Eisbären beschließen das Jahr mit drei Punkten

Zum letzten Spiel des Jahres empfingen die Eisbären Berlin die Augsburger Panther. Aus dem Lazarett kehrte wenigstens Leo Pföderl wieder zurück. Die Bank blieb kurz, drei komplette Spielreihen und zwei zusätzliche Stürmer, während die Gäste ihre vier Reihen fast komplett besetzen konnten.

Von den Stammkräften nach wie vor verletzt sind John Ramage, Sean Backman, Mark Olver, Louis-Marc Aubry sowie Nachwuchsmann Vincent Hessler. Vor dem Spiel verkündeten die Eisbären die Verpflichtung des kanadischen Torwartes Justin Pogge. Er wechselt vom schwedischen Club Södertälje SK zu den Eisbären. Er sah von zusammen mit den 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof einen heiß umkämpften 3:2 Sieg seiner neuen Vereinskameraden gegen die Augsburger Panther. Zwei Mal mussten die Eisbären einem Rückstand hinterher laufen. Die Führung zum 1:0 und zum 2:1 jeweils ausgleichen. Nach zwei gespielten Dritteln stand es 2:2 und das den Sieg bedeutende Tor fiel in der 43. Minute durch Maxim Lapierre.

Das Spiel nicht beenden konnten Leo Pförderl und Landon Ferarro, der zwei Schüsse im Spiel blockte und nach dem letzten leider humpelnd in die Kabine musste.

Zufrieden konnten nur die Eisbären sein. Sie behaupteten den vierten Tabellenplatz vor dem Team aus Bremerhaven. Die Augsburger, die zuletzt drei Siege in Folge holen konnten, wurden für einen engagierten Auftritt nicht belohnt. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, ein bisschen hat uns heute auch das Matchglück gefehlt…“, so äußerte sich Augsburgs Trainer Tray Tuomie nach dem Spiel. Weiter geht`s am kommenden Freitag, 3.01.2020, zu Gast sein wird dann der Tabellenführer aus München sein.

Hans-Peter Becker

DEL 33. Spieltag 30.12.2019 19:30 Uhr MB-Arena Berlin

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

EHC Eisbären – Augsburger Panther 3:2 (1:1/1:1/1:0)

Tore:

0:1 Gill 06:30 (McNeill,Sezemsky)

1:1 Pföderl 14:15 (Noebels,McKiernan)

1:2 Trevelyan 31:33 (Valentine,Roy)

2:2 Labrie 37:01 (Noebels)

3:2 Lapierre 42:55 (Ortega)

Strafminuten:

Berlin – 8

Augsburg – 6

Torschüsse:

Berlin – 37

Augsburg – 35

Eisbären punkten wieder

Es kriselt ein bisschen bei den Eisbären und das zur Unzeit, den der letzte Monat im Kalender ist reich an Spielen. Um genau sein, es sind deren elf die bestritten sein wollen, es wird die Tabelle gemacht. Wer dabei ins Hintertreffen gerät hat es doppelt schwer, sich eine gute Ausgangsposition für die Play-offs zu sichern. Die ersten drei Dezemberspiele gingen verloren, es wurden immerhin zwei Punkte. Nach dem schwachen Auswärtsauftritt beim Tabellenletzten in Schwenningen wollten sich die Eisbären gegen die Düsseldorfer EG ein Stück weit aus der Krise spielen.

Harold Kreis und die Düsseldorfer EG kassierten in Berlin eine Niederlage Foto: © Hans-Peter Becker

Nach zwei gespielten Dritteln sah es nicht gut aus für die Eisbären. Die DEG gingen nach exakt einer Minute und 11 Sekunden in Führung und dabei blieb es bis zur 44. Spielminute. Ein Fehler im Aufbauspiel der Gäste nutzten die Eisbären zum 1:1 Ausgleichstreffer, erzielt von James Sheppard. Es war der Lohn für ihr unermüdliches Anrennen. Spielerisch ging nicht viel, so musste ein Gastgeschenk ein bisschen nachhelfen. Die Führung gelang im dritten Powerplay und erneut war es Sheppard, der Center der zweiten Sturmreihe, der Mathias Niederberger im Düsseldorfer Tor überwinden konnte. Innerhalb von fünf Minuten hatten die Eisbären das Spiel gedreht. Die DEG verstärkte nochmals die Angriffsbemühungen, doch den letztlich spielentscheidenden markierten die Eisbären. In der 56. Minute setzte Maxim Lapierre den Puck in die Maschen und Harold Kreis, der Düsseldorfer Trainer stemmte die Hände an die Hüften und musste kräftig durch-pusten. Lange geführt, wenn auch knapp und am Ende wieder alles verloren. Das beide Teams unter Druck standen war dem Spiel anzumerken.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 26.Spieltag 12.12.2019 MB-Arena Berlin 19:30 Uhr

Eisbären Berlin vs. Düsseldorfer EG 3:1 (0:1, 0:0, 3:0)

Tore:

0:1 Adam 01:11 (Johannesen)

1:1 Sheppard 43:15 (Pföderl, Noebels)

2:1 Sheppard 48:16 (Rankel, Pföderl) PP1

3:1 Lapierre 55:46 (Aubry)

Strafminuten:

Berlin – 4

Düsseldorf – 6

Torschüsse:

Berlin – 35

Düsseldorf – 24

Zuschauer: 10.126

Erste Heimniederlage für die Eisbären

Es war, was die Leistung beider Teams auf dem Eis betraf, ein Spitzenspiel. Der äußere Rahmen stimmte sowieso. Zum ersten Mal in dieser Saison war die Halle am Ostbahnhof ausverkauft. Das letzte Heimspiel im Monat Oktober ist seit einigen Jahren der Ausklang der Spendenaktion Pink in the Rink. Es werden Spenden gesammelt für Organisationen, die sich um die Betreuung krebskranker Menschen kümmern. So der der Ehren Bully von einer Pflegerin vollzogen, die sich um unheilbar Kranke kümmert, hier speziell um einen Eisbären-Fan der im August verstorben ist. Das ist kein Kuschelthema, um so bemerkenswerter der Einsatz der Eisbären.

Die Eisbären erwischten gegen die ersatzgeschwächten Münchner den besseren Start. Es dauerte nur 14 Minuten, da stand es 2:0 für die Eisbären. Marcel Noebels und Leonard Pföderl waren die Torschützen. Beim 1:0 nutzten die Eisbären einen Abwehrfehler – Daryl Boyle wurde ein Pass durch die Hose gespielt – und das 2:0 fiel nach guter Vorarbeit von Mark Olver als Sitzhockeyeinlage von Pföderl. Der Anschlusstreffer für die Münchner fiel noch im Drittel. Die Eisbären konnten eine doppelte Unterzahl nicht verteidigen. Trevor Parkes besorgte den Treffer.

Im zweiten Drittel drehte das Team von Don Jackson das Spiel. Der Treffer zum 2:2 Ausgleich war eine Kombination der Sturmreihe um den Top-Scorer Mark Voakes. Solch einen Treffer fällt in der DEL nicht an jedem Spieltag, Präzision und Höchstgeschwindigkeit und es schlug ein im Tor der Eisbären. Von der Strafbank wollten sie möglichst wegbleiben, das Münchner Powerplay ist auch in dieser Saison gefürchtet, es war leider eine Strafzeit zu viel. In der 35. Minute musste James Sheppard auf die Sünderbank, ganze vier Sekunden verbrachte er dort. Viel mehr brauchten die Bayern nicht für den Überzahltreffer. Nur 45 Sekunden später konnten die Gäste nach waschen und stellten das Ergebnis auf 2:4 aus Eisbärensicht.

Im Schlussdrittel stemmten sich die Eisbären gegen die drohende Niederlage. Danny aus den Birken stand wie ein Turm in der Schlacht. Don Jackson lobte nach dem Spiel ausdrücklich seine Leistung. „Er war heute der Unterschied.“ Es keimte nochmals Hoffnung auf als Mark Olver, in dieser Saison der Spezialist für Alleingänge, den Münchner Goalie überwinden konnte. In den verbleibenden acht Minuten waren Chancen vorhanden, um wenigstens einen Punkt zu retten. Ein Power Play drei Minuten vor dem Ende, der Torhüter ging vom Eis. Leider vertendelte Jonas Müller den Puck und so machten die Münchner mit dem Treffer Nummer 5 den Deckel drauf. Die Eisbären spielten gut, es reichte gegen den Vize-Meister der letzten Saison nicht.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 15. Spieltag

EHC Eisbären Berlin vs Red Bull München 3:5 (2:1/0:3/1:1)

27.10.2019 MB Arena Berlin 14:00 Uhr ausverkauft

Torfolge
1:0 | 07:33 | Marcel Noebels 

2:0 | 13:37 | Leonhard Pföderl 

2:1 | 18:11 | Trevor Parkes 

2:2 | 25:28 | Mark Voakes 

2:3 | 34:08 | Yasin Ehliz 

2:4 | 35:23 | Trevor Parkes 

3:4 | 51:51 | Mark Olver

3:5 | 58:58 | Chris Bourque 

Zuschauer
14.200

Eisbären testen erfolgreich gegen Dynamo Pardubice

Berlin ächzte unter Sommerhitze, eine Möglichkeit der Abkühlung bot ein Besuch des Wellblechpalastes im Sportforum Hohenschönhausen. Die Eisbären trugen am Freitag, 30. August ihr einziges Testspiel zur Vorbereitung der neuen DEL-Saison in Berlin aus. Vor dem Spiel wurde an die kürzlich verstorbenen Hartmut Nickel und Chris Lee mit einer Schweigeminute gedacht. An Hartmut Nickel, den legendären Papa-Eisbär, langjähriger Spieler, Trainer und Funktionär wird zukünftig eine Gedenktafel erinnern. Sie wurde von den beiden dienstältesten Eisbären-Spielern Frank Hördler und Andre Rankel erstmals gezeigt. Nach dem Moment der Stille wurde ein frenetischer Applaus in den Himmel über Berlin geschickt.

Auf dem Spielberichtsbogen stand zwar Freundschaftsspiel, das war es mitnichten. Eher im Gegenteil, die 2.586 Zuschauer bekamen ein Spiel mit viel Leidenschaft geboten. Die Gäste von Dynamo Pardubice aus der Tschechischen Extraliga hatten nicht vor, Gastgeschenke zu verteilen. Es dauerte gerade mal eine Minute als Eisbären-Neuzugang Ryan MacKiernan seinen Gegenspieler Rhett Holland mit einem strafwürdigen Stockschlag attackierte. MacKiernan wollte seine Fäuste sprechen lassen und bekam zwei Minuten wegen übertriebener Härte, Holland musste sogar für vier Minuten auf die Sünderbank.

Den ersten Treffer im Spiel erzielten die Gäste. Es war schräges Ding, die Eisbären mussten sich einer Überzahl erwehren, Kapitän Andre Rankel saß auf der Strafbank, der Schuss von Ondrej Machala wurde von Eisbären Goalie Sebastian Dahm zunächst abgewehrt, der Nachschuss traf. Die Eisbären schafften es noch kurz vor der ersten Pausensirene auszugleichen. Die Gäste schlugen allerdings postwendend zurück, brauchten nur 27. Sekunden für die erneute Führung. Dabei sah die Eisbärenabwehr nicht gut aus, vor allem Goalie Dahm, der Puck blieb in seinem Rücken liegen und Martin Latal schaltete am schnellsten. Es war ein sogenannter „shorthander“, Pardubice war in Unterzahl.

Der Mittelabschnitt gehörte den Eisbären. Sie drehten das Spiel durch die Treffer von Louis-Marc Aubry und Maxim Lapierre. Die Gäste konnten wieder schnell zurückschlagen. Der 3:3 Zwischenstand hatte Bestand bis in die 39. Spielminute, da gelang auch den Eisbären ein Tor bei eigener Unterzahl. Dustin Ortega nutzte seine enorme Schnelligkeit, sprintete den Verteidigern davon und erzielte das zwischenzeitliche 4:3. Das in diesem Abschnitt gebotene stellte eine deutliche Steigerung dar.

Das Schlussdrittel konnten die Eisbären nach Toren Unentschieden gestalten. In der 44. Minute sorgte der Kapitän der Eisbären für die 5:3 Führung. Es wurde nochmals spannend, weil die Eisbären den Gästen einen zweiten „shorthander“ gestatteten. Martin Latal war der Nutznießer der noch nicht so richtig eingespielten Abwehr. Die restliche Spielzeit überstanden die Eisbären ohne weiteren Gegentreffer. Es war der zweite Sieg in der Vorbereitungsphase, am Sonntag, 25.08. wurde in Hadrec Kralove mit 2:1 gewonnen. Um in den Rhythmus zu kommen geht es am Sonntag, 01.09. mit einem weiteren Testspiel in Wolfsburg weiter. Ein Rückspiel in Pardubice ist für den nächsten Samstag, 07.09. vorgesehen.

Es gibt bis zum ersten Saisonspiel am 13.09. gegen die Grizzlys Wolfsburg einiges zu tun. Der neue Eisbären-Trainer Serge Aubin war mit dem Auftritt seiner Mannschaft insgesamt zufrieden.

Hans-Peter Becker

Berlin Wellblechpalast 30.08.2019 19:30 Uhr

EHC Eisbären Berlin – Dynamo Pardubice

Spieldaten:

0:1 Machala ( 12.)

1:1 Sean Backman ( 19./PP) Sheppard

1:2 Latal ( 19./SH) Mandrat, Zdrahal

2:2 Louis-Marc Aubry ( 21.) Braun, Wissmann

3:2 Maxim Lapierre (31.) Noebels, Braun

3:3 Hovorka (32.) 

4:3 Austin Ortega (39./SH) Lapierre

5:3 André Rankel (44.) Labrie, McKiernan

5:4 Latal (55./SH) Mikus, Machala

Strafminuten:

Berlin – 10 (4,4,2)

Pardubice – 14 (8,2,4)

Zuschauer: 2.586

Eisbären verlieren gegen Augsburg und rutschen weiter ab

Die Eisbären verlieren vor ausverkauften Rängen knapp mit 0:1 gegen die Panther aus Augsburg. Von der langen Liste der verletzten Spieler konnte wenigstens Danny Richmond gestrichen werden. Ein möglicher Einsatz von Kapitän Andre Rankel zerschlug nach dem Abschlusstraining. Der für das Spiel zur Verfügung stehende Kader stemmte sich gegen die drohende Niederlage, die sich ab der 29. Minute abzeichnete. Die Augsburger hatten gerade eine Unterzahl überstanden, da erzielte Sahir Gill das goldene Tor. Er hielt seinen Schläger im richtigen Moment in die Vorlage von Thomas Holzmann.

Die Eisbären zwangen Augsburgs Goalie Olivier Roy zu 42 Saves und hatten in einigen Situationen nicht das Glück auf ihrer Seite. Andererseits hielt der glänzend aufgelegte Kevin Poulin im Tor die Eisbären im Spiel. Unter seinen insgesamt 36 Saves waren einige darunter, die unter Marke „unhaltbar“ laufen. Das Spiel verloren und dazu schlechte Nachrichten aus Nürnberg. Sie holten zwei Punkte nach einem Overtime Sieg gegen Straubing und überholten die Eisbären, die auf Platz 10 abrutschen.

Es war zwar das erste Heimspiel zu Beginn des Monats, sonst am Monatsende, die neue Ausgabe des Fanzines „Eis-Dynamo“ war zu erwerben. „Ich und sicherlich viele andere lieben diesen Club nicht wegen diverser Meisterschaften sondern trotz dieser Meisterschaften.“ Dieser Satz aus dem Leitartikel drückt die momentane Gefühlslage der Fans aus. Eine Leidenschaft beinhaltet eben auch zu leiden.

Es ist „Feuer unterm Dach“ bei den Eisbären. Die Verantwortlichen werden sich viele Fragen stellen müssen. Die Länderspielpause kommt da jetzt sehr gelegen. Es geht jetzt ersteinmal darum, wenigstens Platz 10 zu sichern. Was danach passieren kann ? Die Hoffnung stirbt zuletzt !

Weiter geht es am 15. Februar in Schwenningen.

Hans-Peter Becker

Kick-off für „Profivereine machen Kita“

In der Kita sind die Eisbären los. Auch Füchse, Ritter, Tiger, Bären und Albatrosse – die Maskottchen der Berliner Profivereine – kommen zu den Jüngsten. Denn Hertha BSC, der 1. FC Union, Alba Berlin, die Eisbären Berlin, die Füchse Berlin und die BR Volleys kooperieren ab sofort im Rahmen eines neuen, von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie geförderten Programms mit Kindertagesstätten. Den Startschuss zu „Profivereine machen Kita“ gaben Jugendsenatorin Sandra Scheeres und Vertretungen der Vereine heute beim Kick-off-Aktionstag in der Europa-Kita in Lichtenberg, einer Kooperations-Kita der Eisbären.

Angelehnt an das seit 2012 erfolgreich laufende Programm „Profivereine machen Schule“ bieten die Profivereine nun in Kooperations-Kitas regelmäßig altersgerechte und kostenlose Sportangebote für drei- bis sechsjährige Kinder an. Vorschulkinder können an jahrgangsübergreifenden Bewegungsangeboten mit Kindern der 1. Klassen der umliegenden Schulen teilnehmen. Bei allen Angeboten arbeiten Kita-Fachkräfte und Übungsleitungen in Tandems zusammen.

Sandra Scheeres: „Viele Kinder kennen Sport nur aus dem Fernsehen. Wir wollen ihre  eigene Bewegungslust wecken und fördern. Sie sollen möglichst früh erleben, dass es Spaß macht, sich zu bewegen und mit anderen gemeinsam Sport zu treiben. Denn Bewegung ist gesund und die Grundlage für viele Lernprozesse. Durch die Kooperation mit den Vereinen erfolgt zugleich eine Qualifizierung der Fachkräfte in den Einrichtungen. Ich freue mich, dass sich die Profivereine auch im Bereich der frühkindlichen Förderung engagieren.“

Kaweh Niroomand, Sprecher der Profivereine: „Mit unserem Programm ‚Profivereine machen Schule‘ begeistern wir seit 2012 sehr erfolgreich Berliner Grundschüler dafür, mehr Sport zu treiben. Es ist großartig, dass wir dieses Modellprojekt nun gemeinsam mit der Senatsverwaltung auf Kitas ausweiten konnten. Bewegungsangebote für die Kleinsten sind der nächste logische Schritt für das zukünftige Zusammenspiel von Kita, Schule und Sportverein. Bewegung, Sport und Spiel werden so gesichert in den Alltag der Kinder eingebaut und sind nicht mehr abhängig vonder elterlichen Eigeninitiative.“

Derzeit kooperieren 17 Kitas mit den Profivereinen. Anfang 2019 werden weitere 20 Einrichtungen in das Programm aufgenommen. Für „Profivereine machen Kita“ stehen im Doppelhaushalt 2018/19 pro Jahr 500.000 Euro zur Verfügung. An dem Programm werden in Zusammenarbeit mit der Sportjugend auch Breitensportvereine beteiligt.

Quelle: Füchse Berlin Handball

Eisbären vor dem DEL Saisonstart

Fast so wie die letzte Saison aufhörte, so wird die kommende beginnen. Am ersten Spieltag erwarten die Eisbären, als amtierender Vize-Meister den aktuellen Meister RB München. Vor einer Saison steht als erstes die Frage nach dem Ziel. Auf jeden Fall sollen die Playoffs erreicht werden. Das ist nur das Minimal-Ziel, nach dem guten Abschneiden in der letzten Saison ist der erneute Einzug in die Finalserie anzustreben. Der spielende Kader mit 5 Abgängen und bisher 8 Neuzugängen hat dafür das Potential.

Uwe Krupp verließ die Eisbären nach der Finalserie Foto: Stephan Wenske

Der Trainer Uwe Krupp ging oder sollte von Bord gehen, sein bisheriger Co-Trainer Clement Jodoin hat dafür das Zepter übernommen. Das hat Vorteil, dass der „Neue“ keine Einarbeitungszeit benötigte. Die Eisbären haben mit dem 66jährigen Jodoin den aktuell ältesten aller DEL-Cheftrainer verpflichtet. Sein Vertrag gilt bis 2019. Der Eishockeyfachmann tritt ein großes Erbe an.

In der Vorbereitungsphase sah es lange gut aus, genau bis zum Beginn der Champions-Hockey League. Waren die beiden Heimspiele gegen den EV Zug aus der Schweiz und Kometa Brno aus Tschechien noch knappe Angelegenheiten, die am Ende mit Niederlagen endeten. So war die 1:6 Niederlage beim Rückspiel in der Schweiz recht deutlich. Beim Rückspiel in Brno wurde nicht nur das Spiel verloren und die letzte Chance auf das Überstehen der Gruppenphase eingebüßt. Bei der knappen 3:4 Niederlage verletzte sich der als Nachfolger von Petri Vehanen im Tor vorgesehene Marvin Cüpper. Nach Medienberichten wird er 8 bis 10 Wochen ausfallen. Die Eisbären wollten das Wagnis eingehen, mit zwei jungen Torhütern, Cüpper (24 Jahre) als Nummer eins und Maximilian Franzreb (22 Jahre) durch die Saison zu gehen. Es könnte sein, dass die Eisbären kurzfristig noch einen erfahrenen Torhüter verpflichten. Bis dahin schlägt die Stunde für Franzreb, sein Back-up dürfte dann Konstantin Kessler vom Kooperationspartner Lausitzer Füchse aus der DEL 2 sein.

Marcel Noebels wechselt in die NHL Foto: Stephan Wenske

Auf der Kaderliste stehen 10 Verteidiger. Die Eisbären verlassen hat Blake Parlett, der sich dem chinesischen KHL Club Kunlun Red Star angeschlossen hat. Dafür sind zwei Neue in der Mannschaft, vom Meister RB München kam Florian Kettemer und aus der American Hockey League wechselte Mark Cundari über den Teich. Vorläufig nicht zur Verfügung steht Constantin Braun. Drei Stürmer haben die Eisbären verlassen. Sven Ziegler sucht in Straubing eine neue Herausforderung, der erst im Verlaufe der vorigen Saison gekommene Rihards Bukarts schloss sich den Schwenninger Wild Wings an und Nicolas Petersen spielt jetzt für Klagenfurt in Österreich. Als Ersatz wurden dafür Brendan Ranford und Colin Smith aus der AHL verpflichtet. Ganz aktuell im Kader steht Routinier Jason Jaspers, der seit 2006 für verschiedene DEL Vereine tätig war. Bereits vor dem DEL Start musste Ersatz für den kurzfristig in die NHL abgewanderten Marcel Noebels gefunden werden. In der Kaderliste stehen mit Jakob Ustorf, Thomas Reichel und Cedric Schiemenz Spieler für die weitere Perpektive.

Das bei den Eisbären nicht ganz so wild getauscht wurde und komplett neue Spielreihen gebildet werden mussten, wie in einigen anderen Vereinen, könnte im ersten Saisondrittel ein Vorteil sein. Die Verletzung von Marvin Cüpper ist gleich ein Schlag ins Kontor. Ein heuriger Hase ist sein Vertreter nicht. In der vergangenen Saison hat er insgesamt 52 Spiele für Weißwasser, darunter 7 Playoff Begegnungen absolviert. Seine Fangquote und Gegentorschnitt können sich sehen lassen. Es waren Spiele in der DEL 2. Man darf gespannt sein, wie die Eisbären in die Saison starten werden.

Hans-Peter Becker

Niederlage gegen Nürnberg

Die Eisbären verloren am Dienstagabend vor 9.631 Zuschauern das Spitzenspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 2:3 in der Verlängerung. Nach zwei sieg- und punktlosen Spielen wurde wenigstens ein Punkt geholt. In der Tabelle sind die Eisbären jetzt auf Platz 3 abgetrutscht. Das ist alles nicht schlimm, in dieser Saison hat sich ein Dreigestirn an der Tabellenspitze etabliert. Mit 67 Punkten nach 33 abolvierten Spielen liegen die Eisbären voll im Plan, der 4. Tabbellenplatz, aktuell gehalten von Grizzlys Wolfsburg , folgt mit einem gebührenden Abstand von 13 Punkten.

Das erste Drittel ging torlos vorüber. Die Gäste aus Nürnberg warteten auf eventuelle Fehler der Eisbären und die Haussherren selbst hatten kein Glück mit ihren Abschlüssen. Im Tor war Petri Vehanen wieder einsatzfähig. Zudem konnte Uwe Krupp 4 Sturmreihen und 7 Verteidiger aufbieten. Von den Stammkräften waren Frank Hördler, Danny Richmond und Florian Busch nicht einsatzfähig.

Im 2. Drittel verstärkten die Eisbären ihre Angriffbemühungen, doch die Tore schossen die Nürnberger. In der 28. und in der 32. Minuten überwanden John Mitchell und Petr Pohl den Eisbären-Goalie. Die Treffer für die Eisbären fielen im Schlussabschnitt. In der 44. Minute gelang ein Powerplay Tor, der Schütze war Nick Petersen. Der viel umjubelte Ausgleich fiel endlich in der 53. Spielminute durch Mark Olver. Beide hatten bis zur Schlussirene ihre Möglichkeiten das Spiel zu entscheiden. Beide Torhüter zeichneten sich aus, so blieb es bei dem leistungsgerechten Remis.

Den Zusatzpunkt holten sich im Spiel 3 gegen 3 die Gäste aus Franken. Die Nummer 91 der Gäste Philippe Dupuis feuerte in der 63. Minute den Puck in die Maschen. Die Eisbären scheinen in dieser Saison ein dankbarer Gegner für die Nürnberger zu sein. Es war bereits der Sieg Nummer drei.

Für die Eisbären geht es am kommenden Freitag auswärts in Krefeld weiter und das nächste Heimspiel wird am 2. Weihnachtstag ausgetragen. Zu Gast sind die Fischtown-Pinguins aus Bremerhaven.

DEL 33. Spieltag 19.12.2017 19:30 Uhr MB-Arena Berlin
EHC Eisbären Berlin – Thomas Sabo Ice Tigers Berlin
Zuschauer: 9.631

Die Eisbären spielten:
1. Reihe: Oppenheimer, Thomas – Rankel, André – Buchwieser, Martin – Parlett, Blake – Braun, Constantin
2. Reihe: Fischbuch, Daniel – Aubry, Louis-Marc – Noebels, Marcel – Wissmann, Kai – Baxmann, Jens
3. Reihe: Petersen, Nick – Sheppard, James – Backman, Sean – DuPont, Micki – Müller, Jonas
4. Reihe: Ziegler, Sven – Olver, Mark – MacQueen, Jamie – Adam, Maximilian
Tor: Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer: Uwe Krupp

Torfolge
0:1 Mitchell, John (Pföderl, Leonhard) , EQ, 27:51
0:2 Pohl, Petr (Möchel, Marius, Alanov, Eugen) , EQ, 31:31
1:2 Petersen, Nick (Backman, Sean, DuPont, Micki) , PP1, 43:12
2:2 Olver, Mark (MacQueen, Jamie) , EQ, 52:04
2:3 Dupuis, Philippe (Segal, Brandon) , EQ, 62:17

Strafen
Eisbären Berlin: 8 (2, 4, 2)
Thomas Sabo Ice Tigers: 8 (0, 2, 6)

DEL Playoffs – Eisbären sind im Viertelfinale

Die Erfahrungen mit den Pre-Playoffs waren bisher nicht die besten. Nach den zwei Meisterschaft in Folge 2005 und 2006 blieben die Eisbären ein Jahr später bereits in der „best of three“ Serie hängen. Diese bittere Erfahrung, bereits zum Viertelfinale nur Zuschauer zu sein, wiederholte sich 2014 und 2015. In diesem Jahr hat es funktioniert. In Straubing konnte der entscheidende Sieg geholt werden. Das Spiel 1 der Serie gewannen die Eisbären mit 3:1. Dafür reichte die reguläre Spielzeit von 60 Minuten. Das Spiel 2 in Straubing war ein Krimi am Freitagabend. Nach 60 effektiven Spielminuten stand es 2:2. Für die Eisbären hatten Alex Roach und Spencer Machacek getroffen. Es ging in die Verlängerung. Wer das nächste Tor schießt gewinnt das Spiel. Ein Tor für die Eisbären und für Straubing beginnt der Urlaub und die Eisbären wären im Viertelfinale. Es vergingen 40 weitere effektive Spielminuten ohne ein Tor. Chancen waren auf beiden Seiten genug vorhanden. Die Entscheidung fiel im 6. Drittel, in der insgesamt 114 Minute des Spiels. Jamie Macqueen wurde zum Monster. Er traf zum 3:2 für die Eisbären und hielt die Saison weiter am Leben. Ein bisschen Glück braucht es manchmal für den Erfolg. Sie hatten gut gearbeitet und wurden belohnt.

Für die Fans der Eisbären bedeutet das, es gibt mindestens noch 2 Spiele in der heimischen Arena am Ostbahnhof, die Sommerpause muss warten. Der Gegner im Viertelfinale sind Adler Mannheim. Der Tabellenzweite der Hauptrunde ist der Favorit und hat das erste Heimrecht. Los geht es am kommenden Dienstag, am 07. März mit Spiel 1 in Mannheim. Das erste Heimspiel der Serie für die Eisbären ist für Freitag, den 10. März terminiert.

Hans-Peter Becker

DM-Bronze für Jungstar Taekwondoka Maik Erdmann  

Jungstar Maik Erdmann kehrte mit der Bronzemedaille von der Deutschen Jugendmeisterschaft zurück.

Maik Erdmann (Rote Weste) Deutsche Jugend Meisterschaft TKD Elite Berlin

Mehrere Wochen lang hatten sich drei Sportler von Taekwondo Elite Berlin e.V. intensiv auf den Auftritt bei den Deutschen Jugendmeisterschaft im Vollkontakt vorbereitet, bei denen sie sich in Ingolstadt hohe Ziele gesetzt hatten. Am Ende des Tages gelang es aber nur dem jüngsten, Maik Erdmann, mit dem Gewinn der Bronzemedaille der Sprung auf das Treppchen. Als einer der jüngsten Teilnehmer der im letzten Jahr noch in der Kadettenklasse gekämpft hatte und im Oktober 2016 Vize Deutscher Meister wurde, konnte sich gleich bei seiner ersten Deutschen Jugend Meisterschaft den 3. Platz beim Taekwondo-Titelkampf sichern. Selbst nur knapp über 14 Jahre alt, musste sich der neue Bronze-Gewinner bei diesem Turnier, das in Ingolstadt ausgetragen wurde, gegen die stark besetzten Gewichtsklassen der 14 bis 17-Jährigen behaupten. Maik Erdmann gewann nach einem Freilos seinen Vorkampf gegen den Landeskaderathleten der TUBW souverän mit 17 : 1 Punkten. Erst im Halbfinale musste Maik Erdmann sich nach guter Leistung gegen den Bundeskaderathleten aus Bayern und späteren deutschen Meister der Klasse geschlagen geben. Maik E. ist noch jung, es war seine erste Deutsche Jugendmeisterschaft und er hat Potenzial – er hat allen Grund nach vorne zu schauen. Gratulation Maik Erdmann!!!

Maik Erdmann & Trainer Sven Fröscher TKD Elite Berlin

Der Junge Bundes-Kaderathlet, Mohammed Mansour aus Berlin, hatte an diesem Tag viel Pech, denn er wurde zu Unrecht nach einem souveränen Sieg und im zweiten Kampf mit einem großen Punktevorsprung durch den Kampfrichter-Neuling als Verlierer erklärt! Mohammed M. kassierte nach einer Punkteführung in der zweiten Runde ein Lucky Punch, der Kampfrichter zählte ihn bis acht an und fragte ob er weitermachen kann ,, Mohammed M. erwiderte ganz klaren Worten: Ja klar kann ich weiter kämpfen!“ Der Kampfrichter war etwas mit der Situation überfordert und erklärte Mohammed M. ohne ersichtlichen Grund und ohne dass der Ring-Arzt sich ein Urteil über den gesundheitlichen Zustand des jungen Sportlers machen konnte, als Verlierer! Nach Protest und Rücksprache mit dem Oberkampfrichter war das Verhalten nicht nach Regelwerk! Und der Kampf konnte somit nicht wiederholt werden! Wäre der Gegner damit einverstanden gewesen, so hätte der Kampf wiederholt werden können! Das hat TKD Elite Berlin eine Medaille gekostet.

Wir stellen hier  in Frage! Wenn eine Regelwidrigkeit vom einem Kampfrichter-Neuling gemacht wurde, warum entscheidet dann der Gegner ob der Kampf wiederholt werden kann oder nicht? Sollte das nicht bei der Kampfrichter Jury liegen?

 

Neueinsteiger Daniel Houben  ging ebenfalls in einer stark besetzten Klasse bis 80 Kg an den Start. Nach einem souveränen Auftaktsieg musste sich Daniel Houben leider im zweiten Kampf geschlagen geben und blieb ohne Medaille.

Auch wenn alleine Maik Erdmann mit einer Medaille aus Ingolstadt zurückkehrte, zog Elite Berlin ein positives Fazit der Meisterschaft unter den Motto, dass lehrreiche Niederlagen manchmal mehr Wert sein können, als einfache Siege und im Hinblick auf die kommende hochwertigen Turniere durchaus hilfreich sein können.

Sven Fröscher / TKD Elite Berlin