Für den 1. FC Wilmersdorf ist die Meisterschaft wichtiger

Schiedsrichter Christian Große (SF Kladow) mit seinen Assistenten. Links (etwas verdeckt) René Robben, Wilmersdorfs Spielführer, und rechts Can Eryigit, der seine Elf anführt. Foto: Frank Toebs

Trotz des  Ausscheidens in der 3. Pokalrunde im Berliner Pilsner-Pokal gegen den zwei klassenhöheren Verein CFC Hertha 06 war die Leistung zufriedenstellend. Eigentlich wäre die Niederlage ärgerlich, zumal die Wilmersdorfer mit dem Ausschalten des Regionalligisten BAK 07 bewiesen hatten, auch im Pokal gut aufgestellt zu sein. Ein Trost ist es schon, nicht nur gut mitgespielt, sondern überlegen gespielt zu haben.  Die vielen, sich bietenden Chancen wurden nicht genutzt und am Ende stand eine 1:3 Niederlage. Der Oberligist nutzte durch Silva Magalhaes (11.) die erste Torchance und die Wilmersdorfer lagen 0:1 hinten. Das nächste Missgeschick aus Wilmersdorfer Sicht, das 0:2 (54.), als Ayvaz per Direktabnahme vollendete. Von wegen, Aufgeben, nein! Mit dem 1:2 (74.) ging es durch Schöps erst richtig los. Dem 1. FC boten sich klare Möglichkeiten (Erdal  Özdal, Rene‘ Robben) und Bestnoten verdiente sich Dominic Schöps. Die Entscheidung erzielte erneut Silva Magalhaes (90.) per Foulelfmeter. Er verwandelte als gefoulter Spieler in der Schlussminute den fälligen Strafstoß zum 3:1 für Hertha 06. Wilmersdorfs Teammanager Timo Szumnarski sah es positiv: „Es war ein hervorragender Test, um in der Liga weiter vorn mitspielen zu können. Für uns zählt die heutige Leistung mehr als ein Sieg.“

Christian Zschiedrich / Frank Toebs

Frank Toebs und Karl-Heinz Granitza. Foto: Sportick

BR Volleys: Das war schon recht ordentlich

Zum 4. Meisterschaftsspiel kam es im Berliner Volleyball-Tempel zum Aufeinandertreffen der BR Volleys gegen die SVG Lüneburg. Beide Vereine hatten 6 Punkte nach 3 Spielen. Beide hatten bis dahin ein Match verloren, die BR Volleys zum Saisonauftakt in Düren. Das läßt im Meisterschaftsverlauf reparieren.  Wichtig war der Ausgang im Pokal-Achtelfinale, erneut gegen SWD powervolleys Düren. Das einige Nerven gekostet. Eine Pokal-Niederlage wäre nicht reparabel.Die Berliner möchten wieder Pokalsieger werden.

Nach Sätzen lagen die Schützlinge von Trainer Luke Reynolds bereits 0:2 zurück. Sie holten trotzdem den Sieg. Es war der perfekte Start für den Franzosen Pierre Pujol, der übrigens als Nationalspieler mit Frankreich sogar einmal Europameister wurde. Er leitete im Pokal gegen Düren die Wende ein. Die darauf folgenden Meisterschaftsspiele am 18.10. und 1.11. wurden gewonnen, 3:1 gegen TSV Herrsching und 3:0 gegen TV Rottenburg. Tabellenführer ist, wie könnte es auch anders sein, der VfB Friedrichshafen, aktuell nach 4 Spielen mit 12 Punkten und 12:1 Sätzen.

Gegen Lüneburg begann das Team mit Aleksandar Okolic, Steven Marshall, Robert Kromm, Vigrass Graham, Sebastian Kühner, Paul Carroll – Libero Perry Luke im üblichen Wechselspiel. Pierre Pujol durfte sich zunächst die Aktionen wieder von draußen anschauen und die Mannschaft zeigte, dass sie auch ohne ihn punkten kann – den ersten Satz mit 25:20. Bis zur Mitte des ersten Satzes führten allerdings durchweg die Gäste. Die BR Volleys setzen sich dann mit 4 Zählern beruhigend bis 22:18 ab und brachten die 1:0 Satzführung erfolgreich ein.

Der 2. Satz ging mal wieder unnötig 25:27 verloren, obwohl die Hausherren bei 13:9 noch 4 Zähler vorne lagen. Lüneburg glich bei 16:16 aus und ging sogar erstmals in Führung. Mit einem erfolgreichen Dreierblock konnte mit 22:22 wieder Gleichstand erzielt werden. Den ersten Matchball wehrten die BR Volleys ab, 24:24. Den zweiten Matchball der Gäste ebenfalls, 25:25. Der dritte Matchball allerdings bescherte der SVG mit 27:25 den Satzgewinn und damit den 1:1 Satzausgleich.

Im 3. Satz sah es gar nicht gut für die Berliner aus. Anfangs gleich 0:3 Rückstand und die Drei-Punkte-Führung setze sich bis 11:14 fort. Nun wechselte Trainer Luke Reynolds wen ein ? Es kam Pierre Pujol und der Franzose glänzte mit hervorragenden Reflexen. Die BR Volleys gingen mit 17:16 in Führung, mussten zunächst den Ausgleich beim 19:19 hinnehmen. War ihnen die Aufholjagd zu leicht gefallen?  Wieder war es der Franzose, beim 21:19 und beim 22:20, der für die Punkte sorgte. Beim 24:20 verwandelten die Berliner den ersten Satzball zum 25:21, zur 2:1 Führung.

Im 4. Satz wurde die Gegenwehr von Lüneburg gebrochen. Der Hinweis ist wohl angebracht, das Team der Volleys zeigte, wozu es imstande ist. Umkämpft war, mit langem Ballwechsel, das 7:4. Danach lief es vor 4.387 Zuschauern wie am Schnürchen. Alexandar Okolic gelang sogar ein As  zum 20:10. Mit 25:14 ging der 4.Satz zugunsten der Berliner aus.

Die Trainer-Teams wählen aus jeder Mannschaft den wertvollsten Spieler:  Von den BR Volleys wurde die Nr.2 Steven Marshall gewählt.

Christian Zschiedrich

FC Viktoria 89 fliegt aus dem Pokal

Foto: Sportick

Drei von den vier Samstag-Spielen endeten mit der jeweiligen Vier-Tore-Differenz ganz eindeutig zugunsten des Klassehöheren und somit Favoriten in der 3. Pokalrunde des Berliner Pilsner-Pokals. Die Begegnung von SV Lichtenberg 47 (NOFV Oberliga Nord) gegen den FC Viktoria 89 (Regionalliga Nord) war hart umkämpft und wurde erst im Elfmeterschießen mit 5:4 zugunsten des Klassentieferen entschieden. Viktoria 89, 2014 Berliner Pokalsieger, ist in diesem Jahr frühzeitig ausgeschieden.

Der Berlin-Ligist DJL SW Neukölln wollte dem BFC Dynamo (Regionalliga) zu gern ein Bein stellen. Das erhoffte sich in Reihen der Neuköllner ein ehemaliger Nationalspieler im Stadion Britz Süd. So ging, mit der richtigen Einstellung,  Alianni Urgelles Montoya, 44facher kubanischer Nationalspieler in die Partie. Dynamo war gewarnt und nahm das Match in der 3. Runde ernst – Endergebnis 4:0 für den BFC.

Standesgemäß, ebenfalls 4:0, gewann der Berliner SC (Berlin-Liga) gegen GW Neukölln (Bezirksliga) und Regionalligist TSG Altglienicke fertigte in der Dörpfeldstraße die Spandauer Kickers (Berlin Liga) ebenfalls klar mit vier Toren Unterschied, mit 6:2 ab. 10 Begegnungen finden an diesem Sonntag noch statt, zwei erst am Mittwoch, 15.11.
Stern 1900 – FC Hertha 03 und TSV Rudow – SC Staaken.

Die Sonntagsspiele:
1.FC Novi Pazar 95 – SC Charlottenburg 10:9, n.E.
Frohnauer SC – Türkiyemspor 0:2
Eintracht Mahlsdorf – 1.FC Schöneberg 3:0
1.FC Lübars – SV Tasmania 0:2
SSC Teutonia – Füchse Berlin 2:4
1.FC Wilmersdorf – CFC Hertha 06 1:3
Anadoluspor – SC Union 06 4:1
Tennis Borussia – SV Empor 1:0 n.V.
FC Internationale – Club Italia 3:0
SpVgg. Hellas Nordwest – Berolina Stralau 1:5

Christian Zschiedrich

Rasenschach im Länderspiel England – Deutschland

Der Kommentar von Christian Zschiedrich Foto: Sportick

Also mich hat der Test nicht überzeugt. Ich hatte nicht einmal – wie viele Zuschauer im ehrwürdigen Wembley-Stadion – Freude an den selbstgefalteten Flugobjekten als Höhepunkte im Ländervergleich. Ich sehnte mich nach anderen Höhepunkten. Möglichst keine Fehler im Kombinationsspiel zu fabrizieren, genügt mir nicht. Mir fehlte mehr Zielstrebigkeit, mehr Zug zum Tor. Vor allem fehlten mir Abschlüsse mit vorausgehenden Torschüssen aus dem Hinterhalt. Ja, wo waren, wo blieben die Torschüsse aus der zweiten Reihe. Im ersten Durchgang registrierten wir drei deutsche Chancen, die nicht zu Toren führten, im zweiten Durchgang dominierten dann die Papierflieger – Langeweile. Ja, wie werden Spiele gewonnen? Großes Glück in der Nachspielzeit, dass die Partie nicht verloren ging. Aus fünf Meter den Ball über den Kasten zu hauen, ist auch eine Kunst. Gibt‘ s denn gar nichts Positives? Doch – mitunter sah der lange Ballbesitz und das technische Kombinieren gut aus – mitunter – aber daraus großartige Erkenntnisse zu ziehen – da halte ich es mit dem Bundestrainer und hoffe auf Dienstag in Köln gegen Frankreich. Ein Gegner, der qualitativ höher eingestuft wird, eine vielleicht entgegenkommende Spielstruktur hat und Fußballspielen mit Höhepunkten erlaubt.

Christian Zschiedrich

Füchse: Erste Heim- zweite Saisonniederlage:

Die Füchse hadern zu viel und bringen sich selbst um den verdienten Lohn. Sie haben So ihre zweite Saisonniederlage kassiert: Das Team von Trainer Velimir Petkovic unterlag der SG Flensburg-Handewitt zu Hause vor 8164 Fans mit 26:30 (13:14). Hängende Köpfe bei den Füchsen nach dem 26:30. Die Hauptstadthandballer hatten kurz vorher ihre zweite Saisonniederlage kassiert. Und das, obwohl sie einen hervorragenden Start hinlegten. Erik Schmidt, Jakov Gojun und Fabian Wiede brachten die Grün-Roten vor einer tollen Kulisse von 8164 Fans mit 3:0 in Führung (3.).

Doch die SG blieb dran, hatte es vor allem dem starken Keeper Andersson, der zwei wichtige Parade zeigte, und Holger Glandorf zu verdanken, dass es nach zehn Minuten beim 5:4 durch Mahé sehr knapp war. Zudem musste Schmidt in dieser Phase des Spiels für zwei Minuten auf die Bank. Wieder vollzählig legten die Berliner einen Zwischenspurt ein. Nach dem 6:5 durch Holger Glandorf sorgten Wiede, Lindberg und Fäth sorgten für das 9:5 (17.). Der Fuchsbau war außer Rand und Band als Gojun wenig später auf 10:6 (20.) stellte. Machulla rief seine Mannschaft bei einer Auszeit zusammen.

Für Flensburg standen nun Mogensen und der junge Jeppsson auf der Platte. Während sich die Berliner und auch das Publikum über einen nicht gegebenen Freiwurf gegen Fäth ärgerten, lief Steinhauser einen Gegenstoß und brachte sein Team auf zwei heran. Wanne und Toft Hansen machten wenig später das 12:11 und so zog auch Füchse-Coach Velimir Petkovic die Grüne Karte. Das nächste Tor erzielte jedoch Jeppson, der zum ersten Mal in dieser Partie beim 12:12 für den Ausgleich sorgte und auch nach dem Treffer von Nenadic das 13:13 nachlegte. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte Toft Hansen die SG dann sogar in Führung, mit 13:14 ging es in die Kabinen.

Füchse-Trainer Velimir Petkovic übte Kritik an seiner Mannschaft: „Wir haben zu sehr mit den Schiedsrichtern gehadert. Das ist unnötig und gegen so eine gute Mannschaft wie Flensburg tödlich.“  Im zweiten Durchgang war vor allem Andersson überragend und entschied das Keeper-Duell für sich. Am Ende stand eine 26:30-Niederlage zu Buche.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning: „Wir hätten dieses Spiel gewinnen können. Im zweiten Durchgang haben wir das Spiel auch auf der Torhüter-Position verloren. Andersson war weltklasse. Wir haben in der Abwehr viel probiert. In der zweiten Hälfte haben wir aber in viele Situationen nachgelassen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen.“ Und Petkovic ergänzt: „Es ist nicht schlimm, gegen Flensburg zu verlieren. Wir haben in den ersten 20 Minuten Top-Handball gezeigt. Das war phänomenal. Doch danach haben wir den Faden verloren.“

Die Füchse sind trotz der Pleite Spitzenreiter und spielen erst am Donnerstag, 16. November, wieder bei der GWD Minden (19 Uhr). Hanning: „Zu Hause haben wir in diesem Jahr noch Wetzlar, Melsungen und Magdeburg zu Hause – mal sehen wo wir dann stehen.“  Statistik: Heinevetter, Stochl – Wiede (3), Elisson (2), Vukovic, Struck, Gojun (2), Nenadic (3), Lindberg (4/3), Zachrisson (3), Fäth (2), Simak, Schmidt (5), Kopljar (1), Drux (1).

Quelle: Füchse Berlin

Vorschau – beste Voraussetzungen

ALBA schaffte in Bilbao den zweiten Auswärtssieg und hat damit bereits zur Halbzeit der Vorrunde Chancen die Top 16 des Eurocups zu erreichen. 94:86 (52:42) lautete das Ergebnis bei Retabet Bilbao. ALBA ist ungeschlagener Tabellenführer, nach fünf Spielen die Super-Bilanz von 4:1 Siegen. ALBA spielte, als hätte es den 70:80-Rückschlag vom Sonntag gegen den FC Bayern nicht gegeben. Zur Halbzeit ALBA 52:42. Nach der Pause drohte die Partie zu kippen, Bilbao kam auf 60:60 ran. Butterfield (drei Dreier) und zweimal Akeem Vargas brachten die Berliner wieder auf die Siegerstraße. Zweistellig punkteten zudem  Stefan Peno (12), Luke Sikma und Vargas (beide 11) zum glanzvollen 94:86. Weiter geht es aktuell im Meisterschafts-Programm:

ALBA gastiert am Samstag bei starken Bayreuthern

ALBA BERLIN setzt seine „Auswärtstournee“ fort. Nach dem 94:88 in Bilbao (EuroCup) treten die Berliner am Samstag (11. November, 20:30 Uhr, live auf  (Telekom Sport) im zweiten von vier Auswärtsspielen in Serie in Bayreuth an. Für ALBA (7:2 Siege) geht es darum, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. In der Tabelle jagen gleich drei Verfolger mit nur einem Sieg weniger  – darunter auch Bayreuth – das Team von Trainer Aito Garcia Reneses.

Aito Garcia Reneses (Cheftrainer ALBA BERLIN): „Nach unserem EuroCup-Auswärtsspiel am Mittwoch in Bilbao kommen wir vor unserer nächsten Auswärtsaufgabe in Bayreuth nur kurz nach Berlin. Hoffentlich können wir dort einen wieder gesunden Tim Schneider mitnehmen, denn ohne ihn und Niels waren wir auf der Position vier in Bilbao doch sehr dünn besetzt und mussten mehr improvisieren als uns lieb war. Bayreuth hat mich vor sieben Wochen bei unserem letzten Testspiel, das wir 73:77 verloren haben, sehr beeindruckt. Uns erwartet ein sehr schweres Spiel.“

Dass ALBA weiter auf den an der linken Hand verletzten Niels Giffey verzichten muss, macht die Aufgabe im Hexenkessel der Oberfrankenhalle am Samstag nicht einfacher. Aber auch die Bayreuther haben Personalsorgen, nachdem Ende Oktober Center Assem Marei – bis dahin mit 16,9 Punkten und 8,3 Rebounds pro Spiel der überragende Akteur im Team – mit einer Wadenverletzung für ca. acht Wochen ausgefallen ist.

Trainer Raoul Korner, der sein im Vorjahr erstmals in die Playoffs eingezogenes Team im Sommer nahezu komplett zusammen gehalten hatte, hat zwar mit dem bei ALBA groß gewordenen Nationalspieler Andreas Seiferth einen zweiten guten Center im Aufgebot. Gleichwohl entschied er sich für die Verpflichtung eines Ersatzmanns für Marei. US-Center Javon McCrea war bereits 2014/15 Teil des Bayreuther Aufgebots.

Auf der kleinen und großen Flügelposition bilden in dieser Saison wie schon im Vorjahr die beiden US-Amerikaner Nate Linhart und De’Mon Brooks das Rückgrat der Bayreuther Mannschaft. Während der Linkshänder Linhart als technisch versierter und spielintelligenter Allrounder auf der Position drei startet, zählt der athletische Brooks als guter Schütze und starker Rebounder zu den besten Power Forwards in der easyCredit BBL.

Neue Gesichter gab es im Sommer in Bayreuth nur im Backcourt, wo Trey Lewis (jetzt in Ulm) und Kyan Anderson (Pau/Frankreich) nach ihren starken Vorjahresleistungen nicht zu halten waren. Bislang ist es aber sowohl dem neuen Spielmacher James Robinson als auch dem gefährlichen Schützen Gabe York gut gelungen, die großen Fußstapfen auszufüllen. Beide sind die neuen Topscorer der Oberfranken.

ALBA-Bilanz gegen Medi Bayreuth: 11 Siege – 3 Niederlagen (in Bayreuth 4:3), alle Spiele in der BBL
Höchster Sieg: 92:53 am 18. Dezember 2011 in Berlin (BBL). Höchste Niederlage: 65:90 am 30. Dezember 2012 in Bayreuth (BBL)

Quelle: ALBA Berlin

Die NOFV Oberliga wird plötzlich interessant

Das liegt in erster Linie an zwei Charlottenburger Vereinen. Zum einen hat Tennis Borussia seit der Übernahme von Trainer Thomas Brdaric kein Spiel mehr verloren, die letzten beiden Spiele sogar wieder überzeugend gewonnen: 5:0 über Brieselang und 3:1 bei Hansa II in Rostock. Damit erreichten die Borussen jetzt 26 Punkte – wie Lichtenberg 47 und FC Hertha 03. Diese beide Vereine wurden auf Grund des besseren Torverhältnisses überholt – Tabellenzweiter ist TeBe! Der zweite Charlottenburger Verein, Hertha 06, überraschte ebenfalls mit zwei Siegen zum 12. und 13. Spieltag. Gegen den Malchower SV wurde 6:5 und bei Victoria in Seelow 3:1 gewonnen – weg von den Abstiegsplätzen – nunmehr Rang 14. Freude macht auch Aufsteiger SC Staaken, Tabellenplatz 7 und  19 Punkte. Es wurde ein weiterer Sieg eingefahren, 2:0 beim Malchower SV (am 13.Spieltag) und man höre und staune ein 5:1 über Mecklenburg Schwerin (am 12.Spieltag). Optik Rathenow bleibt unangefochtener Tabellenführer (jetzt 35. Punkte), dahinter – man traue seinen Augen nicht – der Reihe nach Tennis Borussia (2.), Lichtenberg 47 (3.), FC Hertha 03 (4.) Lichtenberg gewann mit  2:1 über den 1.FC Frankfurt/O. Die 47er hatten spielfrei am 13.Spieltag.  Sie bleiben weite oben – ebenso wie Hertha 03, leider nur 2:2 gegen Victoria Seelow sowie 2:0-Sieger in Brieselang.

Die Ansetzungen der Berliner Vereine für den kommenden 14. Spieltag, ab dem 17.11. – Freitagabend 20.00 Uhr TeBe – Anker Wismar, Samstag, 18.11., 13.30 Uhr, Lichtenberg 47 – FC Strausberg, Sonntag, 19.11., 13.30 Uhr, CFC Hertha 06 – GW Brieselang und SC Staaken – Victoria Seelow, um 14.00 Uhr FC Hertha 03 – Hansa Rostock II. Optik Rathenow ist spielfrei. Wichtig: An eigentlich spielfreien Sonntag, 12.11. kommt es zu einer vorgezogenen Begegnung, 14.00 Uhr, dem Berliner Derby FC Hertha 03 – SC Staaken.

Christian Zschiedrich

Regionalliga Nordost: Keine Berliner Mannschaft verlor

Altglienicke, Viktoria und der Berliner AK gewannen sogar. Das Berlin-Derby Hertha BSC II – BFC Dynamo endete vor 845 Zuschauern im Amateurstadion 0:0. Damit bleibt Dynamo auf den zweiten Tabellenplatz und Hertha hält den 14. Rang. Das ist leider der schlechteste Rang von den Berliner Vereinen. Am Sonntag, 19.11., 13.30 Uhr, kommt es im Poststadion zum nächsten Berliner Duell Berliner AK (6.) gegen Hertha BSC II. BAK gewann vor 1.107 Zuschauern gegen Chemie Leipzig (15.) durch Tore von Sindik (21.), Brügmann (23.) und Yildirim (89.) mit 3:0. Somit scheint das kleine Formtief überwunden zu sein. Dank eines  4:1-Sieges von Viktoria 89 über die TSG Neustrelitz kommen die Schützlinge von Thomas Herbst jetzt auf 21 Punkte und Platz 7. Allerdings müssen Victoria am nächsten Spieltag, Samstag, 18.11., 13.30 Uhr, zum bisher unangefochtenen Spitzenreiter und unbesiegten Pele Wollitz-Verein Energie Cottbus, 38 Punkte.

Dem Tabellenzweiten BFC Dynamo kommt mit dem 1.FC Lok  Leipzig (5.) eine zu erwartende großere Zuschauer-Einnahme, Sonntag, 19.11., 13.30 Uhr, ins Haus. Punktemäßig könnte Lok den BFC im Falle eines Gästesieges sogar einholen. Rein sportlich gesehen dürfte sich also nicht nur der Schatzmeister über die Begegnung freuen. Bleibt Aufsteiger Altglienicke, 18 Punkte, Tabellen-11. Durch Tore von Kahlert (45.) und Kroll (85.) fuhr die VSG einen 2:0-Heimsieg über Oberlausitz Neugersdorf ein, muss am 19.11.  13.30 in Neustrelitz (17.) beim Tabellenvorletzten (7 Punkte) antreten. Wie es zu handhaben ist – Viktoria 89 fragen.

Christian Zschiedrich

Füchse empfangen Flensburg am Donnerstag zum Liga-Kracher

„Mit einem Sieg können wir uns langfristig oben festsetzen!“ Spitzenspiel im Fuchsbau: die Berliner Handballer bitten am Donnerstag, 9. November, die SG Flensburg-Handewitt  zum heißen Tanz. „Das wird ein richtiges Spitzenspiel“, freut sich Trainer Velimir Petkovic. Nach dem strapaziösen Kilometer-Ritt war erstmal Regeneration angesagt. Petkovic gab seinen Jungs nach den beiden Auswärtssiegen am Donnerstag in Göppingen (38:32) und Sonntag in Lübbecke (29:21) einen Tag frei. 2000 Reise-Kilometer hatten die Berliner am Montagfrüh in den Knochen. Rechtsaußen Hans Lindberg gab zu: „Das war schon sehr anstrengend. Wir freuen uns jetzt aber, dass wir wieder ein Heimspiel haben. Dazu auch noch gegen Flensburg. Das ist für alle ein ganz besonderes Spiel.“

Das sieht auch Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning so: „Große Spiele sind nur mit großem Herz und großen Emotionen zu gewinnen – und natürlich auch mit unseren Zuschauern im Rücken. Wir freuen uns auf eine volle Halle!“ Nach den beiden Auswärtssiegen unter der Woche gehen die Hauptstadthandballer sind die Füchse am heutigen Dienstag mit viel Selbstvertrauen und als Tabellenführer in die Vorbereitung auf das Spitzenspiel gegangen. Hanning: „Wenn wir das Spiel gewinnen, können wir uns langfristig oben festsetzen.“ Und Petar Nenadic ergänzt: „Bei einem Sieg gegen Flensburg würden wir bis Februar ganz oben dabei sein!“

Gegen Flensburg-Handewitt waren die Berliner in der laufenden Runde bereits erfolgreich: im Pokal-Achtelfinale schlugen sie die SG auf dessen Parkett nach einer furiosen Leistung mit 29:26. Am Donnerstag wollen es die Füchse-Profis noch einmal machen! Petkovic: „Das war ein großartiges Spiel von meiner Mannschaft. Natürlich werden wir alles daran setzen, um auch in der Liga erfolgreich zu sein.“ Mit Blick auf die mäßige Leistung gegen Lübbecke sagt Petkovic aber auch: „Wir haben noch sehr viel Luft nach oben. Das haben wir am Sonntag in vielen Aktionen gesehen. Wir haben im Angriff zu viele Fehler gemacht. Das darf einem Spitzenreiter nicht passieren. Auf diesem Gebiet müssen wir uns noch entwickeln. Wir werden die Woche nutzen, um intensiv an uns zu arbeiten.“ Bis auf den langzeitverletzten Nacho Plaza Jimenez können die Berliner aus dem Vollen schöpfen.

Quelle: Füchse Berlin

Ausschnitte aus dem ersten Fußball-Lehrfilm – Nach Jahrzehnten das erste Mal zu sehen

Frank Toebs zeichnet für den Kurzfilm verantwortlich. Foto: Christian Zschiedrich

Ein Fundstück, das an Tageslicht muss:
Ein Fußball-Lehrfilm von 1934/35 überstand den Krieg vergraben in einem Pankower Garten. Ernst Fuhry, Angestellter des DFB (Deutscher Fußball Bund) und Sportpädagoge, drehte mit seiner Jugendgruppe „Spartaner“ unter ausschließlicher Verwendung von Eigenmitteln diesen ersten Fußball-Lehrfilm Deutschlands. Er nannte ihn „Technik“.
Nebenbei hatte Fuhry, um 1929 das DFB-Logo und Wappen, wie es in leicht veränderter Art bis heute bekannt ist, entworfen. Das Grüne, im Stil der Weimarer Zeit mit der gezackte Buchstabenkombination ist gemeint.
In historischen Bildern vom Reichssportfeld (Olympiastadion) und aus dem Poststadion sind in einem Kurzfilm von etwa 6 Minuten Länge Trainingsszenen und Hintergrundinformationen über diese „sonderbaren“ Fußballer zu sehen. Deren Ziel mit fußballerischen  Ausbildung für „Körper und Seele“ einmal Deutscher Meister zu werden, gelang nicht. 19 junge Männer kehrten nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr heim.
Alles blieb ein Traum.

Frank Toebs (freier Journalist) reizte es, die beiden Themen Fußball-Film in der Propaganda der NS-Zeit bei „Das große Spiel“ und Fußball als umfassende Ausbildung von Körper und Seele aus derselben Epoche nebeneinander zu stellen.

Zu sehen am Mittwoch, den 8. November, ab 18 Uhr im Babylon Kino (Mitte).

Erst zu sehen ist der Kurzfilm, anschließend der Spielfilm von 1942, „Das große Spiel“; mit René Deltgen, Gustav Knuth
und in kurzen Einblendungen Max Schmeling und Herthas „Hanne“ Sobek.
Als Gäste sind eingeladen: Bernd Sobeck, Karl-Heinz Granitza (früherer Hertha-Stürmer) und Frank Toebs (Regisseur des Kurzfilms „Die Spartaner“).

Christian Zschiedrich