Hannover gewinnt den vierten Supercup gegen Spandau 04 in Serie

Pokalsieger Spandau 04 hat am Mittwochabend in Hannover bei der 21. Austragung des Wasserball-Supercups das Top-Duell gegen Meister Waspo Hannover mit 6:8 (0:1,3:2,2:3,1:2) verloren und damit den ersten Erfolg in diesem Wettbewerb seit 2016 verpasst. Für Hannover war es der vierte Supercup-Triumph in Serie seit 2017 und der sechste insgesamt. 1979 war die Trophäe „Jüngling von Praxiteles“ von 04-Wasserballwart Dr. Günter Schwill gestiftet worden. Seitdem wurde sie nur von Spandau (15-mal) und Hannover (6-mal) gewonnen.

Die erst im dritten Anlauf nach zwei Verschiebungen auf Grund der Corona-Pandemie (Oktober 2020, März 2021) ohne Zuschauer realisierte Partie im Stadionbad Hannover endete nach spannendem und hochklassigem Verlauf verdient zugunsten der Niedersachsen, deren größere Durchsetzungskraft im Angriff den entscheidenden Ausschlag zu ihren Gunsten gab. Damit gelang ihnen die Revanche für die 7:8-Niederlage am vergangenen Sonntag in der Bundesliga in Berlin.

In der lange von starken Defensiven bestimmten Begegnung lag Hannover in der ersten Hälfte durchgängig in Führung, konnte sich aber nicht absetzen. Im Startviertel fiel nur ein Treffer für den Gastgeber, im zweiten Abschnitt glich Spandau den jeweiligen Ein-Tore-Vorsprung dreimal aus und erreichte den 3:3-Gleichstand. Erst zu Beginn der zweiten Hälfte brachte Center Mateo Cuk die Berliner erstmals in Führung (4:3). Der ausgeglichene Spielverlauf auf Augenhöhe setzte sich aber auch nach der Pause fort.

Zweimal lag Spandau vorn, zweimal stand es unentschieden, in das Schlussviertel ging Hannover mit einem 6:5-Vorteil. Diesen baute Waspo mit Beginn des finalen Abschnitts auf 8:5 aus, der 3:0-Lauf binnen 3:20 Minuten brachte die Entscheidung. Spandau konnte 12 Sekunden vor Schluss nur noch verkürzen.

Bester Torschütze für Waspo war der überragende Kapitän Julian Real mit drei Treffern, bei Spandau war Dmitri Kholod (2) am erfolgreichsten. Außerdem netzten Remi Saudadier, Mateo Cuk, Nikola Dedovic und Marin Restovic je einmal ein. Insgesamt standen sich Hannover und Spandau zum achten Mal im Supercup gegenüber – sechs dieser Duelle gewann Waspo.

Quelle: Peter Röhle

Wasserball – Deutscher Supercup 2020

Der 21. Wasserball-Supercup der Männer zwischen Meister Waspo Hannover und Pokalsieger Spandau 04, der am kommenden Samstag in Hannover stattfinden sollte, fällt wegen eines positiven Corona-Test beim Gastgeber aus. Das wurde am Dienstag, 9. März von Waspo bekanntgegeben. Beim den Niedersachsen hatte es am Sonntag, 7. März nach der Rückkehr vom Champions League-„Blasen“-Turnier in Budapest bei einem Akteur einen entsprechenden Befund gegeben. Am Montag, 8. März wurde bei einem weiteren PCR-Test aller Waspo-Budapest-Fahrer dieses Ergebnis bestätigt.

Danach gehen nun alle Beteiligten in die Quarantäne, deren Dauer noch exakt festzulegen ist. Fakt ist, dass damit der am Samstag, 13. März (16 Uhr) anstehende Supercup nicht stattfinden wird. Ob der Bundesliga-Start eine Woche darauf (20. März) in Turnierform vollzogen werden kann, ist offen. Der Supercup, den seit 1979 bislang nur Spandau (15 Mal) und Hannover (5 Mal) gewonnen haben, hätte ursprünglich bereits am 25. Oktober 2020 stattfinden sollen, wurde aber bereits da wegen der sich beschleunigenden Corona-Pandemie abgesagt. Es wird ein neuer Spieltermin, möglichst zeitnah gesucht.

Quelle: Wasserfreunde 04/Peter Röhle