Pflichtaufgabe erfüllt – Füchse gewinnen gegen GWD Minden

Füchse Berlin – GWD Minden 35:26

Die Füchse hatten das vorletzte Heimspiel der Saison zum „Tag des Kinderhand-balls“ ausgerufen. Bei freiem Eintritt für die Eltern konnten sich die Jüngsten bei der gemeinsam mit dem HVB und der AOK organisierten Aktion an verschiedenen Stationen, sogar auf dem Spielfeld der Profis ausprobieren und auch Autogramme der Füchse-Spieler ergattern.

Ein Kinderspiel war die Partie gegen GWD Minden für die Gastgeber zunächst nicht. Zwar waren die Berliner mit hohem Tempo gestartet und hatten schnell einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen (6:3 /7.), aber Ballverluste und überhastete Würfe boten den Gästen aus Ostwestfalen immer wieder Möglichkeiten zum Kontern. Drei Mal konnte Minden, als Drittletzter noch mitten im Abstiegskampf, einen Mehr-Tore-Vorsprung der Füchse ausgleichen. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte spielten sich die Berliner frei und gingen mit einem 18:15 in die Pause.

Nach dem Wechsel erhöhten die Füchse das Tempo und gewannen gegen die nunmehr überforderten Gäste zunehmen die Kontrolle über das Spiel. Weniger Ballverlusten. Mehr Konsequenz beim Ausnutzen der Wurfchancen – somit wuchs der Vorsprung kontinuierlich.

Aus dem Team ragte dabei erneut Hans Lindberg heraus. Der fast 41-jährige dänische Rechtsaußen, er hatte in der Woche seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert, spielte sich in einen wahren Rausch. Mit seinen 11 Treffern zeichnete er am Ende fast für ein Drittel der Füchse-Tore verantwortlich. Zum fünften Mal in Folge könnte Hans Lindberg als erfolgreichster Füchse-Schütze aus der Saison gehen. Auch in der Torjäger-Liste der Bundesliga liegt er in Führung. Mit bisher 228 Toren hat er seinen Bestwert (202/ Saison 2019/20) längst übertroffen.

Der souveräne 35:25-Sieg vor 8066 Zuschauern hatte am Ende jedoch einen bitteren Beigeschmack. Fabian Wiede verletzte sich bei einer Abwehraktion am Fuß Wahr-scheinlich ist die Saison damit für den Nationalspieler, der sich schon einmal am Sprunggelenk verletzt hatte, vorzeitig beendet.

Da die SG Flensburg-Handewitt zeitgleich in Lemgo unterlag, konnten die Füchse ihren Vorsprung auf den Mitkonkurrenten um Platz drei auf vier Punkte ausbauen. Für den Sprung auf Rang zwei und das Erreichen der Champions League wären an den zwei ausstehenden Spieltagen zwei Siege (nächste Partie am Mittwoch bei der HBW Balingen-Weilstetten) nötig, bei gleichzeitigen Punktverlusten des THW Kiel. Darüber spekulieren wollte Füchse-Trainer Jaron Siewert jedoch nicht. „Wir müssen bereit sein, falls Kiel etwas liegen lässt.“ Platz drei am Saisonende wäre die beste Füchse-Platzierung seit 2017/18.

Herbert Schalling

Für die Füchse erfolgreich: Wiede 3, Holm 2, Andersson 5, Lindberg 11/2, Lets 1, Vujovic 6, Marsenic 4, Drux 3

Klarer Derbysieg – Füchse gewinnen 34:25 gegen DHfK Leipzig

Die Spiele der Füchse gegen den SC DHfK hatten sich seit dem Aufstieg der Leipziger 2015 zu echten Derbys, zu hart umkämpften Partien auf Augenhöhe entwickelt. In der letzten Saison zum Beispiel gelang es den Berlinern nicht, gegen den sächsischen Rivalen zu gewinnen. Diesmal allerdings dominierten die Füchse eindeutig. Der 34:25-Sieg war am Ende auch in der Höhe verdient.

Der Start der Hausherren – furios. 4:0 nach vier Minuten. Leipzigs Coach Andrè Haber musste die früheste Auszeit der gesamten Bundesliga-Saison nehmen, um seine müde Truppe aufzurütteln.

Das Erfolgsrezept Füchse: im sechstletzten Saisonspiel: Klug herausgespielte Tore über den Kreis – hier glänze vor allem Mijajlo Marsen als Vollstrecker (7 Treffer) und schnelle Konter. Dabei nutzten die flinken Valter Chrintz und Milos Vujovic( mit acht Treffern erfolgreichster Fuchs) die zahlreichen Ballverluste der Leipziger. Mehrfach wurden die Außen von Keeper Dejan Milosavljev mit präzisen Zuspielen auf die Reise geschickt. Der Füchse-Torhüter glänzte darüber hinaus mit zahlreichen Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter. Mit dem 17:12 zur Pause war der Weg zum Sieg frühzeitig geebnet.

Ihr konzentriertes Spiel setzten die Füchse nach der Pause fort – diesmal ohne die gefürchteten „fünf schlimmen Minuten“ ohne Tore, die beim Spitzenspiel vor zwei Wochen in Magdeburg den Sieg und im Verlauf der Saison manchen Punkt gekostet hatten. Trainer Jaron Siewert zollte seinem Team deshalb Respekt für diese Leistung. „Wir hatten uns viel vorgenommen und die Mannschaft hat es prima umgesetzt“. Sportdirektor Stefan Kretzschmar lobte das durchgehend hohe Tempo im Spiel und „dass in dieser Saisonphase auch jüngere Spieler Akzente setzen“. Er meinte damit vor allem Max Beneke und Kreisläufer Jann Keno Jacobs (beide zwei Treffer).

Nach dem 34:25-Sieg bleiben im Rennen um den begehrten zweiten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. Punktgleich mit dem Dritten Flensburg und nur einen Punkt hinter dem THW Kiel. „Natürlich könnten wir spekulieren, ob Flensburg nächsten Sonntag Kiel schlägt und wir am letzten Spieltag dann Flensburg“, meine Jaron Siewert. „Das nützt aber nichts, wenn wir unsere Aufgaben nicht erfüllen. Die werden schwer genug“ Drei Heimspiele (Göppingen, Minden, Flensburg) und zwei Auswärtspartien (Erlangen, Balingen) warten bis zum 12. Juni noch auf die Füchse. An der Zielstellung allerdings lässt Stefan Kretzschmar keinen Zweifel: „Natürlich wollen wir alle fünf Spiele gewinnen.“

Herbert Schalling

Für die Füchse erfolgreich: Wiede1, Holm 2, Andersson 3, Lindberg 2, Langhoff 1, Chrintz 5, Beneke 2, Jakobs 2, Vujovic 8, Marsenic 7, Drux 1

Füchse weiter auf Kurs Champions League

29:24 gegen TBV Lemgo Lippe

Er hätte sein Comeback auf dem Handball-Parkett zu gern mit einem Tor gekrönt: Igor Vori. Der kroatische Rekord-Nationalspieler war am Dienstag kurzfristig für den verletzten Kreisläufer Johan Koch verpflichtet worden. In der Schlussminute kam das Zuspiel von Kapitän Paul Drux jedoch nicht bei Vori an.

Rund 20 Minuten hatte der Olympiasieger von 2004 drei Jahre nach seinem Karriereende auf dem Parkett gestanden. „Er muss sich erstmal wieder zurechtfinden. Aber man hat heute schon gesehen, mit dem Handball ist es wie mit dem Radfahren. Das verlernst Du nicht“, fand Bob Hanning. Auch Sportvorstand Stefan Kretzschmar war mit Voris Auftritt hochzufrieden. „Mit seiner Erfahrung kann er für uns noch sehr wichtig werden, in den nächsten entscheidenden Wochen.“

Der 41-jährige Vori (2,04 m, 114 Kilo) war nicht die einzige „neue Personalie“ bei den Füchsen. Gecoacht wurde das Team erneut von Bob Hanning. Der Geschäftsführer hatte Cheftrainer Jaron Siewert kürzlich schon wegen einer Corona-Erkrankung vertreten müssen. Diesmal war der Anlass ein erfreulicher. Siewert erwartete Familienzuwachs, der sich auch pünktlich während des Spiels einstellte – Herzlichen Glückwunsch.

Nach dem historischen Auswärtssieg beim THW Kiel vor elf Tagen wollten die Füchse ihre Tabellenposition mit einem weiteren Erfolg festigen. Der TBV Lemgo erwies sich als der erwartet unbequeme Gegner. (Kretzschmar: „Eine sehr gut organisierte Mannschaft“) Während die Abwehr der Berliner sehr variabel agierte und den Gästen nur wenig klare Wurfmöglichkeiten gestattete, fehlte es dem Angriffsspiel anfangs an Tempo und Übersicht. „Wir hatten auch drei, vier technische Fehler im Aufbau“, bemängelte Bob Hanning. „Aber die Jungs haben immer den Kopf oben behalten und so auch kritische Phasen gemeistert“.

Dazu zählten besonders die ersten Minuten nach der Halbzeitpause. Da büßten die Füchse in doppelter Unterzahl ihren Drei-Tore-Vorsprung ein. Fortan ging es hin und her. Lemgo glich die Führung der Gastgeber immer wieder aus. In dieser Phase erwies sich Torhüter Dejan Milosavljev einmal mehr als großer Rückhalt. Mehrfach verhinderte der Serbe, angefeuert von „Milo, Milo-Rufen“ der 4026 Zuschauer, Lemgoer Tore. Zu seinen Glanztaten gehörten auch zwei gehaltene Siebenmeter von Ex-Fuchs Bjarki Elisson.

In der Schlussviertelstunde bauten die Füchse ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Bei Lemgo ließ die Konzentration deutlich nach. Besonders der Abwehr bekamen die Gäste keinen Zugriff mehr. Am Ende gewannen die Füchse 29:24. Es war ihr sechster Sieg im sechsten Bundesliga-Spiel 2022. In der offiziellen Tabelle bleiben die Berliner mit einem Spiel weniger als der Zweite, THW Kiel auf Platz drei.

Mit vier Spielen innerhalb von zehn Tagen in Bundesliga und European League Tagen werden die Füchse demnächst besonders gefordert:

Tore: Wiede 7, Holm 5, Marsenic 5, Lindberg 4, Matthes 4, Drux 3, Andersson 1

Herbert Schalling

Füchse mit Paukenschlag zurück

23:20 Sieg gegen Rhein-Neckar Löwen

Die Ausgangsposition war nicht die beste für die Füchse. Acht Stammspieler fehlten der Mannschaft beim ersten Bundesliga-Spiel nach 45 Tagen EM-Pause. Die Gäste aus Mannheim, 2016 und 2017 immerhin Deutscher Meister, mit aktuellen und ehemaligen Nationalspielern wie Juri Knorr, Jannick Kohlbacher, Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki, sowie internationalen Top-Leuten wie Andy Schmid oder Lukas Nilsson gingen als Favorit in die Partie.

Füchse-Trainer Jaron Siewert hatte aus den verbliebenen Routiniers und jungen Nachwuchsspieler jedoch eine motivierte Mannschaft formiert, die von Anfang an selbstbewusst auftrat.

In der ausgeglichenen ersten Hälfte ließen sich die Füchse auch von einem zwei-Tore-Rückstand (17.) nicht aus dem Konzept bringen. Angeführt von Lasse Andersson (am Ende vier Tore), Mijajlo Marsenic (3 Tore ) und Mannschaftskapitän Paul Drux ((4) wurden auch die Youngster zu wichtigen Faktoren. Der 19jährige Moritz Sauter und A-Jugendspieler Max Beneke fügten sich nahtlos ins Mannschaftsspiel ein und waren auf beim Torwurf erfolgreich. Mit knapper Berliner Führung (11:10) ging es in die Kabine.

Die Löwen, die am vergangenen Sonntag dem THW Kiel beim 24:26 einen großen Pokalfight geliefert hatten, kehrten aus der Halbzeit-Pause mit neuem Schwung zurück und verwandelten den ein-Tore-Rückstand zunächst in eine zwei-Tore-Führung.(41.). Die Füchse behielten in dieser Phase jedoch die Übersicht. Die starke Deckung mit dem überragenden Dejan Milosavljev im Tor (18 Paraden/ 50 % gehal-tenen Bälle) legte den Grundstein für die Wende. Mit Einsatz, Leidenschaft und der lautstarken Unterstützung der 1850 Zuschauer gelang am Ende der 23:20-Sieg.

Sportvorstand Stefan Kretzschmar war am Ende angetan vom Spiel seiner Füchse. „Ich bin heute echt stolz auf die Truppe. Wie die jungen Spieler heute mitgezogen haben, war echt klasse“. Trainer Jaron Siewert freute sich, dass die angespannte personelle Situation zu keinem Bruch im Leistungsvermögen geführt hatte. Beim nächsten Spiel am Sonntag in Hamburg hofft er auf die Rückkehr von Fabian Wiede und Jacob Holm.

Herbert Schalling

Handball-Bundesliga (HBL) 19. Spieltag

10.02.2022 19:05 Uhr Max Schmeling Halle Berlin

Füchse Berlin – Rhein-Neckar Löwen 23:20 (11:10)

Füchse: Milosavljev (18 Paraden, 1 Tor), Andersson 4, Lindberg 3/2, Langhoff 3, Beneke 3, Matthes 1, Sauter 1, Marsenic 3, Drux 4

Löwen: Birlehm (8 Paraden), Katsigiannis (1 Parade), Schmid 6/5, Gensheimer 1, Kirkelokke 4, Knorr 1, Groetzki 3, Nilsson 4, Kessler 1

Halbfinalkracher gegen Porto

Am 30. April wurden in Kiel die Halbfinalpartien für die Akquinet EHF-Cup Finals ausgelost. Für die Füchse Berlin wartet im Halbfinale der FC Porto. Die Füchse werden am Freitag 17. Mai auf den portugiesischen Vertreter im Kampf um den Finaleinzug treffen. Das Finale wird dann einen Tag später um 20:45 Uhr ebenfalls in Kiel angepfiffen.

Die möglichen Berliner Gegner waren die Gastgeber vom Rekordmeister aus Kiel, die Dänen aus Holstebro und der FC Porto. Die beiden Halbfinalpartien finden am Freitag den 17. Mai statt. Das erste Halbfinale zwischen TTH Holstebro und dem THW Kiel. Im anderen Spiel des Tages greifen die Füchse ins Geschehen ein. Im Kampf um den Finaleinzug geht es für das Team von Velimir Petkovic gegen den FC Porto. Die Anspielzeiten werden für das Halbfinale um 18:00 und 20:45 Uhr sein.

Einen Tag später findet dann der große Finaltag des diesjährigen Wettbewerbs statt. Ebenfalls um 18:00 Uhr bestreiten die beiden Verlierer der Halbfinalbegegnungen das Spiel um Platz drei, ehe dann um 20:45 Uhr der große Kracher stattfindet. Dann geht es um den Titel im diesjährigen EHF-Cup. Die Füchse Berlin wollen dieses Spiel natürlich mitgestalten, um die Mission Titelverteidigung vollenden zu können.

Der erste Step mit Porto ist für Füchse-Geschäftsführer ein richtig großer: „Das ist das unangenehmste aller Spiele. Porto hat unter anderem gegen Magdeburg gezeigt, dass sie zu großen Leistungen fähig sind. Zudem kommt, dass sie für mich die beste Abwehr, der noch verbleibenden Mannschaften, stellen.“

Quelle: Füchse Berlin

Füchse gehen auf Zebrajagd

Am Donnerstag, 18.04. gastiert mit dem THW Kiel niemand geringeres als der Rekordmeister im Fuchsbau. Das Team von Alfred Gislason hat vor kurzem erst den DHB-Pokal gewinnen können und befindet sich momentan in bestechender Form. Für die Füchse ist es in dieser Saison bereits das dritte Duell mit dem THW und es wird Zeit den ersten Sieg einzufahren.

Im letzten Pflichtspiel der Füchse hieß der Gegner ebenfalls THW Kiel. Im DHB-Pokal-Halbfinale am 6. April standen sich beide Teams gegenüber. Nach einer beeindruckenden ersten Hälfte hatten die morgigen Gäste am Ende beim 22:24 (7:13) das bessere Ende für sich. Doch im zweiten Durchgang haben die Berliner gezeigt, dass sie gegen das Starensemble des THW Lösungen finden können. „Wir haben vor zwei Wochen über weite Strecken sehr gut gespielt und morgen soll das noch besser werden“, so Füchse-Trainer Velimir Petkovic.

Das Team von Alfred Gislason ist mit Weltklassespielern wie Domagoj Duvnjak oder Niklas Landin gespickt. Ein Prunkstück ist der Mittelblock um Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek. Da gilt es für die Füchse mit Geduld zum Erfolg zu kommen. Das Defensivbollwerk der Gäste muss in Bewegung gebracht werden, um sich sinnvolle Torchancen erspielen zu können. Mit präzisen Angriffen kann dem THW der Tempogegenstoß genommen werden. Es muss alles dafür getan werden, damit die Zebras nicht ins Rollen kommen.

Allerdings ist auch der eigene Defensivverbund entscheidend. Geleitet von Jakov Gojun muss die Abwehr kompakt und aggressiv verteidigen, um bestenfalls selbst einfache Tore erzielen zu können. Um gegen Kiel zu punkten, müssen die Füchse sicher ihre beste Leistung abrufen. Doch, dass das in eigener Halle immer wieder geschieht wissen die Füchse-Fans aus der Vergangenheit zu gut.

Der Rekordmeister liegt hinter Spitzenreiter Flensburg aktuell auf Rang zwei der DKB Handball-Bundesliga und rechnet sich noch Chancen nach ganz vorn aus. Dazu dürfen sie jedoch nicht mehr Federn lassen. Daher ist klar, dass der THW morgen um jeden Zentimeter bekämpfen wird, doch die Berliner können mit dem rappelvollen Fuchsbau im Rücken sicherlich sehr viel entgegensetzen.

Quelle: Füchse Berlin

Rekordmeister THW war zu Hause in Kiel eine Nummer zu groß

Trotz einer guten Leistung verloren die von Verletzungen geplagten Füchse ihr Auswärtsspiel 22:26 (13:14). Nationaltorwart Andreas Wolf, trug mit zahlreichen Paraden entscheidend zum elften Sieg der Kieler in Serie bei. Ihr bester Werfer war Lukas Nilsson. Ihm gelangen acht Tore. Der Rekordmeister ist derzeit Tabellendritter. Beim VfL Gummersbach gewannen die Flensburger mit 33:23.

Die SG Handewitt ist verlustpunktfreier Tabellenführer mit 28:0 Punkten. Zum Vergleich, die Berliner haben ein Punktverhältnis von 18:10, Tabellensechster.

Nach einer starken ersten Hälfte konnte der Hauptstadtclub im zweiten Durchgang nicht mehr die Durchschlagskraft erzielen, um die Kieler in Bedrängnis zu bringen. Dennoch zeigte die Berliner Mannschaft wieder einen großen Kampf und hat durch das Comeback von Fabian Wiede wieder eine Option mehr im Kader. Hans Lindberg zeigte sich besonders treffsicher und erzielte neun Tore.

Erster Angriff erstes Tor. Lennart Gliese netzte direkt für die Füchse Berlin ein. Doch nach dem Ausgleich durch Weinhold dauerte es bis in Minute acht, ehe Hans Lindberg mit einem Dreher von Rechtsaußen das 2:1 markieren konnte. Doch dann kamen die Gastgeber über die Deckung besser in Fahrt. In der 13. Spielminute erzielten sie das 3:5. Doch Bjarki Elisson und Hans Lindberg schlugen innerhalb von Sekunden zum 5:5 zurück.

Kiel legte in dieser Phase vor und die Füchse zogen immer nach. In der 19. Minute gingen dann jedoch die Füchse wieder mit 9:8 in Führung. Anschließend kam beim EHF-Cup-Sieger Nationalspieler Fabian Wiede zu seinem Comeback. Der Rückraumrechte verletzte sich Mitte Oktober beim Super Globe in Doha und fehlte dem Hauptstadtclub bis zum heutigen Spiel.

Dann düpierte Jacob Holm mit einer starken Körpertäuschung Steffen Weinhold und traf zum 11:9 für das Team von Velimir Petkovic. Doch nach einer doppelten Unterzahlsituation für die Füchse kam der Rekordmeister in der 26. Spielminute zum 11:11-Ausgleich. Zur Pause waren die Füchse nach einer guten ersten Halbzeit beim 13:14 noch vollkommen im Spiel.

Auch in der 36. Spielminute waren die Füchse beim 15:16 weiterhin dran und machten den Kielern das Leben sehr schwer. Beim 15:18 waren die Hausherren dann erstmals in dieser Partie mit drei Treffern in Front. Die Füchse hatten in der Offensive nun etwas mehr Probleme und der THW konnte in Minute 44 auf 16:21 erhöhen.

Doch dann machte Fredrik Genz im Tor der Füchse mit starken Paraden auf sich aufmerksam und die Füchse kamen 13 Minuten vor dem Ende durch Jacob Holm auf 18:21 heran. Doch der THW blieb in der Defensive konzentriert und konnte in der 51. Spielminute mit 19:23 in Führung gehen. Der THW spielte nun souverän und Andreas Wolff war im Tor immer wieder zur Stelle. In der 56. Spielminute lagen die Füchse mit 20:25 in Rückstand.

Das junge Team von Velimir Petkovic muss sich schließlich nach einer erneut sehr ansprechenden Leistung mit 22:26 in der Sparkassen-Arena geschlagen geben. Nun gilt es Kräfte zu sammeln, um am Sonntag um 15:00 Uhr für das Rückspiel im EHF-Cup gegen Aalborg Handbold gewappnet zu sein. In dieser Partie müssen die Füchse einen Rückstand von zwei Treffern aus dem Hinspiel wettmachen.

Füchse Berlin:  Heinevetter, Genz; Wiede, Elisson 1, Holm 4, Gojun, Genty, Lindberg 9/5, Simak 2, Schmidt, Matthes 1, Koch 1, Marsenic 2, Gliese 2

Fabian Wiede: Unser Team hat sehr gut gekämpft und wir haben unser Potenzial abgerufen. Wir haben lange gegen gehalten, aber irgendwann haben wir aufgrund von schwindenden Kräften zu viele einfache Fehlwürfe gehabt. Ich bin froh zurück zu sein. Ich hatte erst ein Training, deshalb ging es heute erstmal darum zu testen wie alles funktioniert. Wenn wir konzentriert spielen und kämpfen ist viel möglich. Aber es liegt auch immer am Gegner. wenn du mit zwei Rückraumspielern aus dem Profiteam agieren musst, dann sind in der Bundesliga manchmal die Anderen auch besser. Allerdings haben wir uns in der ganzen Phase, in der wir viele Verletzte hatten, nichts vorzuwerfen.

Quelle: Füchse Berlin Handball/Christian Zschiedrich

Auswärtsspiel beim Rekordmeister

Die dritte Runde im EHF-Cup gegen Aalborg liegt hinter und auch vor den Füchsen Berlin. Am Sonntag um 15:00 Uhr steigt das Rückspiel in der Max-Schmeling-Halle. Dazwischen liegt jedoch noch ein richtiger Brocken vor dem Team von Velimir Petkovic. Am morgigen Donnerstag um 19:00 Uhr bestreiten die Füchse ihr Bundesligaspiel beim THW Kiel.

Morgen müssen die Füchse zum Rekordmeister nach Kiel fahren. Der 20-fache Deutsche Meister ist nach schweren Jahren wieder zurück in der Spur. Das Team von Alfred Gislason gewann jedes seiner letzten zehn Bundesligaspiele und auch im DHB-Pokal und EHF-Cup waren die Zebras erfolgreich. Somit strotzt der THW aktuell vor Selbstvertrauen und die Füchse stehen vor einer sehr schweren Aufgabe.

Die Mannschaft aus Berlin steckt mitten in den schweren Novemberwochen. Die Verletzten und das anspruchsvolle Programm machen die Situation momentan nicht einfach. Am Sonntag bestreiten die Füchse Berlin das Rückspiel, um den Einzug in die dritte Runde des EHF-Cups, gegen Aalborg Handbold. „Jetzt steht erstmal die große Aufgabe in Kiel vor uns. Das ist der Rekordmeister und da fährt man nicht einfach mal zwischendurch hin“, sagt Füchse Trainer Velimir Petkovic.

Die Füchse werden mit Herzblut und Leidenschaft nach Kiel fahren, um dort in der aktuellen Situation vielleicht eine große Überraschung schaffen zu können. Allerdings wird die Aufgabe sehr schwer zu meistern sein. Spieler wie Domagoj Duvnjak, Patrick Wiencek und Niklas Landin im Tor sind absolute Weltstars auf ihren Positionen. Doch die Füchse können an einem optimalen Tag auch den großen THW ins Wanken bringen.

Morgen um 19:00 Uhr bietet sich die große Chance ein Ausrufezeichen zu setzen und durch einen Sieg eine große Portion Selbstvertrauen zu tanken. Die Füchse werden wieder ihre Defensive in den Vordergrund stellen, um sich Ballgewinne zu erarbeiten. Diese sollen dann über Tempogegenstöße in einfache Tore umgewandelt werden, damit sich die starke Kieler Deckung nicht sortieren kann. Sofern diese wichtigen Stellschrauben greifen, dann können die Berliner die Partie möglichst lange offen halten und an etwas Zählbarem schnuppern.

Quelle: Füchse Berlin Handball

Füchse können in Kiel nichts reißen

Mit einem verheißungsvollen Start bis zum 5:2 waren die Füchse in die Partie beim THW Kiel gestartet. Dann kauften ihnen die Hausherren mit ihrer Abwehr und Torhüter Niklas Landin den Schneid ab. Bereits zur Pause lagen die Füchse 8:15 zurück und obwohl sie die zweite Halbzeit etwas stabiler gestalten konnten, beim 20:25 gab es am Ende nichts zu holen. Die Füchse um ihren besten Torschützen Fabian Wiede (4 Treffer) müssen nun schnell den Schalter umlegen, von Kiel aus geht es direkt weiter zum wichtigen Viertelfinal-Hinspiel im Europapokal gegen RK Nexe im kroatischen Nasice. Vier Tage nach dem deutlichen Sieg gegen Frisch Auf! Göppingen waren die Füchse beim THW Kiel gefordert. Sicherlich nicht in der Favoritenrolle, aber mit dem Ziel die Chancen zu nutzen war das Team in den Norden gereist. Mit an Bord war auch Fredrik Genz, nachdem Petr Stochl in der Woche leichte Rückenschmerzen hatte saßen drei Torhüter auf der Bank. Den Anfang machte allerdings Silvio Heinevetter und auch bei den Feldspielern setzte Trainer Velimir Petkovic auf die zuletzt erfolgreiche Besetzung.

Und so war es wieder Fabian Wiede, er agierte mit Steffen Fäth und Matthias Zachrisson im Rückraum, der die Fäden zog und das Spiel der Füchse lenkte. Gleich im ersten Angriff holte er einen Strafwurf raus, den Lindberg verwandelte, zum 2:0 erhöhte Wiede dann selbst. Gerade in der Anfangsphase machten die Schiedsrichter mit mehreren Zeitstrafen auf beiden Seiten ihre Linie deutlich, doch die Füchse arrangierten sich damit und Heinevetter parierte einen Strafwurf. So lief es rund und flüssig, nach zwei Ballgewinnen in der Abwehr ging WIede zunächst allein zum 4:2, beim zweiten Ballgewinn nutzte Kevin Struck den Tempogegenstoß zum 5:2.

Danach kam aber der Füchse-Motor ins Stocken. Konnte bis dahin die Abwehr des THW Kiel noch mit schnellen Angriffen und Einzelaktionen überwunden werden, standen die Hausherren nun deutlich stabiler. Mit einer offensiveren Abwehr wurde der Aufbau der Füchse gestört, die hatten nun Ballverluste, die der THW gnadenlos bestrafte. Beim 6:6 (15.) war die Partie wieder ausgeglichen und dann brachte Marko Vujin die Füchse mit einem Dreierpack zum 6:9 in Rückstand. Torhüterwechsel zu Petr Stochl, zusätzlicher Feldspieler, zweitweise zwei Kreisläufer – alle Versuche von Füchse-Coach Velimir Petkovic dem Spiel neue Impulse zu geben griffen nicht.

Immer wieder blieben die Füchse in der Kieler Abwehr hängen und kamen sie doch mal durch, dann scheiterten sie an Pfosten, Latte oder Torhüter Niklas Landin. Mit 8:15 lagen die Füchse bereits zur Pause zurück, es drohte eine deutliche Niederlage. Nach der Pause kamen die Füchse dann allerdings stabiler zurück aufs Parkett der Kieler Sparkassenarena. Im Tor wurde zurück zu Heinevetter gewechselt und im Angriff übernahm nun Drago Vukovic die Rolle des Spielmachers. Die Füchse wirkten jetzt zwar nicht mehr ganz so hilflos und spielten flüssiger, gegen die Überlegenheit und die Spielfreude des THW Kiel am heutigen Abend hatten sie allerdings keine Mittel. Mit dem nötigen Spielfluss konnte jetzt wieder die Abwehr der Hausherren überwunden werden. Standen die Füchse allerdings frei vom Tor, dann scheiterten sie zu oft an Niklas Landin.

Trainer Velimir Petkovic wechselte nun mehrfach durch, einerseits um neue Impulse zu geben und andererseits um zwei Tage vor dem Spiel im kroatischen Nasice auch die Belastung gleichmäßig zu verteilen. So kann alle Feldspieler zu Einsatzzeiten und zeigten vollen Einsatz. Immerhin konnten die Füchse den THW noch einmal beim 17:23 zu einer Auszeit zwingen. Am Ende gab es eine 20:25-Niederlage, die es nun schnell zu verarbeiten gilt. Völlig unnötig dann allerdings das Foul in der Schlussminute an Matthias Zachrisson, der gestützt das Feld verlassen musste.

Velimir Petkovic, Trainer: Wir haben in den ersten zehn bis 15 Minuten gesehen, warum wir oben in der Bundesliga mitspielen. Plötzlich kam ein Bruch in unser Spiel oder es war Landin, der uns aus dem Spiel genommen hat. Es waren sieben freie Bälle, die wir verworfen haben. Wir haben verlernt Handball zu spielen und haben zu viel diskutiert. Das war unsere bisherige Stärke war, dass wir geduldig spielen, das hat dann nicht mehr funktioniert. Die erste Halbzeit ist zum Vergessen, für die zweite Halbzeit muss ich meine Mannschaft loben. Wir haben in dieser Halle, vor dieser Kulisse mit 12:10 gewonnen. Das ging aber alles kaputt durch die Verletzung von Mattias Zachrisson in der Schlussminute. Er muss jetzt untersucht werden und für uns geht es direkt weiter nach Kroatien.

Volker Zerbe, Sportkoordinator: Erst einmal Gratulation an den THW, sicherlich verdient gewonnen. Zum Spiel gibt es nichts mehr zu sagen, für uns gilt es jetzt den Blick nach vorn zu wenden. Wir müssen jetzt schauen, was mit Mattias Zachrisson los ist und dann gilt es die Konzentration auf das schwere Spiel am Samstag im Viertelfinale des EHF-Pokals zu richten.

Füchse Berlin Handball

Dramatisches Ende – Füchse spielen Unentschieden

Dieses Spiel hielt alles, was man von einem Topspiel in der Bundesliga erwartet. Vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle lieferten sich die Füchse Berlin und der THW Kiel einen regelrechten Handball-Krimi – mit einem ausgeglichenen Ausgang. Am Ende stand es 25:25 (15:14)-Unentschieden.

Alles spitzte sich auf diesen einen Moment zu. Dieser Siebenmeter in der allerletzten Sekunde. Petr Stochl wurde für das überragende Geburtstagskind Silvio Heinevetter (33) gebracht. Die Stimmung in der Halle war am Siedepunkt. Am Wurf von Niclas Ekberg war Stochl zwar dran, dennoch landete der Ball im Netz zum letztlich verdienten und fairen 25:25-Remis. „Ich war dran am Ball. Das ärgert mich natürlich ein wenig“, sagte Petr Stochl hinterher, „aber so ist das eben im Sport. Wir können trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung sein. Wir haben ein tolles Spiel gezeigt.“

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning sah das auch so: „Ich habe Velimir, dem Brummbär, gesagt, dass er mit diesem Punkt zufrieden sein soll. Wir haben hier ein großartiges Spitzenspiel gesehen.“ Und wenig später sagte Velimir Petkovic dann auch: „Natürlich hätte ich gerne lieber gewonnen. Vor allem, wenn man noch bis zum Schluss führt. Aber das geht Okay so. Meine Mannschaft hat großartig gekämpft. Erst in Flensburg, dann in Kiel – in dieser Woche haben die Jungs ein großes Pensum hingelegt.“

Drei Tage nach dem grandiosen Pokal-Sieg in Flensburg gingen die Füchse vor 9000 Fans im ausverkauften Fuchsbau topmotiviert ins Spiel. Unter den Augen von Bundestrainer Christian Prokop lieferten sich beide Teams vom Anwurf weg ein packendes Match. Die Füchse führten nach acht Minuten mit 5:3, lagen kurz darauf aber mit 5:6 zurück. Im Tor trieben sich Silvio Heinevetter und Niklas Landin gegenseitig zu Höchstleistungen. Petkovic: „Sie sind beide herausragende Torhüter und haben das heute gezeigt.“

In die Pause gingen die Füchse dank eines Treffers von Kevin Struck mit einer 15:14-Führung.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie unfassbar spannend. Die Berliner verloren zwischendurch aber mal den Faden und gerieten mit 15:18 (35.) in Rückstand. Doch angetrieben vom Publikum und einem starken Heinevetter glichen die Hauptstädter zum 18:18 (40.) aus. Kurz vor Schluss gelang den Füchsen durch den starken Kevin Struck sogar noch der Führungstreffer. Doch Ekberg kam und traf vom Siebenmeterstrich.

Kevin Struck: „Die Stimmung war großartig und eines Spitzenspiels würdig. Das war Werbung für den Handballsport.“

Die erfolgreichsten Torschützen waren bei den Berlinern Steffen Fäth mit acht Treffern und Struck mit sechs Toren. Beim THW war Ekberg mit sieben Tore erfolgreich.

Statistik: Heinevetter, Stochl – Fäth (8), Struck (6), Lindberg (3/2), Plaza Jimenez (2), Wiede (2), Nenadic (2), Drux (1), Gojun (1), Zachrisson, Elisson, Schmidt, Vukovic – Schiedsrichter:Schulze/Tönnies (Magdeburg/Stendal) – Strafminuten:Füchse 10 – Kiel 8 – Siebenmeter: 2/2, 6/5 – Zuschauer: 9000
Quelle: Füchse Berlin