Vorschau 1. FC Union – die Zebras kommen

Der 1. FC Union empfängt am Freitag, 14. September den MSV Duisburg zum dritten Heimspiel in der aktuellen Saison. Die Pressekonferenz zum Spiel fand erneut in einem Hotel unweit der Alten Försterei statt. Es werden im Stadionhauptgebäude Schäden festgestellt und repariert. Am Spieltag selbst werden wieder Zelte für die Presse und einige VIP-Gäste aufgestellt. „Zurück in die Zukunft“ und mit Containern und Zelten haben wir ja Erfahrung, so versuchte Pressesprecher Christian Arbeit, den Maßnahmen ein bisschen Ironie abzugewinnen. Betroffen ist auch die Mannschaft der Gäste, die sich in einem Container an der Stirnseite der Haupt-Tribüne umziehen und duschen werden.

Mit dem MSV Duisburg kommt die bisher einzig punktlose Mannschaft zu den Eisernen. Nach dem SV Sandhausen, dort gab es ein glanzloses 0:0, kommt Problemmannschaft Nummer zwei zum Vergleich. Es ist schon schlimm genug, dass die Zebras aus Duisburg bisher alle Spiele verloren, sie haben dabei auch keinen einzigen Treffer erzielt. Das Torverhältnis beträgt 0:7, da schaut man am besten nicht auf die Tabelle. Mal muss anfangen werden zu punkten und für die Duisburger ist die Länderspielpause gerade richtig gekommen. Diese Gefahr sieht Unions Trainer Urs Fischer und bemüht, wie schon vor dem Sandhausen-Spiel, die Metapher vom angeschlagenen Boxer. Er wurde gefragt, wie groß den die Enttäuschung wäre, sollte dieses Spiel nicht siegreich enden. Es muss berücksichtigt werden, dass Duisburg meist besser gespielt hat, als es das Ergebnis nach 90 Minuten ausdrückte. Auswärts verloren sie in Dresden und zuletzt in Fürth unglücklich jeweils mit 0:1 und waren nach Aussagen der Experten sogar die bessere Mannschaft. In diesem Zusammenhang erinnerte Fischer an das Auftaktspiel gegen Aue. „So ein Spiel kannst du, wenn es unglücklich läuft, verlieren..“ Der Tritt auf die Euphoriebremse scheint notwendig. In dieser Liga gibt es keine einfachen Gegner und vielleicht war es ganz gut, das Spiel in Sandhausen als wichtigen Erfahrungswert mitnehmen zu können. Es wird ein schwieriges Spiel werden, „wir sind bei weitem noch nicht da wo wir hin wollen“, um hier nochmals Urs Fischer zu zitieren. Trotzdem sind die Rollen klar verteilt, der Gastgeber ist der Favorit.

Aus dem Lager der Zebras war zu erfahren, dass die Pause genutzt wurde, die Fitness und Dinge im taktischen Bereich zu verbessern. Ein Punkt soll es in Berlin mindestens werden. Es werden etwa 500 Fans ihre Mannschaft in die Alte Försterei begleiten. Im Tor könnte es bei den Zebras einen Wechsel und ein Wiedersehen mit Daniel Mesenhöler geben. Mesenhöler war zu Saisonbeginn die Nummer Zwei in Duisburg. Die bisherige Nummer Eins Daniel Davari ist in die Kritik geraten.

Personell hat sich bei den Eisernen nicht viel neues ergeben. Sebastian Polter und Marc Torrejon sind nicht einsatzfähig. Das trifft auch auf Suleiman Abdullahi zu. Was die mögliche Aufstellung betrifft, da hat der Trainer wieder die Qual der Wahl. Erfreulich, dass drei Spieler aus dem Kader, Marcel Hartel, Julian Ryerson und Lennard Maloney in Auswahlmannschaften ihrer jeweiligen Heimatländer berufen wurden.

Beide Mannschaften sind in der Liga alte Bekannte. Es ist das insgesamt 19 Aufeinandertreffen, die Bilanz spricht leicht für die Eisernen, mit 7 Siegen, 6 Unentschieden und 5 Niederlagen. In Berlin hat Duisburg zuletzt 2010 gewonnen.

Das Spiel, das am Freitagabend um 18:30 Uhr beginnen wird, steht unter der Leitung des jungen Schiedsrichters Michael Bacher. Für den 27jährigen Referee aus Bayern wird es das erste Zweitligaspiel in seiner Laufbahn sein. Seit der Saison 2016/17 wurde ausschließlich in der 3. Liga eingesetzt

Hans-Peter Becker

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert