Die erste Damenmannschaft des BSSC Berlin wurde in häusliche Quarantäne geschickt. Vor dem Heimspiel gegen den VC Olympia Berlin am vergangenen Sonntag, 15.11.2020 wurden alle Mannschaftsmitglieder den obligatorischen Schnelltests unterzogen. Dabei wiesen die Tests dreier Spielerinnen ein positives Ergebnis auf, was zur Folge hatte, dass das Berlinderby kurzfristig abgesagt werden musste.
Die drei betroffenen Spielerinnen haben sich sofort darum bemüht das positive Schnelltestergebnis mittels eines sichereren PCR-Test validieren zu lassen. Obwohl die Spielerinnen theoretisch in die neue Teststrategie des RKI fallen, stellte sich dies in Berlins überlasteten Gesundheitssystem in der Realität als recht schwierig heraus. Mittlerweile erhielten alle drei Spielerinnen von ihren Gesundheitsämtern die Möglichkeit sich einem PCR-Test zu unterziehen. Für eine Spielerin ist bereits ein bestätigendes positives Testresultat eingegangen, für die anderen beiden stehen die Ergebnisse noch aus.
Somit wurde für das Bundesligateam des BBSC häusliche Quarantäne angeordnet. Die betroffenen getesteten Spielerinnen zeigen mittlerweile Krankheitssymptome, es geht ihnen allerdings den Umständen entsprechend gut.
Die drei Partien der nächsten beiden Wochenenden gegen den VC Olympia Berlin (Auswärtsspiel am 20.11.2020), SSF Fortuna Bonn (Heimspiel am 21.11.2020) und RC Sorpesee (Auswärtsspiel am 28.11.2020) werden demnach leider entfallen.
Das „Duell der Giganten“ zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Berlin Recycling Volleys schreibt seit Jahren die spannendsten Geschichten im deutschen Volleyball und am Samstag (21. Nov um 14.00 Uhr) kommen definitiv neue hinzu: Nicht nur, dass es im Berliner Aufgebot ein Überraschungscomeback gibt, das Match der beiden Rivalen eröffnet auch die neue Heimspielstätte der Häfler, die Zeppelin CAT Halle A1, und das live im Free-TV auf SPORT1.
Wohl dem, der solche treuen, ehemaligen Spieler hat: Keine sechs Stunden nachdem am Montag bei Sergey Grankin ein Muskelfaserriss diagnostiziert wurde, stand BR Volleys Ex-Kapitän Sebastian Kühner bereits im Horst-Korber-Sportzentrum auf dem Court. Zunächst sollte der 33-Jährige die dezimierte Trainingsgruppe nur als zweiter Zuspieler auffüllen, jetzt reist Kühner sogar als Backup für Pierre Pujol mit an den Bodensee. Also genau dorthin, wo er 2019 mit dem Gewinn seiner sechsten Deutschen Meisterschaft ein gelungenes Karriereende feierte.
An jenem 12. Mai 2019 gewannen Kühner und die Hauptstädter ihren vorerst letzten Titel in der ZF Arena, denn inzwischen ist die geschichtsträchtige Spielstätte des VfB baufällig und geschlossen. Zur Erleichterung der Friedrichshafener und der gesamten deutschen Volleyball-Gemeinde konnte aber zügig eine Alternative gefunden werden. So schließt sich am Samstag ein Kreis, wenn das ewige Duell zwischen Friedrichshafen und Berlin die neue Zeppelin CAT Halle A1, eine aufwändig umgebaute Messehalle, vor leeren Rängen live im Free-TV einweiht.
„Die Friedrichshafener konnten diese Woche zwar in der neuen Arena trainieren, aber ich glaube nicht, dass sie unter den aktuellen Voraussetzungen damit einen richtigen Heimvorteil haben“, sieht BR Volleys Trainer Cedric Enard annähend Chancengleichheit beim Premierenspiel. Viel mehr beschäftigen den Franzosen die rein sportlichen Voraussetzungen: „Der VfB hat definitiv einen wesentlich stärkeren Kader als in der letzten Spielzeit, allein in der Breite mit beispielsweise vier Mittelblockern auf Topniveau. Auch ihr Mix aus Jugend und Erfahrung stimmt. Bei dieser individuellen Qualität wird das eine richtig schwierige Aufgabe.“
Der VfB-Kader wurde im Sommer nämlich gewaltig umgekrempelt. Cheftrainer Michael Warm und der neue Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt konnten gleich mehrere international renommierte Namen an den Bodensee lotsen. Der Slowene Dejan Vinčić ist ein erfahrener Zuspieler erster Güteklasse, Nicolas Maréchal lief schon für zahlreiche europäische Topvereine auf und wurde mit Frankreich im Jahr 2015 Europameister, der Kubaner David Fiel nahm mit Belchatow beispielweise an der FIVB Klub-Weltmeisterschaft teil. Dazu ist die Kombination im Diagonalangriff mit Linus Weber und dem umgeschulten Lukas Maase (zuvor in Düren als Mittelblocker) höchstinteressant. Zuletzt konnten sogar noch unverhoffte Nachverpflichtungen getätigt werden. Nationalspieler Marcus Böhme hielt sich beim VfB zunächst nur fit, jetzt steht er im Aufgebot und erhält regelmäßig seine Einsätze. Mit dem US-Amerikaner Avery Aylsworth ergab sich vor zehn Tagen noch die Vertragsunterzeichnung eines zweiten Liberos. 14 Spieler zählt Warms Team somit und alle sind für den Bundesliga-Klassiker am Wochenende einsatzfähig.
Obwohl beide Mannschaften einen Monat nach Saisonstart gewiss noch nicht zu ihrer Bestform gefunden haben, ist – wie immer bei diesem Match – ein Volleyball-Leckerbissen zu erwarten. Sebastian Kühner, der sich seit seinem Karriereende unter anderem mit Tennis fit hält, hat in dieser Woche eine intakte BR Volleys Mannschaft vorgefunden und sieht die Hauptstädter für den Schlagabtausch gewappnet: „Die Atmosphäre im Team ist gut und das Potenzial ohnehin riesig. Es ist noch immer früh in der Saison und ohne die letzten Automatismen vieles von der Tagesform abhängig.“
Ob Kühner zum Einsatz kommt oder nicht, für Trainer Enard ist das Interimsengagement seines ehemaligen Spielführers vor allem auf emotionaler Ebene wertvoll: „Basti gibt dem Team dank seiner Art direkt positive Energie. Für einen Block oder ein Ass ist er sowieso immer gut. Das hat er nicht verlernt.“ In Abwesenheit von Grankin wird, wie schon beim 3:0-Erfolg gegen Giesen, Pierre Pujol die BR Volleys als Kapitän auf den Court führen und das mit voller Überzeugung: „Ich brenne für diese Matches gegen Friedrichshafen. Jeder weiß um diese besondere Rivalität. Ich brauche zwar keine Extra-Motivation, aber klar würde ich gern auch gegen meinen guten Freund Nicolas Marechal gewinnen.“
Eine positive Neuigkeit gab es vor der Abreise noch aus dem BR Volleys Lazarett: Robin Baghdady fährt mit dem BR Volleys Team nach Friedrichshafen und freut sich unweit seiner Heimat, der Deutsch-Schweizer ist auf der anderen Seite des Bodensees in Münsterlingen geboren, nach fünfwöchiger Verletzungspause auf seine Rückkehr.
Die Eisbären Berlin haben in Mannheim bei den Adlern mit 0:3 verloren. Soweit zu den nüchternen Zahlen. „Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel von uns und wir können zufrieden sein. Nach dem Spiel gegen Schwenningen war es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Am Ende waren es dann Kleinigkeiten, die zu den Gegentoren geführt haben. Persönlich bin sehr glücklich, dass ich heute wieder spielen konnte. Ich habe mich sehr gut gefühlt.“ so resümierte Eisbären-Stürmer Leo Pföderl nach dem Spiel.
Im Tor der Eisbären stand der 20jährige kanadische Nachwuchstorwart Jacob Ingham. Er hielt zwei Drittel lang seinen Kasten sauber. Die spielentscheidenden Treffer fielen samt und sonders erst im Schlussabschnitt. Ingham, der in der letzten Saison noch in der Ontario Hockey League, einer Juniorenliga in Kanada für die Kitchener Rangers spielte sah das Spiel so: „Das war mein erstes Profispiel überhaupt, weswegen ich zu Beginn ein bisschen nervös war. Das hat sich aber schnell gelegt und ich habe einfach versucht, mein Bestes zu geben. Insgesamt war das heute einegute Leistung, viel besser als zuletzt gegen Schwenningen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Heute war mehr drin.“
Die Eisbären reisen weiter nach München und am Samstag, 21.11.2020 um 17:00 Uhr in der nächsten Partie des MagentaSport Cups beim EHC Red Bull München.
Während die DEL II bereits vier Spieltage absolviert hat, war die Entscheidung über den Beginn des Spielbetriebs in der höchstens lange Zeit offen. Eishockey nimmt in der Zuschauergunst nach dem Fußball den zweiten Platz ein. Genau dieser erwies sich in der Pandemie als Problem. Die Vereine der DEl decken ihren Etat zu 70 bis 75 Prozent aus den Käufen von Eintrittskarten und der Rest kommt von Sponsoren und dem Verkauf von TV-Rechten. Im Bundesligafußball ist fast genau umgekehrt.
Die Entscheidung ist gefallen. Die PENNYDEL startet am 17. Dezember 2020 mit allen 14 Clubs in die Saison 2020/2021. Einige Clubs waren zwischenzeitlich finanziell ins trudeln geraten. Es wurde erwogen, die Liga notfalls mit weniger Teilnehmer zu starten. DEL- Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Das war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten und wahres Teamwork. Noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Clubs schaffen. Unser Ziel war immer, dass wir möglichst mit 14 Clubs starten wollen. Das ist uns gelungen. Von daher geht das Lob an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir jetzt mit voller Stärke in die neue Saison starten können. Alle Fans können sich auf Non-Stop Eishockey freuen.“
Der Modus ist angepasst worden. Dabei werden die 14 Clubs in zwei Gruppen aufgeteilt. Die Eisbären spielen in der Gruppe Nord zusammen mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven, Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Iserlohn Roosters, Krefeld Pinguineund Grizzlys Wolfsburg. In der Gruppe Süd sind die Augsburger Panther, ERC Ingolstadt, Adler Mannheim, EHC Red Bull München,Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers sowie die Schwenninger Wild Wings vertreten. In insgesamt 38 Partien pro Mannschaft (viermal gegen jeden Club der eigenen Gruppe sowie Hin-und Rückspiel gegen die Teams der anderen Gruppe) werden acht Playoff-Teilnehmer ermittelt. Die jeweils vier bestplatzierten Clubs jeder Gruppe tragen gruppenintern das Viertelfinale aus. Ab dem Halbfinale wird dann über Kreuz gespielt. SämtlichePlayoff-Partien werden im Best of 3 Modus ausgetragen.
Trotz der Reduzierung der Gesamtzahl der Spiele steht bis Anfang Mai 2021 ein straffes Programm auf dem Plan. Es wird fast an jedem Wochentag Eishockey gespielt werden. Ein Hauch von NHL wird durch Eishockey-Deutschland wehen.
Der finale Spielplan soll in nächster Zeit bekannt gegeben werden. Die Eisbären Berlin werden ihre Heimspiele auf jeden Fall in der MB-Arena am Ostbahnhof austragen. Die treuen Fans dürfen bis auf weiteres nur im TV zu sehen.
Die Berlin Recycling Volleys feierten am Samstag (14. No.) den vierten Saison-Erfolg in der Volleyball-Bundesliga. Bei ungewohnter Atmosphäre – Fans konnten im Volleyballtempel erstmals nicht dabei sein – siegten die Hauptstädter ungefährdet mit 3:0 (25:15, 25:21, 25:21) gegen die Helios Grizzlys Giesen. Jeweils 17 Punkte sammelten MVP Timothée Carle und Benjamin Patch, für Giesen war Magloire Mayaula Nzeza elfmal erfolgreich.
Noch vor Beginn des ersten Geister-Heimspiels der Geschichte mussten die BR Volleys eine bittere Nachricht verkraften: Zuspieler Sergey Grankin verletzte sich im Abschlusstraining an der Wade, eine MRT-Untersuchung soll am Montag Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Doch auch ohne ihren Kapitän fanden die Männer in Orange gegen die Gäste aus Giesen bestens in die Partie und bewiesen dabei vollen Körpereinsatz: Für Pierre Pujol, der die Lücke von Grankin zu füllen wusste, war eine Werbebande nur ein kleines Hindernis auf dem Weg zum Ball – dieser Ballwechsel ging am Ende, ebenso wie der erste Satz, an den Hauptstadtclub (25:15).
Giesen kam nun besser im Spiel an, auch weil sich die Fehlerquote auf Seiten der Gastgeber erhöhte. Erst zur Mitte des Durchgangs konnten sich die Berliner absetzen, weil Timothée Carle und Benjamin Patch viel Cleverness im Angriff bewiesen (19:15). Dem starken Carle blieb es dann auch überlassen, nach aufmerksamer Abwehr von Samuel Tuia den Satzball zur 2:0-Führung zu verwerten (25:21). Ein enger Schlagabtausch entwickelte sich dagegen bis kurz vor Schluss im dritten Durchgang, ehe ein Block von Éder und Patch der Partie den Deckel aufsetzte (25:21).
Für die BR Volleys geht es in der kommenden Woche mit dem Spitzenspiel gegen den VfB Friedrichshafen weiter. Die Partie am Bodensee beginnt bereits um 14.00 Uhr, Sport1 überträgt live im Free-TV.
Stimmen zum Spiel Kaweh Niroomand: „Das ist ein gutes Ergebnis, aber das Spiel läuft weiterhin nicht wirklich rund. Wir sind etwas vom Pech verfolgt, jede Woche fällt ein neuer Spieler aus. Mir macht es Sorgen, dass wir nie über mehrere Wochen hinweg mit dem kompletten Kader trainieren konnten. Deswegen sind wir noch lange nicht im gewünschten Rhythmus. Der müsste aber langsam kommen, um das schwere Programm der kommenden Wochen gut bewältigen zu können. Die komplette Situation zerrt zusätzlich an den Nerven. Da auch mental immer 100 Prozent abrufen zu können, ist eine große Herausforderung. Deswegen glaube ich, dass es eine Saison der Zufälle wird.“
Pierre Pujol: „Ich halte mich immer bereit zu spielen, das ist mein Job. Wir haben in der Liga bereits ein Spiel verloren, deswegen wollten wir heute unbedingt gewinnen. Die Motivation kommt da auch ohne Fans ganz von alleine. Letztlich sind wir froh, überhaupt spielen zu dürfen. Aber für diejenigen, die die normale Atmosphäre kennen, war es sicherlich seltsam – da hat die bekannte Musik geholfen. Ich hoffe, dass bald wieder Fans dabei sein können.“
Anton Menner (Giesen): „Heute Morgen habe ich die Beine nach zwei Spielen in dieser Woche schon gemerkt. Trotzdem habe ich mich auf das Spiel gefreut, weil es mein erstes Mal in der Max-Schmeling-Halle war. Da hat der Rest dann auch keine Rolle mehr gespielt. Wenn wir einen Satz gegen Berlin holen wollen, müssen wir konstant Servicedruck ausüben. Letztlich haben da die vielen Fehler das Spiel entschieden.“
BR Volleys Formation Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Pierre Pujol (Z), Benjamin Patch (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel
Die Eisbären starteten mit einem sogenannten Geisterspiel in den Magenta Sportcup 2020. Hoffentlich ist das Turnier der Auftakt für die nach wie vor geplante DEL-Saison 2020/21.
Es war für den Reporter schon etwas merkwürdig, zum Welli zu fahren, der Parkplatz fast leer und weit und breit kein Eishockeyfan, der sich auf den selben Weg machte. Ein Glück, dass es während eines Eishockeyspiels üblich ist Musik einzuspielen. Auf dem Eis war alles wie immer.
Den besseren Start erwischten die Gäste vom Neckarursprung. Es waren gerade einmal 28 Sekunden gespielt, da durfte Eisbären-Goalie Mathias Niederberger bereits den Puck aus seinem Tor wischen. Getroffen hatte Ex-Eisbär Darin Olver, sein Bruder Mark spielte auf der anderen Seite. Auf dem Eis trafen sie auch direkt aufeinander. Eisbär Mark Olver als Center der 3. Eisbären-Sturmreihe und Bruder Darin in dieser Position in der 1. Sturmreihe der Gäste. Beide Teams boten eine 4. Sturmreihe auf, die nicht durchspielte. Nach dem ersten Drittel stand es 1:1 mit leichten Vorteilen für die Eisbären.
Wer gedacht hatte, dass der Mittelabschnitt eine Angelegenheit für die Eisbären werden könnte, sah sich getäuscht. Die Gäste nutzten zwei Überzahlmöglichkeiten und schraubten ihre Führung auf den Zwischenstand von 1:3. In der 24. Minute traf Andreas Thuresson und in der 28. Minute der Schwenninger Olver der seinen Treffer Nummer 2 in der Partie erzielte. Die Eisbären waren bemüht und mehr nicht. Selbst ein einminütiges 5 zu 3 Überzahlspiel konnten sie nicht zu einem Treffer nutzen.
Im Schlussabschnitt schwanden die Sekunden dahin und es bleib beim Bemühen der Eisbären. Läuferisch stark und taktisch diszipliniert hielten die Schwäne die Eisbären in Schach und sorgten mit zwei weiteren Toren für eine saftige Packung.
Mit dieser deutlichen Niederlage hatte im Lager der Eisbären wohl niemand gerechnet. Die besseren Voraussetzungen lagen auf Seiten der Eisbären, sie konnten auf mehr Spielpraxis zurückgreifen. Ob es am Freitag dem 13. lag ?
Der Kapitän der Eisbären Frank Hördler, konnte nach dem Spiel nur konstatieren: „Das war nicht ansatzweise das was wir zeigen wollten, dazu zwischendrin unseren Fokus verloren, das nicht zu knapp. Da sind viele Kleinigkeiten, die so ein Spiel drehen.“ Der einzige Torschütze für Eisbären, Neuzugang Parker Tuomie meinte: „Wir hatten nach dem schnellen Gegentor einen schlechten Start, haben es anschließend garnicht so schlecht gemacht und sind nach unserem Tor auf dem Gas geblieben, hatten unsere Chancen. Im weiteren Spiel haben wir uns zu sehr vom Gegner ablenken lassen und wenn du dein Spiel nicht weiter ziehst, nutzt das in dieser Liga jede Mannschaft aus. …Es hat insgesamt verdienter Weise nicht gereicht!!!
Das Spiel hat dem Trainer der Eisbären wichtige Hinweise gegeben. „Wir sind ein sehr junges Team und haben auf dem Eis Fehler gemacht…es war nur ein Spiel…aus den Fehlern müssen wir lernen.“
Am kommenden Donnerstag, 19. November geht es für die Eisbären in Mannheim mit dem 2. Spiel in der Vorrunden-Gruppe B weiter.
Hans-Peter Becker
Magenta Sport Cup 1. Spieltag Vorrunde Gruppe B
13.11.2020 Wellblechpalast Berlin
EHC Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 1:5 (1:1/0:2/0:2)
Erstmals in der Vereinsgeschichte tragen die Berlin Recycling Volleys am Samstag (14. Nov um 18.30 Uhr) ein Heimspiel vor leeren Rängen aus. Gerade weil Mannschaft und Fans auf die gewohnte Atmosphäre in der Max-Schmeling-Halle verzichten müssen, wird der digitale Auftritt für das Match gegen die Helios Grizzlys Giesen ausgeweitet.
Die Helios Grizzlys Giesen feierten in den vergangenen zwei Wochen ihre Europapokal-Premiere gegen das international erfahrene Team von Sporting CP Lissabon. Den erstmaligen Aufschlag im CEV Challenge Cup kann man getrost als vorläufigen Höhepunkt in der äußerst positiven Entwicklung des Aufsteigers von 2018 bezeichnen. Zwar mussten die Niedersachsen gegen den favorisierten Gegner aus Portugal nach einer 0:3-Auswärtsniederlage und einem 3:2-Heimsieg die europäischen Segel bereits wieder streichen, dennoch gibt das gelungene Auftreten dem Verein gewiss Rückenwind für die weitere Bundesliga-Saison. Auf nationaler Ebene gewann die Mannschaft von Trainer Itamar Stein bisher eines von drei Spielen (3:0 vs. Unterhaching), verlor gegen Herrsching (1:3) und Düren (0:3). Am Freitagabend sind die Giesener außerdem noch beim VC Olympia gefordert. Ähnlich wie die BR Volleys, haben auch die Gäste einige neue Spieler zu integrieren, wobei wichtige Eckpfeiler wie der Kapitän Hauke Wagner, Libero Milorad Kapur oder Mittelblocker Magloire Mayaula dem Team erhalten geblieben sind. Spannendste Neuverpflichtung ist mit Sicherheit Stijn van Tilburg, der langaufgeschossene Niederländer im Außenangriff der Grizzlys.
Die BR Volleys auf der anderen Netzseite sind längst Stammgast im internationalen Wettbewerb und wollen bei dem inzwischen terminierten ersten Turnier der Champions-League-Gruppenphase (08.-10. Dezember) in eigener Arena wieder für Furore sorgen. Vorher warten aber schwere Aufgaben in Bundesliga und Pokal auf Sergey Grankin & Co. Da kommt es Cheftrainer Cedric Enard gerade Recht, dass sich mit Anton Brehme ein zuletzt verletzter Akteur wieder einsatzbereit gemeldet hat. „Anton hat in dieser Woche endlich wieder mit der Mannschaft trainiert. Er könnte dem Team schon am Samstag helfen“, berichtet Enard. Auch Robin Baghdady trainiert nach Wadenverletzung allmählich wieder am Ball, benötigt jedoch noch etwas Zeit, um voll in Tritt zu kommen.
Nach der Niederlage in Bühl sind die Sinne bei den BR Volleys geschärft, wie beim französischen Headcoach deutlich zu vernehmen ist: „Giesen hat eine wirklich gute Mannschaft und hat sich zuletzt im CEV Challenge Cup sehr ordentlich präsentiert. Ihre intensive Woche mit Spielen am Dienstag und Freitag könnte uns am Samstag vielleicht etwas in die Karten spielen, aber wir brauchen dennoch eine Steigerung gegenüber dem VCO-Spiel.“ Das 3:0 gegen die Youngster im Sportforum war das letzte Pflichtspiel seiner Schützlinge.
Bleibt die Frage, wie das Team mit der Atmosphäre eines leeren Volleyballtempels umgeht. Darauf ist auch Geschäftsführer Kaweh Niroomand gespannt: „Die Situation ohne Publikum wird für alle ungewohnt und schwierig. Wenn dich normalerweise 4.000 bis 5.000 Fans in unserer Arena erwarten, wird so ein Spiel zur Kopfsache für die Mannschaft. Wir können diesen Umstand aber nicht ändern und müssen ihn akzeptieren. Unser Team kennt diese Voraussetzungen jetzt zumindest schon aus Auswärtsspielen, dennoch ist für mich fraglich, ob man unter den Bedingungen 100 Prozent seiner Leistungsfähigkeit erreichen kann. Mal sehen, wie unserer Männer damit klarkommen.“
Es ist momentan verkehrte Welt im Berliner Profi-Fußball nach sieben Spieltagen steht der 1. FC Union in der Tabelle auf einem Platz, wo man eigentlich die Konkurrenz aus Charlottenburg erwartet hätte. Die Bestandsaufnahme kann sich für die Mannschaft aus Köpenick sehen lassen. Es stehen drei Siege und drei Unentschieden in der Bilanz, lediglich zum Saisonauftakt mussten sie eine Heimniederlage gegen den FC Augsburg hinnehmen. Das war am 19. September und seitdem sind sie ungeschlagen. Skeptiker können jetzt einwenden, dass mit Ausnahme von Borussia Mönchengladbach kein Schwergewicht der Liga dabei war.
Da ist was dran, trotzdem ist im Vergleich zur Vorsaison eine Weiterentwicklung erkennbar. Waren sie in der Schlussphase der Aufstiegssaison leicht ausrechenbar, so konnte durch gute Kaderplanung der taktische und spielerische Instrumentenkasten erweitert werden. Der Kantersieg gegen die Arminia aus Bielefeld kann da als ein Höhepunkt dieser Entwicklung gelten. Aus Sicht der Eisernen kann von einem fast perfekten Spiel gesprochen werden. So in etwa äußerte sich auch der Kapitän der Eisernen Christopher Trimmel. Das Geisterspiel war sehr früh entschieden. Zur Pause führten die Gastgeber mit 3:0 und in der zweiten Halbzeit hatten die Bielefelder nicht wirklich was vor. Eher im Gegenteil, obwohl die Unioner merklich einen Gang runter schalteten kamen sie zu zwei weiteren Torerfolgen. Der 5:0 Sieg war der bisher höchste Sieg in der Bundesliga.
Auf der Gästebank saß der langjährige Union Trainer Uwe Neuhaus und konnte nach dem Spiel nur konstatieren: „Ein Spiel kann man immer verlieren, aber nicht so.“ Das war in allen Belangen zu wenig was die Arminia in der Wuhlheide ablieferte. So konnten bei den Eisernen vor allem zwei Spieler glänzen. Es waren Sheraldo Becker und Max Kruse. Wenn der Paradiesvogel Kruse weiter solche Leistungen auf dem Platz abliefert, seien ihm seine gelegentlichen Eskapaden in der trotz Lockdown vielfältigen Betätigungsmöglichkeiten in der Hauptstadt verziehen.
Eitel Sonnenschein bei den Eisernen und bei der „Alten Dame“ sieht es auch wieder etwas freundlicher aus. Es kamen wenigstens Punkte auf das Konto und das versprochene Geld soll ja im Laufe des Geschäftsjahres noch folgen. Für den gemeinen Fan der Hertha sind die Geschäfte von Investor Lars Windhorst so nebulös wie die Sichtverhältnisse in der WKK-Arena während des Auftritts der Hertha. Nach pomadiger erster Halbzeit, immerhin konnte Hertha eine 1:0 Führung mit in die Kabine nehmen, gelangen in der zweiten Halbzeit zwei weitere Treffer. Mit dem 3:0 Sieg wurde endlich der zweite Saisonsieg eingefahren und die unheilvolle Serie von fünf sieglosen Spielen durchbrochen.
Beide Berliner Clubs gehen mit einem Sieg in die Länderspielpause und können die Vorbereitung für die kommenden Aufgaben etwas ruhiger angehen. Am 21. November geht es weiter. Im Samstagabend-Spiel empfangt Hertha die Borussia aus Dortmund und einen Tag später beschließt der 1. FC Union mit seinem Auswärtsauftritt in Köln den 8. Spieltag.
Am Sonntag, den 08. November 2020 empfängt der BBSC Berlin um 15:00 Uhr Blau-Weiß Dingden in der Köpenicker Hämmerlinghalle. Dabei will der BBSC an den Auswärtserfolg des vergangenen Wochenendes anknüpfen. Wegen des angeordneten Lockdowns sind in der Hämmerlinghalle keine Zuschauer zugelassen.
Die Gäste aus Dingden können auf ein eingespieltes Team setzen, das seit Jahren eine fantastische Abwehrarbeit auf dem Feld präsentiert. Fundament des Vereins ist seit Jahren die außergewöhnlich starke eigene Nachwuchsarbeit. Es ist sehr beeindruckend, wie die Dingdener immer wieder Spielerinnen aus ihren Reihen für die 2. Liga aufbauen können. Die hohe Bindung an das heimatliche Umfeld über Jahre ist immer ein Trumpf des Teams aus dem Kreis Wesel gewesen. So ist auch das Grundgerüst der Mannschaft aus der letzten Saison geblieben. Nur eine Spielerin hat ihre Karriere beendet. An der Linie steht wieder der Niederländer Marinus Wouterse, der über reichlich Trainererfahrung verfügt und schon die Niederländische U17 Nationalmannschaft betreut hat.
Die Ergebnisse der Mannschaft aus dem fast 580 km entfernten Volleyballdorf nahe der niederländischen Grenze sind nach den ersten 7 Spielen der Saison ausgesprochen positiv. Gegen die Liga-Favoriten Stralsund und Köln holte Dingden jeweils auswärts zwei Sätze – zuletzt wurde Borken 3:1 zu Hause geschlagen. Borken zeigte sich im Spilebericht ausgesprochen beeindruckt von dem eingespielten Auftreten der Dingdener.
Für den BBSC Berlin wird das Spiel gegen die Gäste ein wichtiger Meilenstein, wenn man sich weiter in Richtung erweiterte Tabellenspitze bewegen möchte. Dazu will die Mannschaft mit der Konzentration auftreten, die am vergangenen Wochenende beim VfL Oythe präsentiert wurde. Die Mannschaft hat hart trainiert und fiebert dem Spiel entgegen. BBSC-Kapitänin Katharina Kummer verschwendet keine Energie, wegen des vom Spiel wegen der Coronaauflagen ausgeschlossenen Publikums zu wehklagen: „Wir bedauern natürlich, dass uns unsere treuen Fans nicht unterstützen können. Aber als Sportler sind wir es gewöhnt, mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen umzugehen. Und unseren Fans wollen wir den gut funktionierenden Liveticker der VBL empfehlen – so seid Ihr immer ganz aktuell auf dem neuesten Stand! Drückt uns die Daumen!“
Für die Talente des VC Olympia Berlin war es garantiert ein aufregender Auftakt in die Volleyball Bundesliga-Saison gegen die favorisierten Nachbarn von den BR Volleys. Jugendliche Frische traf im Sportforum Berlin auf geballte Erfahrung. Am Ende setzte sich letztere durch und die amtierenden DVV-Pokalsieger entschieden das Berlin-Derby am Mittwochabend mit 3:0 (25:15, 25:20, 25:18) für sich. Während Libero Julian Zenger bereits zum zweiten Mal MVP-Gold einheimste, verdiente sich Erik Röhrs die silberne Medaille.
Die Youngster des VC Olympia Berlin spielten gegen die BR Volleys von Beginn an erfrischend auf und sorgten für ein unterhaltsames Match. Beide Mannschaften starteten mit gutem Sideout-Spiel, bis Ben Patch den ersten erfolgreichen Block gegen Julian Hoyer setzte (5:3). In der Folge dominierten die Männer in Orange mit 76 % Angriffsquote den Durchgang, wobei sich Deutschlands Nachwuchshoffnungen immer wieder ihre Punkte verdienten (16:10, 23:15). Zum Abschluss des Auftaktsatzes blockte der starke Brasilianer Renan Michelucci zur 1:0-Führung (25:15).
Gewillt, die Niederlage gegen Bühl zügig vergessen zu machen, verzichtete Cheftrainer Cedric Enard zunächst auf Wechsel und wollte von seiner Startformation weiter die nötige Konzentration sehen. Sein gegenüber, der Australier Daniel John Ilott, rotierte seine junge Mannschaft hingegen kräftig durch. Die BR Volleys blieben auch im zweiten Satz das druckvollere Team, allerdings ohne zu glänzen (7:4, 19:12). Der Tabellenzweite zeigte sich in den langen Ballwechsel oft kraftvoller und dennoch kamen die Jungs vom Bundesstützpunkt letztlich auf 20 Zähler (25:20). Die bereits zum Ende des zweiten Satzes eingewechselten Pierre Pujol und Cody Kessel durften im dritten Satz dauerhaft ran und auch, wenn längst nicht alles rund lief, wurden die BR Volleys ihrer Favoritenrolle gerecht. Als Topscorer kristallisierte sich gegen nie aufsteckende VCO-Talente der US-Amerikaner Patch heraus (18 Punkte), den spielentscheidenden Block setzte aber wieder Michelucci (25:18).
Stimme zum Spiel Benjamin Patch: „Wir haben heute nicht gut, aber zumindest OK gespielt. Aktuell arbeiten wir im Training sehr, sehr hart und waren vielleicht etwas müde. Wir machen uns Druck, wollen uns in vielerlei Hinsicht verbessern, aber wenn alle sich unbedingt steigern wollen, bleiben manchmal die Synergien auf der Strecke. Auch wenn es heute ein kleiner Schritt in die richtige Richtung war, sind wir noch lange nicht dort, wo wir hinwollen. Die Jungs auf der anderen Seite haben das sehr gut gemacht. Ich habe sie viel beobachtet und sehe mein jüngeres Ich in ihnen. Gegen uns Profis zu spielen, ist das, wofür sie jahrelang arbeiten. Solche Spiele werden den VCO-Jungs in ihrer Entwicklung unheimlich helfen.“
BR Volleys Formation Timothée Carle und Samuel Tuia (AA), Éder und Renan Michelucci (MB), Benjamin Patch (Z), Sergey Grankin (D) und Julian Zenger (L) | Eingewechselt: Cody Kessel, Pierre Pujol