CHAMPIONS 2020“ DIE BESTEN DER BESTEN

Die Berlinerinnen und Berliner haben gewählt: BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand darf sich gemeinsam mit Schwimm-Star Franziska van Almsick, Diskus-Riese Robert Harting und den Basketballern von Alba Berlin über die Ehrung als „CHAMPIONS 2020“ freuen. Im 42. Jahr der beliebten Sportlerwahl wurden erstmals DIE BESTEN DER BESTEN, also die größten Sportidole der Hauptstadt, die seit 1979 mit überragenden Leistungen und besonderem Engagement geglänzt haben, gesucht.

In der großen Online-Show „CHAMPIONS 2020“ DIE BESTEN DER BESTEN in den Kategorien „Sportlerin“ und „Sportler“, „Mannschaft“ sowie „Trainer / Manager“ ausgezeichnet. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die traditionelle Wahl diesmal ausschließlich digital durchgeführt und die Zeremonie im Estrel Berlin aufgezeichnet. TV-Moderator Matthias Killing führte durch das Programm, ehrte zunächst die mehrfache Welt- und Europameisterin Franziska von Almsick, es folgte Olympiasieger Robert Harting und dann wurde die aus BR Volleys-Sicht überragende Nachricht des Abends verkündet: Kaweh Niroomand ist Sieger in der Kategorie „Trainer und Manager“.

„Die Auszeichnung ist eine ganz besondere Ehre – gerade in der Sportmetropole Berlin, wo wir so viele gute Manager und Trainer haben. Und dann auch noch für die vergangenen 40 Jahre! Ich freue mich auch sehr für unsere Sportart“, sagte Kaweh Niroomand. Seine Leidenschaft für den Volleyball begann in der Schule. „Wir hatten immer Referendare aus der Volleyball-Hochburg Münster. Da fing meine Liebe zum Volleyball an.“ Der heute 68-Jährige nahm sie mit ins erfolgreiche Berufsleben und nach Berlin. Ende der 1980er Jahre begann Niroomand, als Volleyball-Funktionär zu arbeiten. Er führte die SCC-Volleyballer, aus denen im Jahr 2011 die Berlin Recycling Volleys wurden, an die Spitze des deutschen Volleyballs – bis heute ehrenamtlich. „Ich mache nicht viele Sachen. Aber das, was ich mache, mache ich leidenschaftlich“, sagte Niroomand, der sich zudem als Vizepräsident Finanzen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Sprecher der Berliner Proficlubs engagiert. „Das alles wäre ohne das Vertrauen und Verständnis meiner Familie niemals gegangen. Und ich hatte und habe großartige Mitstreiter hier in Berlin. Ich möchte besonders Matthias Klee und Günter Trotz erwähnen, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Ohne deren Unterstützung wäre all das gar nicht möglich gewesen.“

Nach der persönlichen Ehrung durfte sich Niroomand noch über einen weiteren Podestplatz freuen. Hinter Alba Berlin und den Eisbären Berlin landeten die Berlin Recycling Volleys auf einem starken dritten Rang in der Kategorie „Mannschaften“.
Quelle: Christof Bernier/BR Volleys

Wasserfreunde verlieren auch zweites Spiel

Die Wasserballer von Spandau 04 verloren am Dienstagabend auch das zweite Spiel des Turniers der Champions-League-Hauptrunde der Gruppe A in Ostia (Italien) gegen Olympiacos Piräus mit 9:13 (3:3,1:5,2:2,3:3).

Nach starkem Beginn und kontrollierter Defensive mit 3:1-Führung für die Berliner gelang den Griechen noch in der letzten Sekunde des Startviertels der 3:3-Ausgleich. In Reaktion auf die respektable Spandauer Leistung legte Piräus im zweiten Viertel enorm zu und konnte es vorentscheidend mit 5:1 zur 8:4-Halbzeitführung abschließen. Unterstützt wurde diese Tendenz durch einige unglückliche Referee-Entscheidungen. Die zweite Hälfte verlief dann wesentlich ausgeglichener (2:2 und 3:3). Im Schlußabschnitt bekam schließlich auch noch der wieder einmal überragend leistungsstarke Spandauer Torwart Laszlo Baksa eine Rote Karte und musste durch den Backup-Goalie Max Vernet Schwemer ersetzt werden.

Trotz wiederholter Rückstände (4:8 und 5:10) kämpfte sich Spandau 04 immer wieder heran und war Mitte des vierten Viertels beim 8:10 sogar auf Sichtweite auf Olympiacos heran. – Das griechische Team war 2018 Gewinner und 2016 sowie 2019 Finalist des Königswettbewerbs.

Beste Torschützen für die Berliner waren Dmitri Kholod (4) und Marin Restovic (3). „Gegenüber der 7:13-Auftaktniederlage gegen Jug Dubrovnik war dieses Match „ein unübersehbarer Schritt nach vorn, auch wenn es nach wie vor genug Reserven gibt und vor allem Athletik und Kraft noch nicht wieder voll da sind“, resümierte Trainer Petar Kovacevic. „Aber der Kampfgeist ist da, die Mannschaft hat gefightet. Darauf können wir auch im abschließenden dritten Turnierspiel am Mittwoch gegen Pro Recco Genua aufbauen.“

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreund Spandau 04

Weiter Unentschieden im Berliner Profifußball

Beider Berliner Vertreter in der Bundesliga lieferten zeitgleich ein Unentschieden in ihren jeweiligen Partien ab. Während Hertha im Olympia-Stadion eine Nullnummer ablieferte, konnten die Eisernen bis zum Schluss nicht ganz dicht halten. Nach einer 2:0 Führung in Stuttgart hieß es am Ende 2:2. Nun ja, in Köpenick wird man mit dem Punkt zufriedener gewesen sein, als in Charlottenburg.

Wie gefährlich die Eisernen bei Freistößen und Eckbällen sind, scheint sich in der Liga noch nicht ganz herumgesprochen zu haben. Unerklärlich, jedenfalls war es wieder ein ruhender Ball von Kapitän Christopher Trimmel, der früh im Spiel seinen Adressaten fand. Gegen die Bayern war es ein Eckball, hier war es eine Freistoßflanke, die per Kopf von Marvin Friedrich ins Tor befördert wurde. Die Stuttgarter liefen dem Rückstand lange hinterher und schienen in der 77. Minute endgültig auf die Verliererstraße zu geraten, als Taiwo Awoniyi einen Entlastungsangriff zur 2:0 Führung abschloss. Bis dahin hatten die Unioner aufopferungsvoll verteidigt und konnten die Führung bis zur 85. Minute halten. Der enorme Laufaufwand (über 120 km) machte sich bemerkbar und dazu der kleine Kader. Urs Fischer konnte die Reise nur mit 18 Profis antreten. In der 85. und in der 90. Minute schlug jedenfalls ein im Tor von Andreas Luthe.

Unions Trainer sah das Spiel so: “Natürlich sieht es unglücklich aus, weil wir die Gegentore spät bekommen. Über 90 Minuten gesehen ist das ein gerechtes Unentschieden. Die erste Hälfte gehörte uns, die zweite Hälfte gehörte Stuttgart, deshalb bin ich nicht enttäuscht: wieder ein Punkt auf dem Konto, der uns hilft.”

Hertha war im heimischen Olympia-Stadion stets bemüht, den Abwehrriegel der Mainzer zu knacken. Eine Torgefahr zu entwickeln gelang nicht. Es war viel Einsatz im Spiel und fast gar kein Ertrag. Die Spielstatistik weist zwar 11 Torschüsse aus, da wurde wohl alles mitgezählt, was irgendwie in die Nähe des Kastens kam. Denken wir positiv, immerhin ist Hertha jetzt seit 4 Spielen ungeschlagen und besser geht immer.

Hans-Peter Becker

Wasserfreunde starten mit einer Niederlage

Nach zehnwöchigem coronabedingtem Break – das bis dato letzte Spiel hatte Spandau 04 mit dem Sieg im Pokalfinale gegen Hannover Ende September bestritten – sind die Berliner Wasserballer am Montagabend in Ostia (Italien) mit einer klaren 7:13 (1:4,2:5,2:2,2:2) Niederlage gegen Jug Dubrovnik (Kroatien) in die Hauptrunde der Gruppe A der Champions League gestartet.

Diese wird auf Grund der Corona-Pandemie in der Sechser-Gruppe in drei Turnier-„Blasen“ bestritten, bei derem ersten Event in Ostia Spandau nach Dubrovnik noch auf Olympiacos Piräus (Dienstag, 17.45 Uhr) und Pro Recco Genua (Mittwoch, 20.15 Uhr) trifft.

Spandau merkte man in der ersten Hälfte die fehlende Trainings- und Spielpraxis gegen die defensiv starken und offensiv sehr effektiven Kroaten deutlich an. Zwar schaffte Maurice Jüngling nach drei Minuten den 1:1-Ausgleich, aber danach beherrschte der CL-Sieger von 2016 das Geschehen und zog bis kurz vor der Pause auf 9:1 davon. Danach schaltete Jug in der Gewissheit des sicheren Sieges etwas zurück und Spandau fand besser in die Partie.

Die Treffer für die Wasserfreunde erzielten Dmitri Kholod (3), Maurice Jüngling (2), Marko Stamm und Nikola Dedovic (je 1). „Die lange Zeit ohne Spiel war uns anzumerken. Im Laufe der Zeit haben wir aber zunehmend unseren Rhythmus gefunden und gezeigt, dass die Mannschaft wesentlich mehr kann als zu Beginn gezeigt. Bei einer etwas besseren Ausnutzung der erspielten Chancen, hätte das Spiel vielleicht auch noch einmal engen werden können. Es fehlte letztendlich einfach die Kraft, um Wunder zu bewirken. Trotz einer längerem krankheitsbedingten Trainingspause hat sich vor allem Torwart Laszlo Baksa gut präsentiert“, resümierte Trainer Petar Kovacevic.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Wochenende der Unentschieden

Hertha hat verdient bei Borussia Mönchengladbach einen Punkt geholt. Inwiefern dabei der Erfolg des Gegners in der Champions-League und somit ein mögliches nachlassen der Konzentration eine Rolle gespielt haben könnte, der Trainer Marco Rose wollte dem entgegensteuern. Er brachte sechs frische Kräfte, im Tor stand die Nummer zwei Tobias Sippel. Sein Kollege bei der Hertha nahm nur zwei Wechsel vor. Matheus Cunha fehlte ohnehin gelb gesperrt.

Hertha ließ von Anfang an keine Zweifel daran aufkommen, dass sie vom Niederrhein was mitnehmen wollten. Es hätte mehr als nur ein Punkt werden können. In der 47. Minute erzielte Matteo Guendouzi nach Vorarbeit von Vladimir Darida das 1:0. Es war der erste Bundesligatreffer für den Franzosen. Breel Embolo antwortete für Gladbach in der 70. Minute. In dem offenen Spiel hatten bis zum Schlusspfiff beide ihre Möglichkeiten für den Siegtreffer. Das er nicht gelang, dafür waren auch gute Torhüterleistungen auf beiden Seiten verantwortlich. Hertha scheint zudem endlich zu einer besseren mannschaftlichen Geschlossenheit zu finden. Die Abwehr wirkte stabil und die Ballverluste im Aufbauspiel konnten weiter verringert werden. Die Laufbereitschaft war höher als bei den Gladbachern. Sie liefen fast zwei Kilometer mehr als der Gegner. Weiter verbesserungswürdig ist dagegen die Passquote, 76% der Anspiele erreichten ihren Adressaten.

Die Hertha sammelte also einen Punkt und kann in der bevorstehenden englische Woche gegen Mainz im Olympiastadion und auswärts in Freiburg versuchen, das Punktekonto bis Weihnachten weiter aufzufüllen.

Etwas später am Abend hatten in Berlin-Köpenick die Eisernen den FC Bayern zu Gast.

Das Unentschieden des 1. FC Union gegen den großen FC Bayern ist ein gefühlter Sieg. Chapeau! Eindrucksvoll bewiesen die Berlin-Köpenicker was mit mannschaftlicher Geschlossenheit und enormer Laufbereitschaft im Fußball möglich ist. Wer gedacht hatte, dass ohne Max Kruse die Chancen auf ein gutes Abschneiden noch geringer sind, wurde schnell eines Besseren belehrt.

Zwei Faktoren waren entscheidend. Laufen und Laufen, am Ende des Spiels hatten die Gastgeber über 5 Kilometer mehr runter gespult als der amtierende Gewinner der Champions League. Der Tracker zeigte 122,04 km für die Köpenicker, während der FC Bayern mit 116,58 km im Gesamtwert gemessen wurde. Neben der Laufbereitschaft waren die Standards wichtig. Die nicht immer sattelfeste Bayern-Abwehr gestattete vier Eckbälle und alle wurden gefährlich. Gleich der erste im Spiel saß. Nach nur vier Minuten landete der Ball im Tor der Bayern. Ursache war ein von Manuel Neuer abgewehrter Torschuss von Taiwo Awoniyi. Diese Führung hielt bis zur 67. Minute, Kingsley Coman lässt im Dribbling Marius Bülter und Christopher Trimmel aussteigen und Robert Lewandowski kann trotz Bedrängnis durch Christopher Lenz abstauben.

Der Ausgleich war verdient. Den berühmten Bayern-Dusel verhindert Unions Torwart Andreas Luthe mit einer Weltklasse-Reaktion in der 89. Minute, wieder ein überragendes Dribbling von Coman, Anspiel auf den eingewechselten Leroy Sane, doch sein Kopfball findet seinen Meister und so wurde es nichts mit einem Arbeitssieg für den FC Bayern.

Urs Fischer fasste das Spiel so zusammen: „Ich glaube heute haben wir die Möglichkeiten gehabt, das Spiel zu gewinnen. In den entscheidenden Szenen waren wir allerdings ein bisschen zu unpräzise und vielleicht auch zu unruhig. Auf der anderen Seite hätte es aber auch nochmal einschlagen können, deshalb bin ich wirklich zufrieden mit dem Punkt. Gegen den FC Bayern braucht es eine tolle Mannschaftsleistung um zu punkten, das hat meine Mannschaft heute sehr gut gemacht“.

Für die Eisernen geht es am Dienstag, 15.12. bei den bemerkenswert stark aufspielenden Stuttgartern weiter. Ihr Auftritt in Dortmund bedeutete das Ende von Trainer Lucien Favre. Er wurde nach der 1:5 Pleite einen Tag später entlassen. Die Dortmunder dann am Freitag, 18.12. der Gegner in der Alten Försterei.

Hans-Peter Becker

BR Volleys melden zwei Spielverlegungen

Nachdem die BR Volleys ihre erste Champions-League-Woche durchaus erfolgreich bestreiten konnten, wirft das zweite Turnier in Kasan (09. bis 11. Feb 2021) bereits seine Schatten voraus. Um den Spielplan Anfang Februar für die Mannschaft von Cedric Enard zu entzerren, wurden die Bundesligaspiele gegen die United Volleys Frankfurt und die SVG Lüneburg nun verschoben. Demnach treten die Hauptstädter am 06. Feb bei den Hessen und am 17. Feb daheim gegen die Niedersachsen an.

Auch das nächste Bundesligaspiel gegen die Netzhoppers KW-Bestensee, das ursprünglich für den morgigen Samstagabend angesetzt war, wurde aufgrund des ersten Champions-League-Turniers bereits vor einigen Wochen neu terminiert. Das Derby gegen die Brandenburger, die gestern erstmals und sensationell in das DVV-Pokalfinale eingezogen sind, steigt am kommenden Mittwoch (16. Dez 2020 um 19.30 Uhr) in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Ihr Ausscheiden im Pokal gegen den Lokalrivalen können die BR Volleys zwar nicht mehr wettmachen, aber zumindest im Kampf um wichtige Bundesligapunkte sportlich Revanche nehmen.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Wasserfreunde starten in die Champions League

„Wir wollen mit unserer Teilnahme an der Champions League beweisen, dass es uns noch gibt“, hält Hagen Stamm, der Präsident der Wasserfreunde 04, fest. Neben dem Pokalsieger aus Berlin nimmt auch das Team des Deutschen Meisters Waspo Hannover teil. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Königswettbewerb anders als bisher durchgeführt. „Wir sind froh, dass überhaupt ein Modus Vivendi gefunden wurde, ihn anzugehen“, so Stamm.

Die Hauptrunde wird in zwei Sechser-Gruppen ausgetragen, die ihre Partien aber nicht in Einzelspielen, sondern in drei „Turnierblasen“ ohne Zuschauer und mit strengen Hygieneauflagen absolvieren werden. Gruppe A mit Spandau spielt in Ostia nahe Rom (14.-16.12), Gruppe B mit Hannover (als Gastgeber bereits als Final 8-Teilnehmer gesetzt) in Budapest (15.-17.12.). Angesichts der Umstände und der durchaus verschiedenen Abläufe in den einzelnen Ländern, die anders als die deutschen Vereine bereits wieder voll im Spielbetrieb stehen, ist es schwer, Voraussagen zu treffen. Die drei Gegner, die Spandau in Ostia erwarten, sind nach Vor-Corona-Status absolute „Schwergewichte“, gegen die die Berliner nur eine Außenseiterrolle einnehmen.

Aber auch diese Teams, das konnte man in der Qualifikationsrunde für die CL und auch im Euro Cup sehen, haben aktuell schwerwiegende Probleme. So ist zum Beispiel der CL-Sieger von 2017, Szolnok, gescheitert. Dubrovnik, Piräus und Genua in der Startgruppe der CL-Hauptrunde stellen eine Aufgabe für die Berliner dar, wie sie kaum schwerer sein könnte. „Aber von vornherein verloren hat nur, wer sich schon zuvor aufgibt“, sagt Trainer Kovacevic. Den letzten Wettkampfauftritt hatten die Spandauer Ende September, als sie im nationalen Pokalfinale gegen Waspo Hannover mit 12:8 gewannen. Der knapp einen Monat danach geplante Supercup in Hannover musste wegen Corona ausfallen. Auch der Start in die Champions League war eigentlich für den 10./11. November vorgesehen und musste verschoben und modifiziert werden (Turnierform statt Einzelspiele).

Spielort: Centro Federale Ostia

Via delle Quinqueremi 100, 00122 Roma

14.12.20, 17.45 Uhr: Spandau 04 – Jug Dubrovnik 15.12.20, 17.45 Uhr: Spandau 04 – Olympiacos Piräus 16.12.20, 20.15 Uhr: Spandau 04 – Pro Ro Genua

Queller: Wasserfreunde Spandau 04/Peter Röhle

Auswärtssieg und erste Absage für die CEV Champions League

Mit drei Punkten und vielen erfreulichen Eindrücken kehren die Berlin Recycling Volleys am Samstagabend aus Lüneburg zurück. In der Gellersenhalle konnte der positive Trend aus dem Frankfurt-Spiel fortgesetzt und der nächste 3:0-Erfolg (25:17, 25:21, 25:19) eingefahren werden. Das Auftreten gibt Rückenwind für das am Dienstag in der Max-Schmeling-Halle startenden Gruppenphasenturnier in der CEV Champions League.

Das Teilnehmerfeld für das erste Turnier der Champions League Gruppe C in Berlin hat sich um eine Mannschaft dezimiert. Bei den Polen von Jastrzesbki Wegiel wurden vor der geplanten Abreise nach Deutschland drei Spieler positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestet. Alle weiteren Teammitglieder mussten sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. Damit einfallen die drei geplanten Spiele mit Beteiligung des Tabellendritten der PlusLiga, darunter auch das Match gegen die Berlin Recycling Volleys, welches als Abschluss für Donnerstagabend angesetzt war.

Mannschaftsfoto Jastrzesbki Wegiel © Pressefoto | Quelle: Jastrzebski Wegiel

Entsprechend der Regularien des Europäischen Volleyball Verbandes unterzog sich die gesamte Delegation von Jastrzebski Wegiel einen Tag vor der Abreise nach Berlin COIVD19-Tests. Dabei lagen heute drei positive Fälle vor und aufgrund der geltenden Infektionsschutzverordnung im Nachbarland ist es der Mannschaft von Cheftrainer Luke Reynolds nicht möglich, in die deutsche Hauptstadt zu reisen. Damit werden nur drei der geplanten sechs Spiele in der Max-Schmeling-Halle stattfinden können. Welche weiteren Auswirkungen die kurzfristige Absage auf den Spielplan des am Dienstag (08. Dezember) beginnenden Turniers und dessen Wertung hat, entscheiden nun die Verantwortlichen des Europäischen Verbandes in Luxemburg.

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier

Maxim Lapierre beendet seine Karriere

Maxim Lapierre beendet auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung seine Karriere und wird den Eisbären Berlin nicht mehr zur Verfügung stehen. Das teilte der 35-Jährige in einem persönlichen Gespräch Sportdirektor Stéphane Richer und Geschäftsführer Peter John Lee mit. Maxim Lapierre: „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen, auch wenn ich schon ein bisschen länger darüber nachgedacht hatte. Es war einfach Zeit, meine aktive Karriere zu beenden. Das hat weder etwas mit meiner momentanen Verletzung noch mit den Eisbären zu tun. Ganz im Gegenteil. Ich habe mich in Berlin unglaublich wohl gefühlt. Hier passte alles. Die Organisation, diese hervorragende Stadt und natürlich die Atmosphäre bei den Heimspielen werden immer in Erinnerung bleiben. Auf diesem Wege möchte ich mich bei den Eisbären und den Fans bedanken. Meine Familie und ich haben uns vom ersten Tag an hier sehr wohl gefühlt. Vielen Dank!“

„Es war ein Schock für uns als Maxim zu uns kam und uns darüber informierte, dass er seine Karriere sofort beenden wolle. Selbstverständlich respektieren wir Maxims Entscheidung, auch wenn wir ihn nur sehr schwer ersetzen werden können. Er hat in dem einen Jahr in Berlin gezeigt, dass er ein Top-Spieler und Leader ist,“ erklärt Eisbären Sportdirektor Stéphane Richer. „Wir möchten uns bei Maxim für alles bedanken, was er für die Eisbären geleistet hat. Wir wünschen ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute für die Zukunft.“

Maxim Lapierre am 20.01.2020 im Spiel gegen RB München Foto © Stephan Wenske

Lapierre wurde im Jahr 2003 von den Montréal Canadiens in der zweiten Runde des Drafts der National Hockey League (NHL) an Position 61 gedraftet und bestritt in seiner Laufbahn rund 700 NHL-Spiele. Bevor er zur Saison 2019/20 in die deutsche Hauptstadt wechselte, trug er in Europa ab 2015 das Trikot von MODO Hockey in der schwedischen SHL sowie vom Schweizer Nationalliga A-Club HC Lugano. Mit der kanadischen Nationalmannschaft gewann er bei den Olympischen Spielen 2018 die Bronzemedaille. Für den Rekordmeister der PENNY DEL absolvierte er 50 Ligaspiele, in denen er elf Tore erzielte und 23 Treffer seiner Mitspieler vorbereitete.

Quelle: Eisbären Berlin

BBSC Berlin – erneute Spielabsage

Eigentlich sollte am Samstag, 5. Dezember in der Hämmerlinghalle die Damen des BBSC in der 2. Volleyball-Bundesliga die Mannschaft aus Emlichheim zum Punktspiel empfangen. Leider hat Corona wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Nachdem das Team 14 Tage in der Quarantäne war und erst am vergangenen Dienstag wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen ist, gibt es den nächsten Fall, der zur Absage und Neuterminierung des Ligaspiels irgendwann in der Zukunft führte. Übrigens mussten insgesamt vier der sechs Ligaspiele des heutigen Samstags von der Spielleitung abgesagt werden. An eine reguläre Saison ist seit einigen Wochen gar nicht mehr zu denken. Die Beantwortung der Frage, wie damit umgegangen werden kann, werden sich die Bundesligavereine und die VBL sicher nicht einfach machen.

Quelle: Burkhard Kroll