Hannover benötigt einen Sieg gegen Spandau

Spielort: Stadionbad Robert-Enke-Str. 5, 30169 Hannover

Spielbeginn: Mittwoch, 20.04.2022, 18:15 Uhr

Der 13. Spieltag der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe B hat für die Wasserfreunde Spandau 04 in Bezug auf das Final 8 im Juni in Belgrad keine entscheidende Bedeutung mehr. Als aktueller Gruppen-Sechster mit 10 Punkten aus den bisherigen 12 Spielen ist der 4. Platz, nicht mehr zu erreichen.

Dennoch ist diese Begegnung besonders wichtig. Waspo 98 Hannover belegt mit aktuell 17 Punkten zurzeit den 4.Platz. Um die Qualifikation für die Endrunde der Champions League sicher zu haben, benötigen die Niedersachsen einen Sieg gegen die Berliner.

Waspo Hannover hatte sich am vergangenen CL-Spieltag bei OSC Budapest mit 17:12 mit einer anspruchsvollen Leistung den vierten Rang erarbeitet. Vier Zähler haben die Niedersachsen nun Vorsprung vor den Ungarn, die allerdings noch zwei leichte Partien daheim gegen Roter Stern Belgrad und bei Steaua Bukarest zu bestreiten haben. Geht man davon aus, dass die Ungarn beide Spiele gewinnen, darf sich Hannover gegen Spandau und Jug Dubrovnik keine zwei Niederlagen leisten, um nicht im letzten Moment die angestrebte Teilnahme am Finale doch noch zu verlieren.

Spandaus Motivation dürfte von daher ungebremst sein. Hinzu kommt, dass das jüngste Duell der beiden deutschen Top-Klubs am 5. April in Hannover in der Bundesliga mit 14:10 zugunsten der Berliner ausging und die Berliner damit den 1. Platz in der Hauptrunde und den Spitzenplatz für die Meisterschafts-Playoffs entschied.

Zwar schonte Hannover-Coach Karsten Seehafer einige Stammkräfte im Hinblick auf die nachfolgende CL-Begegnung in Budapest, doch war das Aufgebot des Teams dennoch hochkarätig.

„Ein Sieg gegen uns würde Hannover zum Champions-League-Finalisten machen. Aber einen Sieg bekommt man nicht geschenkt. Wir haben in der laufenden Saison nicht nur einmal, sondern den Supercup Ende Oktober 2021 einbezogen, schon dreimal bewiesen, dass wir Waspo schlagen können. Im CL-Hinspiel in Berlin gab es ein Remis. Wir sind gegen Hannover saisonal ungeschlagen. So soll es bleiben,“ ist die eindeutige Meinung vom Spandauer Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Wasserfreunde Spandau/Peter Röhle

BR Volleys – ein schwieriges Unterfangen

Nach dem Auftaktspiel der Playoff-Finalserie 2022 liegt das berühmt-berüchtigte Momentum aufseiten des VfB Friedrichshafen. Dieses nun am Mittwoch (20. Apr um 20.00 Uhr) auswärts in der ratiopharm Arena Ulm/Neu-Ulm zurückzugewinnen, wird für die BR Volleys ein äußerst schwieriges Unterfangen. Nach kurzem „Wundenlecken“ während der Osterfeiertage, wird der Titelverteidiger in Match zwei aber nichts unversucht lassen, eine Antwort auf dem Court zu geben.

Hochkochende Emotionen, nervenaufreibende Video-Challenges und Matchbälle für beide Mannschaften. Das erste „Duell der Giganten“ im Playoff-Finale war das erwartete Volleyballspektakel. Das dürfte sich auch in den weiteren Partien dieser Serie kaum ändern, wobei nach der 2:3-Heimniederlage nun die BR Volleys gefordert sind, überhaupt für mehr als drei Spiele zu sorgen. Die Hauptstädter konnten ihre 2:0-Satzführung und zwei Matchbälle nicht in den erhofften, immens wichtigen Auftaktsieg ummünzen.

Am Ostersonntag hatte die Mannschaft Zeit, den knappen Ausgang (14:16 im Tiebreak) zu verarbeiten, am Montag bat Coach Cedric Enard sein Team wieder in die Trainingshalle und am Dienstag stand für Jeffrey Jendryk der MRT-Termin an. Der Mittelblocker war in Satz zwei des Auftaktspiels umgeknickt und wurde von seinen Mitspielern vom Parkett getragen. „Jeff hat eine Bänderverletzung am rechten Sprunggelenk. Für Spiel zwei am Mittwoch wird er definitiv ausfallen. Alles weitere werden wir in den kommenden Tagen sehen“, begräbt Geschäftsführer Kaweh Niroomand noch nicht alle Hoffnungen auf eine Rückkehr des US-Amerikaners im Saisonfinale.

Trotz dieses personellen Rückschlags und der Auftaktniederlage ist der Siegeswille des BR Volleys Teams ungebrochen. Selbstbewusste Friedrichshafener, die sich von einem 0:2-Satzrückstand nicht aus der Bahn werfen ließen, zeigten sich letztlich entschlossener und entrissen den Hauptstädtern damit den Heimvorteil – und vielleicht auch psychologischen Vorteil? Benjamin Patch, Berlins Punktbester in Spiel eins, sieht das anders: „Es ist doch so, die Geschichte der BR Volleys und der Finals gegen Friedrichshafen ist stets geprägt von Höhen und Tiefen, in den letzten Jahren meist mit dem glücklicheren Ende für uns. Das ist aber nicht selbstverständlich und muss sich jedes Mal aufs Neue hart erarbeitet werden. Wir sind nach dem ersten Duell weder gestresst noch ängstlich. Ich würde sogar sagen, wir sind glücklich, einen Gegner wie Friedrichshafen zu haben.“

Um die Finalserie wieder offen zu gestalten, wird jedoch auch eine Leistungssteigerung notwendig sein. Vor allem im Mittelblock und Außenangriff zeigte sich Friedrichshafen am Samstag stärker. Was insbesondere daran lag, dass Daniel Muniz den verletzten Leistungsträger Vojin Cacic (Achillessehnenriss und Saisonende) hervorragend vertrat und Lucas van Berkel ein überragendes Spiel machte. Mit allein sieben Blockpunkten setzte der Kanadier die Häfler Dominanz aus dem Halbfinale gegen Düren fort. Gegen diesen hohen VfB-Block dauerhaft ein Mittel zu finden, wird eine große Herausforderung für die BR Volleys sein. Wenn mit einer guten Annahme die Grundlage gelegt werden kann, sind Variabilität und Tempo im Angriff wichtig. Für diese Elemente ist Kapitän Sergey Grankin zuständig, der sich gemeinsam mit seiner Mannschaft am Mittwoch in Ulm zurück in dieses Playoff-Finale kämpfen und spielen will.

Playoff-Finale
Spiel 2 | 20. Apr | Mittwoch | 20.00 Uhr | ratiopharm arena
Spiel 3 | 23. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Mögliches Spiel 4 | 27. Apr | Mittwoch | 20.00 Uhr | ratiopharm arena
Mögliches Spiel 5 | 30. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Erfolge nur im Oberhaus – Berliner Profifußball im Überblick

Pressekonferenz nach dem Spiel Foto: © Hans-Peter Becker

Zunächst mussten am Osterwochenende die Profis von Viktoria ran. Am Samstag empfingen sie im Jahnsportpark den MSV Duisburg. Der Meidericher Spielverein war einst ein Gründungsmitglied der Bundesliga und gehörten 19 Jahre der Bell-Etage des Westdeutschen Fußballs an. Zwischenzeitlich ging es runter bis in die Amateurliga. Die Rückkehr in den bezahlten Fußball wurde 1988 geschafft. Es folgten sogar 9 weitere Bundesligaspielzeiten, die Zebras wurden zu einer Fahrstuhlmannschaft. Erst pendelten sie zwischen erster und zweiter Liga und seit 2013 zwischen der zweiten und der dritten Liga. Dem Verein fehlt das nötige Geld und zudem drücken Altlasten auf den Etat. Eine Rückkehr in den „richtig bezahlten Fußball“ scheint in weite Ferne gerückt. Auf weiteres Jahr im Unterbau können sich die Duisburger wohl einrichten. In Berlin gelang ihnen ein 1:0 Erfolg und wohl mehr als die halbe Miete für den Klassenerhalt. Kann sein, dass sich Viktorias Trainer bei seinem Matchplan etwas verwachst hat. Was gegen Magdeburg funktionierte, ging gegen den MSV in die Hose. Glücklicherweise verlor am Tag darauf der SC sein turbulentes Heimspiel gegen 1. FC Magdeburg mit 4:5, so bleiben die Himmelblauen weiter über dem Strich. Zum nächsten Auswärtsspiel geht es zu den so gut wie abgestiegenen Würzburger Kickers, die in der letzten Saison noch Zweitligist waren. Sollten sie gegen Viktoria verlieren, wäre der Absturz in die Bayernliga besiegelt.

Am selben Tag bescherte die Hertha ihren Anhängern lange nicht gekannte Glücksgefühle und ergriff den wohl letzten Strohhalm. Jedenfalls sind nach dem 1:0 Erfolg in der Fremde bei den mit gefährdeten Augsburgern die Chancen auf den Klassenerhalt wieder realistischer. Ein bisschen Glück gehört eben auch dazu.

Am Sonntag waren die Eisernen die wohl sicherste Bank für alle Freunde von Fußballwetten. Die Frankfurter von der Eintracht waren zu euphorisiert von ihrem Sieg im Camp Nou zu Barcelona. Die Eisernen führten nach nur 21. Minuten 2:0 und das reichte gegen die Siegestrunkenen. Du musst eben auch Glück mit dem Spielplan haben. Am Mittwoch, 20. April, steht das Halbfinale im DFB-Pokal gegen RB Leipzig an. Mal sehen, ob die Eisernen in dieser Saison dann zum fünften Mal ihren Mannschaftsbus vor dem Olympiastadion parken dürfen. Sollten sie es schaffen, kommen als Gegner der FC Freiburg oder der HSV in Betracht. Ein Witzbold meinte, alles Mannschaften, die sonst keine Chance auf einen Meistertitel haben. Den wird auch in diesem Jahr, wie üblich, der FC Bayern holen. Es wäre der zehnte in Folge und das hat, mal gesamtdeutsch betrachtet, nur der BFC Dynamo geschafft.

Hans-Peter Becker

Eisbären – souveräner Sieg am Gründonnerstag

Im dritten Spiel der Viertelfinalserie merkte man beiden Mannschaften die Bedeutung des Spiels an. Matchball verwandeln oder Saisonende, mit prügeln gewinnt man kein Spiel, es geht besser, sich auf Schlittschuhlaufen, passen und schießen zu besinnen. Das machten die Kölner und mussten die Überlegenheit der Eisbären anerkennen. Schlussendlich hieß es nach 60 regulären Spielminuten 4:0 für den Titelverteidiger und das war der Einzug in das Halbfinale. Kölns Trainer Uwe Krupp meinte, dass seine Mannschaft keinen Hebel gefunden hat und so dem Ergebnis immer hinterhergelaufen ist.

Über 13.000 Zuschauer, nicht ganz ausverkauft, waren in der Arena und wer wollte, konnte gleich Karten für die beiden garantierten Heimspiele 20.04. und 24.04. erwerben. Unter den Eishockeyfans waren auch die Spieler der BR Volleys. Sie haben bereits das geschafft, was das Ziel der Eisbären ist, das Erreichen der Finalrunde.

Die Eisbären sind das einzige Team, dass glatt mit drei Siegen in Folge ins Halbfinale marschiert ist. In den drei anderen Viertelfinales ist mindestens ein viertes Spiel nötig.

Die Tore fielen in der 3., 28., sowie in der 45. und 55. Minute. Wie im zweiten Spiel in Köln, es fiel ein schnelles Tor. Die erste Eiszeit der vierten Sturmreihe war der Dosenöffner, Manuel Wiederer der Vollstrecker. Zachary Boychuk, der doppelt traf und Giovanni Fiore waren die anderen Torschützen.

Hans-Peter Becker

BR Volleys – Termine für das große Finale

Das „Duell der Giganten“ ist perfekt! Gestern Abend ist das BR Volleys Team mit einem 3:1-Auswärtssieg zum elften Mal in Folge in das Finale um die Deutsche Meisterschaft eingezogen. Dort wartet – wie kann es anders sein – der ewige Rivale und aktuelle Pokalsieger VfB Friedrichshafen auf die Berliner. Bereits am Ostersamstag (16. Apr um 18.30 Uhr) startet in der Max-Schmeling-Halle die “best of five“-Serie.

Der VfB Friedrichshafen gewann nicht nur im Februar das Pokalfinale, sondern hat sich auch eindrucksvoll in diese Endspiele vorgekämpft. Erst bewies die Mannschaft von Coach Mark Lebedew im Viertelfinale nach einem 0:1-Rückstand gegen Herrsching starke Nerven, dann rangen die Männer vom Bodensee die vor den Playoffs besserplatzierten Dürener im Halbfinale in nur drei Duellen (3:2, 3:0, 3:2) nieder.

Somit ist erneut alles angerichtet für eine denkwürdige Finalserie auf Topniveau und die dazugehörigen Geschichten, die wohl nur das Duell der ewigen Rivalen schreibt. Die Finaltermine sind bereits fixiert: Der Auftakt findet am 16. Apr, also am Ostersamstag, in der Max-Schmeling-Halle statt, bevor es am 20. Apr in der ratiopharm Arena von Ulm für das BR Volleys Team zum ersten Auswärtsauftritt kommt. Das dritte Match steigt am 23. Apr im Berliner Volleyballtempel.

Das Playoff-Finale im Überblick:
Spiel 1 | 16. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Spiel 2 | 20. Apr | Mittwoch | 20.00 Uhr | ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm
Spiel 3 | 23. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Mögliches Spiel 4 | 27. Apr | Mittwoch | 20.00 Uhr | ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm
Mögliches Spiel 5 | 30. Apr | Samstag | 18.30 Uhr | Max-Schmeling-Halle

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Foto: © Andreas Gora

BBSC gewinnt im letzten Saisonheimspiel

BBSC Berlin – Stralsunder Wildcats 3:0 (21, 19, 22)

Einen in der Höhe überraschenden Heimsieg feierten die Mädels des BBSC Berlin am Samstagabend im Nordostderby gegen die Stralsunder Wildcats mit 3:0.

Richtig intensiven Applaus gab es nach dem Spiel von den Zuschauerrängen für beide Mannschaften, die dem Publikum ein wirklich gutes und attraktives Spiel geboten hatten. Beide Teams traten coronabedingt nicht mit voller Besetzung an. Beim BBSC fielen erneut 5 Spielerinnen aus. Während Anna Leweling in das Team nach Coronainfektion zurückkehrte, musste Isabel Böttcher covidbedingt pausieren. Leona Klamke stand zwar auf dem Spielberichtsbogen, wurde aber verletzungsbedingt nicht eingesetzt. Mit Alina Gottlebe-Fröhlich stand die einzige einsetzbare Auswechselspielerin zur Verfügung, brauchte aber nicht eingesetzt werden.

Bei Stralsund fehlte Zuspielerin Svenja Enning, Laura Kurze und Marlene Knoblauch fielen ebenso aus. Da auch die 2. Zuspielerin Lisa Senger nach Corona-Infektion noch nicht ganz fit war, beorderte Trainer Hinz Sabrina Dommaschke auf die Zuspielposition – die etatmäßige Libera hatte bereits in vergangenen Spielzeiten nicht selten im Zuspiel die Fäden gezogen. Hinz brachte dann abwechselnd Senger und Dommaschke und beide machten ihre Sache gut.

Stralsund startete in das Spiel mit erfolgreichen Angriffen und es dauerte ein paar Minuten, bis sich der BBSC darauf eingestellt hatte. Nach dem 8:2 zu Gunsten der Gäste war schon beim 12:12 der Ausgleich herbeigeführt, beide Teams schenkten sich nichts. Dem Schlussspurt von Anna Leweling mit einer schönen Aufschlagserie und 5 Punkten in Folge hatte Stralsund nichts entgegen zu setzen.

Den 2. Satz gestalteten beide Teams bis zur 2. technischen Auszeit ausgeglichen, erneut konnte sich der BBSC nachfolgend mit einer Aufschlagserie von Annalena Grätz absetzen. Den 3. Satz wollten sich die Gäste dann ganz dringend holen und führten bis zum 17:14, ehe der BBSC erneut mit Aufschlägen von Antonia Lutz zum Schlussspurt ansetzte. Beide Teams boten ein technisch-taktisch gutes Zweitligaspiel, in dem der BBSC nicht nur mit Kampfkraft, sondern auch mit Spielfreude und guter Umsetzung der Taktik überzeugte. Mit einer gut funktionierenden Block-Feldabwehr und aggressivem Aufschlagspiel gerade in den Schlussphasen der Sätze hatten die Berlinerinnen leichte Vorteile gegenüber den Gästen, die zumindest zeitweise im Annahmespiel Nachteile hatten – mit allen Konsequenzen, denn der nachfolgende Spielaufbau war für den BBSC leichter ausrechenbar, die Abwehr war eher zu positionieren.

Berlins Trainer Ole Schröter konnte mit einem Lächeln den Sieg gegen den BBSC- Trainer der letzten beiden Jahre und durchaus guten Freund Robert Hinz verbuchen: „Eine kleine Revanche für die Niederlage im Auswärtsspiel war an der Zeit. Heute konnten wir trotz unserer personellen Probleme – die 7 aktiven Spielerinnen haben völlig ohne Auswechslung durchspielen müssen – zeigen, welchen erfolgreichen Volleyball wir spielen können. Ich möchte mich anlässlich des letzten Saisonheimspiels bei allen Helfern im Umfeld bedanken, die den Zweitligabetrieb überhaupt erst ermöglichen, von den Sponsoren über den Vereinsvorstand bis zu den Ehrenamtlichen bei den Spieltagen. In der zweiten vollständigen Coronasaison engagieren sich viele im Verein allen Widrigkeiten zum Trotz aber nicht nur für die Zweitligamannschaft, auch die Nachwuchsarbeit kommt nicht zu kurz. So hat die U18-Mannschaft des BBSC erstmalig in der Vereinsgeschichte die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft erreicht – einfach eine tolle Leistung.“

Die MVP-Medaille bei den Gästen wurde Zuspielerin Sabrina Dommaschke verliehen, auf Berliner Seite erhielt Libera Paula Morgenroth für ihre starken Abwehrleistungen die goldene MVP Medaille.

Für den BBSC folgt nur noch ein Auswärtsspiel in der Saison: am 23. April wird in Bonn aufgeschlagen.

Für den BBSC im Einsatz: Leona Klamke, Paula Morgenroth, Roxana Vogel, Anna Leweling, Annalena Grätz, Antonia Heinze, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll

Siegesserie der Füchse gerissen

32:32 gegen Hannover-Burgdorf

Die 44. Minute hätte für die Füchse zum Wendepunkt des Spiels werden können. Zum ersten Mal (!!) gingen sie gegen den Tabellen-14. in Führung. Abwehrchef Viran Morros traf vom eigenen Kreis ins leere Gästetor. Hannover hatte wegen einer Zeitstrafe den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Der Treffer des 38-jährigen Spaniers sorgte auch für den erwarteten Push. Zehnmal warfen die Gastgeber danach einen Vorsprung heraus, einmal sogar mit zwei Toren (29:27/55.). Zum Sieg reichte es aber nicht, weil sich die Berliner nach jedem erfolgreichen Torwurf einen Konter einfingen. Als Hannover zwei Sekunden vor der Schlusssirene mit schönem Kempa-Trick-Tor zum letztlich gerechneten 32:32 ausglich, war die Füchse-Serie von acht Bundesliga-Siegen in diesem Jahr gerissen.

Bereits der Start ins Spiel war den Füchsen vor 5.866 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle misslungen. Bereits nach fünf Minuten lagen sie gegen die „Recken“ aus der niedersächsischen Metropole mit 2:5 zurück. Hannover spielte mit sehr variabler Deckung und die Abwehrspieler fassten auch hart zu. Das schien die Füchse zu beeindrucken. Zu kompliziert zogen sie ihr Angriffsspiel auf, warfen teilweise über-hastet oder scheiterten an Hannovers Torhüter.

Die Gäste, die von Ex-Fuchs Sören Christophersen und Assistenz-Trainer Hedmar Felixsson gecoacht wurden (Cheftrainer Christian Prokop in Corona-Quarantäne) traten selbstbewusst auf und waren sowohl vom Kreis, als auch mit Würfen aus dem Rückraum erfolgreich. Zudem hatte Füchse-Torhüter Dejan Milosavlev nicht seinen besten Tag erwischt. Erst kurz der Pause ging ein Ruck durch die Reihen der Gastgeber. Dennoch ging es mit 13:15 in die Pause. „Die ersten 30 Minuten waren wir nicht da, haben nicht das Niveau erreicht, welches wir zeigen können“. Lautete die ernüchternde Bilanz von Füchse-Coach Jaron Siewert.

Mit sichtbar anderer Körpersprache und zum Teil veränderter Aufstellung (Milos Vujovic auf Linksaußen) hatten die Berliner in der zweiten Spielhälfte mehr Zugriff auf das Spiel. Weil die Zahl der Fehler beim Abschluss und im Abwehrverhalten jedoch nicht entscheidend reduziert werden konnte, reichte es nur zum Remis.

Die Füchse rutschten dadurch in der Tabelle auf Rang 3 ab. „Wir haben immer noch die Chance und solange geben wir alles“, fasste Jakob Holm mit Blick auf den verlustig gegangenen zweiten Platz (berechtigt zur Teilnahme an der Champions-League) zusammen. „Als Nächstes ist Magdeburg dran. Das ist ein vier-Punkte-Spiel“, so der dänische Nationalspieler.

Die Partie beim Bundesliga-Tabellenführer findet nach Länderspiel-Pause und Pokal-Final-Four-Turnier am 1.Mai in Magdeburg statt.

Für die Füchse im Einsatz: Wiede (3), Holm (3), Andersson (3), Lindberg (11/8), Morros (1),Matthes (1) Vujovic (4), Marsenic (3), Drux (3)

Herbert Schalling

Eisbären starten mit einem Sieg in die Play-offs

Im Gegensatz zu dem Viertelfinalgegner hatten die Eisbären eine Woche Pause zur Vorbereitung auf den Start in die Play-offs. Die Kölner Haie hatten ihr Play-off Ticket erst in letzter Sekunde gelöst und mussten zunächst Ingolstadt aus dem Weg räumen.

Die Anfangsphase des Spiels gehörte den Eisbären, die gleich zeigen wollten, wer hier der Herr im Hause ist. Die Haie hielten mit der üblichen Play-off-Härte dagegen. Nach nur fünf Minuten Spielzeit gerieten bereits Eisbär Jonas Müller und Kölns Alexander Oblinger aneinander. Beide gingen dafür in die Kühlbox wegen übertriebener Härte. Es gab hochkarätige Torchancen und unglaubliche Torhüterleistungen, wobei Justin Pogge im Haie Tor zunächst mehr gefordert war. Das Anfangsdrittel verging torlos.

Die von den Fans ersehnten Tore fielen dann im Mittelabschnitt. Das erste Play-off-Tor für die Eisbären des Jahrganges 2022 war Marcel Noebels vorbehalten. Unbedingt muss hier die Vorarbeit von Matt White (es war nicht White, sondern Leonard Pföderl – wurde von den Schiedsrichtern falsch wahrgenommen) erwähnt werden. Das 1:0 für die Eisbären fiel in der 21. Minute und zehn Minuten später erhöhte Leo Pföderl auf 2:0. Ellis Morgans Schuss fälschte er unhaltbar für Pogge ab. Anschließend ließen beide es etwas ruhiger angehen. Die Eisbären überstanden eine Unterzahl. Zudem scheiterte für Köln Jonathan Matsumoto an Niederbergers Fanghand.

Mathias Niederberger in Aktion Foto:© Hans-Peter Becker

Was ging noch für die Gäste im Schlussdrittel? Zunächst mussten die Domstädter eine Unterzahl überstehen. Das Überzahlspiel der Eisbären ist in dieser Spielzeit nicht unbedingt eine herausragende Stärke. Die beiden Treffer im Mittelschnitt fielen in voller Mannschaftsstärke. Die Eisbären versäumten es, den Sack zuzubinden und so kam es, wie es im Eishockey vorkommen kann. Köln schaffte in der 54. Minute den Anschlusstreffer durch David McIntyre. Es war noch genug Zeit für ein Comeback. Der Vorsprung hielt und zwei Minuten vor dem regulären Ende nahm Uwe Krupp eine Auszeit und seinen Torhüter vom Eis. Jetzt spielten sich turbulente Szenen vor dem Tor der Eisbären ab. Die Sekunden vergingen und der erste Play-off-Sieg war unter Dach und Fach.

Die Halle war nicht ganz ausverkauft, es bot sich endlich wieder ein stimmungsvoller Rahmen. Es waren 10.692 Zuschauer, darunter etliche Fans der Haie, in der Arena. Zuletzt hatte es ein Play-off Spiel unter diesen Bedingungen am 29. März 2019 gegeben.

Weiter geht es am Dienstag, 12. April in Köln. Es werden drei Siege benötigt, um in das Halbfinale einziehen zu können.

10.04.2022 14:00 MB-Arena Berlin Play-off Viertelfinale Spiel 1

EHC Eisbären Berlin – Kölner Haie 2:1 (0:0/2:0/0:1)

Hans-Peter Becker

Machtdemonstration – Union gewinnt 4:1 vor 75.000 Zuschauern

Die Torfolge:

0:1 Haraguchi (31.)

1:1 Eigentor Baumgartl (49.)

1:2 Prömel  (53.)

1:3 Becker (74.)

1:4 Michel (85.)

Chefredakteur Christian Zschiedrich

Der 1. FC Union erzielt im Derby fünf Tore. Auch ohne das Eigentor ist das der höchste Sieg in der Bundesliga von den Köpenickern – ausgerechnet gegen Hertha BSC. Fatal: die Alte Dame bleibt bei 26 Punkten und jetzt sind es nur noch fünf Partien in dieser Saison. Union hat jetzt 44 Punkte und spielt weiter ums internationale Geschäft mit. Einerseits finde ich das natürlich sehr gut, andererseits wäre mir zumindest, entgegen meiner Prognose, ein Unentschieden für eine bessere Situation für die Hertha lieber gewesen. Einen anderen Ausgang getippt zu haben, hätte ich verkraftet. Wäre es doch bloß anders gekommen.

Mir geht es wie den Union-Spielern. Hertha soll den Klassenerhalt schaffen! Berlin braucht so ein Fest vor ausverkauftem Haus. Den Unionern muss tatsächlich bescheinigt werden, genauso äußerte sich auch Felix Magath, Union war ganz deutlich die bessere Mannschaft. Ihr Sieg ist also hochverdient. Und hätte Herthas Keeper Lotka nicht so hervorragend gehalten, bei Halbzeit hätte es den Chancen nach durchaus 0:4 stehen können.

So muss das Urteil vor den letzten fünf Spielen einfach heißen: Erkennen wir die Übermacht an. Union war ja schon vor diesem Match der Stadtmeister mit zwei gewonnen Spielen, setzte sich gegen Hertha auch im Pokalderby als Sieger durch. Ich traue der Mannschaft um Trainer Urs Fischer zu, das Pokalfinale im Berliner Olympiastadion zu erreichen – zumindest das, wenn nicht sogar …

So hoffnungsvoll sieht es für Hertha nicht aus. Die Schlappe 1:4 nagt bestimmt am Selbstvertrauen. Die sich offenbarenden Defizite sind schon peinlich. Wie energisch Union unmittelbar nach dem unglücklichen Eigentor den Gleichstand ausbügelte und innerhalb von vier Minuten erkennen ließ: „Wir wollen gewinnen“, das war schon imponierend zu zeigen, wer Herr im fremden Hause ist. Nämlich die Nummer 1 in Berlin!

Wenn Hertha in den nächsten drei Spielen nicht die Wende schafft, wird die Mitgliederversammlung im Mai, oh Gott, ein Fiasko. Die Spieler wurden nach dem 1:4 von den eigenen Fans aufgefordert, die Trikots auszuziehen, sie wären nicht würdig für Hertha zu spielen. Nicht alle, aber einige kamen der Aufforderung nach.

Beim Freudenfest des 1. FC Union im Olympiastadion kam mir plötzlich in den Sinn, dass die Eisernen auch einmal eine andere Zeit erlebten und ich bestrebt war, zu helfen. Der Sargdeckel war so gut wie drauf. Seitens der Hertha war mir dann die Pressekonferenz wieder deutlich vor Augen und Ohren, als einst Otto Rehhagel vorgestellt wurde. Ein mir bekannter Journalist vom Weltexpress wurde des Saales verwiesen. Dummerweise mochte er wahrscheinlich keine „alten Trainer“ und stellte, selbst nach meinem heutigen Empfinden eine „unmögliche“ Frage. Das war bei Hertha natürlich nicht angebracht.

Christian Zschiedrich 

Entschlossen zurückgeschlagen

Headcoach Cedric Enard forderte nach dem verlorenen Spiel zwei eine klare Reaktion und die zeigte sein Team am Mittwochabend in der Max-Schmeling-Halle. In 83 Minuten besiegten die BR Volleys die United Volleys mit 3:0 (25:18, 25:17, 25:22) und sicherten sich so die 2:1-Führung in der Playoff-Halbfinalserie. Nun gilt es, das gute Heimspiel auch auswärts zu bestätigen. Dann können die Berliner am Samstag (09. Apr um 19.00 Uhr) in der Ballsporthalle ihr Finalticket buchen und dem VfB Friedrichshafen ins Endspiel folgen.

Ruben Schott meldete sich wieder fit für dieses dritte Playoff-Halbfinale und gab dem zuletzt wackligen BR Volleys Team wieder Sicherheit. Obwohl die leichten Fehler aus Spiel zwei nicht sofort gänzlich abgestellt wurden, rissen die Berliner die 2.819 mit leidenschaftlicher Block-Abwehr-Arbeit mit. Die Asse von Benjamin Patch und Timothée Carle waren ebenso Highlights wie Nehemiah Motes Block gegen den Hinterfeldangriff seines Landsmannes Max Staples (8:6). Libero Santiago Danani und seine Nebenmänner gaben in der Abwehr weiter alles und belohnten sich dann vorn im Angriff und Block regelmäßig (17:11). Auch die Einwechslung von Cody Kessel machte sich bezahlt. Der US-Amerikaner trug sich direkt auf das Scoreboard ein und Patch machte mit seinem sechsten Punkt den ersten Satzgewinn perfekt (25:18).

Die Hausherren blieben ihrer Linie treu, waren gierig in der Abwehr und präsent im Block. Zwei Aufschlagserien von Jendryk, der sich gegenüber dem letzten Match ebenfalls deutlich steigerte, entschieden den zweiten Durchgang (7:3, 18:10). Zwischenzeitlich setzte es sogar drei Blocks in Folge (zweimal Grankin, einmal Mote). Anders als noch am Samstag zogen diesmal die Berliner Diagonalangreifer Daniel Malescha den Zahn, sodass Gästetrainer Christophe Achten kurzzeitig auf Routinier Jochen Schöps setzte. Carle beendete Satz zwei per krachendem Ass (25:17).

Wie bereits vor einer Woche steigerten sich die Gäste im dritten Durchgang und konnten sich nun häufiger gegen den Block der Männer in Orange durchsetzen (9:11). Erneut war es aber Jendryk, dessen Extraschichten in Aufschlag und Block sich auszahlen sollten. Seine Serie drehte den Satz (14:13) und der spätere MVP Schott unterstrich seine Wichtigkeit für die Mannschaft mit dem Ass zum 17:15. Die Hessen blieben in Kontakt (23:22), bis – natürlich nach einem Jendryk-Service – Patch mit seinem insgesamt 18. Punkt den Matchball zum Sieg verwandelte (25:22). Damit haben die Berliner nun zwei Chancen, ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen, wollen aber gleich die erste am Samstag in Frankfurt nutzen. Bereits als Finalist fest steht seit Mittwochabend auch der VfB Friedrichshafen, der sich mit dem dritten Sieg in der Serie gegen die SWD powervolleys Düren durchsetzte.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: „Ich werde dem Team gleich in der Kabine sagen: Das war Volleyball! Das ist es, was es in den Playoffs braucht! Die Letzten zwei Tage war durchaus Anspannung spürbar, aber die Reaktion der Mannschaft heute war perfekt. Zwei Sätze waren nahezu alle Elemente gut und diesmal haben wir auch im dritten die Kontrolle nicht verloren. Aber das bringt uns alles wenig, wenn wir es am Samstag nicht bestätigen.“

Ruben Schott: „Wir haben heute unser wahres Gesicht gezeigt. Genau mit dieser Aggressivität müssen wir zu Werke gehen und auch bei einer Führung von vier, fünf Punkten nicht nachlassen. Frankfurt wird sich in Spiel vier garantiert wieder steigern und darauf müssen wir vorbereitet sein.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk (MB), Sergey Grankin (Z), Benjamin Patch (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Matthew West, Marek Sotola

Topwerte
Patch 18 Punkte | Carle 10 Punkte, 2 Asse | Schott 9 Punkte, 67 % Angriffsquote | Grankin & Mote 3 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier