Deutsche Eishockey Liga mit einigen Neuerungen in der kommenden Spielzeit

Am 9. September startet die Deutsche Eishockey Liga (DEL) in die nunmehr 27. Spielzeit. 1994 war die Liga mit 18 Mannschaften gestartet, ein Auf- oder Abstieg war nicht vorgesehen. Lediglich die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit sollte über die Teilnahme an der Liga entscheiden. Eine sportliche Qualifikation für die DEL ist jetzt möglich. Der Meister DEL 2, der SC Bietigheim-Bissingen konnte neben der sportlichen auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen und ergänzt das Teilnehmerfeld. Insgesamt sind es jetzt 15 Mannschaften, die den Deutschen Meistertitel ausspielen. Am Tabellenende wird spannend, es droht auf Platz 14 und 15 nach der Vorrunde der Abstieg. Wegen der Corona-Pandemie wurde in der vergangenen Saison auf den Abstieg verzichtet, so das mit 15 Mannschaften gespielt wird.

Ab der Saison 2022/23 wird dann wieder mit 14 Mannschaften gespielt werden. Das heißt, der Tabellenletzte wird die Liga verlassen müssen, während der Vorletzte hoffen darf drin zu bleiben, sollte aus der DEL 2 kein Team die wirtschaftlichen Voraussetzungen für den Aufstieg erfüllen können.

Bis zum 27. März 2022 werden 420 Spiele der Vorrunde ausgetragen. Es wird wieder im Freitag und Sonntag Rhythmus gespielt. Ein Spiel wird auf den Donnerstag vorgezogen. Magenta-Sport zeigt jedes Spiel, dafür ist ein Extra-Abo nötig, im Free-TV sind regelmäßig am Sonntag ab 17:00 Uhr ausgewählte Partien zu sehen. Ab dem 29. März 2022 beginnt die entscheidende Phase der Saison mit der 1. Playoff-Runde (Modus Best-of-Three). Ab dem Viertelfinale wird im Modus Best-of-Five um den Titel gekämpft. Die Finalserie startet am 26. oder 27. April und endet spätestens am 5. Mai. Auf Nachfrage, warum nicht wenigstens die Finalserie im Modus „best of seven“ ausgetragen wird, kam die Antwort, dass das Zeitgründen nicht möglich ist. Zumal die Vorrunde zweimal pausieren muss, wegen des Deutschland-Cups und der Olympischen Winterspiele.

DEL Geschäftsführer Gernot Tripcke (links) und TV Experte Rick Goldmann während der DEL Pressekonferenz Foto: © Becker

Es darf wieder vor Zuschauern gespielt werden. Ein wichtiger Punkt, die Corona-Saison hat der DEL einen drastischen Umsatzrückgang beschert. Dass alle Vereine wirtschaftlich Überleben konnten, war auch der Solidarität der Spieler zu verdanken, die auf ein Teil ihrer Gehälter verzichteten. Wie viele Zuschauer in den Eishallen dabei sein können, ist aktuell vom Standort abhängig. Die Eisbären dürfen bisher ihre Arena zu 50 % auslasten, während der Neuling aus Bietigheim seine Halle voll ausnutzen kann. In München, im Bundesland Bayern sieht es dagegen ganz anders aus.

Vorgestellt wurde ein Werbespot, Eishockey-Profis werben für das Impfen. In kurzen Videoclips, die über die Social Media-Kanäle ausgespielt werden, positionieren sich Akteure wie Mathias Niederberger (Eisbären Berlin), Alex Barta (Düsseldorfer EG) und Colin Ugbekile (Kölner Haie) für eine Impfung. „Für mich war sehr schnell klar, dass ich mich impfen lasse. Letztlich muss und soll es jeder selbst entscheiden. Ich denke, es ist eine hervorragende Möglichkeit“, so Barta.

Hans-Peter Becker/DEL

Pal Dardai – Herthaner mit Charakter und Haltung

Christian Zschiedrich kommentiert Foto: © Sportick

Er konnte sich denken, was auf ihn zukommt. Er ist garantiert nicht Schuld an der Situation von Hertha BSC. Nach total misslungenem Start brennt beim Hauptstadtclub die Luft. Ich hatte im Sinne der neuen Führung  jedes positive Signal wohlwollend aufgenommen und auch nicht mit null Punkten nach drei Spielen gerechnet. Jetzt sind es ausgerechnet die eigenen Anhänger, die im Internet dem Trainer zu Leibe gehen. Offiziell hieß es im Club übereinstimmend, Pal Dardai soll diesmal weitermachen. Anscheinend hat der Trainer auch mitbekommen, dass laut BZ der Verein seit langem einen großen Trainer sucht. Ich behaupte, wie er auch heißen mag, er wird ebenfalls große Probleme bei Hertha vorfinden und haben. Aktuell ist Pal Dardai demzufolge wieder nur Trainer auf Abruf. In der Länderspielpause könnten sich die Meldungen täglich überschlagen. Pal Dardai hängt nicht an seinem Amt und der Funktion. Pal Dardai hat Charakter und bietet seinen Rücktritt an.

Nun kommt es auf Neu-Manager Fredi Bobic an. Nach Cunhas Abgang ist der Kader schwächer, als vor der Transferperiode. Erschreckend zudem die Leistungen. Bobic muss also nicht nur neue Spieler kaufen, er müsste dem verbliebenen Kader klarmachen: „Diesmal ist der Trainer nach 170 Spielen und der Rettung in der Saison zuvor,  unantastbar“! Ein Machtwort sowohl von Fredi Bobic als auch von Hertha-Boss Carsten Schmidt würde den Wunsch nach Stabilität untermauern. Die Frage ist, wie bloß reagieren die Hertha-Bosse?

Christian Zschiedrich

Eisbären verlieren auch das zweite Spiel

Am 2. Spieltag der Champions Hockey League stellte sich mit Skellefteå AIK ein Team aus Schweden vor. Wie die Eisbären hatten die Schweden ihr erstes Gruppenspiel verloren. Sie waren aus der Schweiz angereist, wo sie dem HC Lugano mit 1:5 unterlagen. Beide waren unter Zugzwang, lange sah nach einem Erfolg für die Eisbären aus, am Ende wurde es 3:5 Niederlage.

Matt White hatte bereits in der dritten Spielminute für den Führungstreffer gesorgt und mit einem frühen Treffer im Mittelabschnitt für die zwischenzeitliche 2:0 Führung gesorgt. Es drohte anschließend etwas vogelwild zu werden. Die Schweden schafften postwendend den Anschluss und den Ausgleich und es dauerte wiederum nicht allzu lange bis Giovanni Fiore die Eisbären wieder in Front brachte. Innerhalb von fünf Minuten fielen 4 Tore.

Im Schlussabschnitt drehten die Gäste das Spiel, in der 46. Minute gelang der Ausgleich und in der 56. Minute erstmals die Führung. Die Eisbären stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Leider mussten sie die letzten beiden Spielminuten in Unterzahl bestreiten. Verteidiger Kai Wissmann musste wegen Hakens auf die Strafbank. Sie versuchten es trotzdem ohne Goalie und kassierten ein empty net Tor. Mit einer 3:5 Niederlage, trotz einer Steigerung gegenüber dem Auftaktspiel, verließen sie Eis.

Am 3. und 5. September stehen jeweils die Rückspiele an.

Hans-Peter Becker

Union holt den ersten Sieg und bei Hertha brennt der Baum

Am 3. Spieltag der letzten Saison musste Hertha in München bei den Bayern antreten, ein knappes Jahr ist seitdem vergangen. Damals bot die Hertha den Bayern Paroli und hätte fast einen Punkt mitgenommen. Ein Elfmeter in der Nachspielzeit rette den Bayern den Sieg und Hertha hatte zweimal einen Rückstand egalisiert. Der Trainer hieß Bruno Labbadia, Hertha hatte immerhin 3 Punkte auf dem Konto und 8 Treffer erzielt. In der Neuauflage waren die Berliner chancenlos. Nicht nur chancenlos, sondern ideen- und kraftlos dazu, sie wirkten wie Zweitligist. Ein schrecklicher Auftritt war es in Münchner Arena. Der Blick auf die Tabelle verdeutlicht die Misere, null Punkte und bereits 10 Gegentore kassiert. Da stand keine Mannschaft auf dem Platz.

Es brennt jetzt schon der Baum im Westend. Der mächtige Mann bei der Hertha Carsten Schmidt sprach zwar in der TV-Sendung Doppelpass dem Trainer das Vertrauen aus, doch Pal Dardai scheint zu ahnen, was kommen könnte.

„Wahrscheinlich sucht Hertha BSC seit langem einen großen Trainer. Pal ist ein kleiner Trainer, ein netter Trainer, er hilft aus so lange, wie es sein soll. Wenn ein ganz großer Trainer hier ist, geht Pal sofort zurück zur U16 und macht seine Sache wie früher“, so seine Aussage in einer Medienrunde am Tag nach der verheerenden Niederlage.

Nach der Länderspielpause muss Hertha beim Aufsteiger VfL Bochum antreten, während der 1. FC Union erneut ein Heimspiel hat und den FC Augsburg empfängt.

Im Sonntagsspiel besiegten die Köpenicker Borussia Mönchengladbach. Die ambitionierte Mannschaft vom Niederrhein hat damit ähnlich wie die Hertha einen Fehlstart hingelegt und nur einen Punkt mehr auf dem Konto.

Bei den Eisernen fehlte Innenverteidiger Marvin Friedrich wegen einer rot-gelben Karte. Ob er wohl weiter für die Köpenicker spielen wird? Das Transferfenster ist noch bis zum 1. September geöffnet und es tauchte am Sonntag das Gerücht auf, Hertha will ihn verpflichten. Oliver Ruhnert wollte sich dazu nicht weiter äußern, nur soviel war ihm zu entlocken. „Wir wissen natürlich, dass Marvin ein interessanter Spieler ist.“ Mal sehen was daraus wird.

Hans-Peter Becker

Amerikaner eingeflogen, Testspielplan steht

Das US-Quartett der BR Volleys ist komplett: In der dritten Trainingswoche stießen Neuzugang Matthew West, Diagonalangreifer Benjamin Patch und Rückkehrer Jeffrey Jendryk zum Berliner Team und sorgen für frischen, amerikanischen Wind in der Saisonvorbereitung 21/22. Damit stehen Assistenztrainer Lucio Oro, der weiterhin Headcoach Cedric Enard vertritt, für die ersten Testspiele nun insgesamt neun Spieler des 13-köpfigen Kaders zur Verfügung. Erste Gegner sind am 02. September die Helios Grizzlys Giesen im Horst-Korber-Sportzentrum.

Während ihr Landsmann Cody Kessel gemeinsam mit fünf weiteren Teamkollegen bereits seit dem 09. August im Horst-Korber-Sportzentrum auf die neue Spielzeit hinarbeitet, nahmen nun auch Benjamin Patch, Jeffrey Jendryk und Matthew West das Training beim Deutschen Meister auf. Zuspieler Matt West stand am Montag erstmals in der Trainingshalle und lernte seine neue Mannschaft kennen. Am Donnerstag folgte Ben Patch, der die Akkus im Sommer wieder aufgeladen hat. Nach negativem Testergebnis am Freitagmorgen durfte schließlich auch Jeff Jendryk erste Bälle schmettern und einige alte Bekannte wiedersehen. Damit ist das Aufgebot trotz des Fehlens von Nehemiah Mote (Asienmeisterschaft), Santiago Danani (Südamerikameisterschaft) sowie Ruben Schott und Anton Brehme (Europameisterschaft) nun spielfähig. Es fehlt lediglich ein etatmäßiger, zweiter Mittelblocker.

Matthew West sammelte positive, erste Eindrücke: „Es ist für die mich der größte Club, in dem ich bisher spielen durfte. Es wird sehr professionell und hart gearbeitet. Man spürt, hier liegt etwas Besonderes in der Luft. Ich wurde von allen sehr freundlich aufgenommen und fühle mich rundum wohl.“

Benjamin Patch freut sich, zurück in seiner Stadt zu sein: „Es fühlt sich an, als käme man zurück nach Hause zur Familie. Ob Co-Trainer Lucio, Sergey oder Cody – ich habe meine Teamkollegen alle vermisst. Von den nächsten Wochen erwarte ich, dass wir im harten Training etwas leiden werden. Gleichzeitig freue ich mich, meinen Körper wieder in die beste Verfassung zu bringen.“

Für Jeffrey Jendryk war die Rückkehr durchaus emotional: „Es fühlt sich großartig an, zurück in Berlin und dem bekannten Umfeld zu sein. Hier hat sich bei meiner Ankunft auf den ersten Blick wenig verändert – es regnet. Aber diese lebendige Stadt hat mir gefehlt. Wir wollen uns jetzt gemeinsam gut auf die ersten Testspiele vorbereiten und uns Woche für Woche verbessern.“

Parallel zur Ankunft des US-Trios wurde auch der Testspiel-Plan für die Saisonvorbereitung fixiert. Getestet wird in den kommenden Wochen gegen die Bundesliga-Kontrahenten aus Giesen, Königs Wusterhausen und Lüneburg. Mit vollständigem Kader, also nach der Ankunft der weiteren Nationalspieler, steht ab 22. September eine Reise nach Polen an. Dort warten IBB Polonia London und PGE Skra Belchatow auf das BR Volleys Team, ehe am 02. Oktober mit dem Volleyball Supercup in Schwerin der Startschuss für die neue Saison fällt.

Die Testspiele im Überblick:

02. Sep | Horst-Korber-Sportzentrum | vs. Helios Grizzlys Giesen
03. Sep | Sportforum Berlin | vs. Helios Grizzlys Giesen
09. Sep | Sportforum Berlin | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
10. Sep | tba | vs. Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee
18. Sep | Sportforum Berlin | vs. SVG Lüneburg
22. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG)
23. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. IBB Polonia London (ENG)
24. Sep | Energia Hall Belchatow | vs. PGE Skra Belchatow (POL)

Alle Testspiele in Berlin finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Quelle: BR Volleys Berlin/Christof Bernier

Bernd Schultz als BFV-Präsident wiedergewählt

Bernd Schultz steht dem Berliner Fußball-Verband auch in den nächsten vier Jahren als Präsident vor. Der Amtsinhaber erhielt bei der Präsidentschaftswahl auf dem Ordentlichen Verbandstag am 28. August 2021 81 Stimmen der anwesenden Delegierten. 33 Stimmen entfielen auf die Gegenkandidatin Gaby Papenburg.

Über seine Wiederwahl sagt Bernd Schultz: „Ich bedanke mich für das Vertrauen, das mir die Delegierten der Berliner Fußballvereine heute ausgesprochen haben. Gleichzeitig gilt mein Dank auch Gaby Papenburg für einen fairen Wahlkampf. Das Votum bestätigt mich darin, dass unsere kontinuierliche Arbeit im BFV von den Vereinen honoriert wird – diese gilt es nun fortzusetzen und darauf freue ich mich. Zu den größten Herausforderungen der kommenden Wahlperiode zähle ich unter anderem die Umsetzung der Handlungsempfehlungen aus dem Zukunftsprojekt „Future BFV“, die Stärkung des Frauen- und Mädchenfußballs, das Vorantreiben der Qualifizierungsoffensive sowie die Entwicklung von neuen Ideen zur Professionalisierung des Verbandes. Zudem werde ich die Interessen der Berliner Vereine und des BFV auch in den nächsten vier Jahren bestmöglich im NOFV und DFB vertreten.“

Schultz, Mitglied beim BFC Alemannia 1890, steht vor seiner sechsten Amtszeit als BFV-Präsident. Erstmals wurde der 63-Jährige 2004 als Nachfolger von Otto Höhne in diese Position gewählt. Schultz ist seit 1985 in verschiedenen Funktionen ehrenamtlich für den BFV tätig. Zunächst als Kassenprüfer und Sportrichter, zog er 1990 in den Vorstand ein. Von 1993 bis 2004 fungierte er als Schatzmeister des Berliner Fußball-Verbandes.

Das neue BFV-Präsidium setzt sich wie folgt zusammen:

Foto:: © sr Pictures Sandra Ritschel

Geschäftsführendes Präsidium:

  • Präsident:in: Bernd Schultz (BFC Alemannia 90)
  • Vizepräsident:in Gesellschaftliche Verantwortung (zuvor Qualifizierung & Soziales): Mehmet Matur (Türkiyemspor Berlin)
  • Vizepräsident:in Öffentlichkeitsarbeit (zuvor Marketing & Öffentlichkeitsarbeit): Christian Gaebler (Tennis Borussia Berlin)
  • Vizepräsident:in Finanzen & Marketing (zuvor Finanzen): Ralph Rose (SC Charlottenburg)
  • Vizepräsident:in Recht: Jan Schlüschen (SV RW Viktoria Mitte)

Kevin Langner vervollständigt das geschäftsführende Präsidium als hauptamtlicher Geschäftsführer des BFV.

Weitere Präsidialämter:

  • Präsidialmitglied Spielbetrieb: Joachim Gaertner (TSV Mariendorf)
  • Präsidialmitglied Innovation, Vereins- und Verbandsentwicklung und Qualifizierung (zuvor Fußballentwicklung): Malte Schruth (Türkiyemspor Berlin)
  • Präsidialmitglied Sportinfrastruktur (zuvor Sportstätten und Vereinsberatung): Klaus Sonnenschein (FC Hertha 03 Zehlendorf)
  • Präsidialmitglied Frauen und Mädchen: Nadine Fröhnel (SC Borsigwalde)
  • Präsidialmitglied Junge Generation U27 (neu): Lisa-Marie Großer (FFC Berlin 2004)
  • Präsidialmitglied Jugend: Mirko Schubert (SV Blau-Gelb Berlin)
  • Präsidialmitglied Schiedsrichter: wird auf der Schiedsrichter-Vollversammlung gewählt
  • Ehrenpräsident (beratend): Otto Höhne

Als Präsidialmitglied Jugend wurde Mirko Schubert auf dem BFV-Jugend-Verbandstag gewählt und vom Verbandstag bestätigt. Die Wahl des neues Präsidialmitglieds Schiedsrichter erfolgt auf der Schiedsrichter-Vollversammlung, die am 17. September 2021 stattfinden wird. Die Amtsbezeichnungen einiger Präsidialmitglieder wurden auf dem Ordentlichen Verbandstag durch die Bestätigung entsprechender Satzungsänderungen angepasst.

Neben der Wahl des Präsidiums wurde auf dem Verbandstag auch über die Besetzung weiterer BFV-Gremien abgestimmt.

Quelle: BFV

Viktoria siegt im Duell der Aufsteiger

Mannheims Trainer Patrick Glöckner konnte seinen Frust in der Pressekonferenz kaum verbergen. „Jetzt setzen wir uns neun Stunden in den Bus und nehmen nichts mit, das ist schon bitter.“ Dabei sah es lange danach aus, als könnte sein Team wenigstens einen Punkt aus dem Berliner Jahnsportpark mitnehmen. In der 89. Minute passierte das Malheur, Mannheims Torwart Timo Königsmann ließ den Ball ins Tor rutschen. Lukas Pinckert kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, ein durchaus haltbarer Ball, egal, er überquerte die Torlinie und Viktoria hatte damit den vierten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, der Fußball ist eben manchmal ungerecht.

2.061 Zuschauer bekamen ein Spiel geboten, in dem beide voll auf Angriff setzten, einen offenen Schlagabtausch führten. Viktorias Trainer Benedetto Muzicatto hatte seine Startformation gegenüber dem 1:1 in Zwickau auf zwei Positionen verändert. Erhan Yilmaz und Lucas Falco rückten wieder in die Startelf. An seinem taktischen System mit variabler 3er und 5er Kette in der Abwehr. Die Gäste vom Rhein und Neckar spielten in einem 4-4-2 System. Beide wollten mit frühem Stören den Gegner aus dem Konzept bringen.

Mit diesem Sieg setzt sich Viktoria wieder an die Tabellenspitze der 3. Liga, punktgleich mit dem 1. FC Magdeburg. Als kleine Belohnung haben die Spieler zwei freie Tage bekommen. Der nächste Gegner wartet in Verl.

Hans-Peter Becker

Fußball 3. Liga 6. Spieltag

28.08.2021 14:00 Uhr Jahnsportpark Berlin

FC Viktoria 1889 Berlin – SV Waldhof Mannheim 1:0 (0:0)

Krahl – Lewald – Yilmaz (73. Kayo) – Küc (63. Benyamina) – Falcao (73. Seiffert) – Ciğerci (84. Ogbaidze) – Kapp – Becker – Jopek – Pinckert – Menz (3-5-2/5-3-2)

Hertha BSC verpflichtet Jurgen Ekkelenkamp

Der Hauptstadtclub verpflichtet den 21-Jährigen von Ajax Amsterdam und stattet den Mittelfeldspieler mit einem Vertrag bis 2025 aus.

Berlin – Unser Hauptstadtclub hat nach Ishak Belfodil und Oliver Christensen den dritten Neuzugang in dieser Woche präsentiert. Von Ajax Amsterdam kommt Jurgen Ekkelenkamp an die Spree! Bei unseren Blau-Weißen hat der niederländische Junioren-Nationalspieler am Freitag (27.08.21) ein gültiges Arbeitspapier bis 2025 unterzeichnet.

„Es ist kein Geheimnis, dass wir uns schon länger mit Jurgen beschäftigt haben. Wir freuen uns, dass wir nun eine für alle Seiten gute Lösung gefunden haben. Jurgen wird unserem Offensivspiel mit seinem Talent neue Impulse geben“, äußert sich Fredi Bobic zu dem 21-Jährigen, der mit Vorfreude auf das neue Kapitel als Herthaner blickt.

„Ich bin sehr froh, dass der Wechsel nun geklappt hat – es war ein langer Weg, aber jetzt bin ich sehr glücklich, hier zu sein. Hertha ist ein toller Verein und die Bundesliga ein interessanter Wettbewerb, außerdem ist Berlin eine schöne Stadt“, sagt der gebürtige Zeister aus der Provinz Utrecht.

Ekkelenkamp, der bei unserer ’Alten Dame‘ künftig die Rückennummer 10 tragen wird, wechselte als 13-Jähriger in die ruhmreiche Nachwuchsabteilung des niederländischen Rekordmeisters. Mit seinen Leistungen machte der Rechtsfuß früh auf sich aufmerksam und repräsentierte sein Land als Auswahlspieler seit der U15 in jeder Altersklasse. Für die U21 der ‘Elftal‘ gelangen dem Offensivakteur in fünf Einsätzen drei Treffer. Für Ajax debütierte unser Neuzugang im April 2018 in der Eredivisie, ein Jahr später in der UEFA Champions League.

Für den Verein des legendären Johan Cruyff bestritt der 1,88 Meter große Mittelfeldspieler insgesamt 40 Pflichtspiele, in denen er sechs Tore schoss und fünf weitere auflegte. Je zweimal gewann der Youngster die Meisterschaft und den Pokal, einmal den Supercup.

Quelle: Hertha BSC/Foto: © Herthabsc/citypress

UEFA Europa Conference League: Union startet in Gruppe E​

Der 1. FC Union Berlin qualifizierte sich durch den 4:0-Sieg im Hinspiel und ein 0:0-Unentschieden im Rückspiel gegen den finnischen Vertreter Kuopion PS für die Gruppenphase der UEFA Europa Conference League. Neben Feyenoord Rotterdam und Maccabi Haifa FC treffen die Eisernen auch auf Slavia Prag, die als unterlegenes Team aus der Play-Off-Runde der Europa League in die Gruppenphase der Conference League rutschten.

Quelle: 1. FC Union Berlin

Endlich wieder Eishockey

In der Eishockey Champions League empfingen zum ersten Spieltag die Eisbären Berlin mit Tappara Tampere eine Mannschaft aus Finnland. Es gab auch wieder Fans in der MB-Arena am Ostbahnhof. Mit einem lustigen kleinen Filmchen wurde auf die Hygieneregeln aufmerksam gemacht. Seit 538 Tagen durfte kein Zuschauer mehr in die Halle. Umso mehr genoss es Stadionsprecher Uwe Schumann, dass er bei der Vorstellung der Mannschaft nur den Vornamen nennen musste. Zwischenzeitlich waren die Eisbären ja auch Meister geworden. Die Bannerzeremonie steht dafür noch aus.

Das Spiel begann mit leichten Vorteilen für die Eisbären. Es dauerte so etwa 12 Minuten bis die Gäste aus Finnland in die Partie fanden. In der Schlussphase des Anfangsdrittels mussten zunächst Neuzugang Blaine Byron und etwas später Kevin Clark auf die Strafbank. Da konnte sich Mathias Niederberger im Tor Eisbären auszeichnen.

In der 24. Minute hatte Niederberger keine Chance gegen ein Geschoss von Tyler Morley, dem Center der ersten Sturmreihe vom Tampere. Es hatte sich angedeutet, die Finnen steigerten sich. Es klappte mit dem Erzielen von Toren. Fast im Minutentakt schlug es ein bei den Eisbären. Zwischen der 28. und 31. Spielminute schraubten die Finnen das Ergebnis auf 0:5 aus Sicht der Eisbären. Ein Drittel zum Gruseln für die Eisbären-Fans, die Humor bewiesen und skandierten: „Ihr werdet nie Deutscher Meister!“ Das stimmte, während bei den Eisbären nicht mehr viel zusammenlief. Nach dem 0:5 hatte Eisbären-Trainer Serge Aubin ein Einsehen mit seinem Goalie und schickte für ihn Tobias Ancicka vor den Kasten. Der hielt bis zur letzten Drittelpause seinen Kasten sauber.

Im Schlussdrittel steckten die Eisbären nicht gänzlich auf und erzielten in der 42. Minute endlich ihren ersten Treffer im Spiel. Allerdings stellten die Finnen den alten Abstand in der 48. Minute wieder her, es war ein Powerplay und nun wurde auch Ancicka überwunden. Immerhin konnten die Eisbären das 1. und das 3. Drittel unentschieden gestalten. Leider lag ein Katastrophen-Drittel dazwischen.

Es war nicht der Abend der Eisbären, die sich den Start in die neue Saison sicher anders vorgestellt hatten und die in der Halle zugelassenen und anwesenden 2.000 Zuschauer ebenso.

Hans-Peter Becker

Stimmen

Serge Aubin (Trainer Eisbären Berlin): „Es war ein enttäuschendes Spiel heute, das Ergebnis sagt es
schon aus. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Unser Einsatz hat mir nicht gefallen. Wenn man keine
Zweikampfe gewinnt, wird es schwer, die Partie zu gewinnen. Es war aber nur ein Spiel, das wir hinter
uns lassen. Wir werden die Partie analysieren und daraus lernen. Es war toll, wieder vor Fans zu spielen.
Es tut mir leid für sie, dass sie so ein Spiel sehen mussten.“
Frank Hördler (Verteidiger Eisbären Berlin): „lm ersten Drittel haben sich beide Mannschaften noch
herangetastet. lm mittleren Spielabschnitt hat Tampere noch einmal zugelegt und uns unter Druck
gesetzt. Dagegen haben wir keinen Weg gefunden. Das Spiel wurde dann auch etwas ruppiger, da
hätten wir abgeklärter sein müssen. Das Schlussdrittel sah wieder besser aus, da haben wir unser
System gespielt. Das müssen wir aber über 60 Minuten durchziehen. Am Sonntag müssen wir dem
Gegner unser Spiel aufdrücken. Mit unseren Fans in der Arena war es grandios.“

CHL Champions Hockey League 1. Spieltag Gruppe E

27.08.2021 20:15 Uhr MB-Arena Berlin

ECH Eisbären Berlin – Tappara Tampere 1:6 (0:0/0:5/1:1)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Niederberger (ab 31. Minute: Ancicka) – Müller, Ellis (A): Hordler (C), Wissmann (A):
Geibel, Després – Noebels, Boychuk, Pföderl; White, Byron, Clark; Mik, Zengerle, Fiore; Roßmy. Streu,
Wiederer – Trainer: Serge Aubin
Tappara Tampere: Heljanko (Piiroinen) – \/ittasmäki, Tuulola; Austin, Seppälä; Jürgens. Kinnunen:
Salminen, Vanhatalo – Levtchi, Morley. Kuusela; Tanus. Virta. Merelä; Salonen, Platzer, Peltola;
Moilanen. Rauhala, Puhakka – Trainer: Jussi Tapola
Tore
0:1- 23:52 – Morley (\/ittasmäki, Levtchi) – EQ
0:2 – 27:19 – Puhakka (Seppälä) – EQ
0:3 – 28:41 – Peltola (Vittasmäki, Platzer) – 4-4
0:4 – 29:35 – Morley (Austin, Kuusela) – PP1
0:5 – 30:22 – Levtchi (Morley. Vittasmäki) – EQ
1:5 – 41:26 – White (Fiore, Boychuk) – EQ
1:6 ~ 47:05 – Merelä (Linnunen) – PP1

Strafen
Eisbären Berlin: 16 (4. 8, 4) Minuten – Tappara Tampere : 6 (0. 4, 2) Minuten
Schiedsrichter
Andre Schrader, Marc lwert (Maksim Cepik, Wayne Gerth)
Zuschauer 2.000