Sport bewegt und bildet

Frank Toebs berichtet. Foto: Sportick

Bewegte Kindheit- Für mehr Selbstbewusstsein. In Stuttgart soll jedes 4. Kind bei typischen Tests nicht hüpfen können. Soweit kann es kommen, wenn die Bewegung fehlt. Nur „daddeln“ mit dem Smartphone ist nämlich keine differenzierte Bewegung, daher auch nicht nützlich für „höheres Denken“. Professor Manfred Spitzer, Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm, ließ das Publikum bei seinem anschaulichen Vortrag „Sport und Gehirn- Was weiß die Neurowissenschaft“ staunen. „Höheres Denken hat immer mit Bewegung zu tun, denn diese sorgt für mehr Nervenzellen“, sagte er. Erforscht sei das schon recht lange. Nur wolle man es nicht überall hören.
Die Kompetenz in der Nutzung der Neuen Medien soll eher schon von Kindesbeinen an geschult werden, so fordern es manche Politiker. Der Nutzen der Bewegung wird dabei leicht vergessen.  Entscheidungsträger haben oft den offensichtlichen Zusammenhang noch nicht erkannt oder wollen ihn nicht sehen. „Fragen Sie ´mal bei Mac Donald´s, was die für das beste Essen halten“, merkte er an. Was dann die Antwort sei, könne sich jeder selbst denken.

Spitzer ist andererseits auch kein großer Freund von seiner Meinung nach unangemessenen Anstrengungen wie dem Marathonlauf. 2-3 Mal in der Woche den Kreislauf für eine halbe Stunde in Schwung bringen, das hält er für angebracht. Die besten Rahmenbedingungen in der Schule seien für ihn dann gegeben, wenn Sport, Tun mit den Händen, Musik und Theaterwissenschaften einen höheren Stellenwert- wenn nicht den höchsten- bekämen. „Auch die Förderung sprachlicher Kompetenz könne der Sport bewirken“, sagte Professorin Renate Zimmer in ihrem Beitrag über Bewegung, Spiel und Sport.

Die Erziehungs- und Sportwissenschaftlerin von der Universität Osnabrück wusste das Auditorium
durch ihren lebendigen Vortrag ebenso zu faszinieren wie ihr Vorredner.
Statt einen Ball nur abgebildet zu sehen und zu benennen, könne man ihn real als Zugang zum Kind und der Sprache einsetzen. So könnten auch die Bedeutungs-und Verständnisebene
gestärkt werden. Gut veranschaulichte sie, dass man es aussprechen kann, wenn der Ball rollt, geworfen und geprellt wird. All das solle auch unbedingt in den Planungen der Ämter so bezeichnet werden, meinte Zimmer. Leider hat Berlin aber zur Zeit das Wort Bewegung gar nicht mehr im Bildungsplan. Das war schon einmal anders. Wie hieß es aber zum Ende der Veranstaltung bei einer Talkrunde? Es müsse nicht nur „Es lebe der Sport“ heißen, sondern die Meister in der Bewegungslehre, die Sportlehrerinnen und  Sportlehrer, müssten einmal ein Jahr lang geehrt werden, so wünschte es sich ein Teilnehmer.

Frank Toebs

Der Teltowkanal Halbmarathon: Im Gedenken an den Mauerfall

Start-Foto: Florian Zschiedrich

Dass Bewegung gesund ist, weiß inzwischen ein jeder und wenn man auf einer flachen Laufstrecke „nur“ ein Bein vor das andere setzen muss, ist das im Grunde eine besonders einfache Bewegung. Ein Schlauer trainiert ganz individuell die Ausdauer für Herz und Kreislauf. Zahlreiche Teilnahme von Jung und Alt, Groß und Klein, Hobby- und Profisportlern, Firmen- und Schulstaffeln von Politik, Wirtschaft und Sport beim Staffel-Halbmarathon, am Sonntag, 05.November, Start war ab 10.30 Uhr in Teltow (Potsdam Mittelmark) mit dem Ziel in Berlin-Zehlendorf. Dieser Wettbewerb wird auf einer flachen Strecke ausgetragen Das Teilnehmerfeld allein würdigt die historischen Bedeutung.  Die Läufer nahmen entweder die 7,1 km, 14,1 km und 21,1 km in Angriff.

Der Teltowkanal Halbmarathon ist ein von Florian Zschiedrich moderiertes, überregionales Laufevent und findet im Gedenken an den Mauerfall statt. Die Laufstrecke verläuft entlang des Mauerstreifens am Teltowkanal und verbindet so den Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit der Stadt Teltow – eine symbolische Verbindung von Ost und West, von Berlin und Brandenburg. Wie eingangs erwähnt, eine persönlich unterstützende Gesundheitsmaßnahme dazu – politisch betrachtet – zur Freude über Einheit und den Fall der Mauer.

Christian Zschiedrich

Ergebnisse
über 7,1 km
siegte Moritz Gutschmidt (16) in 24:37 Minuten von der LG Süd Berlin. Schnellste Frau war Damais Gericke (39) vom Potsdamer Laufclub.
über 14,1 km
gewann Jonas Wienecke (Spandau) in 50:35 Minuten. Schnellste Frau war Teresa Ceczka 1:04:41 Stunden.

Kondition Nerds bei One Two Punch Teil I

Kondition Nerds bei One Two Punch – Theorie trifft Praxis / Richtig Trainieren, perfekt sein!

Wie versprochen pünktlich um 18.00 Uhr ist nun das Video online. Vitali und Max erklären in Theorie und Praxis wie das Training im Verbund zur Kondition richtig aufgebaut wird. Das ganz wird nicht so trocken sein wie es sich anhört. Schaut selbst im Video von den Jungs rein. Es wird sich lohnen.

Große Sportmeile zu Pfingsten am Brandenburger Tor

Eine LSB-Veranstaltung im Rahmen des Turnfests 2017 „Sportmetropole aktiv” heißt es am 4. und 5. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Der LSB und rund 50 Vereine und Verbände laden am Pfingstsonntag von 11 bis 20 Uhr und am Pfingstmontag von 10 bis 17 Uhr zum Mitmachen und Ausprobieren der unterschiedlichsten Sportarten ein: Basketball, Base- und Softball, Bogenschießen, Bungee-Trampolinspringen, BMX-Parcours, Fechten, Fußball, Gleitboard, Golf, Handball, Hockey, Hurling, Karate, Kendo, Kart- und Quad-Fahren, Klettern, Leichtathletik, Reiten, Rudern, Rhythmische Sportgymnastik, Radsport, Schach, Slackline, Streetball, Tanzen, Taekwondo und Volleyball.

Außerdem stehen verschiedene Gesundheitssportangebote auf dem Programm. Es können Lungenkapazität, Körperfett und Koordinationsfähigkeit gemessen werden und im Kariestunnel wird überprüft, ob die Zähne gesund sind. Zum Mitnehmen liegt Informationsmaterial über Sport, Bewegung und gesunde Ernährung bereit.  Kinder kommen bei zahlreichen Spiel- und Sportstationen auf ihre Kosten. Außerdem können Disziplinen des Sportabzeichens abgelegt werden. Die großen Berliner Profiklubs Alba, Füchse, Eisbären, Hertha und BR Volleys sind ebenfalls mit von der Partie und bringen ihre Maskottchen mit.

Auf zwei Bühnen gibt es nonstop Musik und Tanz, Shows und Mitmach-Aktionen. „Ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage: Für jeden ist etwas dabei, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit oder ohne Handicap, Anfänger genauso wie sportlich ambitionierte Besucher”, so LSB-Präsident Klaus Böger.

Eintritt und sämtliche Angebote sind kostenfrei. Speisen und Getränke können auf dem Gelände erworben werden. Das Areal zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Besuchereingänge befinden sich wenige Gehminuten entfernt vom Hauptbahnhof, vom S-Bahnhof Friedrichstraße oder vom Bahnhof Potsdamer Platz.

Der LSB hat das zweitägige Sport-Programm gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport und dem Berliner Turn- und Freizeitsport-Bund auf die Beine gestellt. Über 400 ehrenamtliche Mitarbeiter tragen zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Die Füchse laufen für Euer Leben – lauft einfach mit

Start 9.Mai im Volkspark Friedrichshain. Fuchsi, Füchse-Spieler, Lauf- und Handballfans können am 9. Mai gleich doppelt Gutes tun: Zum zweiten Mal startet dann der machsbesser-Spendenlauf. Und diesmal geht es ums Thema Herzgesundheit: Zwischen 17 und 19 Uhr bringen im Volkspark Friedrichshain die Füchse und ihre Partner – BIOTRONIK, die AOK Nordost und Servier – nicht nur den Kreislauf auf Touren. Sie laufen auch noch für einen guten Zweck: Mit dem zweiten #machsbesser-Spendenlauf wird der Arbeiter Samariter Bund (ASB) unterstützt, der sich mit der Kampagne „Berlin Schockt“ für den Auf- und Ausbau des Netzwerkes für Automatisierte Externe Defibrillatoren (AEDs) in Berlin stark macht.

Wer also dabei sein kann, hat gleich mehrfachen Gewinn: „Wann kann man schon einfach mal so entspannt mit Bundesliga- und Nationalspielern joggen – und dabei noch etwas für seine Gesundheit und den Schutz aller Berliner tun?“, meint Bob Hanning, Geschäftsführer der Füchse. Denn die Spieler, ihre Fans, die Aktionspartner und alle, die an diesem Dienstagabend beim lockeren Lauftreff mitmachen, spenden ihr „Rundengeld“ an das Projekt „Berlin Schockt“.

Für BIOTRONIK, eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen im Bereich der Herzrhythmustherapie, ist das Thema des diesjährigen „machsbesser-Spendenlaufs“ eine Herzensangelegenheit. „Der Plötzliche Herztod und Herzinfarkte gehören nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Zeitnahes Eingreifen und umsichtiges Handeln, zum Beispiel mit einem Automatisierten Externen Defibrillator, kann zahlreiche Leben retten“, erklärt Udo Tegtmeyer, Geschäftsführer von BIOTRONIK Deutschland. Damit dies besser gelingen kann, hat der ASB Berlin das Projekt „Berlin Schockt“ ins Leben gerufen.

„Unser Ziel ist es, so viele AED-Geräte wie möglich im Großraum Berlin zu registrieren. In einer Notsituation kann dann per App der Standort, an dem gerade Hilfe benötigt wird, geortet und ein Notruf abgesetzt werden. Auf einer Karte wird dem Helfer der nächste verfügbare Defibrillator angezeigt“, erklärt Melanie Rohrmann, Berlin Schockt-Projektleiterin vom ASB Berlin.

Ziel des zweiten machsbesser-Spendenlaufes am 9. Mai im Volkspark Friedrichshain ist es nicht nur, auf die wichtige Initiative des ASB aufmerksam zu machen und weitere Nutzer für die App „Berlin Schockt“ zu gewinnen, „wir wollen laufend dazu beitragen, dass das Thema Herzgesundheit besser in der Gesellschaft verankert wird“, sagt Frank Michalak, Vorstand der AOK Nordost. „Als Gesundheitskasse engagieren wir uns besonders dafür, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie entstehen – und natürlich auch dafür, für den Notfall gut vorbereitet zu sein.“

Veranstaltungsort & Zeit: Volkspark Friedrichshain, 9. Mai 2017 von 17 bis 19 Uhr

Strecken: 3 und 5 Kilometer-Runde Start und Ziel: Tankstelle, Margarete-Sommer-Straße 2, Startzeiten: 17:00, 17:30, 18:00, 18:30 Uhr. Wer ist dabei? Füchse-Profis, Fuchsi und Trainer des SCC Berlin sowie des Lauftreffs der AOK Nordost, sanitätsdienstliche Betreuung des ASB Regionalverbands Berlin-Nordwest e.V.

Startgeld /Spende: 3,00 Euro für die 3-KM-Strecke und 5,00 Euro für die 5-KM-Strecke. Erwachsene, die 8,00 Euro oder mehr erlaufen (oder spenden), erhalten ein #machsbesser-Shirt dazu. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gibt’s das Shirt gratis. Und mit etwas Glück können alle Teilnehmer auch noch Tickets für ein Füchse-Heimspiel gewinnen!

„Jung bleiben durch Bewegung und Sport“

  1. LSB-Gesundheitsforum

Der Landessportbund lädt am Samstag, dem 29. April 2017 von 9.30 bis 15.30 Uhr zu seinem 10. Gesundheitsforum ein. „Jung bleiben durch Bewegung und Sport“ ist das Thema der Jubiläumsveranstaltung, die in der Gerhard-Schlegel-Sportschule des LSB, Priesterweg 4, 10829 Berlin-Schöneberg, stattfindet.Den Fachvortrag hält Prof. Dr. Bernd Wolfarth, Facharzt für Innere Medizin, Sportmedizin, Präventivmedizin und Ernährungsmedizin an der Humboldt-Universität/Charité. Danach können folgende Praxisseminare besucht werden:

Ausdauertraining mit verschiedenen Geräten; Stress bewältigen – Gelassenheit erleben; Koordinationstraining im Gesundheitssport; Beweglichkeit – praktisch gelebt von innen und außen; Kraft- und Stabilisationstraining im Gesundheitssport; Functional Myofascial Training.

Der LSB Berlin organisiert das Gesundheitsforum einmal im Jahr im Rahmen der Kampagne „Berlin komm(t) auf die Beine”, die vor über zehn Jahren gemeinsam mit der Ärztekammer Berlin, dem Sportärztebund Berlin-Brandenburg und der Kassenärztlichen Vereinigung ins Leben gerufen wurde.

Wissenschaftlicher Leiter des Gesundheitsforums ist Dr. Jürgen Wismach, Präsident des Sportärztebundes und Vorsitzender der LSB-Kommission Gesundheitssport.

Das Gesundheitsforum richtet sich an Übungsleiter, Ärzte und interessierte Bürger.