Siegesserie der Füchse gerissen

32:32 gegen Hannover-Burgdorf

Die 44. Minute hätte für die Füchse zum Wendepunkt des Spiels werden können. Zum ersten Mal (!!) gingen sie gegen den Tabellen-14. in Führung. Abwehrchef Viran Morros traf vom eigenen Kreis ins leere Gästetor. Hannover hatte wegen einer Zeitstrafe den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Der Treffer des 38-jährigen Spaniers sorgte auch für den erwarteten Push. Zehnmal warfen die Gastgeber danach einen Vorsprung heraus, einmal sogar mit zwei Toren (29:27/55.). Zum Sieg reichte es aber nicht, weil sich die Berliner nach jedem erfolgreichen Torwurf einen Konter einfingen. Als Hannover zwei Sekunden vor der Schlusssirene mit schönem Kempa-Trick-Tor zum letztlich gerechneten 32:32 ausglich, war die Füchse-Serie von acht Bundesliga-Siegen in diesem Jahr gerissen.

Bereits der Start ins Spiel war den Füchsen vor 5.866 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle misslungen. Bereits nach fünf Minuten lagen sie gegen die „Recken“ aus der niedersächsischen Metropole mit 2:5 zurück. Hannover spielte mit sehr variabler Deckung und die Abwehrspieler fassten auch hart zu. Das schien die Füchse zu beeindrucken. Zu kompliziert zogen sie ihr Angriffsspiel auf, warfen teilweise über-hastet oder scheiterten an Hannovers Torhüter.

Die Gäste, die von Ex-Fuchs Sören Christophersen und Assistenz-Trainer Hedmar Felixsson gecoacht wurden (Cheftrainer Christian Prokop in Corona-Quarantäne) traten selbstbewusst auf und waren sowohl vom Kreis, als auch mit Würfen aus dem Rückraum erfolgreich. Zudem hatte Füchse-Torhüter Dejan Milosavlev nicht seinen besten Tag erwischt. Erst kurz der Pause ging ein Ruck durch die Reihen der Gastgeber. Dennoch ging es mit 13:15 in die Pause. „Die ersten 30 Minuten waren wir nicht da, haben nicht das Niveau erreicht, welches wir zeigen können“. Lautete die ernüchternde Bilanz von Füchse-Coach Jaron Siewert.

Mit sichtbar anderer Körpersprache und zum Teil veränderter Aufstellung (Milos Vujovic auf Linksaußen) hatten die Berliner in der zweiten Spielhälfte mehr Zugriff auf das Spiel. Weil die Zahl der Fehler beim Abschluss und im Abwehrverhalten jedoch nicht entscheidend reduziert werden konnte, reichte es nur zum Remis.

Die Füchse rutschten dadurch in der Tabelle auf Rang 3 ab. „Wir haben immer noch die Chance und solange geben wir alles“, fasste Jakob Holm mit Blick auf den verlustig gegangenen zweiten Platz (berechtigt zur Teilnahme an der Champions-League) zusammen. „Als Nächstes ist Magdeburg dran. Das ist ein vier-Punkte-Spiel“, so der dänische Nationalspieler.

Die Partie beim Bundesliga-Tabellenführer findet nach Länderspiel-Pause und Pokal-Final-Four-Turnier am 1.Mai in Magdeburg statt.

Für die Füchse im Einsatz: Wiede (3), Holm (3), Andersson (3), Lindberg (11/8), Morros (1),Matthes (1) Vujovic (4), Marsenic (3), Drux (3)

Herbert Schalling

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