Nur noch vier Vereine haben die Chance

Foto: Eckhard Herfet

Noch vier Bundesligateams haben die Chance, morgen ihre Mission Mannheim erfolgreich zu erfüllen. In einem von zwei Halbfinalspielen des DVV-Pokals treten die BR Volleys auswärts bei der SVG Lüneburg an (13. Dez um 18.10 Uhr) und hoffen nach dem zuletzt enttäuschenden Auftreten gegen die AlpenVolleys Haching auf Wiedergutmachung. Das Match in der Hamburger CU Arena zeigt SPORT1 parallel zum Duell Friedrichshafen gegen Düren erstmals live in einer Free-TV-Konferenz!

Noch ein letzter Schritt trennt die Berlin Recycling Volleys vom dritten Einzug ins DVV-Pokalfinale in nur vier Jahren. Besagter Schritt dürfte allerdings ein ausgesprochen großer über das Hamburger Elbwasser werden. Für das morgige Halbfinalspiel weichen die Lüneburger einmal mehr in die nahegelegene CU Arena aus, wo man schon in der Vorsaison gegen die Hauptstädter zweimal den Heimvorteil nutzen konnte (3:0 und 3:1). Bei den Norddeutschen fühlt man sich für das morgige Halbfinale nicht nur deshalb aller bestens gerüstet. Die SVG steht nach dem ersten Saisondrittel hervorragend da, hat in der Bundesliga 16 von 21 möglichen Punkten (4 mehr als Berlin) geholt und könnte am Donnerstag zum zweiten Mal nach 2015 den Sprung ins Pokal-Endspiel schaffen. Im Viertelfinale triumphierten die „LüneHünen“ in eindrucksvoller Manier bei den United Volleys Frankfurt (3:1) und in der Volleyball Bundesliga gewann man jüngst souverän in Bühl (3:0).

Ein Schlüssel für den erfolgreichen Saisonstart der Männer von SVG-Trainerinstitution Stefan Hübner ist die mannschaftliche Geschlossenheit. Anders als in den Jahren zuvor hielten die Niedersachsen ihren Kader fast ausnahmslos zusammen. Dazu ist es gelungen, den neuen Zuspieler Adam Schriemer zügig zu integrieren. „Lüneburg hat ein wirklich gutes, kompaktes Team, das eine Einheit bildet“, weiß BR Volleys Trainer Cedric Enard. Der Franzose arbeitet mit seinen Spielern – seit letzter Woche sind es durch die Nachverpflichtung von Libero Nicolas Rossard insgesamt 13 – intensiv daran, dass auch diese konstanter als bisher als ein Team auftreten. Aufgrund der schweren Knieverletzung von Egor Bogachev ist der Kader aber bereits wieder dezimiert.

„Dustin hat die Verpflichtung von Nicolas ausgesprochen gut aufgenommen und begrüßt es, sich nun täglich im Konkurrenzkampf beweisen zu müssen“, lobt der Coach die Einstellung des US-Amerikaners Watten, der fortan mit Rossard um einen Platz im Team spielt, und ergänzt: „Wir benötigen genau diesen Willen, sich in jedem Training, jeder Einheit und bei jeder Übung messen zu wollen. Nur daraus kann eine Siegermentalität wachsen. Der Anspruch, Dinge immer weiter zu verbessern, ist bei jedem spürbar und ein neuer Spieler gibt dem Trainingsalltag meist einen Schub. Dieser Effekt war sofort ersichtlich.“

Das begehrte Finalticket nach Mannheim möchten die BR Volleys in Hamburg unbedingt buchen, jedoch ist die Auswärtsbilanz der BR Volleys bei der SVG Lüneburg bekanntermaßen dürftig. Enard reagiert darauf mit einem Mix aus Trotz und Lässigkeit: „Na dann wird es ja Zeit, dass wir das jetzt ändern!“ Dabei helfen sollen natürlich auch die Fans. Während sich ein Bus des Fanclubs „7. Mann“ auf den Weg in die Hansestadt macht, um die Mannschaft bei ihrer #MissionMannheim anzutreiben, bieten die „VolleyTigers“ ein Public Viewing im „Billiard International“ (Knesebeckstraße 38) an. Enard verspricht: „Wir wollen ihnen von nun an immer unser gutes Gesicht zeigen!“ Dies gilt selbstverständlich auch für die SPORT1-Zuschauer vor den heimischen TV-Geräten.

Christof Bernier

Bogachev verletzt sich schwer

Foto: Maximilian Franz

Nur zwei Tage vor dem DVV-Pokal-Halbfinale bei der SVG Lüneburg (13. Dez um 18.10 Uhr | CU Arena Hamburg) müssen die BR Volleys eine Hiobsbotschaft verkraften. Für Außenangreifer Egor Bogachev ist die Saison 2018/19 mit einer schweren Knieverletzung für sehr lange Zeit unterbrochen, im negativsten Fall sogar beendet.

„Egor hat sich während des Trainings eine Teilruptur des hinteren Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen. Damit fällt er wahrscheinlich drei bis vier Monate aus“, überbringt PD Dr. Oliver Miltner denkbar schlechte Nachrichten aus der medizinischen Abteilung des Hauptstadtclubs. Der 21-jährige deutsche Nationalspieler wird jedoch zunächst nicht operiert und stattdessen von Teamarzt Miltner und dessen Kollegen konservativ behandelt.

Wie die BR Volleys auf diesen langfristigen Ausfall reagieren, lässt Geschäftsführer Kaweh Niroomand offen: „Für Egor, der zuletzt auf einem guten Weg war, tut es mir sehr leid. In unseren Kader reißt die Verletzung natürlich eine große Lücke, weil man eine Saison normalerweise mit vier Außenangreifern bestreiten muss. Wir werden prüfen, ob wir uns eine personelle Reaktion erlauben können und der Markt eine solche aktuell überhaupt hergibt.“

Christof Bernier

 

 

Schon wieder Spandau vs. Hannover – diesmal aber weiblich

Besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen: hiermit gibt es quasi eine Extra-Pressemitteilung der Wasserfreunde Spandau 04 aus im direkten Wortsinne schönem Anlass. Denn der Verein hat seit einiger Zeit auch eine Wasserball-Frauenmannschaft und selbige bestreitet am Sonntag, zu adventsgenehmer Zeit um 12 Uhr, in der 1. Bundesliga ihr erstes Heimmatch. Ausgerechnet gegen Waspo 98 Hannover (da war doch was?), Vizemeister der Vorsaison und im laufenden Spieljahr bereits Supercup-Gewinner. Das generell erste DWL-Match ihrer Geschichte haben die WasserfreundInnen am 24. November beim Vorjahrs-Vierten SC Chemnitz 1892 bestritten und ein respektables 15:15 erreicht.

In den 80er Jahren gab es schon mal kurze Zeit in der damaligen Berliner Liga Spandauer Wasserball-Aktive im Badeanzug, aber das hatte nicht lange Bestand. Nun also ein neuer Versuch, und was der Trainer des Teams dazu sagt, hört sich vielversprechend an. Er hat einen prominenten Namen, denn es ist Männer-Kapitän, Nationalspieler und 04-Präsidentensohn Marko Stamm (30), der seit 15 Monaten am Beckenrand alles gibt für künftigen Erfolg. Das folgende Interview ist Beleg dafür.

Marko Stamm, Energiebündel und Emotionsvulkan im Wasser und jetzt Denker und Lenker am Beckenrand – das haben Dir viele nicht zugetraut!

Kann sein, aber Irren ist menschlich. Ein bisschen hat ja auch der Zufall und auch die Emotion, oder genauer die Liebe, eine Rolle gespielt. Seit zwei Jahren bin ich mit Nationalspielerin Belén Vosseberg zusammen, die lange bei Frauen-Serienmeister Bayer Uerdingen und dann für Vize Waspo 98 Hannover gespielt hat. Inzwischen ist sie in Berlin zuhause und dann haben wir mit meinem Vater (Hagen Stamm – Wasserball-Ikone der 80er und 90er, jetzt 04-Präsident und Bundestrainer, d.Red.) mal am Abendbrottisch rumgesponnen, ob denn Berlin nach dem Abschied der SG Neukölln 2015 nicht wieder ein Wasserball-Frauenteam vertragen könnte. Die allgemeine Antwort war: Na klar! Aber wenn, dann ganz oder gar nicht!

Wie gesponnen, so gewonnen, könnte man meinen …

Stimmt. Natürlich gab es eine Menge vorzubereiten, praktisch und gedanklich. Aber vor rund 15 Monaten haben wir mit damals vier Mädels die erste Trainingseinheit bestritten und aktuell sind wir nun schon 21. Mit Belén und Jennifer Stiefel von Nikar Heidelberg – die eine DWL-Torschützenkönigin der Vorsaison, die andere bei der Endrunde im Mai als „Beste Spielerin“ ausgezeichnet, haben wir zwei Top-Spielerinnen aus dem Nationalteam in unseren Reihen – und eine ganze Reihe weiterer guter Frauen, die den Anfängerstatus längst hinter sich haben.

Aus welchen anderen Sportarten habt ihr Euren Kader rekrutiert?

Natürlich vor allem aus dem Schwimmen, das ist eine gute Vorausbildung. Vier unserer Frauen können die 100 Meter Freistil unter einer Minute kraulen. Aber wir haben zum Beispiel auch eine ehemalige Speerwerferin und Fußballerinnen im Kader. Auch die Neuköllnerin Mariam Salloum, Ex-Nationalspielerin, will uns unterstützen – als Co-Trainerin und im Becken. Was den Umstieg vom Schwimmen zum Wasserball angeht, kann ich sehr gut eigene Erfahrung einbringen. Diesen Weg bin ich auch mal gegangen.

Marko Stamm und einfach nur Dabeisein, das geht doch gar nicht. Was ist das Ziel?

Was wir jetzt angehen, steht ganz klar unter der Überschrift Leistungssport. Wir trainieren 12 Mal in der Woche, damit sind wir national ganz vorn dabei. Wir wollen viele kleine Schritte machen, die dann irgendwann vielleicht auch mal in einen großen Sprung münden. Eine Medaille aber will ich auf jeden Fall auch schon im Premierenjahr holen. Es ist ein glücklicher Umstand, dass die Spielpläne von Männern und Frauen so festgelegt sind, dass die Frauen in der Regel am Sonntag dran sind – das passt.

Hat Marko Stamm ein besonderes Trainer-Händchen für Frauen?

(Lacht) – Das wird sich zeigen. Bis dato kann ich nicht klagen. Viele der Mädels sind Studentinnen, andere arbeiten bereits. Allen gemeinsam ist ihre Leidenschaft für Wasserball. Sie saugen alles auf, was sie vermittelt bekommen, wollen immer noch mehr wissen und lernen. Das macht Spaß und motiviert. Das 15:15 in Chemnitz, bei dem wir noch kurz vor Schluß vorn lagen, war eine richtige Initialzündung. Jennifer Stifel hat sechs, Belén vier Tore erzielt. Und unsere 16-jährige Keeperin hat trotz einer zwei Tage zuvor im Training erlittenen Gehirnerschütterung trozdem gestanden – und ihr bislang bestes Spiel gemacht.

Deutsche Wasserball-Liga (DWL) Frauen 2. Spieltag, 16.12.2018, 12:00 Uhr, Schwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin.

Peter Röhle

 

 

 

 

ALBA im vorletzten EuroCup-Gruppenspiel zu Gast bei Arka Gdynia

Nach dem erfolgreichen Wiedereinstieg in den Liga-Alltag der BBL geht es für die Basketballer von ALBA BERLIN nach der Länderspielpause auch im EuroCup weiter. Mit einem Sieg beim Gruppen-Schlusslicht Arka Gdynia in Polen am Dienstag (11. Dezember, 20:30 Uhr, live auf Telekom Sport) wollen die Berliner ihren zweiten Tabellenplatz in der Gruppe B festigen und auf Schlagdistanz zum Tabellenführer aus Krasnodar bleiben, der eine Woche später zum Spitzenspiel nach Berlin kommt. Mit einem Sieg in Polen kann ALBA das Heimspiel zum Endspiel um den Gruppensieg machen.

Aito Garcia Reneses (Headcoach ALBA): „Trotz aller Probleme, die wir im bisherigen Saisonverlauf überwinden mussten, sind wir im Kampf um den Gruppensieg in einer guten Position. Vor den letzten beiden Spielen sind wir auf keinerlei Schützenhilfe angewiesen. Wir haben es in unserer eigenen Hand, den ersten Platz in der Gruppe mit zwei abschließenden Siegen zu erreichen. Gdynia, das im Hinspiel noch in einer großen Aufstellung mit zwei Centern agierte, spielt mittlerweile auch mit vier kleinen Spielern und nur noch einem Großen. Wir müssen uns auf diese Vielseitigkeit ihrer Offensive einstellen.“

Drei Tage nach dem 87:74-Heimsieg über Frankfurt machen sich die Albatrosse am Montag mit dem Zug auf in Richtung Polen, wo am Dienstagabend ein Gastspiel bei Arka Gdynia auf dem Programm steht. Das in der Gruppe B erst einmal (gegen Limoges) siegreiche polnische Team aus der Dreistadt Gdansk-Gdynia-Sopot (Danzig, Gdingen und Zoppot) hat seine Chance auf den Einzug ins TOP16 bereits verspielt.

Folglich liegt das Hauptaugenmerk Arkas bereits auf der polnischen Liga, sodass Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz das Berliner EuroCup-Gastspiel in der Gdynia Arena vor allem nutzen dürfte, um den nach langer Verletzungspause genesenen Kapitän Filip Dylewicz wieder ins Team zu integrieren. Der Nationalspieler hatte auch Gdynias 68:82-Niederlage im Hinspiel in Berlin vor sieben Wochen verpasst.

Markenzeichen der Mannschaft von der polnischen Ostseeküste ist der mit US-Center Robert Upshaw (2,13 Meter), dem polnischen Nationalspieler Adam Lapeta (2,17 Meter) und dem kräftigen Dariusz Wyka imposant besetzte Frontcourt. Der war es auch, der im Hinspiel die damals durch Verletzungen auf den großen Positionen dezimierten Albatrosse zwang, den Sieg mit 14 Dreiern aus dem Feuer zu reißen.

Auf den kleinen Positionen hat sich Josh Bostic als Gdynias gefährlichster Spieler herauskristallisiert. Der vielseitige US-Guard ist mit im Schnitt 18,3 Punkten und einer Dreierquote von 43 Prozent sogar der zweitbeste Werfer im 7DAYS EuroCup. Als größtes Talent der Mannschaft wandelt der 21-jährige Marcel Ponitka auf den Spuren seines Bruders Mateusz Ponitka, der für Lokomotiv Kuban Krasnodar spielt. Head Coach: Przemyslaw Frasunkiewicz (39, POL, neunte Saison mit Gdynia, die dritte als Trainer).

Arka Gdynia: Resultate der letzten vier Wochen
07.12. Gdynia – Start Lublin (PLK) 83:78 (S) Bostic 26, Lapeta 14
04.12. Polpharma Starogard – Gdynia (PLK) 100:104 (S) Bostic 27, Florence 24
21.11. Cedevita Zagreb – Gdynia (7DAYS EuroCup) 94:87 (N) Bostic 28, Upshaw 14
18.11. Gdynia – GTK Gliwice (PLK) 86:70 (S) Witlinski 16, Dulkys 14
13.11. Gdynia – Tofas Bursa (7DAYS EuroCup) 77:87 (N) Bostic 21, Upshaw 21

ALBA-Bilanz gegen Gdynia 2:1
ALBA trifft erst zum zweiten Mal in einem europäischen Wettbewerb auf Gdynia. In der EuroLeague 2012/13 unterlagen die Albatrosse in Polen 66:77 und revanchierten sich im Rückspiel in Berlin mit 67:64. Das Hinspiel der aktuellen EuroCup-Saison gewann ALBA am 23. Oktober mit 27 Punkten von Peyton Siva in Berlin 82:68. Für Gdynia war Josh Bostic mit 18 Zählern am erfolgreichsten.

Quelle: ALBA BERLIN Basketballteam

Spreefüxxe unterliegen Rosengarten

Foto: Thomas Sobotzki

Die Spreefüxxe Berlin verlieren ihr Heimspiel gegen die bisher verlustpunktfreien Norddeutschen der HL Rosengarten 08-Buchholz. Nach einer schwachen ersten Hälfte, kämpften sich die Berlinerinnen bis auf einen Treffer heran. Am Ende musste man sich dem aktuellen Tabellenzweiten dennoch mit 25:28 geschlagen geben.

Anders als in Zwickau lief in der Anfangsphase bei den Spreefüxxen kaum etwas zusammen. Rosengarten hingegen musste wenig Aufwand betreiben, um die freistehende Mitspielerin in Szene zu setzen und einfache Tore zu erzielen. Bereits nach sieben Minuten nahm Trainer Goncalo Miranda beim Spielstand von 2:5 die erste Auszeit. Doch es kam nichts bei seinen Spielerinnen an. Vorne häuften sich technische Fehler und schlechte Torabschlüsse und dann nutzte Rosengartens Linksaußen Zeliha Puls das schlechte Rückzugsverhalten der Spreefüxxe zu einfachen Gegenstoßtreffern. Nach zehn Spielminuten lag man bereits aussichtslos mit 2:9 zurück und Miranda nahm Auszeit Nummer zwei. Doch auch die zweite Ansprache brachte nichts. In den nächsten zehn Spielminuten gelang dem Angriff der Berlinerinnen nur ein magerer Treffer. Die Gäste hingegen machten munter weiter, erhöhten auf 13:3. Bis zur Halbzeit gelangen den Spreefüxxen immerhin weitere sieben Treffer und so ging es mit 15:7 in die Pause.

Auch in Hälfte zwei brauchten die Spreefüxxe Anlaufzeit. Doch die Körpersprache war nun eine andere und vor allem Torfrau Annabell Krüger gab mit einigen sehenswerten Paraden und einem Treffer über die gesamte Spielfeldlänge ihrer Mannschaft Rückenwind. Zudem schien die Umstellung der Abwehr auf eine offensivere Variante Früchte zu tragen. Von 12:19 kämpfte man sich innerhalb von zwölf Minuten auf einen Treffer heran. Doch dann stellte auch Rosengarten die Abwehr um, nahm die bisher stark aufspielende Anna Blödorn aus dem Spiel und plötzlich fiel man wieder in ein altes Muster. Einfache Ballverluste, schlechte Abschlüsse und der fehlende Biss in der Abwehr brachten nun wieder die Gäste in einen Lauf, die auf 21:27 davonzogen. Mit 25:28 gab es am Ende noch etwas Ergebniskosmetik.

Letztendlich muss man sich auf Seiten Berlins darüber ärgern, dass man zeitweise zeigte, dass man durchaus dem Meister Paroli bieten kann und dass mit einer geringen Fehlerquote definitiv mehr drin gewesen wäre. Zum Jahresende müssen die Spreefüxxe am kommenden Wochenende zum 1. FSV Mainz 05, der derzeit auf Tabellenplatz vier verweilt. Abschließend kommt am 22. Dezember der Tabellenführer, die Kurpfalz Bären, in den Fuxxbau.

Spreefüxxe Berlin: Faßold, Krüger (1); Ansorge (3), Krakat, Momot, Humer, Blödorn (7), Kirchhoff Madsen, Wagenlader (3), Schwarz (2), Förster (2), Magg (7/6). Zeistrafe: Momot

HL Rosengarten 08-Buchholz: Vogel, Filter; Schulz (1), Land (5), Schultze (5), Nicolai (1), Lamp (4/1), Herbst, Schneider (5/3), Axmann, Hauf, Borutta, Puls (7/1). Zeitstrafen: Land (2), Lamp, Herbst, Schneider.

Anna Eber

Berlin-Liga: Sparta Lichtenberg marschiert überzeugend

Mit 5:0 fertigten die Lichtenberger Berlin-Türkspor ab. S. Demiryürek (15. und 30.), traf bis zum Pausentee gleich zweimal, Kupfer (66.), Sejdic (68.) und Tokgöz (77.) trugen sich im zweiten Durchgang in die Torschützenliste ein. „Wir waren dem Gegner gedanklich immer einen Schritt voraus“, lobte Sparta-Coach Dragan Kostic das Auftreten seines Teams. Der Herbstmeister ließ sich von der harten Gangart der Gäste von Türkspor nicht anstecken. Wegen rüden Foulspiels zückte Schiedsrichter Husmann (1.FC Schöneberg) frühzeitig gegen Isik und Türken die Gelbe Karte. Leider sahen nur 64 Zuschauer die torreiche Partie.

Das Nord-Derby fiel wegen Regens als einzige Begegnung in der Berlin-Liga aus. Füchse Berlin – Frohnauer SC wurde sofort für den 27. Dezember 2018 neu angesetzt. Der Beginn der Winterpause verschiebt sich so für Sparta Lichtenberg auf eine Woche später. Als zusätzliche „Bonuspartie“ sieht Dragan Kostic – „wir sind gerade so schön im Rhythmus“ – den Pokal-Fight am kommenden Sonntag an. Der Gegner heißt allerdings BFC Dynamo aus der Regionalliga.

Der Berliner SC vergeigte sein Heimspiel gegen SV Empor mit 0:2 und fällt nach der erneuten Niederlage in der Tabelle auf Platz Vier zurück. Die ernsthaften Verfolger von Sparta sind, der sich immer mehr ranrockende SV Tasmania (2.) und Stern 1900 (3.). Vergleichsweise könnte man sagen, ihre Siege waren so bedeutsam wie Herthas Bundesliga-Sieg mit 2:0 über Eintracht Frankfurt. Naja, beide stehen in der Tabelle, wenn Vergleiche schon angestellt werden, etwas besser als Hertha BSC da. Stern 1900 hatte immerhin Eintracht Mahlsdorf im Top-Spiel zu Gast. Das Stadion war nicht ganz ausverkauft. 21 Zuschauer sahen sieben Tore, ein attraktives Spiel und den 4:3-Sieg von Stern 1900.

70 Zuschauer waren zum BFC Preussen gegen Tasmania gekommen. Tasmania gewann mit 3:1. Alle vier Tore fielen erst in der zweiten Halbzeit. 0:1 (58.) Hartwig, 0:2 (71.) Demir. Doch der BFC Preussen gab nicht auf. Bereits zwei Minuten später fiel der Anschlusstreffer 1:2 (73.) durch Berner, alles offen. Erst zwei Minuten vor Ultimo stelle Loder (88.) den 3:1 Endstand her.

Im Spiel zweier Aufsteiger erkämpfte sich der abstiegsbedrohte SCC einen Punkt bei Türkiyemspor. Genau nach einer halben Stunde hieß es 1:0 durch Ulucay. Der SCC belohnte sich mit großartigem Kampfgeist und kam spät zum durchaus verdienten Ausgleich, 1:1 (84.) durch Seidel.

Fazit: Es bleibt oben und vorallem unten – bei drei Absteigern – in der Berlin-Liga spannend.

Christian Zschiedrich

Oberliga: Lichtenberg ließ Punkte liegen, dadurch Spannung hoch drei

Neuerdings trennen Lichtenberg 47 und Tennis Borussia nur noch ein Pünktchen.

Die Ergebnisse Berliner Clubs vom Wochenende:

Tennis Borussia (2.) – SpVgg. Blau-Weiß 90 (11.) 2:0

CFC Hertha 06 (6.) – FC Anker Wismar (13.) 2:0

FC Hans Rostock II (5.) – FC Hertha 03 (4.) 3:1

Torgelower FC Greif (9.) – Lichtenberg 47 (1.) 2:2

1.FC Lok Stendal (  .) – SC Staaken (  .)  :

Jetzt heißt es in der NOFV Oberliga Nord 40 und 39 Punkte an der Tabellenspitze nach 17 Spieltagen. Der vor Wut kochende Blau-Weiß Coach Marco Gebhard wurde im Mommsenstadion bei der Niederlage der Gäste auf die Tribüne verbannt. Heiß her ging es auch in Torgelow. Tabellenführer Lichtenberg 47 führte in der 38. Minute durch Tore von Gawe (3.) und Haubitz (22.) vor 150 Zuschauern mit 2:0 und verspielte bis zur 54. Minute die Führung. Thomas Brechler hätte sogar in der 25. Minute für die Entscheidung sorgen können. Doch Ropiejko (38.) und Jurkow (54.) egalisierten den Vorsprung.

Im zweiten Durchgang nahm die Zweikampfintensität gewaltig zu, doch die Lichtenberger scheiterten immer wieder am bärenstarken Greif-Keeper Tim Beyer. Trainer Ekrem Asma hatte zuvor die 47er dreimal beobachtet, glaubte sie mit einem 4-3-3 System in die Schranken weisen zu können. Die Folge war das 0:2. Erst nach lautstarker Ansprache und taktischer Umstellung seines Teams kam der Ausgleich zustande. Der Torgelower FC Greif geht frohen Mutes in die Winterpause. Trainer Uwe Lehmann muss bis zum 24. Februar 2019 den zwei vergebenen Punkten nicht nachtrauern. Für den Herbstmeister folgt ein Heimspiel gegen die TSG Neustrelitz (8.). Immerhin bleibt Lichtenberg 47 Tabellenführer. Tennis Borussia (2.) tat sich gegen den SC Staaken (12.) immer schwer. Der SC Staaken hat Heimrecht. Am aktuellen letzten 16. Spieltag fiel die Begegnung 1.FC Lok Stendal – SC Staaken wegen Unbespielbarkeit des Platzes aus.

Christian Zschiedrich

Regionalliga: 3 Unentschieden, der BFC Dynamo verliert

Die Ergebnisse der Berliner Clubs vom Wochenende:

Germania Halberstadt (9.) – BFC Dynamo (16.) 2:0

Berliner AK 07 2.) – Union Fürstenwalde (11.) 4:4

1.FC Lok Leipzig (8.) – FC Viktoria 89 (6.) 0:0

VSG Altglienicke (15.) – Hertha II (4.) 1:1

Der Drittletzte BFC Dynamo verlor vor 614 Zuschauern 0:2 und in der 59. Minute sah Breustedt Gelb-Rot. Drei Punkte trennen die Ränge 9 und 17. Für BFC Dynamo war das aus gegebene Ziel, um den Titelgewinn mit zuspielen. Jetzt droht dem Traditionsclub der Gang in die Oberliga. Der nächste Spieltag ist erst am 10. Februar 2019. Dann kommt der mit 12 Punkten Vorsprung führende Chemnitzer FC nach Berlin. Zum letzten Heimspiel gegen Auerbach kamen nur 300 Zuschauer. Das alles stimmt sehr bedenklich.

Der BAK 07 führte bereits vor 264 Zuschauer 4:1 gegen Union Fürstenwalde. Die Gäste hatten in der vorletzten Minute per Elfmeter, die Möglichkeit zu gewinnen. Keeper Kuhn hielt den Strafstoß. Schade, nur Remis bei der Konstellation und der erhofften Spannung im Aufstiegskampf. Chemnitz gewann 2:0 gegen Babelsberg 03. Da können nur noch finanzielle Unwägbarkeiten „helfen“, den Aufstieg zu verhindern. Der BAK 07 muss nach der Winterpause nach Babelsberg, Viktoria 89 erwartet im Stadion Lichterfelde das Schlusslicht Optik Rathenow.

Das Unentschieden im Berlin-Derby zwischen Altglienicke und Hertha BSC II wollten nur 121 Zuschauer sehen. Tore: 0:1 (16.) Siakam,, 1:1 (57.) Donner. Der Herthaner Blumberg sah (90 + 1) von Schiedsrichter Kluge aus Zeitz wegen Beleidigung des Unparteiischen die Rote Karte. Am 10.02.2019 muss Hertha II in die Oberlausitz nach Neugersdorf, dem Tabellenvorletzten.

Christian Zschiedrich

10 Jahre – 10 Stories mit Karsten Holland: Die Stimme des Volleyballtempels

Foto: Eckhardt Herfet

Er ist die „Stimme“ des Volleyballtempels und hat in den letzten zehn Jahren schon so manche „gaaanz lange Volleyballnacht“ herbeigerufen – Arenasprecher Karsten Holland ist aus dem Eventprogramm der BR Volleys nicht wegzudenken. Zwei Wochen vor dem letzten Heimspiel des Jahres spricht der Moderator in unserer Serie „10 Jahre | 10 Stories“ über seine emotionalsten Momente und erklärt, warum auch das #MerryChristmas-Match (23. Dez) bei ihm noch für Nervosität sorgt.

Karsten, Du hast schon unzählige Heimspiele und Veranstaltungen für die BR Volleys moderiert. Kannst Du da überhaupt Dein persönliches Highlight definieren?
Karsten Holland: Das kann ich. Mein emotionalster Moment in unseren 10 Jahren Volleyballtempel war die Eröffnungszeremonie des CL Final Four 2015. Wochen- und monatelang haben wir die Show vorbereitet. Es war ein Mammutprojekt, das wir größtenteils völlig selbstständig realisiert haben. Das Bettchen, in dem damals das schlafende Kind lag, war das meines Sohnes. Das Mädchen, das mit dem Volleyball aufgewacht ist, war eine Freundin meiner Tochter. Hinzu kamen Profis wie Coco Fletcher von „Stars in Concert“. Vorher hatten wir noch nichts Vergleichbares organisiert und als dann auf die Tribünen die Jubelstürme bei jedem einzelnen Element ausbrachen, waren wir unglaublich froh und stolz zugleich. Alles, was man sich vorher ausgedacht hatte, ging auf. Einige Kollegen, deren Namen ich jetzt hier nicht nenne, haben Rotz und Wasser dabei geheult (lacht).

Erinnerst Du Dich auch noch an Deinen ersten Auftritt im Volleyballtempel?
Holland: Das war auch für mich das Premierenspiel am 18. November 2008 gegen Evivo Düren. Der Tag war natürlich unglaublich spannend, weil niemand so richtig wusste, was einen erwartet. Wir mussten dann bei laufender Veranstaltung die Vorhänge der Oberrangtribünen öffnen und dahinter saßen bereits Hunderte Zuschauer. Das war kurios. Sie haben von mir dann eine gesonderte Begrüßung für diesen Volleyballabend bekommen.

Gab es für Dich weitere ganz besondere Erlebnisse in all den Jahren?
Holland: Definitiv. Beispielsweise der bisher einzige Titelgewinn in der Max-Schmeling-Halle. Wir standen in den Vorjahren schon mehrfach für eine Meisterfeier im Volleyballtempel bereit und 2016 hat es endlich funktioniert. Die BR Volleys als Deutschen Meister auszurufen, war auch für mich etwas Besonderes. Dazu haben wir an diesem Abend – trotz der jahrelangen und großen Rivalität – Stelian Moculescu einen, wie ich finde, bewegenden Abschied bereitet. Das hat selbst diesen gestandenen Mann zu Tränen gerührt. Stelian kam danach in den Katakomben zu mir und sprach mir seinen Dank aus. Unsere Geschichte sollte ja später noch ein gemeinsames „Happy End“ bekommen …
Ganz wichtiger Bestandteil des BR Volleys Eventprogramms ist bekanntermaßen das vielfältige Potpourri an Jingles und Einspielern. Hast Du auch da einen Favoriten aus zehn Jahren?
Holland: Das ist eine schwierige Frage. Wir haben irgendwann das „Umtexten“ für uns entdeckt und daraus sind tolle Tracks entstanden. Angefangen hat alles mit dem „Fliegerlied“, welches damals sehr gut ankam. Dann kam „Gnadenlos ist der Block“ auf das Musikbett von Helene Fischer. Diese Hits waren und sind beim Publikum sehr beliebt. Wir arbeiten aber weiterhin an unserem ersten Chart-Erfolg (lacht).

In dieser Saison stehen im Zuge von „10 Jahre | 10 Highlights“ immer wieder spezielle Aktionen an, die auch Euch als DJ- und Moderationsteam auf neue Art und Weise fordern. Welche begeistern Dich besonders?
Holland: Unsere HALL OF FAME ist natürlich eine schöne Geschichte. Wenn man sieht, wie sehr Felix Fischer die Eröffnung am 18. November bewegt hat, freut mich das ungemein. Aktuell bin ich jedoch etwas nervös, ob auch unser nächstes Projekt aufgeht. Vor dem #MerryChristmas-Spiel gegen Lüneburg am 23. Dezember wollen wir mit den Zuschauern erstmals ein Weihnachtssingen in der Arena veranstalten. Ich bin gespannt, ob unsere Fans alle früh genug in die Arena kommen und bei dieser Aktion mitmachen. So etwas haben wir ja noch nie versucht. Von daher wird auch dieses Spiel wieder ein ganz besonderes Event-Highlight.

Karsten Holland fungiert seit der Saison 1999/2000 als Arenasprecher beim SCC Berlin bzw. den BR Volleys. Gemeinsam mit DJ Jörg Günzel und Robert Fekl ist der Entertainer aber längst nicht nur bei Volleyballevents im Einsatz. Ob beim ISTAF, dem Berlin Marathon oder zuletzt der Leichtathletik Europameisterschaft – der Facharzt der Orthopädie führte bereits durch unzählige Sportgroßveranstaltungen. Zugleich ist Holland auch Mannschaftsarzt der Deutschen Volleyball Nationalmannschaft.

Christof Bernier

TeBe ein glücklicher Sieger im Oberliga-Derby

Die Trainer Dennis Kutrieb (TeBe) und Marco Gebhardt (BW 90) Foto: Frank Toebs

Marco Gebhardt gab nur ein sehr kurzes Statement bei der Pressekonferenz. Er war vom Schiedsrichter Florian Strübing und seinen Assistenten Christoph Dallmann und Dminic Koch im Berliner Derby der Oberliga Nordost auf die Tribüne gebeten worden. Tatsächlich entschieden die Unparteiischen -zum Gaudi der Zuschauer- extrem häufig auf Abseits beim 2:0 der Gastgeber.

Gehen lassen muss man sich deswegen aber nicht. Blau-Weiß 90 hätte bereits in der ersten Hälfte selbst zwei Tore erzielen können. In beiden Fällen landete aber der Ball nur am Pfosten. Dennis Kutrieb, Gebhards Kollege, analysierte sehr wohlwollend und mitfühlend für sein Gegenüber. „Heute müssen wir demütig sein“, meinte er. So glücklich habe sein Team lange keine Begegnung mehr für sich entscheiden können.

Die Tore: 1:0 (60.) Elfmeter, Thiago Rockenbach, 2:0 (90 + 4) der zur Halbzeit fürLucas Gurklys eingewechselte Bekai Jagne.

Zuschauer: 400

Jens Redlich, der 1. Vorsitzende TeBes, hatte nach diesem Erfolg seiner Mannschaft
wieder einmal sein mittlerweile bekanntes und daher erwartetes „Lila-Weiße, Lila-Weiße“
im Presseraum angestimmt.

Frank Toebs