Wer ist der Big City Club?

In der Corona-Saison ist alles ein bisschen anders, so steht der Herbstmeister erst Mitte Januar fest. Eine Winterpause gibt es nicht. Mit einer englischen Woche gleitet die Liga in die Rückrunde. Aus Berliner Sicht fällt das Zwischenfazit teils überraschend erfreulich was den 1. FC Union betrifft und bedenklich mit Blick auf Hertha BSC aus.

Nach 16 absolvierten Spieltagen trennen 11 Punkte die Berliner Bundesligisten. Verkehrte Welt, 28 Punkte und Tabellenplatz fünf, da hätten die Fußballfreunde wohl eher Hertha BSC verortet. Die Charlottenburger sind bisher nicht aus den Puschen gekommen und dümpeln zurzeit auf Platz 13 so vor sich hin. In Köln gab es ein 0:0 und wenigstens einen Punkt. Das Spiel war harte Kost für den neutralen Zuschauer. Was ist da bloß los? Keine Konstanz, die Bayern wurden auswärts an den Rand einer Niederlage gebracht und beim Aufsteiger in Bielefeld eine Niederlage kassiert. Zwischen diesen Gegensätzen bewegt sich der selbsternannte Big City Club. Es kann nur besser werden.

Eines haben beide Bundesligisten seit kurzem gemeinsam, die Einnahmen der Trikotwerbung stammen aus dem Immobilienboom der Hauptstadt. Das gefällt nicht jedem, aber was soll`s, ohne Geld geht eben nichts im Profifußball. Also, die einem wollen es sein und die anderen sind es gerade. Der aktuelle Big City Club spielt in der Wuhlheide am östlichen Rand von Berlin. Irgendwie schaffen sie es Niederlagen zu vermeiden. Nur ganze zweimal gingen sie als Verlierer vom Platz und holten sogar 3 Punkte gegen Hochkaräter der Liga. Dortmund und zuletzt Leverkusen denken jetzt noch darüber nach, wie war es den bloß möglich im Wald zu verlieren? Beide starben in Schönheit, wurden niedergekämpft und zudem scheint der Fußballgott einen Narren an den Eisernen gefressen zu haben. Das Glück kommt irgendwann doch von Können und hier sind in der sportlichen Führung Könner am Werk. In Charlottenburg dürften sie neidisch sein.

Hans-Peter Becker

Eine schwere Aufgabe – die Werkself aus Leverkusen kommt

In der Vereinsgeschichte haben die Eisernen bisher drei mal gegen Bayer 04 Leverkusen gespielt. Die Erinnerungen daran sind nicht die besten, alle drei Spiele gingen verloren. Zwei Mal trafen sie sich im DFB-Pokal, mit 0:5 und 1:4 war jeweils in der 2. Runde schluss und die 0:2 Hinspielniederlage im September 2019 war kein Ruhmesblatt. Jetzt geht es erstmals um Punkte in der heimischen „Alten Försterei“.

Die Gäste wollen weiter oben in der Tabelle bleiben. Die direkte Qualifikation für die Champions-League ist weiter im Bereich der Möglichkeiten. Im Falle eines Sieges könnten sie zunächst an Gladbach vorbeiziehen, wenigstens für eine Stunde. Leverkusen gehört in dieser Saison zu den auswärts-stärksten Teams. Von den zehn Auswärtspartien konnten sechs gewonnen werden. Leverkusen praktiziert eine Vorwärtsverteidigung und beeindruckt durch Tempofußball. Unions Trainer Urs Fischer kommt es daher gelegen, dass Marvin Friedrich nach seiner Sperre wieder eine Option in der Verteidigung ist.

Es wird ein schweres Spiel werden, betonte Unions Trainer während Pressekonferenz zum Spieltag. Nur auf die Fehler des Gegners zu warten wird gegen eine Mannschaft mit dieser Qualität nicht ausreichen. Leverkusens Trainer Peter Bosz sprach auf seiner Pressekonfernez von einer „schwierigen Aufgabe“, ein Gegner aus der Bundesliga ist nie leicht zu bespielen.

Ein bisschen hoffen sie in Leverkusen, dass die Eisernen im Hinterkopf haben werden, dass der Klassenerhalt bereits nach 21 Spielen mit 9 Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone fast im Kasten ist. So die restlichen Punkte gegen andere geholt werden können, auf der HomePage der Leverkusener zum Gegnercheck ist zu lesen: „Es müsste schon einiges passieren, damit dieser Verein im kommenden Sommer nicht in seine zweite Bundesliga-Saison gehen kann.“ Eins ist aber auch klar, die bislang erreichten 26 Punkte reichen noch nicht aus.

Personell können beide Trainer aus den vollen schöpfen, da ist eher die Qual der Wahl angesagt. Bei den Eisernen fehlen Joshua Mees und Akaki Gogia. Diese Partie wird beiden Trainer wertvolle Erkenntnisse für das Pokalspiel im März liefern. In knapp drei Wochen gibt es Auflage Nummer drei Union vs Leverkusen, dann wieder auswärts in Bay-Arena . Soweit voraus denken beide nicht, jetzt steht der Kampf um Punkte an.

Das Stadion in der Wuhlheide wird einschließlich des Gästeblocks ausverkauft sein. Zum Schiedsrichter der Partie wurde Harm Osmers bestimmt. Anpfiff ist am Samstag, 15.02.2020 pünktlich um 15:30 Uhr.

Hans-Peter Becker

Legenden-Treff beim AOK Traditionsmasters

Samstag: Derbyday – Sonntag: Tag der Entscheidungen

Am 11. und 12. Januar 2020 kommt es in der Max-Schmeling-Halle zur elften Auflage des AOK Traditionsmasters. Mit Hertha BSC, dem 1. FC Union Berlin, Werder Bremen, Bayer 04 Leverkusen, Schalke 04 und Borussia Dortmund sind sechs aktuelle Bundesliga-Teams mit ihren Traditionsmannschaften dabei. Tennis Borussia sorgt als dritte Berliner Mannschaft für zusätzliche Derby-Stimmung und Dinamo Tiflis reist mit hochdekorierten ehemaligen Nationalspielern an.

Von den Teams wurden nun, etwa einen Monat vor Turnierbeginn, die ersten Kaderlisten eingereicht. Hier eine Auswahl der bisher gemeldeten Fußball-Legenden:

Ailton und Ivan Klasnic (Werder Bremen), Ulf Kirsten, Bernd Schneider und Patrick Helmes (Bayer 04 Leverkusen), Martin Max und Tomasz Waldoch (FC Schalke 04), Roman Weidenfeller, David Odonkor und Patrick Owomoyela (Borussia Dortmund), Pal Dardai und Gabor Kiraly (Hertha BSC), Torsten Mattuschka und Benny Köhler (1. FC Union Berlin), Ansgar Brinkmann und Francisco Copado (Tennis Borussia), Aleksandre Iashvili und AC Mailand-Hall-of-Fame-Star Kakha Kaladze (Dinamo Tiflis).

Das sportliche Niveau des Turniers steigt von Jahr zu Jahr an. Unter den genannten Namen finden sich Weltmeister (Weidenfeller), Bundesliga-Torschützenkönige (Kirsten, Max, Ailton), Fußballer des Jahres (Ailton, Kiraly, Dardai, Iashvili, Kaladze) und Champions League-Sieger (Kaladze). Die Fans können sich auf spannende Spiele und mitreißenden Hallenfußball freuen. Am Samstag finden acht Begegnungen statt. Am Sonntag hat jede Mannschaft noch ein Gruppenspiel. Dann entscheidet sich, wer aus den beiden Gruppen die Halbfinals erreicht. Das Endspiel wird am 12. Januar 2020 gegen 16:15 Uhr ausgetragen.

Quelle: Berliner Fußballverband

Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen

Am 5. Spieltag der Bundesliga muss sich der 1. FC Union Berlin mit 0:2 bei Bayer 04 Leverkusen geschlagen geben. Nach einer ruhigen Anfangsphase schoss Kevin Volland die Werkself nach 20 Minuten in Führung, fünf Minuten später erhöhte Lucas Alario auf 2:0 für die Hausherren. Nach dem Seitenwechsel musste der eingewechselte Sebastian Polter nach einem Foulspiel an Julian Baumgartlinger mit Rot vom Platz, Union muss die Partie in Unterzahl zu Ende bringen. Zuschauer: 27 430, Tore: 1:0 Volland (20.), 2:0 Alario (25.).

Mit zwei personellen Veränderungen nach der Partie gegen Bremen startete der 1. FC Union Berlin ins Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen. Der gesperrte Neven Subotic wurde in der Innenverteidigung durch Keven Schlotterbeck ersetzt, für Anthony Ujah rückte Marcus Ingvartsen in die erste Elf. Auf dem Rasen übernahmen die Hausherren von Beginn an die Spielkontrolle, ließen den Ball sicher laufen und verwalteten das Geschehen ohne offensiv Akzente zu setzten. Die Eisernen agierten gegen den Ball, eigene Ballbesitzphasen blieben jedoch Mangelware. Nachdem Bayer das spielerische Übergewicht zunächst kaum nutzen konnte, zappelte der Ball gleich beim ersten Abschlussversuch der Werkself im Kasten. Lucas Alario hatte den Ball im Tor der Eisernen untergebracht, Kevin Volland hatte jedoch in Abseitsposition Rafal Gikiewicz die Sicht genommen, sodass das Schiedsrichtergespann den Videobeweis zu Rate zog und dem Treffer zu Recht die Anerkennung verweigerte (16.). Nur wenige Zeigerumdrehungen später jubelte die Werkself erneut, diesmal gab es jedoch keine Zweifel, dass der Treffer zählte. Den ersten Schuss von Kevin Volland hatte Trimmel gerade noch abgeblockt, den Nachschuss nagelte der schnelle Stürmer jedoch zur 1:0-Führung ins Tor. Der Treffer zeigte Wirkung, Union agierte verunsichert und musste in der 25. Spielminute den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Nach einem einfachen Ballverlust an der Strafraumgrenze schloss Alario ab, der leicht abgefälschte Schuss schlug im unteren Eck des Tores ein. Mit der klaren Führung im Rücken nahmen die Hausherren etwas den Fuß vom Gas und boten den Köpenickern mehr Räume. Gefährliche Torraumszenen wollten der Union-Elf dennoch nicht gelingen, sodass sie mit dem 0:2-Rückstand in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel brachte Union-Coach Urs Fischer Akaki Gogia für den glücklosen Sheraldo Becker in die Partie und nur wenige Momente später musste der Schweizer ein zweites Mal wechseln. Christopher Lenz musste den Platz verletzt verlassen, für ihn übernahm Ken Reichel die Position des linken Verteidigers. Union zeigte sich nun etwas offensiver und traute sich im Angriffsspiel mehr zu. Leverkusen verwaltete das Ergebnis und profitierte erneut von einem Fehler der Eisernen. Der nur wenige Minuten zuvor eingewechselte Sebastian Polter traf Julian Baumgartliner im Mittelfeld im Zweikampf von hinten in die Beine. Nach Ansicht der Videobilder änderte Schiedsrichter Hartmann die zuvor gezeigte Karte von Gelb auf Rot und schickte den Stürmer vom Platz (66.). In Überzahl rissen die Hausherren das Geschehen nun wieder an sich, ohne jedoch das Tempo entscheidend zu erhöhen. Der Elf von Peter Bosz waren die schwindenden Kräfte nach dem Spiel in der Champions League am Mittwoch nun anzumerken. Mitchell Weiser verzog einen Schuss deutlich neben den Kasten (73.), Kai Havertz hatte die beste Möglichkeit zum 3:0, nagelte die Kugel jedoch aus 15 Metern an die Querlatte (82.). Union tauchte noch einmal in Person von Sebastian Andersson im Strafraum der Hausherren auf, Weiser verteidigte jedoch sicher gegen den Schweden.

„Glückwunsch an Peter und seine Jungs zum verdienten Sieg, über 90 Minuten war das eine klare Angelegenheit. In den ersten 25 Minuten war ich enttäuscht von unserem Auftritt, wir haben alles vermissen lassen was uns bisher ausgemacht hat. Wir waren schläfrig und nicht wach genug. Aus meiner Sicht legen wir die Bälle bei den Gegentoren auf, Leverkusen hat das eiskalt ausgenutzt. In der zweiten Hälfte haben wir uns mehr ausgerechnet, das 2:0 ist ein gefährliches Ergebnis, ein Anschlusstreffer kann da viel Auslösen. Wir schwächen uns dann aber im fünften Spiel zum dritten Mal mit einer roten Karte. Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir aus solchen Situationen lernen. Das war heute ein enttäuschender Auftritt, das müssen wir akzeptieren, den Mund abwischen und gegen Frankfurt versuchen es besser zu machen“, äußerte sich Urs Fischer auf der Pressekonferenz.

Bereits am kommenden Freitag, dem 27.09.2019, steht für den 1. FC Union Berlin die nächste Bundesligapartie auf dem Programm. Im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei trifft die Elf von Urs Fischer auf die SG Eintracht Frankfurt. Der Anpfiff gegen die Hessen erfolgt um 20:30 Uhr.

Quelle: 1.FC Union

Bayer 04 Leverkusen:
Hradecky – Dragovic, S. Bender, Wendell – Aranguiz, Baumgartlinger (70. Demirbay) – L. Bender (66. Weiser), Havertz, Amiri (83. Paulinho), Volland – Alario

1. FC Union Berlin:
Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Schlotterbeck, Lenz (49. Reichel) – Gentner, Andrich – Becker (46. Gogia), Ingvartsen (61. Polter), Bülter – Andersson

AOK Traditionsmasters mit nationalen und internationalen Topmannschaften

Freitag – Derbyday, Samstag – Tag der Entscheidungen. Für das kommende AOK Traditionsmasters am 4. und 5. Januar 2019 stehen nun alle teilnehmenden Mannschaften fest. Das Turnier in der Max-Schmeling-Halle findet zum 10-jährigen Jubiläum erstmals mit acht Mannschaften und an zwei Tagen statt. Hierfür konnten nationale und internationale Topclubs gewonnen werden. Neben den Berliner Teams von Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin kämpfen der FC Barcelona, Sparta Prag, Tottenham Hotspur, der Karlsruher SC, Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund um die Krone im Traditionsfußball.

Der Freitag hat als erster Turniertag einige Leckerbissen zu bieten, so trifft in Gruppe A gleich zum Auftakt Borussia Dortmund auf Tottenham Hotspur und später Bayer Leverkusen auf die feinen Techniker von Sparta Prag. In Gruppe B spielt Union Berlin gegen den großen FC Barcelona und beim Spiel Hertha BSC gegen den KSC werden die befreundeten Fans aus einer gemeinsamen blau-weißen Kurve singen. Abgeschlossen wird der Freitag vom Berliner Derby, das stimmungstechnisch jedes Jahr das absolute Highlight darstellt.

Am Samstag hat jede Mannschaft noch ein Gruppenspiel. Dort entscheidet sich dann, wer aus den beiden Gruppen die Halbfinals erreicht. Das große Jubiläums-Endspiel wird am 5. Januar gegen 19:45 Uhr ausgetragen.

Die Teammanager haben in ihren Vorab-Kadern bereits einige große Kaliber wie Jan Koller, Tomáš Rosický, Torsten Mattuschka, Bernd Schneider und Zecke Neuendorf angekündigt. Die finalen angemeldeten Kaderlisten werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Quelle: Berliner Fußball-Verband

Dienstag in Köln – Berliner Sieg und Niederlage

Sieg im Eishockey und Niederlage im Fußball – Zwei Berliner Profi-Teams weilten am Dienstag fast zeitgleich im Kölner Raum um ihren Wettkampf zu absolvieren.

Der 1. FC Union versuchte – leider erfolglos – im Fußball DFB Pokal eine Runde weiterzukommen. Das Endergebnis in Leverkusen von 1 : 4 aus Sicht der Gäste spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wieder. Die Halbzeitführung für die Leverkusener ging in Ordnung. Die Eisernen hatten mit Daniel Mesenhöler einen glänzend aufgelegten Torwart mitgebracht. Er hielt seine Mannschaft im Spiel und verhinderte einen höheren Rückstand zur Pause. Für Mesenhöler war es auch aus einem ganz anderen Grund ein besonderes Spiel. Er ist ganz in der Nähe des Leverkusener Stadions aufgewachsen. In der 2. Halbzeit erreichten die Eisernen Gleichwertigkeit. Dennis Daube traf in der 46. Minute zum 1:1. Leider traf in der 58. Minute Lucas Alario zum 2:1 für Leverkusen. Geld schießt manchmal doch Tore, 19 Millionen soll der Argentinier gekostet haben. Mit diesen Geld dürfte der gesamte Union-Kader für eine Saison bezahlt sein. Schade, dass Damir Kreilach mit seinem Freistoß scheiterte. Ein umstrittener Elfmeter brachte den Favoriten auf die Siegerstraße. „Die Meinung zum Elfmeter hatte der Schiedsrichter exklusiv, nach dem 3 :1 war dann aber alles klar,“ so äußerte sich Unions Trainer Jens Keller nach dem Spiel. Ein verwandelter Freistoß in der Nachspielzeit brachte Tor Nummer 4 für Leverkusen. Die Eisernen verabschiedeten sich sehr anständig aus dem Pokal und vielleicht spielen sie ja im nächsten Jahr auch um Punkte gegen Leverkusen.

Um 18:30 Uhr begann das Spiel in Leverkusen in der Bayarena direkt an der Autobahn A1 gelegen, eine Stunde später erfolgte, etwa 24 Fahrminuten entfernt, in der Lanxess-Arena der Eröffnungsbully in der Eishockeypartie zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin. Innerhalb von 5 Tagen hatten die Eisbären das dritte Spitzenteam der Liga vor der Brust. In Nürnberg wurde immerhin ein Punkt geholt, gegen München wurden es deren zwei und in Köln wurde weiter gesteigert. Nach 60 regulären Spielminuten hieß es 4 : 2 für die Hauptstädter, die damit den Kontrahenten vom Rhein bereits zum zweiten Mal in dieser Saison bezwingen konnten. Beide Teams haben mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Bei den Eisbären fehlten André Rankel, Nick Petersen, Louis-Marc Aubry und Constantin Braun. Es spielten wieder die selben Reihen, wie am vergangenen Sonntag. Petri Vehanen zeigte im Tor erneut eine Weltklasseleistung und hielt erneut eigentlich unhaltbare Schüsse. Es läuft so richtig gut bei den Eisbären. Alle Neuzugänge erwiesen sich bisher als Volltreffer. Für eine Nacht haben die Eisbären wieder die Tabellenführung erobert. Ihre Auswärtsstärke beeindruckt, 8 Spiele haben sie bisher in der Fremde ausgetragen und davon 5 gewonnen. Die dabei erreichte Ausbeute von 17 Punkten stellt aktuell den besten Wert der Liga dar.

Hans-Peter Becker

Hertha gegen finanziell bessergestellte Bayer 04 Leverkusener

Grafik: Sportick

Unser armer Hauptstadtclub wird dennoch gewinnen. Leverkusen kann nicht mehr absteigen, bei und trotz schlechter Leistungen seit Jahren. Da läuft mannschaftlich und spielerisch in dieser Saison wenig zusammen.  Hertha aber kann und sollte auch noch im letzten Heimspiel sich das internationale Geschäft, die Euro-League, nicht entgehen lassen, kann also noch einiges im Vergleich zu den Gästen erreichen. Hinzu kommt, dass Trainer Pal Dardai aus dem vollen schöpfen kann. Das gesamte Mittelfeld sowie Brooks, Lustenberger und Langkamp sind gesundet. Die Konstellation spricht eindeutig für die Platzherren. Alles andere als ein Sieg der Berliner wäre eine Riesenenttäuschung. Zum letzten Heimspiel, wo es für die Hertha in der Tat um einiges geht, wird das Zuschauerinteresse groß und damit die Fan-Unterstützung im weiten Rund bravourös sein. Selten war ich von einem Hertha-Sieg so überzeugt, wie am Samstag.

Christian Zschiedrich