
Endlich mal wieder ein Heimlos im Pokal. Doch das nützte nichts. Hertha kommt über die 2. Hauptrunde einfach nicht hinaus. Der Tabellenletzte der Bundesliga zieht mit einem 3:1-Sieg in Berlin ins Achtelfinale ein. Und das keineswegs unverdient. Ich hätte mit meinem letzten Kommentar über den Stand der Dinge im Club gern Unrecht behalten. Leider wurde jeder Satz und jede Zeile nun auch gegen Köln bestätigt. Das Ausscheiden ihres Managers Jörg Schmadtke verunsicherte die Gäste keineswegs. Zoller (35.) und Maroh (43.) legten bis zur Halbzeitpause zwei Treffer – für die sonst angriffsschwachen Kölner – vor. Nur 33.459 Zuschauer wollten die Partie sehen. Die Spieler wurden mit einem Pfeifkonzert in die Kabine geschickt und zur 2. Halbzeit wieder so empfangen. Maier kam mit Beginn des zweiten Durchgangs für den angeschlagenen Lustenberger. In der 59. Minute vollzog Trainer Dardai einen Doppelwechsel. Ibisevic für Kalou und Duda für Pekarik. Fünf Minuten später erzielt Clemens (64.) das 0:3. Hertha gelang erst beim Stande von 0:3 ein Tor durch den Abwehrspieler Stark (69.) – bezeichnend – nach einem Eckball. Wenn Hertha trifft, dann meist nach Standards. Das Angriffsspiel ist beschämend, in der Liga erst 9 Tore. Dardai stellte taktisch um. In der Startelf bildeten Selke und Kalou eine Doppelspitze. Wie erwähnt, kam Vedad Ibiseviv in Halbzeit Zwei. Das Mannschaftsgefüge war ansonsten offensiv ausgerichtet. Nur was wurde daraus – Spiele, vor allem im Pokal werden, mit Toren entschieden, das Ergebnis: Pokal-Aus mit einer 1:3 Heimniederlage. Die Identifikation der Berliner mit dem Hauptstadtclub: So nicht!
Christian Zschiedrich
