Sebastian Andersson bleibt Eisern

Vor dem Spiel in Bremen gegen den SV Werder, haben die Verantwortlichen des 1. FC Union eine wichtige Personalie unter Dach und Fach gebracht.

Der 1. FC Union Berlin und Stürmer Sebastian Andersson haben sich auf eine Verlängerung der bisherigen Zusammenarbeit verständigt. Der 28-jährige Angreifer geht auch künftig für Union auf Torejagd und verlängert seinen bis Sommer 2020 datierten Vertrag vorzeitig.

Sebastian Andersson verlängert seinen Vertrag © Foto: Hans-Peter Becker

Andersson wechselte im Sommer 2018 vom 1. FC Kaiserslautern nach Berlin-Köpenick, für die Roten Teufel hatte der heute 28-Jährige in 30 Spielen 12 Mal getroffen. Bei den Eisernen zählte der Mittelstürmer von Anfang an zum Stammpersonal und steuerte zwölf Treffer zum erstmaligen Aufstieg des 1. FC Union Berlin in die Bundesliga bei. In der Premierensaison im deutschen Fußballoberhaus gelang dem 190 cm großen Schweden am zweiten Spieltag das erste Tor der Union-Bundesligageschichte, dem Treffer in Augsburg ließ Sebastian Andersson bis dato sieben weitere Treffer folgen. Auch im DFB-Pokal trug sich Andersson für Union bereits doppelt in die Torschützenliste ein, in insgesamt 60 Pflichtspielen für Union lieferte der Angreifer neben 22 eigenen Treffern auch neun Torvorlagen. Durch die guten Leistungen im Verein erspielte sich der Stoßstürmer die Aufmerksamkeit von Schwedens Nationaltrainer Janne Andersson und gehörte zuletzt regelmäßig zum Kader der Nationalmannschaft seines Heimatlandes.

„Ich habe mich bei Union und in Berlin mit meiner Familie sehr schnell eingelebt und freue mich deshalb, meinen Vertrag hier zu verlängern. In den eineinhalb Jahren, in denen ich bisher hier spiele, gab es viele unglaublich schöne Momente. Ich möchte meinen Anteil dazu beitragen, dass wir davon in nächster Zeit noch mehr erleben. Als Mannschaft werden wir alles dafür geben, auch nächstes Jahr in der Bundesliga zu spielen“, kommentierte Sebastian Andersson seine Unterschrift.

„Wir freuen uns, dass wir Sebastian auch weiterhin an uns binden konnten. Sowohl im letzten Jahr, als auch in dieser Saison hat er sein Können unter Beweis gestellt und immer wieder gezeigt, wie wichtig er für unsere Mannschaft ist. Mit seinen guten Leistungen hat er natürlich viel Interesse geweckt, umso schöner ist es, dass wir nun Einigung erzielt und einen weitergehenden Vertrag unterschrieben haben“, zeigte sich Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball, zufrieden.

Der neue Vertrag gilt für die Bundesliga und die 2. Bundesliga.
Quelle: 1. FC Union Berlin


1. FC Union verliert ein hektisches Spiel

Sie hatten sich mehr ausgerechnet die Eisernen im Heimspiel gegen die ersatzgeschwächte Mannschaft des SV Werder Bremen. Dass es am Ende nicht einmal für einen Punkt reichte war auch der Mangel an Erfahrung beim 1. FC Union. Es war über die gesamte Spieldauer eine zerfahrene und hektische Partie. „Ein Fußballspiel, das ganz schön genervt hat“, wie Unions Pressesprecher Christian Arbeit in der Pressekonferenz die Sache auf den Punkt brachte.

Es könnte als Videospiel in die Geschichte dieser Saison eingehen. In der ersten Viertelstunde des Spiels zeigte Schiedsrichter Tobias Welz zwei Mal auf den Elfmeterpunkt. Den Strafstoß für Bremen hätte man nicht geben müssen, da wurde Bremens Kapitän Klaassen von Torwart Gikiewicz und Verteidiger Lenz in die Zange genommen. Er wollte eine etwas verunglückte Rückgabe abfangen. Das Foul war eher schwalbenartig. Die Ausführung des Strafstoßes stand bevor, der Schiedsrichter griff sich ans Ohr, der Kölner Keller, Entscheidung überprüfen und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Welz blieb bei seiner Entscheidung und Bremen ging mit 1:0 in Führung, der Gefoulte verwandelte selbst. Kopfschütteln im Stadion und andernorts, was hatte der Schiedsrichter gesehen. Die ausgleichende Gerechtigkeit kam nur ein paar Minuten später, ein berechtigter Handelfmeter, der zunächst nur im Keller in Köln registriert wurde. Sebastian Andersson trug sich mit Saisontreffer drei in die Liste der Torschützen ein.

Bis zur Halbzeitpause versuchten beide Fußball zu spielen. Ein Spielrythmus fanden beide nicht. In der zweiten Halbzeit erkämpften sich die Eisernen mehr Spielanteile. Die Gäste blieben gefährlich und gingen in der 55. Minute in Führung. Zunächst hielt Gikiewicz einen Elfer, daraus resultierte ein Eckball und der war genau getimt, ein wuchtiger Kopfstoß von Füllkrug saß. Union lag hinten und versuchte das zu verändern. Die Spieluhr lief runter und die Hektik nahm zu. Der Torstand blieb. Zwei Spieler flogen noch mit gelb-rot vom Platz. Vor allem die letzten 10 Spielminuten hatten nicht mehr allzuviel mit Fußball gemein. Spiele dieser Art gewinnt meist die Mannschaft mit der größeren Erfahrung in der Spielklasse, die Eiseren zahlten Lehrgeld. Die nächste Aufgabe wartet in Leverkusen.

Hans-Peter Becker

Spieldaten:

1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Subotic, Lenz – Becker (73. Gogia), Andrich, Gentner (84. Abdullahi), Bülter – Andersson, Ujah (67. Polter) 4-4-2

SV Werder Bremen: Pavlenka – Lang, Selassie, Groß, Friedl – Klaassen, Sahin, Eggestein (84. Pizzarro) – Osako (68. Sargent), Füllkrug, Bittencourt (90. Goller) 4-3-3

Zuschauer: 22.012

Tore: 0:1 Klaassen (5.), 1:1 Andersson (14.), 1:2 Füllkrug (55.)

Der Nächste, bitte !

Zum dritten Bundesliga-Heimspiel erwartet der 1. FC Union den SV Werder Bremen. Es ist fast genau 10 Jahre her, da spielten beide Teams in der 1. Pokalrunde gegeneinander. Im aktuellen Kader stehen sogar noch zwei Spieler, die damals dabei waren. Auf seiten der Eisernen spielte Michael Parensen und auf Bremerseite wirkte Philipp Bargfrede (wurde in der 60. Minute für Mesut Özil eingewechselt) mit. Da Bargfrede nach einer Knie OP weiter pausieren muss, könnte Parensen wenigstens auf der Union-Bank sitzen. Damals waren die Eisernen als frischgebackener Zweitligist dem Pokalverteidiger hoffnungslos unterlegen und verloren mit 0:5.

So eindeutig wie damals sind die Rollen nicht verteilt. Den SV Werder mit Trainer Florian Kohfeldt plagen Verletzungssorgen, daraus erklärt sich größtenteils der schwache Start mit zwei Niederlagen und acht Gegentoren nach drei Spieltagen. Vor dem Spiel in der Wuhlheide fehlen dem Bremer Trainer allein acht Spieler wegen diverser Verletzungen. Vor allem ist die Abwehr von personellen Umstellungen betroffen.

Für Urs Fischer ist die Situation entspannter. Keven Schlotterbeck ist für diese Begegnung weiter gesperrt und wegen Verletzungen ausfallen werden Florian Hübner, Marcus Ingvartsen und Grischa Prömel. Hinter einem Einsatz von Sheraldo Becker steht ein kleines Fragezeichen.

Es könnte wieder torreicheres Heimspiel werden mit einer ähnlichen taktischen Grundausrichtung wie zuletzt gegen Dortmund. Bei der Verteilung der Tore hofft die ausverkaufte „Alte Försterei“ wieder auf ein siegbringendes Verhältnis. „Es gilt, die Leistung gegen Dortmund zu bestätigen. Da haben wir viele Dinge gut gelöst, die müssen wir auch am Sonnabend wieder gut machen. Das wird ein schwieriges Spiel, aber auch eine interessante Aufgabe, der wir uns stellen müssen.“ so Urs Fischer auf der Pressekonferenz zum Spieltag.

Das Spiel am Samstag, 14.09. beginnt um 15:30 Uhr und wird unter der Leitung von Schiedsrichter Tobias Welz stehen. Die Eisernen dürften eher angenehme Erinnerungen an diesen Schiedsrichter haben. Er pfiff in diesem Jahr, am 31.01. das Spitzenspiel zwischen dem 1. FC Union und den 1. FC Köln in der Alten Försterei. Mit nur 29% Ballbesitz gewannen die Hausherren mit 2:0 durch Tore von Florian Hübner und Marcel Hartel.

Hans-Peter Becker

Spreefüxxe mit erneutem Heimerfolg

Die Spreefüxxe Berlin bezwingen den SV Werder Bremen und sichern sich den zweiten Heimerfolg innerhalb von sieben Tagen. Eine starke erste Hälfte sichert den Berlinerinnen dabei den 34:29-Erfolg.

Die Spreefüxxe zeigten dabei von Beginn an, dass sie den Marschplan von Trainer Goncalo Miranda verinnerlicht hatten. Eine kompakte Abwehr mit einer gut aufgelegten Torfrau Natascha Faßold machte es den Bremerinnen von Beginn an schwer. Ein schnelles Umschaltspiel, vor allem über Linksaußen Paula Förster, sicherte den Hausherinnen in der Anfangsphase einfache Treffer. Im Positionsangriff blieb man geduldig, spielte clevere Kombinationen und netzt ein. Das Ergebnis war ein verdientes 10:4 nach 13 Spielminuten und die Auszeit von Bremen. Die Gäste stellten sowohl vorne als auch hinten um und kamen nun besser in die Partie. Doch auf Seiten von Berlin war es vor allem Simona Kolosove, die in dieser Phase immer ein Schlupfloch in der Bremer Defensive fand und kurz vor der Pause auf 19:10 erhöhte. Die Bremer konnten mit zwei Treffern noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und es ging mit 19:12 in die Pause.

Die zweite Hälfte war dann etwas zäh. Bremen versuchte sich zu wehren, doch hier war heute nichts zu holen. Die Spreefüxxe hielten den Abstand trotz einiger Schwächephase und schludrigen Torabschlüssen weiterhin bei mindestens fünf Treffern. Nicht zuletzt weil Tina Wagenlader am Kreis die Greifarme ausfuhr und jegliche Bälle verwandelte und Kapitän Anna Blödorn sich durch die Lücken in der Bremer Defensive durchtankte. Am Ende verbuchten die Spreefüxxe einen verdienten 34:29-Erfolg und feierten mit ihren Fans die nächsten beiden Punkte.

Am kommenden Sonnabend reisen die Spreefüxxe zum Aufsteiger Gedern/Nidda, mit dem man nach der Heimspielpleite in der Hinrunde noch eine Rechnung offen hat. Mit zwei souveränen Heimsiegen sollte man die Reise mit viel Rückwind antreten.

Quelle: Anna Eber /Füchse Berlin Handball

Spieldaten

Spreefüxxe Berlin: Faßold, Krüger; Kolosove (9/3), Ansorge, Krakat, Kunde, Momot, Humer (1/1), Blödorn (6), Kirchhoff Madsen (5), Wagenlader (4), Schwarz, Förster (8), Magg (1)

Zeitstrafen: Krakat, Momot, Kirchhoff Madsen, Wagenlader

Werder Bremen: Andresen, Meyer, Anschütz; Heidhomas (2), Mehrtens (1), Janssens (2), Heinrich (4), Neßlage (5), Osterthun (2), Selmeci, Barger (3), Otto (7/4)

Zeitstrafen: Thomas, Neßlage, Osterthun (2), Barger

Spreefüxxe mit Befreiungsschlag

Die Spreefüxxe Berlin gewinnen ihr Heimspiel gegen den Aufsteiger vom TSV Nord Harrislee souverän mit 27:17. Nach zuletzt zwei Niederlagen war es für die Berlinerinnen ein wichtiger Schritt zum Ziel Klassenerhalt. Mit dem Sieg klettert man in der Tabelle vorbei an Harrislee auf Platz 8.

Die Spreefüxxe brauchten diesmal etwas Zeit um in die Partie zu finden. Die robuste Abwehr der Gäste zwang die Berlinerinnen zu einfachen Ballverlusten, Harrislee hingegen nutzte den Tempogegenstoß, scheiterte aber zunächst an Natascha Faßold. Die Abwehr der Spreefüxxe stand von Beginn an gut. Trainer Goncalo ließ Laura Madsen Kirchhoff offensiv agieren und störte damit das Aufbauspiel der Norddeutschen. Nach 10 Spielminuten kam dann auch die Offensive der Spreefüxxe langsam in die Gänge. Harrislee blieb zunächst dran, konnte stets den Anschlusstreffer erzielen. Nach 20 Spielminuten war die Partie beim 8:7 noch völlig offen. Dann aber legten die Hausherrinnen einen Zwischenspurt ein und erarbeiteten sich zur Pause mit einem Doppelpack von Kapitän Anna Blödorn eine 5-Tore-Führung. (13:8.) Gepackt von diesem Hoch startete man auch in Hälfte zwei. Egal wer auf der Platte stand und wie die Gäste auch umstellten, die Spielerinnen von Goncalo Miranda fanden eine Lösung. Hinten machte Natascha Faßold die Kiste zu. Knapp 15 Minuten vor Ende erzielte Anna Ansorge die erste 10-Tore-Führung zum 22:12. Harrislee kämpfte und wehrte sich körperlich bis zum Schluss. Aber an diesem Tag waren die Spreefüxxe nicht zu bremsen und sicherten sich am Ende einen verdienten 27:17-Erfolg vor einem begeisterten Berliner Publikum.

Britta Lorenz war nach der Partie stolz auf ihr Team: „ Wir haben hinten gut gestanden und Natascha Faßold hat im Tor einen sehr guten Job gemacht. Unser Trainer hat das Team gut eingestellt, mit Laura vorne auf der Spitze haben wir Harrislee vor große Probleme gestellt. Vorne haben wir trotz der ordentlichen Härte von Harrislee nicht die Nerven verloren, sondern uns gute Chancen herausgespielt und diese auch mit viel Willen eingenetzt. Egal wer auf die Platte kam, hat Vollgas gegeben. Mit einer solchen Leistung wie heute, kann man jedes Team in dieser Liga schlagen.“

Am kommenden Wochenende steht gleich das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann ist der SV Werder Bremen zu Gast im Fuxxbau. Im Oktober konnte man das Heimspiel im DHB-Pokal denkbar knapp für sich entscheiden und will nach dem Erfolg gegen Harrislee unbedingt nachlegen.

Spieldaten:

Spreefüxxe Berlin: Faßold, Krüger; Kolosove (2), Anroge (5), Krakat (1), Kunde (1), Momot (1), Humer (2), Blödorn (9/3), Kirchhoff Madsen (4), Wagenlader (2), Schwarz, Förster

Zeitstrafen: Humer (2), Blödorn, Wagenlader

TSV Nord Harrislee: Sibbersen, Tiedemann, Fasold; Krey, Natusch (1), Volquardsen (1), Woch (3/2), Frauenschuh, Carstensen (4), Lache, Lauf (1), Andresen (1), Peters, Jensen (/1), Melfsen (3), Klingenberg (1)

Zeitstrafen: Woch, Andresen, Jensen, Melfsen

Quelle: Anna Eber / Spreefüxxe Berlin

Auswärtspleite für Spreefüxxe

Gegen Rödertal verliert das Team aus der Hauptstadt mit 33:27. Dabei verlief vor allem der Start für die Spreefüxxe auch dieses Mal gut. Vor allem Anna Blödorn dreht auf, erzielte bei der 4:2-Führung bereits ihren dritten Treffer. Doch auch Rödertal fand zunehmend besser ins Spiel und konnte erstmals beim 7:6 selbst in Front gehen. Der fehlende Trainingsrückstand und die Fdementsprechende Vorbereitung auf die Partie  machten sich im Berliner Spiel bemerkbar. Einfache Ballverluste und am Ende erneut wieder zu schwache Torabschlüsse erschwerten es den Spreefüxxen über den gesamten Spielverlauf. Bis zur 25. Spielminute konnte man den Ausgleich aufrecht erhalten, dann setzte sich Rödertal bis zur Pause noch leicht auf 13:11 ab. In der zweiten Hälfte war es ein ähnliches Bild wie in der Vorwoche gegen Kirchhof. Man kämpfte sich zwar heran, aber schaffte zu keiner Zeit mal den Ausgleich oder gar noch einmal in Führung zu gehen. Die vielen angeschlagenen Spielerinnen mussten dem Tempo Tribut zollen und die zu hohe Fehlerzahl der Berlinerinnen ermöglichte den Bienen einen sicheren Heimerfolg.

Mit nun nur noch sechs Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz muss man in den kommenden Partien wieder eine Schippe drauflegen. Aus den kommenden beiden Heimpartien sollen vier Punkte her. Zunächst kommt der Aufsteiger vom TSV Nord Harrislee in den Fuxxbau, bevor eine Woche später der SV Werder Bremen anreist.

Managerin Britta Lorenz war nach der Partie total unzufrieden: „Es ist schade, denn auch heute war hier mehr drin. Ich weiß, dass viele Spielerinnen angeschlagen und ohne Training sich durch das Spiel gekämpft haben und kann der Mannschaft aus dieser Sicht keinen Vorwurf machen. Wir hatten heute nur phasenweise eine gute Abwehr und kaum Rückhalt durch unsere Torhüterinnen. So kann man gegen ein gutes Team nicht gewinnen. Der Sieg von Rödertal war auch in dieser Höhe verdient. Herausheben möchte ich nur Anna Blödorn die sowohl in der Abwehr als auch im Angriff unermüdlich weitergekämpft hat! Auf Blö’s Leistung bin ich sehr stolz! Wir werden nun unsere Hausaufgaben machen, uns erholen und dann für die beiden Heimspiele Vollgas geben.“

Spreefüxxe: Faßold; Krüger; Kolosove (2), Ansorge (1), Krakat (2), Kunde, Humer, Blödorn (15/7), Kirchhoff-Madsen (3), Wagenlader (2), Schwarz, Förster (2). Zeitstrafen: Krakat, Kunde, Humer (2), Blödorn

Rödertal Bienen: Rammer, Minami; Mauksch (3), Szczecina (7/4), Boesen, Ossenkopp (8), Hasselbusch, Alesiunaite, Ivanauskaite (6), Eckart, Jander (4), Kreibich (2), Pollakowski, Loehnig (2).  Zeitstrafen: Mauksch (2), Ivanauskaite (3), Kreibich

Quelle: Spreefüchse Berlin / Anna Eber

Spreefüxxe ziehen in die dritte Runde ein

Foto: Spreefüxxe Berlin

Die Spreefüxxe Berlin bezwingen in der zweiten Runde des DHB-Pokals den SV Werder Bremen. Gegen die Norddeutschen setzen sich die Berlinerinnen denkbar knapp mit 20:19 durch und ziehen in die dritte Runde ein. Entscheidende Akteure bei den Gastgeberinnen waren die erneut stark aufspielenden Vanessa Magg und Keeperin Natascha Faßold. Die Partie begann fünfzehn Minuten verspätet, da die Gäste auf dem Weg nach Berlin in einen Stau gerieten. Die Spreefüxxe, die sich eigentlich vorgenommen hatten gut in die Partie zu starten, brauchten in der Offensive lange um einen Spielfluss zu finden. Vor allem von der rechten Angriffsseite kam wenig Druck. Immer wieder verließ man sich auf Vanessa Magg, die ihrer Rolle mehr als gerecht wurde. Mit neun Treffern war sie an diesem Tag die erfolgreichste Schützin. Bremen versuchte die Berlinerinnen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, agierten mit viel Tempo aus der ersten und zweiten Welle. Im Positionsangriff hatten die Spreefüxxen den Werder-Angriff hingegen gut unter Kontrolle. Doch man brachte die Gäste mit einfachen Fehlern immer wieder zurück ins Spiel. Die Einwechslung von Fabienne Kunde auf der rechten Rückraumposition brachte frischen Wind ins Berliner Angriffsspiel. Zur Pause setzten sich die Hausherrinnen mit 12:9 leicht ab.

Leider konnten die Spreefüxxe das in der zweiten Hälfte nicht fortsetzen. Doch auch Bremen tat sich schwer. Eine Anhäufung von technischen Fehlern auf beiden Seiten war die Überschrift der zweiten Spielhälfte. Die Berlinerinnen erzielten gerade mal vier Treffer in achtzehn Minuten, davon drei durch Vanessa Magg. Kein Team konnte sich absetzen und so blieb es bis zum letzten Angriff spannend. Tina Wagenlader netzte knapp vier Minuten vor Ende zum 20:18, doch nur 30 Sekunden später verkürzte Lena Janssens erneut auf einen Treffer. Einer gut agierenden Abwehr und einer stark aufgelegten Natascha Faßold war es letztendlich zu verdanken, dass man zum Spielende die Nase knapp vorne behielt. Spreefüxxe Managerin Britta Lorenz war erleichtert über das Weiterkommen ihrer Mannschaft: „Insgesamt war es ein wenig ansehnliches aber durchaus spannendes Spiel. Beide Teams haben mit einem stark dezimierten Kader ihr Bestes gegeben, wir hatten schlussendlich das glücklichere Ende. Klar ist aber auch, dass die Karten am kommenden Wochenende beim Ligaspiel in Bremen komplett neu gemischt werden.“

Anna Eber

Spreefüxxe vor schwerer Auswärtsaufgabe

Foto: Thomas Sobotzki – Fotodesign Berlin

Die Spreefüxxe Berlin gastieren am heutigen Sonnabend beim SV Werder Bremen. Alles andere als eine leichte Aufgabe wartet dabei auf das Team von Christian Schücke.

Denn die Woche lief alles andere als gut bei den Berlinerinnen. „Wir hatten sechs Spielerinnen, die diese Woche aufgrund von Erkrankung und Verletzung nicht richtig trainieren konnten. Bei den meisten ist auch der Einsatz morgen noch ungewiss. Gerade zum Saisonbeginn, wo man jede Einheit braucht um sich einzuspielen ist das natürlich sehr bitter“ gibt sich Managerin Britta Lorenz ernüchternd. Doch kampflos werden sich die Spreefüxxe dennoch nicht zeigen. Mit dem nötigen Selbstbewusstsein aus dem Sieg vom vergangenen Wochenende will man mutig und unbekümmert auftreten. Trainer Christian Schücke wird seine Mannschaft entsprechend einheizen: „Auswärts wird jede Partie schwer, aber wir haben diesmal keinen Druck, den hat dafür Werder.“

Foto: Thomas Sobotzki – Fotodesign Berlin

Bremen verlor am vergangenen Wochenende nach einer großen Aufholjagd am Ende knapp bei der FSG Waiblingen-Korb. Auch die Spreefüxxe wissen wie man einen schlechten Start ausbügeln kann, vor heimischer Kulisse konnte man gegen Herrenberg die Partie am Ende noch minimal für sich entscheiden. Beide Mannschaften gewannen bisher jeweils ihre Heimpartie und verweisen somit nach zwei Spieltagen 2:2 Punkte. Bremen gelang dabei ein 32:29-Erfolg gegen den Aufsteiger aus Kirchhof.

Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams liegt eine ganze Weile zurück. In der Drittligasaison 2011/12 war es damals eine klare Angelegenheit für die Spreefüxxe. Doch seither ist in beiden Vereinen viel passiert. Während die Berlinerinnen in dieser Saison als Aufsteiger an den Start gehen, blickt Bremen auf einen 11. Platz in der Vorsaison zurück. Ganz unbekannt ist man sich beim morgigen Duell aber nicht. In der Vorbereitung beim Turnier in Markranstädt gab es zwar kein direktes Duell, dennoch konnte man die jeweils andere Mannschaft etwas begutachten. Das es bei der morgigen Partie mehr als ein Bestaunen geben wird, ist allen Beteiligten klar. Schließlich geht es um die nächsten beiden Punkte und die wird keiner verschenken.Anwurf der Partie ist um 19:30 Uhr in der Klaus-Dieter-Fischer Halle in Bremen.

Quelle: Spreefüxxe Berlin