Mit viel Mut gegen Köln

Für den 1. FC Union beginnt am Donnerstag, 31. Januar das neue Fußballjahr. In der laufenden Spielzeit sind noch 16 Spiele zu absolvieren. „Nach der Pause braucht es so eins, zwei, drei bis vier Spiele um zu wissen, wo die Mannschaft steht und das geht allen so:“ Dieser Äußerung von Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Spiel ist nicht zu widersprechen. Leider sind die ersten beiden Spiele nach der kurzen Weihnachtspause gleich richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf. Erst kommt der 1. FC Köln und anschließend, nur vier Tage später, wartet der FC St. Pauli auf die Eisernen. Beide stehen in der Tabelle vor den Eisernen.

Das Transferfenster ist geöffnet und es hat Veränderungen im Kader gegeben. Der 1. FC Köln hat sich im Angriff mit dem österreichischen Nationalspieler Florian Kainz, bisher in den Diensten von Werder Bremen und im Mittelfeld mit Johannes Geis vom FC Schalke verstärkt. Um die erneute Verpflichtung von Anthony Modeste findet gerade ein juristisches Tauziehen statt. Er wird bis zum Donnerstag wohl keine Spielgenehmigung für die Geisböcke erhalten.

In dem Duell trifft die bisher stärkste Offensive (47 Tore) auf die beste Verteidigung (15 Gegentore). Beide Trainer haben keine größeren Verletzungssorgen. Bei den Kölnern müssen Jonas Hector (Gelbsperre), Louis Schaub,Marco Höger und kurzfristig Salih Özcan ersetzt werden. Angesichts der Kadertiefe sollte das kein großes Problem darstellen.

Urs Fischer kann fast aus den vollen schöpfen. Fragezeichen stehen noch hinter den Personalien Joshua Mees und Nicolai Rapp. Bei Mees könnte es klappen, während Rapp wohl sein erstes Pflichtspiel für die Eisernen verpassen wird. Gespannt darf man sein, ob es für Neuzugang Carlos Mane bereits für die Startelf reicht. Im letzten Test gegen Basel, vor knapp vier Tagen, stand er bereits für 30 Minuten auf dem Platz. Die Tatsache, dass ein Spieler dieser Qualität geholt wurde, zunächst auf Leihbasis, zeigt, die Eisernen wollen Platz drei und ernsthaft um den Aufstieg mitspielen. Mane, der am liebsten auf der rechten Außenbahn spielt, ist für Zweitligaverhältnisse ein sogenannter „Unterschiedsspieler“. Das berühmte Quäntchen mehr, das vielleicht fehlen könnte und in der Vergangenheit öfter gefehlt hat. Der Trainer ist sehr angetan: „Er ist topfit, spielbereit. Das haben wir jetzt auch in den einzelnen Trainings gesehen.“ Ausdrücklicher Dank geht seinerseits an Oliver Ruhnert, dass ihm diese Verpflichtung gelungen ist.

Urs Fischer lässt gern mit einer zentralen Spitze spielen, so ist der aktuelle Kader der Eisernen inzwischen auf ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 ausgerichtet. Egal mit welcher Taktik, die Eisernen sind auch die Könige des Unentschieden in dieser Saison. Insgesamt endeten 10 Spiele für die Fischer Elf mit einer Punkteteilung. Das dürfte für die kommenden Aufgaben zu wenig sein. „Wir müssen den Mut haben, auch was zu zeigen“, diesen Worten des sympathischen Schweizers ist nichts hinzuzufügen.

Das Spiel am Donnerstagabend, Anpfiff 20:30 Uhr ist ausverkauft. Sollten die Eisernen das Spiel siegreich gestalten können dürfte die Phantasie vieler Fans beflügelt werden.

Hans-Peter Becker

Eisbären drohen aus den Playoff Rängen zu rutschen

Nach dem schwer erkämpften Auswärtssieg in Bremerhaven war bei den Eisbären wieder etwas Optimismus zurückgekehrt. Trotz der weiter angspannten Personallage, wollte man dem haushohen Favoriten aus München wenigstens das Siegen so schwer wie möglich machen. Es fehlten neun gestandene Profis, so war die „Jugend forscht Abteilung“ wieder gefragt.

Das Spiel war, trotz guter Vorsätze, bereits nach sieben Minuten für die Eisbären verloren. Dem Doppelschlag in der 3. und 4. Spielminute ließen die Bayern in der 7. Minute Treffer Nummer drei folgen. Lediglich den Mittelabschnitt konnten die Eisbären ausgeglichen gestalten. In der 22. Minute sorgte Marcel Noebels für den ersten Torjubel unter den 11.492 Zuschauern am Dienstagabend in der Arena am Ostbahnhof. Der Hoffnungsfunke wurde jäh gelöscht, als in der 30. Minute die Münchner trotz Unterzahl den Vorsprung von drei Toren wieder herstellten.

Im Schlussdrittel gelang den Eisbären ihr erstes Unterzahltor der Saison. Der 2:4 Rückstand nahm sich jetzt ganz freundlich aus. Es waren noch knapp 15 Minuten zu spielen und die Münchner zogen das Tempo wieder an. Daraus resultierten zwei Tore in der 48. und 52. Minute.

In dieser Phase feierten sich die Eisbärenfans wieder selbst und wollten damit die Eishockeygötter milde stimmen. Auf dem Videowürfel stand das ernüchterne Resultat: Eisbären 2 und RB München 6. Das Spiel war auch die Rückkehr des ehemaligen Cheftrainers Clement Jodoin nach Berlin. Er stand nicht neben Don Jackson hinter der Bande. Mit einem Knopf im Ohr saß er in den oberen Rängen und beobachtete das Spiel. Allzu viele Erkenntnisse wird er nicht gewonnen haben, dafür war die Partie zu einseitig.

Die Situation wird für die Eisbären in Bezug auf das Erreichen der Playoffs immer bedrohlicher. Mit 56 Punkten nach 44 Spielen stehen sie aktuell auf Platz 9 der Tabelle. Krefeld auf Platz 11, ist mit 51 Punkten noch auf Schlagdistanz. Der nächste Gegner, am Sonntag, 3. Februar sind, erneut in eigener Halle, die Augsburger Panther. Nicht auf die Tabelle schauen und versuchen, Punkte zu sammeln, mehr geht im moment nicht.

Hans-Peter Becker

DEL 44. Spieltag  29.01.2019 19:30 Uhr MB-Arena 
EHC Eisbären Berlin - RB München 2:6 /0:3/1:1/0:2/
Zuschauer: 11.492

Torfolge
0:1 3. Min. Maximilian Daubner (Frank Mauer/Mark Voakes) EQ
0:2 4. Min. Andreas Eder (Yannic Seidenberg/Ryan Button) EQ
0:3 7. Min. Andreas Eder (Tobias Eder/Jakob Mayenschein) EQ
1:3 22. Min. Marcel Noebels (Florian Busch/Sean Backman) EQ
1:4 30. Min. Stan Matthew (Frank Mauer/Jakob Mayenschein) SH1
2:4 45. Min. Florian Busch (Marcel Noebels) SH1
2:5 47. Min. Maximilian Daubner (Ryan Button/Andreas Eder) EQ
2:6 52. Min. Justin Shugg (Konrad Abeltshauser/Trevor Parkes) EQ

Strafminuten
Eisbären 33
München 6

Jetzt muss alles passen

Was ist noch möglich für die BR Volleys in der 2019 CEV Champions League? Diese Frage wird das letzte Heimspiel der Gruppenphase gegen Trefl Danzig am Mittwochabend (30. Jan um 20.00 Uhr) beantworten. Die Polen zeigten dem Hauptstadtclub im Hinspiel deutlich die Grenzen auf. Nun muss für die Berliner schon alles passen, um den Spieß umzudrehen und weiterhin für Spannung in der Gruppe D zu sorgen.

Die Ausgangslage vor dem dritten Heimspiel der BR Volleys (3 Pkt) in der Hauptrunde der Champions League ist durchaus prekär. Mit einer Niederlage gegen Danzig (6) würde der Hauptstadtclub nach nur vier Matches die Segel in der Königsklasse aller Wahrscheinlichkeit schon vorzeitig streichen müssen. Im Falle eines klaren Sieges wäre man stattdessen wieder mittendrin im Kampf um die Playoffs – obgleich mit den Auswärtspartien in Belchatow (6) und Maaseik (3) noch schwierige Aufgaben zum Abschluss warten.

„Es muss von nun an schon alles perfekt laufen, um in diesem Wettbewerb noch dabeizubleiben. Wir haben in den vergangenen zwei Matches zu viel liegenlassen“, weiß BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand um die nicht genutzten Chancen in dieser Champions-League-Saison. Auch wenn die BR Volleys zweimal 0:3 (in Danzig und gegen Belchatow) unterlagen, „waren die Gegner keinesfalls übermächtig“. Es haperte stets an der eigenen Leistung, „und die können wir immer noch selbst beeinflussen“, predigt Niroomand beharrlich und hofft auf Besserung.

Zumindest Comeback-Qualitäten legte Berlins Volleyballteam Nr. 1 im letzten Bundesliga-Match an den Tag. Einen wesentlichen Anteil daran hatte Neuzugang Sergey Grankin, der das BR Volleys Team in Herrsching als MVP zum Sieg führte (3:1). In der Königsklasse muss er nun allerdings schon wieder pausieren. Grankin spielte bereits für Dynamo Moskau im höchsten europäischen Wettbewerb zu und darf dies nicht für zwei Clubs in einer Saison tun. Somit müssen Kapitän Sebastian Kühner und Jan Zimmermann die Kohlen aus dem Feuer holen. „Beide haben die sicher nicht einfache Situation angenommen und hängen sich rein“, zollt Niroomand seinem deutschen Duo auf der Zuspielposition Respekt.

Doch nicht nur für die Hauptstädter schlagen am Mittwoch deutsche Nationalspieler auf. Im Danziger Kader steht mit Ruben Schott ein bestens bekannter Mann und der steckt aus zweierlei Gründen voller Vorfreude: „Ich freue mich riesig, wieder vor meiner Familie und meinen Freunden zu spielen, aber natürlich wird auch die Rückkehr in den Volleyballtempel besonders. Ich habe nun in einigen Arenen in Italien und Polen gespielt, doch noch nichts Vergleichbares gesehen. Die Stimmung in der Max-Schmeling-Halle ist definitiv einzigartig.“

Während Schott & Co in Berlin einen ganz großen Schritt in Richtung KO-Phase gehen könnten, kommt man in der heimischen Liga nach wie vor nicht richtig in Tritt. Von den letzten acht Spielen in der PlusLiga verloren die Männer von der Ostseeküste ganze sechs und stehen mit 15 Punkten aktuell nur auf dem zehnten Rang.

Dem BR Volleys Team, selbst in keiner einfachen Situation, sollte das Mut machen, seinen zweiten Sieg in der Gruppe einfahren und weiterhin um das Erreichen des Viertelfinales kämpfen zu können. Dazu muss jedoch das eigene Spiel zusammenpassen.

Quelle: Christof Bernier / BR Volleys

Leihe mit Wael Jallouz vorzeitig beendet

Seit Saisonbeginn war der tunesische Nationalspieler Wael Jallouz Teil der Füchse Berlin. Der Rückraumlinke vom FC Barcelona wird nun zum Start der Rückrunde eine neue Herausforderung in Frankreich annehmen. Die Füchse Berlin und der FC Barcelona vereinbarten während der Weltmeisterschaft das Ende des laufenden Leihgeschäfts.

Der Rückraumspieler vom FC Barcelona wird ab sofort beim französischen Zweitligisten Chartres Métropole Handball auf Torejagd gehen. Das Team befindet sich aktuell an der Spitze der zweiten französischen Handballliga und ist auf dem Weg in Richtung Oberhaus. Diesen Weg wird der tunesische Vereinsweltmeister und Champions-League-Sieger von nun an mitgehen.

Die Füchse bedanken sich bei Wael Jallouz für die Zeit in der Bundeshauptstadt und wünschen ihm für seine Zukunft in Frankreich und Spanien alles Gute, viel Erfolg und eine verletzungsfreie Zeit. Für das restliche Team von Velimir Petkovic startet bereits nächste Woche die Rückrunde der Saison. Zunächst müssen die Füchse auswärts beim TBV Lemgo-Lippe antreten, ehe sie am 10.02. um 15:00 Uhr Saint-Raphael Var Handball im EHF-Cup in der Max-Schmeling-Halle begrüßen dürfen. 

Quelle: Füchse Berlin

ALBA spielt in Monaco

Die Basketballer von ALBA BERLIN gastieren am Dienstagabend, 29. Januar (19 Uhr, live auf MagentaSport) in Monaco und haben dort die Chance, sich mit einem Sieg vorzeitig für das Viertelfinale im 7DAYS EuroCup zu qualifizieren. Zwei Siege gegen Vilnius an den letzten beiden Spieltagen haben für die Berliner die Grundlage geschaffen, zum dritten Mal nach 2010 und 2014 die Runde der letzten Acht des EuroCups zu erreichen. Dem Team von Coach Aito Garcia Reneses fehlt dafür in der TOP16-Runde nur noch ein Sieg aus den noch ausstehenden beiden Spielen gegen Monaco und Belgrad. Gelingt dieser schon am Dienstag, erhöht das die Chance, als Gruppensieger in der Viertelfinalserie den Heimvorteil zu haben.

Stimmen
Aito Garcia Reneses (Head Coach ALBA BERLIN): „Monaco hatte im Verlauf der Saison viele Verletzungsprobleme, aber jetzt sind fast alle Spieler wieder wohlauf und sie kommen besser in Form. Mit dieser Vielzahl an sehr guten Spielern können sie jeden Gegner schlagen. In der Vorrunde haben sie beispielsweise Roter Stern in Belgrad bezwungen und sind Gruppensieger geworden. Im TOP16 haben sie auch Partizan in Belgrad geschlagen. Für uns wird es daher wichtig sein, unsere Verteidigung speziell in Eins-gegen-eins-Situationen zu verbessern, um in Monaco eine Siegchance zu haben.“

Martin Hermannsson (Guard ALBA BERLIN): „Beim TOP16-Start wollten wir uns für die nächste Runde qualifizieren und jetzt sind wir in einer Position, dieses Ziel zu erreichen. Wir wissen natürlich, dass es schwer wird, diesen Sieg auswärts in Monaco zu holen. Wir haben sie vor vier Wochen in Berlin geschlagen, aber mittlerweile sind sie ein anderes Team. Vor allem die Rückkehr von Gerald Robinson macht sie stärker. In eigener Halle werden sie sich wohler fühlen als in Berlin, wo sie viele Würfe nicht getroffen habe. Das hatte aber natürlich auch mit unserer Verteidigung zu tun, in die ich vor diesem nächsten Spiel großes Vertrauen setze.“

Infos
Der AS Monaco, der im Vorjahr in Frankreich im Meisterschaftsfinale Le Mans mit dem letzten Wurf unterlag, das Pokalfinale gegen denselben Gegner gewann und in der Champions League das Finale gegen AEK Athen verlor, hat bei seinem Debüt im EuroCup auf Anhieb seine Klasse bewiesen.

Im TOP16 verlor Monaco allerdings in der Gruppe E am vergangenen Spieltag mit einer etwas überraschenden 68:71-Heimniederlage gegen Partizan Belgrad die Tabellenspitze an ALBA BERLIN, das jetzt mit 3:1 Siegen Tabellenführer ist. Immerhin konnte Monaco gegen den punktgleichen Dritten Partizan (spielt am Mittwoch gegen Rytas Vilnius) den direkten Vergleich retten. Auch gegen ALBA geht es für Monaco am Dienstag nicht nur um Sieg und Niederlage, sondern auch um den direkten Vergleich (ALBA gewann das Hinspiel mit plus neun).

Im Aufgebot der defensivstarken Monegassen spielt sich neben dem Topscorer Elmedin Kikanovic auch der andere ehemalige Albatros Gerald Robinson nach der Genesung von einer Verletzung immer mehr in den Vordergrund. Zusammen mit US-Guard Derek Needham und dem vielseitigen Nationalspieler Paul Lacombe bildet Robinson ein bärenstarkes Backcourt-Trio. Unter dem Korb hat Center Kikanovic mit Jarrod Jones und Eric Buckner zwei starke und athletische Big Men an seiner Seite.

Seine Heimspiele trägt Monaco in einer unter den Tribünen des „Stade Louis II“ eingerichteten Mehrzweckhalle aus. Dieser „Salle Gaston Medecin“ fasst 2.500 Zuschauer. Monacos prominentester Fan ist Fürst Albert, das Staatsoberhaupt des nur 38.000 Einwohner zählenden Stadtstaats.
Quelle: ALBA Berlin

Der ewige Lustenberger verlässt den Hauptstadtclub

Fabian Lustenberger verlässt den Hauptstadtclub am Ende der Saison. Nach zwölf Jahren kehrt der 30-Jährige in seine Heimat zum BSC Young Boys zurück.

Berlin – Als Hertha BSC Fabian Lustenberger im August 2007 unter Vertrag nahm, ahnten beide Seiten nicht, dass der Schweizer über ein Jahrzehnt für den Hauptstadtclub auflaufen würde und sich an der Spree zum Urgestein entwickeln würde. In diesem Sommer wird der Defensivspezialist zwölf Jahre für die Blau-Weißen gespielt haben – im Profifußball eine unfassbar lange Zeit. Nach Ende der Saison werden sich die Wege trennen, der 30-Jährige wechselt in seine Heimat zum BSC Young Boys. „Fabian hat uns über seine Entscheidung informiert. Wir werden jetzt alles daransetzen, unsere sportlichen Ziele in dieser Saison gemeinsam zu erreichen. Am Saisonende werden wir unseren dienstältesten Spieler natürlich gebührend verabschieden“, sagte Geschäftsführer Michael Preetz am Montag (28.01.19).

© Foto: herthabsc/citypress

„Ich bin und bleibe Herthaner, aber für mich hat sich jetzt eine Chance geboten, die ich einfach annehmen musste. Meine Familie lebt ja schon seit längerem in der Schweiz, und für mich schließt sich mit der Rückkehr in die Heimat nun ein Kreis. Aber bevor es so weit ist, möchte ich mich von Hertha BSC, den Fans und der Stadt mit einer erfolgreichen Rückrunde verabschieden und werde noch einmal alles raushauen!“, sprach Herthas Nummer 28 über seinen Schritt. Beim amtierenden Schweizer Meister unterzeichnet Lustenberger einen Vertrag über drei Jahre mit Option für eine weitere Saison. Die Young Boys steuern aktuell bei einem Vorsprung von 19 Punkten auf den FC Basel auf den erneuten Titelgewinn hin. In der Champions League sind die Berner mit vier Zählern hinter Juventus Turin, Manchester United und dem FC Valencia ausgeschieden.

Quelle: Hertha BSC / Marcus Jung

BBSC Berlin nimmt dem Tabellendritten einen Punkt ab

Resultat der samstäglichen Reise nach Köln zum Vorjahresmeister war eine erneute sehr knappe 2:3-Niederlage (19, -21, 26, -21, -14) des BBSC bei DSHS Snowtrex Köln.

Zum dritten Mal in der Saison traf der BBSC auf den derzeitigen Tabellendritten und entführte nun auch in der Liga einen Punkt vom Rhein. Schon das Pokalspiel im Oktober 2018 verloren die Berlinerinnen mit dem gleichen Ergebnis.

Bereits mit dem ersten Satz machten die Köpenickerinnen selbst ohne die nicht einsatzbereiten Kummer, Eggert und Holstein klar, dass sie gewillt waren, aus der Domstadt Punkte mitzunehmen. Mit einer richtig guten Endphase des Satzes belohnte sich der BBSC für eine konzentrierte Leistung. Der zweite Satz ging an Köln, das kleine Fehler auf Berliner Seite schnell nutzte und souverän den Satz nach Hause brachte. Dafür war der dritte Satz so richtig von beiden Teams umkämpft. Zwei Asse von Antonia Lutz brachten das I-Tüpfelchen zugunsten der Berlinerinnen, nämlich den zweiten Satzgewinn und damit die Sicherheit, mindestens einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können. Im vierten Satz warfen die Gastgeberinnen noch einmal alles in die Waagschale, um den Tiebreak zu erreichen und erzielten den Satzausgleich. Im fünften Satz führte lange Zeit der BBSC: Über 6:2 bis zum 10:5 war die Führung durchaus komfortabel, doch wie so manches Mal in dieser Saison konnte der entscheidende Punch nicht gesetzt werden. Kühl und routiniert agierten die Gastgeberinnen, holten zum 13:13 auf und sicherten sich dann auch mit 16:14 den erneuten Heimsieg.

Sowohl Kölns Trainer Jimmy Czimek als auch BBSC-Coach Robert Pultke lobten die Einstellung und Spielweise beider Teams. Kämpferisch als auch spielerisch überzeugten beide Mannschaften und boten den Zuschauern einen packenden Ligavergleich.

Auch wenn Pultke die erneute 2:3-Niederlage ein wenig schade fand, war er doch mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „ Wir haben eine wirklich gute Teamleistung gesehen, jede Spielerin hat ihre Aufgaben super erfüllt. Der Punktgewinn in Köln sollte uns Sicherheit geben, gegen den nächsten Gegner Oythe an die Leistungen anzuknüpfen“. Kölns Trainer wählte Antonia Klamke zum MVP der Begegnung, auf Gastgeber-Seite erhielt Melanie Preußer die begehrte Medaille.

Der kleine BBSC-Tross konnte sich erst am Sonntag deutlich nach 0 Uhr auf die Heimreise machen: zwei Spielerinnen des BBSC wurden für die Dopingkontrolle ausgewählt –  ein Vorgang, der regelmäßig sehr viel Zeit kostet…

Auf dem zwischenzeitlich neunten Tabellenplatz geht es jetzt am kommenden Samstag um 19:00 Uhr in der Berliner Hämmerlinghalle gegen den VfL Oythe wieder um Ligapunkte.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Josephine Suhr, Tara Jenßen, Karoline Vogt, Antonia Klamke, Anna-Lena Vogt, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle: Burkhard Kroll / BBSC Berlin

Wasserball-Schützenfest im Vogtland

Ohne ihren Mannschaftskapitän Marko Stamm und ohne ihren Centerverteidiger Lucas Gielen waren die Wasserfreunde bei winterlichem Wetter ins tiefe Sachsenland gereist. Wie immer erwartete sie im Stadtbad der 60.000 Einwohner großen Stadt Plauen eine prickelnde und fantastische Wasserballstimmung.

Das Team von Petar Kovacevic ließ sich von der Atmosphäre mitreißen und spielte, speziell in der Abwehr, von Anfang des Spiels bis zu seinem Abpfiff eine sehr konzentrierte Partie. Der sehr gut aufgelegte Berliner Torwart Laszlo Baksa organisierte seine Abwehr während der ersten beiden Spielvierteln. Der zweite Berliner Torwart Mihaly Peterfy, dem das Schwimmbecken von Plauen aus seiner Zeit beim SVV Plauen noch bestens bekannt ist, zeigte ebenfalls eine gute Leistung und ließ in der zweiten Spielhälfte keinen gegnerischen Treffer zu. Die Torausbeute der Berliner von 23 Toren verteilte sich ziemlich gleichmäßig über das gesamte Team. Gleich 6 Spieler erzielten jeweils 3 Tore.

Peter Röhle / Wasserfreunde Spandau 04

Ins Spiel zurückgefunden

Mit drei Punkten im Gepäck treten die BR Volleys die Rückreise aus Oberbayern an. Am Samstagabend gewannen die Berliner bei den WWK Volleys Herrsching in der Nikolaushalle mit 3:1 (25:23, 25:17, 18:25, 25:20). Dabei sicherte sich Sergey Grankin seine erste Bundesliga-MVP-Medaille und Kyle Russell wurde mit 20 Punkten Topscorer.

In der Herrschinger Nikolaushalle schickte Headcoach Cedric Enard Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk, Moritz Reichert, Adam White, Kyle Russell, Sergey Grankin und Libero Nicolas Rossard von Beginn an auf den Court.

In dieser Besetzung starteten die Hauptstädter unkonzentriert (3:7) und spätestens als der Ungar Szabo im Block zupackte, bestand für Enard früh Redebedarf (6:11). Rossards spektakuläre Fußabwehr ließ kurzzeitig auf Besserung hoffen, doch es lief weiter unrund im Auftaktsatz. Enard brachte Benjamin Patch und Sebastian Kühner per Doppelwechsel ins Spiel, aber bis zum Rückwechsel (15:20) wurde keine Aufholjagd gestartet. Doch dann kam Adam White und mit ihm endlich entscheidender Druck im Service. Zwei Annahmen sprangen von Sushkos Armen direkt an die Decke, zuvor blockte schon Russell und anschließend Jendryk. White ließ noch ein Ass folgen und plötzlich stand es 23:20 für den Deutschen Meister. Reichert veredelte das Comeback (25:23).

Im Folgedurchgang waren die BR Volleys deutlich früher spielbestimmend. Ein Le Goff-Ass leitete den Reigen an Breakpunkten ein (7:5) und die Berliner zogen mit guter Blockarbeit davon (16:8). Auch das Glück war mit den BR Volleys und so steuerte Russell ein Ass unter Mithilfe des Netzes bei (18:10). Mit einem Block von Le Goff und einem abschließenden Angriff von Russell beendeten die Hauptstädter den zweiten Satz (25:17).

Angetrieben vom heimischen Publikum gaben im dritten Satz die Herrschinger klar den Ton. Die BR Volleys Annahme geriet ein ums andere Mal ins Wackeln und Samuel Tuia kam für White ins Match (8:12). Mit Johannes Tille im Herrschinger Zuspiel hatten die Berliner ihre liebe Mühe, da half auch ein weiterer Doppelwechsel von Enard nichts (14:21). Nachdem Grankin zwei Satzbälle per Block abwehrte, war es dann doch geschehen (18:25).

Das Spiel kippte nun spätestens mit der Aufschlagserie von Machacon zu Beginn des vierten Satz (3:8). Aber Mitte des Durchgangs nahmen die BR Volleys den Kampf wieder an und arbeiten sich mit gutem Spiel über die Schnellangreifer und Entschlossenheit im Block heran (15:16). Der mitgereiste „7. Mann“ gab nun den Ton in der Halle an, weil Grankins Aufschlagserie die Berliner auf die Siegerstraße brachte (21:18). Nach fast zwei Stunden verwandelte Le Goff den Matchball (25:20).

Nationalspieler Moritz Reichert, der nach überstandener Verletzung erstmals wieder durchspielte, zeigte sich dennoch kritisch: „Wir haben nicht gut angefangen und zu viele unnötige Fehler gemacht. Adam hat uns dort mit seiner super Serie gerettet. Im zweiten Satz sind wir dann so aufgetreten, wie wir uns das vorstellen, in allen Belangen überlegen. Umso ärgerlicher war, dass wir dann wieder mehrfach in Rückstand geraten sind. Positiv war sicher, wie wir uns zurückgekämpft haben. Doch es gibt Gegner, die unsere Schwächephasen konsequenter ausnutzen, und deshalb dürfen wir sie uns nicht erlauben.“ Ein solchen Kontrahenten erwarten die BR Volleys am Mittwochabend (30. Jan um 20.00) Uhr im letzten Heimspiel der Champions-League-Gruppenphase gegen Trefl Danzig.

Quelle: Christof Bernier / BR Volleys

Teilerfolg für die Eisernen

Das letzte Testspiel vor dem Beginn der Restsaison sollte eigentlich in Basel stattfinden. In Davos tagt das Weltwirtschaftsforum, das bindet wohl zu viel Kräfte der Schweizer Polizei. Das Spiel wurde erst abgesagt und dann nach Berlin verlegt. So pfiff der Berliner Schiedsrichter Lasse Koslowski die Partie am Samstag, 26. Januar pünktlich um 14:00 Uhr bei nasskaltem Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt an. Die offizielle Zuschauerzahl wurde mit 2.406 bekanntgegeben. So knapp 100 Anhänger des FC Basel füllten den Gästeblock, die sich einige Male während des Spiels bemerkbar machten.

Der FC Basel war direkt aus dem Trainingslager im spanischen Marbella angereist und hatte dabei mit Verspätungen zu kämpfen. Dazu kam der Temperaturschock, 20 Grad plus und Sonne satt, in Berlin war etwas Schnee gefallen. Probleme mit der Akklimatisierung hatte der 20fache Meister der Schweiz allerdings keine. Sie gingen bereits nach vier Minuten durch einen Kopfball des Franzosen Aldo Kalulu in Führung. Die Vorarbeit kam von Kevin Buas, der einzige Akteur auf dem Platz der kurzärmlig spielte. Kurz zuvor hatte Felix Kroos mit einem Freistoß den Keeper der Gäste zu einer Parade gezwungen. In der 21. Minute schlugen die Eisernen zurück. Aus dem ersten Eckball für die Gäste entwickelte sich ein Konter. Suleiman Abdullahi setzte sich auf der rechten Seite durch und sein Querpass erreichte Sebastian Polter, der vollendete. In der 30. Minute hatten die Eisernen das Spiel gedreht. Grischa Prömel war der Schütze zum 2:1. Die Gäste glichen in der 41. Minute durch Ricky van Wolfswinkel aus. Da zeigte sich die spielerische Klasse der Schweizer, die aktuell von Marcel Koller trainiert werden, in Deutschland ja kein Unbekannter. Die Zuschauer hatten eine unterhaltsame erste Spielhälfte gesehen.

In der zweiten Halbzeit fielen keine Tore mehr, dazu wurde fleißig gewechselt, was dem Spielfluss nicht immer förderlich war. Insgesamt neun Spieler wurden auf seiten der Wuhlheider ausgetauscht. Der Testcharakter des Spiels überwog, die heraus gespielten Chancen wurden eine Beute der Torhüter. In der 86. Minute verhinderte Lennart Moser, der in der zweiten Halbzeit das Tor beim 1. FC Union hütete, mit einer tollen Parade den möglichen Siegtreffer. Zuvor hatte Sebastian Andersson eine Riesenchance für Union liegen lassen.

Die Startaufstellung der Eisernen dürfte einige Hinweise geben, wer am Donnerstag, 31. Januar zum richtungsweisenden Heimspiel gegen den 1. FC Köln auflaufen wird. Im 4-3-3 schickte Urs Fischer zunächst folgende Aufstellung auf den Rasen:

Tor: Jakob Busk (Rafal Gikiewicz wurde geschont) Abwehr: Christopher Trimmel, Marvin Friedrich, Fabian Schönheim (Neuzugang Nicolai Rapp sollte beginnen, verletzte sich beim Aufwärmen) Ken Reichel Mittelfeld: Manuel Schmiedebach, Felix Kroos, Grischa Prömel, Angriff: Marcel Hartel, Sebastian Polter, Suleiman Abdullahi.

Ab der 61. Minute kam – der erst am Tag zuvor als Neuzugang verkündete – Carlos Mane zu seinem ersten Einsatz. Er braucht sicher noch einige Zeit zur Eingewöhnung. Es war sein ausdrücklicher Wunsch, 30 Minuten zu spielen.

Beide Trainer zeigten sich insgesamt zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Urs Fischer kritisierte, dass die Gegentore zu einfach fielen. Die Generalprobe ist geglückt, gegen Köln müssen wir auf den Punkt bereit sein.

Hans-Peter Becker