Eisbären verlieren auch Spiel zwei im Magenta Sport Cup

Die Eisbären Berlin haben in Mannheim bei den Adlern mit 0:3 verloren. Soweit zu den nüchternen Zahlen. „Im Großen und Ganzen war es ein gutes Spiel von uns und wir können zufrieden sein. Nach dem Spiel gegen Schwenningen war es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Am Ende waren es dann Kleinigkeiten, die zu den Gegentoren geführt haben. Persönlich bin sehr glücklich, dass ich heute wieder spielen konnte. Ich habe mich sehr gut gefühlt.“ so resümierte Eisbären-Stürmer Leo Pföderl nach dem Spiel.

Im Tor der Eisbären stand der 20jährige kanadische Nachwuchstorwart Jacob Ingham. Er hielt zwei Drittel lang seinen Kasten sauber. Die spielentscheidenden Treffer fielen samt und sonders erst im Schlussabschnitt. Ingham, der in der letzten Saison noch in der Ontario Hockey League, einer Juniorenliga in Kanada für die Kitchener Rangers spielte sah das Spiel so: „Das war mein erstes Profispiel überhaupt, weswegen ich zu Beginn ein bisschen nervös war. Das hat sich aber schnell gelegt und ich habe einfach versucht, mein Bestes zu geben. Insgesamt war das heute einegute Leistung, viel besser als zuletzt gegen Schwenningen, ein Unterschied wie Tag und Nacht. Heute war mehr drin.“

Die Eisbären reisen weiter nach München und am Samstag, 21.11.2020 um 17:00 Uhr in der nächsten Partie des MagentaSport Cups beim EHC Red Bull München.

Aufstellungen: Adler Mannheim: Brückmann (Endras)–Katic, Larkin; Akdag, Reul; Lehtivuori, Billins; Krupp–Wolf, Desjardins, Plachta; Eisenschmid, Shinnimin, Bast; Elias, Brune, Lampl; Bergmann, Michaelis, Huhtala-Trainer: Pavel Gross

Eisbären Berlin: Ingham(Niederberger)–Müller, Ramage (A); Espeland, McKiernan; Hördler (C), Gawanke; Wissmann (A)–L. Reichel, Noebels, Pföderl; Streu, Zengerle, Tuomie; Braun, Olver, Hänelt; Labrie, Thomas, Dudas-Trainer: Serge Aubin

Endergebnis: Adler Mannheim–Eisbären Berlin 3:0 (0:0, 0:0, 3:0)

Tore

1:0-47:26-Wolf (Desjardins, Eisenschmid) –PP1

2:0 -51:08 -Bergmann(Reul, Akdag) –EQ

3:0 -59:31-Plachta(Wolf) –EN

Strafen: Adler Mannheim: 6(4, 2, 0)Minuten–Eisbären Berlin: 10(8,0,2)Minuten

Schiedsrichter: Aleksi Rantala, Lasse Kopitz (Patrick Laguzov, ChristofferHurtik)

Zuschauer:0

Saisonaus für die Eisbären

Das Spiel 7 fand nicht mehr statt, nach sechs Spielen hatte der amtierende Meister aus München das Halbfinale mit den dafür nötigen vier Siegen erreicht. Das plötzliche Saisonende durch das Playoff-Prinzip ist brutal. Beim Verlierer ist nur noch Leere. 1981 wurde erstmals in der BRD die Eishockeymeisterschaft durch Playoffs ermittelt. Die heutige Generation der Eishockeyspieler ist also mit diesem Prinzip aufgewachsen.

Eisbären verabschiedeten sich aus der Saison 2018/19 Foto: © Stephan Wenske

Nach der knappen 3:4 Niederlage stand ein enttäuschter Eisbären-Kapitän in der Mixed-Zone der Presse Rede und Antwort. Dieses Spiel war im kleinen ein Spiegelbild des gesamten Saisonverlauf. Der Kader war gut genug für das Halbfinale. Zu große Leistungsschwankungen, zum Teil mit verursacht durch Verletzungspech verhinderten eine bessere Ausgangsposition für den Saisonhöhepunkt.

Vor dem Spiel gab es eine eindrucksvolle Choreo, passend zum Gegner wurde die Tradition beschworen. Die wiedererstarkte Mannschaft stemmte sich gegen das drohende Aus. Der Applaus der Fans nach der Niederlage war verdient. Der noch amtierende Meister war den Tick besser, sie wurden voll gefordert von den Eisbären. Die beiden Siege der Serie gelangen ohne ein Gegentor kassiert zu haben. Allein das war bemerkenswert.

Torwart Kevin Poulin war ein starker Rückhalt © Foto: Stephan Wenske

Stephane Richer war sogar Stolz auf seine Mannschaft und verkündete, dass es definitiv sein letztes Spiel als Trainer der Eisbären war. Jetzt ist er wieder ausschließlich als Sportdirektor tätig. Da kann er gleich loslegen. Ein neuer Trainer muss gefunden werden und im Kader steht wohl ein größerer Umbruch bevor. Es wäre ohne das große Verletzungspech sicherlich nicht zu den großen Leistungsschwankungen gekommen. Eine gründliche Analyse ist trotzdem notwendig. Der Anspruch, zu den Top-Vier im deutschen Eishockey zu gehören, besteht weiter. Da werden zu einen die Drähte zwischen Los Angeles und Berlin glühen, weiter muss der Nachwuchs gefördert werden.

Hans-Peter Becker

Mit dem Rücken zur Wand

Es ging zur Sache ! © Foto: Stephan Wenske

Lieferten die Eisbären in Spiel Zwei der Viertelfinalserie noch eine Galavorstellung ab, so schlugen sie im Spiel Vier hart auf dem Boden der Realität auf. Die Münchener waren in allen Belangen überlegen und siegten mit 5:2 und holten sich drei Matchbälle. Die Enttäuschung im Lager der Eisbären war entsprechend groß, den Spielverlauf hatten sie sich anders vorgestellt.

Bereits nach 28 Sekunden, faktisch mit ihrem ersten Angriff gingen die Gäste in Führung. Es war ein Geschenk der Eisbären, Justin Shugg stand einsam vor dem Tor und brauchte nur seine Kelle hinzuhalten. Eisbär Marcel Noebels war im Gespräch nach dem Spiel enttäuscht und sauer. „So einfach möchte ich selbst einmal zu einem Tor kommen.“ Er hatte selbst nach einem sehenswerten Alleingang einen Treffer auf dem Schläger, der Schuss ging daneben. Es wäre der Anschlusstreffer zum 1:2 gewesen.

Schwerstarbeit für Goalie Poulin © Foto: Stephan Wenske

Der amtierende Meister zog souverän sein Spiel in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof . Kurz vor der ersten Drittelpause erhöhte Daryl Boyle auf 2:0. Sie kannten keine Gnade mit den Eisbären. Zwei Stürmer attackierten den Spielaufbau der Eisbären bereits in deren Verteidigungsdrittel. Eine Lehre aus der Niederlage in Spiel Zwei. Hier gelang es den Eisbären, durch gute Aufpässe ihre schnellen Aussenstürmer Austin Ortega und Sean Backman in gefährliche Positionen zu bringen. Davon war nichts zu merken. Im Mittelabschnitt erhöhten die Roten Bullen auf 4:0, die Treffer markierten Frank Mauer in der 28. und Derek Joslin in der 40. Minute.

© Foto: Stephan Wenske

Die Moral bei den Eisbären stimmte. Sie gaben nicht auf, selbst als nach dem 5:0 durch Yasin Ehliz das Spiel mehr als entschieden war. Die beiden Treffer für die Eisbären durch James Sheppard und Andre Rankel in der 52. und 59. Minute ließen das Ergebnis ein bisschen freundlicher aussehen.

Was ist noch drin ? Ab sofort ist verlieren verboten, sonst ist die Saison zu Ende. Zum Glück, so äußerte sich auch Marcel Noebels, geht es in knapp 48 Stunden wieder weiter. So ganz vorbei ist es nicht, da ist die zuletzt sterbende Hoffnung und für München könnte gelten, dass der letzte Sieg immer der schwerste ist. Die Eisbären glauben dran.

Hans-Peter Becker

Eisbären – Heimniederlage zum Saisonauftakt

Auf den Tag genau vor 10 Jahren, am 14. September 2008 fand das erste Heimspiel der Eisbären in der kurz zuvor eröffneten Arena am Ostbahnhof statt. Die Eisbären als amtierende Meister empfingen am ersten Spieltag die Augsburger Panther und schossen mit einem 11:0 Sieg aus der Halle. Damals wie heute stand ein gewisser Don Jackson als verantwortlicher Trainer hinter Bande, damals für die Eisbären, heute als Trainer der Gäste. Es stand wieder ein amtierender Meister auf dem Eis.

Zum Jubiläum gab es keinen Heimsieg. Die Eisbären starteten mit einer Niederlage in die neue Saison. Die Zuschauer, die am Freitagabend in die Arena am Ostbahnhof gepilgert waren, sahen temporeiches Eishockeyspiel. Don Jackson, der Münchner brachte es in der Pressekonferenz nach Spiel kurz und bündig auf den Punkt. „Die Spezial-Teams und der Torhüter waren der Unterschied.“

Die Eisbären waren im Anfangsdrittel besser im Spiel, hatten gute Möglichkeiten, nur gelang ihnen kein Treffer. Die Torschuss-Statistik stand nach dem 1. Drittel 18 zu 11 für die Eisbären, hinzu kamen vier Minuten in Überzahl. In Führung gingen die Gäste aus Bayern. In der 16. Minute konnte Maximilian Kastner seinen Vornamensvetter im Kasten der Eisbären Maximilian Franzreb überwinden. Kurz zuvor konnte sich Franzreb mit einem Riesensave gegen Michael Wolf auszeichnen.

Im Mittelabschnitt kam München besser in das Spiel. In der 25. Minute gelang Konrad Abeltshauser das 2:0. Ein Schuss von der blauen Linie blieb zunächst in der Abwehr hängen, Abeltshauser war mit einem Rebound erfolgreich. Die Stimmung in der Halle fror ein. Sie erwachte wieder in der 31. Minute, es war mehr Platz auf dem Eis beim 4 gegen 4, Danny Richmond mit einer genialen Vorbereitung. Das Zuspiel kam aus dem Rücken des Goalies und Thomas Oppenheimer stand genau richtig und schickte den Puck in die Maschen. Jetzt waren plötzlich da, die Eisbären. Das Momentum des Spiels schien endgültig zu kippen als Eisbären-Neuzugang Florian Kettemer seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Danny aus den Birken in der 38. Minute überwinden konnte. Das war wirklich ein Ding, ausgerechnet Kettemer, vier Jahre war er ein „roter Bulle“ und jetzt gelang ihm das erste Saisontor für seinen neuen Club. Er wusste genau, wie er zielen musste, drei Jahre haben beide zusammen trainiert, über die Schulter, da ist jeder Torhüter verwundbar. Seine Freude war entsprechend groß.

Beim Tor von Oppenheimer stand die Spieluhr bei 09:13, als sie bei 08:52 wieder stehenblieb, somit 21 Sekunden später, da lag der Torschütze auf dem Eis. Der Grund war ein Check in die Bande hinter dem Eisbärentor. War es ein Foul, war der Ellbogen von John Mitchell mit im Spiel ? Für Oppenheimer war das Spiel beendet, er wurde ins Krankenhaus gefahren ? Er wird voraussichtlich 2 bis 3 Monate ausfallen. Das ist bitter für die Eisbären, die, da auch Marcel Noebels den Verein verlassen hat, weiter an Offensivkraft einbüßen könnten.

Im Schlussabschnitt gelang den Hausherren kein weiterer Treffer, dafür trafen die Bayern. Justin Shugg und Konrad Abeltshauser (durch Penalty) besiegelten 2:4 Auftakt-Niederlage für die Eisbären. Zusammen mit den Auftritten in der Champions League war es die fünfte Niederlage in Folge für die Eisbären. Bereits am kommenden Sonntag, 16. September bietet ab 16:30 Uhr auswärts bei den Nürnberg Ice Tigers die Gelegenheit, die unheilvolle Serie zu durchbrechen.

Hans-Peter Becker

DEL 1. Spieltag 14.09.2018
EHC Eisbären Berlin – EHC Red Bull München 2:4(0:1/2:1/0:2)
MB Arena Berlin 19:30 Uhr
Zuschauer: 13.030

Torfolge:
0:1 Kastner, Maximilian (Matthew Stajani) , EQ, 15:54
0:2 Abeltshauser, Konrad (Voakes, Mark, Seidenberg, Yannic) , EQ, 24:10
1:2 Oppenheimer, Thomas (Richmond, Daniel) , 4-4, 30:47
2:2 Kettemer, Florian, EQ, 37:04
2:3 Shugg, Justin (Mitchell, John) , PP1, 44:20
2:4 Abeltshauser, Konrad, PS, 53:02

Strafen
Eisbären Berlin: 14 (2, 8, 4)
EHC Red Bull München: 24 (6, 8, 10)

05:50 Christensen, Mads; 2 min. – Stockschlag
13:54 Müller, Jonas; 2 min. – Beinstellen
16:59 Abeltshauser, Konrad; 2 min. – Haken
20:00 Mitchell, John; 2 min. – Check zur Bande
28:26 Aulie, Keith; 2 min. – Behinderung
29:39 Cundari, Mark; 2 min. – Halten
29:57 Mauer, Frank; 2 min. – Behinderung
33:31 Aubry, Louis-Marc; 2 min. – Übertriebene Härte
33:31 Abeltshauser, Konrad; 2 min. – Übertriebene Härte
33:31 Jaffray, Jason; 2 min. – Behinderung
34:04 Sheppard, James; 2 min. – Stockschlag
39:11 Cundari, Mark; 2 min. – Beinstellen
46:49 Mauer, Frank; 2 min. – Check zur Bande
47:27 Boyle, Daryl; 2 min. – Beinstellen
50:15 Müller, Jonas; 2 + 2 min. – Übertriebene Härte
50:15 Shugg, Justin; 2 min. – Übertriebene Härte
50:53 Parkes, Trevor; 2 min. – Haken
54:33 Boyle, Daryl; 2 min. – Übertriebene Härte

Mannschaftsaufstellung EHC Eisbären Berlin
1. Reihe MacQueen, Jamie – Sheppard, James – Backman, Sean – Richmond, Daniel – DuPont,
2. Reihe MickiRanford, Brendan – Smith, Colin – Olver, Mark – Kettemer, Florian – Wissmann, Kai
3. Reihe Jaspers, Jason – Aubry, Louis-Marc – Oppenheimer, Thomas – Cundari, Mark – Müller, Jonas
4. Reihe Fischbuch, Daniel – Buchwieser, Martin – Rankel, André – Baxmann, Jens
Tor Franzreb, Maximilian – Ancicka, Tobias
Trainer: Clement Jodoin

Mannschaftaufstellung EHC Red Bull München
1. Reihe Kastner, Maximilian – Voakes, Mark – Wolf, Michael – Seidenberg, Yannic – Joslin, Dere
2. Reihe Christensen, Mads – Hager, Patrick – Mauer, Frank – Abeltshauser, Konrad – Bodnarchuk, Andrew
3. Reihe Shugg, Justin – Mitchell, John – Parkes, Trevor – Aulie, Keith – Boyle, Daryl
4. Reihe Jaffray, Jason – Matthew Stajan – Eder, Andreas – Button, Ryan
Tor aus den Birken, Danny – Reich, Kevin
Trainer: Don Jackson

Eisbären erzwingen Spiel sieben

Hinter der Bande war er schon aufgestellt, der silbern glänzende Meisterpokal. Es war das letzte Heimspiel der Saison. Auf dem Videowürfel über dem Mittelkreis bedankte sich die Organisation der Eisbären für die Unterstützung der Fans bei 35 Heimspielen. Vor dem Spiel brachte wieder Bernd Römer die Nationalhymne zu Gehör und anschließend erkämpften sich die Eisbären einen verdienten 5:3 Sieg über die Münchner. Der Pokal tritt, wie die Mannschaft der Eisbären, die Reise zurück in die bayerische Landeshauptstadt an. Dort kommt es am Donnerstag, 26.04. nun zum entscheidenden Spiel sieben. Allein diese Tatsache ist bemerkenswert, nachdem die Eisbären in der Serie fast hoffnungslos mit 1:3 hinten lagen. Zwar eröffneten sie die Finalserie mit einem Sieg in München, dann folgten drei Niederlagen. Mit dem Rücken zur Wand, verlieren verboten, wurde erneut in München gewonnen und anschließend erstmals während der Serie in der heimischen Arena am Ostbahnhof.

Bereits in der 4. Minute jubelte die Halle, Louis-Marc Aubry erzielte das erste Tor im Spiel. Ein Auftakt nach Maß, besser konnte das Spiel für die Gastgeber nicht beginnen. In den ersten Minuten kamen die Münchner kaum aus ihrem Drittel und als sie es schafften,klingelte es gleich. Nach 9 Minuten fiel der Ausgleich, Torschütze war Konrad Abeltshauser. Zuvor gab es eine mehrminütige Unterbrechung. Die Eismeister mussten tätig werden, weil ein Tor aus der Verankerung gerissen wurde. Als es weiterging, schalteten die Münchner schneller. Mit dem 1:1 ging es in die Drittelpause.

Schnelle Tore nach dem Kabinengang, schien die Devise der Eisbären zu sein. In der 23. Minute traf James Sheppard zum 2:1. Anschließend wogte das Spiel hin und her. München bemühte sich um den Ausgleich. Es gab Strafzeiten, Torchancen und kleine Raufereien. Münchens Konrad Abeltshauser durfte sich das Spiel für 10 Minuten von der Kühlbox aus ansehen. Es gab ein Wortgefecht mit einem Schiedsrichter, was dann strafwürdig wurde. Es fiel kein weiterer Treffer. Die Eisbären nahmen die knappe Führung mit in die Pause.

Das Schlussdrittel begann mit einer Überzahl für die Eisbären und sie brauchten nur 12 Sekunden und die Halle bebte. Playoff Monster Jamie MacQueen stellte auf 3:1. Nur knapp 5 Minuten später gelang Daniel Fischbuch ein Alleingang, die Vorlage kam von Martin Buchwieser und es stand 4:1 für die Eisbären. Auf der Spieluhr waren noch knapp 15 Minuten, für Eishockeyverhältnisse eine kleine Ewigkeit, jede Sekunde die verging ohne gefährliche Aktionen, senkte den Blutdruck der Zuschauer. Ex-Eisbär Mads Christensen traf zum 2:4 aus Münchner Sicht, zu spielen waren noch dreieinhalb Minuten. Der amtierende Meister setzte alles auf eine Karte. Torwart Danny aus den Birken blieb auf der Bank zugunsten eines zusätzlichen Stürmers, das Tor war leer. Das nutzte Eisbären Kapitän Andre Rankel und netzte ein. Es stand 5:2 für die Eisbären und die Spieluhr sagte 2 Minuten und 3 Sekunden. München spielte weiter ohne Torwart und der Puck war im Eisbären-Tor. Patrick Hagers Schuss wurde wohl etwas abgefälscht und der Spielstand 5:3. Dabei blieb es, die Uhr lief runter und sie hatten es geschafft, die Serie geht weiter. In München stehen beide mit dem Rücken zur Wand. Wer holt den vierten Sieg und somit die Meisterschaft. Egal, wie es am Ende ausgeht, diese Finalserie tut dem Eishockey gut. Am Donnerstag, 26.04. wird ab 19:30 Uhr die Frage beantwortet, gelingt München der Titel-Hattrick oder kommen die Eisbären mit der Macht der Acht.

Hans-Peter Becker

Eisbären verlieren Spitzenspiel in München

In München war für die Eisbären nichts zu holen. Es wurde eine Niederlage, nach 4 Siegen in Folge. Lediglich im Anfangsdrittel konnten die Eisbären mithalten. München ging durch Frank Mauer in der 6. Minute in Führung, die durch Sean Backman, der eine Schuss von Jens Baxmann abfälschte, in der 11. Minute egalisiert werden konnte. Als Frank Hördler auf der Strafbank brummte schlugen die Münchner erneut zu. Michael Wolf traf im Nach-stochern zu 2 : 1. Was war dann im Mittelabschnitt los ? Die Eisbären verloren komplett den Faden und bekamen zwei weitere Gegentore. Erneut saß Frank Hördler auf der Strafbank und München traf durch Jason Jaffray. Als in der 32 Minute Mads Christensen traf, gingen bei den Eisbären die Schultern nach unten. Der Arbeitstag für Petri Vehanen war beendet und Marvin Cüpper kam zu seinen ersten Einsatzminuten in dieser DEL-Saison. Er hielt seinen Kasten sauber. Im Schlussabschnitt gingen die Gastgeber in den Verwaltungsmodus, so dass die Eisbären wieder besser aussahen. Der Anschluss-Treffer zu 2 : 4 durch Blake Parlett in der 55. Minute fiel zu spät. Die Hoffnung, nach der guten Leistung gegen die Kölner Haie gegen die bisher nicht so stabil wirkenden Münchner etwas mitnehmen zu können, erfüllten sich nicht. Die mitgereisten Eisbärenfans ließen sich die mitgebrachte Oktoberfestlaune nicht verderben und machten sich in der schwach besetzten Olympiaeisstadion – nur 3.750 Zuschauer – lautstark bemerkbar. Am kommenden Donnerstag geht für die Eisbären erneut auswärts nach Bayern. Gegner sind die Panther aus Ingolstadt.

Hans-Peter Becker

DEL 5. Spieltag EHC Red Bull München – Eisbären Berlin
Ergebnis: 4:2 (2:1/2:0/0:1)
Ort: Olympiaeisstadion München
Zuschauer: 3.750

EHC Red Bull München
1. Reihe Macek, Brooks – Aucoin, Keith – Pinizzotto, Steve – Kettemer, Florian – Boyle, Dary
2. Reihe Flaake, Jerome – Hager, Patrick – Kastner, Maximilian – Button, Ryan – Joslin, Derek
3. Reihe Jaffray, Jason – Matsumoto, Jonathan – Wolf, Michael – Seidenberg, Yannic – Lauridsen, Markus
4. Reihe Christensen, Mads – Kahun, Dominik – Mauer, Frank – Abeltshauser, Konrad
Tor Leggio, David – aus den Birken, Danny
Trainer Don Jackson

Eisbären Berlin
1. Reihe Noebels, Marcel – Aubry, Louis-Marc – MacQueen, Jamie – Hördler, Frank – Wissmann, Kai
2. Reihe Backman, Sean – Sheppard, James – Petersen, Nick – Richmond, Daniel – Parlett, Blake
3. Reihe Buchwieser, Martin – Busch, Florian – Oppenheimer, Thomas – Müller, Jonas – DuPont, Mickip
4. Reihe Rankel, André – Olver, Mark – Fischbuch, Daniel – Baxmann, Jens
Tor Vehanen, Petri – Cüpper, Marvin
Trainer Uwe Krupp

Torfolge
1 : 0 Mauer, Frank (Seidenberg, Yannic, Kahun, Dominik) , EQ, 05:21
1 : 1 Backman, Sean (Baxmann, Jens) , EQ, 10:13
2 : 1 Wolf, Michael (Seidenberg, Yannic, Jaffray, Jason) , PP1, 11:55
3 : 1 Jaffray, Jason (Aucoin, Keith, Joslin, Derek) , PP1, 24:36
4 : 1 Christensen, Mads (Mauer, Frank, Kettemer, Florian) , EQ, 31:12
4 : 2 Parlett, Blake (Buchwieser, Martin) , EQ, 54:38

Strafen
Eisbären Berlin: 10 (4, 4, 2)
EHC Red Bull München: 6 (4, 2, 0)

02:37 Hager, Patrick; 2 min. – Hoher Stock
07:50 MacQueen, Jamie; 2 min. – Übertriebene Härte
11:08 Hördler, Frank; 2 min. – Hoher Stock
16:24 Seidenberg, Yannic; 2 min. – Beinstellen
23:41 Hördler, Frank; 2 min. – Beinstellen
28:12 Pinizzotto, Steve; 2 min. – Hoher Stock
37:14 Müller, Jonas; 2 min. – Haken
43:29 Aubry, Louis-Marc; 2 min. – Hoher Stock