Viktoria siegt weiter

Es ist alles noch immer ein bisschen neu bei Viktoria. Am 3. Spieltag war große bundesdeutsche Fußballtradition zu Gast im Jahn-Sportpark. Die „Roten Teufel“ parkten ihren Mannschaftsbus vor der inzwischen über dreißigjährigen Haupttribüne. Hier gab es heiße Duelle in der DDR-Oberliga. Daran müssen sich die über 3.000 Fans des 1. FC Kaiserslautern erinnert haben, als in der 24. Minute tatsächlich „ihr seid Scheiße, wie der BFC“ riefen. Oder hatten sie unangenehme Erinnerungen an ein Pokalspiel. Zu diesem Zeitpunkt führte Viktoria mit 1:0. Björn Jopek hatte die Jungs in Himmelblau bereits nach drei Minuten in Führung gebracht. Erste Chance und erster Eckball, kurz ausgeführt von Jopek und der trifft im Fallen oder im Liegen, jedenfalls war es die Führung. Es entwickelte sich das typische Viktoria-Fußball, eine Blaupause zum letzten Auftritt in Braunschweig. Wir werden kaum einen Gegner dominieren können, also versuchen wir es mit frühem stören und nutzen die Fehler des Gegners aus. Das funktionierte in der Nachspielzeit vor der Halbzeitpause.

Fußball wieder mit Zuschauern im Stadion © Foto: Hans-Peter Becker

Lauterns Felix Götze, einer der beiden 6er, geriet unter Druck, verlor den Ball und Tolcay Cigerci war allein durch und vollendete zum 2:0. Es lief nicht gut für die Lauterer, die sich eigentlich vorgenommen haben, eine stabilere als die letzte Saison zu spielen. Sie wurden mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet. Sie spielten fahrig, bekamen kein Tempo in ihre Aktionen. Folgerichtig wechselte der Gäste-Trainer bereits zur Halbzeit. Er nahm Julian Niehues, einen der beiden Sechser und die Sturmspitze Daniel Hanslik aus dem Spiel. Es wurde nicht besser und sie liefen dem Neuling ins offene Messer. Zwei Konter führten zum Erfolg. Lucas Falcao in der 52. und Erhan Yilmaz in der 84. schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Den Gästen aus der Pfalz gelang nicht einmal der Ehrentreffer, es wäre zudem das erste Saisontor überhaupt geworden.

Bedröppelte Gäste und feiernde Gastgeber, an dieses Bild könnte man sich im Jahnsportpark gewöhnen. Ein Ereignis ist noch zu erwähnen. In der 71. Minute verletzte sich Felix Götze bei einem Kopfballduell an der Schläfe, blieb benommen liegen und musste ins Krankenhaus gefahren werden. Es bleibt zu hoffen, dass nicht schlimmes passiert ist.

Das Spiel verfolgten 4.221 Zuschauer offiziell. Bereits am kommenden Freitag, 20. August geht es für Viktoria weiter. Ab 19:00 Uhr kommt es zu einem Berlin Sachsen-Anhalt Derby, der Hallesche FC gibt seine Visitenkarte ab.

Hans-Peter Becker

Viktoria Berlin – 1. FC Kaiserslautern 4:0 (2:0)
Berlin: Krahl – Kapp, Menz, Lewald – Pinckert, Jopek (90. Heimur), Theisen (87. Kayo), Becker – Küc (87. Benyamina) –Falcao (69. Seiffert) , Cigerciv(69. Yilmaz)
FCK: Raab – Tomiak, Götze (74. Winkler), Senger – Niehues (46. Sessa) – Hercher, Zimmer (60. Gözütok), Wunderlich, Zuck (60. Gibs) – Kleinsorge, Hanslik (46. Kiprit)
Tore: 1:0 Jopek (3.), 2:0 Cigerci (45.+2), 3:0 Falcao (51.), 4:0 Yilmaz (84.)
Gelbe Karten: Jopek, Lewald / Zuck, Tomiak
Schiedsrichter: Konrad Oldhafer
Zuschauer: 4.221

Sportfreunde Kladow spielten gegen Blau Weiß 90

Im Berliner Amateurfußball beginnt die jede Saison traditionell mit der 1. Runde im AOK-Pokal. Die „Kleinen“ versuchen die „Großen“ zu ärgern. 64 Spiele werden zu Eröffnung ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind alle Mannschaften bis zur Regionalliga. Im BFV sind mehr als 128 Mannschaften organisiert, sodass vor der 1. Runde, eine Qualifikation ausgespielt werden muss.

Aus den 64 Spielen haben wir uns die Partie der Sportfreunden Kladow gegen Blau Weiß 90 herausgepickt. Ein Bezirksligist (aus der 8. Liga) empfingt den Oberligisten (5. Liga). Von 2013 bis 2015 spielten beide zusammen in der Landesliga. Bei bestem Fußball-Wetter sahen 250 Zuschauer einen typischen Pokalfight. Dem von Blau Weiß 90 zu erwartenden Ballbesitz von 80 % wurde eine gestaffelte Defensive der Kladower gegenübergestellt. Klare Torchancen ergaben für den unterklassigen Gastgeber selten. Meist wurden sie in die eigene Hälfte gedrängt. Auszeichnen konnten sich die beiden Kladower Innenverteidiger Yannik Schmidt und Jan Sieper. Ein Sonderlob verdiente sich Torwart Daniel Stiel, der mehrere gute Chancen der Blau Weißen, die in roter Spielkleidung antraten, zunichtemachte. Ein 0:0 zur Pause war der verdiente Lohn für die Blau-Gelben.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit machte der Oberligist dann ernst. Zwei sehenswerte Fernschüsse von Tobias Göth (47. und 55 Minute) sorgten für einen 0:2 Rückstand. In der 84. Minute gelang den Kladowern durch den kurz zuvor eingewechselten Domenic Henkel der Anschlusstreffer. Es kam nochmal richtig Stimmung auf, doch ein zweites Tor und somit das Erzwingen der Verlängerung gelang nicht mehr.

Am Ende zollte der Gegner und der Hauptvorstand des Vereins der Mannschaft von den Sportfreunden Kladow Anerkennung für die gezeigte Leistung. Die Fans wurden nicht enttäuscht und es zeigte sich wieder einmal, das im Pokal fast alles möglich ist.

Es war ein faires Spiel und eine Geste des Siegers soll hier nicht unerwähnt bleiben. Normalerweise werden die Einnahmen eines Pokalspiels geteilt, Blau Weiß 90 überließ seinen Anteil den Gastgebern. Die Gelder sollen für die Jugendabteilung der SF Kladow verwendet werden.

Wie bei solch einem besonderen Spiel üblich waren auch einige Ehrengäste zugegen. So wurde u. a. der ehemalige Trainer und heutige Sportjournalist Christian Zschiedrich herzlich begrüßt.

Am kommenden Wochenende, Sonntag, 15. August starten die Sportfreunde in die neue Saison in der Bezirksliga Staffel 1 und sie müssen auswärts beim FC Liria antreten. Der FC Liria hat sein Pokalspiel beim SC Union 06 mit 1:4 nach Verlängerung verloren.

Hans-Peter Becker

Neuer Vertrag für Dedryk Boyata

Unser Kapitän, der seit 2019 für Hertha BSC spielt, bleibt an Bord und verlängert sein Arbeitspapier bis 2024.

Erfreuliche Nachrichten noch vor dem Bundesliga-Auftakt: Neuer Vertrag für Dedryk Boyata bleibt Herthaner ! Unser Hauptstadtclub verlängerte am Donnerstag den Vertrag mit unserem Kapitän bis 2024. „Dedryck ist eine wichtige Führungspersönlichkeit für uns und spielt in unseren Planungen eine zentrale Rolle. Daher sind wir froh, diesen Vertragsabschluss frühzeitig vollzogen zu haben. Mit seiner Qualität und seiner Erfahrung ist er ein entscheidender Baustein für die nächsten Jahre“, kommentiert unser Geschäftsführer Sport Fredi Bobic die Personalie. Boyata blickt mit einem guten Gefühl auf die nächsten Jahre bei unserer ‘Alten Dame‘. „Ich habe das Vertrauen der Verantwortlichen immer gespürt, auch in den Phasen, in denen ich verletzt war. Davon möchte ich in den nächsten Jahren etwas zurückgeben. Dieser Verein hat großes Potenzial und gemeinsam wollen wir die Basis für sportlichen Erfolg legen.“

Der 30-Jährige, der künftig die Nummer 4 tragen wird, schloss sich unserem Club 2019 an und bestritt seitdem 48 Pflichtspiele (fünf Tore, eine Vorlage) mit der Fahne auf der Brust. Seit der vergangenen Spielzeit führt der Innenverteidiger unsere Spreeathener als Kapitän auf den Rasen. Für die belgische Nationalmannschaft bestritt der Rechtsfuß 25 Länderspiele, davon zwei bei der EM 2021 und drei bei der WM 2018. Vor seiner Zeit in Berlin schnürte der kopfballstarke Defensivspieler vier Jahre die Fußballschuhe für Celtic Glasgow. In Schottland gewann er vier Mal die Meisterschaft und je drei Mal den Pokal bzw. Ligapokal. 2007 war der gebürtige Brüsseler aus seiner Heimatstadt zu Manchester City gewechselt, bei den ‚Skyblues‘ erhielt er 2009 seinen ersten Profivertrag, debütierte 2010 in der Premier League und bestritt bis zu seinem Wechsel nach Glasgow insgesamt 35 Pflichtspiele für den amtierenden englischen Champion. In seiner Vita tauchen damit auch der Gewinn der englischen Meisterschaft und des Ligapokals 2014 sowie der des FA-Cups 2011 auf. Bei Ausleihen zu den Bolton Wanderers und in die Niederlande zu Twente Enschede sammelte der 1,88-Mann weitere wichtige Erfahrungen auf nationalem wie internationalem Parkett.

Quelle: Hertha BSC

Trainingsauftakt beim Deutschen Meister

Am Montag (09. Aug) kehrte wieder Leben in die Trainingshalle der Berlin Recycling Volleys im Horst-Korber-Sportzentrum ein. Gut drei Monate nach dem Gewinn der elften Deutschen Meisterschaft begann für Sergey Grankin & Co die Saisonvorbereitung 2021/2022. Cheftrainer Cedric Enard begrüßte sechs Spieler seines 13-köpfigen Kaders zum Auftakt, darunter mit dem Tschechen Marek Sotola auch einen von insgesamt sechs Neuzugängen.

Nach ersten Medienterminen bat Cedric Enard am Montag pünktlich um 15.00 Uhr für eineinhalb Stunden zum lockeren Anschwitzen. Dies stand für Sergey Grankin, Samuel Tuia, Timothée Carle, Cody Kessel, Adam Kowalski und Marek Sotola auf dem Programm, denn diese Gruppe kann die gesamte Vorbereitung in Berlin absolvieren. Die übrigen Akteure werden im Laufe der nächsten Wochen, also im Anschluss an die Aufgaben mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften, zum BR Volleys Team stoßen.

Der Coach selbst muss die Hauptstadt bereits am Dienstag wieder verlassen, um als Nationaltrainer Estland auf die Heim-Europameisterschaft im September vorzubereiten. Das Training wird in seiner Abwesenheit von nun sein Assistent Lucio Oro leiten. Für den Brasilianer ist die Chefrolle keine neue, denn bereits in der Vorbereitung 2019 vertrat er Enard temporär. Unter der Führung des 44-Jährigen wird der Fokus zunächst auf der Arbeit an den körperlichen Grundlagen und auf der Ballgewöhnung liegen. Ihm zur Seite steht dabei das unveränderte Assistenzteam mit Scout Rafal Zajac und Athletiktrainer Timo Kirchenberger.

Erste Testspiele gegen nationale und internationale Gegner sind ab September vorgesehen, wenn der Kader angewachsen ist. Benjamin Patch und Jeff Jendryk werden im August die ersten Nachzügler sein. Der vierte US-Amerikaner im Bunde, Zuspieler Matt West, darf sich aktuell noch bei den Tryouts für die Nordamerika-Meisterschaft empfehlen. Libero Santiago Danani ist bei Argentinien nach Olympia auch für die Südamerika-Meisterschaft eingeplant. Anton Brehme sowie Ruben Schott werden wahrscheinlich im EM-Aufgebot von Bundestrainer Andrea Giani stehen. Als letzter Spieler wird Nehemiah Mote nach der Asien-Meisterschaft Ende September in Berlin erwartet. Das erste Bundesligaspiel bestreiten die vollzähligen Hauptstädter dann am 06. Oktober in der Max-Schmeling-Halle gegen die Helios Grizzlys Giesen.

Stimmen zum Trainingsauftakt:

Cheftrainer Cedric Enard: „Einen Luxuszustand wie im vergangenen Jahr, als der Kader früh vollzählig war, kann es natürlich nicht immer geben. In der ersten Woche wird unser Fokus auf dem physischen Zustand unserer Spieler liegen. Anschließend werden wir Schritt für Schritt mehr Volleyball ins Training einbauen. Ich habe volles Vertrauen in Lucio, dass er die Mannschaft bis zu meiner Rückkehr in einen guten Zustand bringt und wir ab Mitte September gemeinsam voll angreifen können.“

Sergey Grankin: „Es fühlt sich sehr gut an, wieder mit dem Team in der Halle zu stehen, auch wenn die Trainingsgruppe noch klein ist. Die Motivation ist nach der für einige langen Sommerpause groß. Richtig Spannung wird natürlich erst aufgebaut, wenn die Gruppe wächst und die ersten Matches anstehen. Jetzt freuen wir uns einfach, dass es wieder losgeht.“

Christof Bernier/BR Volleys

Hertha BSC verpflichtet Marco Richter

Fredi Bobic / Marco Richter / Arne Friedrich Hertha BSC Fotocredit: herthabsc/city-press

Der Offensivspieler kommt vom FC Augsburg und erhält einen Vertrag bis 2025. Im Gegenzug verleiht unser Hauptstadtclub Arne Maier an die Fuggerstädter.

Neuzugang Nummer vier für die Spielzeit 2021/22 ist unter Dach und Fach: Unser Hauptstadtclub hat am Montag Marco Richter verpflichtet. Der vielseitig einsetzbare Offensivmann kommt vom FC Augsburg zu unserer ‘Alten Dame‘ und wird für die Blau-Weißen mit der Rückennummer 23 auflaufen. „Dynamik, Vielseitigkeit, Zug zum Tor, Mentalität – Marco bringt viele Dinge mit. Er hat sich mit seinen 23 Jahren bereits über mehrere Jahre in der Bundesliga bewiesen. Daher freuen wir uns sehr, dass er sich für den Wechsel nach Berlin entschieden hat“, kommentiert Fredi Bobic die Personalie. „Ich wollte nach guten Jahren beim FCA eine neue Herausforderung annehmen und freue mich deshalb, zu Hertha zu kommen. Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich überzeugt und ich bin mir sicher, dass ich mit meinem Spielstil gut in die Mannschaft passe“, sagt Marco Richter. Im Gegenzug verleihen unsere Blau-Weißen Arne Maier an die Fuggerstädter. „Wir haben ein großes Angebot im zentralen Mittelfeld, deswegen haben wir Arnes Wunsch nach einer Veränderung entsprochen“, erläutert unser Geschäftsführer Sport diese Entscheidung. Arne Maier stammt aus unserer eigenen Jugend und avancierte mit der Fahne auf der Brust zum Bundesliga-Spieler. Insgesamt bestritt der Blondschopf 66 Partien für unsere Farben. Bereits im Vorjahr schnürte er seine Fußballschuhe leihweise für Arminia Bielefeld.

Der deutsche U21-Nationalspieler Richter spielte im Jugendbereich für den SV Ried und den FC Bayern München, ehe der Offensivakteur bei den bayrischen Schwaben den Sprung zum Profi schaffte. Für den FCA lief der Rechtsfuß in 102 Pflichtspielen in Bundesliga und DFB-Pokal auf. Dabei gelangen Richter jeweils 13 Tore und 13 Vorlagen. Für die U-Mannschaften des DFB sammelte der gebürtige Friedberger auch bereits Erfahrungen auf internationalem Parkett. Neun Mal trug der 1,76-Meter-Mann für die U21 und U20 den Bundesadler auf der Brust. Darüber hinaus gehörte Richter in diesem Sommer gemeinsam mit Maier, Jordan Torunarigha sowie dem nach Bochum ausgeliehenen Eduard Löwen auch zum deutschen Olympiaaufgebot und kam in allen drei Gruppenspielen zum Einsatz. Mit Maier, Löwen und Maximilian Mittelstädt kämpfte Richter 2019 auch mit der deutschen U21 bei der Europameisterschaft um den Sieg. Drei Tore und zwei Vorlagen unseres Neuzugangs reichten letztlich zum Vize-Titel.

Quelle: Hertha BSC

Wasserfreunde holen einen Olympiasieger

Nikola Dedovic gewann mit Serbien Gold im Wasserball in Tokio

Zwar hatten Deutschlands Wasserball-Männer mit diversen Spandau-Akteuren im Auswahlaufgebot die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio verpasst, aber einer aus den Reihen des deutschen Rekordmeisters Spandau 04 machte diese Absenz auf die denkbar beste Weise wett. Der Serbe Nikola Dedovic, seit der Saison 2016/17 Führungsspieler bei den Berlinern, holte mit seinem Nationalteam Gold und damit hat Spandau 04 einen Olympiasieger in seinen Reihen. Am Schlusstag der Spiele in Tokio besiegte Serbien, bereits Rio-Sieger 2016 und damit Titelverteidiger, in der letzten der 339 Entscheidungen Überraschungsfinalist Griechenland in einem engen Finalmatch mit 13:10 (6:3,2:4,2:2,3:1).

Im Team des Gold-Gewinners war der 29-jährigen Olympia-Debütant Nikola Dedovic einer der Leistungsträger und hatte auch in seinem achten Turniermatch für Serbien trotz zwei früher Wasserverweise im ersten Viertel eine lange Einsatzzeit für seine Mannschaft. Er war rund 65 Prozent der Turnier-Gesamtspielzeit im Becken – und erzielte auch fünf Tore für sein Team. Nikola Dedovic, 1,89 m groß und 89 kg schwer, war bereits zu Karrierebeginn mit Serbien Junioren-Welt- und Europameister und ist seit zwei, drei Jahren fester Bestandteil des A-Nationalteams. Er kam im Sommer 2016 von Primorje Rijeka zu Spandau 04 und geht 2021/22 in seine sechste Saison in Berlin.

Quelle: Peter Röhle/Wasserfreunde Spandau 04

Beide Berliner Bundesligisten eine Runde weiter

Am Samstag war der BFC dran, am Sonntag absolvierten die beiden Berliner Bundesligisten ihre erste Pflichtspiellaufgabe der neuen Saison. Zur Halbzeit der für 15:30 Uhr angesetzten Spiele führte nur ein Bundesligist gegen das unterklassige Team. Es war der 1. FC Union. Max Kruse erzielte den Treffer für die Eisernen in der 23. Minute. Er nutzte dabei einen Fehler des Drittligisten im Spielaufbau. Es blieb bei dem knappen Sieg in München. Routiniert brachten die Wuhlheider vor 2.841 Zuschauern im „Stadion An der Grünwalder Straße“ das Ganze über die Zeit. Die statistischen Daten weisen auf ein ausgeglichenes Spiel hin. Ende gut, Alles gut.

Während die Eisernen im Süden bei Türkgücü München die erste Visitenkarte der Saison abgaben, musste der Lokalrivale aus Charlottenburg in den hohen Norden ins Emsland reisen. Der Gegner war auch hier ein Vertreter aus Liga 3. In der Hänsch-Arena zu Meppen waren 5.813 Zuschauer zugelassen, darunter einige Fans der Hertha.

Nach gutem Beginn tat sich die Alte Dame immer schwerer und geriet in der zweiten Halbzeit sogar einige Male in arge Bedrängnis. Es war Davie Selke, der in der ersten Minute der Nachspielzeit einen von Marvin Plattenhardt getretenen Eckball aus Nahdistanz in die Maschen köpfte. Am Ende war es auch hier egal, wie der Sieg zustande gekommen ist, in einer Woche spätestens interessiert es keinen mehr.

Hans-Peter Becker

Berlin-Brandenburg im DFB-Pokal – erwartete Niederlage und Sensation

Der Sieger des Berliner Pokalfinales ist erwartungsgemäß ausgeschieden. Der BFC Dynamo kam gegen den Bundesligisten aus Stuttgart unter die Räder. Bis zur 26. Minute hielt der Widerstand, dann mussten sie den ersten Gegentreffer hinnehmen. Beim Stande von 0:2 gegen den BFC wurden im Sportforum die Seiten gewechselt.

In der zweiten Halbzeit klärten die Stuttgarter endgültig die Fronten und erzielten viere weitere Tore. Ein standesgemäßer Sieg für die drei Klassen höher spielenden VfB Stuttgart vor 2631. Zuschauern in Hohenschönhausen. Der BFC verlor nach regulärer Spielzeit mit 0:6. Ein kleiner Trost, in der Meisterschaft, in der Regionalliga Nordost läuft es besser. Am Mittwoch, 11. August sind die weinroten wieder der haushohe Favorit. Im Berliner Pokal müssen sie bei der Spielvereinigung Tiergarten (Kreisliga A) antreten.

Viel mehr Glück und Können zeigte der Ligakollege des BFC, der SV Babelsberg 03. Im Karl-Liebknecht Stadion vor den Toren Berlin gelang den Filmstädtern die Sensation. Es hatten sich 3.030 Zuschauer eingefunden, darunter eine beachtliche Anzahl von Schlachtenbummler des Bundesliga-Aufsteigers. Sie alle durften das Pokalspiel bis zur letzten Neige auskosten. Die reguläre Spielzeit und die folgende Verlängerung brachten keine Entscheidung. Mittelfeldspieler David Danko verwandelte den entscheidenden Elfmeter und ließ den Babelsberger Anhang jubeln. Zweimal waren die Babelsberger in der regulären Spielzeit in Führung gegangen. Erste kurz vor Ultimo konnten die Fürther zum 2:2 ausgleichen. Am Ende gewannen die Babelsberger mit 5:4 nach Elfmeterschießen.

Im Gegensatz zum BFC waren die Babelsberger durchwachsen in die Regionalligasaison gestartet. Ein paar Tage zuvor wurde der Trainer in die Wüste geschickt. Den Berlinern aus Hohenschönhausen hätte man, wenn überhaupt, eher eine Sensation zugetraut. Im Liga-Alltag geht für die Babelsberger mit einem Heimspiel gegen die BSG Chemie Leipzig weiter,

Hans-Peter Becker

Stadionfrage gelöst

Viktoria Berlin darf alle Heimspiele der ersten Drittliga-Saison im Stadion des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks austragen. Über diese Entscheidung hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Himmelblauen in der vergangenen Woche informiert.

Drittliga-Neuling Viktoria Berlin hatte bereits das erste Heimspiel der Saison gegen Viktoria Köln im Jahn-Sportpark sportlich und organisatorisch mit Erfolg bewältigt. Es folgen Heimspiele gegen den 1. FC Kaiserslautern (15. August) und den Halleschen FC (20. August).

Voraussetzung für Abendspiele und Spiele ab Oktober ist, dass eine Flutlichtanlage mit mindestens 800 Lux vorhanden ist. Viktoria Berlin ist hinsichtlich der Anlage und ihrer Errichtung bereits fündig geworden, sodass das Flutlicht in den kommenden Wochen im Stadion des Jahn-Sportparks installiert werden kann. Für das Abendspiel gegen den Halleschen FC Ende August (19:00 Uhr) wird von der beauftragten Baufirma eine mobile Flutlichtanlage zur Verfügung gestellt.

Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark Foto: Hans-Peter Becker

Peer Jaekel, Geschäftsführer von Viktoria Berlin, sagt: „Wir haben seit Anfang Juni sehr intensiv darauf hingearbeitet, dass wir das Stadion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark unsere Heimspielstätte nennen und die Berliner Fußball-Fans sowie unsere Gäste-Teams dort empfangen dürfen. Das Spiel gegen Viktoria Köln hat gezeigt, dass das Stadion für die 3. Liga geeignet ist. Ich freue mich sehr über die positive Rückmeldung des DFB und bedanke mich an dieser Stelle auch für die konstruktive Zusammenarbeit, insbesondere mit den Stadionbeauftragten und der Abteilung Spielbetrieb des DFB sowie der Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Wir haben nun Planungssicherheit für die gesamte Saison und können sicherstellen, dass wir in diesem Stadion auf organisatorischer Ebene ein perfektes Fußball-Erlebnis anbieten können.“

Quelle: Viktoria Berlin

Vedad Ibišević wird Offensivtrainer bei Hertha BSC

Foto:©herthabsc/city-press

Das Trainerteam um Pál Dárdai bekommt ab sofort prominente Unterstützung.

Fünf Jahre lang ging Vedad Ibišević für Hertha BSC auf Torejagd, erzielte zwischen 2015 und 2020 insgesamt 56 Tore in 159 Pflichtspielen. Jetzt kehrt der 36-jährige als Trainer mit besonderen Aufgaben zu Hertha BSC zurück. Der ehemalige Hertha-Kapitän kümmert sich ab sofort um die Offensivspieler der Profis, aber auch um die Offensivspieler im Leistungsbereich der Hertha-Akademie.

Fredi Bobic, Geschäftsführer Sport Hertha BSC: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Vedad Ibišević einen weiteren Herthaner im Verein einbinden konnten. Ich bin überzeugt davon, dass er mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten als ehemaliger Topstürmer dabei mithelfen wird, unsere Offensivspieler im Profi- und Leistungsbereich noch besser zu machen.“

Pál Dárdai, Cheftrainer Hertha BSC: „Vedad war schon zu seiner Zeit als Spieler mein verlängerter Arm auf dem Platz. Er ist eine Führungspersönlichkeit, ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm und auf seinen Input als Trainer für diesen wichtigen Bereich. Wir können dadurch das Training insgesamt noch individueller gestalten.“

Vedad Ibišević, Offensivtrainer Hertha BSC: „Nachdem klar war, dass ich meine Spielerkarriere beende, hatte ich gute Gespräche mit der Führung bei Hertha BSC, insbesondere mit Fredi und Pál. Hertha BSC liegt mir seit meiner Zeit hier in Berlin sehr am Herzen. Ich fühle mich als Herthaner und ich bin glücklich und dankbar, dass ich diese Aufgabe jetzt übernehmen kann.“

Quelle: Hertha BSC