaufreibenden, aber die Zuschauer begeisternden Vergleich bejubeln.

Bei der MVP-Wahl des Abends hatten die Trainer noch einmal Schwerstarbeit zu verrichten, hatten doch viele Akteurinnen die Ehrung verdient. Jens Tietböhl entschied sich bei den Leverkusenern für Mittelblockerin Betty Lange, die die BBSC Abwehr ganz intensiv vor allem mit ihren Einbeiner-Angriffen nach schnellen Zuspielen von Svenja Enning beschäftigte und 18 Punkte in der Statistik für sich verbuchen konnte. Dirk Sauermann wählte auf Berliner Seite Libera Annika Völker, die in ihrem letzten Bundesligaspiel mit artistischen Abwehraktionen wohl Bekanntschaft mit jedem Quadratzentimeter des Hallenbodens gemacht hatte.

Annika Völker wurde nach 8 Jahren Zweitliga-Volleyball in Diensten des BBSC natürlich standesgemäß mit nicht nur einer Träne verabschiedet. Auch Trainer Jens Tietböhl, der von der Samstagabend-Energieleistung seiner Mädels begeistert war, wurde vom Vereinsvorstand und der Mannschaft mit einer gehörigen Portion ehrender Worte in das Leben ohne offizielle Trainerstellung verabschiedet „Doch ich werde dem Verein auch in Zukunft mit Rat und Tat zur Verfügung stehen, um den Volleyballsport hier in Köpenick weiter voranzubringen“, so der 62-jährige. Ihren Abschied vom Leistungssport verkündete auch Deborah Scholz. Die nächsten Wochen werden zeigen, mit welchen aktuellen und neuen Spielerinnen der Verein auch in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga Pro antreten kann.

Bis es so weit ist, folgt allerdings noch das letzte Saisonspiel am 26. April bei Allbau Essen. Die Fans dürfen sich dann erst wieder für September auf das nächste Heimspiel freuen.

Am Samstag für den BBSC im Einsatz: Noelani Kleiner, Angelina Meyer, Anne Roebel, Annalena Grätz, Annika Völker, Sophie Schilling, Stephanie Utz, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Romy Birnbaum, Emely Radügge, Deborah Scholz, Roxana Vogel

Burkhard Kroll/BBSC

Frühlingserwachen im Berliner Profifußball hielt weiter an

Der 29. Spieltag bescherte den beiden Berliner Vereinen zwar jeweils nur einen Punkt, die dabei gezeigten Leistungen unterstrichen den Aufschwung. Den Anfang machte die „Alte Dame“. Der angestrebte Aufstieg ist längst passe, trotzdem schauten 46.763 Zuschauer, bei angenehmem Wetter im Olympiastadion vorbei. Leider wirkt das Stadion bei dieser beachtlichen Zweitligakulisse trotzdem halbleer.

Foto: © Hans-Peter Becker

Durch eine nicht ganz so glückliche Aktion von Torhüter Tjark Ernst rannten die Blau-Weißen einem Rückstand hinterher und zwangen mit unermüdlichen Angriffsbemühungen dem Absteiger ein Eigentor auf. Die Punkteteilung war gerecht. Es darf davon ausgegangen werden, dass diese Begegnung auch in der kommenden Saison stattfinden wird. Welches Gesicht dann die „Alte Dame“ haben wird, bleibt eine spannende Frage. Den aktuellen Kader werden sie sich nicht mehr leisten können. Neuaufbau ist gefragt, den dazu passenden Trainer könnten sie gefunden haben. Stefan Leitl hat ein ähnliches Kunststück ja bereits mit dem Team der Greuther Fürth in der Saison 2020/21 vorgemacht. Da hat er aus einem Nobody-Team einen direkten Aufsteiger geformt.

Die Eisernen sind endlich wieder eisern. So lässt sich ihr Auftritt beim amtierenden, oder sollte man beim noch amtierenden, Meister sagen, am besten beschreiben. Der Matchplan ging auf. In der ersten Halbzeit wurde der Mannschaftsbus vor dem Bayer-Tor geparkt. Die 5-2-3 Staffelung vor dem Rönnow Kasten erwies sich als unüberwindlich. Leverkusen enttäuschte zudem, bekam nie so richtig Tempo und Präzision in die Angriffsversuche. Ab der 60. Minute kam Benedict Hollerbach. Vielleicht hätte ja was gehen können, bei seiner Grundschnelligkeit. (Sprintwert in der Spielstatistik 32,1 km/h) Leider haperst mit der Ballfertigkeit, ja wenn er doch nur etwas mehr Fußball spielen, mal ein eins gegen eins gewinnen könnte. Die Sensation war zum Greifen nahe. Schade.

Hans-Peter Becker

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In neun Sätzen ins Playoff-Finale

Zum 14. Mal in Folge stehen die BR Volleys im Playoff-Finale um die Deutsche Meisterschaft. Auch im dritten Halbfinale gegen die Helios Grizzlys Giesen ließ der Titelverteidiger nichts anbrennen und siegte vor 4.215 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle erneut mit 3:0 (25:15, 25:15, 25:19). Damit gehen die Hauptstädter mit einer breiten Brust in die am 27. April 2025 im Volleyballtempel startenden Endspiele (Tickets ab sofort erhältlich). Der Finalgegner wird zwischen dem VfB Friedrichshafen und der SVG Lüneburg noch gesucht. 

Wie schon vor vier Tagen präsentierte sich der Deutsche Meister in unveränderter Startformation bestens auf den Gegner aus Niedersachsen eingestellt. Vom ersten Ballwechsel an hatte die Berliner Block-Feldabwehr Zugriff auf die Angriffe der Gäste und erarbeitete sich reichlich Breakchancen. Beim Stand von 3:0 griff Giesens Trainer Itamar Stein zur ersten Auszeit, aber das Heimteam gab weiter den Ton an (9:3, 16:6). Also begannen bei den Grizzlys früh die Wechselspiele und neben den Ex-Berlinern Dosanjh und Hatch durften auch Mittelblocker Sinfronio und – in seinem letzten Spiel nach 20 Jahren für den Verein – das Giesener Urgestein Wagner ans Netz. Aber Tobias Krick & Co punkteten auch gegen die neuen Blockspieler zuverlässig (21:12) und ein Aufschlagfehler von Wagner machte den Auftaktsatz zu (25:15). 

Jeden Versuch der Grizzlys, zurück in dieses Spiel und damit in die Serie zu finden, wussten die Hauptstädter im Keim zu ersticken. MVP Nehemiah Mote zeigte sich weiter sehr präsent im Block (2:0) und zügig stand die nächste klare Führung auf der Anzeigetafel (7:2). Dazu legte der beste Aufschlagspieler der Playoffs, Jake Hanes sein erstes Ass des Abends nach (9:3). Immer wieder konnte sich Dagostino in der Abwehr auszeichnen und aufseiten des Hauptrundenfünften produzierten Außenangreifer Champlin & Co zu viele Fehler (19:10). Auch Krick vernagelte das Feld im Block gegen Günthör (22:13) und Johannes Tille gelang gleiches gegen Champlin (24:14). Diesmal machte Moritz Reichert einen Strich unter den Satz (25:15). So blieb das Spiel der BR Volleys auch im dritten Durchgang im Fluss. Wieder legte das Heimteam mit 6:2 vor und als Florian Krage für Mote ins Match kam, fügte der Nationalspieler sich direkt mit einem Block ein (12:8). Mit Mantha (17:12) und Baxpöhler (18:13) konnten sich noch zwei weitere Grizzlys-Akteure, für die es ebenfalls das letzte Spiel ihrer Karriere war, auszeichnen. Wagner ließ mit einem Ass auch nochmal den Gästeblock jubeln (21:16), aber mit Djifa Amedegnato im Zuspiel steuerten die Berliner dem Finale entgegen. Mit dem dritten Matchball und einem Aufschlag von Sinfronio ins Aus war der Finaleinzug für die BR Volleys schließlich perfekt (25:19). 

Im Anschluss feierte das Berliner Publikum die Gastmannschaft, welche mit zwei Halbfinalteilnahmen und dem ersten Champions-League-Erfolg in der Vereinsgeschichte eine gute Saison spielte. Auf ihren Finalgegner müssen die Berliner nun noch warten. Am Samstagabend konnte die SVG Lüneburg gegen den VfB Friedrichshafen mit 2:1 vorlegen. Spiel vier zwischen den Kontrahenten steigt am Mittwoch am Bodensee. Die Playoff-Finalserie wird am Wochenende nach Ostern in der Max-Schmeling-Halle eröffnet. Das erste Endspiel steigt am 27. April um 16.00 Uhr und auch für das dritte Finale am 03. Mai um 18.00 Uhr gibt es ab sofort Tickets.

Stimmen zum Spiel
Johannes Tille: „Ich bin zufrieden und glücklich. Wir haben unser Ziel erreicht und Giesen heute nicht noch einmal in diese Serie zurückkommen lassen. Dass wir jetzt am Osterwochenende spielfrei haben, ist ein schöner Nebeneffekt. Aber es ging vor allem darum, auf dem Court den richtigen Rhythmus für das Finale zu finden. Ich glaube, die Situation ist etwas anders als im letzten Jahr, wo wir uns schwergetan haben, in die Finalserie zu finden. Damals hatten wir kaum Erholung und es gab ein kleines Tief. Diesmal hatten wir das schon früher und gehen hoffentlich besser vorbereitet in die Endspiele.“

Tobias Krick: „Das Spiel und Ergebnis waren wie gewünscht. Insgesamt waren das drei wirklich gute Auftritte von uns. Heute fiel es uns wahrscheinlich am leichtesten, denn der Sieg in Giesen war der Schlüssel. Giesen hat nochmal alles reingeworfen, aber wenn wir so spielen, haben es die Gegner schwer. Es macht immer Spaß gegen diese sympathische Mannschaft, die eine starke Saison abgeliefert hat. Ich hoffe, wir können im Finale nun an genau diese Leistungen anknüpfen.“

BR Volleys Formation
Ruben Schott + Moritz Reichert (AA), Nehemiah Mote + Tobias Krick (MB), Johannes Tille (Z), Jake Hanes (D) und Kyle Dagostino  (L) | Eingewechselt: Matthew Knigge, Florian Krage, Djifa Amedegnato

Bestwerte
Hanes 15 Punkte, 3 Blocks | Mote 10 Punkte, 75 % Angriffsquote, 3 Blocks | Dagostino 79 % pos. Annahme

Christof Bernier

Pressefoto: Andreas Gora

BBSC Berlin gegen den Tabellendritten

Volleyball 2. Bundesliga Pro Damen

Wenn am Samstag, dem 12. April 2025 um 18:00 Uhr in der Köpenicker Hämmerlinghalle das Bundesligaspiel des BBSC gegen die BayerVolleys  Leverkusen angepfiffen wird, können sich die Berliner Fans auf nahezu erstklassigen Volleyball im letzten Heimspiel der Saison freuen.

Leverkusen bestimmt schon viele Jahre das Niveau der 2. Liga. Regelmäßig belegte der Verein Spitzenpositionen in der Tabelle. Logisch war der Aufstieg in der Vorsaison in die 2. Bundesliga Pro, die man mit dem 6. Platz abschloss.

Auch in dieser Saison verfügen die Rheinländerinnen über ein Team, das für die Liga Maßstäbe setzt. Starke Spielerinnen aus der Vorsaison verließen zwar den Verein (Laurine Vinkesteijn und Clara Wübbeke), doch gelang es dem Management um Jürgen Rothe erneut, die Lücken zu schließen. Für den Mittelblock wurden mit Cara Beine (Paderborn) und Betty Lange (Schweriner SC – dem Berliner Publikum aus den Vergleichen mit der 2. Mannschaft bestens für ihre starke Leistung bekannt) junge Spielerinnen verpflichtet. Zudem kam mit Victoria Dörschug (Köln) eine gestandene Außenannahmespielerin. Auf der wichtigen Zuspielposition zieht die erstligaerfahrene Svenja Enning zusammen mit der Polin Monika Litwin die Fäden. Damit verfügt Leverkusen über eine super ausgestattete Besetzung der Spielmacherposition. Mit den erfolgreichen Beachern Sarah Overländer (mehrfacher 9. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Timmendorf) sowie der langjährigen Weltranglistenspielerin Isabel Schneider stehen Athletinnen auf dem Feld, von denen jede in der Lage ist, ein Spiel für sein Team zu entscheiden. Schneider hatte nach ihrem Beach-Karriereende 15 Jahre nach ihren ersten Spielen für Bayer Leverkusen das Comeback in der 2. Liga Pro gefeiert.

An der Seitenlinie coacht mit Dirk Sauermann ein alter Bekannter. Mit Erstligaerfahrung als Trainer in Leverkusen, Hamburg und Erfurt, aber auch in Finnland gehört der 50-Jährige bereits zu den alten Hasen der Liga. Aktuell nimmt Leverkusen den 3. Platz in der Tabelle ein und gehört sportlich zu den Spitzenteams der Liga. Die Aufstiegsangebote der letzten Jahre hatte Leverkusen allerdings regelmäßig abgelehnt, zu groß war den Verantwortlichen der finanzielle Sprung in die 1. Bundesliga. Der Bayer-Konzern hatte die Förderung der Volleyballerinnen im Jahr 2009 deutlich reduziert.

Für den BBSC geht es gegen Leverkusen darum, im „letzten Heimspiel der Saison dem Publikum noch einmal ein richtig gutes Volleyballspiel zu präsentieren. Gegen den Favoriten, der vor einigen Wochen das Hinspiel in Leverkusen mit 3:1 gewann, wollen wir gegenhalten und kämpferisch unserem Publikum einen spannenden Abend darbieten“ gibt Co-Trainerin Katharina Kummer die Zielrichtung vor. Das BBSC-Team freut sich am Samstagabend auf lautstarke Unterstützung von den Tribünen.

Burkhard Kroll/BBSC Berlin