Spandau gewinnt Zwischenrunde und trifft im Halbfinale auf Potsdam

Spandau 04 hat nach dem ersten Zwischenrunden-Turnier der Top 4 der Wasserball-Bundesliga vor einer Woche in Berlin nun auch das zweite Turnier in Hannover gewonnen. Damit qualifizierten die Berliner sich ungeschlagen als Erster für das Best-of-Three-Halbfinale um die 100. Deutsche Meisterschaft und treffen dort auf den Zwischenrunden-Vierten, den OSC Potsdam.

Die Spitzenposition sicherte sich Spandau im abschließenden Gipfel gegen den Meister Waspo Hannover mit einem 6:5 (0:1,1:0,3:1,2:3) Erfolg. Es war das dritte Duell der beiden Top-Teams innerhalb von sieben Tagen. Bereits vor einer Woche hatten die Hauptstädter beim ersten Zwischenrunden-Turnier mit 8:7 gewonnen, am Mittwoch danach revanchierte sich Hannover dann mit einem 8:6-Erfolg im Supercup.

Weitere Ergebnisse der zweiten Zwischenrunde:

Waspo 98 Hannover vs. OSC Potsdam: 16:7

ASC Duisburg vs. Wasserfreunde Spandau 04: 10:21

OSC Potsdam vs. Wasserfreunde Spandau 04: 13:19

Waspo 98 Hannover vs. ASC Duisburg: 17:14

Platz 3 im Ranking belegte der ASC Duisburg, der zwar den ersten Vergleich gegen Potsdam mit 11:12 verloren hatte, aber die Partie am Sonntag klar mit 10:5 Toren gewann und als Gruppen-Dritter im Halbfinale auf den Zweiten Waspo Hannover trifft.

Das erste Halbfinale werden die Spandauer auswärts am Freitag, den 14.05.2021 in Potsdam in der Schwimmhalle am Luftschiffhafen bestreiten, Anpfiff ist um 19:00 Uhr. Das Rückspiel wird in der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg einen Tag später, am 16.05.2021, um 15:00 Uhr stattfinden.

Das Top-Spiel am Sonntag, 9.05.2021 fand erneut in umkämpfter, leidenschaftlicher Atmosphäre statt. Beide Abwehrreihen dominierten zunächst den Verlauf. Die 1:0-Führung von Waspo im ersten Viertel glich Spandau Mitte des zweiten Abschnitts mit einem Tor von Marin Restovic aus, sodass es mit einem ungewöhnlichen 1:1 in die Pause ging. Der Angriff beider Seiten konnte sich kaum durchsetzen, die Chancen im Überzahlspiel (10:15 Wasserverweise gegen Spandau) wurden zumeist vergeben. Die Vorentscheidung fiel im dritten Viertel, als Spandau per Doppelschlag von Marino Cagalj binnen einer Minute auf 4:2 davonzog.

Im Schlussabschnitt verkürzte Hannover zwar noch einmal auf 5:6, aber es blieb den Hannoveranern nicht mehr genügend Zeit, das Spiel zu drehen, um den ersten Platz in der Gruppe zu erreichen.

Bei Spandau erzielten Cagalj (3), Dmitri Kholod (2) und Marin Restovic (1) die Treffer.

Spandaus Torwart Laszlo Baksa zeichnete sich durch eine Menge hervorragende Paraden aus und hatte somit entscheidenden Anteil am Erfolg der Berliner.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Licht am Ende des Wasserball-Tunnels und ein starker 04-Neuzugang

Nach wochenlanger Coronavirus-bedingter Wettkampfpause haben sich die Topvereine des Deutschen Schwimmverbandes auf eine mögliche Wiederaufnahme der noch offenen nationalen Wettbewerbe (Meisterschaft, Pokal) verständigt.

Die Liga soll in Halbfinals (1 vs. 4, 2 vs. 3) und Playoff-Endspielen den Meister ermitteln. Die Wasserfreunde werden trotz des Hinspiel-Auswärtserfolgs in Hannover und der damit verbundenen Zwei-Punkte-Führung beim Saisonabbruch im März diesen Jahres zunächst Ende August (wahrscheinlich am 29.8.20) in einer eigens angesetzten Partie gegen W98 Hannover um den ersten Platz in der Tabelle spielen. Der Gewinner dieses Spiels hat dann den Heimvorteil im Playoff-Finale (Best of Five). Weiterhin haben sich die Wasserfreunde Spandau 04 um die Austragung des Pokal-Final Four in Berlin (26.9. -27.9.2020) beworben, in dem neben den Berlinern und W98 Hannover außerdem ASC Duisburg und OSC Potsdam vertreten sind.

Zudem vermeldet der Rekordmeister aus der Hauptstadt auch eine personelle News: Für die im Herbst startende Saison 2020/21 wurde der 26-jährige Kroate Marino Cagalj (geb. 23.6.1994) verpflichtet. Marino Cagalj spielt auf der Position des Centerverteidigers. Der ursprünglich von Morna Split kommende Cagalj spielte in der vergangenen Saison für Montenegros Meister Jadran Herceg Novi (Spandau-Gegner in der Champions League-Hauptrunde) und davor für Mladost Zagreb (2018/19 CL-Gegner von Spandau). In Herceg Novi hatte er einen Zweijahresvertrag, aus dem ihn die Montenegriner, die nach vier Abgängen von Top-Spielern um die Präsenz in der „Königsklasse“ fürchten müssen, nun wegen der finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie vorzeitig entließen. Er erhielt bei Spandau einen Zweijahresvertrag. Cagalj holte mit Kroatien bei der Junioren-EM 2011 Gold, gewann bei der U20-EM 2012 Bronze und der U20-WM 2013 Silber. Für Kroatien bestritt er knapp 20 Länderspiele. Die Balkan-Presse vermeldete den Wechsel nach Berlin unter der Überschrift „Er verließ Montenegro und fand das Glück in Deutschland“. Spandaus Trainer Petar Kovacevic kommentierte: „Mit Centerverteidiger Marino Cagalj hoffen wir eine gelungene Verstärkung für unser Team gefunden zu haben, die uns weiterhilft und stärker macht.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau