100 Jahre Handball in Deutschland

Henning Opitz. Foto: Sportick

In Berlin – der Geburtsstadt des Handballs in Deutschland – feiert der Deutsche Handballbund seinen 100. Geburtstag. Feierlich am 29. Oktober 2017 mit einem Empfang geladener Gäste in der Humboldt-Box gegenüber dem Berliner Dom (Beginn 10:30 Uhr) und mit zwei Länderspielen in der Max-Schmeling-Halle, die Männer gegen Spanien (Spielbeginn 14:30 Uhr) und der Frauen (Spielbeginn 71:30 Uhr) gegen die Niederlande.

Am Tag zuvor findet im Berlin Mariott Hotel am Potsdamer Platz der 32. Ordentliche Bundestag des Deutschen Handballbundes statt (Beginn 10:30 Uhr, Pressekonferenz 17:00 Uhr). Dem schließt sich am Abend ein Senatsempfang im Roten Rathaus an (Beginn 19:00 Uhr).

Aus diesem Anlass wird an beiden Orten des Geschehens auf die Entwicklung und Geschichte des Spiels zurück geblickt und am Sonntag der Handball in seiner modernsten Form präsentiert.

In einem kleineren Rahmen werden aber auch der Landessportbund und Handball-Verband Berlin mit prominenten Gästen, darunter früheren Nationalspielern, Olympiasiegern und Weltmeistern sowie anderen Prominenten,  „100 Jahre Handball in Berlin“ feiern. Am 26. Oktober wird in der Sportschule am Priesterweg das Buches „100 Jahre Handball“, herausgegeben von Professoer Detlef Kuhlmann, Professor für Sportwissenschaften an der Leibniz Universität in Hannover und früheren Handballer, vorgestellt. (Beginn 19:30 Uhr).
Henning Opitz

Rehabilitation in der Champions-League

Der „Jüngling von Olympia“, die von Ex-04-Wasserballwart Dr. Günter Schwill 1979 gestiftete Nachbildung der antiken Statue des Bildhauers Praxiteles, zieht um! Der zum 18. Mal ausgetragene DSV-Supercup endete nicht mit dem erneuten Sieg des bisherigen 15-maligen Gewinners Spandau 04, sondern mit dem dritten Erfolg (nach 1998 und 2000) für W98 Waspo Hannover.

Die Niedersachsen erzielten klare Siege in den Spielen gegen den in der Vorsaison drittplatzierten ASC Duisburg sowie den viertplatzierten OSC Potsdam. Im abschließenden Match zwischen Meister und Pokalsieger der Vorsaison gewann das Team aus Hannover dann mit 9:8 (4:2,2:1,1:3,2:2) Toren.

Die Berliner Vereinsführung will nun „mit Blick auf den Champions-League-Auftakt am Mittwoch bei Jadran Herceg Novi in Montenegro versuchen, schnelle Antworten zu finden.“

Der Supercup war zur Vorbereitung auf das kommende Spiel durchaus hilfreich. Das Turnier bot mehrere Querverbindungen zur kommenden Begegnung an der Adriaküste: Zu Waspos Team zählen mehrere montenegrinische Weltklassespieler (Radovic, Sekulic), die bei HN ihr Wasserballkönnen erworben haben, und auch in Reihen der Spandauer spielt seit dem Saisonbeginn der 20-jährigen Center Stefan Pjesivac, ein ehemaliges Jadran-Talent.

Die Montenegriner waren bereits in der Saison 2015/16 CL-Gegner von Spandau, damals trennte man sich in beiden Partien mit 9:9 Toren. Einige Spieler verließen seitdem das montenegrinische Team: Die international Erfolgreichen wie Zlokovic, Janovic, Kovacic und Randjic sind dem Ruf des Geldes folgend in andere Ligen gewechselt. Die Routiniers im aktuellen Team sind Dragan Draskovic (1988) und Marko Petkovic (1989), alle anderen kommen überwiegend aus den Jahrgängen 1996 bis 1999 und fast zehn der Wechselspieler sind nach dem Jahre 2000 geboren. Die montenegrinischen Akteure bringen mit Sicherheit viel Motivation und Ehrgeiz mit, in der Champions-League auf sich aufmerksam zu machen und sich international anzubieten. „Wir müssen dagegenhalten und dürfen uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Wir wollen zeigen, dass wir den Ton im Spiel angeben“, sagt Trainer Petar Kovacevic.

Peter Röhle

Hertha BSC: Stand der Dinge

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Für mich und viele andere steht zuerst die Frage: Weshalb können sich so viele Berliner nicht mit dem Hauptstadtclub identifizieren? Versuchen wir dafür die Gründe zu erfassen: Vorrangig ist es die unattraktive Spielart der Blau-Weißen. Wenn in vielen Begegnungen pro Halbzeit kein einziger Torschuss zustande kommt, ja was ist das für ein „mitreißender“ und „begeisternder“ Fußball. So kann auch nicht vorne „abgestaubt“ werden. Doch für die Torschüsse aus der zweiten Reihe sind nicht immer die Sturmspitzen verantwortlich. Wie ist es mit der Spielanlage, wenn überwiegend quer und zurück gespielt wird. Zielstrebigkeit ist eben mit Steilpassspiel und mit Pässen in die Tiefe gegeben. Gut, da kommt nicht jeder Pass an. Wesentlich leichter und einfacher ist es, stets den freien Mann anzuspielen. Ein bisschen Risiko sollte das Fußballspiel schon beinhalten. Profis sollten schon wissen, wie man Überzahl-Angriffe schafft und ausspielt. Dazu gehört das Risiko, mit Finten Gegenspieler austricksen zu können. Ist der Kader dafür reif genug? Ich meine Ja! In der letzten Saison verbuchte Hertha nach neun Spielen 17 Punkte, hatte gerade 0:1 in Hoffenheim verloren und war Tabellenfünfter. In der aktuellen Saison 17/18 sind es 10 Punkte, Tabellenzwölfter. Der Kader aber ist besser, das heißt eigentlich stärker als in der Vorsaison.

Nach der Niederlage in der Europa League gegen Luhansk hieß es: Hertha ist nicht reif für die Europa League. Ja, ist denn die Bundesliga vom Niveau her schlechter als die Europa League? Nicht das nach den Leistungen noch einer auf die Idee kommt, Hertha sei nicht reif für die Bundesliga! Die Berliner aber hätten gern einen Bundesligaclub, der nicht nur im Mittelfeld das Maß aller Dinge ist oder gegen den Abstieg spielt. Es müssten ja auch einmal Aktionen aufs Spielfeld gezaubert werden, bei denen der Funke auf die Zuschauer überspringt. Nico Kovac sagt: „Angriffsfußball ist schwieriger als die Verteidigung“. Aber deshalb verzichtet er mit Frankfurt nicht auf den Angriffsfußball. Das Spiel machen zu können ist gegen bestimmte Gegner, insbesondere bei Heimspielen, unerlässlich und vor allem dann, wenn man in Rückstand gerät und einem die Zeit davonläuft. Da darf nicht mehr rückwärts gespielt werden.

Hertha ist seit sechs Spielen ohne Sieg. Die Leistungen im letzten Heimspiel gegen Schalke waren unzureichend. Hätten die Herthaner in Freiburg verloren, ich hätte Verständnis dafür, wenn in Berlin die Luft brennen würde. Der Punktgewinn in Freiburg war dem Spielverlauf und den Torchancen nach doch sehr glücklich. Glück gehört im Fußball dazu. Die Ergebniskrise wurde abgewendet. Durchaus machbar sind die zwei Aufgaben in dieser Woche. Einmal im Pokal gegen Köln und um Punkte gegen den HSV, beides zu Hause im Olympiastadion. Eigentlich die Chance, Werbung für den Fußball in unserer Stadt zu bieten. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Christian Zschiedrich

Spreefüxxe mit Heimniederlage

Foto: Spreefüxxe Berlin

Die Spreefüxxe Berlin müssen die erste Niederlage vor heimischer Kulisse hinnehmen. Gegen Vizemeister Rosengarten blieb eine starke Aufholjagd in Hälfte zwei am Ende doch unbelohnt. Nach einem 18:11 Pausenrückstand kämpfte man sich bis auf zwei Treffer heran. Am Ende gelang es den Gästen aber doch mit 31:27 die Partie für sich zu entscheiden.

Wieder einmal machten sie die Spreefüxxe in der Anfangsphase das Spiel unnötig schwer. Man hatte sich vorgenommen diesmal besser in die Partie zu starten, doch die Vorgaben wurden nicht umgesetzt und man rannte erneut von Beginn an einem Rückstand hinterher. Vor allem im Abschluss bliebt man immer wieder an HL-Torfrau Mareike Vogel hängen. Einzig Vanessa Magg war es erneut mit einer starken Leistung, die ihr Team am Leben hielt. Allein Treffer Nummer 2,3,4 und 5 gingen auf ihr Konto. Am Ende wurde sie mit ihren 9 Treffern erfolgreichste Werferin der Partie. Doch auch sie allein konnte nicht verhindern, dass Rosengarten eine solide Leistung abspielte und sich zur Pause einen deutlichen 18:11-Vorsprung herausspielte.

Foto: Spreefüxxe Berlin

Die Worte von Trainer Christian Schücke in der Halbzeitpause waren eindeutig. Seine Mannschaft hatte bis dato sich nicht an den Schlachtplan gehalten. Entsprechend erwartete er eine Reaktion in Halbzeit zwei und die kam auch. Die Mannschaft hatte diesmal einen besseren Start erwischt. Bianca Trumpf, Vanessa Magg und Sophie Mrozinski verkürzten zum 14:19. Noch war genug Zeit und man merkte, dass nun die Einstellung der Mannschaft stimmte. Doch auch Rosengarten zog an und hielt den Abstand bei fünf Treffern. Fünfzehn Minuten vor Ende waren es sogar wieder sieben Tore. Christian Schücke brachte Ria Estermann auf der vorgezogenen Position, die das Rosengartener Angriffsspiel zunächst vor Probleme stellte. Fünf Füxxetreffer in Folge ließen die Hoffnungen der Heimmannschaft wieder auflodern. So stand es 10 Minuten vor Spielende plötzlich 23:25 und Rosengarten nahm die Auszeit. Eine unglückliche Zeitstrafe gegen Sophie Mrozinksi und ein fragwürdiger Strafwurf brachten Rosengarten zurück auf die Erfolgsspur und die Spreefüxxen blieb trotz starker Aufholjagd ohne Punkte.

Für die Mannschaft gilt es das positive aus der zweiten Spielhälfte mit in die kommenden Aufgaben zu nehmen. Nächstes Wochenende muss man in Beyeröde bestehen bevor dann am 11. November das Tabellenschlusslicht Gröbenzell in den Fuxxbau kommt.

Quelle: Spreefüxxe Berlin

Hertha benötigte zwei Elfmeter

Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Ein Punkt sollte es mindestens werden und ein Punkt wurde es tatsächlich. Allerdings rettete den Rune Jarstein diesen Punkt, vor allem als er einen Freistoß aus 17 Metern in der 90. Minute mit tollem Reflex parierte. Hertha hat nach neun Spielen zehn Punkte. Erst die Einwechslung von Davie Selke für den Rot gefährdeten Ibisevic führte zu größerer Torgefahr. Freiburg hatte mehr vom Spiel. Klare Torchancen wurden zum Glück für die Berliner ausgelassen. Mit einem Sieg wären die Freiburger in der Tabelle an Hertha vorbei gezogen. Die Freiburger Führung fiel in der 52. Minute durch einen Elfmeter, verwandelt von Haberer. Es gab heftige Proteste der Herthaner, wieder mal der Videobeweis. Hertha bekam sogar zwei Elfmeter zugesprochen. Den ersten jagte Kalou über das Tor, den zweiten verwandelte er vier Minuten später flach ins linke Eck. Gute Nerven hat er ja.

Die Ergebniskrise wurde abgewendet. Wettbewerbsübergreifend ist die Alte Dame aber seit sechs Spielen ohne Sieg. Dieser Kader kann eigentlich mehr.

Der 1. FC Köln und Werder Bremen trennten sich torlos 0:0. Wie heißt es so schön, zum Leben zu wenig, aber zum Sterben zu viel. Am kommenden Mittwoch treten Hertha und Köln gegeneinander im DFB-Pokal an. Um Punkte geht es wieder gegen den HSV am kommenden Wochenende. Na dann schau’ n war mal…

Christian Zschiedrich

TeBe klettert weiter nach oben

Christian Zschiedrich  Foto: Sportick

Bereits am Freitagabend kam es in der NOFV Oberliga Nord, am 9. Spieltag, zur Begegnung Tennis-Borussia Berlin, (5.) gegen den Malchower SV (6.). 620 Zuschauer sahen einen souveränen 4:1-Sieg der Veilchen. Zur Halbzeit stand es Unentschieden 1:1. Skade (14. Min) brachte die Hausherren in Führung und Diaje (37. Min) konnte ausgleichen. Wie gegen Schwerin begann Trainer Thomas Brdaric mit derselben Startelf. Die mit zwei Niederlagen gestarteten Borussen sind seit sechs Spielen nunmehr unbesiegt, in Halbzeit zwei waren es Edwin Bonsu (2:1, 67. Min), Erkic (3:1, 70. Min) und der drei Minuten zuvor eingewechselte M. Fischer (4:1, Min 88.), die den Trainer und die Anhänger jubeln ließen.

Nun heißt es am Dienstag, 27.10. beim SV Victoria Seelow (dem 14.) zu bestehen, ehe am Samstag, dem 4.11. der Tabellenvorletzte GW Brieselang ins Mommsenstadion kommt. Am 13. Spieltag geht es dann zu Hansa Rostock II.

Im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter, Lichtenberg 47 – Optik Rathenow, gewann der Tabellenerste, der Gast in Lichtenberg. Die Tore fielen im ersten Durchgang: 0:1 (16.) Turhan, 0:2 (29.) Leroy. Lichtenberg (20 Punkte) verlor das Spiel und den 2.Platz an Brandenburg Süd (21 Punkte). Für die nächsten drei Spielen könnte gegen vermeintlich „leichtere“ Gegner wieder Boden gut gemacht werden, so am 31.10. in Torgelow oder am 18.11. gegen den 1.FC Frankfurt oder am 13.Spieltag dann wieder zu Hause gegen Strausberg.

Christian Zschiedrich

Füchse empfangen Kiel

Drei Tage Stunden nach Flensburg müssen die Füchse in der Nordwoche gegen Kiel ran. Petkovic: „Das ist eine sehr schwere Woche für uns. Es ist vielleicht sogar die schwierigste Woche der bisherigen Saison. Aber diese Spiele machen uns viel Freude. Ich erwarte eine volle Halle und eine tolle Stimmung.“ Ins gleiche Horn stößt auch Drago Vukovic. Der Routinier: „Solche Spiele machen Spaß. Dafür sind wir Handballer geworden.“

Im vergangenen Spieljahr unterlagen die Füchse den „Zebras“ mit 18:26 und 28:32. Der letzte Sieg gegen Kiel ist ganze sieben Jahre her. „Am 19. September 2010 war das“, sagt Christopher Bonnke wie aus der Pistole geschossen. Der Füchse-Fan wohnt in Kiel, nennt sich selbst Fördefuchs und wird seinen Füchsen auch heute wieder die Daumen drücken. „Ich erinnere mich gerne an den letzten Sieg zu Hause gegen Kiel zurück. Es war unglaublich. Für uns Fans und alle Füchse wäre es toll, wenn sich die Geschichte wiederholen könnte.“

Die Partie heute erlangt übrigens die maximale mediale Aufmerksamkeit. Neben Sky überträgt auch das rbb Fernsehen das Spitzenspiel live. Das ist auch der Grund für die in dieser Saison ungewohnte Anwurfzeit.

Es gibt noch wenige Restkarten. Die Tageskassen öffnen um 12.30 Uhr. Tickets sind auch online unter diesem Link zu kaufen.

Quelle: Füchse Berlin

Hertha verliert in Luhansk

Drei Punkte sollten es im Europapokal-Spiel bei Sorja Luhansk für Hertha BSC werden. Wieder nix, wieder sieglos! Hertha muss jetzt in einem Atemzug mit den sieglosen Kölnern genannte werden Was kommt in dieser Saison so alles auf den Hauptstadtclub zu ? Wächst sich das zur ersten großen Krise unter Pal Dardai aus ? Freude dagegen in Hoffenheim. 3:1 bezwangen sie den türkischen Vizemeister Basaksehir.

Acht Jahre lang hat Hertha auf die Rückkehr ins internationale Geschäft gewartet. In der Ukraine sollte nicht nur das Ergebnis endlich stimmen, zugleich sollte mit einer guten Leistung Selbstvertrauen für das bevorstehende Bundesligaduell in Freiburg getankt werden.

Erstmals mit David Selke und dem 18jährigen Eigengewächs Arne Maier in der Startelf waren die Berliner in der Anfangsphase des Spiels die bessere, tonangebende Mannschaft. Das änderte sich mit der Fortdauer des Spiels. Ein Freistoß fand den Weg durch die Mauer und Luhansk, das wegen der Unruhen in der Ost-Ukraine internationale Spiele gut 800 km weiter westlich in Lemberg austrägt, mit 1:0 (42.) in Führung. Nach dem Seitenwechsel glich Selke per Kopf in der 56. Minute nach einem Eckstoß von Plattenhardt zum 1:1 aus. Hertha drückte weiter, wollte den Führungstreffer. Luhansk konterte gefährlich und Rune Jarstein hielt Hertha mit einigen Glanzparaden im Spiel. Die rund 7.000 Zuschauer, darunter 600 mitgereiste Hertha-Fans, sahen den entscheidenden Treffer (79.) von Alexander Svatok per Hacke für Luhansk.

In drei Rückspielen der Gruppenphase bleiben den Berlinern nur theoretische Chancen auf ein Erreichen der Zwischenrunde. Am 2. November kommt Luhansk ins Berliner Olympiastadion. Der 1.FC Köln verlor in Minsk 0:1 und hat nunmehr gleich zweimal die Rote Laterne inne – in der Bundesliga und in der Gruppa H der Europa League.

Wann gab es eigentlich wettbewerbsübergreifend den letzten Sieg für die „Alte Dame“ ?

Christian Zschiedrich

Premieren-Duell gegen Aufsteiger Erfurt

Zum ersten Mal überhaupt empfangen die Basketballer von ALBA BERLIN am Samstag (21. Oktober, 18 Uhr) die Oettinger Rockets in der Mercedes-Benz Arena. Einen Heimsieg braucht das Team von Trainer Aito Garcia Reneses, um den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen, auf den ALBA zuletzt mit vier BBL-Siegen in Folge vorgerückt ist.

Der Aufsteiger aus Thüringen wurde schon in der Preseason von großem Verletzungspech aus der Bahn geworfen. Nach langfristigen Ausfällen von US-Power Forward Dane Watts (Knie), Center Johannes Richter und Forward Jan Niklas Wimberg mussten mit Ekene Ibekwe und Sava Lesic zwei Ersatzleute nachverpflichtet werden, von denen sich Lesic sofort auch verletzte.

Als nach den ersten beiden Spieltagen auch noch die Guards Darrell Mitchell und David Taylor ausfielen, bat Erfurt sogar bei der Ligaführung und beim nächsten Gegner Gießen um eine Verschiebung des Punktspiels, aber die Hessen lehnten ab. Der Aufsteiger fuhr mit nur neun – teilweise angeschlagenen – Spielern, darunter zwei U19-Nachwuchsakteuren, nach Gießen … und gewann dort mit einer großartigen kämpferischen Leistung 96:71!

Spätestens seit dieser Überraschung genießt der Aufsteiger den Respekt, den er verdient – zumal sich das Lazarett allmählich zu lichten beginnt. Vor allem die Rückkehr des US-Spielmachers Darrell Mitchell macht Trainer Ivan Pavic Hoffnung. Der 33-Jährige war mit seiner Erfahrung schon in der ProA der unbestrittene Anführer der Mannschaft und soll das auch in der easyCredit BBL sein. Auch das Comeback von Johannes Richter steht kurz bevor. Er kann wohl schon am Samstag in Berlin sein Debüt im Erfurter Trikot geben.

Im bisherigen Saisonverlauf markierten aus dem dezimierten Kader der belgische Nationalspieler Retin Obasohan, der serbische Allrounder Nemanja Jaramaz und der nigerianische Forward/Center Ekene Ibekwe mehr als die Hälfte aller Erfurter Punkte. Als weitere Leistungsträger erwiesen sich Daniel Schmidt und Andreas Obst, die beide aus der Bamberger Jugend hervorgegangen sind. Der bei ALBA ausgebildete Filip Stanic sammelte ebenfalls seine ersten BBL-Minuten.
Quelle: ALBA BERLIN

Sieg in Flensburg: Füchse kämpfen sich ins Viertelfinale des DHB-Pokals

Riesenjubel bei den Füchsen Berlin: Die Hauptstädter sind am Mittwochabend aus einer hochdramatische Begegnung im DHB-Pokal bei der SG Flensburg-Handewitt als Sieger hervorgegangen. Das Petkovic-Team steht nach einem packenden 29:26 (14:14)-Sieg im Viertelfinale des deutschen Pokals.

Erleichtert und mit einem breiten Lächeln im Gesicht fielen sich die Füchse-Spieler nach der Schlusssirene in die Arme. Die Berliner haben nach der 27:33-Niederlage in der Liga beim TSV Hannover-Burgdorf die richtige Reaktion gezeigt und das Pokal-Auswärtsspiel im hohen Norden nach einem großen Kampf für sich entschieden. „Wir sind überglücklich und genießen den Abend“, sagte ein sichtlich erleichterter und zufriedener Bob Hanning. Der Füchse-Geschäftsführer: „Wir haben das Torhüter-Duell und das Gegenstoß-Spiel diesmal für uns entschieden. Das waren die Schlüssel zum Erfolg. Wir haben eine klasse Leistung gezeigt. Jetzt freuen wir uns auf Kiel.“

Es war ein spannendes und hochdramatisches Pokalspiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften auch nur einen Zentimeter Boden schenkten. In einem richtigen Abreibungskampf vor 5644 Zuschauern in der Flens-Arena markierte zu Beginn Kreisläufer Erik Schmidt die ersten beiden Füchse-Treffer (2:2/5.). Die Berliner kamen gut ins Spiel und führten nach zehn Minuten mit 5:3, nach 26 Minuten mit 12:10. Zur Pause stand es 14:14.

In der zweiten Hälfte erwischten die Füchse den schlechteren Start. Die Berliner, die im vergangenen Jahr im Pokal noch an der dänischen Grenze mit 34:36 scheiterten, gerieten kurz nach Wiederanpfiff in Rückstand. Und das, obwohl Silvio Heinevetter ganz starke Paraden zeigte. Die Füchse konnten sich mehrfach bei ihrem Schlussmann bedanken, der eine starke Leistung zeigte und im zweiten Durchgang wichtige Bälle wegnahm – beispielsweise gegen Henrik Toft (41.) und Holger Glandorf (43.).

Trotzdem lag das Team von Trainer Velimir Petkovic gegen den vierfachen DHB-Pokalsieger nach 52 Minuten mit 21:23 zurück. Es ging aber plötzlich ein Ruck durch die Mannschaft. Angetrieben von Regisseur Petar Nenadic, dem treffsicheren Bjarki Elisson und einem starken Heinevetter holten die Füchse Tor um Tor auf und gingen durch Jakov Gojun sechs Minuten vor Schluss mit 24:23 in Führung. Diesen Vorsprung brachten die Berliner letztlich in einer packenden und kämpferisch großartigen Schlussphase über die Zeit.

Die Füchse Berlin, die 2014 den DHB-Pokal gewannen, stehen nach dem Sieg in Flensburg jetzt im Viertelfinale. Am Samstag erwarten die Berliner in der Liga vor heimischer Kulisse den THW Kiel zum Topspiel.

Trainer Velimir Petkovic jubelnd: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben über 60 Minuten einen riesigen Kampf gezeigt und waren mit dem Kopf zu keiner Zeit woanders. Jeder hat gekämpft bis zum Umfallen. Der Sieg ist verdient.“

Sportkoordinator Volker Zerbe: „Die Mannschaft hat nach der Niederlage gegen Hannover ein super Gesicht gezeigt. Sie hat großartig gespiel.“

Spielfilm: 2:2 (5.), 4:2 (7.), 5:3 (10.), 7:7 (17.), 10:10 (22.), 12:10 (26.), 14:14 (30.), 15:17 (37.), 18:18 (40.), 18:19 (44.), 20:22 (50.), 21:23 (52.), 23:23 (54.), 25:24 (56.), 29:26 (60.).

Statistik: Stochl, Heinevetter – Wiede (3), Elisson (5), Vukovic, Struck, Gojun (1), Nenadic (7), Jimenez Plaza, Lindberg (5/1), Zachrisson, Fäth (3), Schmidt (4), Drux (1)

Neun Füchse sind ab heute auf Länderspielreise:

Kumpel-Duell in Island. Es steht die erste Länderspielwoche der neuen Spielzeit bevor – und neun Akteure der Füchse Berlin sind international vertreten. In Island kommt es sogar zu einem Duell zwischen zwei Füchse-Freunden.

Deutschlands Nationaltrainer Christian Prokop gab vor wenigen Tagen bei einer Pressekonferenz seinen Kader für die Länderspiele am 28. und 29. Oktober in Magdeburg und Berlin gegen Spanien bekannt. Mit den Spielen gegen Spanien richtet Prokop den Fokus bereits auf die im Januar stattfindende EHF EURO 2018. In der Hauptrunde könnte Spanien zu den Gegnern des DHB-Teams zählen. „Der Lehrgang ist ganz wichtig“, sagt Prokop und sagt mit Blick auf die Vorbereitung zur EM 2018 in Kroatien: „Wir wollen diesen intensiv taktisch nutzen.“ Zum Kader der deutschen Nationalmannschaft gehören auch vier Füchse-Profis. Fürs Tor wurde Silvio Heinevetter nominiert. Steffen Fäth, Paul Drux und Fabian Wiede werden im Rückraum eingesetzt.

Aber nicht nur die deutschen Nationalspieler sind für Länderspiele nominiert. Jakov Gojun und der zurzeit noch angeschlagene Marko Kopljar haben für die Zeit vom 22. bis 29. Oktober in Zagreb für die Länderspielwoche eine Einladung des kroatischen Verbandes erhalten. Kopljar, der zuletzt noch an einer Adduktorenverletzung laborierte, wird aber nicht in seine Heimat fliegen.

Petar Nenadic wird die serbischen Landesfarben vertreten. Die Nordlichter Bjarki Elisson, Mattias Zachrisson und Hans Lindberg sind für Island, Schweden und Dänemark im Einsatz. Lindberg wird am 26. Oktober in Brondby gegen Norwegen, am 28. Oktober in Aarhus gegen Polen und am 29. Oktober in Herning gegen Frankreich spielen.

Kurioserweise kommt es zu einem Füchse-Freunde-Duell: in Reykavik kommt es nämlich zum Aufeinandertreffen zwischen Island und Schweden und damit zum Duell zwischen den beiden eng befreundeten Füchsen Elisson und Zachrisson.

Quelle: Füchse Berlin