Uzuner überrascht TeBe-Torwart Dyck mit klasse Heber

Nicht nur Mehmet Uzuner, der mit sehenswertem Heber für den ersten Treffer sorgte, alle Spieler des S. D. Croatia hatten ihren Anteil am 2:1-Sieg gegen Tennis Borussia. Vor dem NOFV-Oberliga-Duell der beiden Hauptstadtteams am Sonntag war die berechtigte Frage: Kann überhaupt im Friedrich-Ebert-Stadion gespielt werden? Nach den vereinzelten Absagen wegen Glätte der Vortage – in verschiedenen Klassen Berlins und in anderen Regionen – kam den Verantwortlichen zunächst einer der beiden Kunstrasenplätze in den Sinn. Es blieb aber bei der Ansetzung auf dem durchaus bespielbaren Rasen.

Bene Brecht (dunkles Trikot) von Croatia kommt beinahe noch zum Zug

Aufsteiger Croatia benötigte dringend einen weiteren Sieg, um nicht ebenso verzweifelt die hinteren Ränge zu zieren wie Traditionsklub FC Viktoria. Die „Veilchen“ hätten sich mit einem Sieg und drei Punkten sogar vor TuS Makkabi und Eintracht Mahlsdorf einordnen können (auf Rang drei). Bis auf wenige Phasen in Hälfte zwei dominierten die Hausherren das Spiel. Das 2:0 sieben Minuten vor Schluss durch Süleyman Durmus schien wie die Entscheidung. Die meisten TeBe-Anhänger wurden noch einmal laut, als kurz vor der Nachspielzeit doch noch das 2:1 fiel. Dem Anschlusstreffer von Tarek Iraki hatten die Lila-Weißen an diesem Tag aber nichts mehr hinzuzufügen. Croatia konnte jubeln. Die Vorstellung der Tennis Borussen war trotz geringer Steigerung im zweiten Abschnitt einfach zu blutleer. Vergeblich forderte TeBes Coach Umberto Weich seine Elf auf, „Fußball“ zu spielen. Ex-Croatia-Trainer Ayhan Bilek, der sich vor einigen Wochen selbst verabschiedet hatte, konstatierte: „Jetzt erst sind einige Spieler richtig fit und motiviert. Für diejenigen, die ich vor Saisonbeginn und nach dem Aufstieg noch zu Croatia locken konnte, freue ich mich besonders über die Steigerung.“

Fazit: Der Tabellenvorletzte S. D. Croatia hat sich in der Position nicht verbessert. Die Hoffnung auf Zählbares, ist nach diesem Dreier auch in den nächsten Partien durchaus berechtigt. Berliner AK und Dynamo Schwerin sind nur drei bzw. fünf Punkte vor – allerdings mit einem Spiel weniger. Croatia bleibt nach dreizehn Partien das Team mit den wenigsten erzielten Treffern (16). Tennis Borussia nutzte am dreizehnten Spieltag seine vermeintlich gute Chance zum Angriff auf die vorderen Plätze nicht. In einer Begegnung ohne große Probleme zeigte der Unparteiische Nicholas Köhler (Dresden) eine gute Leistung.

Text und Fotos: Frank Toebs

Volleyball Sparda 2. Bundesliga Pro Damen: BBSC mit Entwicklung aus Köln zurück

DSHS Snowtrex Köln – BBSC Berlin          3:1 (22, 20, -19,14)

Am Sonntagmorgen (23.11.2025) kehrten die BBSC Mädels von der Auswärtsaufgabe beim starken Gegner in Köln zurück. Drei enge Sätze sprechen trotz der Niederlage für das Berliner Team. 

Ohne sechs nicht zur Verfügung stehende Athletinnen machten sich die Berlinerinnen am Samstag morgen auf den Weg nach Köln. Was die Gäste dort auf das Parkett brachten, nötigte auch dem Gegner Respekt ab, brachte aber außer einem Satzgewinn noch keine Punkte für die Tabelle. Im Aufgebot übernahm Anna-Lena Vogel die Libero Position (super Spiel, vermittelte dem Team viel Ruhe), Mitte spielten Sarah Nur Kayadibi und Luz Götte (7 Punkte für die 17-jährige!), Diagonal zum zweiten Mal Sophia Minlend (10 Punkte für die 18-jährige). Auf den Außenpositionen stellten sich Paula Reinisch und Alina Gottlebe-Fröhlich mehr oder minder von allein auf. Beide mit einer sehr ansprechenden Leistung und mit 19 bzw. 14 Treffern auf Berliner Seite am erfolgreichsten. Der Stammsechser blieb in allen 4 Sätzen erste Wahl und wurde mangels gleichwertiger Reserve nur gelegentlich durch Auswechslungen in wenige Minuten lange Regenerationsphasen gestärkt.

In den ersten 3 Sätzen war das Spiel ziemlich ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich auf gutem Niveau nichts und kämpften um jeden Ball. Wechselnde Führungen zeugten von der Ausgeglichenheit – mit leichten Vorteilen im Angriffsspiel sowie im Block und Aufschlag für die Gastgeberinnen. Im 4. Satz fand der BBSC zunächst keinen Rhythmus. Erst nach dem 3:13 Rückstand kam man wieder im Gang, doch da waren schon alle Messen gesungen. Da hatte wohl die Konzentration gegen die mit frischen Kräften operierenden Kölner nicht gereicht.

Erwähnenswert bleibt, dass der BBSC im 1. Satz beim Spielstand von 17:18 eine Fehlentscheidung der Schiedsrichter zu seinen Ungunsten korrigieren ließ. Das wurde stark mit Beifall bedacht und auch im Interview nach der Partie gewürdigt.

Berliner MVP des Abends wurde Paula Reinisch.

Am kommenden Sonntag (30.11.2025) um 15:00 Uhr empfängt der BBSC mit Dingolfing die dritte niederbayerische Mannschaft in der Hämmerlinghalle. Berlins Trainer Müller hofft, zumindest eine bisher verletzte Athletin am Sonntag wieder auf dem Feld zu sehen und so personelle Spielräume nutzen zu können.

Für den BBSC im Einsatz: Sophia Minlend, Noelani Kleiner, Sarah Nur Kayadibi, Romy Birnbaum, Paula Reinisch, Anna-Lena Vogel, Maja Pahlke, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Luz Götte,

Burkhard Kroll/BBSC Berlin

Bernd Schultz als Präsident bestätigt: Verbandstag wählt BFV-Präsidium

Auf dem Ordentlichen Verbandstag des Berliner Fußball-Verbandes am Samstag, den 22. November 2025 im Gemeindezentrum der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schöneberg wählten die stimmberechtigten Delegierten das Präsidium für die neue Wahlperiode. Dabei wurde dem Team um Verbandspräsident Bernd Schultz von den Anwesenden das Vertrauen geschenkt. 

Bernd Schultz sagt dazu: “Ich bedanke mich herzlich im Namen aller Präsidiumsmitglieder für die Wahl und freue mich auf die Aufgaben, die in der neuen Legislaturperiode vor uns liegen. Mit der Future BFV-Nachfolgestruktur ‘Team Berlin 2025-2029′ steht der Berliner Amateurfußball vor einem großen Projekt, das den Verband und vor allem die Vereine nachhaltig stärken und binden wird. Es ist mir eine Ehre, dieses Projekt als Präsident des BFV mit den Vereinen sowie meinen Kolleginnen und Kollegen in Haupt- und Ehrenamt gestalten zu dürfen”. 

Das BFV-Präsidium setzt sich gemäß Wahlen wie folgt zusammen: 

Geschäftsführendes Präsidium: Präsident: Bernd Schultz 

Vizepräsident Gesellschaftliche Verantwortung: Dr. Özgür Özvatan 

Vizepräsident Kommunikation: Christian Gaebler 

Vizepräsident Finanzen & Marketing: Thorsten Manske 

Vizepräsident Recht: Dirk Zimmermann 

Kevin Langner vervollständigt das geschäftsführende Präsidium als hauptamtlicher Geschäftsführer des BFV. 

Weitere Präsidialämter: 

Präsidialmitglied Spielbetrieb: Joachim Gaertner 

Präsidialmitglied Innovation, Vereins- und Verbandsentwicklung und Qualifizierung: Malte Schruth 

Präsidialmitglied Sportinfrastruktur: Klaus Sonnenschein 

Präsidialmitglied Frauen und Mädchen: Nadine Grund 

Präsidialmitglied Junge Generation U30: Hannah Bachhoffer 

Präsidialmitglied Jugend: Frank Schröder 

Präsidialmitglied Schiedsrichter: David Dahlhaus

Frank Schröder wurde auf dem Jugend-Verbandstag am 5. Mai 2025 zum Präsidialmitglied Jugend gewählt und vom Ordentlichen Verbandstag bestätigt. Ebenso wurde David Dahlhaus, der auf der Schiedsrichter-Vollversammlung am 19. September 2025 zum Präsidialmitglied Schiedsrichter gewählt wurde, durch den Ordentlichen Verbandstag in seinem Amt bestätigt.

Quelle: Berliner Fußball-Verband/Janos Franke

Pressefoto: Berliner Fußball-Verband 

Aufarbeitung der Vergangenheit – Berliner Fußballverband stellt sich weiter seiner Verantwortung

Die beiden Herausgeber Daniel Küchenmeister (links) und Dr. Thomas Schneider (rechts), BFV Präsident Bernd Schultz (Mitte) nach der Buchpräsentation.

Rechtzeitig zum Verbandstag am 22. November 2025 stellten Daniel Küchenmeister und Thomas Schneider im Haus des Fußballs eine weitere Publikation zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des deutschen Fußballs vor. In Berlin hatte bereits 2007 Hertha BSC den Historiker Daniel Koerfer mit einer entsprechenden Studie beauftragt. Mit der Eröffnung der Fußball-Route Berlin im Jahre 2015 zog der BFV nach, speziell die Route 3 führt an Orte mit den Schwerpunkten Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus.

Das aktuell vorgestellte Buch mit dem Titel „Eine Stütze des Systems? – Der Berliner Fußball im Nationalsozialismus“ beschäftigt sich in acht Einzelbeiträgen mit der Verdrängung der jüdischen Vereine und Sportler aus dem Fußball in der damaligen Zeit. Dabei geht es nicht allein um die akribische Rekonstruktion der historischen Vorgänge, darüber hinaus sollen Orientierungen für heutige Zeit abgeleitet werden. „…das Agieren des Einzelnen als auch von Gruppen in einem sich stets verändernden Kontext, insbesondere in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche und Krisen zu erklären.“ Leider häufen sich wieder antisemitische Vorfälle auch bei Sportwettkämpfen. Aktuell sind die Ursachen andere, als zuzeiten der Weimarer Republik und der NS-Zeit. Ein Rückblick kann trotzdem hilfreich sein.

Der Berliner Fußballverband setzt mit dieser Neuerscheinung die bewährte Zusammenarbeit den Herausgebern und Autoren Daniel Küchenmeister und Thomas Schneider fort. Erinnert sei an die Publikationen „125 Jahre Berliner Fußball“ und „Fußball-Einheit in Berlin“. Während der Buchvorstellung wurde angedeutet, dass es eine Fortsetzung geben könnte. Ein Aspekt konnte in dem vorliegenden Buch nicht berücksichtigt werden. Welche Unterschiede hat es bei der Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, speziell im Fußball, nach 1945 in Ost und West gegeben? Gab es Kontinuitäten bei den Funktionären (beispielsweise Carl Koppehel) auch im Osten? Der Fußball hat nach Walter Jens auch immer eine politische Geschichte, die Texte liefern dazu einen wichtigen Beitrag. Dem sorgfältig editierten Buch fehlt nur ein Personenverzeichnis.

Das Buch, über 300 Seiten stark, enthält zusätzlich zahlreiche Fotos, Tabellen sowie umfangreiches Kartenmaterial zu Orten des einstigen Sports der jüdischen Sportvereine in Berlin. Das Buch ist erschienen im Arete-Verlag und kostet 28 EUR.

Hans-Peter Becker

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Pressefoto: Berliner Fußballverband

München siegt in Berlin – Eisbären mangelte es am Einsatzwillen

DEL Saison 2025/26

20. Spieltag

21.11.2025 19:30 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – RB München 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

Freitagabend, in Berlin gab der Winter mit leichten Minusgraden seinen Einstand, dazu gab es Eishockey bei erträglichen Temperaturen in Uber-Arena. Da hatten es die Fans der schwarzen Scheibe besser, als die Fußballfreunde. In der Alten Försterei spielten Unions Frauen gegen den HSV und im Olympiastadion mühte sich Hertha gegen Eintracht Braunschweig. (Unions Frauen spielten 1:1 und Hertha 1:0)

Im Eishockey gibt selten einen verhaltenen Spielbeginn, es geht gleich zur Sache. So war es etwas verwunderlich, dass es bis zur 14. Minute dauerte und der erste Treffer der Partie verkündet werden konnte. Sie hatten zu viele Chancen liegen lassen, die Eisbären in roten Trikots. Es hätten wenigstens zwei Tore sein müssen, gemessen an den hochkarätigen Gelegenheiten. So nutzten die Gäste ihr erstes Powerplay und gingen durch Patrick Hager in Führung. Bis zur ersten Drittelpause ließen die Eisbären zwei weitere Chancen liegen. Die Gäste nahmen ihre knappe Führung mit in die erste Pause. Das erste Drittel konnte sich aus Sicht der Eisbären, abgesehen vom Zwischenstand, durchaus sehen lassen.

Die vorläufige Erlösung fiel in der 26. Minute, Andreas Eder fing einen Querschläger während eines Münchner Angriffs ab, ein Pass auf Jonas Müller, der geschickt den Puck zu Andreas Eder zurückspielte und ab in die Maschen. Die Freude über den Ausgleich währte nicht einmal eine Minute, da knallte Markus Eisenschmid den Puck über die Linie. Eine Riesenchance für München, auf 3:1 zu erhöhen, ließ Veit Oswald liegen. Ebenso ließen die Eisbären ihr erstes Powerplay im Spiel liegen, so gingen die Gäste erneut mit einer Führung in die Kabine. Ein Vorkommnis ist extra zu erwähnen, in der 38. Spielminute musste Münchens Goalie Mathias Niederberger verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam der Antoine Bibeau, ein erfahrener kanadischer Goalie, in die Partie.

Im Schlussdrittel rannten die Eisbären einem Rückstand hinterher und es lief die Uhr. Die besagte Uhr hielt lange an bei 14:54, dann wurde entschieden, dass Münchens Nikolaus Heigl den Puck in die Zuschauer befördert hat, zwei Minuten Pause auf der Strafbank. Die Eisbären und ihr Powerplay, das ist aktuell so eine Sache und so passierte, abgesehen von einem Torschuss, der im Handschuh des Goalies landete, nichts. Es fehlte die letzte, gute, finale Aktion.

Die Zeit ging dahin, München setzte hier und da Nadelstiche, Jake Hildebrand war auf dem Posten. Es ging nichts mehr im Schlussabschnitt. Die empty net Situation nutzte erneut Eisenschmid und machte mit seinem Treffer ins leere Eisbärentor den Deckel drauf. Es ist gerade nicht die Saison der Eisbären.

Der Münchner Trainer Oliver David war zufrieden und lobte die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. Wir haben die richtigen Spielzüge gefunden, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen.

Serge Aubin war enttäuscht, bemängelte vor allem die Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. Wir haben zu viele Zweikämpfe verloren. Der nächste Gegner Straubing ist aktuell Tabellenführer, dort muss der Einsatz stimmen, um eine Chance zu haben.

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller (C), Wiederer; Mik, Lancaster; Smith, Reinke; Panocha – Tiffels (A), Kirk, Ronning; Noebels, Byron, Pföderl; Bergmann, Vikingstad, Eder; Veilleux (A), Leden Hördler – Trainer: Serge Aubin       

EHC Red Bull München: Niederberger (ab 38. Spielminute: Bibeau) – Heatherington, Murphy; Wagner, Pokka; Sinn, Abeltshauser; Daubner – Oswald, Fontaine, Kastner; Hirose, Brooks, McKenna; Ehliz, Ferguson, Krening; Heigl, Hager (C), Eisenschmid – Trainer: Oliver David

Tore
0:1 – 13: 57 – Hager (Murphy, Pokka) – PP1
1:1 – 25:14 – Eder (Müller, Wiederer) – EQ
1:2 – 26:08 – Eisenschmid (Hager, Murphy) – EQ
1:3 – 58:31 – Eisenschmid (Ehliz, Ferguson) – EN

Strafen
Eisbären Berlin: 2 (2, 0, 0) Minuten – EHC Red Bull München: 4 (0, 2, 2) Minuten 

Schiedsrichter

Marc Iwert, Christopher Schadewaldt (Wayne Gerth, Markus Merk)

Zuschauer
14.200

Füchse in ihrem Lauf hält keiner auf

33:29-Sieg gegen Sporting Lissabon

Wilhelm Busch ließ seine literarische Figur Max, gemeinsam mit dem Moritz, sieben Streiche erleben. Danach war es mit den beiden Buben vorbei. Da ergeht es rund 160 Jahre später bei den Füchsen dem realen Max (Darj) mit seinen vielen Moritzen wesentlich besser. Denn der Sieg gegen Sporting Lissabon war in der Champions League bereits der achte Streich ….

Der portugiesische Rekordmeister (23 Titel) wollte es besser machen, als bei der vor Wochenfrist gegen die Berliner erlittenen Heimniederlage. Mit einer aktiven, körperlich bis an die Grenzen gehenden Abwehr erstickten die Gäste anfangs das Füchse-Kombinationsspiel und waren andererseits mit ihren Angriffen erfolgreich. Erst allmählich kam der deutsche Meister in Schwung und konnte sich Mitte des ersten Abschnitts erstmals über eine drei-Tore-Führung freuen – 11:8/19. In besonderer Spielfreude präsentierte sich dabei Matthes Langhoff, dem bis zur Pause vier Tore gelangen. Mit Lasse Ludwig im Tor glänzte bei den Gastgebern vor den 5625 Zuschauern ein weitere 23-jähriger Junioren-Weltmeister. Mit einem 16:13 konnten die Berliner zur Pause zufrieden in die Kabine gehen.

Nach dem Wechsel versuchten die im bekannten grün-weiß quergestreiften Vereinstrikot antretenden Gäste dem Spiel eine Wende zu geben. Die Füchse hielten erst-mal erfolgreich dagegen und wahrten ihren Vorsprung, wobei sich besonders Lasse Andersson als treffsicherer Schütze erwies. Ein paar technische Fehler im Füchse-Spiel, Fehlwürfe, ein vergebener Siebenmeter – im Einzelnen vielleicht verkraftbar, in der Summe jedoch im ergebnismäßig relevant – reichten Sporting, den Spielstand auszugleichen – 23:23/46. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt war für die Berliner die Maxime in dieser Phase. Innerhalb weniger Minuten „zauberten“ Gidsel, Andersson, Marsenic und Co aus dem Remis ein fünf-Tore-Plus – 30:25/55.

In den letzten Minuten erhielten die Nachwuchsspieler Max Günther und Felix Bernkop-Schnürch von Trainer Krickau noch Einsatzzeit. Am Ende gelang den Füchsen mit dem 33:29 der achte Champions-League-Streich. Und, Wilhelm Buschs Spruchweisheit frei folgend, könnte der neunte am nächsten Donnerstag im Heimspiel gegen Veszprem gelingen. Zuvor müssen die Berliner am Sonntag in der Bundesliga bei den Rhein Neckar Löwen ran.

Für die Füchse erfolgreich: Andersson 9, Ariño1, Grøndahl 7(5), Gidsel 8, Langhoff 4, Marsenic 4

Herbert Schalling

Trotz enormem Zuschaueraufkommen: Delay Sports scheitert im Achtelfinale an Hertha 03

Dauerfinalist BFC Dynamo lässt Mahlsdorf in der Verlängerung untergehen

Nach der Sensation vom Sonnabend – mit einem Gewinner aus der Landesliga – bei der Begegnung zwischen FC Internationale und Oberligisten BAK 07 (4:0), ging es im Landespokal mit drei Partien am Sonntag weiter. Derartig spannend wie im bereits mittags angepfiffenen Spiel der Finalteilnehmer 2024/25 war es nachmittags in Wilmersdorf bei Delay Sports gegen Regionalligist Hertha 03 nur zeitweise (1:3). Zuvor musste sich Eintracht Mahlsdorf zu Hause vor 1.054 Zuschauern gegen den Dauerfinalisten BFC Dynamo im letzten Moment der Verlängerung geschlagen geben (1:2, n. V). In diesem denkwürdigen Achtelfinale gelang es dem BFC zweimal, eine Fortsetzung zu erzwingen. Bereits innerhalb der regulären Spielzeit traf Moritz Polke erst in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 1:1 für die Gäste. Die Führung für Mahlsdorf hatte Peter Köster bereits in der dritten Minute erzielt. Brandon Monthe kickte durch sein spätes 2:1 den DDR-Rekordmeister ins Viertelfinale.

Peter Köster (Nummer 5) trifft nach einer Ecke zum 1:0 für Mahlsdorf

Von dem träumten auch die Anhänger des Influencer-Teams von Delay Sports. Das Team ist bekanntlich kein Bezirksligist von der Stange. „Nur“ 800 zahlende Besucher waren auf dem kleinen Gelände am Volkspark Wilmersdorf zugelassen. „Wir haben bereits 700 Tickets im Vorverkauf abgegeben. Mehr als 800 waren möglich, aber organisatorisch und aus Platzgründen war da ein Riegel vor“, sagte einer der Kassierer. Nur mit einem Plastikstreifen konnten Zuschauer nach der Halbzeit wieder auf das Gelände.

Notbremse vor dem Delay-Führungstreffer

Wer die Partie nach der Halbzeit von einer schlechten Position verfolgte, bekam den größten Aufreger nach torloser erster Hälfte bei Dauernieseln nicht mit: Sven Reiman konnte auf dem glitschigen Boden seinen Gegenspieler von Delay nicht rechtzeitig bremsen, der kam ins Straucheln, und die Folge war die Rote Karte als letzter Mann. Beim anschließenden Freistoß gelang im zweiten Anlauf dem Ex-Zehlendorfer Zulu Ernst der Führungstreffer für den Außenseiter. Die Delay-Gemeinde fühlte sich im siebten Himmel. Eine gute Viertelstunde darauf, sah die Welt für alle, die es mit der „kleinen“ Hertha halten, aber schon wieder rosiger aus. Torschütze Ernst bekam die Ampelkarte zu sehen. Fast direkt anschließend konnten die Gäste durch Ernes Smailovic ausgleichen. Der Doppelschlag innerhalb von drei Minuten durch Jake-Robert Wilton und Patrick-Emmanuel Abe brachte den Favoriten kurz vor Ende auf die sichere Siegerstraße. Der Bezirksligist musste sich 1:3 geschlagen geben.

„Diese Einstellung nehmen wir in die Liga mit. Beim Pokal zählt das Weiterkommen. Und das habt ihr heute gut hinbekommen“, sagte Coach Tilman Käpnick nach kurzem Jubeln seinen Spielern. Delay Sports unter Trainer Kevin Pannewitz schlug sich besser als im Achtelfinale der vergangenen Pokalrunde. Damals machte ein anderer Regionalligist, der BFC Dynamo, das Dutzend in seinem Heimspiel vor über 5.000 Besuchern voll (12:0).

Die dritte Partie des Sonntags konnte Oberligist Croatia (Vorletzter) gegen den Tabellenführer und Konkurrenten der Klasse überraschend mit 2:1 für sich entscheiden. Ein Sieg für´s Selbstbewusstsein, den der Aufsteiger zum Anpeilen des Klassenerhalts dringend benötigte.

Text und Fotos: Frank Toebs

Eisbären holen einen Dreier gegen die Frankfurter Löwen

DEL Saison 2025/26

19. Spieltag

16.11.2025 19:00 Uhr Uber-Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Löwen Frankfurt 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)

Die kleine Pause wegen des Deutschland-Cups ist beendet. Bereits am Freitag (14. November 2025) holten die Eisbären 2 Punkte in Nürnberg. Am darauf folgenden Sonntag mussten die Fans bis 19:00 Uhr warten, um den ersten Heimauftritt nach der Erholungspause, bis auf Markus Vikinstad waren alle anderen Nationalspieler der Eisbären nicht für das Nationaltrikot im Einsatz, genießen zu können. Zu Gast waren die Löwen Frankfurt, die sich unter ihrem neuen Trainer Tom Pokel nach schlechtem Saisonstart stabilisiert haben.

Vor der Pause wurde Effizienz im Powerplay kritisiert. Im Anfangsdrittel hatten die Eisbären dreimal eine Gelegenheit, sechs Minuten Zeit, einen Treffer zu erzielen. Eine Verbesserung war nicht zu erkennen, der einzige Treffer des Drittels fiel 3 Sekunden nach Ablauf der dritten Strafe für die Gäste. Ty Ronning war der Schütze, er feierte in diesem Spiel ein kleines Jubiläum, absolvierte sein 150. Spiel in der DEL. Völlig zu Recht resümierte er in der ersten Drittelpause, das war nicht unser bestes Eishockey, wir müssen wacher werden.

Etwas wacher kamen die Eisbären aus der Kabine. In der 22. Minute saß ein Konter und Leonard Pföderl vollendete zum 2:0. Diese Führung hielt bis zur 26. Minute. Ihr zweites Powerplay nutzten die Gäste und verkürzten auf 1:2. Der Kapitän der Frankfurter Löwen, Maksim Matushkin, hatte getroffen. In der 31. Spielminute scheiterte Cameron Brace mit einem Alleingang an Jake Hildebrand. Die Eisbären versemmelten auch ihr viertes Überzahlspiel. Auf der Strafbank brummte Frankfurts Nummer 67, Matthew Wedman. Es war bereits seine dritte Strafe im Spiel und das Vergehen lautete jedes Mal Beinstellen. Etwas Zählbares kam bis zum Drittelende nicht mehr auf die Anzeigetafel. Dafür waren beide Torhüter mitverantwortlich.

Die statistischen Werte nach zwei gespielten Dritteln sprachen für die Eisbären, mehr Torschüsse und gewonnene Anspiele. Eine Statistik sagt nicht alles, so manches Mal hat sie eine Aussagekraft. In der 42. Minute stand es 3:1 für die Eisbären. Als Torschütze wurde erneut Pföderl angesagt, es war ein Selbsttor, die zählen im Eishockey nicht, sollte eins fallen, wird die letzte Berührung des Spielers der angreifenden Mannschaft gewertet. Sie hatten das Spiel noch nicht im Kasten, die Eisbären vor 12.915 Zuschauern am Sonntagabend. Den erneuten Anschlusstreffer erzielten die Löwen durch Noah Dunham in der 49. Minute. In der Schlussphase ging es heiß her. Binden die Eisbären den Sack zu oder gelingt den Gästen der Ausgleich? Verbissen wurde jetzt um jeden Zentimeter Eis gekämpft.

Exakt zwei Minuten und elf Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit nahm der Frankfurter Trainer eine Auszeit. Das Bully in der neutralen Zone der Eisbären gewannen die Löwen, der Goalie ging vom Eis. Als die Spieluhr bei 01:28 stoppte, hatte das den Grund, dass Yannick Veilleux ins leere Tor traf und der Sack zugebunden war. Das Spiel endete mit 4:2 und einem Dreier für die Eisbären, die ein fast perfektes Wochenende mit fünf Punkten beendeten.

Für Tom Pokel war es das erste Auswärtsspiel als Trainer der Frankfurter Löwen. Wir hatten einen guten Start, allerdings sind 3 Strafen im Anfangsdrittel zu viel. Obwohl wir verloren haben, bin ich nicht unzufrieden. Meine Mannschaft hat immer wieder versucht, zurückzukommen. Berlin hat verdient gewonnen.

Eisbären-Trainer Serge Aubin war mit dem ersten Drittel nicht zufrieden, da wurde nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Insgesamt bin ich mit dem Wochenende zufrieden, es wurden fünf Punkte geholt und jetzt liegt eine ganze Trainingswoche vor uns.

Hans-Peter Becker

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Foto: Stephan Wenske

Spieldaten

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Hildebrand (Stettmer) – Müller (C), Wiederer; Mik, Lancaster; Panocha, Smith; Reinke – Tiffels (A), Kirk, Ronning; Noebels, Byron, Pföderl; Bergmann, Vikingstad, Eder; Veilleux (A), Leden Hördler – Trainer: Serge Aubin       

Löwen Frankfurt: Pantkowski (Schumacher) – Matushkin, Wirt; Kose, McKiernan; Bidoul, Joyaux; Cimmerman – Glover, Wedman, Bicker; Dunham, Fröberg, Brace; Schweiger, Rowney, Wilkie; Lilja, Pfaffengut, Lobach – Trainer: Tom Pokel

Tore
1:0 – 13:47 – Ronning (Tiffels, Kirk) – EQ
2:0 – 21:39 – Pföderl (Kirk, Tiffels) – EQ
2:1 – 25:45 – Matushkin (Wilkie, Fröberg) – PP1
3:1 – 41:39 – Pföderl – EQ
3:2 – 48:56 – Dunham (Brace, Matushkin) – EQ
4:2 – 58:32 – Veilleux (Wiederer, Vikingstad) – EN  

Strafen
Eisbären Berlin: 6 (2, 4, 0) Minuten – Löwen Frankfurt: 8 (6, 2, 0) Minuten 

Schiedsrichter

Andris Ansons, Andreas Huber (Wayne Gerth, Maksim Cepik)

Zuschauer
12.915

Verdienter Sieg in rasantem Spiel – Füchse gewinnen gegen Kiel 32:29

Rund 43 Stunden nur lagen für den deutschen Meister zwischen dem Abpfiff der Champions-League-Partie am Donnerstag (13.11.2025) in Lissabon und dem Anwurf zum Bundesliga-Spiel gegen den THW Kiel. Wer nur wer, denkt sich bei der HBL des lieben Spektakels wegen, solche Ansetzungen aus?

Umso beeindruckender, was die Füchse den 9.000 in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle dann boten. Mit hohem Tempo, Spielfreude und unbeeindruckt von den Reisestrapazen starteten die Gastgeber. Schnell war ein Vorsprung von drei Toren herausgeworfen – 5:2/8. – der im Laufe des ersten Spielabschnittes sogar mal auf sechs anwuchs – 14:8/22. Die Kieler hielten durchaus dagegen, scheiterten mit ihren Würfen jedoch häufig am überragenden Dejan Milosavljev im Füchse-Tor, für den am Ende des Spiels 17 Paraden zu Buche standen. (Trainer Nicolej Krickau: „Das war natürlich ein ganz entscheidender Faktor an so einem Tag“). Die Gäste, die keines der letzten vier Spiele im Fuchsbau gewinnen konnten, ließen sich davon jedoch wenig beirren und berannten weiter mit hohem Tempo das Berliner Tor, verkürzten den Rückstand bis zur Pause auf zwei Tore – 16:14./30.

Die „Werbung für den Handball“ (Nicolej Krickau) setzten beide Teams nach der Pause nicht nur fort, sondern steigerten die Intensität des Spiels weiter. In den ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn fielen 15 Tore. Die Zuschauer erlebten ein Spektakel erster Klasse, in dem die Füchse ihren Vorsprung zunächst ausbauen konnten – 25:20/40. Im letzten Viertel der Partie war bei den Gastgebern jedoch ein gewisser Verschleiß nicht zu übersehen. Ein paar Fehlwürfe (neun Minuten kein Tor der Gastgeber), ein paar schnelle Konter des THW Kiel und schon war der Vorsprung dahin – 27:27/53.

Mit einer Energie- und Willensleistung befreiten sich die Füchse jedoch wieder. In den letzten drei Minuten wurden Mathias Gidsel (zwei Treffer), Tim Freihöfer (1) und Dejan Milosavljev (überragende Parade) zu den entscheidenden Figuren. Sie sicherten den 32:29-Sieg, den ihr Trainer einordnete. „Wir konnten zweimal den Vorsprung nicht halten, aber am Ende waren wir cool. Es war ein Fight, den wir heute gesehen haben zwischen zwei Top-Mannschaften, das war fantastisch“. Nach zwei freien Tagen geht es für die Füchse mit dem Training weiter. Die nächsten Aufgaben warten – am Donnerstag (20.11.2025) gegen Sporting Lissabon in der Champions-League und am kommenden Sonntag (23.11.2025) in der Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen.

Für die Füchse erfolgreich: Andersson (4), Grøndahl (3), Gidsel (8), Freihöfer (10/6), av Teigum (5), Marsenić (2).

Herbert Schalling

Vogelgrippe und Pokaltraum: FC Internationale sorgt für die Überraschung

Die Vogelgrippe breitet sich in Deutschland immer weiter aus – doch ein großer Schwarm verspäteter Zugvögel ließ sich davon am Pokalwochenende in Berlin nicht stoppen. Am Samstagnachmittag (15.11.2025), zur zweiten Halbzeit des Berliner Landespokal-Achtelfinales zwischen dem FC Internationale und dem Berliner AK (BAK), flogen sie über die Sportanlage am Tempelhofer Weg in Schöneberg. Vielleicht hätten manche Auguren diesen Überflug als Vorzeichen gedeutet – wer weiß? Sicher ist nur: Der Tabellenführer der Landesliga überraschte nicht nur mit einer unerwartet starken Leistung, sondern auch mit einem unaufhaltsamen Siegeszug bei hoher Geschwindigkeit.

Inters Doppeltorschütze Santiago Henrich Paya (vorn)

Die Begegnung gegen den Oberligisten BAK war für Inter bereits die dritte Runde des Berliner Landespokals, und die Schöneberger hatten im Vorfeld der Partie schon für eine Überraschung gesorgt. In der Runde zuvor besiegten sie den Berlin-Ligisten Frohnauer SC mit 3:2. Nun also wartete ein schwerer Brocken aus der Oberliga, ein Klub mit ruhmreicher Regionalliga-Vergangenheit und einem Kader, der auch ohne Profis noch immer entlohnt wird. Im Gegensatz dazu: Bei Inter spielt jeder aus Leidenschaft. Für Geld tut es keiner – der Verein ist bekannt für seine verschlossenen Kassen und seine große Herzblut-Kultur.

Und so überraschte die erste Hälfte: Schon früh zeigte Santiago Henrich Paya, warum er nicht nur gegen Frohnau, sondern auch gegen den BAK ein Schlüsselspieler war. Der flinke Stürmer stibitzte dem völlig überraschten BAK-Keeper Mirjajol Azimov den Ball und vollendete zur Führung – ein Tor, das bei den meisten der etwa 250 Zuschauer Begeisterung auslöste. Die Gäste aus Moabit setzten vereinzelt Akzente, vor allem mit gefährlichen Eckstößen. Doch der größte Aufreger in der ersten Hälfte war eine strittige Szene im Strafraum, als Inter-Innenverteidiger Antonio Boeddinghaus bei einem Zweikampf mit dem BAK-Stürmer nur minimal zuvorkam und damit einen Elfmeter gerade so verhinderte. Der BAK konnte sich in den ersten 45 Minuten kaum durchsetzen – das Tempo, der Spielaufbau und der Wille blieben unter den Erwartungen an einen Oberligisten.

Nach der Pause kam etwas mehr Schwung in das Spiel der Gäste, aber auch Inter hatte weiterhin seine Chancen. Zweimal war es Torwart Del Fierro, der den Sieg seiner Mannschaft sicherte, als er in höchster Not rettete. Doch dann, der große Moment: Paya, der immer wieder für Gefahr sorgte, wurde im Strafraum des BAK von Azimov nur noch durch ein Foul gestoppt. Azimov sah Gelb und musste sich einem Elfmeter stellen – Gaston Nieto verwandelte souverän zum 2:0.

Szene vor dem Elfmeter

Der Sack war schließlich endgültig zu, als Moreno Schneider einen Heber zum 3:0 anbrachte, und Inter ließ nicht locker. Den Schlusspunkt setzte erneut Paya, der mit einem kraftvollen Schuss zum 4:0 traf, seinem zweiten Treffer. Die Latte und der Torwart verhinderten eine noch höhere Niederlage für den BAK.

Für die Schöneberger war es ein Fest des Amateurfußballs – für den BAK eine herbe Enttäuschung. Kein Wille, keine Haltung, um dem unterklassigen Gegner Paroli zu bieten. Der Favorit enttäuschte auf ganzer Linie. Für Inter-Vorsitzenden Gerd Thomas ist der Pokaltraum damit aber noch lange nicht vorbei. „Vom Double träume ich nicht“, sagt er, „aber ich hoffe, dass wir nächstes Mal nicht gegen den BFC Dynamo spielen (deren Partie war am Samstag noch nicht gespielt, d. Red.). Wenn wir ein Heimspiel bekommen, könnte das hier an der Ella-Barowsky-Straße organisatorisch schwierig werden.“

Die Vogelgrippe mag noch nicht besiegt sein, aber für die Schöneberger steht fest: 2026 wird ein spannendes Jahr – sowohl im Landespokal als auch in der Meisterschaft.

Text und Foto: Frank Toebs