Wichtiger Sieg auf Schalke

In der Nachspielzeit wäre es fast schiefgegangen und Hertha hätte zwei wertvolle Punkte eingebüßt. Zum Glück wurde nur doppelt das Gehäuse getroffen und der 2:1 Erfolg war eingetütet. Die Ausgangslage hat sich weiter verbessert. Es ist noch nicht vorbei, das Zittern geht weiter. Trainer Pal Dardai sprach von zwei Matchbällen, die seine Mannschaft jetzt hätte.

Hertha musste einen frühen Rückstand hinnehmen, konnte vor der Pause ausgleichen und schließlich das Spiel drehen. Zudem scheint das Rotationsprinzip von Dardai zu funktionieren. Im Vergleich zum vorangegangenen Spiel gegen Bielefeld blieben nur Keeper Schwolow, Tousart und Piatek in der Startformation.

Die Personalsorgen werden dagegen immer größer für die letzten Spiele. Für Cunha ist die Saison beendet, Lukebakio nimmt sich selbst aus dem Spiel, Piatek könnte sich schwerer verletzt haben, die Stürmer werden knapp.

Erste Personalentscheidungen bei den Eisbären

Die Eisbären Berlin können die ersten Informationen zur Planung für die kommende PENNY DEL Saison 2021/22 bekannt geben. Nachdem der Vertrag mit Cheftrainer Serge Aubin bereits erneuert wurde, einigten sich die Berliner auch mit Assistenz-Trainer Craig Streu auf eine Vertragsverlängerung. Das neue Arbeitspapier des 52-Jährigen läuft über weitere zwei Jahre.Assistant Coach Gerry Fleming wird ab der kommenden Spielzeit nicht mehr zum Trainerteam gehören.

„Bereits vor ihrer Zeit in Berlin haben Serge Aubin und Craig Streu seit vielen Jahren erfolgreich zusammengearbeitet. Auch bei den Eisbären haben sie hieran nahtlos angeknüpft. Wir freuen uns, dass auch Craig weiterhin Teil unseres Trainerteams sein wird. Wir bedanken uns bei Gerry Fleming für die Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Er hatte einen großen Anteil an unseren Erfolgen“, sagt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Darüber hinaus konnten die ersten Einigungen mit Spielern bezüglich neuer Verträge erzielt werden. So werden die deutschen Verteidiger Frank Hördler, Jonas Müller, Kai Wissmann und Eric Mik auch weiterhin für die Hauptstädter auflaufen. Müller und Wissmann unterschrieben für jeweils weitere drei Saisons. Hördlers und Miks neuer Arbeitsvertragläuft jeweils über die kommende Spielzeit 2021/22. Zudem bleiben auch die Stürmer Matt White, Zach Boychuk und Giovanni Fiore jeweils ein weiteres Jahr in Berlin.

Stéphane Richer: „Wir sind sehr glücklich über diese Vertragsverlängerungen. Frank Hördler war in der abgelaufenen Spielzeit ein super Kapitän und herausragender Führungsspieler. Mit seiner Erfahrung und beständigen Leistung war er einer der Eckpfeiler der Mannschaft. Jonas Müller und Kai Wissmann sind als deutsche Nationalspieler wichtige Stützen in unserer Verteidigung. Eric Mik hat sich im vergangenen Jahr enorm weiterentwickelt und war fester Bestandteil unserer Meistermannschaft. Er hat gezeigt, dass er noch riesiges Potenzial hat. Giovanni Fiore, Matt White und Zach Boychuk haben sich perfekt ins Team integriert,als sie im Laufe der letzten Saison zu uns gestoßen sind. Alle haben bedeutendeRollen innerhalb des Teams ausgeübt und waren wesentliche Faktoren für den Gewinn der Meisterschaft. Ich freue mich, dass wir allein Berlin halten konnten.“

Den Verein verlassen werden John Ramage, Mark Olver, Kris Foucault, Pierre-Cédric Labrie, Fabian Dietz und Thomas Reichel. Mit den beiden Verteidigern Simon Després und Ryan McKiernan befindet sich die sportliche Leitung aktuell noch in Gesprächen.„Wir bedanken uns bei allen Spielern für ihr, teilweise jahrelanges, Engagement für die Eisbären. Die Entscheidungen sind uns nicht leichtgefallen“, erklärt Stéphane Richer. „Jeder einzelne hat einen großen Beitrag zu unseren Erfolgen geleistet. Wir wünschen ihnen viel Erfolg für ihre Zukunft.“

Der derzeitige Eisbären-Kader für die Saison 2021/22:Tor: Mathias Niederberger, Tobias Ancicka Abwehr: Kai Wissmann, Frank Hördler, EricMik, Jonas Müller, Constantin Braun Sturm: Nino Kinder, Mark Zengerle, Parker Tuomie, Giovanni Fiore, Haakon Hänelt, Sebastian Streu, Zach Boychuk, Marcel Noebels, Leo Pföderl, Matt White, Lukas Reichel.

Quelle: EHC Eisbären Berlin

Spandau gewinnt Zwischenrunde und trifft im Halbfinale auf Potsdam

Spandau 04 hat nach dem ersten Zwischenrunden-Turnier der Top 4 der Wasserball-Bundesliga vor einer Woche in Berlin nun auch das zweite Turnier in Hannover gewonnen. Damit qualifizierten die Berliner sich ungeschlagen als Erster für das Best-of-Three-Halbfinale um die 100. Deutsche Meisterschaft und treffen dort auf den Zwischenrunden-Vierten, den OSC Potsdam.

Die Spitzenposition sicherte sich Spandau im abschließenden Gipfel gegen den Meister Waspo Hannover mit einem 6:5 (0:1,1:0,3:1,2:3) Erfolg. Es war das dritte Duell der beiden Top-Teams innerhalb von sieben Tagen. Bereits vor einer Woche hatten die Hauptstädter beim ersten Zwischenrunden-Turnier mit 8:7 gewonnen, am Mittwoch danach revanchierte sich Hannover dann mit einem 8:6-Erfolg im Supercup.

Weitere Ergebnisse der zweiten Zwischenrunde:

Waspo 98 Hannover vs. OSC Potsdam: 16:7

ASC Duisburg vs. Wasserfreunde Spandau 04: 10:21

OSC Potsdam vs. Wasserfreunde Spandau 04: 13:19

Waspo 98 Hannover vs. ASC Duisburg: 17:14

Platz 3 im Ranking belegte der ASC Duisburg, der zwar den ersten Vergleich gegen Potsdam mit 11:12 verloren hatte, aber die Partie am Sonntag klar mit 10:5 Toren gewann und als Gruppen-Dritter im Halbfinale auf den Zweiten Waspo Hannover trifft.

Das erste Halbfinale werden die Spandauer auswärts am Freitag, den 14.05.2021 in Potsdam in der Schwimmhalle am Luftschiffhafen bestreiten, Anpfiff ist um 19:00 Uhr. Das Rückspiel wird in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg einen Tag später, am 16.05.2021, um 15:00 Uhr stattfinden.

Das Top-Spiel am Sonntag, 9.05.2021 fand erneut in umkämpfter, leidenschaftlicher Atmosphäre statt. Beide Abwehrreihen dominierten zunächst den Verlauf. Die 1:0-Führung von Waspo im ersten Viertel glich Spandau Mitte des zweiten Abschnitts mit einem Tor von Marin Restovic aus, sodass es mit einem ungewöhnlichen 1:1 in die Pause ging. Der Angriff beider Seiten konnte sich kaum durchsetzen, die Chancen im Überzahlspiel (10:15 Wasserverweise gegen Spandau) wurden zumeist vergeben. Die Vorentscheidung fiel im dritten Viertel, als Spandau per Doppelschlag von Marino Cagalj binnen einer Minute auf 4:2 davonzog.

Im Schlussabschnitt verkürzte Hannover zwar noch einmal auf 5:6, aber es blieb den Hannoveranern nicht mehr genügend Zeit, das Spiel zu drehen, um den ersten Platz in der Gruppe zu erreichen.

Bei Spandau erzielten Cagalj (3), Dmitri Kholod (2) und Marin Restovic (1) die Treffer.

Spandaus Torwart Laszlo Baksa zeichnete sich durch eine Menge hervorragende Paraden aus und hatte somit entscheidenden Anteil am Erfolg der Berliner.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Hertha verlängert mit Dardai

Nein, nicht Pal Dardai ist gemeint, sondern sein Sohn Márton Dárdai. Am 10. Mai verschickte Hertha BSC folgende Pressemitteilung:

Berlin – Ereignisreiche Wochen liegen hinter Márton Dárdai: Startelfdebüt und erste Torbeteiligung für unsere Profis, der Kampf um den Bundesliga-Klassenerhalt und nebenbei Abiturprüfungen in der Quarantäne. Nun folgt das nächste Highlight: Der gebürtige Berliner unterschrieb einen langfristigen Vertrag bis 2025 bei unseren Blau-Weißen. „Marton ist Herthaner durch und durch und ein weiterer toller Beleg für die herausragende Arbeit unserer Akademie. Er hat in den bisherigen Spielen seiner ersten Bundesliga-Saison schon mehrfach gezeigt, welches Potenzial er hat. Deshalb freuen wir uns, dass er auch die nächsten Jahre Teil der Hertha-Familie bleibt“, kommentierte Sportdirektor Arne Friedrich die Unterschrift des Innenverteidigers. „Ich bin Herthaner seit ich 10 bin. Es war immer mein Traum, hier Profi zu werden, deshalb war für mich auch schnell klar, dass ich bei Hertha bleibe. Ich möchte mich hier weiterentwickeln und freue mich auf alles, was noch kommt“, zeigte sich der 19-Jährige sehr glücklich über seine Vertragsunterzeichnung bei unserer ‚Alten Dame‘.

Herthaner Eigengewächs

Der Linksfuß wechselte im Sommer 2012 von seinem Heimatverein 1. FC Wilmersdorf in die Hertha BSC Fußball-Akademie und durchlief fortan sämtliche Nachwuchsteams. Neben wichtigen ersten Erfahrungen im Leistungsbereich in unserer U17 und U19 reifte der Defensivspieler zum deutschen Junioren-Nationalspieler (17 Spiele, ein Tor). Seit Frühjahr 2020 zählt der mittlere Sohn unseres Cheftrainers Pál Dárdai zum Bundesliga-Kader unserer Spreeathener. In der zurückliegenden Saison gehörte unsere Nummer 31 bereits sechsmal dem Aufgebot in der höchsten deutschen Spielklasse an. Sein Debüt feierte Dárdai allerdings erst in der laufenden Runde – beim 3:0-Auswärtssieg in Augsburg im zurückliegenden November. Seitdem sammelte der 1,88 Meter-Mann neun weitere Einsätze und verbuchte beim 1:1 in Mainz seinen ersten Scorerpunkt. Es werden in Zukunft noch weitere zahlreiche Auftritte mit der blau-weißen Fahne auf der Brust folgen!

Quelle: Hertha BSC

Nehemiah Mote wechselt in die Hauptstadt

Die BR Volleys haben wieder einen Australier in ihren Reihen: Nehemiah Mote wechselt vom Bodensee in die Hauptstadt und schließt die erste Lücke im Mittelblock. Der 27-jährige Nationalspieler stand bereits vor fünf Jahren auf der Kaderliste der Berliner, doch eine schwere Knieverletzung verhinderte damals seinen Aufschlag an der Spree. Nun fühlt sich der Mann mit den markanten Tattoos fitter denn je und möchte mit den BR Volleys das nachholen, was ihm einst verwehrt blieb.

Nachdem die BR Volleys im Jahr 2016 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Europacup gewannen, folgte in der Max-Schmeling-Halle eine denkwürdige Saisonabschlussfeier mit tausenden Fans. Und schon damals brandete lauter Jubel auf, als Kaweh Niroomand die Verpflichtung von Nehemiah Mote verkündete, denn der Australier hatte mit einer bärenstarken Saison im Trikot der früher unter dem Namen TV Ingersoll Bühl aktiven und inzwischen leider aus der Liga zurückgezogenen Badener auf sich aufmerksam gemacht. Berlin freute sich auf einen dynamischen und explosiven Schnellangreifer mit einem Gardemaß von 2.03 Metern. Im Somme folgte jedoch die Hiobsbotschaft: Kniescheibenverrenkung, Operation, lange Zwangspause und damit die unumgängliche Vertragsauflösung.

„Die Verletzung damals war hart für mich, aber ein Karriereende stand nicht im Raum. Ich wollte und musste mich in einem ziemlich langen Prozess wieder an mein vorheriges Leistungsniveau heranarbeiten. Dank der Unterstützung meiner Familie ist mir das zum Glück gelungen“, erzählt der zweifache Vater. Mote kämpfte sich über die Station Volley Amriswil (SUI) 2019 zurück in die Bundesliga. Dort avancierte er nun erneut für zwei Jahre – diesmal im Trikot des VfB Friedrichshafen – zu einer schillernden Figur auf der Mittelblocker-Position. Unvergessen sein “One-handed Block“ gegen Timothée Carle im Hauptrundenspiel in Berlin – eine Aktion, die in keinem Saisonhighlight-Zusammenschnitt fehlen dürfte.

Jetzt wechselt „Nemo“ die Netzseite und wird zukünftig mit Carle und Co gemeinsam die Vereinsfarben des Hauptstadtclubs tragen. Dafür hat der Australier einen Zweijahreskontrakt unterschrieben: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich diese Chance noch einmal erhalte und die BR Volleys an meine Tür klopfen. Berlin ist Berlin. Dieses Team ist hochveranlagt, die Standards und Erwartungshaltung sind mindestens genauso hoch. Ich will hier keinen Tag verschwenden und immer mein Bestes geben, dann kann ich meinem neuen Team hoffentlich helfen.“ Für Geschäftsführer Kaweh Niroomand ist Mote definitiv ein Zugewinn: „Er hatte ein wirklich starkes Jahr in Friedrichshafen, darum freuen wir uns, dass er sich nun für uns entschieden hat.“ Diese Einschätzung teilt auch der Spieler selbst: „Ich war zufrieden mit meiner Leistung und hatte auch eine wichtige Rolle in der Mannschaft als Stabilisator und Energiespender. Leider gab es nicht das erhoffte Ende, aber persönlich kann ich ein positives Fazit ziehen. Ich habe Friedrichshafen viel zu verdanken.“

Nun also der Schritt in die Hauptstadt, der Niroomand freut: „Wir haben Nehemiah niemals aus den Augen verloren und sind uns mit dem Trainerteam einig, dass er perfekt in unser Profil für den Mittelblock passt.“ Was genau „passt“, erklärt Coach Cedric Enard: „Im Zusammenspiel mit Sergey Grankin ist seine Dynamik im Angriff eine echte Waffe. Nehemiah ist aber auch ein guter Blocker und kann seine Mitspieler emotional mitreißen. Außerdem gibt er unserem Spiel dank seines aggressiven Float-Service – einem der besten der Liga – ein neues Element. Bei all dem, was er mitbringt, freue ich mich einfach, mit ihm zu arbeiten.“

„Service“ ist nicht nur in seines Trainers Augen ein wichtiger Faktor, denn mit diesem Begriff erklärt Mote seine auffälligen Tattoos auf Bauch und Oberschenkeln: „Vereinfacht in einem Wort bedeutet das Service: Gib das Beste, was du hast, für etwas oder jemanden. Das kann deine Familie, dein Land, deine Kultur oder auch dein Klub sein. Meine Tattoos sind aber noch nicht abgeschlossen. Ich habe eines für meinen ältesten Sohn und brauche noch eines für meinen jüngeren.“ Wie seine Köperbemalungen will er auch seine Karriere weiter ausbauen – im Sommer zunächst mit den „Volleyroos“ in der Volleyball Nations League und bei den Asien-Meisterschaften, dann endlich im orangen BR Volleys Trikot: „Ich habe 2014 vor 5.000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mit Bühl mein zweites Spiel als Profi bestreiten dürfen. Das war unvergesslich und ich hoffe, dass das im Oktober annährend wieder möglich ist.“

Quelle: Christof Bernier

BBSC Berlin Saisonrückblick Teil Zwei

Nach dem Blick auf die 2. Bundesliga in der vergangenen Woche widmet sich Annette Klatt in ihrem heutigen Beitrag dem Umfeld, einem kleinen Ausblick und der Jugendarbeit:

Wir sind eine echte Vereins-Familie. Auf alle Helfer/Unterstützer war immer und auch gerade in diesen schwierigen Zeiten Verlass. Ich habe das als einen ganz angenehmen Gegenpol in einer sonst schwierigen Zeit empfunden. Wir merken an dieser Zuverlässigkeit, was ein Vereinsleben ausmacht. Wir möchten uns wie immer ganz herzlich bedanken bei unseren treuen Helfern, die unsere Spieltage in der 2. Bundesliga abgesichert und so ausgerichtet haben, als wäre es ein ganz normaler Spieltag.

Auch am Saisonende wollen wir an diejenigen erinnern, die in der vergangenen Saison durch ihre Beiträge den Spiel- und Trainingsbetrieb erst ermöglicht haben. Im Umfeld der Bundesligamannschaft sind es letztendlich auch die Gelder der Sponsoren,  die für die Vielzahl an Aufwendungen die Mittel bereitstellen. Ohne unsere Sponsoren gäbe es keinen Zweitligabetrieb in Köpenick. Nur stellvertretend für alle, die uns mit Geldern und Sachleistungen zur Seite gestanden haben, wollen wir die Firmen Kummer Erdbau und KW Ambulance erwähnen, deren Inhaber und Mitarbeiter hohen persönlichen Einsatz für unseren Verein gezeigt haben. Aus diesem Grund: ein ganz fettes Dankeschön an alle, die Mittel für den Volleyball-Leistungssport und Breitensport in Köpenick zur Verfügung stellen.

Ab Februar 2021 haben wir zu den Heimspielen aus der Hämmerlinghalle einen Livestream bereitgestellt, so dass die Fans die Zweitligaspiele immerhin am heimischen PC mitverfolgen konnten. Natürlich war es eine große Herausforderung, die Technik zu installieren und zum Laufen zu bringen. Deshalb: Vielen Dank auch an diese Organisatoren, Techniker und Moderatoren für diesen echten „Lichtblick“ für unsere Fans!

Aktuell läuft die Planung für die neue Spielzeit.  Eine normale Saison wird es sicherlich wieder nicht werden. Geplant sind erneut drei überregionale Teams. Für das Zweitliga Team wird es einen Trainerwechsel geben. Robert Hinz hat sich entschlossen, eine neue Herausforderung anzunehmen – wir danken ihm für seine außerordentlich erfolgreiche Arbeit mit der Bundesligamannschaft. Auch einige Spielerinnen werden uns verlassen: Alina Gottlebe-Fröhlich sowie Stephanie Utz werden nach vielen Jahren Leistungssport in der nächsten Saison nicht mehr in der 2. Liga auflaufen. Das Spiel gegen Stralsund am 24.04.2021 war der letzte Auftritt der beiden mannschaftsdienstlichen, hochgradig zuverlässigen und gleichzeitig leistungsstarken Akteurinnen für den BBSC sein. Wir wünschen unseren beiden Volleyballverrückten für die Zukunft nur das Beste!

Auch in der Dritten Liga und in der Regionalliga werden uns einige Spielerinnen nicht mehr zur Verfügung stehen. Corona wird wohl zumindest teilweise eine Ursache gesetzt haben, da die ungewisse Zukunft für viele Spielerinnen ein KO-Kriterium ist, wenn es um die weitere Lebensplanung geht. Das ist für die BBSC-Konzeption ausgesprochen schwierig, wenn es darum geht, trotzdem für die neue Saison ein schlagkräftiges Team zu formen. In der 3. Liga wird es voraussichtlich ein sehr junges Team geben, im Wesentlichen bestehend aus Spielerinnen U20. Hier wartet auf uns noch sehr viel Arbeit, um eine gute Basis für eine erfolgreiche Saison vorzubereiten.

Freilich muss anerkannt werden: Eine erfolgreiche Saison steht und fällt sowohl für den Verein als auch für viele Spielerinnen mit der Weiterentwicklung der Pandemie. Die Lebensplanung durch eine Mannschafts- und Saisonbindung zu beeinflussen und dann vielleicht die 3. Saison nacheinander doch nicht spielen zu können – wer kann das akzeptieren?

Nichtsdestotrotz sind wir bestrebt, in der nächsten Spielzeit wieder Normalität zu erreichen. Leider mussten wir unser Trainingslager, dass wir für die letzte Ferienwoche in Polen geplant hatten, auch coronabedingt absagen, da wir die für den polnischen Betreiber erforderliche Sicherheit in der langfristigen Planung nicht aufbringen können. In den Vorjahren waren wir regelmäßig mit 50-60 Kindern im Trainingslager unterwegs. Wir hoffen sehr, die wirklich guten Bedingungen in Polen im kommenden Jahr wieder nutzen zu können! Wir werden aus diesem Grund versuchen, bei grundsätzlicher Realisierbarkeit eines Trainingslagers in den dann hoffentlich nutzbaren Hallen in Berlin (Merlitzstraße oder Hämmerling-Halle) mit allen Kindern, die dafür Interesse zeigen, besondere Erlebnisse in der Art eines Trainingslagers zu schaffen.

Die größten „Bauchschmerzen“ habe ich bei den Jugendmannschaften für die Zukunft. Ob die Kinder uns auch nach mehr als anderthalb Jahren maximal „Trockentraining“ im kommenden Jahr zur Verfügung stehen werden? Statt Ball- immer nur Onlinetraining, wenn schon der normale Schulunterricht fast ausschließlich online läuft? Das ist kaum etwas, was Spaß macht, was motiviert, was die Kinder an den Verein bindet. Wir hoffen ganz stark, dass wir so viele Kinder wie möglich wieder in die Hallen zurückbekommen, wenn wir von den staatlichen Stellen das grüne Licht für die Nutzung der Sportstätten erhalten.

Mittlerweile steht die Beachsaison vor der Tür. Wir nehmen an, dass wenigstens im Freien das Training zulässig wird – und auch ein paar Spiele im Wettkampfmodus absolviert werden können.

Unsere Energie und unser Optimismus sind trotz aller Umstände ungebrochen. Wir wollen die weiteren Herausforderungen mit unseren treuen Sponsoren /Partnern und Unterstützern in der kommenden Saison gemeinsam stemmen!

Eisbären holen achte Meisterschaft

Die Entscheidung, wer sich den Titel 2021 holt, fiel am 07. Mai und das Wetter gab im Laufe des Tages alles, was zum Eishockeysport passen könnte. Es war zu kalt und in den Regen mischten ein paar Schneeschauer. In der Arena am Ostbahnhof durften keine Zuschauer dabei sein. Vor der Halle versammelten sich ein paar Fans. Sie hatten am 8. März 2020, vor über einem Jahr, letztmals ein Spiel in der Arena verfolgen können.

Im 1. Drittel erzielten beide ein schnelles Tor. Erst waren die Eisbären dran, Daren Olver brachte in der zweiten Minute den Puck im Tor unter. Nur 25 Sekunden später schlugen die Gäste zurück. Der Treffer war strittig. Ein Spieler der Wolfsburger hatten seinen Helm verloren, eigentlich hätte er sofort vom Eis gehen müssen, bevor er das tat, beförderte er den Puck noch zu einem Mitspieler. Den kurzen Moment der Verwirrung nutzten die Grizzlys und es war Mathis Olimb, der ins Tor traf. Es blieb eine Tatsachenentscheidung, ein Videobeweis ist in solch einer Situation nicht möglich. Das Reklamieren der Eisbären brachte nichts, diese krasse Fehlentscheidung schleppten die Eisbären mit. So ganz nebenbei, statt des 1:1, hätte es eine Strafe gegen die Grizzlys geben müssen. Das Unentschieden hielt bis zur ersten Drittelpause. Wolfsburg konterte gefährlich und die Eisbären hatten Mühe, ihren Rhythmus zu finden. Auch ein Überzahlspiel konnten sie nicht nutzen.

Im Mittelabschnitt kamen die Eisbären mit mehr Energie aus der Kabine. In der 24. Minute war es ein onetimer von Leo Pföderl, der die Eisbären mit 2:1 in Front brachte. Die Vorlage kam von Kai Wissmann, der gut nachsetzte und den Puck eroberte. Die knappe Führung hielt bis zur Drittelpause.

Der Schlussabschnitt begann mit einer Überzahl für die Eisbären, aus der sie nichts machten. So stand es Spitz auf Knopf, die Grizzlys nahmen wieder Witterung auf. Es waren noch elf Minuten auf der Uhr, da gab es eine Strafe gegen die Eisbären. Mit Glück und Geschick verteidigten sie ihr Tor. In der 55. Minute hätte Marcels Noebels alles klarmachen können. Er scheiterte an Dustin Strahlmeier, dem Verteidiger war er enteilt. In dieser Saison war mehr das Vorbereiten von Toren sein Ding. Die zweite Luft hatten jetzt die Wolfsburger, die alles reinwarfen, was noch im Tank war. Sie wollten den Ausgleich. Der knappe Spielstand hielt bis zur Schlusssekunde.

Dann war es so weit, Helme, Handschuhe und Schläger folgen aus das Eis, die Jubelfeier nahm ihren Anfang. Es fehlte leider an Fans im Revier. Die Spielerfrauen waren im letzten Spiel der Saison zur Verstärkung anwesend.

Meister 2021 und somit zum 8. Mal in ihrer DEL-Geschichte, die Eisbären Berlin.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Wir lagen in allen Serien mit 0:1 zurück und standen jedes Mal mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft hat aber nie aufgegeben, hat sich immer zurückgekämpft und jetzt sind wir Meister. Ich bin unglaublich stolz auf mein Team. Es war ein sehr spezielles Jahr und wir vermissen unsere Fans. Dieser Titel ist auch für sie. Wir können es kaum erwarten, wieder vor ihnen zu spielen.“

Frank Hördler (VerteidigerEisbären Berlin): „Respekt an Wolfsburg, sie haben super gespielt. Es war eine sehr harte und enge Serie. Es hätte tatsächlich auch in die andere Richtung gehen können. Auch heute haben sie zum Ende hin noch einmal richtig Druck aufgebaut. Der Charakter unserer Mannschaft ist aber unbeschreiblich. Es macht Spaß mit ihnen jeden Tag zusammenzuspielen. Vom ersten Spiel an haben wir an uns geglaubt. Auch als wir in den Serien zurücklagen.“

Ryan McKiernan (Verteidiger Eisbären Berlin): „Man hätte den Eindruck haben können, dass wir das erste Spiel jeder Serie verlieren mussten und den Druck gebraucht haben. Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaftkollegen, wir sind im Laufe der Saison unglaublich eng zusammengewachsen. Respekt an Wolfsburg, sie haben auch eine gute Serie gespielt. Wir haben nach der Niederlage zum Finalauftakt unser System geändert. Das war ausschlaggebend und jetzt sind wir Meister. Ich freue mich über die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Playoffs. Diesen Preis hätte aber jeder in unserer Mannschaft verdient gehabt.“

DEL Finale Spiel 3 (best of three)

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)

Aufstellungen:

Eisbären Berlin: Niederberger (Ancicka) –Müller, Ramage (A); Després, McKiernan; Hördler (C), Wissmann (A); Mik –Noebels, Reichel, Pföderl; Boychuk, Zengerle White;Fiore, Olver, Foucault; Labrie, Streu, Tuomie –Trainer: Serge Aubin Grizzlys Wolfsburg: Strahlmeier (Pickard) –Melchiori, Likens; Wurm, Bruggisser; Möser, Bittner; Adam –Furchner, Järvinen, Görtz; Rech, Olimb, Machacek; Fauser, Festerling, Jormakka; Hungerecker, Raabe, Busch –Trainer: Pat Cortina

Torfolge:

1:0 – 01:49–Olver(Foucault,Fiore) –EQ

1:1 – 02:14 –Olimb(Busch, Melchiori)–EQ

2:1 – 23:19 –Pföderl (Wissmann) –EQ

Strafen:

Eisbären Berlin: 4 (0, 2, 2) Minuten –Grizzlys Wolfsburg: 4(2, 0, 2) Minuten

Schiedsrichter: Marian Rohatsch, Andre Schrader(Jonas Merten, Nikolaj Ponomarjow)

Cody Kessels Kämpferherz schlägt weiter für Berlin

Die eine oder andere Freudenträne hat Cody Kessel vor exakt drei Wochen verdrückt, als der 29-Jährige seine erste Deutsche Meisterschaft mit den Berlin Recycling Volleys feiern durfte. Ehe der US-Amerikaner in den Finals gegen den VfB Friedrichshafen heiß lief, waren sich Spieler und Verein bereits einig: Man wollte den gemeinsamen Weg weitergehen. Nun ist auch die Tinte auf dem Vertrag trocken, denn bevor Kessel zum Trainingscamp der US-Nationalmannschaft abhob, unterzeichnete der Außenangreifer für ein weiteres Jahr in Berlin.

„Es war uns wichtig, Cody hier zu halten, weil er in den vergangenen beiden Jahren dank seines engagierten Auftretens zu einem Gesicht unserer Mannschaft geworden ist“, erklärt Geschäftsführer Kaweh Niroomand über den sprungstarken Außen-Annahme-Spieler und betont: „Was Cody für das Team beitragen kann, hat er nicht zuletzt in den Playoffs eindrucksvoll gezeigt.“ Der US-Boy war nämlich nicht nur in den Finals gegen Friedrichshafen eine prägende Figur. Kessel setzte schon im Halbfinale gegen die SWD powervolleys Düren enorm wichtige Impulse. Als es beim „Do or Die“-Match im Rheinland zur Entscheidung kam, sprang Kessel mit der für ihn typischen Energie in die Bresche und hatte einen maßgeblichen Anteil am 3:1-Auswärtssieg und dem damit verbundenen Finaleinzug. Ähnliches gelang ihm im richtungsweisenden ersten Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Am Bodensee kam es dank seiner Hilfe nach einem 0:2-Rückstand zur Wende. Dadurch hatte Kessel sich einen Stammplatz erarbeitet und überzeugte in der gesamten Serie, bis der elfte Meistertitel schließlich eingefahren war.

Somit erfüllte sich der 1.97-Meter-Mann einen Traum, auf den er sehr lange und intensiv hingearbeitet hat: „Dieser Erfolg bedeutet mir wirklich viel. Abgesehen von unserem Pokalsieg 2020 ist das mein erster großer Titel. Die Dramaturgie mit dem Rückstand im Halbfinale und einem schwierigen Start im Finale machten es noch einmal emotionaler“, blickt Kessel zurück. Seine Leistungen fanden auch in der Heimat Beachtung und so durfte er sich jüngst über einen Anruf von John Speraw, seines Zeichens Trainer von Team USA, und eine Einladung ins Trainingscamp freuen. Aktuell kann Cody Kessel sich also in Kalifornien für die anstehenden Aufgaben (Volleyball Nations League, Olympia, NORCECA Championships) empfehlen. Je nach Einsatzzeiten für die US-Mannschaft wird er im Spätsommer – sicher zur Freude zahlreicher BR Volleys Fans – nach Berlin zurückkehren. Dann wünscht sich die Nummer Elf vor allem, „endlich wieder vor unseren Fans und großer Kulisse in der Max-Schmeling-Halle spielen zu können. Es gibt schlicht nichts Vergleichbares.“

Auch Cedric Enard freut sich auf Kessels Rückkehr. Der BR Volleys Coach weiß, was er an seinem Angreifer hat: „Cody ist ein Energiespender für unser Team, einfach ein großartiger Mannschaftsspieler und Kämpfer. Mit seiner Handlungshöhe liegt seine Qualität vor allem im Angriff und Block, in der oberen Annahme ist er ebenso stark. Er ist ein sehr guter Einwechselspieler, hat aber auch jederzeit das Potenzial, Starter zu sein.“ Dabei wird der Konkurrenzkampf im Berliner Außenangriff in der Saison 21/22 nicht geringer, im Gegenteil. Aber mit seiner gewohnt positiven Art fiebert Kessel auch dieser Herausforderung entgegen: „Ich mag den teaminternen Wettstreit. Das ist es, was mich individuell und uns als gesamte Mannschaft ständig besser macht, um unsere ehrgeizigen Ziele in allen Wettbewerben zu erreichen.“

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Hannover gewinnt den vierten Supercup gegen Spandau 04 in Serie

Pokalsieger Spandau 04 hat am Mittwochabend in Hannover bei der 21. Austragung des Wasserball-Supercups das Top-Duell gegen Meister Waspo Hannover mit 6:8 (0:1,3:2,2:3,1:2) verloren und damit den ersten Erfolg in diesem Wettbewerb seit 2016 verpasst. Für Hannover war es der vierte Supercup-Triumph in Serie seit 2017 und der sechste insgesamt. 1979 war die Trophäe „Jüngling von Praxiteles“ von 04-Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftet worden. Seitdem wurde sie nur von Spandau (15-mal) und Hannover (6-mal) gewonnen.

Die erst im dritten Anlauf nach zwei Verschiebungen auf Grund der Corona-Pandemie (Oktober 2020, März 2021) ohne Zuschauer realisierte Partie im Stadionbad Hannover endete nach spannendem und hochklassigem Verlauf verdient zugunsten der Niedersachsen, deren größere Durchsetzungskraft im Angriff den entscheidenden Ausschlag zu ihren Gunsten gab. Damit gelang ihnen die Revanche für die 7:8-Niederlage am vergangenen Sonntag in der Bundesliga in Berlin.

In der lange von starken Defensiven bestimmten Begegnung lag Hannover in der ersten Hälfte durchgängig in Führung, konnte sich aber nicht absetzen. Im Startviertel fiel nur ein Treffer für den Gastgeber, im zweiten Abschnitt glich Spandau den jeweiligen Ein-Tore-Vorsprung dreimal aus und erreichte den 3:3-Gleichstand. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Center Mateo Cuk die Berliner erstmals in Führung (4:3). Der ausgeglichene Spielverlauf auf Augenhöhe setzte sich aber auch nach der Pause fort.

Zweimal lag Spandau vorn, zweimal stand es unentschieden, in das Schlussviertel ging Hannover mit einem 6:5-Vorteil. Diesen baute Waspo mit Beginn des finalen Abschnitts auf 8:5 aus, der 3:0-Lauf binnen 3:20 Minuten brachte die Entscheidung. Spandau konnte 12 Sekunden vor Schluss nur noch verkürzen.

Bester Torschütze für Waspo war der überragende Kapitän Julian Real mit drei Treffern, bei Spandau war Dmitri Kholod (2) am erfolgreichsten. Außerdem netzten Remi Saudadier, Mateo Cuk, Nikola Dedovic und Marin Restovic je einmal ein. Insgesamt standen sich Hannover und Spandau zum achten Mal im Supercup gegenüber – sechs dieser Duelle gewann Waspo.

Quelle: Peter Röhle

BBSC Berlin – Saisonrück- und Ausblick

Saisonrückblick und Ausblick – Gedanken des Vorstands des BBSC Berlin (Teil 1)

Im September 2020 ist der BBSC wie gewohnt mit drei überregionalen Mannschaften in eine ganz besondere Saison gestartet. Auch alle Jugendteams wurden so wie in den Vorjahren wieder gemeldet. Wir hatten schon die Erwartung, dass es keine ganz normale Saison geben wird. Alle waren gespannt – aber schon sehr schnell stellte sich heraus, dass die Befürchtungen wahr werden: Bereits im Oktober fielen Spiele aus, Ende Oktober wurde der Spielbetrieb in der 3. Liga und in der Regionalliga eingestellt. Es durften dann von der Jugend bis zur Dritten Liga weder Spielbetrieb noch Trainingsaktivitäten realisiert werden. Das Ganze zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Zwischenzeitlich wurde zwar kurz gelockert, aber nachfolgend wieder in den Erstarrungszustand zurückversetzt. Für kein Team unterhalb der Zweitligamannschaft konnte Spielbetrieb oder üblicher Trainingsbetrieb angeboten werden. Das war für alle Seiten – Spielerinnen, Trainer und Vorstand – außerordentlich deprimierend.

Auch für die Zweitligamannschaft war es eine ganz besondere Saison. Sie war das einzige Team, das trainieren und spielen durfte – fast durchgängig ohne Zuschauer. Die ersten Spiele durften zum Saisonbeginn zwar noch mit zahlenmäßig begrenztem Publikum absolviert werden, aber das organisatorische Drumherum war für den Vorstand des BBSC und die Helfer im Umfeld ein sehr hoher Arbeitsaufwand. Es mussten für jedes Spiel und für jedes Training Hygienekonzepte erstellt werden, alle mussten lernen diese einzuhalten und gerade zu Anfang der Saison war das ein sehr verrückter Zustand, an den sich keiner gewöhnen möchte! Im November wurde durch eine Coronainfektion die Zweitligamannschaft in Quarantäne geschickt. Anschließend hat die Volleyball Bundesliga beschlossen, dass bis Mitte Januar für alle Mannschaften kein Spiel- und Trainingsbetrieb stattfinden darf. Im Resultat hatte das Team die Mammutaufgabe, von Mitte Januar bis Saisonende im April alle ausgefallenen Spiele nachzuholen.

Ich ziehe den imaginären Hut vor dem Team, in dem alle mitgezogen haben, um diese schwierige Aufgabe zu bewältigen. Erschwerend hinzu kamen die schwere Verletzung von wichtigen Spielerinnen im Januar/Februar . Das ohnehin nicht üppig besetzte Team wurde noch zusätzlich dezimiert. Trotzdem hat die Mannschaft es geschafft, erfolgreich ihren Weg zu gehen und vor allem dabei weiterhin den Spaß am Volleyballsport nicht zu verlieren – trotz der leeren Hallen und der vielen Coronatests. Denn diese Tests mussten ständig gemacht werden, um überhaupt trainieren und spielen zu können. Ein normales Spieltagsgeschehen oder normaler Trainingsbetrieb sieht anders aus. Wie das Team mit der Situation umgegangen ist, Leistungssport und Spaß am Spiel trotz aller Unannehmlichkeiten zu verbinden – das war schon Klasse und nötigt uns Respekt ab.

Sehr schwierig ist es, dass wir für unsere Unterstützer – über die Aktionen in den sozialen Medien hinaus – nie präsent sein konnten. Üblicherweise hatten wir in den vergangenen Jahren schöne Gelegenheiten, gemeinsame Veranstaltungen durchzuführen, um als Dank für das Engagement der Sponsoren für uns etwas zurückzugeben. Wir hatten zum Beispiel in den letzten Jahren regelmäßig Austausch mit unserem Partner Best Sabel – die Cheerleader traten bei BBSC-Spieltagen auf, im Gegenzug standen die Zweitligaspielerinnen am Tag der offenen Tür beim Bildungsträger zur Verfügung. Dies durfte alles nicht mehr passieren. Auch bei der AOK hatten wir verschiedene Veranstaltungen geplant, genau wie bei unserem Sponsor Seeger Gesundheitshaus. Schon zum zweiten Mal darf auch unser besonders beliebtes gemeinsames Saisonabschlussturnier mit den Sponsoren nicht stattfinden. Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Sponsoren für die gezeigte Treue, dass sie zu uns gehalten haben in dieser schweren Zeit und wir hoffen natürlich, dass in der nächsten Saison schrittweise wieder etwas mehr gemeinsame Aktivitäten und Kooperation möglich sein werden.

Quelle: BBSC Berlin/Vorstand Annette Klatt