Füchse treffen im Viertelfinale des DHB-Pokals auf den SC Magdeburg

Füchse Berlin haben einen Pokalkracher zugelost bekommen: im Viertelfinale des DHB-Pokals treffen die Berliner auf den SC Magdeburg. Das ergab die Auslosung am Sonntagabend am Rande der Sky-Show „Kretzschmar – der Handball-Talk“. Stefan Ilsanker vom Fußball-Bundesligisten RB Leipzig fungierte als Losfee.  Die Füchse spielen am 6./7. März 2018 zu Hause gegen die Magdeburger.  Bei einem Sieg würden die Hauptstädter, die im Pokal gegen Springe, Nordhorn und Flensburg gewannen, im Final Four stehen.

Füchse bleiben gegen Schlusslicht TuS Nettelstedt-Lübbecke ganz oben

Auch im zweiten Auswärtsspiel binnen vier Tagen bleiben die Füchse Berlin erfolgreich: der Hauptstadtklub hat das Match bei Schlusslicht TuS Nettelstedt-Lübbecke mit 29:21 (11:9) gewonnen. Nach dem souveränen, aber glanzlosen Auftritt bleiben die Füchse Spitzenreiter der DKB Handball-Bundesliga. 1653 Zuschauer sahen in Ostwestfalen zunächst einen trägen Ligaprimus. Sechs Minuten dauerte es, bis das erste Tor des Spiels fiel. Die Berliner, bei denen Rückkehrer Marko Kopljar spielte, taten sich gegen den kämpferisch stark aufspielenden Tabellenletzten schwer, lagen nach elf Minuten sogar mit 2:3 zurück. Allen voran der starke Peter Tatai im Tor stellte die Füchse immer wieder vor Probleme.

Bei den Berlinern startete im Vergleich zum Göppingen-Sieg (39:32) diesmal wieder Petar Nenadic. Der Serbe überzeugte als Spielmacher und brachte den Favoriten erstmals wieder mit 6:5 in Führung und markierte zudem die wichtigen Treffer zum 8:6 (20.) und 11:7 (26.). Kurz vor Pause scheiterte Füchse-Rechtsaußen Hans Lindberg an Tatai, der seinen elften Ball parierte, sodass es nur mit einer knappen 11:9-Führung in die Pause ging.

Im zweiten Durchgang setzte sich der Favorit langsam ab. Auch wenn der Sieg nie in Gefahr war: überzeugend war der Auftritt der Hauptstädter insgesamt aber nicht. Die Konzentration ließ bei den Berlinern in vielen Momenten zu wünschen übrig. Mit der Umstellung auf eine Manndeckung brachte TuS-Coach Aaron Ziercke die Füchse zudem ein wenig aus dem Rhythmus.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic sagte nach dem Spielende: „Wir haben gewonnen, das ist wichtig. Aber mit der Leistung meiner Mannschaft war ich über weite Strecken nicht zufrieden. Wir haben am Anfang zu viele technische Fehler gemacht. In der Abwehr haben wir gut gestanden, aber vorne zu wenige Tore geworfen. Das darf einem Spitzenreiter nicht passieren. Auf diesem Gebiet müssen wir uns noch entwickeln.“

Schnauzbartträger Fabian Wiede, der zusammen mit Drago Vukovic an der Wohltätigkeitsaktion „Movember“ teilnimmt, erzielte sechs Tore. Petar Nenadic war mit neun Treffern erfolgreichster Füchse-Werfer. Der Serbe hinterher: „Wir haben im ersten Durchgang viele Bälle verworfen. Nach dem Seitenwechsel wurden wir etwas besser. Wir sind weiterhin Erster und gehen mit Selbstvertrauen in das Spitzenspiel gegen Flensburg.“

Die Füchse haben mit der glanzlosen aber souveränen Vorstellung beim Letzten ihren zweiten Auswärtssieg in vier Tagen eingefahren. Mit zwei Erfolgen fiebern die Berliner nun dem Topspiel am Donnerstag, 9. November im heimischen Fuchsbau gegen die SG Flensburg-Handewitt (19 Uhr/Sky) entgegen. „Nach diesem Spitzenspiel wissen wir wirklich, wo wir stehen“, sagt Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. „Die erste Halbzeit gegen Lübbecke war enttäuschend. In der zweiten Hälfte wurden wir besser. Unser Fokus geht jetzt voll ins das Heimspiel gegen Flensburg. Dort wollen wir Volldampf geben!“
Nenadic heizt die Fans eins: „Die Max-Schmeling-Halle wird richtig voll sein. Wir freuen uns auf ein Spitzenspiel mit einer großartigen Stimmung. Wenn wir gegen Flensburg gewinnen, dann werden wir bis Februar unter den besten Teams sein.“ StatistikStochl, Heinevetter – Wiede (6), Elisson, Vukovic, Struck (1), Gojun (1), Nenadic (9), Lindberg (5/1), Zachrisson (1), Fäth (1), Schmidt (1), Kopljar (1), Drux (3).

Quelle: Füchse Berlin

Der Teltowkanal Halbmarathon: Im Gedenken an den Mauerfall

Start-Foto: Florian Zschiedrich

Dass Bewegung gesund ist, weiß inzwischen ein jeder und wenn man auf einer flachen Laufstrecke „nur“ ein Bein vor das andere setzen muss, ist das im Grunde eine besonders einfache Bewegung. Ein Schlauer trainiert ganz individuell die Ausdauer für Herz und Kreislauf. Zahlreiche Teilnahme von Jung und Alt, Groß und Klein, Hobby- und Profisportlern, Firmen- und Schulstaffeln von Politik, Wirtschaft und Sport beim Staffel-Halbmarathon, am Sonntag, 05.November, Start war ab 10.30 Uhr in Teltow (Potsdam Mittelmark) mit dem Ziel in Berlin-Zehlendorf. Dieser Wettbewerb wird auf einer flachen Strecke ausgetragen Das Teilnehmerfeld allein würdigt die historischen Bedeutung.  Die Läufer nahmen entweder die 7,1 km, 14,1 km und 21,1 km in Angriff.

Der Teltowkanal Halbmarathon ist ein von Florian Zschiedrich moderiertes, überregionales Laufevent und findet im Gedenken an den Mauerfall statt. Die Laufstrecke verläuft entlang des Mauerstreifens am Teltowkanal und verbindet so den Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit der Stadt Teltow – eine symbolische Verbindung von Ost und West, von Berlin und Brandenburg. Wie eingangs erwähnt, eine persönlich unterstützende Gesundheitsmaßnahme dazu – politisch betrachtet – zur Freude über Einheit und den Fall der Mauer.

Christian Zschiedrich

Ergebnisse
über 7,1 km
siegte Moritz Gutschmidt (16) in 24:37 Minuten von der LG Süd Berlin. Schnellste Frau war Damais Gericke (39) vom Potsdamer Laufclub.
über 14,1 km
gewann Jonas Wienecke (Spandau) in 50:35 Minuten. Schnellste Frau war Teresa Ceczka 1:04:41 Stunden.

Die Füchse wollen beim Tabellenletzten sofort nachlegen

Drei Tage nach dem souveränen Auswärtssieg in Göppingen geht es für die Füchse Berlin nahtlos weiter: der Hauptstadtklub gastiert erneut auf fremdem Terrain. Am Sonntag  will das Petkovic-Team bei Schlusslicht TuS N-Lübbecke seine Tabellenführung ausbauen.

Reisen sind die Füchse-Profis gewohnt. Doch diese beiden Ligaspiele sind auch für die Berliner Handballer kein Alltag. Am Donnerstag gastierte das Petkovic-Team im 600 Kilometer entfernten Göppingen, flog am Freitag mit einem 38:32-Sieg im Gepäck zurück in die Hauptstadt und hielt gleich eine Trainingseinheit ab. Am Samstagvormittag trifft sich die Truppe dann in Füchse Town zu einer Abschlusseinheit, isst gemeinsam zu Mittag und bricht dann mit dem Bus ins 400 Kilometer entfernte Lübbecke auf. Am Sonntagabend werden die Berliner 2000 Kilometer zurückgelegt haben – und hoffentlich mit zwei weiteren Punkten zurückkehren.

In Nordrhein-Westfalen wollen die Berliner ihre Tabellenführung ausbauen. Auch wenn der Gegner mit 2:18 Punkten auf dem letzten Platz steht und noch sieglos ist, werden die Füchse ganz sicher nicht den Fehler machen und die TuS unterschätzen. Füchse-Trainer Velimir Petkovic warnt: „Wir sind Tabellenführer und wollen das auch in Lübbecke zeigen.

Unterschätzen werden wir den Gegner ganz sicher nicht. Auch Lübbecke hat gute Spieler, die vor allem über den Kampf kommen. Diesen müssen wir am Sonntag annehmen.“

Gute Nachrichten im Füchse-Lager: abgesehen vom langzeitverletzten Nacho Jimenez Plaza (Kreuzbandriss) kann Petkovic aus dem Vollen schöpfen. Rückraumspieler Marko Kopljar, der in Göppingen sein Comeback feierte und rund 15 Minuten auflief, wird langsam ans Team rangeführt.

Füchse-Sportkoordinator Volker Zerbe: „Er wird noch ein, zwei Spiele brauchen, um voll im Rhythmus zu sein. Dass Marko zurück ist, bietet uns aber tolle Möglichkeiten im Angriff. Durch ihn sind wir noch variabler.“ Der Kroate selbst ist glücklich: „Es hat sich toll angefühlt, wieder zurück zu sein.“

Quelle: Füchse Berlin

Das Goldene Band 2017

Die älteste Sportauszeichnung wird wieder verliehen. Am 15. November 2017 (ab 18.30 Uhr) wird „Das Goldene Band” des Verbandes der Sportjournalisten Berlin Brandenburg e.V. in der Nachfolge von Henning Harnisch an eine Persönlichkeit aus Berlin übergeben.
Es wird jemand geehrt, der sich in herausragender Weise durch soziales Engagement für den Sport verdient gemacht hat. Veranstaltungsort der Ehrung durch den Verband der Sportjournalisten Berlin Brandenburg e.V. ist zum dritten Mal der Bärensaal im Alten Stadthaus Berlin. Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel wird an der Verleihung teilnehmen.

Gleichzeitig laden wir ein zu einer Podiumsdiskussion zur sozialen Verantwortung von Spitzensportlern. An ihr nehmen Stefan Wagner, Vorstand der HSV-Stiftung und Geschäftsführer von „Wagner-Büro für CSR, Marketing und Kommunikation”, sowie der Geschäftsführer von streetfootballworld, Johannes Axster, teil. In der Runde wird ein Berliner Fußball-Profi seinen Einstieg bei common goal, einer Tochter von streetfootballworld, bekannt geben. Bei common goal stiften die Fußballer ein Prozent ihres Gehaltes für soziale Zwecke. Bisher haben schon Profis wie Mats Hummels, Serge Gnabry und Trainer Julian Nagelsmann ihre Teilnahme erklärt.

Datum: Mittwoch, 15. November 2017
Ort: Bärensaal im Alten Stadthaus
Jüdenstraße 34-42, 10179 Berlin
Zeit: 18.30 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr

Durch die Veranstaltung wird rbb-Moderator Andreas Ulrich führen.

Hanns Ostermann

NOFV-Oberliga Nord: 2 Spieltage in einer Woche

Die Ausgangspositionen: Trotz des Trainerwechsels beim Tabellenletzten Hertha 06 Munier Raychoni für Kemal Halat verloren die Charlottenburger das Kellerduell gegen Mecklenburg Schwerin 0:2. Die achte Pleite in Folge. Es blieb lediglich bei 4 Punkten und der Roten Laterne. Nun wochentags am 12.Spieltag sieht die Welt schon wieder rosiger aus. Mit 6:5, einem Handballergebnis, gewann Hertha 06 am Dienstagnachmittag in der Sömmeringstraße gegen den Malchower SV. Ebenso ungewöhnlich die Torfolge: Die 06er führten bis zur 85.Minute 6:2 und kassierten in der Endphase noch drei Gegentore. Die Gäste waren zu spät aufgewacht. Hertha 06 rückt nun bis auf einen Punkt an den Vorletzten Brieselang und bis auf 2 Punkte an den Drittletzten 1.FC Frankfurt heran. Am Sonntag aber muss in Seelow bei Victoria(14.) bestanden werden.

Oben änderte sich auch etwas: Der Reihe nach nahmen Lichtenberg 47, FC Hertha 03 und Tennis Borussia Platz 3,4 und 5 ein. TeBe gewann 3:2 in Seelow und am Dienstag 5:0 gegen GW Brieselang. Hertha Zehlendorf, erst 3:2-Sieger beim Malchower SV, schaffte am Dienstag zu Hause nur ein 2:2 gegen Victoria Seelow und musste den 4.Tabellenplatz an Tennis Borussia abgeben. Lichtenberg 47 gewann 3:2 in Torgelow und am Dienstag 2:1 über den 1.FC Frankfurt, hat jetzt stolze 26 Punkte und nimmt nun wieder Tabellenplatz 2 ein. Der Abstand zu Tabellenführer Optik Rathenow beträgt deren 6 Punkte. Aufsteiger SC Staaken gewann 6:1 in Strausberg und am Dienstag 5:1 gegen Mecklenburg Schwerin, nimmt mit 13 Punkten den 9.Tabellenplatz ein. Damit verabschiedete sich das Jeffrey Seitz-Team aus der unteren Tabellenregion. Das nennt man eine fabelhafte Entwicklung. Staaken ist künftig noch mehr zuzutrauen.

Die Dienstag-Ergebnisse im Überblick:

Lichtenberg 47 – 1.FC Frankfurt 2:1

Hansa Rostock II – Anker Wismar 1:4

Optik Rathenow – Torgelower FC 3:2

FC Hertha 03 – Victoria Seelow 2:2

Tennis Borussia – GW Brieselang 5:0

SC Staaken – Mecklenburg Schwerin 5:1

CFC Hertha 06 – Malchower SV 6:5

FC Strausberg – SV Altlüdersdorf 0:3

Spielfrei: Brandenburg Süd 05

Christian Zschiedrich

Der nächste Traditionsclub verschwindet von der Bildfläche

1.Vorsitzender SpVgg. Hellas Nordwest Metin Yilmaz. Foto: Frank Toebs

Wir haben bereits wieder den Monat November erreicht und was wir am 19. Juli 2017 „Hellas Nordwest steigt auf und stirbt“ prophezeiten und mit Aussagen von Günter Sommerfeld untermauerten, soll nun Mitte November vollzogen werden. Ein Berliner Traditionsclub verschwindet von der Bildfläche. Am Heckerdamm wird trotzdem weiter Fußball gespielt. Es sei ja nur eine Namensänderung, Türkspor 04 soll das Kind von nun an heißen. Davon verspricht sich die neue Vereinsführung so allerhand. 04 bliebe ja erhalten. Rückblickend hatte Hellas, einer der ältesten Berliner Vereine, bis in die 1970er Jahre viele Mannschaften ohne einen einzigen Ausländer. Die Integration wurde positiv gesehen. Die Rückkehr in die Berlin-Liga gelang 2017 mit dem Engagement türkischer Mitbürger. Im Grunde ist das lobenswert. Warum soll der jetzt der Name Hellas-Nordwest bis auf das 04 verschwinden ? Es scheint das Signal, wer im Club nun das Sagen hat, vorrangig vor den sportlichen Ambitionen zu stehen.

Wir könnten hier eine ganze Reihe Berliner Traditionsvereine nennen, die überragende Leistungen mit türkischen Spielern vollbringen. Ein Blick auf die Tabelle der Berlin-Liga und Tasmania‘ s 4. Platz findet Anerkennung. Mit gleicher Punktzahl finden wir Blau-Weiß 90 auf Grund des besseren Torverhältnisses sogar auf Platz 3.

Unser Mitarbeiter Frank Toebs schaute sich für uns die Begegnung SpVgg. Hellas Nordwest – Blau-Weiß 90 an und staunte über die robuste Gangart beider Mannschaften. Blau-Weiß 90 gewann 1:0. Der Blick von „Hellas“ ist auf die nahe Zukunft gerichtet. Vermutlich wird es ab Mitte November den Namen SpVgg. Hellas Nordwest nicht mehr geben, berichtet er. Metin Yilmaz, der erste Vorsitzende bei Hellas Nordwest verspreche sich viel davon. Frank Toebs zitierte aus einem Gespräch mit Metin Yilmaz: „Die Unterlagen sind komplett eingereicht, sobald das Amtsgericht das okay gibt, wird der alte Namen nur noch Erinnerung sein“. Ja, so kann es kommen.

Die Begegnung Füchse Berlin – Hellas Nordwest fiel infolge des Sturmtiefs Herwart am Freiheitsweg aus, ebenso die des Nordberliner SC – Stern 1900 am Elchdamm in Heiligensee.

Sieben Begegnungen fanden allerdings statt. Punktgleich an der Tabellenspitze sind Blau-Weiß 90 und SV Tasmania einen Punkt hinter Tabellenführer SD Croatia und  dem Berliner SC, der sein Heimspiel 3:4 gegen den TSV Rudow verlor. Trainer Wolfgang Sandhowe hofft auf Wiedergutmachung im Topspiel am kommenden Wochenende.  Das Spitzenspiel steht an, Erster gegen Zweiter, am Sonntag, 15.00 Uhr, Friedrich-Ebert-Stadion SD Croatia – Berliner SC.

Christian Zschiedrich / Frank Toebs

Hatte der BFC Dynamo die Hosen voll ?

BFC-Trainer Rene‘ Rydlewicz. Foto: BFC Dynamo

Trainer Rene‘ Rydlewitz sprach von einer defensiven Schwäche seiner Mannschaft am vergangenen Wochenende. Anders ist die 1:2 Heimniederlage gegen den Berliner AK vor 1.412 Zuschauern nicht zu erklären. Allerdings hatte der BFC doch in 12 Partien immerhin 34 Tore geschossen. Heißt: Nicht nur die Abwehr enttäuschte, die Dynamos blieben auch im Abschluss zur Freude der Cottbusser unter dem 3-Tore-Soll. Positiv zu vermerken ist nach wie vor Tabellenplatz Zwei mit 25 Punkten. Nordhausen und Fürstenwalde kommen aber auf Tuchfühlung mit jetzt 23 Punkten heran. Der BFC Dynamo läuft Gefahr schon am kommenden Freitagabend, 19.00 Uhr, Amateurstadion, den 2. Platz eventuell gegen Herthas Zweite zu verlieren, wenn sie wieder so enttäuschend auftreten. Allerdings riss Hertha in Halberstadt auch keine Bäume aus und verlor 0:2. Ante Covic bemängelte fehlende Durchsetzungskraft. Jonathan Kliensmann war im Kasten der Herthaner gegen die zwei Gegentore machtlos. Auf der Tribüne „unterstützen“ Vater Jürgen Kliensmann und Ex-Bundestrainer Berti Vogts die Berliner. Die Schützlinge von Ante Covic haben sich gegen den BFC Dynamo mehr vorgenommen, wollen mit einer besseren Leistung auch ein besseres Ergebnis erzielen.

Viktoria 89 (8.) zeigte sich in der Oberlausitz gegen Neugersdorf von der coolsten Seite, spielte frisch, fromm, fröhlich auf, ging auch durch Ergirdi (29.) in Führung und gewann am Ende 3:2. Kargbo (45., 1:2) und Benyamina (60., 1:3) steuerten die beiden anderen Tore bei. Marek (79., 2:3) gelang nur noch der Anschlusstreffer für Neugersdorf. Viktoria – zog mit diesem Sieg an Neugersdorf vorbei – erwartet am Samstag, 13.30 Uhr, im Stadion Lichterfelde die TSG Neustrelitz. Die Begegnung ZFC Meuselwitz – 1.FC Lok Leipzig fiel den Witterungsbedingungen (zu heftige Böen) zum Opfer. Energie Cottbus (nunmehr 35 Punkte) gewann erwartungsgemäß 2:0 gegen FSV Luckenwalde. Die VSG Altglienicke kassierte bei Chemie in Leipzig früh (8.) durch L. Schmidt den Rückstand. Den 1:1-Ausgleich (48.) erzielte vor 1.937 Zuschauern ein Debütant von der Elfenbeinküste. Die Rede ist vom 34jährigen Boubacar Sanogo (101 Bundesligaeinsätze, 26 Treffer). Er hinterließ einen sehr guten Eindruck, spielte einst  in Kaiserslautern, Hoffenheim, Hamburg und Bremen. In Altglienicke ist man an guten Leistungen älterer Spieler wie Björn Brunnemann und Torsten Mattuschka gewöhnt. Am Samstag, 13.00 Uhr, steht die Partie Altglienicke – Oberlausitz Neugersdorf im Jahn-Sportpark an. Der Berliner AK spielt erst am Sonntag, 13.00 Uhr, Poststadion gegen Chemie Leipzig.

Christian Zschiedrich

Hertha benötigte zwei Standards zum 2:1 über Hamburg

Marvin Plattenhardt trat den Eckball zum 1:0 durch Niklas Stark. Foto: Christian Zschiedrich

Und atmete erleichtert auf, das so wichtige Spiel für sich entschieden zu haben. Dass es schwer werden würde, war vorher klar. Wenn sich zwei Mannschaften gegenüberstehen, die seit sieben Pflichtspielen verunsichertsind und nicht mehr gewonnen haben, da ist wohl nicht mehr zu erwarten – viele Unterbrechungen, zerfahrene Aktionen mit den üblichen Ungenauigkeiten. Kein Wunder also, dass zwei Standards herhalten mussten, um zum Erfolg zu kommen. 1:0 (17.) Kopfball Stark, nach Eckball Plattenhardt, 2:0 (50.) Kopfball Rekik, Eckball Weiser. HSV-Trainer Gisdol wechselte den erst 17jährigen Arp (56.) für Ekdal ein. Der brachte enorm viel Schwung in das Angriffsspiel der Hamburger und erzielte das 2:1(73.), volley nach Ablage von Papadopoulos. Ab der 73. Minute brachte Dardai wieder für seinen Kapitän Ibisevic Neuzugang Selke. Hertha zitterte sich zum Sieg. Maier (87.) kam noch für Lazaro und Torunarigha /90 + 1) für Kalou.

Für mich erstaunlich die Aussage des Berliner Coachs: Hertha sei deshalb unter Druck geraten, weil „Fans und Medien“ von außen eine Krise herbei geredet hätten. Er selbst habe kein bisschen Druck verspürt. Nun, das Wort „Krise“ hatte ich nicht in den Mund genommen. Meine Kritik war tiefgreifender. Ich sprach und spreche von unattraktiver Spielweise und begründete, weshalb sich viele Berliner nicht mit dem Club identifizieren können. Darüber wiederum wurde kein Wort verloren. Meiner Meinung nach aber sollte darüber nachgedacht werden. Sonnt Euch bitte nicht mit 13 Punkten über den 10. Tabellenplatz im Mittelfeld der Tabelle. Ich erinnere einfach an die zwei Heimniederlagen in Folge und das Pokal-Aus am vergangenen Mittwoch, ganz zu schweigen von den mauen Auftritten in der Europa League. Jetzt am Donnerstag kommt Luhansk zum Rückspiel. Am kommenden Sonntag, 5.11., ist beim Tabellendreizehnten VfL Wolfsburg bei entsprechender Effizienz der eine oder andere Punkt drin. Am Samstag, 18.11., ist dann das nächste Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach.
Christian Zschiedrich

Regionalliga 13. Spieltag – Trennt sich die Spreu vom Weizen ?

Im Friedrich-Ludwig-Jahnstadion kommt es zu der Partie BFC Dynamo – BAK 07. Foto: Sportick

Am 12. Regionalliga-Spieltag haben sich Cottbus und der BFC Dynamo weiter von der Konkurrenz abgesetzt. Cottbus siegte 3:1 in Fürstenwalde und führt weiterhin souverän mit 9 Punkten vor Dynamo. Der BFC gelang mit dem 3:0 vor 3.215 Zuschauern über Chemie Leipzig der einzige Sieg von den Berliner Mannschaften. Es gab keine Niederlage, es gesellten sich an diesem Wochenende drei Remis hinzu: Ein 0:0 im Derby zwischen Viktoria 89 – VSG Altglienicke, ein 0:0 von Hertha II – ZFC Meuselwitz sowie ein 1:1 zwischen BAK 07 – Germania Halberstadt. Vor den Toren Berlins gab es ein weiteres 0:0 zwischen Babelsberg 03 und Budissa Bautzen. Neustrelitz dagegen gelang ein 4:1-Sieg beim Tabellenletzten FSV Luckenwalde und scheint nun endlich an bessere Tage anknüpfen zu wollen. Mit nunmehr 25 Punkten baute der BFC Dynamo seinen zweiten Tabellenplatz jetzt auf 5 Punkte gegenüber Lok Leipzig aus, weil die Probstheidaer zu Hause über ein 1:1 gegen den VfB Auerbach nicht hinaus kamen.

Der nächste, der 13.Spieltag beginnt am Freitagabend, 19.00 Uhr, im Jahn-Sportpark mit dem interessanten Derby der Dynamos gegen den Berliner AK 07. Alle anderen Berliner Clubs müssen auswärts ran: Hertha II in Halberstadt (11.), Altglienicke (12.) bei Chemie Leipzig (15.), Viktoria 89 (10.) in Neugersdorf (7.). Außerdem kommt es zur Begegnung Erster gegen Letzter. Der FSV Luckenwalde (18.) muss zu Energie nach Cottbus und dann steht noch das Sachsen-Derby ZFC Meuselwitz (6., 18 Punkte) – 1.FC Lok Leipzig (3., 20 Punkte) an. Nach 13 Spieltagen kann man bereits die eine oder andere Prognose abgeben. Wer bleibt unten drin und auf wen wartet eine gute Saison. In Cottbus tippe ich auf einen Sieg für Energie.
Christian Zschiedrich

Hertha scheidet zu Hause gegen Köln im Pokal aus

Christian Zschiedrich kommentiert. Foto: Sportick

Endlich mal wieder ein Heimlos im Pokal. Doch das nützte nichts. Hertha kommt über die 2. Hauptrunde einfach nicht hinaus. Der Tabellenletzte der Bundesliga zieht mit einem 3:1-Sieg in Berlin ins Achtelfinale ein. Und das keineswegs unverdient. Ich hätte mit meinem letzten Kommentar über den Stand der Dinge im Club gern Unrecht behalten. Leider wurde jeder Satz und jede Zeile nun auch gegen Köln bestätigt. Das Ausscheiden ihres Managers Jörg Schmadtke verunsicherte die Gäste keineswegs. Zoller (35.) und Maroh (43.) legten bis zur Halbzeitpause zwei Treffer – für die sonst angriffsschwachen Kölner – vor. Nur 33.459 Zuschauer wollten die Partie sehen. Die Spieler wurden mit einem Pfeifkonzert in die Kabine geschickt und zur 2. Halbzeit wieder so empfangen. Maier kam mit Beginn des zweiten Durchgangs für den angeschlagenen Lustenberger. In der 59. Minute vollzog Trainer Dardai einen Doppelwechsel. Ibisevic für Kalou und Duda für Pekarik. Fünf Minuten später erzielt Clemens (64.) das 0:3. Hertha gelang erst beim Stande von 0:3 ein Tor durch den Abwehrspieler Stark (69.) – bezeichnend – nach einem Eckball. Wenn Hertha trifft, dann meist nach Standards. Das Angriffsspiel ist beschämend, in der Liga erst 9 Tore. Dardai stellte taktisch um. In der Startelf bildeten Selke und Kalou eine Doppelspitze. Wie erwähnt, kam Vedad Ibiseviv in Halbzeit Zwei. Das Mannschaftsgefüge war ansonsten offensiv ausgerichtet. Nur was wurde daraus – Spiele, vor allem im Pokal werden, mit Toren entschieden, das Ergebnis: Pokal-Aus mit einer 1:3 Heimniederlage. Die Identifikation der Berliner mit dem Hauptstadtclub: So nicht!

Christian Zschiedrich