Die Berlin-Liga hat einen neuen Tabellenführer

Und der heißt: SV Tasmania. Es bleibt beim Kopf an Kopf Rennen mit Sparta Lichtenberg, jetzt mit einem Punkt weniger (57 und 56). Sparta nahm die Hürde beim BFC Preussen mit 3:1. Der BFC Preussen steht damit (21 Punkte) auf einem der drei Abstiegsplätze. In Reichweite, mit nur einem Punkt mehr, steht der SC Charlottenburg. Die Tasmanen hatten ebenso ein Auswärtsspiel bei SD Croatia (jetzt Tabellen7. mit 37 Punkten). 1:0 ist auch gewonnen. Den Treffer markierte Robrecht in der 66. Minute vor 211 Zuschauern. Trainer Tim Jauser: „Das waren drei ganz wichtige Punkte“. Die Croaten müssen nun zum SC Charlottenburg ins Mommsenstadion.

Tasmania hat ein Heimspiel im Werner-Seelenbinder-Sportpark gegen die Spandauer Kickers. Die Partie Füchse Berlin – SC Charlottenburg wurde verlegt. Am Sonntag, 7. April kommt es zum Aufeinandertreffen des Aufstiegsaspiranten Sparta Lichtenberg gegen den Tabellenletzten Füchse Berlin. Die Füchse werden nicht freiwillig die Punkte an der Fischerstraße abgeben. Sie werden alles versuchen. Also, sowohl oben, wer steigt auf, als auch unten, wie heißen die drei Absteiger, geht es eng zu.

Am Heckerdamm geht es zwischen zwei türkischen Vereinen Berlin Türkspor (4.) – Türkiyemspor (10.) um nichts mehr. Wie kann man nur so etwas behaupten? Selbstverständlich geht es um drei Punkte. Türkspor ist der Favorit.

Christian Zschiedrich   

Tumulte im Abstiegsduell der Berlin-Liga

Woran kann es gelegen haben, was war der Funke der alles entzündete ? Gründe, wie die schwüle Witterung oder der Ramadan mit Verzicht auf Speisen und Trank sowie der damit verbundene Schlafentzug ließen sich zahlreiche anführen. Beim türkischen Derby zwischen Al-Dersimspor und Berlin Türkspor in der Verbandsliga hatten sich einige der etwa 140 Zuschauer und selbst Vorstandsmitglieder jedenfalls nicht unter Kontrolle. Nach einer Rangelei an der Außenlinie kam es nicht nur zu einer Gelb-Roten Karte und körperlichen Attacken, sondern zu einer fast halbstündigen Unterbrechung der Partie. Einige Besucher erzählten, dass sie soetwas erwartet hatten, andere waren nur entsetzt. Der Sport war der Verlierer an diesem Sonntag. Schiedsrichter Rasmus Jessen (Berolina Stralau), mit Erfahrung aus höheren Klassen, hatte aber beim 2:0-Erfolg der Gastgeber alles im Griff und das Spiel konnte durch seine Besonnenheit zu Ende geführt werden.

Torschützen: 1:0 Önder Senkaya (40.) und 2:0 Metin Aktürk (72.)

Zwischendurch blieb alles friedlich, denn die Zuschauer waren nicht im Käfig des Lilli-Henoch-Sportplatzes am Anhalter Bahnhof eingesperrt, sondern  hatten diesen verlassen müssen. Sie verfolgten das Spiel durch die Zaunmaschen. Das hatte natürlich großen Seltenheitswert, wobei das Wort Wert in diesem Zusammenhang nicht der richtige Ausdruck ist. Der UNparteiische hatte das zur Bedingung gemacht. Trotz der drei Punkte konnte sich der Gastgeber ein wenig Luft im Abstiegskampf verschaffen. Der Sieg war dem Spielverlauf nach kaum gefährdet. Türkspor hat an der Niederlage zu knabbern, muss im kommenden Spiel gegen gegen TSV Rudow auf zwei gesperrte Stammkräfte verzichten. Neben dem früh (34.) vom Platz gestellten Hassan Salhab hatte sich Stürmer Kemal Akar (89.) spuckend über den Platz bewegt. Er musste daher noch vor Abpfiff vom Feld.

Frank Toebs

Notarzt-Einsatz überschattet die Nachmittagspartie am Heckerdamm

Fotos: Frank Toebs

Croatia kann sich mit diesem etwas zu hoch ausgefallenen Sieg (5:0) auf einem vorderen Platz in der Berlin-Liga halten. Die Ex-Hellenen von Türkspor hielten dabei lange Zeit in einem mittelmäßigen Spiel gut dagegen. Den größten Aufreger gab es nach Einbruch der Dunkelheit und beginnendem Schneefall kurz vor dem Ende. Der stämmige Tarkan Korkmazyürek war beim wohl nicht ganz sauber herausgespielten dritten Treffer Croatias (82.) zusammengebrochen, musste sich übergeben und vom Notarzt versorgt werden. Was genau geschehen war, ließ sich nicht sofort klären. Kurz war Korkmazyürek aber auch nicht ansprechbar. Die Wiederaufnahme der Partie nach über zehn Minuten war nach den Regeln vorgeschrieben, aber unnötig. Türkspors verbliebene 9 Feldspieler hatten jedenfalls die Nase voll und auch jegliche Konzentration verloren. So konnte Onur Aktürk sich noch zweimal in die Torschützenliste eintragen. Bevor gar Schlimmeres geschehen konnte, pfff Schiedsrichter René Welzer nach dem fünften Treffer (90.+12) ab.

Foto: Frank Toebs

Frank Toebs