Am vergangenen Samstag haben die Wasserfreunde Spandau 04 mit dem 23:6-Heimsieg im Bundesliga-Lokalderby gegen die SG Neukölln mit Bravour gewonnen und sind damit weiterhin minuspunktfrei. Das trifft auch auf den größten Konkurrenten um die Deutsche Meisterschaft, auf Waspo 98 Hannover, zu. Am Dienstag steht jedoch die zweifellos größere und wichtigere Herausforderung in der Schöneberger Schwimmhalle auf dem Programm. Dann empfängt um 19.30 Uhr die Mannschaft von 04-Trainer Athanasios Kechagias zum Auftakt der Rückrunde der Gruppe D in der Champions League den spanischen Meister CN Atletic Barceloneta (CNAB) zum Spitzenspiel.
Barceloneta, national in der laufenden Saison nach sechs Partien ungeschlagen und auch in der Königsklasse CL in drei Auftritten jeweils Sieger (9:0 Punkte), will seine reine Weste auch gegen die Berliner – Spandau hat in drei nationalen Liga-Partien sowie den DSV-Supercup gewonnen und in der CL-Hauptrunde als Gruppen-Zweiter bereits 2 Siege (6 Punkte) verbucht – behaupten.
Der Sieger des Duells am Dienstag dürfte beste Aussichten auf den Einzug in die Zwischenrunde der CL haben. Neben Spandau und Barceloneta sind auch CN Marseille (3) und Vouliagmeni (0) ebenfalls noch nicht chancenlos.
Spandau hat mit Blick auf die Begegnung den festen Willen, sich für die empfindliche Niederlage in Barcelona, nämlich das 6:16 Ende September am Mittelmeer, zu rehabilitieren.
Die Formsteigerung des Berliner Teams in den vergangenen Wochen spricht dafür, dass das durchaus möglich ist. Das vom Kroaten Elvis Fatovic trainierte Barceloneta mit seinem glänzend besetzten Team von Individualisten, die fast ausnahmslos auswahlerfahren sind, wird für die Mannschaft von Spandaus Trainer Kechagias eine anspruchsvolle Aufgabe. Bei Vouliagmeni (von Spandau daheim 14:13 besiegt) rettete CNAB auswärts gerade ein 12:11, gegen Marseille (von Spandau daheim 13:10 geschlagen) gewann Barceloneta im Heimbecken mit 9:7. „Hinten kompakt und vorne durchsetzungsstark, das muss unser Rezept sein, mit dem wir die offensiv orientierten Spanier beeindrucken wollen. Dann sind die Spanier vielleicht auch zu packen“, glaubt Spandaus Trainer Athanasios Kechagias.
Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04
Champions League 2023 / 2024
31. Oktober 2023
Wasserfreunde Spandau 04 – CNA Barceloneta
Spieltag 4
Spielbeginn: 19:30 Uhr
Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin
DEL 15. Spieltag 29.10.2023 14:30 Uhr MB-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Straubing Tigers 3:2 OT (2:0/0:2/0:0/1:0)
Die Straubing Tigers stellten sich bereits zum zweiten Mal in der laufenden Saison in der Arena am Ostbahnhof vor. Die letzte Begegnung liegt sogar erst reichlich zwei Wochen zurück. Es war Freitag, der 13. Oktober, erst die Ehrung für 500 Spiele im Eisbärentrikot für Marcel Noebels und anschließend eine Niederlage nach Penalty.
Bevor es losgehen konnte, wurde eines tragischen Ereignisses gedacht. Tags zuvor kam bei einem Eishockeyspiel in England der ehemalige DEL-Spieler Adam Johnson tragisch ums Leben. Johnson spielte in der letzten Saison für die Augsburger Panther.
Nun, die Neuauflage und alles noch im Oktober. Die Eisbären erwischten einen Start nach Maß, es waren erst 38 Sekunden gespielt, da durfte Straubings Goalie Florian Bugl bereits den Puck aus dem Netz holen. Einen Fehler im Aufbauspiel nutzte Blaine Byron zu ganz schnellen Führung. Bis zur ersten Drittelpause spielten fast nur die Eisbären. Sie wollten das zweite Tor und sie bekamen es, wenn auch erst 8 Sekunden vor Ablauf der Spieluhr. Das 2:0 war ein Eishockeytor allererster Güte. Die dritte Sturmreihe zauberte und Yannick Veilleux durfte vollenden, die Assistenz lieferten Patrice Cormier und Eric Hördler.
Was war mit den zuletzt so stark aufspielenden Gästen? Sie brauchten etwa 30 Minuten, um in Berlin anzukommen und glichen aus. Innerhalb von zwei Minuten besorgten sie den Gleichstand. In der 37. Minute traf Joshua Samanski und in der 39. Minute war Tim Brunnhuber erfolgreich. Einige Hochkaräter hatten die Eisbären liegengelassen.
So musste das Schlussdrittel „eventuell“ die Entscheidung bringen. Geizten bis hierhin beide mit Strafen, so boten die Gäste gleich zu Beginn den Eisbären zweimal und kurz hintereinander die Gelegenheit zum Powerplay. Die Straubinger sind aktuell das beste Team, wenn es gilt, in Unterzahl zu agieren. Sie überstanden beide Strafzeiten. Zu erwähnen ist ein Monstersafe von Bugl. Da waren die Arme der Spieler in den pinken Trikots bereits im Jubelansatz, doch der Puck war im Fanghandschuh. Wie hat er das gemacht? So wurde ein Nervenspiel vor 14.100 Zuschauern.
Bis die Spieluhr lediglich eine einstellige Restzeit anzeigte, war keine Entscheidung gefallen. Chancen auf beiden Seiten und ein bemerkenswerter Support von zirka 200 mitgereisten Schlachtenbummler aus Bayern. Knapp sieben Minuten vor dem Ende musste Tobi Eder auf die Strafbank. Diese Strafzeit verging ohne Wirkung. Es ging rauf und runter, der Puck wollte einfach nicht rein. Es blieb beim 2:2 nach der regulären Spielzeit. Die besseren Chancen in der hektischen Schlussphase hatten die Eisbären.
In der Verlängerung machte der Spieler des Tages, Blaine Byron alles klar. Mit seinem Treffer, exakt drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung, holten sich die Eisbären den verdienten Sieg. Sein erstes Spiel im Eisbären-Tor absolvierte Jonas Stettmer, er machte seine Sache gut. In seinen exakt 62 Einsatzminuten konnte er 24 Schüsse abwehren. Beim Abschlusstraining, einen Tag vor dem Spiel, hatte er erfahren, dass es zu seiner Premiere in der Arena kommen wird. Sein erstes DEL-Spiel für die Eisbären hatte auswärts in Frankfurt. Für den Kooperationspartner Lausitzer Füchse hat er bereits sieben Spiele in der DEL 2 absolviert.
In der Pressekonferenz nach dem Spiel äußerte sich Straubings Trainer Tom Pokel zu den ersten 30 Spielminuten. Mental waren wir da nicht anwesend, für einige Spieler war es schwer, sie waren sehr nah dran, (gemeint war der tragische Unfall) haben mit Ihm zusammengespielt und gelebt, auch in Nordamerika. Es war schwierig, die Jungs heute zu unterstützen. Wir konnten uns steigern und sehen das Ergebnis als einen gewonnenen Punkt an.
Blaine Byron, Doppeltorschütze, erzielte das entscheidende Tor in der Verlängerung, spielte mit dem verunglückten Johnson längere Zeit zusammen in Nordamerika, brachte nach dem Spiel seine Trauer zum Ausdruck.
Schöner hätte die 50. Saison der Volleyball Bundesliga für die Berlin Recycling Volleys kaum beginnen können. Gegen starke Helios Grizzlys Giesen drehte der Deutsche Meister einen Satzrückstand in einen 3:1-Heimsieg (21:25, 25:20, 25:17, 29:27) und durfte vor 6.513 Zuschauern einen verdienten Auftakterfolg bejubeln. Von den zwei überragenden Berlinern Adam Kowalski und Nehemiah Mote durfte sich letztlich der Australier an diesem Freitagabend in der Max-Schmeling-Halle über die erste MVP-Medaille freuen.
Mit einem Meer aus Handylichtern und ohrenbetäubendem Lärm heizte die mächtige Saisonauftaktkulisse bei der neugestalteten Teampräsentation Ruben Schott & Co ordentlich ein. Mit der Präsentation aller zwölf Bundesligisten dank Unterstützung des Berlin Dance Teams und auch wenn Neuzugang Tobias Krick den ersten Berliner Punkt der Saison per krachendem Angriff in den Dreimeterraum erzielte, hatten aber anschließend die Giesener in Satz eins deutlich mehr Grund zur Freude. Schnell zogen die Grizzlys mit starkem Blockspiel und beeindruckender Ruhe davon (1:4, 8:15). Alle intensiven Ballwechsel und damit auch der Auftaktsatz gingen verdientermaßen an die bestens vorbereiteten Gäste (14:20, 21:25).
Es war wohl die Anlaufzeit, welche die Hauptstädter für die neue Spielzeit benötigten, denn dann kamen Kapitän Schott und seine Nebenmänner ins Rollen. Hannes Tille servierte zum Start von Satz zwei brilliant (5:0). Während der Giesener Diagonalspieler, Michiel Ahyi, unbeeindruckt weiter auftrumpfte, arbeitete sich Marek Sotola mit seinem Team ins Match (16:11). Headcoach Joel Banks bewies erstmals mit der Einwechslung von Timo Tammemaa ein gutes Händchen, denn der Este servierte gleich zwei Asse zum Abschluss des dritten Satzes (25:20).
Nun gaben der überragende Libero Adam Kowalski und seine Teamkollegen nicht mehr nach. Wenngleich die Grizzlys dagegenhielten, sorgten Tille und Nehemiah Mote für weitere Highlights per Ass und Angriff (11:8). Die BR Volleys spielten begeisternden Volleyball und vor allem Mote agierte zeitweise wie im Rausch. Zwei Blocks des Australiers in Folge und dieser Durchgang war endgültig entschieden (25:17). Die Drittplatzierten des Bounce House Cup ließen nicht locker und meldeten sich in Satz vier noch einmal zurück (9:12). Ahyis Block brachte die Hausherren unter Druck (18:20) und Giesen hatte Satzbälle (24:23). Aber Schotts Ass kippte das Geschehen (26:25) und Tammemaa setzte den letzten Block des Tages zum furiosen Ende eines furiosen Abends (29:27).
Stimmen zum Spiel Joel Banks: „Was war das für ein Volleyball-Spektakel! Diese Saisoneröffnung war genau die richtige, um Volleyball in Deutschland nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation im Spotlight zu halten. Es hat mir große Freude bereitet, vor dieser Kulisse mein erstes Match zu coachen. Beide Seiten haben großartig gekämpft, aufgeschlagen und abgewehrt. Wir haben vieles gut gemacht und dürfen entsprechend glücklich sein.“
Nehemiah Mote: „Das ist mein drittes Jahr hier und es ist immer fantastisch so eine orange-schwarze Crowd zu sehen. Dafür spielen wir dieses Spiel, so macht der Sport Spaß. Ich finde nicht, dass wir im ersten Satz gestruggelt haben. Giesen kam einfach klasse ins Spiel und hat individuell unfassbar stark begonnen. Aber wir haben uns zurückgekämpft und dafür muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Wenn die Außenblocker ihren Job so gut machen wie heute, kann ich daneben auch mal glänzen und sieben Blocks sammeln.“
BR Volleys Formation Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote + Tobias Krick (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Adam Kowalski (L) | Eingewechselt: Daniel Malescha, Timo Tammemaa, Saso Stalekar, Cody Kessel, Robert Täht
Das erste Viertel der Saison ist herum, jetzt beginnt die erste Serie der Rückspiele. Das Hinspiel am 29. September 2023 ging in der Helios-Arena in Schwenningen mit 1:4 verloren. Laufkundschaft gibt es in dieser Liga sowieso nicht. Erstmals kam Eisbären-Legende Steve Walker als Chef-Coach nach Berlin und hatte seine Nummer 27 unter dem Hallendach gut im Blick.
Vor dem Spiel wurde einer Dauerkarteninhaberin, seit 15 Jahren gönnt sie sich dieses Vergnügen, zum Geburtstag gratuliert. Es war der 95zigste, da kann man nur weiterhin alles Gute wünschen, man ist so alt, wie man sich fühlt.
Leider sahen die Eisbären im ersten Drittel fast älter aus, fanden schwer in das Spiel. Es lief noch die erste Minute des Spiels, da musste bereits Julian Melchori wegen Beinstellens auf die Sünderbank. Kurz nach Ablauf der Strafe, 10 Sekunden später, schlug ein Geschoss von Tyson Spink im Eisbärenkasten ein. Sie kassierten im Anfangsdrittel zwei weitere Strafen. Yannick Veilleux war der Sünder, erst ein hoher Stock und ein Bandencheck. Die Strafen störten empfindlich den Rhythmus. Zudem fehlte in der bisher so erfolgreichen Sturmreihe, mit Marcel Noebels und Zack Boychuk, der Vorlagengeber Leonard Pföderl. So ging das erste Drittel an die Gäste.
Im Mittelabschnitt begannen die Eisbären in Überzahl. Auf den ersten Eisbärentreffer mussten die Fans bis zur 28. Minute warten. Marcel Noebels konnte eine Vorarbeit Zack Boychuk im Tor unterbringen. Zunächst hatte Joacim Erikkson im Schwenninger Tor den Puck abwehren können, der „zweite“ Puck landete wieder bei den Stürmern und es stand 1:1. In der 36. Minute trafen die Eisbären nur das Gestänge und im Gegenzug hatten die Schwarzwälder mehr Glück. Erneut war es Tyson Spink, der zielte genauer und überwand Jake Hildebrand. Es wurde hektisch, die ersten Strafen wegen übertriebener Härte verhängt. In der 40. Spielminute nutzten die Eisbären ein Powerplay und glichen aus.
Wie gewonnen, so zerronnen, Alexander Karachun tanzte die Eisbärenabwehr aus und brachte die Gäste zum dritten Mal in Führung, so geschehen in der 44. Minute. Es war ein hektisches, zerfahrenes Eishockeyspiel, die Gefahr, das nächste Heimspiel zu verlieren, nahm mit bedrohlich ablaufender Spieluhr zu. Sie kämpften und konnten in der 50. Spielminute zum dritten Mal ausgleichen. Marcel Noebels traf zum Zweiten und drei Minuten später zum Dritten, bis zur 53. Minute hatte es gedauert, erstmals eine Führung für die Gastgeber vor 12.917 Zuschauern.
Die verbleibenden Spielminuten waren nichts für schwache Nerven. Für beide war die Sache nicht beendet. Die Schwenninger schwächten sich selbst, Tylor Spinks musste auf die Strafbank und das Überzahlspiel nutzten die Eisbären und bauten ihre Führung aus. Tobi Eder ließ es krachen und versenkte mit einem fulminanten Schuss den Puck im Tor. Die Schlusssirene um 21:58 Uhr brachte endgültige Gewissheit, eine kämpferische Steigerung brachte den Sieg und die Verteidigung der Tabellenspitze in der DEL.
Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Im ersten Drittel sind wir sehr schwer ins Spiel gestartet. Mir hat heute Abend jedoch sehr gut gefallen hat, dass wir immer wieder nach einem Rückstand zurückgekommen sind. Wir sind das ganze Spiel über ruhig geblieben und haben auf unsere Fähigkeiten vertraut.“
Marcel Noebels (Stürmer Eisbären Berlin): „Wir müssen uns eingestehen, dass wir anfangs zu viele Strafen bekommen haben. Schwenningen hat es uns nicht einfach gemacht. Es war schwer, immer wieder den Rückstand aufzuholen. Je länger das Spiel allerdings dauerte, hat man die DNA der Eisbären gesehen. Vor allem unsere jungen Spieler sind auf einem guten Weg. Heute haben wir als Mannschaft unseren Charakter gezeigt.“
Zehn Tage nach dem Champions-League-Knaller in der Schwimmhalle Schöneberg mit dem 14:13-Erfolg der Wasserfreunde gegen das griechische Top-Team NC Vouliagmeni, in der Vorsaison CL-Final-Vierter, steht für Spandau 04 wieder der „Alltag“ in Form der Bundesliga-A-Gruppe auf dem Programm. Gegner an gleicher Stätte ist am Samstag im Ortsderby die SG Neukölln. Die Vorzeichen dabei sind eindeutig – Spandau zählt mit zwei Siegen und 32:7 Toren auf Platz 2 hinter Waspo Hannover zu den vier verlustpunktfreien Teams, Neukölln auf Rang 6 zu den vier Teams ohne Punkte.
Dennoch hat das Lokal-Duell trotz des wohl nur in seiner Höhe fraglichen 04-Erfolges ob der vielen Verbindungen zwischen beiden Vereinen in Vergangenheit und Gegenwart seinen besonderen Reiz. Die Wasserfreunde wollen ihren zuletzt unübersehbaren Formanstieg auch bei dieser Pflichtaufgabe beweisen und Neukölln möchte die Berechtigung seiner Präsenz in der A-Gruppe der besten Acht belegen.
11:28 hat die von Trainer-Duo Andreas Schlotterbeck/Sascha Pacyna betreute SGN den Liga-Auftakt bei Waspo Hannover verloren, respektabel nur 6:10 eine Woche darauf bei den White Sharks Hannover.
Spandaus 16:4-Auswärtssieg in Ludwigsburg und das Heim-16:3 gegen den OSC Potsdam waren standesgemäß. Diesmal wollen die Berliner wieder eine solide Leistung zeigen, um sich damit für die nächste Herausforderung am Dienstag in der Champions-League vorzubereiten. Dann nämlich kommt CN Barceloneta. Die Spanier führen aktuell die Gruppe D der CL an. Die Spandauer haben noch mehr als eine Rechnung mit den Spaniern offen, denn im Hinspiel am 28. September verlor die Mannschaft von Trainer Athanasios Kechagias den CL-Auftakt am Mittelmeer sang- und klanglos mit 6:16 und weckte Zweifel am Gelingen des geplanten Wiederaufstiegs zur internationalen Spitze.
Danach allerdings folgte die erhoffte Reaktion mit den Siegen gegen Marseille und Vouliagmeni, beide in der Vorsaison CL-Finalteilnehmer. Der Rückrunden-Start des nunmehr zweitplatzierten Spandauer Teams in der Vierer-Gruppe wird in Schöneberg mit Spannung erwartet. Spandau gegen Spitzenreiter Barceloneta (31.10.2023 um 19:30 Uhr in der SSH): Jetzt heißt es für die Berliner Charakter zu zeigen und an die Leistungen der beiden letzten Spiele anzuknüpfen. Gelänge auch hier ein Sieg, wäre Spandaus Einzug in die CL-Zwischenrunde nahe. Aber zuerst steht das Spiel gegen die SG Neukölln an. Und auch hier verbietet sich gerade mit dem Blick voraus ein Spiel im Schongang.
Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04
Wasserball Bundesliga
2023/2024
Gruppe A, 3. Spieltag
Samstag, 28. Oktober 2023
Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln
Spielbeginn: 16.00 Uhr
Spielort: Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin
Beim Aufeinandertreffen Erster gegen Zweiter hatte der Verfolger Türkspor Berlin kaum eine Chance, nach vorn lief trotz Ballbesitz recht wenig, von zwingenden Schüssen auf das von Kühn gehütete Preussen-Tor konnte auch keine Rede sein. Patrick Breitkreuz dagegen schoß in der 26. Minute aus 26 Metern gewaltig auf das Gäste-Tor und vom Innenpfosten landete der Ball im Netz zum 1:0. Doch die Preussen wollten wohl kein zweites Tor nachlegen. Ihr Coach Daniel Volbert war mit dem Verwalten der knappen Führung überhaupt nicht einverstanden. Das geht erfahrungsgemäß oft ins Auge, doch Türkspor Berlin kam gegen die Abwehr des Tabellenführers einfach nicht an. Sicheres Verwalten ist letztendlich auch ein Mittel zum Erfolg. So endgültig in der Nachspielzeit, in der 94. Minute, vollstreckte Egzon Ismali den Foulelfmeter (Ghandour an Günther) zum 2:0. Damit verschaffte sich der BFC Preussen einen beruhigenden Acht-Punkte-Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger. Am Sonntag, 29.10.2023, steht im Volkspark Mariendorf die Begegnung TSV Mariendorf (5.) – BFC Preussen an. Mariendorf (19 Punkte) gewann bei Hilalspor in der Wiener Straße mit 3:1.
Entscheidendes verkündeten die Füchse vom Wackerweg. Steven Haubitz löst den 62-jährigen Mario Reichel als Chefcoach ab und prompt gewannen die Füchse 5:1 gegen Tabellenneunten 1. FC Wilmersdorf. Das vollzog sich zehn Monate nach Reichels Rückkehr zum Wackerweg. Wie so oft, bleiben die Gründe bei Trainer-Wechseln, so auch hier, im Verborgenen. Immerhin bestehen als Tabellendritter bei noch ausstehenden 14 Spielen (rechnerisch 42 Punkten) weiter gute Aussichten. Bereits am Freitag, 27.10.2023, müssen die Spandauer Kickers (10.), 19.30 Uhr zum Wackerweg, Kienhorststraße. Steven Haubitz hat auch einen neuen Co-Trainer mit Sascha Schrödter, der ebenfalls eine Füchse-Vergangenheit als Spieler und in der vergangenen Saison als Co-Trainer von Tuurjalai Zazai bei Türkspor ausfüllte.
Wir berichteten ja über die eigenartige Schiedsrichter-Entscheidung, zur Erinnerung, das Spiel Frohnauer SC – SD Croatia wurde nicht angepfiffen. Das Sportgericht entschied nun über Frohnaus Einspruch, Ergebnis, die Partie muss neu angesetzt werden. Aktuell siegten die Frohnauer mit 3:0 bei Blau-Weiß 90.
Auf den drei Abstiegsrängen stehen weiter der Berliner SC, Blau-Weiß 90 und VSG Altglienicke II – zweiter Saisonsieg 3:0, am 10. Spieltag bei den Spandauer Kickers. Ein Lebenszeichen sendete der SV Empor, siegte beim Schlusslicht Berliner SC deutlich mit 4:0 und kletterte, nun mit 10 Punkten, auf Rang 14. Das Sportamt Charlottenburg sperrte das Mommsenstadion, sodass der SC Charlottenburg das Spiel gegen SD Croatia, jetzt mit zwei Hängepartien, dennoch 14 Punkte, nicht austragen konnte.
Nach den Coronawirren hat die NOFV Oberliga Nord wieder die Sollstärke mit 16 Vereinen erreicht. Darunter sind neun Clubs aus Berlin und von den 16 stehen nach 10 Spieltagen, sage und schreibe sieben Berliner der Reihe nach von Platz Eins bis Sieben. Nach 10 Spielen rangiert FC Hertha 03 mit 30 Punkten an der Tabellenspitze. Die Zehlendorfer haben alle 10 Spiele gewonnen und haben es am Sonntag, dem 29.10., ab 12.00 Uhr, (11. Spieltag), mit dem TuS Makkabi (6.), 16 Punkte, (bei einer Hängepartie), auf der Julius-Hirsch-Sportanlage, zu tun.
Nur etwas abgeschlagen rangieren mit je 13 Punkten der SC Staaken und Eintracht Mahlsdorf auf den Plätzen 10 und 11. Das kann jetzt bereits als eine Zweiklassengesellschaft bezeichnet werden. Staaken und Mahlsdorf ist sogar zuzutrauen, dass sie in Kürze zu Hertha 06 (7.), Makkabi (6.), Sparta Lichtenberg (5.), Tasmania (4.), Tennis Borusssia (3.), Lichtenberg 47 (2.) und Hertha 03 (1.) aufschließen. Dann stünden alle neun Berliner Verein nacheinander aufgereiht vor den Anderen. Aus Berliner Sicht ist Hertha 03 der Aufstieg in die Regionalliga zu wünschen. Fraglich ist allerdings, ob sie es schlussendlich wirklich wollen.
Lichtenberg 47 (9 Siege, gewann zuletzt 5:2 gegen den Rostocker FC (14.) und so langsam, aber mit weitem Abstand zur Spitze, kommt TeBe (18 Punkte) in Fahrt, gewann auswärts mit 3:1 in Rathenow. Die Differenz zu Hertha 03 beträgt 12 Punkte. Wenn die Zehlendorfer nicht wieder, wie gehabt, einbrechen, dürfte es in dieser Saison sehr schwer werden, den Aufstiegsplatz zu erreichen. TeBe empfängt bereits am Freitagabend, 28.10.2023, 20.00 Uhr, im Mommsenstadion Anker Wismar (9.) und Lichtenberg 47 muss am Samstag, 28.10.2023, 13.00 Uhr, beim Tabellen-Siebten Hertha 06 in der Sömmeringstraße ran.
Der Blick auf weitere Berliner Clubs, ebenfalls am Samstag, 14.00 Uhr, heißt es „Am Rosenhag“, Mahlsdorf gegen Rathenow; Sonntag, 29.10.2023, ab 13.30 Uhr, Neustrelitz -Tasmania, um 14.00 Uhr, an der Fischerstraße empfängt Sparta Lichtenberg die RSV Eintracht, zuletzt 5:1-Sieger in Fürstenwalde und zeitgleich im Sportpark Staaken, spielt der SC Staaken gegen den Vorletzten der Tabelle, Dynamo Schwerin.
Es hätte klappen können, ein vollbesetztes Olympiastadion, kein Geringerer als der Meister aus Italien zu Gast und dazu Union-Wetter. Es regnete, war nasskalt und die Eisernen zeigten sich formverbessert. Sogar ein Tor gelang, leider stand der Vorlagengeber klar im Abseits, sodass der Jubel schnell verstummen musste. Das 0:0 zum Pausentee spiegelte die Kräfteverhältnisse adäquat wider. Auf beiden gab es viel Leerlauf. Die Eisernen machten dabei noch den besseren Eindruck und kamen mal wieder zu einigen Torabschlüssen.
An der taktischen Grundausrichtung änderte Urs Fischer nichts, es war ein 5-3-2 gegen den Ball und bei eigenem Ballbesitz ein 3-4-1-2. Die Doppelspitze im Sturm bildeten Sheraldo Becker und David Datro Fofana. Kevin Behrens saß zunächst auf der Bank und Leonardo Bonucci durfte sogar gegen seine Landsleute nur zuschauen.
In der zweiten Halbzeit sah es lange danach aus, als könnten die Eisernen endlich den Bock umstoßen. Sie investierten viel und mussten leider in der 65. Minute die kalte Dusche hinnehmen. Der italienische Nationalstürmer Giacomo Raspadori verwertete eine tolle Vorarbeit vom georgischen Nationalstürmer Khvicha Kvaratskhelia und es war passiert. Sie rannten wieder einem Rückstand hinterher. Das hochverdiente 1:1 blieb ihnen versagt. Die dickste Chance hatte Robin Knoche. Er setzte nach einer Trimmel-Flanke den Ball knapp neben das Tor. Alex Meret im Napoli Tor hätte keine Chance gehabt.
Es blieb bei der knappen 1:0 Führung für die Gäste. Die Eisernen senkten die Köpfe und verfluchten wohl den Fußballgott. Eine Steigerung war zu erkennen und viel zum Nachdenken bleibt eh nicht, bereits am Samstag, dem 28.10.2023 um 15:30 Uhr geht in der Bundesliga im Bremer Weserstadion weiter und darauffolgenden Dienstag spielen sie in Stuttgart im DFB-Pokal.
“Es sieht schon wirklich so aus, dass im Moment ziemlich viel gegen uns läuft. Meine Mannschaft hat es über die 90 Minuten wirklich toll gemacht. Die Abstände haben gepasst, die Aggressivität war da und wir haben über 90 Minuten, bis auf eine Aktion, nichts zugelassen. Es ist unheimlich bitter, aber irgendwo bin ich auch stolz. Die Mannschaft hat über die volle Spielzeit so ziemlich alles richtig gemacht”, lautete das Fazit von Cheftrainer Urs Fischer nach dem Abpfiff.
„Ich kann heute Abend keinem etwas vorwerfen, denn speziell in der ersten Halbzeit war es von uns ein sehr guter Auftritt und die richtige Reaktion nach dem Stuttgart-Spiel. Dass wir dann trotzdem verlieren, passt einfach zur Situation. Aber ich bin überzeugt: Wenn wir so weitermachen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir wieder gewinnen. Wer gegen Weltklasse-Mannschaften wie Neapel so auftritt, wird irgendwann wieder die Punkte holen“, gab sich Union-Kapitän Christopher Trimmel trotz der knappen Niederlage zuversichtlich.
„Wenn du neunmal in Folge verlierst, kannst du mit der Situation nicht glücklich oder zufrieden sein. Trotzdem muss ich sagen, dass ich mit der Art und Weise, wie wir heute gespielt haben, vollkommen einverstanden bin. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir viel von dem gesehen, was uns in den vergangenen Jahren stark gemacht hat. Das ist eine Grundvoraussetzung, um Punkte zu holen. Aber die Situation ist so, wie sie ist und da hilft es nicht, irgendetwas schönzureden. Du musst weiter hart arbeiten und auf dem Platz liefern“, so Rani Khedira nach seinem Debüt in der Königsklasse.
Personal: Im Vergleich zur Bundesligapartie gegen den VfB Stuttgart nahm Union-Cheftrainer Urs Fischer drei Änderungen vor. Neben Brenden Aaronson, der für Lucas Tousart in die Startelf rückte, ersetzten David Fofana und Sheraldo Becker im Sturm Kevin Behrens und Kevin Volland.
Zuschauer: 72.062
Tore: 0:1 Raspadori (65.)
Foto: @2019 Hans-Peter Becker
Hans-Peter Becker/Stimmen und Statistik 1. FC Union Berlin
Der 11. Spieltag ziert bis auf Hertha BSC II keine weitere Niederlage und damit verschafften sich Berliner Vereine verbesserte Tabellenpositionen in der Regionalliga. Und diese eine Niederlage resultiert aus einem Berlin-Derby im Amateurstadion beim Heimrecht von Herthas Zweite gegen den BFC Dynamo. Mit einem 2:1 Auswärtssieg überflügelt der BFC Dynamo, jetzt mit 24 Punkten, um einen Zähler Energie Cottbus auf Tabellenplatz Zwei – nun, nur einen Punkt schlechter als Tabellenführer Greifswalder FC. BFC Coach Dirk Kunert freute sich über die Treffer 1:0 (45.) Stockinger und 2:0 (57.) Dadashow vor 1.212 Zuschauer am Freitagabend, 20.10.2023. Das 1:2 in der 93. Minute, durch Wollschlägers Kopfball, kam zu spät. Die Trainer Stephan Schmidt (Hertha BSC) und Dirk Kunert (BFC) kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei Hertha und dem VfL Wolfsburg. Hertha bleibt mit 15 Punkten auf Tabellenplatz 11 und für Dirk Kunert, der vierte Pflichtspiel-Erfolg, wird vorausschauend der 12. Spieltag im Sportforum beim Heimspiel gegen Viktoria 89 das nächste Berlin-Derby von besonderer Bedeutung. Aber aufgepasst(!), der FC Viktoria 89 besiegte am Sonntag, 22.10.2023 immerhin den 1. FC Lok Leipzig mit sage und schreibe 5:0. Es kriselt weiter bei der Loksche und die Diskussionen um Trainer Almedin Civa wieder zunehmen.
Energie Cottbus kann und sollte Wiedergutmachung für die 0:2-Heimpleite gegen Carl Zeiss Jena, jetzt Tabellen11., beim Spitzenreiter Greifswalder FC, Sonntag, 29.10.2023, betreiben. Mit einem Sieg und drei Punkten können sie in Greifswald dann neuer Tabellenführer werden, vorausgesetzt, das schafft der BFC Dynamo nicht zu Hause im Sportforum. Spannend und eng geht es oben zu. Sogar Babelsberg 03, siegte 1:0 in Erfurt, ist mit 22 Punkten weiter gut im Rennen und erwartet am Sonntag, 29.10., 13.00 Uhr, Hansa Rostock II (8 Punkte) im Karl-Liebknecht-Stadion.
Die VSG Altglienicke ist aktuell Tabellenfünfter mit 19 Punkten. Die Schützlinge von Karsten Heine sagten sich, was Viktoria kann, können wir schon lange. In Zwickau siegten sie ebenfalls mit 5:0 und bereits am Freitag, 27.10.2023 ab 19.00 Uhr, kommt der Chemnitzer FC ins Jahnstadion. Wir wollen keinen Berliner Club in der Regionalliga vergessen. Der Berliner AK 07 spielte vor 212 Zuschauern zu Hause im Poststadion gegen ZFC Meuselwitz 1:1. Mit dem Remis-Punkt stehen die Athleten mit derzeit nur sieben Zählern weiter auf dem letzten Platz. Der Laternen-Inhaber lässt sich, leistungsmäßig im Aufwind, beim FC Eilenburg (Vorletzter, ebenfalls 7 Punkte) hoffentlich die 3-Punkte-Möglichkeit nicht entgehen. Am 12. Spieltag müssen weiter Punkte her.
Mit einer knappen Niederlage gegen den Tabellenführer der Liga schied der BBSC am Sonntag aus dem DVV Pokal aus.
Ein typischer Pokalfight spielte sich am Sonntagnachmittag, 22.10.2022 in der Köpenicker Hämmerlinghalle ab. Auf dem Feld standen mit dem BBSC und dem VfL Oythe als Aufstiegsaspirant zwei Teams, die sich absolut nichts schenkten. Während vor 5 Wochen in Oythe der BBSC noch keine Chance hatte, gegen Oythe zu bestehen, zeigten die Berlinerinnen im Pokal, dass sie deutlich aufgeholt haben und den Gegner ganz ordentlich unter Druck setzen konnten. Allein: es hat nicht gereicht – dafür hat Oythe ein zu gut und gleichmäßig auf hohem Niveau besetztes Aufgebot. Sowohl die 7 Athletinnen anderer Nationalitäten als auch die 4 deutschen Spielerinnen Oythes werden mit ihrem Können sicher in der Liga weiter tonangebend bleiben.
Im 1. sowie bis Mitte des 2. Satzes hielt der BBSC gut mit, die beiden Teams boten dem Publikum eine kämpferische Leistung, wobei Oythe sehr gut auf die Berliner Angriffe eingestellt war und in manchen Situationen mit kluger Block- und Abwehrarbeit den angreifenden Berlinerinnen die Nerven raubte. So gingen die beiden Sätze an die Gäste. Den 3. Satz holte sich der BBSC – allerdings stand Oythe ein wenig unter dem Schock der Sprunggelenksverletzung der Japanerin Yuka Kitsui im Außenangriff. Von dieser Stelle wünschen wir der japanischen Athletin beste Genesung! Ab dem 4. Satz – die Kanadierin Grasman hatte Kitsui ersetzt – waren beide Teams wieder auf Augenhöhe, doch liefen die Berlinerinnen immer ein oder zwei Punkte den Gästen hinterher, die dann auch mit 25:23 den Sack zu machten.
Trainer Ralph Barnstorf, der den abwesenden Jens Tietböhl vertrat, setzte im Spiel das komplette Aufgebot ein und die Jugend zeigte in so manchen Aktionen die in den letzten Wochen erlernten Fortschritte. Das Berliner Publikum zollte dem Team viel Respekt und Anerkennung ob der gezeigten Leistung gegen den Tabellenführer.
Zur MVP wählten die Trainer Annalena Grätz für den BBSC und die polnische Mittelblockerin Dominica Zoltanska für Oythe.
Der BBSC trifft im nächsten Heimspiel am 11. November 2023 auf den VC Olympia Münster.
Im BBSC am Sonntag im Einsatz: Marie Dreblow, Leni Kirchhoff, Angelina Meyer, Stephanie Utz, Annalena Grätz, Annika Kummer, Jovana Dordevic, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich, Daniela Ligacheva, Kristina Bognar, Emely Radügge