Sieg im Eishockey und Niederlage im Fußball – Zwei Berliner Profi-Teams weilten am Dienstag fast zeitgleich im Kölner Raum um ihren Wettkampf zu absolvieren.
Der 1. FC Union versuchte – leider erfolglos – im Fußball DFB Pokal eine Runde weiterzukommen. Das Endergebnis in Leverkusen von 1 : 4 aus Sicht der Gäste spiegelt den Spielverlauf nicht ganz wieder. Die Halbzeitführung für die Leverkusener ging in Ordnung. Die Eisernen hatten mit Daniel Mesenhöler einen glänzend aufgelegten Torwart mitgebracht. Er hielt seine Mannschaft im Spiel und verhinderte einen höheren Rückstand zur Pause. Für Mesenhöler war es auch aus einem ganz anderen Grund ein besonderes Spiel. Er ist ganz in der Nähe des Leverkusener Stadions aufgewachsen. In der 2. Halbzeit erreichten die Eisernen Gleichwertigkeit. Dennis Daube traf in der 46. Minute zum 1:1. Leider traf in der 58. Minute Lucas Alario zum 2:1 für Leverkusen. Geld schießt manchmal doch Tore, 19 Millionen soll der Argentinier gekostet haben. Mit diesen Geld dürfte der gesamte Union-Kader für eine Saison bezahlt sein. Schade, dass Damir Kreilach mit seinem Freistoß scheiterte. Ein umstrittener Elfmeter brachte den Favoriten auf die Siegerstraße. „Die Meinung zum Elfmeter hatte der Schiedsrichter exklusiv, nach dem 3 :1 war dann aber alles klar,“ so äußerte sich Unions Trainer Jens Keller nach dem Spiel. Ein verwandelter Freistoß in der Nachspielzeit brachte Tor Nummer 4 für Leverkusen. Die Eisernen verabschiedeten sich sehr anständig aus dem Pokal und vielleicht spielen sie ja im nächsten Jahr auch um Punkte gegen Leverkusen.
Um 18:30 Uhr begann das Spiel in Leverkusen in der Bayarena direkt an der Autobahn A1 gelegen, eine Stunde später erfolgte, etwa 24 Fahrminuten entfernt, in der Lanxess-Arena der Eröffnungsbully in der Eishockeypartie zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin. Innerhalb von 5 Tagen hatten die Eisbären das dritte Spitzenteam der Liga vor der Brust. In Nürnberg wurde immerhin ein Punkt geholt, gegen München wurden es deren zwei und in Köln wurde weiter gesteigert. Nach 60 regulären Spielminuten hieß es 4 : 2 für die Hauptstädter, die damit den Kontrahenten vom Rhein bereits zum zweiten Mal in dieser Saison bezwingen konnten. Beide Teams haben mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Bei den Eisbären fehlten André Rankel, Nick Petersen, Louis-Marc Aubry und Constantin Braun. Es spielten wieder die selben Reihen, wie am vergangenen Sonntag. Petri Vehanen zeigte im Tor erneut eine Weltklasseleistung und hielt erneut eigentlich unhaltbare Schüsse. Es läuft so richtig gut bei den Eisbären. Alle Neuzugänge erwiesen sich bisher als Volltreffer. Für eine Nacht haben die Eisbären wieder die Tabellenführung erobert. Ihre Auswärtsstärke beeindruckt, 8 Spiele haben sie bisher in der Fremde ausgetragen und davon 5 gewonnen. Die dabei erreichte Ausbeute von 17 Punkten stellt aktuell den besten Wert der Liga dar.
Hans-Peter Becker
