Er kann von sich mit Fug und Recht behaupten, immer ein Leben für und durch den Sport geführt zu haben. Er spielte Fußball, nicht mal untalentiert, brachte es dabei zu einigen Ehren, studierte Sport in Leipzig, arbeitete als Sportlehrer und trainierte Fußballmannschaften. Zwischendurch erwarb er beim DFB seine Trainerlizenz. Nach und nach entdeckte er dabei sein Herz für den Sportjournalismus, schrieb Artikel für verschiedene Zeitungen und hob in Berlin eine eigene Sportsendung im Lokal-TV aus der Taufe. Über 2.000 Sendungen wurden unter seiner Leitung produziert. An`s Aufhören verschwendet er keinen Gedanken, schließlich bietet das Internet viele neue Möglichkeiten.
Die Spreefüxxe Berlin können bei ihrer letzten Auswärtsreise 2018 keine Punkte erzielen. Beim 1.FSV Mainz 05 unterliegt das Team aus der Hauptstadt mit 33:28. Dabei starteten die Spreefüxxe trotz der langen Fahrt gut in die Partie. Anna Blödorn und Paula Förster brachten die Berlinerinnen mit 0:2 in Führung. Die Gastgeberinnen erholten sich davon schnell und gingen durch einen 4:0-Lauf mit 4:2 in Front. Von nun an war es eine enge Partie. Die Spreefüxxe zeigten insgesamt eine kämpferische Leistung, konnten sich letztendlich wieder nur eine schlechte Chancenausbeute vorwerfen. Diese wurden von den Mainzerinnen eiskalt mit Tempogegenstößen bestraft. Zur Halbzeit hatte man bereits 18 Gegentreffer hinnehmen müssen, selbst hatte man 13 erzielt. In der zweiten Hälfte änderte sich nicht mehr viel. Mainz konnte den Abstand stets auf 4-6 Treffer aufrecht erhalten, sodass die Spreefüxxe auch mit viel Willen nicht mehr näher herankamen. Am Ende gab es für die Berlinerinnen die vierte Auswärtsniederlage der Saison.
Spreefüxxe Trainer Miranda Gonzalo fand nach der Partie trotzdem positive Worte: „Ich bin trotz der Niederlage stolz auf meine Mannschaft. Es ist nach wie vor eine positive Entwicklung der Mannschaft zu sehen. Dennoch sind wir noch nicht konstant genug in unserer Leistung, um Mannschaften wie Mainz zu schlagen. Wir haben starke Phasen, aber auch immer noch zu viele Phasen mit vielen Fehlern und schlechten Abschlüssen.“ Zum Jahresabschluss empfangen die Spreefüxxe am kommenden Sonnabend die Kurpfalz Bären. Eine erneut schwere Aufgabe, für die sich die Spreefüxxe Unterstützung vom Berliner Publikum erhoffen und gerne den 7. Tabellenplatz zum Jahreswechsel verteidigen möchten.
Mit dem Ziel, ihren treuen Fans wieder einen Sieg zu schenken, reisten die BR Volleys am Samstagabend zum Derby bei den Netzhoppers SolWo Königspark KW. Dieses Vorhaben setzte die Mannschaft von Cheftrainer Cedric Enard dank einer konzentrierten Vorstellung in die Tat um und siegte in der Landkost-Arena mit 3:0 (25:19, 25:18, 25:16). Adam White, Samuel Tuia, Jan Zimmermann, Benjamin Patch, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk waren auch in Bestensee die Männer, die es für den Hauptstadtclub richten sollten. Dazu organisierte Nicolas Rossard die Annahme als Libero. Die Berliner begannen kontrolliert und vermieden leichte Fehler. Dazu war der Australier White in Annahme und Angriff wie schon vor zwei Tagen gegen Lüneburg eine Bank (5:2, 11:7).
Als die Netzhoppers sich mit zwischenzeitlich effizienterer Blockarbeit bis auf einen Punkt herankämpften (15:14), halfen den Hauptstädtern erst zwei Eigenfehler der Gastgeber und dann Whites gewohnt kraftvoller Aufschlag (19:14). Enard brachte im gesamten Spielverlauf phasenweise Dustin Watten für die Annahme, der wie schon beim Pokalspiel in Hamburg ein orangefarbiges Trikot trug. Auch Sebastian Kühner durfte für Zimmermann ran und verwandelte den Satzball selbst mit der „linken Klebe“ (25:19).
Das Derby war nicht immer hochklassig, aber die BR Volleys in allen Bereichen druckvoller. Le Goff blockte gegen Routinier Westphal (4:2). Netzhoppers-Coach Mirko Culic versuchte mit einem Zuspielerwechsel (Kaleck für Herr) seiner Mannschaft neue Impulse zu geben, doch die Berliner blieben dank Zimmermann und ihres variablen Angriffsspiels dominant (8:5, 16:14). Patch schraubte seine Angriffsquote im zweiten Satz in die Höhe und legte auch die entscheidende Aufschlagserie hin (24:17). So durften die lautstarken Gäste-Fans die 2:0-Satzführung bejubeln (25:18).
Am Service ließ der Deutsche Meister es weiter krachen. Tuia servierte das erste Ass im dritten Durchgang (7:4), White tat es ihm gleich (13:8) und dann war es wieder der Franzose, der die Fans mit einem Punkt aus der eigenen Abwehr verzückte (14:8). Zimmermann tippte den Ball elegant zum 19:10 in die Netzhoppers-Hälfte und so konzentriert, wie man begann, beendeten die BR Volleys auch das Match. Topscorer Patch machte mit seinem 16. Punkt den Auswärtssieg perfekt (25:18). Neben Patch waren White (12 Zähler) und MVP Tuia am Ende die fleißigsten Punktesammler ihres Teams.
Cheftrainer Enard war nicht nur ob des letztlich deutlichen Ergebnisses zufrieden: „Die Reaktion der Mannschaft heute hat mir gefallen. Wir waren nach dem Spiel am Donnerstag alle sehr niedergeschlagen und da ist es nicht selbstverständlich, so kurze Zeit später in dieser Art und Weise zu gewinnen. Aber es war eben auch nur ein Sieg und wir müssen dranbleiben. Jetzt wollen wir in der Champions League nachlegen.“ Ihr viertes Auswärtsspiel in Folge bestreiten die BR Volley am Mittwoch (19. Dez um 18.00 Uhr) in der Königsklasse bei Trefl Gedansk.
Mein Kollege Hans-Peter Becker wird „seinen“ 1.FC Union total berechtigt infolge der Festigung des 3.Tabellenplatzes und dem 2:0-Sieg über Bochum loben. Ich kann es, was die Leistung von Hertha BSC anbelangt, nicht! In meiner Tipprunde „BL-besser-wisser“ hatte ich zwar überzeugt auf Sieg für Hertha getippt, wurde aber sehr enttäuscht. Wahrscheinlich hatte ich meine Tipps zu früh in der Annahme geschrieben, Marko Grujic werde (am Sprunggelenk verletzt) für die Begegnung schon noch fit werden… Aus dem Hertha-Lager klang die Kunde doch recht positiv, auch ohne ihn die nächsten drei Punkte einzufahren. Und ich sagte mir, dummerweise, Hertha scheint im Vergleich zur Vergangenheit aktuell gelernt zu haben. Die erste Halbzeit bestätigte mich in meinen Erwartungen.
Maximilian Mittelstädt erzielte in der Mercedes-Benz-Arena vor 45.000 Zuschauern in der 38. Minute Herthas 1:0-Führung. Der VfB Stuttgart spielte ausgesprochen schwach. Mario Gomez sah und bekam keinen Ball. Er hatte seit ewigen Gedenken nicht mehr getroffen und versiebte oft allein vor des Gegners Gehäuse Großchancen. Mein Urteil: Der ist über seinen Zenit! Vor dem Spiel schlussfolgerten Funktionäre aus dem VfB-Vorstand, doch einen bundesligatauglichen Kader zu haben. Mein Urteil: Dass ich nicht lache! Den Leistungen zufolge gehören die nicht in die Bundesliga! Die Heimmannschaft wurde zwar nicht auseinander genommen, kam aber zu keinem nennenswerten Torschuss. Bei 0:1 wurden die Seiten gewechselt. Nun Stuttgarts neuer Coach Weinzierl schlich mit weiterhin schlechter Bilanz in die Kabine.
Mit Beginn des zweiten Durchganges machte ich mir Hoffnung, Hertha werde knapp, aber auch ohne Marko Grujic gewinnen. Es bedeute doch viel, endlich mal aus der Mittelmäßigkeit herauszutreten und oben ein Wörtchen mitzureden. Wenn ich Hauptstadtclubs international und erst recht in Europa vergleiche, kommt mir in den Sinn, welche unattraktive Stadt Berlin wohl ist. Das ist zynisch gemeint. Ich liebe Berlin und halte Berlin für eine äußerst attraktive Hauptstadt. Also frage ich mich, wer mauert denn da im Volkssport Nr.1 in der Entwicklung bei den Fußballern?
Chronistenpflicht auch in einem solchen Kommentar: Mario Gomez glückte in der 64. Minute der Ausgleich und in der 76. Minute der Siegtreffer. Herthas 7. Platz und Stuttgart weiterhin abstiegsgefährdet, muss in der Rückrunde keinen Bestand haben. Hertha empfängt am Dienstag, 18.12., den FC Augsburg und muss am Samstag, 22.12, zum 17. Spieltag, nach Leverkusen. Bei Hertha reift vielleicht doch die Erkenntnis, was mitunter ein einziger Spieler für den Verein und für den Erfolg einer Mannschaft ausmacht.
Hertha BSC und der Berliner Hebammenverband e.V. gestalten ab sofort gemeinsam die Zukunft der Stadt Berlin. Dafür haben der Hauptstadtclub und die Interessenvertretung der Berliner Hebammen eine Kooperation beschlossen. Hertha BSC stellt dafür in einem ersten Schritt 10 000 Euro zur Verfügung. Den Scheck überreichte Herthas Geschäftsführer Michael Preetz im Rahmen des Heimspiels gegen Eintracht Frankfurt an den Vorstand des Berliner Hebammenverbandes.
Ein weiterer Baustein der Kooperation wird die punktuelle redaktionelle Begleitung einer Hebamme in Ausbildung sein, um zum einen den beruflichen Werdegang zu dokumentieren und zum anderen natürlich das Bewusstsein für die aktuellen Probleme in der Geburtsbegleitung zu schärfen.
„Mit einer qualifizierten Geburtsbegleitung beginnt ein sicherer Start ins Leben. Wir wollen den Berliner Hebammenverband dabei unterstützen, die Bedeutung dieses Berufsfeldes weiter in den öffentlichen Fokus zu rücken und gleichzeitig aktiv einen Beitrag für die Weiterbildung junger Hebammen leisten.“, fasst Paul Keuter, Mitglied der Geschäftsleitung von Hertha BSC, das Ziel der Kooperation zusammen.
„Dieses Geld werden wir nutzen, um den jährlichen Fachtag für die Werdenden Hebammen zu finanzieren. Der Fachtag ist unser Beitrag, um Themen abseits des Lehrplans zu platzieren und zu vertiefen. In einer kulturell und gesellschaftlich bunten Stadt wie Berlin gehören dazu z.B. die unterschiedlichen möglichen familiären Konstellationen- aber natürlich auch so sensible Themen wie Genitalverstümmelung und Genitalbeschneidung von Frauen oder Intersexualität bei Neugeborenen.“, sagt Susanna Rinne-Wolf, Erste Vorsitzende des Berliner Hebammenverbandes.
Am Sonntag (16. Dezember, 15 Uhr, live auf Telekom Sport) steht für die Basketballer von ALBA BERLIN in München das Spitzenspiel der easyCredit BBL beim FC Bayern auf dem Programm. Nach den erfolgreichen Comebacks von Peyton Siva und Joshiko Saibou sowie der Verstärkung durch Center Landry Nnoko gehen die Albatrosse mit großer Vorfreude in das erste von noch drei schwierigen Spielen vor Weihnachten, von denen gleich zwei bei den Münchenern ausgetragen werden. So spielt ALBA nur eine Woche nach dem Spiel am Sonntag – diesmal im Pokal – schon wieder beim FC Bayern.
Aito Garcia Reneses (Headcoach ALBA): „Bayern ist der Meister und präsentiert sich auch in dieser Saison sehr stark. Gegen solche starken Gegner siehst du immer am besten, wo du selbst stehst. Sie sind uns vielleicht überlegen, weil sie so viele große Spieler haben. Ihr Point Guard ist fast zwei Meter groß, ihre Forwards sind deutlich über zwei Meter. Wir sind da überall kleiner aufgestellt und müssen Wege finden, ihnen trotzdem einen guten Kampf zu liefern.“
Luke Sikma (Power Forward ALBA): „Unser Duell gegen die Bayern hat natürlich eine Vorgeschichte, die schon in den Köpfen ist. Aber wir spielen jetzt eine ganz neue Saison. Zu diesem frühen Saisonzeitpunkt kommt es für uns noch in erster Linie darauf an, unser Zusammenspiel zu perfektionieren. Am Anfang einer Woche, in der noch mehr wichtige Spiele auf uns warten, steht dabei im Vordergrund, unseren neuen Center Landry Nnoko zu integrieren.“ In einer solchen „Woche der Wahrheit“ gilt die von Coach Aito ausgegebene Devise „Volle Konzentration auf das nächste Spiel!“ noch mehr als sonst. Sich auf das Sonntagsspiel in München zu fokussieren, dürfte aber nicht schwer fallen, denn die Erinnerungen an die letzte Saison, in der ALBA den Bayern sowohl im Ulmer Pokalfinale als auch im Playoff-Finale denkbar knapp unterlag, sind bei vielen ALBA-Spielern noch frisch.
Für die in der BBL noch ungeschlagenen Bayern geht es vor Weihnachten neben Bundesliga und Pokal auch auf europäischer Ebene rund. So spielen die Bayern am heutigen Freitagabend noch ein wichtiges EuroLeague-Spiel gegen Zalgiris Kaunas (und Ex-Albatros Marius Grigonis).
Mit Blick auf die EuroLeague-Teilnahme haben die Münchener ihren Meisterkader um Stefan Jovic, Vladimir Lucic, Danilo Barthel sowie die Ex-Berliner Nihad Djedovic und Alex King im Sommer noch einmal kräftig aufgerüstet. Vom FC Barcelona kam der finnische Nationalspieler Petteri Koponen (ein exzellenter Dreierschütze) und aus Bamberg der schnelle Nationalspieler Maodo Lo und Center Leon Radosevic. Der Ex-Albatros ist nach dem verletzungsbedingten Ausfall von US-Center Devin Booker bei den Bayern besonders gefordert.
Den größten Namen verpflichteten die Münchener Anfang Oktober mit dem US-Amerikaner Derrick Williams. Der Power Forward, der als Nr-2-Pick des NBA-Drafts von 2011 der wohl namhafteste NBA-Star in der Bundesliga-Geschichte ist, hat sich mit seiner Beweglichkeit in der Zone und einem bis hinter die Dreierlinie reichenden Wurf schnell zur neuen Speerspitze der Münchener Offensive gemausert.
ALBA-Bilanz gegen den FC Bayern 18 Siege – 1 unentschieden – 24 Niederlagen (in München 5:15)
Beko BBL 8:6 / Playoffs 6:15 / Pokal 3:2 / EuroCup 0:1:1
Höchster Sieg: 81:55 am 24. Mai 2015 in Berlin
Höchste Niederlage: 58:97 am 16. Oktober 2016 in München
Keine 48 Stunden nach der bitteren Niederlage im DVV-Pokal-Halbfinale sind die BR Volleys zurück im Bundesliga-Alltagsgeschäft. In der Landkost-Arena Bestensee steht am Samstagabend bereits das zweite Berlin-Brandenburg-Derby dieser Saison an (15. Dez um 19.00 Uhr). Kapitän Sebastian Kühner & Co wollen mit einem Erfolgserlebnis gegen die Netzhoppers SolWo Königspark KW in den Jahresendspurt gehen.
„Das Ergebnis von Hamburg war ein weiterer Tiefschlag, von dem wir uns nun schnell frei machen müssen. In Bestensee soll endlich wieder ein Sieg her“, richtet Kapitän Sebastian Kühner nach dem Aus im DVV-Pokal am Donnerstagabend gegen Lüneburg (2:3) den Blick nach vorn. Die Leidensfähigkeit ihrer Fans stellen die BR Volleys aktuell auf eine harte Probe. Umso wertvoller ist es, dass die Mannschaft weiterhin den Rückhalt spürt: „Ob in Innsbruck oder in Hamburg, unsere Fanclubs stehen stets hinter uns. Ich hoffe, das ändert sich auch nach der jüngsten Niederlage nicht und wir geben in Bestensee wieder gemeinsam den Ton an.“
Vor nicht einmal drei Wochen fand dort nämlich schon das erste Berlin-Brandenburg-Derby der Saison statt. Im Pokalwettbewerb, aus dem nun beide Klubs ausgeschieden sind, gewannen die BR Volleys nach leichten Anlaufschwierigkeiten mit 3:0 (25:20, 25:22, 25:19). Wichtigster Faktor war dabei neben der Unterstützung der orangen Fankurve eine hohe Effizienz im Angriff (65 Prozent). Eine solche wird auch am Samstag wieder nötig sein, um den Ortsnachbarn in der Bundesligatabelle zu distanzieren. Aktuell trennen die Kontrahenten vier Zähler bei gleicher Anzahl an Spielen. Kühner formuliert deshalb eine klare Zielstellung: „Wir benötigen die volle Punkteausbeute, um den Kontakt zur Spitze irgendwie zu halten.“
Dies wird kein leichtes Unterfangen, denn die Netzhoppers reiten auf einer kleinen Erfolgswelle. Durch zwei Siege in Hildesheim bei den Helios Grizzlys (3:1) und daheim gegen die Volleyball Bisons Bühl (3:0) rangiert man derzeit auf dem begehrten achten Tabellenrang, der bekanntermaßen die Playoff-Teilnahme bedeuten würde. Diese Position würde Trainer Mirko Culic mit seinen Männern gern bis zum Ende der Normalrunde halten, obwohl der ehemalige SCC-Coach zuletzt mit Dirk Westphal und Theo Timmermann auf seine zwei wichtigsten Außenangreifer verzichten musste. „Dirk konnte nach seinem Muskelfaserriss am Donnerstag ins Teamtraining einsteigen und wird am Samstag spielen“, berichtet Culic, weiß aber auch: „Theo wird in diesem Jahr noch kein Spiel machen können.“ Überraschungen erwarten die Mannschaften also nicht, eine erneut stimmungsvolle Atmosphäre aber allemal.
Die Füchse Berlin stehen vor dem anstrengenden Endspurt des Handballjahres 2018. Am Sonntag um 16:00 Uhr empfängt das Team von Velimir Petkovic den SC DHfK Leipzig. Die favorisierten Füchse wollen den Siegestrend der letzten Spiele unbedingt fortsetzen. Am 3. Advent gastiert das Team aus Leipzig im Fuchsbau. Mit einer Punkteausbeute von 10:22-Punkten rangiert der kommende Gegner aktuell auf dem 15. Tabellenplatz. Die Füchse stehen zehn Plätze besser da und gehen damit als klarer Favorit in die Partie. Nachdem sich das Lazarett der Füchse in den letzten Wochen mehr und mehr lichtete kann Trainer Velimir Petkovic auf eine schlagkräftige Truppe zurückgreifen.
Mit drei Siegen im Rücken wird Selbstvertrauen beim amtierenden EHF-Cup-Sieger aktuell groß geschrieben. Am Sonntag bestreitet der Hauptstadtclub den ersten Akt des vierteiligen Jahresendspurts. Nach nur einem Tag Pause wartet dann der Pokalkracher gegen die Rhein-Neckar-Löwen ebenfalls in der Max-Schmeling-Halle. Am 23.12. spielen die Füchse in Magdeburg und am 26.12. gastiert der HC Erlangen zum Weihnachtsspiel im Fuchsbau.
Der Gegner aus Leipzig hat mit Philipp Weber, Niklas Pieczkowski und Franz Semper drei Spieler in seinen Reihen, die im vorläufigen WM-Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft stehen. Das zeigt welche Qualität im Kader des Tabellenfünfzehnten steckt. Doch die Füchse haben in den letzten Duellen gegen den SC DHfK stets gute Leistungen gezeigt.
Die letzten vier Aufeinandertreffen konnten die Füchse, wenn auch manchmal knapp, für sich entscheiden. Diese Serie soll am Sonntag unbedingt auf fünf erfolgreiche Begegnungen im direkten Vergleich ausgebaut werden, um weiter in Lauerposition zur Spitzengruppe zu bleiben.
Für die Berlin Recycling Volleys ist die Pokal-Saison 18/19 beendet. In der Hamburger CU Arena verloren die Hauptstädter gegen die nie aufsteckende SVG Lüneburg mit 2:3 (25:18, 25:22, 24:26, 19:25, 13:15) und müssen so ihren Traum vom Endspiel in Mannheim begraben. Cheftrainer Cedric Enard hielt direkt eine Überraschung für seinen Gegenüber Stefan Hübner bereit und begann mit Neuzugang Nicolas Rossard als Libero. Außerdem starteten Jan Zimmermann, Adam White, Samuel Tuia, Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk und Benjamin Patch für die Berliner in diesem Pokal-Halbfinale.
Die BR Volleys ließen ihren Ankündigungen Taten folgen und begannen engagiert. Die SVG-Annahme um Libero Koslowsky stand gehörig unter Druck und so konnten die Enard-Schützlinge immer wieder aus der Abwehr punkten (8:4). Le Goff überraschte den Gegner zwischenzeitlich mit Sprungaufschlägen und war auch im Block die gewohnte Naturgewalt. Krachend stoppte er Nationalspieler Baxpöhler und zwang Hübner zur Auszeit (14:8). Mit der lautstarken Unterstützung aus der Berliner Fan-Ecke brannte im ersten Durchgang nichts mehr an (22:16). Le Goff donnerte den Ball zum Satzgewinn auf den Hallenboden (25:18).
Die „LüneHünen“ waren spätestens im zweiten Satz voll in ihrer Ausweich-Arena angekommen und lieferten dem Deutschen Meister einen harten Kampf. Wieselflink organisierte aber Rossard weiter die Berliner Defensive (8:8). Die BR Volleys konnten sich auf die Achse Zimmermann-Jendryk und weiterhin listige Aufschläge von Tuia verlassen (11:10, 15:14). White löste in dieser Phase seine schwierigen Aufgaben im Angriff und bereitete mit druckvollem Aufschlag den Weg für Tuias spektakulären Breakpunkt (20:18). Diesen kleinen Vorsprung münzte abschließend wieder Le Goff in die 2:0-Satzführung um (25:22).
Berlins Volleyballteam Nr. 1 blieb auch im dritten Satz die im Aufschlag überlegene Mannschaft. Tuia trieb das Spiel seiner Mannen immer wieder an, dazu zeigte sich White in der Annahme äußerst stabil. Le Goff punktete nun auch direkt mit dem Service (9:6). Dies wusste Schlien allerdings zu kontern und überraschte die BR Volleys ebenfalls mit seinen Sprungaufschlägen (12:13). Hin und her wog dieses Pokal-Halbfinale, wobei Zimmermann & Co eigentlich aussichtsreich vorn lagen (18:15, 23:22). Nach einem Abstimmungsfehler zwischen White und Rossard konnte aber letztlich die SVG den Satzrückstand verkürzen (24:26).
Nun wurde es in der stimmungsvollen Hamburger Arena schwer für die Gäste. Patch kassierte zwei Blocks gegen sich (5:8), sodass Kyle Russell für ihn ins Match kam. Jeder Punkt wurde vom Heimpublikum förmlich herbeigeschrien (9:13, 10:16). Der Satzausgleich war so nur eine Frage der Zeit und folgte nach knapp zwei Stunden Spielzeit (19:25). Ein dramatischer Tiebreak brachte also die Entscheidung und in dem knüpften die BR Volleys zunächst an ihre Tugenden Aufschlagdruck sowie Blockstärke an und lagen wieder aussichtsreich vorn (5:3, 10:7). Jendryks Block ließ aufatmen (12:9), aber Lüneburg kam wieder zurück (12:12). Schlien durchkreuzte den Weg der Berliner nach Mannheim und erwischte Rossard in der Annahme gleich zweimal spielentscheidend (13:15).
Zuspieler Jan Zimmermann haderte zurecht mit den hergeschenkten Führungen: „Wir haben lange vieles richtig gemacht, doch irgendwann ließ der Druck im Aufschlag Schritt für Schritt nach und die Lüneburger kamen in einen Flow. Dann geht beim Gegner plötzlich alles und sie spielen wie im Rausch. Bei 12:9 im Tiebreak treffen wir ein paar falsche Entscheidungen und die letzten beiden Aufschläge von Schlien stehen dann sinnbildlich für das Match.“ Das einzig Positive: Viel Zeit, über diesen „weiteren herben Rückschlag“, wie Zimmermann ihn nennt, nachzudenken, bleibt den BR Volleys nicht. Schon am Samstag (15. Dez um 19.00 Uhr) muss man bei den Netzhoppers SolWo Königspark KW bestehen und hofft weiterhin auf die Fan-Treue der BR Volleys Anhänger.
Trotz brodelnder Gerüchteküche blickten wir auf das Sportliche und beteiligten uns nicht an Spekulationen. Der sechste Tabellenplatz vor der Winterpause, vier gewonnene Spiele vor dem torlosen Remis bei Lok Leipzig, insgesamt neun Siege nach 19 Spielen das hat was, wenn auch nicht an einen Aufstieg gedacht werden kann, bei 20 Punkte weniger als der Spitzenreiter Chemnitzer FC auf der Habenseite. Die Spielzeit war ohnehin nur als Übergangslösung gedacht. Allerdings ließen die Transfers der Ex-Profis von Jürgen Gjasula und Petar Sliskovic aufhorchen.
Aktuell greift die Fachzeitschrift Fußball-Woche Viktorias Bestreben mit einem chinesischen Investor und der geplanten Ausgliederung der Profiabteilung auf. Das macht sich in der anstehenden fußballlosen Zeit ganz gut. Hinter den Erfolgen stehen im Fußball Geldgeber und Funktionäre. Die Vereinspolitik darf also keineswegs außer Acht gelassen werden.
Apropos fußballlose Zeit: Viktoria 89 wurde im Berlin-Pokal die „schwere Hürde“ aus der Kreisliga A Polar Pinguin mit durchaus erfahrenen, aber etwas älteren Akteuren zugelost. Fakt sind vier Ligen Unterschied. Da müsste es doch mit dem Teufel zugehen, sollten die Lichterfelder unter Trainer Jörg Goslar die Pinguine unterschätzen. Kehren wir also zu den Machern im Verein zurück.
Bereits im Mai hatte der Club eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Investor ASU, der Advantage Sports Union bekannt gegeben. Mit Hilfe des Investors sollte es weiter in Richtung Profi-Fußball gehen. Die Rede war von 90 Millionen in zehn Jahren. Angeblich gibt es Anzeichen dafür, dass das „Unternehmen“ auf Sand gebaut war und die Asiaten sich bereits aus der Kooperation verabschiedet haben.
Bild Berlin berichtete von finanziellen Problemen, von ausstehenden Gehaltszahlungen. Am 13. Dezember stellte der Vorstand einen Insolvenzantrag.
„Liebe Mitglieder,
mit großem Bedauern müssen wir euch mitteilen, dass der Vorstand heute, 13.12.2018, beim Amtsgericht Charlottenburg einen Insolvenzantrag für unseren Verein einreichen musste. Das Gericht hat Herrn Prof. Dr. Torsten Martini von Leonhardt Rattunde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Seine Kanzlei zählt bundesweit zu den großen Playern im Restrukturierungsbereich.“
Der 2,08 Meter große in Kamerun geborene Center Landry Nnoko hat bei ALBA BERLIN einen Vertrag bis Sommer 2020 unterschrieben. Der 24-Jährige spielte bis zuletzt beim türkischen Klub Sakarya BB, für den er sowohl in der Liga (17,5 Punkte & 9,3 Rebounds) als auch im FIBA Europe Cup (14,5 Punkte 9,2 Rebounds) als einer der Top-Spieler der beiden Wettbewerbe zu überzeugen wusste. Darüber hinaus wird dem jungen kamerunischen Nationalspieler, der bereits seit zwei Wochen in Berlin trainiert, einiges Entwicklungspotenzial attestiert.ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Wir sind sehr froh, dass wir die Möglichkeit hatten, Landry Nnoko zu verpflichten. Wir glauben, dass er schon jetzt ein sehr guter Spieler ist, gleichzeitig aber noch zusätzliches Entwicklungspotenzial hat. Er hat bereits auf hohem Niveau gut gespielt, sodass sich auch andere große europäische Klubs um ihn bemüht haben. Umso glücklicher sind wir, dass jetzt für ALBA BERLIN spielt und uns dabei hilft, hier langfristig etwas aufzubauen. Seine Verpflichtung verschafft uns mehr Tiefe und Körperlichkeit auf den großen Positionen, die uns dabei helfen wird, gegen die Top-Teams in Deutschland und Europa zu bestehen.“Landry Nnoko: „Ich bin sehr glücklich darüber, nach Berlin zu kommen und jetzt für ein erfolgreiches Team mit einer großen Tradition wie ALBA BERLIN zu spielen. Ich weiß um die gute Arbeit des Trainerteams und freue mich auf die Herausforderungen auf hohem Wettbewerbs-Niveau im EuroCup und in der Bundesliga. Ich bin mir sicher, dass der ALBA-Stil, schnell und aggressiv zu spielen, sehr gut zu mir passt.“Vita Landry Nnoko: Landry Christ Nnoko wurde am 09. April 1994 in der kamerunischen Stadt Yaounde geboren. Nachdem der Neu-Albatros seine Kindheit in Kamerun verbracht hatte, zog es ihn als Teenager an die Montverde Academy, eine US-Amerikanische High School, die für ihr starkes Basketballprogramm bekannt ist und unter anderem von zahlreichen späteren NBA-Profis besucht wurde. Nachdem Nnoko im Anschluss an seinen High School-Abschluss vier Jahre an der renommierten Clemson University gespielt hatte, startete er seine Profikarriere in der ersten italienischen Liga bei Victoria Libertas Pesaro. Dort empfahl er sich mit guten Leistungen für eine Einladung ins Trainingscamp der NBA-Franchise der Detroit Pistons. In der Saison 2017/2018 lief er dann für Grand Rapids Drive (das G-League-Team der Pistons) auf, verzeichnete dort 14,7 Punkte, 11,5 Rebounds und rund zwei Blocks pro Spiel und wurde außerdem zum Defensivspieler des Jahres ausgezeichnet. Die ersten Monate der aktuellen Saison verbrachte Nnoko dann in der Türkei bei Sakarya BB, ehe er nun zu ALBA BERLIN wechselte.