Finaltag der Amateure 2020 wird verlegt

Die Präsidenten und Geschäftsführer der 21 Landesverbände haben sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie befasst und entschieden, den geplanten Finaltag der Amateure terminlich zu verlegen. Ursprünglich sollte die fünfte Auflage der größten Fußball-Livekonferenz des Jahres am 23. Mai 2020 und damit wie auch schon 2019 am Tag des DFB-Pokalfinales steigen. Vor dem Hintergrund des aktuell ruhenden Spielbetriebs in Deutschland und der offenen Frage, wann dieser fortgesetzt wird, bleibt der Termin für den diesjährigen Finaltag der Amateure aktuell noch vakant.

Die Landesverbände haben jedoch das Ziel, die Pokalsaison der Landesverbände sportlich zu beenden, um primär die Teilnehmer im Wettbewerb des DFB-Pokals 2020/21 zu ermitteln. Dieser Zeitpunkt kann auch nach dem 30. Juni 2020 liegen. Die Teilnehmer für den DFB-Pokalwettbewerb der kommenden Saison müssen von den Landesverbänden rechtzeitig vor der 1. Runde ermittelt bzw. benannt sein. Für die Pokalwettbewerbe der 21 Landesverbände gilt derzeit grundsätzlich, dass die Beendigung der Wettbewerbe nur mit der Zustimmung der zuständigen Behörden und unter Einhaltung entsprechender medizinischer Vorgaben für mögliche Spiele ohne Zuschauer erfolgen können. Diesbezüglich sind die Landesverbände mit den jeweiligen verantwortlichen Behörden in den Bundesländern im Austausch.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Eine Verlegung der fünften Auflage des Finaltags der Amateure ist bedauerlicherweise unumgänglich, jedoch die richtige Entscheidung. Die Gesundheit aller muss in der aktuellen Situation im Vordergrund stehen. Sofern die zuständigen Behörden eine entsprechende Erlaubnis erteilen, sind alle Beteiligten im Berliner Fußball-Verband bestrebt, im Wettbewerb des AOK-Landespokals der 1. Herren einen würdigen Sieger auf sportlichem Wege zu ermitteln.“

Steffen Simon, als Sportchef des WDR verantwortlich für die Koordination der Livekonferenz im Ersten, sagt: „In der aktuellen Corona-Pandemie muss auch der Sport seinen Beitrag gegen die Ausbreitung des Virus leisten. Daher ist die Verlegung des Finaltags der Amateure richtig und nachvollziehbar. Gleichzeitig möchte ich versichern, dass die ARD Sportschau auch weiterhin großes Interesse hat, den Finaltag der Amateure zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr live zu übertragen. Hierzu bin ich mit den Geschäftsführern der Landesverbände im engen Austausch. Bis dahin wünsche ich allen Fußballern viel Gesundheit und hoffe sehr, dass der Ball im Laufe des Jahres auch im Amateurfußball ohne Einschränkungen wieder rollt.“

Der Finaltag der Amateure ist ein besonderer Tag für den deutschen Fußball. 42 Mannschaften ermitteln in 21 Endspielen die Gewinner der Landespokalwettbewerbe. Die ARD überträgt alle Partien in einer großen Livekonferenz über den Tag verteilt. Der Amateurfußball ist damit in einen großen Sporttag in der ARD eingebettet. Vergangenes Jahr mündete dieser am Abend in der Übertragung des DFB-Pokalfinals aus dem Berliner Olympiastadion im Ersten. So war es auch für die Saison 2019/20 vorgesehen. Die Sieger der Landespokalendspiele sind automatisch für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert, in der sie auf einen Klub aus der Bundesliga oder der 2. Bundesliga treffen.

Quelle: Berliner Fußball-Verband

Niederlage in München

Der 1. FC Union hat bei den übermächtigen Bayern nur mit 1:2 verloren. Achtbar aus der Affäre gezogen könnte man meinen. So war es nicht, die Bayern hatten keinen Sahnetag, der Aufsteiger leider auch nicht. Ein frühes Gegentor, in der 13. Minute und anschließend redliches Bemühen der Eisernen, die wenig Spielanteile bekamen. Defensiv war es solide, der Sturm war kaum ein laues Lüftchen.

Urs Fischer schickte seine Mannschaft wieder mit einer 4er Kette in der Abwehr auf das Feld. Es sortierte sich mit und gegen den Ball zu einem 4-2-3-1. Gegenüber dem letzten Spiel gegen Freiburg wurde auf zwei Positionen umgestellt. Neven Sobotic kehrte für Keven Schlotterbeck wieder in die Innenverteidigung zurück und für Michael Parensen kam Felix Kroos zu seinem ersten Einsatz in der Startelf. Er spielte zusammen mit Robert Andrich auf der 6er Position.

Der FC Bayern ließ fast nichts zu, ganze sechs Torschüsse sah Manuel Neuer auf sein Tor kommen. Darunter waren zwei Strafstöße. Den ersten hielt Neuer in Weltklassenmanier, der zweite durch den eingewechselten Sebastian Polter passte. Er war selbst gefoult worden, durch den Torschützen zum 1:0 Benjamin Pavard. Es lief bereits die 86. Minute, die Bayern hatten in der 53. Minute durch Robert Lewandowski auf 2:0 erhöht. Das Ergebnis spiegelte den Spielverlauf nicht wieder.

Einige unter den über 7.000 im Stadion anwesenden Fans der Eisernen hatten wenigstens ein bisschen Freude bei der Bekanntgabe von Zwischenergebnissen aus dem Berliner Olympiastadion. Der Lokalrivale unterlag am Ende der TSG Hoffenheim mit 2:3. Aus Gesamtberliner Sicht war es der Nachmittag der Verlierer und die treffen am nächsten Spieltag in der Alten Försterei aufeinander. Davor müssen beide noch ihre Aufgabe in der 2. DFB-Pokalrunde lösen. Erneut treffen die Eisernen auf den SC Freiburg, der mit der Empfehlung eines Sieges gegen RB Leipzig in das Spiel gehen wird.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

 1.FC Union Berlin: Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Subotic, Lenz – Kroos (60. Becker), Andrich – Ingvartsen (67. Ujah), Bülter – Andersson (67. Polter)

FC Bayern München: Neuer – Kimmich, Pavard, Boateng, Davies – Thiago, Coutinho (86. Goretzka) – Coman (65. Gnabry), Müller, Perisic (76. Tolisso) – Lewandowski

Zuschauer: 75.000

Tore: 1:0 Pavard (13.), 2:0 Lewandowski (53.), 2:1 Polter (86.)

Die Eisernen brauchen Punkte

Kann der 1. FC Union die Serie der punktlosen Spiele gegen den SC Freiburg beenden ? Vor der Saison wurden die Freiburger als ein Gegner auf Augenhöhe für die Eisernen eingeschätzt. Nach dem bisherigen Saisonverlauf muss das wohl ein wenig korrigiert werden. Die Truppe aus dem Breisgau hat zehn Punkte mehr geholt als der Aufsteiger, da ist die Favoritenrolle klar verteilt. Der SC Freiburg verzeichnet seinen Bundesligastartrekord, dazu sind auswärts ungeschlagen.

Egal, es müssen Punkte her, nach Freiburg geht es nach München und dort etwas mitzunehmen ist so wahrscheinlich wie sechs Richtige im Lotto. Was spricht für den 1. FC Union, außer der Heimvorteil ? Während der Länderspielpause hatte Trainer Urs Fischer mehr Zeit zur Spielvorbereitung und konnte verstärkt auf die Dinge eingehen, die in den vorangegangenen Spielen nicht so funktioniert haben. Es gab zu viele leichtfertige Ballverluste im Spielaufbau und im Angriff sollen die Stürmer in der torgefährlichen Zone egoistischer handeln, anstatt nochmals abzuspielen.

Offen ist die Frage, ob die zuletzt auswärts in Wolfsburg praktizierte Dreier- bzw. Fünferkette in der Abwehr auch gegen Freiburg wieder das Mittel der Wahl ist. Personell gibt es in der Abwehr keine Sorgen. So könnte Innenverteidiger Florian Hübner wieder in den Kader zurückkehren, für einen Einsatz gleich in der Startelf wäre es zu früh. Mehr Sorgen bereitet die rechte offensive Seite. Hier zogen sich Suleiman Abdullahi und Sheraldo Becker Blessuren im Training zu. Für die Sturmspitze wäre Sebastian Polter nach seiner Rotsperre wieder spielberechtigt.

Auf der Seite Freiburger wird Verteidiger Lukas Kübler nach seiner Knie-Operation fehlen. Von weiteren Verletzungspech blieben die Freiburger verschont. Trainer Christian Streich lässt gern, wie zuletzt Wolfsburg, in einem 3-5-2 System spielen. Dagegen setzte Urs Fischer ein fast identisches System, es wurde versucht, die Taktik des Gegners zu spiegeln. Das hatte in Wolfsburg keinen Erfolg. Daher könnte es sein, dass die Eisernen wieder mit einem 4-2-3-1 auflaufen. Einige Tipps wird sich der Union-Trainer von Keven Schlotterbeck (Leihgabe aus Freiburg) geholt haben. Sein jüngerer Bruder Nico spielt für Freiburg, ist aktuell allerdings nicht die erste Wahl. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass beide im Wettkampf aufeinandertreffen.

Das Stadion in der Berliner Wuhlheide ist restlos ausverkauft, inklusive des kleinen Gästeblocks. Trotz der langen Anreise werden über 2.000 Fans der Gäste direkt im Stadion dabei sein und auf einen weiteren Vereinsrekord hoffen. Die Freiburger konnten ihre letzten drei Auswärtsspiele in Folge gewinnen. Vier Auswärtssiege am Stück gelangen ihnen im Oberhaus noch nie!

In der Bundesliga ist diese Paarung natürlich eine Premiere. In der 2. Bundesliga standen sich beide vier mal gegenüber. Da konnten die Eisernen lediglich einen Sieg feiern. Im Jahre 2004, Union war damals Drittligist, unterlagen den Freiburgern in der 1. DFB-Pokalrunde mit 0:4. Diese Bilanz gilt es aufzubessern. Am Samstag, 19.10. in der Bundesliga und noch im selben Monat nach dem Bayernspiel. In der 2. Pokalrunde spielen sie erneut gegen Freiburg, allerdings auswärts am 29.10..

Jetzt ist erst einmal ist alle Konzentration auf die kommende Aufgabe gerichtet. Es müssen dringend Punkte. Die Partie wird am Samstag, 19.10. um 15:30 Uhr von Schiedsrichter Benjamin Cortus angepfiffen werden.

Hans-Peter Becker

Finaltag der Amateure 2020 terminiert

Der Termin für den Finaltag der Amateure 2020 steht fest. Die fünfte Auflage der größten Fußball-Livekonferenz des Jahres steigt am 23. Mai 2020 und damit wieder am Tag des DFB-Pokalfinales. So war es schon beim 4. Finaltag, der dieses Jahr einen neuen Rekord verzeichnet hatte. 2,52 Millionen Zuschauer hatten in der Spitze bei der Übertragung der Landespokalendspiele eingeschaltet, so viele wie noch nie seit der Premiere des Finaltags 2016. Der Marktanteil kletterte bis auf 18,4 Prozent.

Auf Basis dieser guten Erfahrungen hat die Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten in Abstimmung mit dem TV-Partner ARD und den Sicherheitsbehörden beschlossen, auch den 5. Finaltag der Amateure am Tag des DFB-Pokalfinales anzusetzen. Wie gewohnt wird die ARD die Endspiele der Landespokalwettbewerbe in einer Livekonferenz im Ersten zeigen. Die Partien verteilen sich samstags auf drei Anstoßzeiten, die noch genau festgelegt werden müssen. Abends mündet der Pokaltag in der ARD dann in der Übertragung des DFB-Pokalfinales aus dem Berliner Olympiastadion.

Neben dem Engagement der Landesverbände und der Partnerschaft mit der ARD ist die Unterstützung der Polizei für die Durchführung des Finaltags unabdingbar. Die konstruktive Zusammenarbeit in der Vergangenheit hat gezeigt, dass Verbände, Veranstalter und die Sicherheitsbehörden hier auf Augenhöhe kooperieren, wofür alle am Finaltag Beteiligten dankbar sind.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Der 23. Mai 2020 wird in Berlin ganz im Zeichen des Fußballs stehen. Auf Grundlage der positiven Erfahrungen aus diesem Jahr, wird der BFV erneut alles daran setzen, den Berliner Fußball-Fans einen attraktiven Pokaltag zu bieten und den Finaltag der Amateure in der Hauptstadt würdig zu präsentieren.“

„Der Finaltag der Amateure hat sich als Feiertag des gesamten deutschen Fußballs etabliert“, sagt Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure: „Der Zuspruch hat gezeigt, dass die Entscheidung, die Landespokalendspiele und das DFB-Pokalfinale am selben Tag auszutragen, goldrichtig war. Schließlich ist der Pokal der Wettbewerb aller knapp 25.000 Vereine in Deutschland. Wir können so die Einheit des deutschen Fußballs auf tolle Art und Weise zeigen.“

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: „Ich bin überzeugt, dass wieder viele Fans die Gelegenheit wahrnehmen werden, die Finalspiele der Landesverbände in den Stadien und in der ARD zu verfolgen, bevor abends das große Endspiel in Berlin ansteht. Ich freue mich sehr auf diesen beeindruckenden und ganz besonderen Pokaltag.“

Gemeinsames Ziel ist es, dass am 23. Mai 2020 – wie schon 2018 – alle 21 Landespokalendspiele im Rahmen des Finaltags ausgetragen werden, um die besondere Bühne für den Amateurfußball und seine Pokalwettbewerbe bestmöglich zu nutzen. Die Landespokalsieger qualifizieren sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. Dort wartet auf jeden Amateurvertreter ein Gegner aus der Bundesliga oder 2. Bundesliga.

Steffen Simon, als Sportchef des WDR verantwortlich für die Koordination der Livekonferenz im Ersten, unterstreicht: „Aus dem Abenteuer Finaltag ist ein festes Format geworden, mit dem wir gemeinsam ein Zeichen für die Basis setzen. Der Finaltag hat alles, was den Fußball so faszinierend macht: große Traditionsklubs, freche Außenseiter, Emotionen, Überraschungen, mitfiebernde Fans. Umso größer ist die Vorfreude auf die fünfte Auflage.“

Quelle: Berlin Fußballverband

Was tut sich bei Hertha im Fall Alexander Esswein?

Im Sommer 2016 holte Hertha Esswein vom FC Augsburg. Das in der Überzeugung, dass der schnelle und torgefährliche Spieler, der für Augsburg mit seinen Toren und Torvorlagen sogar Spiele entschied, eine Fortsetzung in Berlin finden möge. In zweieinhalb Jahren kam er zu 45 Einsätze in der Bundesliga. Verständlicherweise waren vier Tore Hertha BSC zu wenig. Daraufhin wurde Esswein an den VfB Stuttgart ausgeliehen. Es lang danach aus, als würde das Leihgeschäft in eine feste Anstellung münden. Hertha rechnete sich 2 Millionen Ablöse für Esswein aus. Doch Stuttgart stieg ab. Esswein kehrte zwangsläufig, wie es schien nur geduldet und ohne Erwartungen, nach Berlin zurück.

Nicht nur im Trainingslager in Stegersbach überraschte Esswein, sondern insgesamt in der Vorbereitung als schneller Mann für exzellenten Konterfußball, viel Laufbereitschaft und dazu mit erstaunlich großem Aktionsradius und dazu scheint er wieder zu wissen, wo das Tor steht. Er trifft wieder, so wie es sich für einen guten Offensivspieler gehört.

Angeblich muss ihm der Trainerwechsel von Dardai zu Covic beflügelt und gut getan haben. Was das doch in der Tat ausmachen kann. Bei Dardai stand er in der gesamten Hinrunde nur einmal im Kader, ohne Einsatz. Zwei Pflichtspiele hat Hertha in dieser Saison absolviert. Esswein durfte in beiden auflaufen. Im DFB-Pokal in Eichstätt kam er zur zweiten Halbzeit, bereitete ein Tor vor und traf selbst zum 5:1. Ante Covic wechselte ihn dann gegen Bayern München als ersten Spieler, vor Davie Selke, ein. Wenn das nicht als Vertrauen und ein gutes Signal zu werten ist. Trainer Ante Covic schaut nicht auf Vergangenes zurück, sondern nach vorn und auf das, was er in den Trainingseinheiten und Vorbereitungsspielen sah.

Am 2. September schließt in Deutschland erst die Transferperiode. Sollte nun noch ein Angebot für Alexander Esswein kommen, wie verhält sich Hertha BSC? Man darf gespannt sein.  

Christian Zschiedrich  

Im Banne der neuen Saison

Nun hat es auch die Bundesligisten erfasst. Wir schauen zwar in erster Linie auf die Berliner, den 1 .FC Union und Hertha BSC. Was sind sie denn in der ersten DFB-Pokalrunde zu leisten imstande. Am Sonntag, 11.08. wissen wir es. Union muss auswärts in Halberstadt und Hertha in Ingolstadt gegen VfB Eichstätt ran. Optimistisch gehen wir davon aus, dass beide eine Runde weiter kommen. Eine Woche vor Meisterschaftsbeginn, das ist seit Jahren so,  heißt der Saisonbeginn, Spiele des DFB-Pokals. Die ersten drei Ergebnisse vom Freitag, 09.08.: Dortmund gewann 2:0 in Uerdingen, Gladbach 1:0 in Sandhausen und der 1. FC Nürnberg 1:0 in Ingolstadt. Am Samstag, 10.08 15.30 Uhr, kommt Arminia Bielefeld zu Viktoria 89 nach Berlin. Wer da einen Berliner Sieg vorhersagen möchte, der wäre mehr als optimistisch.

Weitere Samstagspiele, 15.30 Uhr: Kaiserslautern – Mainz, Aachen – Leverkusen, Dassendorf – Dresden, Villingen – Düsseldorf, Drochtersen/Assel – Schalke 04, Verl – Augsburg, Magdeburg – Freiburg; 18.30 Uhr Würznurg – Hoffenheim, Baunatal – Bochum, Ulm – Heidenheim und 20.45 Uhr: Delmenhorst – Werder Bremen.

Am Sonntag, 15.30 Uhr: Salmrohr – H. Kiel, Rödlingshausen – Paderborn, Waldhof Mannheim – Eintr. Frankfurt, Oberneuland – Darmstadt, Saarbrücken – Regensburg, VfB Lübeck – St. Pauli, Osnabrück – RB Leipzig; 18.30 Uhr: Chemnitz – HSV, Duisburg – Fürth, Wehen Wiesbaden – 1.FC Köln.

Am Montag, 12.08., 18.30 Uhr: Halle – Wolfsburg, Karlsruhe – Hannover 96, Rostock – VfB Stuttgart und um 20.45 Uhr: Energie Cottbus – Bayern München.

Bereits zwei Spieltage wurden nun ohne Berliner Beteiligung in der 2. Liga absolviert. Noch ohne Punktgewinn: Wiesbaden und Dynamo Dresden, bisher verlustpunktfrei, Karlsruhe und Erzgebirge Aue.

Bereits vier Spieltage sind in Liga Drei absolviert: Ingolstadt führt mit 10 Punkten, es folgen mit jeweils 9 Punkten: Duisburg, Halle und Braunschweig. Schlecht gestartet sind Carl Zeiss Jena (0 Punkte) und Aufsteiger Chemnitz (1 Punkt).

Grund zur Freude aus Berliner Sicht, in der Regionalliga nach drei Spieltagen: Verlustpunktfrei führen der Berliner AK und der BFC Dynamo drei Siege, neun Punkte, gefolgt vom 1. FC Lok Leipzig mit sieben Punkten die Tabelle an. Die Rote Laterne nimmt der Bischofswerdaer FV mit null Punkten ein. Der VfB Auerbach ebenfalls null Punkte, vier Vereine haben erst je einen Punkt: Rot-Weiß Erfurt, Union Fürstenwalde, Optik Rathenow und Babelsberg 03. Aufsteiger Lichtenberg 47 (3 Punkte) gewann 1:0 in Auerbach, verlor aber mit 0:2 in Meuselwitz. Die VSG Altglienicke und Viktoria 89 haben je 4 Punkte auf der Habenseite, Hertha BSC II sogar sechs (Platz 4) .

Nun rollt auch wieder der Ball in der NOFV Oberliga Nord. Zum Auftakt siegte Tennis Borussia bei Tasmania 4:2 und das vor 1.370 zahlenden Zuschauern. Natürlich widmen wir uns ab sofort wieder ausführlich der Oberliga. Vom Zerwürfnis und dem „Machtwechsel“ bei TeBe berichtete ja bereits unser Hans-Peter Becker. Meine Gedanken dazu werde ich Euch künftig nicht vorenthalten. Warten wir zunächst das weitere (juristische) Vorgehen von Unternehmer Jens Redlich ab, der beim Sieg über Tasmania sich weiter als Präsident von Tennis Borussia präsentierte.

Christian Zschiedrich

Viktoria Berlin empfängt im DFB-Pokal Arminia Bielefeld und Breakdance im Sinne der Talentförderung

AOK-Landespokal-Sieger FC Viktoria empfängt Arminia Bielefeld. Der Sieger des AOK-Landespokals wird sich in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals mit Arminia Bielefeld messen. Am Samstag, den 15. Juni 2019 fand im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund die Auslosung der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2019/20 statt. Der diesjährige Landespokalsieger FC Viktoria 1889 Berlin empfängt den Zweitligisten DSC Arminia Bielefeld. Das Spiel findet am Samstag, den 10. August 2019, um 15:30 Uhr im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark statt.

Quelle: BFV

Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato sagt zu dem Los: „Wir haben mit Arminia Bielefeld einen attraktiven Gegner gezogen. Der Verein hat eine tolle Historie und die Mannschaft spielt guten Fußball. Wir freuen uns auf diese spannende Aufgabe!“ Die Arminia schloss eine überzeugende Zweitliga-Saison mit 49 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz ab.

Aufsteiger Union Berlin bekam mit dem VfB Germania Halberstadt den Achtplatzierten der Regionalliga Nordost zugelost. Hertha BSC trifft in der ersten Runde auf den bayerischen Regionalligisten VfB Eichstätt, der die vergangene Saison auf dem zweiten Platz hinter Bayern München II beendete. Beide Spiele steigen am Sonntag, den 11. August 2019, um 15:30 Uhr. Während die Halberstädter Union Berlin im heimischen Friedensstadion empfangen, weicht der VfB Eichstätt gegen die Herthaner in den Audi-Sportpark in Ingolstadt aus.

Breakdance-Talentförderung

Das 25. Jubiläum der Partnerschaft zwischen Berlin und den drei asiatischen Megastädten Jakarta, Peking und Tokio bot in der letzten Woche eine passende Möglichkeit für ein Turnier der U15-Mannschaften im Poststadion. Die Senatskanzlei von Berlin hatte für die Organisation der dreitägigen Veranstaltung den Berliner Fußball-Verband ins Boot geholt. So bot sich eine bestens geeignete Gelegenheit für die Begegnung junger Menschen mit Ball, aber ohne Zwänge. Angenehmer Nebeneffekt: Die Mitglieder der Berliner Auswahl, die sich bisher noch nicht öfter zeigen konnten, hatten hier die Chance, den Verbandstrainer Henry Rehnisch zu beeindrucken.

Das Städtepartnerschafts-Turniers der U15-Mannschaften aus Jakarta, Peking, Tokio und Berlin war in jeder Hinsicht ein gelungener Austausch.

Los ging‘s am Mittwoch – dem bisher heißesten Tag des Jahres. Das Berliner Team traf auf Jakarta und konnte sich mit 2:0 durchsetzen. Am Donnerstag mussten die Gastgeber sich dann mit einem 0:1 der Mannschaft aus Tokio geschlagen geben. Ein Strafstoß hatte kurz vor Ende für die Entscheidung gesorgt. Für den Turniersieg hätte selbst der 2:1-Erfolg im letzten Spiel am Freitag gegen Peking nicht mehr gereicht, denn die Japaner, die einen ballsicheren, jüngeren Jahrgang geschickt hatten, verloren keine ihrer Partien. Gute Gastgeber halten sich eben gern zurück. So sah es auch Henry Rehnisch, der seine Spieler aber äußerst engagiert mit den passenden Anweisungen versorgte. „Wir sind zufrieden, denn die Jungs haben hier viel gelernt. Asiatische Mannschaften mit Herz und Leidenschaft machten es zunächst schwer, einen kontrollierten Fußball zu spielen“, sagte er. „Spieler wollen aber in den Topkreis“. Die Messlatte sei hoch, aber durch solche Spiele könnten die Teilnehmer den nächsten Schritt gehen.

Heißt es sonst schon beinahe phrasenhaft, dass der Sport und nicht nur das Ergebnis im Vordergrund stehen sollte, konnte das Städtepartnerschafts-Turnier der Auswahlmannschaften in den vergangenen Tagen den Beweis für die Wahrhaftigkeit der Forderung antreten. Dass der Abschlussabend für die drei Teams und ihren Gastgeber Berlin dann auch noch ein äußerst positives Zeichen setzte, wenn es um die Spontaneität der Jugend geht, ist umso erfreulicher. War die Begeisterung bei den jungen Teilnehmern und ihren Teamleitern schon allein durch die Lage des Landesleistungs-Zentrums in Wannsee kaum noch zu steigern, so brachte eine gemeinsame – nicht einstudierte – musikalische Aufführung aller Gruppen mit Breakdance-Einlagen die Stimmung beinahe zum kochen. Vorher habe es zunächst nur Austausch über Instagram mit den Jungs aus Jakarta gegeben, berichtete ein Spieler der BFV-Mannschaft… bis das Eis auch durch die Sketche von DFB-Stützpunkttrainer Volker Ohnsorge am Abend gebrochen werden konnte.

Am bisher heißesten Tag des Jahres war das Turnier mit der Begegnung Berlin gegen Jakarta gestartet. Dem 2:0-Sieg der Auswahl des Berliner Fußball-Verbandes im Poststadion folgte am nächsten Tag eine ebenso knappe Niederlage beim 0:1 gegen eine ebenbürtige, aber etwas glücklichere Mannschaft aus Tokio. Am letzten Spieltag hatte das Berliner Team es dadurch nicht mehr selbst in der Hand. Das 2:1 gegen Peking bedeutete am Ende immerhin den zweiten Platz. „Wir waren gute Gastgeber“, sagte Verbandstrainer Henry Rehnisch. Er meinte damit den sportlichen Aspekt, dass man als Heimteam bei so einem Jubiläumsturnier nicht unter allen Umständen den Siegerpokal hochhalten müsse. Das tat die Mannschaft aus Tokio, während für Jakarta und Peking die Plätze drei und vier blieben. „In Berlin findet ja immer unheimlich viel statt“, sagte Christian Gaebler, der Chef der Senatskanzlei bei der Übergabe der Medaillen und Pokale, bei der ihm Staatssekretär Aleksander Dzembritzki zur Seite stand. Durch den Termin in den Ferien sei eben leider nicht mit mehr Zuschauerinteresse zu rechnen gewesen. „Dennoch eine gelungene Veranstaltung bei der sich unbedingt junge Leute auch durch den Sport eingebunden fühlen sollten“, betonte Gaebler.

In emotionalen Reden bedankten sich die Gäste durch die Stimmen ihrer Dolmetscherinnen für die schönen Tage mit Dampferfahrt, Empfang im Roten Rathaus durch Bürgermeisterin Ramona Pop, Besuch im Reichstag, Einladung aller Teilnehmer in die Japanische Botschaft und luden zu Gegenbesuchen ein. „Im nächsten Jahr zur Olympiade in Tokio möchten wir Sie alle in Japan sehen“, schlug der japanische Delegationsleiter vor. Andreas Kupper, Präsidialmitglied beim BFV, ist sich noch nicht ganz sicher, ob ein Besuch dort zu realisieren ist. Spannende und meist ausgeglichene Spiele über drei Tage verbunden mit der Akzeptanz des Beiprogramms gaben ihm und den anderen Helfern und Unterstützern aber die Gewissheit, einen guten Job erledigt zu haben.

Quelle: Berliner Fußballverband


Berliner Pokalfinale 2019 – frühe Anstoßzeit und weniger Zuschauer ?

Der DFB-Pokal ist der einzige Wettbewerb, wo Amateur-Teams – wenigstens für ein Spiel – wieder überregionale Beachtung finden. Voraussetzung dafür ist der Sieg im Finale des jeweiligen Landespokals. Ein warmer Regen ist es zudem für die meist klammen Kassen der Vereine unterhalb der 3. Liga.

Es ist beachtlich, was im Amateurfußball ehrenamtlich geleistet wird. „An jedem Wochenende finden in Deutschland 80.000 organisierte Fußballspiele statt.“ Die Endspiele der einzelnen Landesverbände werden seit 4 Jahren zu einem Finaltag der Amateure zusammengefasst. In diesem Rahmen soll gleichzeitig dem Ehrenamt gedankt werden. In Berlin soll zusätzlich ein Zeichen gegen Homophobie und Transphobie gesetzt werden. So werden während des Finalspiels im Jahn-Sportpark an den Werbebanden die Regenbogenfarben und die Farben der Trans-Bewegung sichtbar sein.

Die Trainer Dennis Kutrieb Tennis Borussia (links) und Alexander Arsovic von Viktoria © Foto: H.-P. Becker

Um den den Berliner-Pokal des Jahrgangs 2019 streiten am Sonnabend, 25.05. zur ungewöhnlichen Anstoßzeit um 10:30 Uhr aus der Oberliga Tennis Borussia und aus der Spielklasse darüber, der FC Viktoria 1889. An diesem Tag werden insgesamt 19 von 21 Finalspielen um die Landespokale ausgetragen. Bis zum Beginn des Endspiels um den DFB-Pokal im Berliner Olympiastadion um 20:00 Uhr werden die Amateurspiele beendet sein. Um möglichst viele Live-Übertragungen in der ARD gewährleisten zu können, musste ein Kompromiss gefunden werden. In Berlin wird nicht nur das Pokalfinale ausgetragen, am Nachmittag findet auch ein Rennen der Formel E statt. So wurde die erste Übertragung in diese ungewöhnlich frühe Zeit verlegt. Davon betroffen sind neben dem Berliner Finale ebenso die Endspiele von Bremen, Hamburg und des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Der letztlich ausschlaggebende Punkt für diese Auswahl waren die kurzen Anreisewege der Mannschaften aus den Stadtstaaten. Lediglich in Mecklenburg-Vorpommern ist die Anreise länger, in Neustrelitz spielt der FC Hansa Rostock gegen den Torgelower FC Greif.

Wer holt den Pokal 2019 ? – von links nach rechts: Nicolai Matt, Dennis Kutrieb, Alexander Arsovic, Stephan Flauder © Foto: Hans-Peter Becker

Auf dem Podium in der Pressekonferenz saßen neben den Trainern die beiden Kapitäne Nicolai Matt von TeBe und Stephan Flauder vom Kontrahenten Viktoria. Wann haben sie zuletzt zu so einer frühen Zeit in einem Pflichtspiel auf dem Platz gestanden ? Irgendwann in der Jugend, gab Stephan Flauder zur Antwort, beide teams haben die selben Voraussetzungen, insofern sollte man das nicht höher hängen, als es ist. Nicolai Matt ergänzte, dass die Trainingsabläufe entsprechend angepasst wurden und das Adrenalin nach Aufstehen am Pokaltag ist eh da und kann eben etwas früher abgebaut werden kann. Außerdem gibt es Menschen, die stehen früh um vier auf um arbeiten zu gehen und wir spielen um halb elf Fußball, insofern ist alles in Ordnung.

Personell haben beide Trainer keine großen Sorgen, eher im Gegenteil. Der TeBe Trainer Dennis Kutrieb muss noch fünf Spieler aus dem Kader streichen, was ihm einiges Kopfzerbrechen bereitet. Viktoria dagegen hat seit der Insolvenz keinen großen Kader mehr, zwei Langverletzte, so muss nur ein Aktiver gestrichen werden. Einen großen Favoriten gibt es nicht, sicherlich ist der höherklassigen Mannschaft von Viktoria etwas mehr zuzutrauen. Mit dem BFC Dynamo wurde im Halbfinale ein Ligakonkurrent ausgeschaltet. TeBe hat im Halbfinale gezeigt, dass sie gegen einen Regionalligisten siegen können, wenn auch mit etwas Glück erst im Elfmeterschiessen, 7:6 gegen die VSG Altglienicke. Beide haben die Chance, ihre nicht gerade optimal verlaufende Saison mit einem Erfolg im Pokal versöhnlich ausklingen zu lassen. Für TeBe ist es die 30. Finalteilnahme, mit 17 Titeln sind sie der Rekordhalter, Viktoria stand bisher zehn Mal in einem Endspiel, als heutiger FC Viktoria 1889 Berlin (nach der Fusion mit Lichterfelde) holten sie 2014 den Titel.

© Foto: Hans-Peter Becker

Für das Spiel werden leider nur etwa 1.500 Zuschauer erwartet und ob die Teile der Fanszene von Tennis Borussia ihre Mannschaft auf „neutralem“ Boden unterstützen werden, die seit Januar aus Protest gegen den Vorstand nicht mehr zu den Spielen gekommen sind, ist ungewiss. Das Spiel am Samstagvormittag wird geleitet von Schiedsrichter Felix Zwayer. Fast genau vor einem Jahr leitete er das Pokalendspiel zwischen dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt und war während der WM 2018 als Videoschiedsrichter eingesetzt.

Hans-Peter Becker

Geglückter Saisonstart und wieder kein Losglück

Erster Startelfeinsatz für Florian Hübner Foto: Hans-Peter Becker

Der Start in die neue Saison ist bei den Eisernen geglückt. Nach drei Spieltagen sind sie zusammen mit dem 1. FC Köln Tabellenführer, wie immer ist das eine hübsche Momentaufnahme und abgerechnet wird am Schluss. Gegen den FC St. Pauli war das Ergebnis besser als das Spiel. Der Doppelschlag vor der Halbzeitpause (44. und 45. Minute) war die Vorentscheidung in einer bis dahin offenen Partie. Die Handschrift von Urs Fischer wird immer deutlicher. Er will mehr Dominanz und Kontrolle. Der Kader scheint gerüstet für den Kampf um die oberen Tabellenplätze. Zusammen mit der neuen Nummer 1 im Tor Rafal Gikiewicz standen fünf Neuzugänge in der Startformation. Gegen St. Pauli kam Florian Hübner zu seinem ersten Einsatz und machte seine Sache, laut seinem Trainer, sehr gut. Erstaunlich, es sah aus als würden Marvin Friedrich und Florian Hübner bereits länger zusammenspielen.  St. Pauli hatte elf Torschüsse, davon waren drei hochkarätig. Das war eine Abwehrleistung der Eisernen, die sich sehen lassen konnte. Von den anderen Neuzugängen spielte Ken Reichel auf der Position des linken Außenverteidigers souverän. Einen deutlichen Qualitätsgewinn bringt auch Manuel Schmiedebach auf der Sechser-Position in das Spiel. Es ist fast verwunderlich, dass Hannover 96 keine Verwendung mehr für ihn hatte. Neben defensiven Stärken, er schont sich in keinem Zweikampf, ist er sehr wertvoll für den Spielaufbau.

Das Ergebnis gibt den Spielverlauf nicht korrekt wieder. Der FC St. Pauli wurde unter Wert geschlagen, der 4:1 Sieg für den 1. FC Union fällt etwas zu hoch aus. Über weite Strecken der ersten Halbzeit wurde deutlich, woran weiter gearbeitet werden muss. Den Fans im ausverkauften Stadion „An der Alten Försterei“ skandierten „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ und was will man mehr, als vier Tore von der eigenen Mannschaft.

Unterdessen wurde die 2. Hauptrunde im DFB-Pokal aus gelöst. Im Lager der Eisernen hatten sie so auf ein Heimspiel gehofft. Schlimmer hätte es nicht kommen können. Zu Hause gegen Schalke 04, das war der heimliche Wunsch der Fans, Steven Skrzybski hätte sich auch gefreut. Stattdessen wurde es der Konkurrent, oh nein, wie im vergangenen Jahr, müssen sie nach Dortmund und sind wieder nur der krasse Aussenseiter. „Borussia Dortmund ist natürlich ein attraktiver, aber zugleich auch schwieriger Gegner. Wir haben uns vor zwei Jahren dort sehr gut präsentiert, das ist auch jetzt unser Ziel. Es wird ein interessantes Spiel mit einer besonderen Atmosphäre, die unsere Spieler genießen sollen und werden. Unsere Aufmerksamkeit darf allerdings nicht nur auf dem Pokalspiel liegen. Wir müssen auch weiterhin die Spiele in der Liga konzentriert angehen“, so äußerte sich in einer ersten Reaktion Oliver Ruhnert, der Geschäftsführer Profisport des 1. FC Union.
Hans-Peter Becker

Berliner Proficlubs erreichen 2. Hauptrunde

Mit dem 1. FC Union und Hertha BSC sind die beiden Berliner Profi-Vereine mehr oder minder souverän in die 2. Hauptrunde des DFB-Pokals eingezogen. Beide mussten auswärts bei einem Dritt-Ligisten bestehen. Die Eisernen waren am Sonntag in Jena erfolgreich. Das Spiel stand natürlich auch im Zeichen des Jubiläums des bisher einzigen Titels in der Vereinsgeschichte der Unioner. So sahen auch einige Helden und Unterlegene des Pokalendspiels von 1968 den 4:2 Sieg des 1. FC Union gegen den FC Carl-Zeiss Jena. Das tradionsbeladene Ernst-Abbe Sportfeld war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Jenaer oder Jenenser (Jenenser ist nur derjenige, der in Jena geboren wurde, alle anderen sind Jenaer) leisteten großen Widerstand, mussten sich am Ende dem größeren spielerischen Potential der Wuhlheider beugen. Leider musste Felix Kroos nach einem Zusammenstoß des Spielfeld vorzeitig verlassen. Zum Glück war es nicht ganz so schlimm, wie es zunächst aussah, gegen St. Pauli wäre er wieder zu einem Einsatz bereit. Jetzt hoffen die Wuhlheider auf ein Heimspiel, am Besten gegen Schalke 04. Es wäre ein Wiedersehen mit Steven Skrzybski, der ja unter Tränen seinen Herzensverein verlassen hat.

Am Montag, 20.08. war Hertha BSC in Braunschweig dran. Aller Anfang ist schwer und ohne Wettkampfpraxis zum Saisonauftakt zu einem Drittligisten, der zudem bereits durch vier absolvierte Punktspiele voll Geschäft ist, da gibt es angenehmere Aufgaben. Es lief zunächst recht zäh an, bis Marvin Plattenhardt in der 38. Minute ein Traumtor schoss. Er schickte einen vom Braunschweiger Torwart weggefausteten Ball postwendend zurück, der dann unhaltbar im Kasten landete. Braunschweig war zunächst geschockt. Nach der Halbzeitpause schaltete die Alte Dame zu sehr in den Verwaltungsmodus. Die Braunschweiger Eintracht kämpfte und wurde in der 81. Minute mit dem Ausgleich belohnt. Hertha war gnadenlos effektiv, sie ließen die Braunschweiger etwas feiern und erzielten vom Anstoß weg den erneuten Führungstreffer. „Der alte Mann und das Tor“, so beschrieb der TV-Kommentator den Treffer von Vedad Ibisevic. Der Kapitän behauptete den Ball perfekt gegen einen Verteidiger und schob ihn aus kurzer Distanz ein. Eine drohende Verlängerung blieb der Hertha erspart. Die erste Aufgabe in der Saison wurde erfüllt. In der Bundesliga steht jetzt der 1. Spieltag bevor, Hertha erwartet am Samstag, 25.08. im Olympiastadion Aufsteiger Nürnberg und am Sonntag, 26.08. kommt der FC St. Pauli in die Alten Försterei.

Hans-Peter Becker