Heimstarke Eisbären gewinnen gegen Augsburg

Sportarten übergreifend spielte am Sonntag vor dem 1. Advent Berlin fast zeitgleich gegen Augsburg. Im Fußball unterlag Hertha BSC in der Bundesliga mit 0:4. Ihr Profisport-Kollegen vom Eishockey machten es besser und schickten die Panther aus der Fugger-Stadt mit dem umgekehrt identischen Ergebnis wieder auf die Heimreise. Die zwei Tage zuvor erlittene empfindliche Auswärtsniederlage bei den Mannheimer Adlern hatte keinerlei Nachwirkungen.

Augsburgs Trainer Troy Tuomie hatte dafür eine einfache Erklärung parat. Die Eisbären waren einfach besser. Die Panther kämpften, standen aber auf verlorenem Posten. Von Anfang bis Ende voll konzentriert, der Lohn war der zweite Sieg ohne Gegentreffer in der laufenden Saison. Die 11.426 Zuschauer sahen einen 4:0 Erfolg der Eisbären. Die Torschützen waren Marcel Noebels, Lukas Reichel, Austin Ortega und der Kapitän Andre Rankel. Im Anfangsdrittel fielen zwei Treffer, im Mittelabschnitt und im Schlussdrittel je einer.

Die Eisbären liegen im Plan und belegen aktuell Platz 6 in der Tabelle. Das letzte Spielwochenende machte exemplarisch die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsleistungen deutlich. Von den bisher acht Heimspielen konnten sechs gewonnen werden, auswärts konnten lediglich vier Siege geholt werden, bei 12 Auftritten.

Hans-Peter Becker

Eisbären testen erfolgreich gegen Dynamo Pardubice

Berlin ächzte unter Sommerhitze, eine Möglichkeit der Abkühlung bot ein Besuch des Wellblechpalastes im Sportforum Hohenschönhausen. Die Eisbären trugen am Freitag, 30. August ihr einziges Testspiel zur Vorbereitung der neuen DEL-Saison in Berlin aus. Vor dem Spiel wurde an die kürzlich verstorbenen Hartmut Nickel und Chris Lee mit einer Schweigeminute gedacht. An Hartmut Nickel, den legendären Papa-Eisbär, langjähriger Spieler, Trainer und Funktionär wird zukünftig eine Gedenktafel erinnern. Sie wurde von den beiden dienstältesten Eisbären-Spielern Frank Hördler und Andre Rankel erstmals gezeigt. Nach dem Moment der Stille wurde ein frenetischer Applaus in den Himmel über Berlin geschickt.

Auf dem Spielberichtsbogen stand zwar Freundschaftsspiel, das war es mitnichten. Eher im Gegenteil, die 2.586 Zuschauer bekamen ein Spiel mit viel Leidenschaft geboten. Die Gäste von Dynamo Pardubice aus der Tschechischen Extraliga hatten nicht vor, Gastgeschenke zu verteilen. Es dauerte gerade mal eine Minute als Eisbären-Neuzugang Ryan MacKiernan seinen Gegenspieler Rhett Holland mit einem strafwürdigen Stockschlag attackierte. MacKiernan wollte seine Fäuste sprechen lassen und bekam zwei Minuten wegen übertriebener Härte, Holland musste sogar für vier Minuten auf die Sünderbank.

Den ersten Treffer im Spiel erzielten die Gäste. Es war schräges Ding, die Eisbären mussten sich einer Überzahl erwehren, Kapitän Andre Rankel saß auf der Strafbank, der Schuss von Ondrej Machala wurde von Eisbären Goalie Sebastian Dahm zunächst abgewehrt, der Nachschuss traf. Die Eisbären schafften es noch kurz vor der ersten Pausensirene auszugleichen. Die Gäste schlugen allerdings postwendend zurück, brauchten nur 27. Sekunden für die erneute Führung. Dabei sah die Eisbärenabwehr nicht gut aus, vor allem Goalie Dahm, der Puck blieb in seinem Rücken liegen und Martin Latal schaltete am schnellsten. Es war ein sogenannter „shorthander“, Pardubice war in Unterzahl.

Der Mittelabschnitt gehörte den Eisbären. Sie drehten das Spiel durch die Treffer von Louis-Marc Aubry und Maxim Lapierre. Die Gäste konnten wieder schnell zurückschlagen. Der 3:3 Zwischenstand hatte Bestand bis in die 39. Spielminute, da gelang auch den Eisbären ein Tor bei eigener Unterzahl. Dustin Ortega nutzte seine enorme Schnelligkeit, sprintete den Verteidigern davon und erzielte das zwischenzeitliche 4:3. Das in diesem Abschnitt gebotene stellte eine deutliche Steigerung dar.

Das Schlussdrittel konnten die Eisbären nach Toren Unentschieden gestalten. In der 44. Minute sorgte der Kapitän der Eisbären für die 5:3 Führung. Es wurde nochmals spannend, weil die Eisbären den Gästen einen zweiten „shorthander“ gestatteten. Martin Latal war der Nutznießer der noch nicht so richtig eingespielten Abwehr. Die restliche Spielzeit überstanden die Eisbären ohne weiteren Gegentreffer. Es war der zweite Sieg in der Vorbereitungsphase, am Sonntag, 25.08. wurde in Hadrec Kralove mit 2:1 gewonnen. Um in den Rhythmus zu kommen geht es am Sonntag, 01.09. mit einem weiteren Testspiel in Wolfsburg weiter. Ein Rückspiel in Pardubice ist für den nächsten Samstag, 07.09. vorgesehen.

Es gibt bis zum ersten Saisonspiel am 13.09. gegen die Grizzlys Wolfsburg einiges zu tun. Der neue Eisbären-Trainer Serge Aubin war mit dem Auftritt seiner Mannschaft insgesamt zufrieden.

Hans-Peter Becker

Berlin Wellblechpalast 30.08.2019 19:30 Uhr

EHC Eisbären Berlin – Dynamo Pardubice

Spieldaten:

0:1 Machala ( 12.)

1:1 Sean Backman ( 19./PP) Sheppard

1:2 Latal ( 19./SH) Mandrat, Zdrahal

2:2 Louis-Marc Aubry ( 21.) Braun, Wissmann

3:2 Maxim Lapierre (31.) Noebels, Braun

3:3 Hovorka (32.) 

4:3 Austin Ortega (39./SH) Lapierre

5:3 André Rankel (44.) Labrie, McKiernan

5:4 Latal (55./SH) Mikus, Machala

Strafminuten:

Berlin – 10 (4,4,2)

Pardubice – 14 (8,2,4)

Zuschauer: 2.586

Saisonaus für die Eisbären

Das Spiel 7 fand nicht mehr statt, nach sechs Spielen hatte der amtierende Meister aus München das Halbfinale mit den dafür nötigen vier Siegen erreicht. Das plötzliche Saisonende durch das Playoff-Prinzip ist brutal. Beim Verlierer ist nur noch Leere. 1981 wurde erstmals in der BRD die Eishockeymeisterschaft durch Playoffs ermittelt. Die heutige Generation der Eishockeyspieler ist also mit diesem Prinzip aufgewachsen.

Eisbären verabschiedeten sich aus der Saison 2018/19 Foto: © Stephan Wenske

Nach der knappen 3:4 Niederlage stand ein enttäuschter Eisbären-Kapitän in der Mixed-Zone der Presse Rede und Antwort. Dieses Spiel war im kleinen ein Spiegelbild des gesamten Saisonverlauf. Der Kader war gut genug für das Halbfinale. Zu große Leistungsschwankungen, zum Teil mit verursacht durch Verletzungspech verhinderten eine bessere Ausgangsposition für den Saisonhöhepunkt.

Vor dem Spiel gab es eine eindrucksvolle Choreo, passend zum Gegner wurde die Tradition beschworen. Die wiedererstarkte Mannschaft stemmte sich gegen das drohende Aus. Der Applaus der Fans nach der Niederlage war verdient. Der noch amtierende Meister war den Tick besser, sie wurden voll gefordert von den Eisbären. Die beiden Siege der Serie gelangen ohne ein Gegentor kassiert zu haben. Allein das war bemerkenswert.

Torwart Kevin Poulin war ein starker Rückhalt © Foto: Stephan Wenske

Stephane Richer war sogar Stolz auf seine Mannschaft und verkündete, dass es definitiv sein letztes Spiel als Trainer der Eisbären war. Jetzt ist er wieder ausschließlich als Sportdirektor tätig. Da kann er gleich loslegen. Ein neuer Trainer muss gefunden werden und im Kader steht wohl ein größerer Umbruch bevor. Es wäre ohne das große Verletzungspech sicherlich nicht zu den großen Leistungsschwankungen gekommen. Eine gründliche Analyse ist trotzdem notwendig. Der Anspruch, zu den Top-Vier im deutschen Eishockey zu gehören, besteht weiter. Da werden zu einen die Drähte zwischen Los Angeles und Berlin glühen, weiter muss der Nachwuchs gefördert werden.

Hans-Peter Becker

Mit dem Rücken zur Wand

Es ging zur Sache ! © Foto: Stephan Wenske

Lieferten die Eisbären in Spiel Zwei der Viertelfinalserie noch eine Galavorstellung ab, so schlugen sie im Spiel Vier hart auf dem Boden der Realität auf. Die Münchener waren in allen Belangen überlegen und siegten mit 5:2 und holten sich drei Matchbälle. Die Enttäuschung im Lager der Eisbären war entsprechend groß, den Spielverlauf hatten sie sich anders vorgestellt.

Bereits nach 28 Sekunden, faktisch mit ihrem ersten Angriff gingen die Gäste in Führung. Es war ein Geschenk der Eisbären, Justin Shugg stand einsam vor dem Tor und brauchte nur seine Kelle hinzuhalten. Eisbär Marcel Noebels war im Gespräch nach dem Spiel enttäuscht und sauer. „So einfach möchte ich selbst einmal zu einem Tor kommen.“ Er hatte selbst nach einem sehenswerten Alleingang einen Treffer auf dem Schläger, der Schuss ging daneben. Es wäre der Anschlusstreffer zum 1:2 gewesen.

Schwerstarbeit für Goalie Poulin © Foto: Stephan Wenske

Der amtierende Meister zog souverän sein Spiel in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof . Kurz vor der ersten Drittelpause erhöhte Daryl Boyle auf 2:0. Sie kannten keine Gnade mit den Eisbären. Zwei Stürmer attackierten den Spielaufbau der Eisbären bereits in deren Verteidigungsdrittel. Eine Lehre aus der Niederlage in Spiel Zwei. Hier gelang es den Eisbären, durch gute Aufpässe ihre schnellen Aussenstürmer Austin Ortega und Sean Backman in gefährliche Positionen zu bringen. Davon war nichts zu merken. Im Mittelabschnitt erhöhten die Roten Bullen auf 4:0, die Treffer markierten Frank Mauer in der 28. und Derek Joslin in der 40. Minute.

© Foto: Stephan Wenske

Die Moral bei den Eisbären stimmte. Sie gaben nicht auf, selbst als nach dem 5:0 durch Yasin Ehliz das Spiel mehr als entschieden war. Die beiden Treffer für die Eisbären durch James Sheppard und Andre Rankel in der 52. und 59. Minute ließen das Ergebnis ein bisschen freundlicher aussehen.

Was ist noch drin ? Ab sofort ist verlieren verboten, sonst ist die Saison zu Ende. Zum Glück, so äußerte sich auch Marcel Noebels, geht es in knapp 48 Stunden wieder weiter. So ganz vorbei ist es nicht, da ist die zuletzt sterbende Hoffnung und für München könnte gelten, dass der letzte Sieg immer der schwerste ist. Die Eisbären glauben dran.

Hans-Peter Becker

Eisbären mit ansteigender Form

Fotos: © Hans-Peter Becker

Das Ende der Hauptrunde hält für die Eisbären ein Heimspieldoppel bereit. Am Freitag, zum Beginn des Monat März kamen die Kölner Haie in die Halle am Ostbahnhof, am Sonntag ist die Düsseldorfer EG zu Gast.

Es ging für beide um nicht mehr viel. Vor dem Spiel hatten die Kölner noch die Chance, auf Platz drei der Tabelle zu springen. Die Eisbären benötigten noch einen Punkt, um der neunten Platz perfekt zu machen.

Alle Eintrittskarten wurden an den Mann oder die Frau gebracht und beide Mannschaften boten ein sehenswertes Spektakel. Vor dem Spiel wurde Eisbären-Verteidiger Frank Hödler für 800 Spiele in der DEL, und selbstverständlich alle für die Berliner, geehrt. Das Spiel gegen Köln war sein insgesamt 804.

Im ersten Drittel fielen fünf Tore und die Gäste führten mit 3:2. Die Kölner gingen dreimal in Führung. Im Mittelabschnitt drehten die Eisbären das Spiel. Sie konnten Gustaf Weslau im Kölner Tor drei Mal überwinden. Wobei sich Kapitän Andre Rankel als Doppeltorschütze auszeichnen konnte. Den Treffer zur zwischenzeitlichen 5:3 Führung erzielte Louis-Marc Aubry, der bereits im ersten Drittel zum 2:2 Ausgleich getroffen hatte.

Die personelle Situation bei den Eisbären hat sich weiter entspannt. Jens Baxmann saß als überzähliger Verteidiger auf der Tribüne, zuletzt war er als Stürmer eingesprungen. Er sah zu, wie im Schlussabschnitt die Kölner in der 57. Minute die Spannung erhöhten, als sie durch Jason Akeson auf 4:5 verkürzten. Die Zeit reichte nicht mehr. Die Eisbären konnten sich für eine insgesamt gute Leistung von ihren Fans feiern lassen.

Im Großen und Ganzen waren beide Trainer mit der Leistung zufrieden, der Eisbären Trainer etwas mehr. Er hob die gute Leistung der vierten Reihe mit dem jungen Center Charlie Jahnke hervor.

Mit dem 19. Saisonsieg wurde Platz neun endgültig gesichert. Er bedeutet allerdings kein Heimrecht für die in der kommenden Woche beginnenden Playoffs. Am Sonntag, 3. März dürfte die Halle erneut ausverkauft sein, wenn die Düsseldorfer kommen.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren gegen Augsburg und rutschen weiter ab

Die Eisbären verlieren vor ausverkauften Rängen knapp mit 0:1 gegen die Panther aus Augsburg. Von der langen Liste der verletzten Spieler konnte wenigstens Danny Richmond gestrichen werden. Ein möglicher Einsatz von Kapitän Andre Rankel zerschlug nach dem Abschlusstraining. Der für das Spiel zur Verfügung stehende Kader stemmte sich gegen die drohende Niederlage, die sich ab der 29. Minute abzeichnete. Die Augsburger hatten gerade eine Unterzahl überstanden, da erzielte Sahir Gill das goldene Tor. Er hielt seinen Schläger im richtigen Moment in die Vorlage von Thomas Holzmann.

Die Eisbären zwangen Augsburgs Goalie Olivier Roy zu 42 Saves und hatten in einigen Situationen nicht das Glück auf ihrer Seite. Andererseits hielt der glänzend aufgelegte Kevin Poulin im Tor die Eisbären im Spiel. Unter seinen insgesamt 36 Saves waren einige darunter, die unter Marke „unhaltbar“ laufen. Das Spiel verloren und dazu schlechte Nachrichten aus Nürnberg. Sie holten zwei Punkte nach einem Overtime Sieg gegen Straubing und überholten die Eisbären, die auf Platz 10 abrutschen.

Es war zwar das erste Heimspiel zu Beginn des Monats, sonst am Monatsende, die neue Ausgabe des Fanzines „Eis-Dynamo“ war zu erwerben. „Ich und sicherlich viele andere lieben diesen Club nicht wegen diverser Meisterschaften sondern trotz dieser Meisterschaften.“ Dieser Satz aus dem Leitartikel drückt die momentane Gefühlslage der Fans aus. Eine Leidenschaft beinhaltet eben auch zu leiden.

Es ist „Feuer unterm Dach“ bei den Eisbären. Die Verantwortlichen werden sich viele Fragen stellen müssen. Die Länderspielpause kommt da jetzt sehr gelegen. Es geht jetzt ersteinmal darum, wenigstens Platz 10 zu sichern. Was danach passieren kann ? Die Hoffnung stirbt zuletzt !

Weiter geht es am 15. Februar in Schwenningen.

Hans-Peter Becker

Zwei Punkte zum Jahresauftakt


Fatal error: Uncaught Error: Call to undefined function fenomen_get_field() in /homepages/5/d182302524/htdocs/clickandbuilds/Sportick/wp-content/plugins/fenomen_extension/gallery/adv.gallery.php:203 Stack trace: #0 /homepages/5/d182302524/htdocs/clickandbuilds/Sportick/wp-includes/shortcodes.php(319): fenomen_extension_gallery_shortcode(Array, '', 'gallery') #1 [internal function]: do_shortcode_tag(Array) #2 /homepages/5/d182302524/htdocs/clickandbuilds/Sportick/wp-includes/shortcodes.php(197): preg_replace_callback('/\\[(\\[?)(galler...', 'do_shortcode_ta...', '<p>[gallery pg_...') #3 /homepages/5/d182302524/htdocs/clickandbuilds/Sportick/wp-includes/class-wp-hook.php(286): do_shortcode('<p>[gallery pg_...') #4 /homepages/5/d182302524/htdocs/clickandbuilds/Sportick/wp-includes/plugin.php(203): WP_Hook->apply_filters('<p>[gallery pg_...', Array) #5 /homepages/5/d182302524/htdocs/clickandbuilds/Sportick/wp-includes/post-template.php(240): apply_filters('the_content', '[gallery pg_typ...') #6 /homepages/5/d182302524/htdocs/ in /homepages/5/d182302524/htdocs/clickandbuilds/Sportick/wp-content/plugins/fenomen_extension/gallery/adv.gallery.php on line 203