1. FC Union verliert ein hektisches Spiel

Sie hatten sich mehr ausgerechnet die Eisernen im Heimspiel gegen die ersatzgeschwächte Mannschaft des SV Werder Bremen. Dass es am Ende nicht einmal für einen Punkt reichte war auch der Mangel an Erfahrung beim 1. FC Union. Es war über die gesamte Spieldauer eine zerfahrene und hektische Partie. „Ein Fußballspiel, das ganz schön genervt hat“, wie Unions Pressesprecher Christian Arbeit in der Pressekonferenz die Sache auf den Punkt brachte.

Es könnte als Videospiel in die Geschichte dieser Saison eingehen. In der ersten Viertelstunde des Spiels zeigte Schiedsrichter Tobias Welz zwei Mal auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß für Bremen hätte man nicht geben müssen, da wurde Bremens Kapitän Klaassen von Torwart Gikiewicz und Verteidiger Lenz in die Zange genommen. Er wollte eine etwas verunglückte Rückgabe abfangen. Das Foul war eher schwalbenartig. Die Ausführung des Strafstoßes stand bevor, der Schiedsrichter griff sich ans Ohr, der Kölner Keller, Entscheidung überprüfen und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Welz blieb bei seiner Entscheidung und Bremen ging mit 1:0 in Führung, der Gefoulte verwandelte selbst. Kopfschütteln im Stadion und andernorts, was hatte der Schiedsrichter gesehen. Die ausgleichende Gerechtigkeit kam nur ein paar Minuten später, ein berechtigter Handelfmeter, der zunächst nur im Keller in Köln registriert wurde. Sebastian Andersson trug sich mit Saisontreffer drei in die Liste der Torschützen ein.

Bis zur Halbzeitpause versuchten beide Fußball zu spielen. Ein Spielrythmus fanden beide nicht. In der zweiten Halbzeit erkämpften sich die Eisernen mehr Spielanteile. Die Gäste blieben gefährlich und gingen in der 55. Minute in Führung. Zunächst hielt Gikiewicz einen Elfer, daraus resultierte ein Eckball und der war genau getimt, ein wuchtiger Kopfstoß von Füllkrug saß. Union lag hinten und versuchte das zu verändern. Die Spieluhr lief runter und die Hektik nahm zu. Der Torstand blieb. Zwei Spieler flogen noch mit gelb-rot vom Platz. Vor allem die letzten 10 Spielminuten hatten nicht mehr allzuviel mit Fußball gemein. Spiele dieser Art gewinnt meist die Mannschaft mit der größeren Erfahrung in der Spielklasse, die Eiseren zahlten Lehrgeld. Die nächste Aufgabe wartet in Leverkusen.

Hans-Peter Becker

Spieldaten:

1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Subotic, Lenz – Becker (73. Gogia), Andrich, Gentner (84. Abdullahi), Bülter – Andersson, Ujah (67. Polter) 4-4-2

SV Werder Bremen: Pavlenka – Lang, Selassie, Groß, Friedl – Klaassen, Sahin, Eggestein (84. Pizzarro) – Osako (68. Sargent), Füllkrug, Bittencourt (90. Goller) 4-3-3

Zuschauer: 22.012

Tore: 0:1 Klaassen (5.), 1:1 Andersson (14.), 1:2 Füllkrug (55.)

Auftaktsieg für die Eisbären

© Foto: Stephan Wenske

Vor dem Spiel gab es eine Schweigeminute für den verstorbenen Hartmut Nickel. Auf dem Videowürfel wurden die Stationen seines Eishockeylebens gezeigt. Die Seite mit den Stehplätzen heißt ab sofort Hartmut-Nickel-Kurve, was mit einem in weinrot gehaltenen Banner optisch bei jedem Heimspiel sichtbar ist.

Die Eisbären erwischten gleich zum Start in die neue Saison einen Sahnetag. In der mit knapp über 12.000 Zuschauern gefüllten Arena am Ostbahnhof konnten die Gäste aus Wolfsburg nur im 1. Drittel halbwegs mithalten. Das Premierentor der neuen Saison gelang Marcel Noebels in der 9. Spielminute. Ein Doppelschlag gleich zu Beginn des Mittelabschnitts war für die Gäste der Ko-Schlag. Sean Backman in der 22. Minute und Neuzugang Pierre-Cedric Labrie in der 24. sorgten für den Vorsprung von drei Toren.

Das 3:0 für die Eisbären ist gefallen, Torschütze die Nummer 23 PC. Labrie © Foto: Stephan Wenske

In der 29. Minute waren die Eisbären in Unterzahl und konnten trotzdem die Führung weiter ausbauen. Dem erfahrenen Wolfsburger Stürmer Brent Aubin unterlief ein folgenschwerer Puckverlust und ermöglichte, dass sich ein weiterer Eisbären-Neuzugang als Torschütze auszeichnen konnte. Der NHL erfahrene (694 Einsätze)und mit einem enormen Antritt ausgestattete Maxim Lapierre ließ mit einem satten Schuss dem Wolfsburger Goalie keine Chance. Angesichts des klaren Vorsprungs schalteten die Eisbären einen Gang runter. Daraus konnten die Gäste in der verbleibenden Spielzeit nur wenig Kapital schlagen. Ihr Spielaufbau war viel zu behäbig und ungenau. Ihnen gelang zwar im Schlussdrittel, in der 54. Minute der Anschlusstreffer zum 1:4, dabei nutzten sie eine Überzahl, doch da war die Messe längst gesungen. Der Schuss von Brent Aubin war durchaus haltbar. Der neue Eisbären-Goalie Sebastian Dahms, der sonst einen soliden Einstand hatte, griff mit seiner Fanghand ins Leere. Ein Shutout gleich zum Einstand, das wäre doch was gewesen. Egal, auch so konnten sich die Eisbären zu Recht feiern lassen und über einen gelungenen Saisoneinstand freuen.

Sebastian Dahm, der neue Eisbären-Goalie mit gelungenem Einstand. © Foto: Stephan Wenske

Spieler des Tages bei den Eisbären wurde die neue Nummer 40, der bereits erwähnte Maxim Lapierre, der erstaunlicherweise, weil Andre Rankel wegen einer Verletzung nicht spielen konnte, als Kapitän auflief. Ebenso nicht dabei waren Kai Wissman (Virusinfektion) und Florian Busch, der sich noch im Aufbautraining befindet. Am nächsten Spieltag müssen die Eisbären in Bremerhaven antreten, die haben ihr Auftaktspiel mit 1:0 in Düsseldorf gewonnen.

Hans-Peter Becker

Spieldaten

DEL 1. Spieltag

13.09.2019 19:30 MB Arena Berlin

EHC Eisbären Berlin – Grizzlys Wolfsburg 4:1 (1:0/3:0/0:1)

Strafen:

Eisbären 8

Wolfsburg 8

Torfolge:

1:0 (9. Min.) EQ Torschütze Marcel Noebels (Florian Kettemer/James Sheppard)

2:0 (22. Min.) EQ Torschütze James Sheppard (Sean Backman/Marcel Noebels)

3:0 (24. Min.) EQ Torschütze Pierre-Cedric Labrie (Constantin Braun/Florian Kettemer)

4:0 (29. Min.) SH1 Torschütze Maxim Lapierre

1:4 (54. Min.) PP1 Torschütze Brent Aubin (Ryan Button/Mathis Olimb)

ALBA verpflichtet erste ausländische Profispielerin

Erika Livermore Foto: ALBA Berlin

Für die Saison 2019/2020 in der 2. Damen Basketball Bundesliga hat ALBA BERLIN mit Erika Livermore erstmalig eine aus dem Ausland stammende Profispielerin verpflichtet. Die 26-jährige US-Amerikanerin spielt auf der Position des Power Forwards und war zuletzt in Spanien für Pacisa Alcobendas aktiv. Livermore erhält einen Einjahresvertrag in Berlin.

ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi: „Erika ist die erste ausländische Profispielerin bei ALBA BERLIN, was ein neuer Schritt für uns ist. Die Mädchen- und Frauenbasketballabteilung bei ALBA ist die größte aller deutschen Clubs und wächst weiter. Wir werden den Frauenbasketball in Zukunft noch stärker pushen und sichtbar machen.“

ALBA-Sportdirektor Himar Ojeda: „Genau wie im Männerbereich wollen wir auch bei den Frauen junge Talente weiterentwickeln und gleichzeitig sportlichen Erfolg haben. Wir erhoffen uns von Erika, dass sie ihre große Erfahrung einbringt und ihre Mitspielerinnen anführt. Erika ist eine sehr variable Spielerin. Sie kann unter dem Korb scoren, hat einen guten Wurf und einen großen Basketball-IQ. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie uns helfen wird, unser Programm weiterzubringen.“

Erika Livermore: „Ich freue mich sehr, ab sofort ein Teil von einem so renommierten Klub wie ALBA BERLIN zu sein. Es ist toll, hier die erste professionelle Importspielerin zu sein. Meine Verpflichtung ist ein Zeichen dafür, dass ALBA es mit der Entwicklung des Frauenbasketballs ernst meint. Himar Ojeda hat mich früh wissen lassen, dass der Klub das Programm in Zukunft noch stärker fördern und vorantreiben will und ich bin froh, meinen Teil dazu beitragen zu können. Ich bin eine der älteren Spielerinnen im Team und werde versuchen, mit gutem Beispiel voranzugehen und ein Vorbild für die jüngeren Spielerinnen zu sein.“

Vita Erika Livermore
Erika Katherine Livermore wurde am 02. März 1993 in Nazareth im US-Bundestaat Pennsylvania geboren. Nachdem sie im Jahr 2011 an der örtlichen Nazareth High School ihren Abschluss gemacht hatte, zog es die 1,85 Meter große US-Amerikanerin zum Studieren und Basketball spielen an die Fairleigh Dickinson University. Dort etablierte sich Livermore bereits in ihrem ersten Collegejahr als eine der wichtigsten Stützen im Team der Knights und füllte diese Rolle auch für den Rest ihrer Zeit an der Uni aus. Ihre statistisch gesehen beste Saison absolvierte sie in ihrem vierten Collegejahr, in welchem sie im Schnitt 18,5 Punkte, 10 Rebounds und 2,3 Blocks pro Spiel auflegte. Nach ihrem Collegeabschluss startet Livermore im Januar 2017 in England ihre Profikarriere. Nach einer Zwischenstation in Australien ging sie nach Spanien, wo die 26-Jährige in den vergangenen beiden Spielzeiten je eine Saison für Anares Rijora und Pacisa Alcobendas in der zweiten spanischen Liga spielte und dort starke Zahlen auflegte.

Quelle: ALBA Berlin

Der Nächste, bitte !

Zum dritten Bundesliga-Heimspiel erwartet der 1. FC Union den SV Werder Bremen. Es ist fast genau 10 Jahre her, da spielten beide Teams in der 1. Pokalrunde gegeneinander. Im aktuellen Kader stehen sogar noch zwei Spieler, die damals dabei waren. Auf seiten der Eisernen spielte Michael Parensen und auf Bremerseite wirkte Philipp Bargfrede (wurde in der 60. Minute für Mesut Özil eingewechselt) mit. Da Bargfrede nach einer Knie OP weiter pausieren muss, könnte Parensen wenigstens auf der Union-Bank sitzen. Damals waren die Eisernen als frischgebackener Zweitligist dem Pokalverteidiger hoffnungslos unterlegen und verloren mit 0:5.

So eindeutig wie damals sind die Rollen nicht verteilt. Den SV Werder mit Trainer Florian Kohfeldt plagen Verletzungssorgen, daraus erklärt sich größtenteils der schwache Start mit zwei Niederlagen und acht Gegentoren nach drei Spieltagen. Vor dem Spiel in der Wuhlheide fehlen dem Bremer Trainer allein acht Spieler wegen diverser Verletzungen. Vor allem ist die Abwehr von personellen Umstellungen betroffen.

Für Urs Fischer ist die Situation entspannter. Keven Schlotterbeck ist für diese Begegnung weiter gesperrt und wegen Verletzungen ausfallen werden Florian Hübner, Marcus Ingvartsen und Grischa Prömel. Hinter einem Einsatz von Sheraldo Becker steht ein kleines Fragezeichen.

Es könnte wieder torreicheres Heimspiel werden mit einer ähnlichen taktischen Grundausrichtung wie zuletzt gegen Dortmund. Bei der Verteilung der Tore hofft die ausverkaufte „Alte Försterei“ wieder auf ein siegbringendes Verhältnis. „Es gilt, die Leistung gegen Dortmund zu bestätigen. Da haben wir viele Dinge gut gelöst, die müssen wir auch am Sonnabend wieder gut machen. Das wird ein schwieriges Spiel, aber auch eine interessante Aufgabe, der wir uns stellen müssen.“ so Urs Fischer auf der Pressekonferenz zum Spieltag.

Das Spiel am Samstag, 14.09. beginnt um 15:30 Uhr und wird unter der Leitung von Schiedsrichter Tobias Welz stehen. Die Eisernen dürften eher angenehme Erinnerungen an diesen Schiedsrichter haben. Er pfiff in diesem Jahr, am 31.01. das Spitzenspiel zwischen dem 1. FC Union und den 1. FC Köln in der Alten Försterei. Mit nur 29% Ballbesitz gewannen die Hausherren mit 2:0 durch Tore von Florian Hübner und Marcel Hartel.

Hans-Peter Becker

Vier Spieler der BR Volleys auf Medaillenjagd

Am Donnerstag (12. Sep) beginnt die CEV EuroVolley 2019. Gespielt wird bis zum 29. September in Frankreich, Slowenien, Belgien und den Niederlanden. Aus dem Lager der BR Volleys hoffen Moritz Reichert und Julian Zenger mit der DVV-Auswahl ebenso auf eine Medaille wie die Franzosen Nicolas Le Goff und Cedric Enard.

Die Deutsche Nationalmannschaft tritt als amtierender Vize-Europameister bei den kontinentalen Meisterschaften an. Einen solchen Coup 2019 wiederholen zu können, ist die Hoffnung von Reichert, Zenger & Co. „Wir haben uns das Ziel Halbfinale und dann natürlich auch gern eine Medaille gesetzt. Man muss sehen, wie der Start läuft, denn wir haben gleich richtig schwere Spiele gegen Serbien und Belgien zum Auftakt in der Gruppe“, weiß Reichert. Die weiteren Gegner in Pool B, der in Belgien ausgespielt wird, sind Österreich, Spanien und die Slowakei.

Grund zum Optimismus können Reichert und die DVV-Auswahl aus der Vorbereitung durchaus ziehen: „Unsere letzten Tests gegen Frankreich waren gut. Wir haben in zwei Spielen sieben von zehn Sätzen gewonnen“, so der Außenangreifer. Bundestrainer Andrea Giani kann bei der EM, die für Deutschland am Freitag (13. Sep um 15.00 Uhr) gegen Serbien beginnt, außerdem wieder auf die wertvollen Dienste von Superstar Georg Grozer vertrauen.

Auch Frankreich, bei denen Nicolas Le Goff voraussichtlich zum Stamm zählt, hat bei der Europameisterschaft viel vor. Co-Trainer Cedric Enard blickt voraus: „Wir wollen das Finale bei uns in Paris erreichen. Dafür werden wir hart kämpfen. Es wird eine Euro auf Topniveau und wir haben direkt eine richtig schwere Gruppe mit Italien und Bulgarien erwischt. Man muss versuchen unter die ersten zwei Teams zu kommen, um danach einen einfacheren Turnierbaum zu haben.“

Ein Problem macht den Franzosen allerdings Sorgen. „Eigentlich ist die Mannschaft gut drauf, doch leider hat sich Earvin N’Gapeth eine Verletzung zugezogen. Er wird uns zu Turnierbeginn fehlen, kann aber hoffentlich noch eingreifen“, bremst Enard ein wenig die Erwartungen vor dem dennoch lösbaren Auftakt am Donnerstag gegen Rumänien (12. Sep um 20.45 Uhr). Die Franzosen genießen in der Vorrunde Heimrecht in Montpellier. Die jeweils besten vier Mannschaften aus den insgesamt vier Gruppen erreichen das Achtelfinale, anschließend wird im KO-Modus weitergespielt.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Füchse siegreich in Göppingen

Die Füchse Berlin holen ihren ersten Auswärtssieg der noch jungen Bundesligasaison bei FRISCH AUF! Göppingen. Nach intensiven 60 Minuten gewinnt das Team aus der Hauptstadt mit 28:25 (16:11). Damit zeigten die Berliner eine wichtige Reaktion auf die Heimniederlage gegen GWD Minden am vergangenen Mittwoch. Bester Werfer des Hauptstadtklubs war Hans Lindberg mit sieben Toren.

Es begann sehr ausgeglichen in Göppingen. Doch der Hauptstadtklub konnte nach einem 2:3 durch die Treffer von Mijajlo Marsenic, Paul Drux und Tim Matthes in der siebten Spielminute auf 5:3 stellen. Die Berliner legten noch zwei Treffer nach und somit sahen sich die Hausherren von FRISCH AUF! nach zehn Minuten zur ersten Auszeit gezwungen. Doch das Team von Velimir Petkovic blieb hellwach und führte in der 14. Spielminute mit 10:5.

Die Füchse zeigten weiterhin eine hochkonzentrierte Leistung. Hans Lindberg verwandelte vom Siebenmeterstrich zum 12:6 und somit zog Göppingen bereits früh seine zweite Auszeitkarte. Allerdings ließ sich das Team aus der Hauptstadt auch dadurch nicht aus dem Rhythmus bringen und führten in der 26. Spielminute mit 15:9. Schließlich wurden beim Stand von 16:11 die Seiten gewechselt.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts mussten die Berliner schnell in Unterzahl agieren und deshalb gelang den Gastgebern aus Göppingen der bessere Start. Somit Stand es in der 35. Spielminute nur noch 16:14, ehe Jakov Gojun das 17:14 erzielen konnte. Kurz darauf entschied sich Velimir Petkovic beim Stand von 18:17 für seine erste Auszeit in der zweiten Hälfte. Diese Auszeit zeigte Wirkung und der Hauptstadtklub konnte in der 44. Spielminute die Führung zum 21:18 erzielen.

Die Füchse übernahmen nun wieder die Kontrolle. Fabian Wiede traf in der 49. Spielminute in das verwaiste Tor der Hausherren zum 24:19. Jacob Holm war nun zweimal treffsicher und daher gingen die Berliner mit einem 26:22 in die letzten fünf Spielminuten. Die Füchse ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen und gewinnen mit 28:25.

Füchse Berlin – FRISCH AUF! Göppingen 28:25 (16:11)

Milosavljev, Ziemer, Heinevetter; Ernst 6, Wiede 1, Holm 3, Struck, Mandalinic, Gojun 1, Lindberg 7/5, Simak, Müller, Matthes 1, Koch, Marsenic 3, Drux 6

Stimmen:

Velimir Petkovic (Trainer Füchse Berlin):

Ich habe die letzten Tage nicht viel Zeitung gelesen. Wenn du verlierst bekommst du einfach Druck und so war es heute. Ich wusste was uns heute erwartet. Ich kenne Göppingen. Hier ist immer Stimmung und eine hitzige Atmosphäre. Wir waren aber auch von Anfang an da. Mir hat gefallen, was wir in der ersten Hälfte in der Abwehr und im Angriff gemacht haben. Das war eine phänomenale erste Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir gemerkt, dass es wichtig ist Alternativen zu haben. Wir hatten im Angriff keine Geschwindigkeit mehr. Durch Jacob Holm, der heute zurückkam, hatten wir die Chance unseren Fluss wiederzuerlangen. Und haben dann in den letzten 15 Minuten wieder unser Potenzial abrufen können.

Quelle: Füchse Berlin

Vorbereitungsreise nach Spanien und Frankreich

ALBA-Headcoach Aito Garcia Reneses und sein Team haben sich auf ihre längste Reise in der Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 begeben. Insgesamt acht Tage lang ist die Mannschaft unterwegs und bestreitet dabei drei Testspiele in Spanien und eins in Frankreich.

Am heutigen Donnerstag Morgen begann die Reise, die die Albatrosse zuerst zum „Torneo EncestaRias“ in die galicische Küstenstadt Vilagarcía de Arousa führt. An dem Vorbereitungsturnier nehmen neben ALBA die drei ACB-Teams San Pablo Burgos, Betis Sevilla und Monbus Obradoiro teil. Am Freitag um 19 Uhr treffen die Berliner im Halbfinale auf Burgos und bestreiten am Samstag (je nach Ausgang der Halbfinals) um 20:15 Uhr das Finale oder um 18 Uhr das Spiel um Platz drei.

Am Sonntag reist die Gruppe weiter in das 50 Kilometer entfernte Vigo, der mit knapp 300.000 Einwohnern größten Stadt Galiciens. Nach zwei Trainingstagen absolvieren die Albatrosse dort am Dienstag das nächste öffentliche Testspiel. Im „Memorial Quino Salvo“-Spiel treffen sie um 20:30 Uhr auf Monbus Obradoiro, gegen das sie eventuell auch schon vorher beim Turnier in Vilagarcía de Arousa gespielt haben. Spielort ist der „Complejo Deportivo de As Travesas“ mit rund 4.500 Plätzen.

Aus Vigo geht es weiter nach Frankreich zum vierten und letzten Test der Reise. Dazu fliegt das Team nach Clermont-Ferrand in Frankreich, wo es am Donnerstag im „Maison des Sports“ gegen das EuroLeague-Team von ASVEL Villeurbanne antritt. Tipoff in der 170 Kilometer von Lyon entfernten Stadt mit rund 150.000 Einwohnern ist um 19 Uhr.

Neben den WM-Spielern Rokas Giedraitis, Niels Giffey und Johannes Thiemann wird auch Stefan Peno die Reise aufgrund seiner Knieverletzung nicht mit antreten. Kenneth Ogbe begleitet das Team, ist aber wegen seiner Adduktorenverletzung voraussichtlich noch nicht einsatzbereit. Zurück im Training ist dafür Makai Mason, der zuletzt wegen muskulärer Probleme am Unterschenkel pausieren musste.

Bei den ersten beiden Spielen am Wochenende muss Coach Aito außerdem auf Luke Sikma verzichten, der freigestellt wurde, um der offiziellen Aufnahme seines Vaters Jack Sikma in die NBA Hall of Fame im Naismith Memorial in Springfield beiwohnen zu können. Er stößt am Montag zur Mannschaft. Aufgrund der vielen fehlenden Spieler sind die drei Doppellizenzspieler Lorenz Brenneke, Malte Delow und Kresimir Nikic auf der kompletten Tour dabei.

Nach ihrer Spanien-Frankreich-Reise kehren die Albatrosse nach Deutschland zurück und bestreiten am 15. September das traditionelle öffentliche Testspiel in Oranienburg gegen die Basketball Löwen Braunschweig. Das Spiel ist bereits ausverkauft, wird aber live und kostenfrei bei Sportdeutschland.TV übertragen. Den letzten und anspruchsvollsten Härtetest absolviert die ALBA-Mannschaft zum Abschluss der Vorbereitung zwischen dem 19. und 22. September beim „Zadar Basketball Tournament“ in Kroatien. Neben Gastgeber KK Zadar (Adria-Liga) nehmen auch die beiden EuroLeague-Topteams Anadolu Efes Istanbul und Khimki Moskau teil.

Die restlichen Vorbereitungstermine im Überblick:

„Torneo EncestaRias“ in Vilagarcía de Arousa (Spanien)
Fr. 6.9. 19 Uhr – vs San Pablo Burgos (Halbfinale)
Sa. 7.9. 18/20:15 Uhr – vs Betis Sevilla/Monbus Obradoiro (Spiel um Platz 3 oder Finale)

Di. 10.9. 20:30 Uhr – Testspiel gegen Monbus Obradoiro in Vigo, Spanien
Do. 12.9. 19 Uhr – Testspiel gegen ASVEL Villeurbanne in Clermont-Ferrand, Frankreich
So. 15.9. 17 Uhr – Testspiel in der MBS ARENA Oranienburg gegen Braunschweig

“Zadar Basketball Tournament” in Zadar (Kroatien)
Do. 19.9. 18 Uhr – vs Khimki Moskau
Fr. 20.9. 20:30 Uhr – vs KK Zadar
Sa. 21.9. 18 Uhr – vs Efes Istanbul

Quelle: ALBA Berlin

1. FC Union schafft die Sensation

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, der 1. FC Union erkämpfte sich mit dem Glück des Tüchtigen den ersten Sieg in der Bundesliga. Die Anzeigetafel kündete von der Sensation, der Championsleague Teilnehmer und Meisterschaftsaspirant Borussia Dortmund musste sich mit 1:3 in Berlin Köpenick geschlagen geben. Dortmunds Kapitän Marco Reus bekannte: „Wir haben uns dumm angestellt.“ Vielleicht wurden die Eisernen etwas unterschätzt. Sie agierten mit enormer Laufbereitschaft. Ein Blick in die Daten zeigt, dass die Eisernen fast 7 km mehr liefen als die Dortmunder. War die Führung durch den Mann des Spiels Marius Bülter insofern glücklich, dass es den Eckball nicht hätte geben dürfen, der dem Treffer vorausging, so verdienten sich die Wuhlheider mit zunehmender Spieldauer den Erfolg.

Die Eisernen waren effektiv, nutzten als spielerisch unterlegene Mannschaft zwei Eckbälle und einen der wenigen Abwehrfehler der Dortmunder für ihre Tore. Union hatte lediglich 26 % Ballbesitz und dazu eine unterirdische Passquote von 64%. Mit diesen Werten kannst du eigentlich kein Spiel gewinnen. Manchmal eben doch, wenn du, wie es Urs Fischer ausdrückte, eklig bist. Rennen bis zum Umfallen. Die Dortmunder ließen nicht viel zu, konnten aber mit ihrer Überlegenheit mit zunehmender Spieldauer immer weniger anfangen. Den Kombinationen der Dortmunder fehlte es an Tempo und der letzten Präzision.

Urs Fischer brachte drei Neue für die Startelf, in der Innenverteidigung spielte Marvin Friedrich für den gesperrten Keven Schlotterbeck. Im defensiven Mittelfeld kam Manuel Schmiedebach für den verletzten Grischa Prömel zu seinem ersten Startelfeinsatz der Saison und im offensiven Mittelfeld begann Anthony Ujah für Suleiman Abdullahi. Die beiden Stürmer kamen nur selten zu ihrer eigentlichen Aufgabe, sie waren meist der erste Wellenbrecher für Dortmunder Angriffsbemühungen. So glänzte Andersson als offensivster Spieler der Eisernen, neben seinem Tor zum 3:1 auch mit der zweitbesten Laufleistung im Spiel.

Marius Bülter – 2 Tore gegen Dortmund © Foto: Hans-Peter Becker

Zum Mann des Spiels avancierte bei aller Prominenz auf dem Rasen der Wuhlheide, ein eher unbekannterer Nachwuchsmann. So überraschend wie das Ergebnis, schnürte der Neuzugang und noch nicht so prominente offensive Mittelfeld-Akteur Marius Bülter einen Tore-Doppelpack. Er spielte in der Saison 2017/18 noch für den SV Rödinghausen in der Regionalliga West und war erst vor wenigen Wochen mit dem 1. FC Magdeburg nach der Niederlage beim 1. FC Union aus der 2. Bundesliga abgestiegen. Eine schöne Geschichte, die der Fußball hier geschrieben hat. Der 26jährige in Ibbenbühren geborene Bülter ist ein Spätstarter, hat keine Ausbildung in einem Fußball -Internat eines namhaften Clubs durchlaufen. Für diese Saison ist er vom 1. FC Magdeburg ausgeliehen. Das Fußballmärchen erfährt hier noch eine Steigerung.

Es war kein Spiel für Fußballfeinschmecker, das wird An der Alten Försterei schwer zu realisieren sein. Es könnte den Weg aufzeigen, was in dieser Saison möglich ist. Immerhin hat der 1. FC Union bereits vier Punkte gesammelt, während der Rivale aus Charlottenburg mit einem lediglich einem Punkt eher in den Startlöchern hängen geblieben ist. Nach der Länderspielpause steht erneut ein Heimspiel auf dem Programm. Werder Bremen darf sich dann mit den Bedingungen und der Spielstärke des 1. FC Union auseinandersetzen.

Hans-Peter Becker

Eisbären testen erfolgreich gegen Dynamo Pardubice

Berlin ächzte unter Sommerhitze, eine Möglichkeit der Abkühlung bot ein Besuch des Wellblechpalastes im Sportforum Hohenschönhausen. Die Eisbären trugen am Freitag, 30. August ihr einziges Testspiel zur Vorbereitung der neuen DEL-Saison in Berlin aus. Vor dem Spiel wurde an die kürzlich verstorbenen Hartmut Nickel und Chris Lee mit einer Schweigeminute gedacht. An Hartmut Nickel, den legendären Papa-Eisbär, langjähriger Spieler, Trainer und Funktionär wird zukünftig eine Gedenktafel erinnern. Sie wurde von den beiden dienstältesten Eisbären-Spielern Frank Hördler und Andre Rankel erstmals gezeigt. Nach dem Moment der Stille wurde ein frenetischer Applaus in den Himmel über Berlin geschickt.

Auf dem Spielberichtsbogen stand zwar Freundschaftsspiel, das war es mitnichten. Eher im Gegenteil, die 2.586 Zuschauer bekamen ein Spiel mit viel Leidenschaft geboten. Die Gäste von Dynamo Pardubice aus der Tschechischen Extraliga hatten nicht vor, Gastgeschenke zu verteilen. Es dauerte gerade mal eine Minute als Eisbären-Neuzugang Ryan MacKiernan seinen Gegenspieler Rhett Holland mit einem strafwürdigen Stockschlag attackierte. MacKiernan wollte seine Fäuste sprechen lassen und bekam zwei Minuten wegen übertriebener Härte, Holland musste sogar für vier Minuten auf die Sünderbank.

Den ersten Treffer im Spiel erzielten die Gäste. Es war schräges Ding, die Eisbären mussten sich einer Überzahl erwehren, Kapitän Andre Rankel saß auf der Strafbank, der Schuss von Ondrej Machala wurde von Eisbären Goalie Sebastian Dahm zunächst abgewehrt, der Nachschuss traf. Die Eisbären schafften es noch kurz vor der ersten Pausensirene auszugleichen. Die Gäste schlugen allerdings postwendend zurück, brauchten nur 27. Sekunden für die erneute Führung. Dabei sah die Eisbärenabwehr nicht gut aus, vor allem Goalie Dahm, der Puck blieb in seinem Rücken liegen und Martin Latal schaltete am schnellsten. Es war ein sogenannter „shorthander“, Pardubice war in Unterzahl.

Der Mittelabschnitt gehörte den Eisbären. Sie drehten das Spiel durch die Treffer von Louis-Marc Aubry und Maxim Lapierre. Die Gäste konnten wieder schnell zurückschlagen. Der 3:3 Zwischenstand hatte Bestand bis in die 39. Spielminute, da gelang auch den Eisbären ein Tor bei eigener Unterzahl. Dustin Ortega nutzte seine enorme Schnelligkeit, sprintete den Verteidigern davon und erzielte das zwischenzeitliche 4:3. Das in diesem Abschnitt gebotene stellte eine deutliche Steigerung dar.

Das Schlussdrittel konnten die Eisbären nach Toren Unentschieden gestalten. In der 44. Minute sorgte der Kapitän der Eisbären für die 5:3 Führung. Es wurde nochmals spannend, weil die Eisbären den Gästen einen zweiten „shorthander“ gestatteten. Martin Latal war der Nutznießer der noch nicht so richtig eingespielten Abwehr. Die restliche Spielzeit überstanden die Eisbären ohne weiteren Gegentreffer. Es war der zweite Sieg in der Vorbereitungsphase, am Sonntag, 25.08. wurde in Hadrec Kralove mit 2:1 gewonnen. Um in den Rhythmus zu kommen geht es am Sonntag, 01.09. mit einem weiteren Testspiel in Wolfsburg weiter. Ein Rückspiel in Pardubice ist für den nächsten Samstag, 07.09. vorgesehen.

Es gibt bis zum ersten Saisonspiel am 13.09. gegen die Grizzlys Wolfsburg einiges zu tun. Der neue Eisbären-Trainer Serge Aubin war mit dem Auftritt seiner Mannschaft insgesamt zufrieden.

Hans-Peter Becker

Berlin Wellblechpalast 30.08.2019 19:30 Uhr

EHC Eisbären Berlin – Dynamo Pardubice

Spieldaten:

0:1 Machala ( 12.)

1:1 Sean Backman ( 19./PP) Sheppard

1:2 Latal ( 19./SH) Mandrat, Zdrahal

2:2 Louis-Marc Aubry ( 21.) Braun, Wissmann

3:2 Maxim Lapierre (31.) Noebels, Braun

3:3 Hovorka (32.) 

4:3 Austin Ortega (39./SH) Lapierre

5:3 André Rankel (44.) Labrie, McKiernan

5:4 Latal (55./SH) Mikus, Machala

Strafminuten:

Berlin – 10 (4,4,2)

Pardubice – 14 (8,2,4)

Zuschauer: 2.586

Olympia-Qualifikation der Männer 2020 wieder in Berlin!

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat den Zuschlag für die Ausrichtung der entscheidenden europäischen Olympia-Qualifikation der Männer vom 5. bis 10. Januar 2020 erhalten. Dies gab der europäische Volleyball-Verband CEV bekannt. Austragungsort wird die Max-Schmeling-Halle in Berlin sein. Insgesamt nehmen acht Nationen an dem Turnier teil, bei dem der Sieger ein Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio erhält.

Die Olympia-Qualifikation in Berlin wird mit den besten sieben Teams der europäischen Rangliste, die sich noch nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren konnten, sowie dem Ausrichter gespielt. Stichtag für die Rangliste ist der Montag nach der Europameisterschaft der Männer (30. September). Deutschland ist als Ausrichter definitiv dabei. Aktuell teilnehmen würden Deutschland, Serbien, Frankreich, Bulgarien, Belgien, Slowenien, Niederlande und Finnland. Aus Europa für Tokio bereits qualifiziert haben sich Weltmeister Polen, Italien und Russland. Nach 2008, 2012 und 2016 ist es außerdem die vierte Olympia-Qualifikation der Männer in Folge in Deutschland und die dritte in Folge in Berlin.

DVV-Präsident René Hecht sagt dazu: „Der Zuschlag zeigt, dass wir mit unserer Bewerbung absolut überzeugen konnten. Dies ist erneut ein großer Erfolg für den deutschen Volleyball. Unsere Männer-Nationalmannschaft erhält so die Chance, mit dem Rückenwind der heimischen Fans, in ein richtungsweisendes Turnier zu gehen. Nach den Super Finals in Berlin im Mai kommt die Hauptstadt erneut in den Genuss eines herausragenden Sportevents, das zur steigenden Popularität des Volleyballs in Deutschland beitragen wird. Ich möchte betonen, dass dies nicht ohne die Unterstützung des Berliner Senats, dem Bundesministerium des Innern, Kaweh Niroomand von den BR Volleys und Michael Evers von der Volleyball Bundesliga sowie allen weiteren Partnern vor Ort in Berlin möglich gewesen wäre.“

BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand pflichtet ihm bei: „Solche Volleyball-Großveranstaltungen nach Deutschland zu holen, ist für unseren Sport immens wichtig. Wir haben uns sehr um die Ausrichtung bemüht, auch im Zusammenhang mit den Super Finals der Champions League. Berlin festigt mit diesem Turnier seine Position als Volleyball-Hauptstadt im Herzen Europas.“

Quelle: Christof Bernier/BR Volleys