Hertha braucht jetzt jegliche Unterstützung

Noch kann Berlins Bundesligist gerettet werden, doch die Lage ist bitterernst. Die Enttäuschung über den selbsternannten Big City-Club kann nach der Horror-Woche hör- und lesbar kaum schlimmer sein. Nicht nur für die eigenen Fans sind die Leistungen und das Auftreten nicht nachvollziehbar, der Image-Verlust ist enorm groß. Wo stünde denn der Hauptstadtclub, wenn Lars Windhorst nicht als großzügiger Sponsor eingetreten wäre?

Selbst die eigenen treuen Mitglieder sind Hertha momentan leid. Einige Ultras stürmten vor dem Bayern-Spiel ein nicht öffentliches Training und wollten dabei einige Spieler zur Rede stellen. Es sollen, wie erst jetzt bekannt wurde, etwa 80 Anhänger aus der organisierten Fanszene gewesen sein. Das sind alles keine guten Nachrichten.

Das 1:4 gegen die Bayern war noch „schmeichelhaft“. Die Pokalschmach im Derby gegen Union und die vorangegangene 1:3-Pleite gegen Köln, da werden böse Erinnerungen wach. Die Kommentare in der Presse. „Chancenlos“ ist zwar treffend, aber noch milde ausgedrückt. „Harmlos“, keine Spielidee, ständig wechselnde Startaufstellungen, wo soll das hinführen.

Geht die Partie gegen den VfL Bochum auch verloren, kommen die Sehnsüchte nach Pal Dardai und Bruno Labbadia hoch. Zwei Trainer von insgesamt 12 in den letzten 10 Jahren. Die Chemie zwischen Fredi Bobic und Pal Dardai stimmte nicht mehr oder noch nie so richtig, geholt wurde Korkut, ein anderer Trainertyp. Intern wird gemunkelt, nachzulesen in einer großen deutschen Sport-Illustrierten, dass es einige Profis geben soll, die den Trainer nicht ernst nehmen.

Beim Aufsteiger VfL Bochum werden Herthas Akteure erneut erfahren, was Kämpfen heißt. Auf dem Papier ist Hertha natürlich auf jeder Position stärker besetzt, es fehlte bisher an Geschlossenheit, zu viele Gegentore wurden bereits in der Anfangsphase kassiert, so konnte ein eigener Matchplan zu selten realisiert werden.

Bleibt Hertha nach dem 21. Spieltag weiter bei 22 Punkten stehen? Ich wünschte, es käme anders. Man könnte sich etwas vom Druck befreien, zumal anschließend der nächste Aufsteiger auf dem Plan steht. Gegen Schlusslicht Fürth, zuletzt mit aufsteigender Formkurve, ist auch noch nicht gewonnen. So ist die Frage berechtigt: Gehört Hertha wirklich noch in die Bundesliga? Warten wir die nächsten Spiele ab, sie sind ein Wahrsager, es muss gepunktet werden.

Letztendlich stehen noch einige Getreue zu ihrer Hertha und drücken dem Club die Daumen. Das ist nach Lage der Dinge mehr denn je nötig. Dass Berlin einen zweiten erfolgreichen Bundesliga-Club hat, ist kein Trost, es tut den Herthanern sogar im Herzen weh.

Christian Zschiedrich

Hertha BSC im Abstiegskampf

Das Positive, Abstiegskampf ist spannender als Mittelfeldgeplänkel, das Negative, die Gefahr abzusteigen. Hertha hat nach 19 Spielen 22 Punkte und rangiert momentan auf Platz 13. Erfahrungsgemäß spielt Hertha gegen namhafte Gegner erstaunlich gut, vor allem, wenn dadurch die Spieler im Blickpunkt stehen und das Match mehr als üblich großes Interesse hat. Insofern braucht man sich keine Gedanken machen, wie Hertha am Sonntag gegen Bayern München zu Werke gehen wird. Garantiert viel besser als gegen Union. Da begann Hertha, als wenn es um nichts gehen würde. Macht nur weiter so. Ihr werdet schon sehen, wohin das führt.

Chefredakteur Christian Zschiedrich kommentiert

Wer gegen Union erst erstmal einem Rückstand hinterherlaufen muss, hat es schwer. Union hat folgerichtig 31 Punkte nach 19 Spielen und könnte, auch wenn es Cheftrainer Urs Fischer nicht hören will, wieder im internationalen Geschäft, Kurs Europa, mitmischen. Momentan ist es, trotz zwangsweiser Umstellungen auf fünf Positionen, ein Kurs auf die Champions-League. Das kommende Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach verspricht Spannung, weil die Borussen unbedingt gewinnen wollen, sogar müssen, stehen enttäuschend punktgleich mit Hertha auf einem Platz im unteren Tabellendrittel.

Hertha hat das nächste Heimspiel gegen Bayern München auszutragen. Vielleicht gut gespielt, aber gewinnen, da steht ein großes Fragezeichen. Im Fußball ist zwar vieles möglich, nur in dieser Saison wohl kein Sieg über die Bayern. Bayern hat mehr als das Doppelte an Punkten geholt, es sind bisher 46, dazu ein Torverhältnis von 61:18, Hertha BSC kann lediglich 21 Tore verweisen. Hertha kann wohl nur beten, dass der VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld nicht zu nahe kommen. Für mich steht bereits fest, Hertha wird der große Verlierer in dieser Woche der Wahrheit sein.  

Christian Zschiedrich

Hertha lehrt Dortmund das Fürchten

Nach dem 0:4 gegen Mainz 05 und der schwankenden Leistungen wegen, gaben viele Berliner keinen Pfifferling mehr auf Hertha BSC gegen Borussia Dortmund. Bielefeld hatte tags zuvor in Leipzig 2:0 gewonnen und damit Hertha in der Tabelle überholt. Sogar eingefleischte Herthaner rechneten: Wenn Hertha bei 18 Punkten nach der Hinrunde bleibt und genauso viele in der Rückrunde holt, dann käme Hertha am Ende auf 36 Punkte. Damit sind aber schon viele Vereine abgestiegen. Um sicher zu gehen, benötigt man zum Klassenerhalt erfahrungsgemäß 40 Punkte. Entsprechend dieser Hochrechnung hätte Hertha schließlich 42 Punkte und bliebe in der Bundesliga. Dem Geld und der eigenen Ansprüche nach keinesfalls das Gelbe vom Ei, aber immerhin…

Kommentar Chefredakteur Christian Zschiedrich Foto: © Sportick

Der 17. Spieltag bescherte den Berliner Clubs, wer hätte das gedacht, sechs Punkte. Der 1. FC Union gewann auswärts in Bochum, keineswegs etwa einfach, 1:0 und sicherte sich mit den letzten drei gleich 27 Punkte, Hertha BSC kommt auf 21 Punkte und damit auf Tabellenplatz 11. Union muss zum Rückrundenauftakt nach Leverkusen und Hertha hat am Sonntag, 09. Januar 2022 gleich wieder ein Heimspiel, empfängt um 15.30 Uhr den 1. FC Köln. Die Kölner müssen sich warm anziehen, wenn Hertha mit der Einstellung über 90 Minuten und Nachspielzeit wie gegen Dortmund spielt. Aber Moment mal, die Kölner können doch auch leidenschaftlich kämpfen. Weshalb jedoch wurde der 3:2-Sieg der alten Dame über Dortmund überhaupt möglich? Trotz des Pausen-Rückstandes und obwohl  Hertha-Trainer Tayfun Korkut nach der Blamage in Mainz einige Ausfälle ausgerechnet gegen die Borussen zu verkraften hatte.    

Jeder der Zuschauer sah von der ersten Minute an, wie sich Hertha gegen die Umstände und einer im Grunde überlegenen Mannschaft stemmte. Mit solch einer Körpersprache war Hertha bisher nicht aufgelaufen. Geradezu bissig und aggressiv wurde um jeden Ball und jeden Zentimeter Boden gekämpft. Zweikämpfe wurden nicht nur angenommen, sondern sogar gesucht – mit großem  Durchsetzungsvermögen und starkem Willen in den Duellen. Natürlich liefen die Herthaner gegen Ende auf dem Zahnfleisch. Doch die Willenskraft  erlahmte nicht. Welch großartiges Laufvermögen. Da war doch tatsächlich einer für den anderen Mitspieler da und in der Regel Sekunden vor den Dortmundern am Ball. Lobenswert wie die Lücken geschlossen und wie zielstrebig Konter gefahren wurden. Der Ball wurde nie aus den Augen gelassen und der Gegner auch nicht. Keiner verkroch sich. Der Ball wurde sogar leidenschaftlich gefordert. Imponierend das Nachsetzen und Abwehrverhalten der Stürmer. Na bitte, Hertha kann’s doch!  Ab jetzt weiß Hertha, was Geschlossenheit im Mannschaftsspiel  bedeutet. Arme Kölner!

Christian Zschiedrich

Hertha BSC: Der vorweihnachtliche Schuss kann auch nach hinten losgehen

In Fredi Bobic habe ich großes Vertrauen. Empfand es auch als angenehm, wie er sich bei Verbal-Angriffen vor Trainer Pal Dardai stellte. Dennoch kann meiner Meinung nach die Entlassung des verdienstvollen Coaches und die Neuverpflichtung von Taifun Korkut nach hinten losgehen. Dann brennt aber die Hütte gewaltiger denn je. Ein Grund, einmal das Für und Wider etwas näher zu beleuchten.

Wie Pal Dardai hat auch Taifun Korkut bewiesen, eine Mannschaft vor dem Abstieg retten zu können. Zwar nicht ganz so oft wie Dardai und nicht so kontinuierlich. Tayfun und Fredi kennen sich aus gemeinsamen Zeiten in Stuttgart. Fredi Bobic ist als von Korkut überzeugt, dass er eine Mannschaft führen kann. Diesbezüglich hat Pal Dardai aber auch seine Visitenkarte in Berlin abgegeben. Beim Retter Dardai kommt hinzu, Nachwuchsspieler ins Profi-Geschäft führen zu können.

Nach Lage der Dinge konnte Dardai immer wieder nur reagieren und selbst wenig agieren. Der Vorwurf, dass es in der Entwicklung der Mannschaft nicht weiter voranging, hat für fast jeden erkennbar andere Gründe.

Ich fand übrigens auch Bruno Labbadia recht zukunftsträchtig. Die vielen Trainer in kurzer Zeit sprechen nicht für Hertha. Vielleicht fühlen sich die Bosse in Sachen Dardai sicher, dass er ja sofort wieder in der Bundesliga tätig werden könnte, wenn es mit dem Neuen nicht klappt. Gentleman Dardai hatte sogar mehrere Angebote anderer Bundesligavereine bisher immer abgelehnt. Bei aller Verbundenheit zu Hertha, es könnte ja auch einmal anders laufen – nach dem Motto: Jetzt habe ich die Schnauze voll! Ich lasse mich doch nicht immer wieder demütigen.

Lieber Pal, wenn du nach außen lächelst und sagst, dann gehe ich zu meiner Jugend zurück, könnte es im Innern ganz anders aussehen. Nicht einmal, weil es zwischen einem Jugend-Trainer-Gehalt und dem in der Bundesliga einen großen Unterschied gibt, sondern weil in der Seele etwas einfach wehtun muss, wenn man ein Scheitern begründet, er konnte der Mannschaft keine Impulse in Richtung Zukunft mehr geben. Welch großartiges Zeugnis ist das? Geht’s überhaupt schlimmer?

Nun, die Zeit von Korkut in Stuttgart war nicht von Dauer- sogar wesentlich kürzer. Jetzt steht er vom ersten Tag an unter enormen Druck. Es helfen nur Ergebnisse. Natürlich drücke ich ihm die Daumen. Unvorstellbar, für die Zukunft von Hertha, wenn das schiefgeht. Zum Glück hat Hertha das Geld von Investor Lars Windhorst (374 Mill.) bereits vereinnahmt. Die Nachricht vom Termin, 14.12., über die Insolvenz-Entscheidung seiner Tennor Holding B.V. (Aktenzeichen 34355195) passt zu den aktuellen Problemen der aktuellen Nummer Zwei in Berlin. Da kann es ein Hauen und Stechen geben.

Christian Zschiedrich

Der BFC Dynamo geht als Spitzenreiter ins Topspiel gegen den Berliner AK 07

Am Dienstag, 30.11.2021, heißt die Begegnung im Poststadion, ab 19 Uhr, Berliner AK 07 – BFC Dynamo. Es spielt der Erste gegen den Zweiten der Tabelle in der Regionalliga Nordost.

Der 19. Spieltag hatte es in sich, bescherte einen Wechsel in der Tabellenführung, der BAK 07 verlor gegen Optik in Rathenow, dem Tabellensiebzehnten mit 1:3. Der BFC Dynamo gewann das Derby gegen die VSG Altglienicke mit 2:0. Nur eine Partie fiel aus, FSV Luckenwalde – 1. FC Lok Leipzig. Drei Nachholspiele konnten stattfinden, die Tabelle ist fast wieder begradigt. Energie Cottbus und Carl Zeiss Jena holten zwei Siege. Cottbus gewann in Leipzig gegen Chemie mit 2:1 und das Nachholspiel bei Lichtenberg 47 gar mit 4:0. Carl Zeiss Jena siegte 4:1 gegen Union Fürstenwalde und 2:1 im Nachholspiel gegen VfB Auerbach.

Die Tabelle sieht für die Berliner Vereine gut aus. An der Spitze, wie eingangs erwähnt der BFC Dynamo mit aktuell 42 Punkten, gefolgt vom Berliner AK 07 mit nur einem Punkt weniger. Energie Cottbus ist Dritter mit 38 Punkten und einem Spiel mehr als der BFC und der BAK. Auf Platz Sechs die VSG Altglienicke mit 35 Punkten. Sollte im Spitzenspiel im Poststadion der BAK 07 gewinnen, gäbe es wieder einen Wechsel an der Spitze.

Nicht unerwähnt bleiben soll der 4:2-Sieg von Hertha BSC II über den FC Eilenburg und welche positive Entwicklung Tennis Borussia in der Regionalliga gerade nimmt. In Auerbach wurde 4:0 gewonnen. Damit rangiert TeBe mit 30 Punkten auf Platz 9 der Tabelle. Am nächsten Spieltag, Sonntag, 5.12., ab13 Uhr im Mommsenstadion, steht das Heimspiel gegen den Chemnitzer FC an.

Der BAK 07 reist bereits am Freitag, 3.12. zum erstarkten FC Carl Zeiss Jena. Einen Tag darauf spielt der BFC Dynamo im Sportforum, 16 Uhr, gegen den 1.FC Lok Leipzig. Alle hoffen, dass die Corona-Lage keinen Strich durch die Rechnung machen wird.

Christian Zschiedrich  

Gipfeltreffen am Dienstag-Abend: Herbstmeister ist der BFC Dynasmo.

Berliner AK 07 – BFC Dynamo 1:3 (1:1)

Trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen?

Derbys haben wie Pokalspiele ihren besonderen Reiz. So geschehen am 12. Spieltag im Nord-Derby in der höchsten Berliner Spielklasse, Frohnauer SC gegen die Füchse Berlin, der Vierte gegen den Tabellenführer auf dem Poloplatz in Frohnau. Nach 9 Spieltagen kämpften sich die Schützlinge von Guido Perschk auf Rang Vier mit jetzt 20 Punkten vor. Füchse-Coach Ümit Ergidi war mit dem Unentschieden 1:1 am Ende doch versöhnlich gestimmt, denn es war ein ansehnliches Kampfspiel, das erste Remis nach elf Spielen und die Tabellenführung mit 28 Punkten lässt sich sehen. Der Frohnauer SC hat ein Spiel weniger ausgetragen und rangiert mit 21 Punkten auf Platz Fünf.

Der Berliner SC gewann 2:0 gegen Fortuna Biesdorf, TuS Makkabi holte im Mommsenstadion drei Punkte, siegte 1:0 gegen den SC Charlottenburg. Sparta Lichtenberg siegte 1:0 bei SV Empor. In der Spitzengruppe bleibt alles dicht beisammen. 

Nun steht, trotz Corona, wieder eine englische Woche an: Am Mittwoch, 03.11.21, hat der Spitzenreiter Füchse Berlin ein Heimspiel, 19.30 Uhr, Wackerplatz, Kienhorststraße, gegen den zuvor spielfreien und ausgeruhten 1.FC Novi Pazar aktuell auf Abstiegsrang 17 mit lediglich 5 Punkten.  Am Sonntag, 7.11 kommt Croatia zum Tabellenführer auf den Wackerplatz.

Sparta Lichtenberg muss am Mittwoch, 3.11. an der Fischerstraße, gegen Hilalspor ran. Am Sonntag, 7.11. muss der Frohnauer SC in die Fischerstraße. Sparta hat zwei Heimspiele hintereinander.  

TuS Makkabi muss am Mittwoch, 3.11 nach Rudow und empfängt am folgenden Sonntag, 7.11. Stern Marienfelde. Der Berliner SC spielt am Donnerstag, 4.11. 19.30 Uhr, in der Cantianstraße beim SV Empor und am Sonntag, in der Sömmeringstraße bei Brandenburg 03. Trennt sich nach dem 14. Spieltag die Spreu vom Weizen?  

Christian Zschiedrich

Lichtenberg 47 schlägt den 1. FC Lok in Leipzig

2.470 Zahlende sahen den  3:1-Sieg einer effizienten Berliner Mannschaft, die zwar die erste Halbzeit mit 0:1 durch einen Treffer von Ziane verlor, den zweiten Durchgang trotz vieler Chancen der Platzherren deutlich nach drei Treffern gewann. Schöps glich zum 1:1 (61.) aus, Ihbe markierte das 2:1 (84.) und Gözüsirin machte in der 87. Minute mit dem 3:1 alles klar für die Lichtenberger. Schade, dass die 47er ihr Heimspiel, die Nachholepartie zuvor gegen den VfB Auerbach nur 1:1 gestalten konnten. Ein frühes Tor durch Gözüsirin, die knappe Führung hatte nur bis zur Nachspielzeit Bestand. Brejcha erzielte in der 91. das 1:1 und die Gäste nahmen einen Punkt mit. Aktuell sind die Lichtenberger auf Platz 12. mit 18 Punkten, einen Platz vor Hertha BSC II. Das Berlin-Derby zwischen der VSG Altglienicke und Hertha II gewann Hertha als Gast im eigenen Stadion mit 3:1. Altglienicke hat nach 16 Spielen 29 Punkte und ist Tabellen-Sechster. Da Carl-Zeiss Jena das Nachholspiel gegen Energie Cottbus mit 0:1 verlor, bauten der Berliner AK und BFC Dynamo mit ihren Siegen die Führung aus.

Wer noch vor Beginn der Saison geglaubt hatte, TeBe wird die Klasse nicht halten können, der darf sich jetzt wundern. Tennis Borussia nimmt mit beachtlichen 20 Punkten (nach 15 Spielen) den 11. Rang vor Lichtenberg und Hertha BSC ein. TeBe hatte ebenfalls Nachholbedarf und schaffte einen Sieg, 2:0 über Halberstadt und musste mit 0:1 im Derby gegen den BFC Dynamo nur eine knappe Niederlage vor 1.505 Zuschauern im Mommsenstadion hinnehmen. Den Siegtreffer erzielte Beck bereits in der 13. Spielminute. Das Tabellenbild soll sich weiter begradigen. TeBe hat erneut eine englische Woche. Am Mittwoch, 3. November heißt es im Mommse, ab 19.00 Uhr, Tennis Borussia – SV Tasmania. Bereits tags zuvor am Dienstag, ebenfalls 19.00 Uhr, kommt es im Amateurstadion zu einem weiteren Berlin-Derby zwischen Hertha BSC II und dem Tabellenführer BAK 07. Der Berliner AK siegte zuletzt mit 3:0 gegen Chemie Leipzig und führt mit 37 Punkten die Tabelle vor dem BFC Dynamo an. Der BAK 07 tritt am Samstag, 6. November im Werner-Seelenbinder-Stadion in Luckenwalde an.

Christian Zschiedrich

Tasmania schlägt Energie Cottbus

Energie Cottbus hat unter Pele Wollitz den Wiederaufstieg zum Ziel, zumindest mittelfristig. Ja, dann darf man aber nicht beim Aufsteiger SV Tasmania mit 1:2 verlieren. Mit dem Heimsieg klettert Tasmania mit nunmehr 14 Punkten nach 14 Spielen aus der Gefahrenzone und überholt auf Platz 14 sogar mit einem Zähler Hertha BSC II (Platz 15 würde am Saisonende Relegation bedeuten).

Aus Berliner Sicht sind noch weitere Komplimente zu verteilen und Siege zu vermelden. Tennis Borussia holt sich mit 1:0 im Auswärtsspiel beim FSV Luckenwalde drei Punkte, kommt mit 17 Punkten aktuell auf Rang 11. Lichtenberg 47 lässt „zu Hause“ gegen VSG Altglienicke mit dem 3:0 nichts anbrennen.  Altglienicke rutscht mit 30 Punkten auf Platz 5 ab. Lichtenberg ist 13. punktgleich mit Tasmania.

Schauen wir in der Tabelle nach oben, hurra, trotz des Spielausfalls bei Hertha BSC II bleibt BAK 07 Tabellenführer und der BFC Dynamo ist dank des 5:0-Sieges gegen den VfB Auerbach Zweiter, sitzt den Berliner Athleten  mit 33 Punkten, einen Zähler nur weniger, weiter im Nacken. Das Aufbegehren der Underdogs und der Kampf an der Spitze machen die Liga interessant. Zu Hertha BSC II: Sechs Akteure der U23 wurden zu Beginn der letzten Woche positiv auf Corona getestet.

Christian Zschiedrich. Foto: Sportick

Der Blick voraus auf den 16. Spieltag, zwei interessante Berlin-Derbys stehen an. Die VSG Altglienicke empfängt am Freitag, 29.10., um 19.00 Uhr, Amateurstadion, Hertha BSC II zum „Auswärtsspiel“. Zur gleichen Zeit ist im Poststadion die Partie des Tabellenführers Berliner AK gegen den Zehnten Chemie Leipzig zu Gange.

Am Sonntag, 31.10. bereits 13.00 Uhr, dann das zweite Derby im Mommsenstadion zwischen Tennis Borussia und dem BFC Dynamo.

Eine englische Woche folgt für TeBe und Tasmania, bereits am Mittwoch, 3.11. unter Flutlicht im Mommsenstadion, treffen beide aufeinander.

Hier die Ergebnisse von drei verlegten Paarungen vom Mittwoch, 27.10.21. Energie Cottbus hat die Niederlage gegen Tasmania offenbar gut weggesteckt und holte auswärts in Jena drei Punkte mit dem 1:0, das goldene Tor erzielte Tobias Eisenhuth in der 70. Minute. TeBe gewann das Nachholespiel im Mommsenstadion gegen Germania Halberstadt mit 2:0 und Lichtenberg 47 trennte sich vom VfB Auerbach mit 1:1.

Christian Zschiedrich

Da schau her – die Füchse Berlin sind Tabellenführer

Sparta Lichtenberg und Makkabi trennten sich Unentschieden 2:2. Die Füchse aber gewannen 2:1 gegen TSV Rudow, wenn auch der Siegtreffer spät, erst in der vierten Minute der Nachspielzeit fiel. So werden Spiele von entschlossenen Teams entschieden. Erst lief es gar nicht bei den Platzherren. Rudow ging sogar in der 30. Minute durch Günaydin in Führung und es war ein hartes Stück Arbeit, die Partie zu drehen. In der 39. Minute gelang Sentürk mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze der  1:1  Ausgleich. Den Siegtreffer erzielte Starstürmer Caner Özcin, der zunächst, nach seinem Kurzurlaub eine Stunde lang auf der Bank schmorte. Der Joker stach spät und wurde im Füchse-Jubel fast erdrückt. Ihm gelang es, vom eigenen Torwart bedient, mit einem Heber den Gäste-Keeper zu überwinden.

Christian Zschiedrich Foto: Headlight Pictures

Beachtlich, die Füchse haben die wenigsten Tore, nur deren fünf, kassiert. Mit 24 erzielten Treffern stehen sie mit 24 Punkten aktuell ganz oben in der Tabelle. Der Siegtreffer wurde wie die Meisterschaft gefeiert. Erstaunlich, denn in der letzten Saison brachten es die Füchse fertig, mit Ach und Krach dem Abstieg zu entrinnen. Jetzt könnte es wieder aufwärtsgehen. Im kommenden Auswärtsspiel am Sonntag, 24.10., geht es im Willi-Kressmann-Stadion gegen Hilalspor, dem Neunten der Tabelle. Sie haben ihr Auswärtsspiel beim BSV Al-Dersimspor mit 0:2 verloren.

Im Pokal ist so einiges möglich. Wer traute den Nordberlinern zu, den Titelverteidiger BFC Dynamo aus dem Pokal zu schmeißen. Dynamo war Spitzenreiter in der Regionalliga Nordost, zwei Klassen höher. Diesen Platz nimmt jetzt der Berliner AK 07 ein und dieses Schwergewicht wird am zweiten  November-Wochenende, der Gegner der „favorisierten“ Füchse im Achtelfinale sein. Folgt da etwa die nächste große Überraschung im AOK-Landespokal? Den gewannen die Füchse nämlich schon einmal. Was dagegen spricht, der Berliner AK ist in den letzten Wochen so richtig in Schwung gekommen und kennt das Pokalgeschäft, schaffte es in der letzten Saison bis in das Finale.

Das Niveau in der Berlin-Liga ist beachtenswert. Was die Zuschauerzahlen betrifft, da hoffen die Vereine wieder auf steigendes Interesse, nach der letzten ausgefallenen Saison. Die pandemische Lage hält leider weiter an und macht es für die Vereine nicht einfacher.

Christian Zschiedrich

Da darf sich keiner zu sicher fühlen…

„Schlecht gespielt und doch gewonnen“, so meint CFC-Trainer Volkan Uluc von der Leistung seines Teams angesäuert, in der Beurteilung alles andere, nur nicht lobenswert. Drei der Berliner Spitzenvereine verärgerten diesmal ihre Trainer. Hertha 03 verlor in dieser Saison doch so ambitioniert, mit 1:3 in Schwerin. Trainer Robert Schröder schlug sich der vielen vergebenen Torchancen wegen die Hände über den Kopf zusammen. So wird das nichts, wenn Torchancen nicht konsequent genutzt  und konzentriert zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Von Peinlichkeiten war in Staaken die Rede. In Halbzeit zwei ließ der SC Staaken die in Unterzahl agierenden Gäste aus Torgelow zum Ausgleich und damit zum 1:1 Endstand kommen. Staakens Trainer Jeffry Seitz bemängelte die Einstellung seiner Spieler und kündigte demzufolge eine härtere Gangart im Training an.

Foto: Headlight Pictures

Stern 1900 war spielfrei und ziert nun mit lediglich drei Punkten das Ende der Oberliga-Tabelle. weil Brandenburg Süd unerwartet 2:1 in Ludwigsfelde siegte. Eintracht Mahlsdorf, jetzt 13., ließ beim 1:2 in Neustrelitz die Punkte liegen. Erfreulich dagegen, Blau-Weiß 90 beim 4:0-Sieg in Stendal. Blau-Weiß schoss sich damit mit 19 Punkten nach dem 9. Spieltag auf Tabellenplatz zwei. Auf folgenden drei Plätzen stehen Berliner Vereine. Platz 4, 5 und 6 CFC Hertha 06(17 P.), FC Hertha 03(16 P.) und SC Staaken (15 Punkte).

Bereits am Freitag, 22.10. kommt es im Ernst-Reuter-Stadion zum Duell Fünfter gegen Vierter, Hertha 03 – Hertha 06. Blau-Weiß 90 muss einen Tag später beim Torgelower FC Greif ran. Schließlich spielt am Sonntag, 24.10. der Letzte gegen den Ersten, Stern 1900 – Rostocker FC heißt die Paarung an der Kreuznacher Straße. Ebenfalls am Sonntag hat der SC Staaken sein Heimspiel gegen Mecklenburg Schwerin. Eintracht Mahlsdorf ist spielfrei.

Christian Zschiedrich