Füchse Berlin, eine enge Geschichte

Den Krimi an einem Donnerstagabend im Fuchsbau konnte das Team  von Trainer Velimir Petkovic erfolgreich gestalten. Durch einen 29:28(16:14) – Erfolg gegen die TSV Hannover-Burgdorf feiern die Füchse ihren zweiten Saisonsieg. Mattias Zachrisson war mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze der Hausherren. Es war von Beginn an das ausgeglichene Spiel, was jeder erwartet hatte. Beide Teams schenkten sich Nichts und keine Mannschaft konnte mit mehr als einem Treffer in Führung gehen. Doch das änderte sich nach rund 11 Spielminuten. Mattias Zachrisson verwandelte zum 6:4. Doch die Hannoveraner ließen sich nicht abschütteln und hielten den Kontakt. In Minute 23 gelang den Gästen der erneute Anschlusstreffer zum 10:9. Doch die Berliner hielten weiterhin den Abstand und konnten letztendlich durch einen Treffer von Jakov Gojun mit einer 16:14-Führung in die Halbzeit gehen.

Nahezu optimal lief der Start von Durchgang zwei für die Füchse Berlin. Mit drei Treffern in Serie konnte man sich schnell auf 19:14 absetzen. Doch Zeitstrafen gegen Rückkehrer Fabian Wiede und Abwehrspezialist Jakov Gojun, brachten die Gäste aus Hannover zurück ins Spiel. Durch fünf Treffer in Folge gelang es den Gästen erneut auszugleichen. Nun erfolgte ein ständiges Hin und Her im Fuchsbau. Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe. Zunächst setzten sich die Füchse nochmal auf 21:19 etwas ab. Doch der TSV schlug zurück und ging seinerseits mit 24:26 in Front. Doch Fabian Wiede und Mattias Zachrisson brachten mit ihren Toren den Ausgleich rund fünf Minuten vor dem Abpfiff zurück.

In der sogenannten Crunch-Tme kam dann Torhüter Silvio Heinevetter ins Rampenlicht. Zunächst parierte er den Wurf von der Außenposition gegen Christian Ugalde. Kurz darauf entschärfte er auch einen Siebenmeter von Ugalde und verhalf so seinem Team auf die Siegerspur zu kommen. Zachrisson und Holm sorgten dann für das 28:26 für die Füchse. Diese Führung ließen sich die Hausherren nicht mehr aus der Hand nehmen und siegten am Ende mit 29:28. Am Sonntag geht es im DHB-Pokal-Achtelfinale beim TSV GWD Minden für die Füchse weiter. Der Gewinner dieser Begegnung ist nur noch einen Sieg vom Final-Four in Hamburg entfernt.

Füchse Berlin:  Heinevetter, Semisch; Zachrisson 7, Wiede 6/1, Elisson 2, Holm 1, Struck, Gojun 1, Simak 3/1, Jallouz, Schmidt, Reißky, Drux 6, Koch 3.

Velimir Petkovic: „Ich muss sagen, dass ich richtig erleichtert bin, dass wir gewonnen haben in so einer schwierigen Situation gegen eine Topmannschaft. Schon in der letzten Saison haben sie überragenden Handball gespielt. Sie sind zurzeit allerdings auch gehandicapt ohne Häfner und Patrail. Meine Mannschaft hat Gas gegeben, eine gute erste Halbzeit gespielt und dann auch mit fünf Toren geführt. Wir haben dann aber leichte Fehler gemacht und den Gegner aufgebaut. Aber wir haben in der zweiten Halbzeit sehr gut gekämpft, sind zurückgekommen und haben verdient gewonnen. Fabian Wiede ist zurückgekommen und jeder hat gesehen, was er für unsere Mannschaft bedeutet. Der Ball ist heute schneller gelaufen. Zacke hat auch mehr Tore von außen gemacht. Es ist ein Spieler mehr da, das hilft. Ich bin richtig zufrieden, dass wir zwei Punkte geholt. Am Sonntag  geht es nach Minden. Das wird ein richtig heißer Tanz und ein schweres Spiel. Aber wir fahren mit breiter Brust dort hin und sind in der Lage, ein gutes Spiel zu zeigen“.

Bob Hanning: „Die erste Halbzeit war relativ körperlos. In der zweiten Halbzeit kommen wir sehr, sehr gut rein und dann sind wir eine sehr, sehr junge Mannschaft. Wenn wir die Jungen spielen lassen, werden sie auch Fehler machen. Aber Gott sei Dank hat Paul sein bestes Spiel der Saison gezeigt. Er hat eine gute Körpersprache gehabt und ist auch mal aus dem Rückraum hoch gegangen. Ich bin zufrieden mit dem Kampf in den letzten Minuten. Fabi ist zurück und ohne ihn hätten wir das Spiel nicht gewonnen. Man hat gesehen, dass 50 oder 60 Prozent Fabi für eine Mannschaft wie wir es sind unglaublich viel wert ist. Letzten Endes haben wir das gut gelöst gekriegt.

Kevin Walter

Dennis Clifford fällt mehrere Wochen aus

ALBA-Coach Aito muss auf Center Dennis Clifford verzichten. Der US-Amerikaner leidet an einer Entzündung der Patellasehne und fällt für mehrere Wochen aus. Er wird beim Testspiel gegen Rasta Vechta in Oranienburg am Samstag ebenso fehlen wie Josiko Saibou (Fußprobleme) sowie die vier Nationalspieler Niels Giffey, Johannes Thiemann (Deutschland), Rokas Giedratis (Litauen) und Martin Hermannsson (Island). ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Wir wünschen Dennis eine schnelle Genesung. In der wichtigsten Phase der Saisonvorbereitung fehlen uns sechs von elf Profispielern durch Verletzungen oder Nominierungen für ihre Nationalmannschaften. Das stellt uns vor große Herausforderungen. Da ist es eine große Hilfe und europaweit einzigartig, dass wir gleich sechs Nachwuchsspieler haben, die nicht nur unser Trainingsprogramm mitmachen sondern bei den Testspielen auch eine tragende Rolle übernehmen können.“

ALBA BERLIN Basketballteam

Noch Fünf Wochen – für den Heimauftakt in Form bringen

Fünf Wochen bleiben, bis Deutschlands Volleyballtempel endlich wieder seine Tore öffnet. Um sich für den Heimauftakt am 18. Okt gegen Düren und natürlich den Saisonstart in Giesen (13. Okt) fit zu machen, schuften die BR Volleys aktuell bis zu neunmal die Woche. Dabei nimmt der Berliner Kader immer mehr Konturen an: Mit Jan Zimmermann, Moritz Reichert und Kyle Russell sind nun drei weitere Spieler in das Mannschaftstraining eingestiegen. Wenn beim Heimauftakt am 18. Okt das Licht ausgeht und die Teampräsentation beginnt, laufen insgesamt sieben Neuzugänge erstmals im orangen BR Volleys Trikot in der Max-Schmeling-Halle ein. Zwei von ihnen sind die deutschen Nationalspieler: Jan Zimmermann & Moritz Reichert. Mit den letzten Testspielen gegen Olympiasieger Brasilien (0:3 in Leipzig und 3:1 in Dresden) endete für den Zuspieler und den Außenangreifer der Sommer im DVV-Trikot mit zwei echten Höhepunkten. Von nun an heißt ihre neue Heimat Berlin und in der Hauptstadt haben beide Großes vor: „Wir wollen gleich beim Heimauftakt zeigen, warum wir hier sind, und die Fans von uns überzeugen“, verspricht Zimmermann.

Dazu müssen die beiden Neuzugänge in den verbleibenden Tagen bis zum Saisonstart den Grundstein legen. In dieser Woche steht für Reichert und Zimmermann noch vorwiegend Athletiktraining auf dem Programm. Zimmermann beschreibt die ersten Tage im Horst-Korber-Sportzentrum wie folgt: „Vieles ist natürlich neu und wir sind noch in der Kennenlernphase. Aber ich bin sicher, die Eingewöhnung wird gut klappen.“ Sollte diese auch, denn viel Zeit bleibt nicht, um die perfekte Abstimmung mit den neuen Mitspielern zu finden. Einer, der zukünftig von Zimmermanns feinem Händchen profitieren soll, ist Kyle Russell. Der amerikanische Diagonalangreifer ist nach einem enttäuschenden siebten Platz beim Pan-Amerika-Cup zurück in Berlin und schlägt schon wieder kräftig auf den Ball. „Ich hatte im Sommer nahezu jeden Tag einen Volleyball in meinen Händen. In Kalifornien wohne ich nah am Strand, da war Beachvolleyball an der Tagesordnung.“

Vier BR Volleys sowie Cheftrainer Cedric Enard sind momentan noch bei der Weltmeisterschaft in Bulgarien und Italien im Einsatz. Mit Team USA spielen Benjamin Patch, Dustin Watten und Jeffrey Jendryk unter den Augen von Kaweh Niroomand die Vorrunde im italienischen Bari. Nicolas Le Goff und Enard absolvieren die Vorrunde für Frankreich derzeit im bulgarischen Ruse. Nach der WM bleiben dem neuen Coach und seinem Team dann nur wenige Tage, um sich für den Saisonstart beim Aufsteiger Helios Grizzlys Giesen sowie den Heimauftakt gegen die SWD powervolleys Düren einzuspielen.

Christof Bernier

Eisbären vor dem DEL Saisonstart

Fast so wie die letzte Saison aufhörte, so wird die kommende beginnen. Am ersten Spieltag erwarten die Eisbären, als amtierender Vize-Meister den aktuellen Meister RB München. Vor einer Saison steht als erstes die Frage nach dem Ziel. Auf jeden Fall sollen die Playoffs erreicht werden. Das ist nur das Minimal-Ziel, nach dem guten Abschneiden in der letzten Saison ist der erneute Einzug in die Finalserie anzustreben. Der spielende Kader mit 5 Abgängen und bisher 8 Neuzugängen hat dafür das Potential.

Uwe Krupp verließ die Eisbären nach der Finalserie Foto: Stephan Wenske

Der Trainer Uwe Krupp ging oder sollte von Bord gehen, sein bisheriger Co-Trainer Clement Jodoin hat dafür das Zepter übernommen. Das hat Vorteil, dass der „Neue“ keine Einarbeitungszeit benötigte. Die Eisbären haben mit dem 66jährigen Jodoin den aktuell ältesten aller DEL-Cheftrainer verpflichtet. Sein Vertrag gilt bis 2019. Der Eishockeyfachmann tritt ein großes Erbe an.

In der Vorbereitungsphase sah es lange gut aus, genau bis zum Beginn der Champions-Hockey League. Waren die beiden Heimspiele gegen den EV Zug aus der Schweiz und Kometa Brno aus Tschechien noch knappe Angelegenheiten, die am Ende mit Niederlagen endeten. So war die 1:6 Niederlage beim Rückspiel in der Schweiz recht deutlich. Beim Rückspiel in Brno wurde nicht nur das Spiel verloren und die letzte Chance auf das Überstehen der Gruppenphase eingebüßt. Bei der knappen 3:4 Niederlage verletzte sich der als Nachfolger von Petri Vehanen im Tor vorgesehene Marvin Cüpper. Nach Medienberichten wird er 8 bis 10 Wochen ausfallen. Die Eisbären wollten das Wagnis eingehen, mit zwei jungen Torhütern, Cüpper (24 Jahre) als Nummer eins und Maximilian Franzreb (22 Jahre) durch die Saison zu gehen. Es könnte sein, dass die Eisbären kurzfristig noch einen erfahrenen Torhüter verpflichten. Bis dahin schlägt die Stunde für Franzreb, sein Back-up dürfte dann Konstantin Kessler vom Kooperationspartner Lausitzer Füchse aus der DEL 2 sein.

Marcel Noebels wechselt in die NHL Foto: Stephan Wenske

Auf der Kaderliste stehen 10 Verteidiger. Die Eisbären verlassen hat Blake Parlett, der sich dem chinesischen KHL Club Kunlun Red Star angeschlossen hat. Dafür sind zwei Neue in der Mannschaft, vom Meister RB München kam Florian Kettemer und aus der American Hockey League wechselte Mark Cundari über den Teich. Vorläufig nicht zur Verfügung steht Constantin Braun. Drei Stürmer haben die Eisbären verlassen. Sven Ziegler sucht in Straubing eine neue Herausforderung, der erst im Verlaufe der vorigen Saison gekommene Rihards Bukarts schloss sich den Schwenninger Wild Wings an und Nicolas Petersen spielt jetzt für Klagenfurt in Österreich. Als Ersatz wurden dafür Brendan Ranford und Colin Smith aus der AHL verpflichtet. Ganz aktuell im Kader steht Routinier Jason Jaspers, der seit 2006 für verschiedene DEL Vereine tätig war. Bereits vor dem DEL Start musste Ersatz für den kurzfristig in die NHL abgewanderten Marcel Noebels gefunden werden. In der Kaderliste stehen mit Jakob Ustorf, Thomas Reichel und Cedric Schiemenz Spieler für die weitere Perpektive.

Das bei den Eisbären nicht ganz so wild getauscht wurde und komplett neue Spielreihen gebildet werden mussten, wie in einigen anderen Vereinen, könnte im ersten Saisondrittel ein Vorteil sein. Die Verletzung von Marvin Cüpper ist gleich ein Schlag ins Kontor. Ein heuriger Hase ist sein Vertreter nicht. In der vergangenen Saison hat er insgesamt 52 Spiele für Weißwasser, darunter 7 Playoff Begegnungen absolviert. Seine Fangquote und Gegentorschnitt können sich sehen lassen. Es waren Spiele in der DEL 2. Man darf gespannt sein, wie die Eisbären in die Saison starten werden.

Hans-Peter Becker

Vorschau 1. FC Union – die Zebras kommen

Der 1. FC Union empfängt am Freitag, 14. September den MSV Duisburg zum dritten Heimspiel in der aktuellen Saison. Die Pressekonferenz zum Spiel fand erneut in einem Hotel unweit der Alten Försterei statt. Es werden im Stadionhauptgebäude Schäden festgestellt und repariert. Am Spieltag selbst werden wieder Zelte für die Presse und einige VIP-Gäste aufgestellt. „Zurück in die Zukunft“ und mit Containern und Zelten haben wir ja Erfahrung, so versuchte Pressesprecher Christian Arbeit, den Maßnahmen ein bisschen Ironie abzugewinnen. Betroffen ist auch die Mannschaft der Gäste, die sich in einem Container an der Stirnseite der Haupt-Tribüne umziehen und duschen werden.

Mit dem MSV Duisburg kommt die bisher einzig punktlose Mannschaft zu den Eisernen. Nach dem SV Sandhausen, dort gab es ein glanzloses 0:0, kommt Problemmannschaft Nummer zwei zum Vergleich. Es ist schon schlimm genug, dass die Zebras aus Duisburg bisher alle Spiele verloren, sie haben dabei auch keinen einzigen Treffer erzielt. Das Torverhältnis beträgt 0:7, da schaut man am besten nicht auf die Tabelle. Mal muss anfangen werden zu punkten und für die Duisburger ist die Länderspielpause gerade richtig gekommen. Diese Gefahr sieht Unions Trainer Urs Fischer und bemüht, wie schon vor dem Sandhausen-Spiel, die Metapher vom angeschlagenen Boxer. Er wurde gefragt, wie groß den die Enttäuschung wäre, sollte dieses Spiel nicht siegreich enden. Es muss berücksichtigt werden, dass Duisburg meist besser gespielt hat, als es das Ergebnis nach 90 Minuten ausdrückte. Auswärts verloren sie in Dresden und zuletzt in Fürth unglücklich jeweils mit 0:1 und waren nach Aussagen der Experten sogar die bessere Mannschaft. In diesem Zusammenhang erinnerte Fischer an das Auftaktspiel gegen Aue. „So ein Spiel kannst du, wenn es unglücklich läuft, verlieren..“ Der Tritt auf die Euphoriebremse scheint notwendig. In dieser Liga gibt es keine einfachen Gegner und vielleicht war es ganz gut, das Spiel in Sandhausen als wichtigen Erfahrungswert mitnehmen zu können. Es wird ein schwieriges Spiel werden, „wir sind bei weitem noch nicht da wo wir hin wollen“, um hier nochmals Urs Fischer zu zitieren. Trotzdem sind die Rollen klar verteilt, der Gastgeber ist der Favorit.

Aus dem Lager der Zebras war zu erfahren, dass die Pause genutzt wurde, die Fitness und Dinge im taktischen Bereich zu verbessern. Ein Punkt soll es in Berlin mindestens werden. Es werden etwa 500 Fans ihre Mannschaft in die Alte Försterei begleiten. Im Tor könnte es bei den Zebras einen Wechsel und ein Wiedersehen mit Daniel Mesenhöler geben. Mesenhöler war zu Saisonbeginn die Nummer Zwei in Duisburg. Die bisherige Nummer Eins Daniel Davari ist in die Kritik geraten.

Personell hat sich bei den Eisernen nicht viel neues ergeben. Sebastian Polter und Marc Torrejon sind nicht einsatzfähig. Das trifft auch auf Suleiman Abdullahi zu. Was die mögliche Aufstellung betrifft, da hat der Trainer wieder die Qual der Wahl. Erfreulich, dass drei Spieler aus dem Kader, Marcel Hartel, Julian Ryerson und Lennard Maloney in Auswahlmannschaften ihrer jeweiligen Heimatländer berufen wurden.

Beide Mannschaften sind in der Liga alte Bekannte. Es ist das insgesamt 19 Aufeinandertreffen, die Bilanz spricht leicht für die Eisernen, mit 7 Siegen, 6 Unentschieden und 5 Niederlagen. In Berlin hat Duisburg zuletzt 2010 gewonnen.

Das Spiel, das am Freitagabend um 18:30 Uhr beginnen wird, steht unter der Leitung des jungen Schiedsrichters Michael Bacher. Für den 27jährigen Referee aus Bayern wird es das erste Zweitligaspiel in seiner Laufbahn sein. Seit der Saison 2016/17 wurde ausschließlich in der 3. Liga eingesetzt

Hans-Peter Becker

Saisonstart für den BBSC Berlin gegen Aufsteiger SF Aligse

Nur wenige Wochen nach dem superwarmen Sommer 2018 beginnt für die Zweitligamannschaft des BBSC Berlin wieder der Kampf um die Punkte und für die Zuschauer der Beginn der Hallensaison. Erster Gegner ist am Sonntag, den 16. September 2018 um 15.00 Uhr der SF Aligse, ein Traditionsverein aus der Region Hannover, der in der Hämmerlinghalle erwartet wird.

Das Team, das für Aligse antritt, ist in der Region Hannover verwurzelt und spielt schon einige Jahre in der Dritten Liga, zunächst unter dem Schirm der GFL Hannover, nach einem Vereinswechsel des gesamten Teams ab 2017 für den SF Aligse. Dort erhielten sie die Chance, in die 2. Bundesliga aufzusteigen. SF Aligse hatte eher die dafür benötigten finanziellen Mittel, eine zugelassene Spielhalle sowie die nötige organisatorische Struktur, immerhin war das Vereins-Männerteam drei Jahre in der zweiten Liga Nord erfolgreich. Die Gastmannschaft ist absolut eingespielt, ganz wesentliche Änderungen im Aufgebot gab es für den Aufsteiger zum Saisonwechsel nicht. Die Mannschaft lebt von ihrem Teamgeist und der guten Abstimmung. Zur neuen Saison interpretiert man das Vereinskürzel SFA mit der Zielstellung „Schneller, Frecher, Athletischer“ mit den Erfordernissen der 2. Liga.

Berlins Trainer Robert Pultke weiß um die Schwierigkeit, mit einer noch nicht ganz eingespielten Mannschaft (erst zehn Tage vor Saisonbeginn war das neu aufgebaute Team komplett) gegen den eingespielten Aufsteiger gleich am ersten Spieltag antreten zu müssen. „Aber wir werden alles dafür tun, die Niedersachsen in die Schranken zu weisen. Das Team freut sich nach der langen Sommerpause, endlich wieder in den Ligabetrieb einzusteigen.“ Kapitänin Katharina Kummer ergänzt „Wir haben geschwitzt, im Training alles gegeben und nun wollen wir uns beweisen“.

Auf Berliner Seite gibt es im Vergleich zur vorherigen Saison nach neun Abgängen immerhin sechs Zugänge zu integrieren, die meist vormals in Drittligateams agierten und sich nun höheren Zielen verschrieben haben. Zielstellung des BBSC-Teams ist es, mit Kampfkraft und Teamgeist und natürlich möglichst schnellem Erlernen der notwendigen Abstimmung die Spiele zu rocken. Gegen Aligse soll der erste Schritt gemacht werden. Wir freuen uns auf alle, die dabei sind, wenn wieder die Bälle fliegen, um jeden Ball gefightet wird und pure Emotionen fließen!
Burkhard Kroll

WM-Start für BR Volleys Akteure

Am Sonntag (09. September) eröffneten die Gastgeber Italien und Bulgarien die FIVB Weltmeisterschaft 2018 vor insgesamt 16.000 Volleyball-Fans mit klaren Auftaktsiegen gegen Japan und Finnland. Ab Mittwoch (12. September) greifen nun auch alle weiteren Nationen und gleich fünf BR Volleys ins Turniergeschehen ein. Nicolas Le Goff und Cedric Enard wollen mit Frankreich im Kampf um die Medaillen ebenso ein gehöriges Wort mitreden wie Dustin Watten, Benjamin Patch und Jeffrey Jendryk mit Team USA. Der neue Berliner Headcoach Cedric Enard steht auch bei der WM an der Linie, hier jedoch als Assistent des Trainerstars Laurent Tillie. Die Franzosen, bei denen Nicolas Le Goff im Mittelblock zum Stammpersonal zählt, spielen ihre Vorrunde in Ruse (BUL) und beginnen am Mittwoch (13.00 Uhr MEZ) gegen China. Die Equipe gewann mit Bronze vor 16 Jahren das erste und einzige Mal eine Medaille, gilt aber nach zuletzt großen Erfolgen in der Volleyball Nations League als einer der Topfavoriten. In der Vorrunde müssen Le Goff & Co neben China noch gegen Brasilien, die Niederlande, Kanada und Ägypten antreten.

Seit sogar 24 Jahren warten die USA auf Edelmetall bei Weltmeisterschaften. Die Amerikaner treffen am Mittwochabend (20.30 Uhr MEZ) zum Auftakt auf Serbien. Im Aufgebot stehen neben den drei BR Volleys Neuzugängen Jendryk, Patch und Watten auch die ehemaligen Berliner Erik und Kawika Shoji. Die weiteren Gegner der US-Boys in der Gruppe C sind Russland, Tunesien, Kamerun und Australien. Gespielt wird in Bari (ITA). Auf die Vorrunde folgt eine Zwischenrunde und das Finalturnier der besten sechs Mannschaften findet anschließend in Turin (ITA) statt. Sportdeutschland.TV zeigt alle Spiele der bis zum 30. September andauernden Weltmeisterschaft live, wodurch diese auch im Player auf www.br-volleys.de zu sehen sind.

Quell: BR Volleys

Ernährungsbildung: Gut gefrühstückt ist halb gewonnen

Foto: Hertha BSC

Frühstück – die Nahrungsaufnahme am Morgen gilt gemeinhin als wichtigste Mahlzeit des Tages. Gerade für Kinder bildet sie eine essentielle Basis für das Lernen in der Schule. Dennoch geht in der Realität fast jedes dritte Schulkind in Deutschland mit leerem Magen aus dem Haus. Zudem bekommen die Kinder häufig auch kein geeignetes Frühstück mit in die Schule. Mit der bundesweiten ‚Bio-Brotbox-Initiative‘ setzen sich die Veranstalterinnen Jahr für Jahr für gesunde Ernährung und eine nachhaltige Ernährungsbildung aller Schulkinder ein. Die wiederverwendbare Brotbox soll Eltern und Kinder täglich daran erinnern, wieder gefüllt zu werden. Als am Montag (10.09.18) in Berlin und Brandenburg rund 58.000 Erstklässlerinnen die Brotboxen überreicht bekamen, funkelten die gelben Boxen auch über die Gänge der Hertha BSC Fußball-Akademie.

Foto: Hertha BSC

Denn: Stefanie Stoff-Ahnis (Geschäftsführerin der AOK Nordost), Margit Gottstein (Staatssekretärin für Verbraucherschutz), Thomas E. Herrich (Mitglied der Geschäftsführung von Hertha BSC) und Benjamin Weber (Leiter der Hertha BSC Fußball-Akademie) übergaben die Brotboxen zusammen mit weiteren Unterstützern – darunter auch Margit Gottstein, Staatssekretärin für Verbraucherschutz – der Initiative an Schüler*innen der Mary-Poppins-Grundschule Berlin. Spieler aus der U14 und U15 des Hauptstadtclubs hatten den mehr als 500 Helfern am Sonntag (09.09.18) dabei geholfen, die Boxen mit Sonnenblumenvollkornbrot, Streichkäseecken, Äpfeln, Kinderbananen und Fruchtriegeln zu bestücken.
„Wir sind stolz darauf, Teil der Initiative zu sein und eine so wichtige Aktion zu unterstützen!“, freute sich Herrich. Und Stoff-Ahnis ergänzte: „Uns als Gesundheitskasse liegt das Wohlbefinden der Kinder ganz besonders am Herzen. Wir hoffen, dass wir mit dieser Initiative unseren Teil dazu beitragen können, dass sich die Schulkinder gesünder ernähren, um sowohl in der Schule als auch beim Sport ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können.

Quelle: Hertha BSC/Marcus Jung

Schaut, dieser SC Borsigwalde und Hürriyet-Burgund

Die 1. Hauptrunde im Berlin-Pokal, von der Oberliga bis ganz runter in allen Klassen, ein Mammut-Programm mit einigen Klassen übergreifenden Überraschungen. In 64 Begegnungen gab’s immerhin 5  Spiele mit zweistelligen Ergebnissen:

Arminia Tegel – VSG Altglienicke   0:14
1.FC Wilmersdorf – Lichtenberg 47   0:10
Charl. Wilmersdorf – BFC Dynamo   0:10
Berolina Mitte – Stern 1900   1:10
VSG Rahnsdorf – Hilalspor     2:12

6 Spiele von 64 wurden erst in der Verlängerung entschieden:
SD Croatia – Sparta Lichtenberg   3:5  n.V.
Meteor 06 – Spandauer Kickers   0:1  n.V.
SV Pfeffersport – FC Liria   1:2   n.V.
RBC Berlin – Grünauer BC 5:4   n.V.
SV Adler – SC Lankwitz   4:3  n. V.
Heinersdorf – Conc. Wittenau  1:1  n.V. 3:5 n.E.

Bezirksligist SC Borsigwalde warf Oberligist CFC Hertha 06 (3 Klassen höher) mit 1:0 aus dem Pokal-Wettbewerb. Übertroffen werden die Borsigwalder vom Hürriyet-Burgund aus der C-Klasse. Im Vergleich zu den 4 Klassen höheren Türkspor FK  aus der Landesliga gewann der C-Klassen-Vertreter mit 7:4.

Hertha 03 Zehlendorf schied gegen den SC Staaken (beide aus der Oberliga) mit 0:3 aus. Von den 18 Berlin-Ligisten überstanden 4 die 1.Runde nicht. Blau-Weiß 90 besiegt den TSV Rudow 2:1. SD Croatia musste gegen Sparta Lichtenberg in die Verlängerung und unterlag letztendlich 3:5. Ausgeschieden ist auch BSV Al-Dersimspor 0:3 gegen Stern Marienfelde und Spandau 06 warf mit 2:0 den Frohnauer SC raus. Soweit die Auffälligkeiten in 64. Pokalspielen.

Die 2.Runde wird am 20.September ausgelost. Jetzt geht es mit dem Ligabetrieb im Meisterschafts-Programm weiter. Achtung, der 7. Spieltag in der Regionalliga Nordost wird bereits am Mittwoch, 12. September ausgetragen.

In der Oberliga süpielt Tennis Borussia (5:1 Pokalsieger gegen FK Srbija) am Freitag, 14. September 19.30 Uhr, Mommsenstadion, gegen den FC Strausberg (verlustpunktfrei 4 Spiele, 4 Siege)und am Samstag, 15.September ab 13.30 Uhr, kommt es zum Berlin-Derby zwischen Lichtenberg 47 (1.) – Hertha 03 Zehlendorf (4.).

Christian Zschiedrich

Meteor 06 – Pokalüberraschung blieb aus

90 Minuten waren für den Berlin-Ligisten Spandauer Kickers nicht ausreichend, um in der 1. Pokalrunde das Ticket für die nächste Runde zu buchen.
Meteor 06, ein von Trainer Tobias Löffler gut vorbereiteter Bezirksligist, war nah dran an einer Überraschung. Aber eben nur nah dran. In der 108 Minute, also in der Verlängerung, fiel doch noch der Siegtreffer für die zur Zeit etwas indisponierten Spandauer durch Einwechselspieler Alex Riedel. Die Leistung der Hausherren war nur bei der Chancenverwertung mangelhaft. Ibrahima Cissé hatte Möglichkeiten für zwei Spiele, nur wollte der Ball eben nicht ins Tor. Kurios vor Beginn: Der Schiri bemängelte zurecht die gekürzten Stutzen und darunter sichtbaren schwarzen Socken bei Cissé. Das Spiel musste nach „Umkleidung“ daher fast zehn Minuten später beginnen. Verzichten mussten die Weddinger auf zwei Torwarte der ersten Mannschaft, so dass Mustafa Demir, der nicht ganz austrainiert ist, im Kasten stand. Da nur zwei Schüsse aufs Tor kamen, von denen einer dann noch abgefälscht die Linie überschritt, ist seine Leistung aber nicht zu bemängeln.
Gäste-Trainer Lukasz Lach war nicht überrascht, dass seine Elf derartige Schwierigkeiten bekommen könnte. „Sie haben ein paar Routiniers in ihren Reihen, die Fußball spielen können“, meinte er. Für seine Mannschaft müsse es demnächst heißen, die Negativerlebnisse zu vergessen und vor allem die Trainingintensität zu steigern. Dann könne man in der Verbandsliga auch wieder etwas vorankommen.
Bei einer Pokalpartie auf eigenem Platz- bei schönem Spätsommerwetter gegen einen Vertreter der Berlin-Liga- wäre früher immer Meteors Urgestein, Heinz Boock, unter den Zuschauern gewesen. Das wird wohl in Zukunft nur noch in absoluten Ausnahmefällen möglich sein. Boock, der am 7. Oktober seinen 89. Geburtstag feiern wird, ist nach Stürzen und einigen Kreislaufproblemen, an das Haus gebunden. Verbunden ist er weiter seinen Blau-Gelben. Auch wenn er keiner Whatsapp-Gruppe angehört, ist er durch die Fußball-Woche immer bestens über die Berliner Amateurklassen informiert. Über die höheren Ligen und den Fußball im Ausland sowieso, denn dafür gibt es ja die einschlägigen Fernsehkanäle.

Frank Toebs
Unser Autor betreibt unter www.experte-vom-dorfplatz.de auch einen eigenen Blog mit Themen zum Amateurfußball.

Fotos: © Frank Toebs