Volleyball 2. Bundesliga Damen: BBSC Berlin empfängt die Pottperlen

Am Samstag, den 30. Oktober 2021, 18:00 Uhr – das ist der Zeitpunkt des Anpfiffs der Zweitligapartie zwischen den Damen des BBSC Berlin und dem VC Allbau Essen. Die Gäste kommen mit einer Serie von 4 Spielgewinnen in Folge in die Hauptstadt.

Der Vorjahresdritte aus dem Ruhrgebiet startete auch in dieser Saison sehr erfolgreich. Die Niederlage gegen Leverkusen war nur knapp, dann folgten Siege unter anderem gegen Stralsund und in Köln. Trainer Marcel Werzinger ´kann in dieser Saison auf zwei Leistungsträgerinnen der vergangenen Jahre nicht zugreifen, da sich beide in die Babypause verabschiedet haben. Dafür gelang mit der Neuverpflichtung der ehemaligen Jugendnationalspielerin Alisha Ossowski eine ganz erhebliche Verstärkung. Die Außenangreiferin stand von 2012-2016 für den USC Münster in der 1. Bundesliga auf dem Parkett. In den ersten Partien der Saison fehlte zudem Sandra Ferger, die sich nach der intensiven Beachsaison erst einmal eine kleine Erholungspause gönnte. Ferger, die schon 6 Jahre für Allbau spielt, feierte zusammen mit ihrer Partnerin Christine Aulenbrock ausgesprochen erfolgreiche Turnierergebnisse, an deren Spitze der 4. Platz bei der Deutschen Meisterschaft stand. Legendär war die großartige Abwehrarbeit der geborenen Remscheiderin. Gerade in den Partien gegen Ludwig/Körtzinger sowie Behlen/Krohn konnten die Fans Stellungsspiel, Athletik und technisches Vermögen vom Feinsten bewundern. Mittlerweile ist Sandra Ferger wieder in die Ligaspielbetrieb zurückgekehrt.

Der BBSC wird nach dem hart erkämpften, aber doch ein wenig überraschenden Sieg gegen Leverkusen vom vergangenen Wochenende „nicht wieder damit rechnen können, dass eine gegnerische Mannschaft so schnell aus der Spur kommt“ – so schätzt Berlins Trainer Ole Schröter den Gegner ein. Er weiß um die Qualitäten der Gäste „Wer in allen bisherigen Spielen zumindest punktet und nur einen Vergleich verliert, der bringt ganz sicher hervorragende Qualität in die Hämmerlinghalle. Nachlässigkeiten wird Essen schnell bestrafen“ ist Schröter gewarnt.

Das Team um Kapitänin Katharina Kummer will die positive Energie und den Siegeswillen vom vergangenen Wochenende mit ins Spiel nehmen und die nächsten Punkte für das Berliner Konto einfahren. Also heißt es volle Konzentration auf das Spiel am Samstag – mit dem sprichwörtlichen Kampfgeist des BBSC und einem guten Spielaufbau wollen die BBSC-Girls den Pottperlen die Punkte nicht überlassen. Wir freuen uns auf eine lautstarke Fangemeinde in der Hämmerlinghalle!

Auch die 2. Mannschaft des BBSC spielt am Samstag zu Hause. Anpfiff ist um 14.00 Uhr! Zu Gast ist das junge Team des SC Potsdam 2 in der Dritten Liga Nord.

Unsere Hygiene- und Schutzmaßnahmen: 3G – getestet, geimpft oder genesen – bitte bringt Euren jeweiligen Schutznachweis zur Veranstaltung mit. Wir erfassen Eure Kontaktdaten mit der Luca App oder einem Datenerfassungsbogen. Das Tragen einer medizinischen Maske oder einer FFP2 Maske ist vom Eintritt in die Halle bis zum Zeitpunkt, an dem Ihr an Eurem Platz sitzt, verpflichtend, d.h. auch in der Pause und beim Gang zum WC. Beim Essen und Trinken sowie am Sitzplatz könnt Ihr die Maske selbstverständlich abnehmen.

Quelle: BBSC/Burkhard Kroll


	

Hertha und Union ziehen ohne die Bayern ins Achtelfinale ein

Am Dienstag, 26.10. entledigte Hertha BSC der Pflichtaufgabe im Pokal beim ambitionierten West-Regionalligisten Preußen Münster. Am Ende der regulären Spielzeit setzte sich der Bundesligist mit 3:1 durch. Stark angefangen und leider auch stark nachgelassen. Die frühe Führung zu verwalten hat nicht so richtig funktioniert. Der Regionalligist egalisierte Herthas frühes Führungstor noch vor der Halbzeitpause. In der Nachspielzeit vor der Pause sah Münsters Nicolai Remberg die gelb-rote Karte wegen unsportlichen Verhaltens. Die Entscheidung war hart, aber gerecht. Einen Vorteil konnten die Herthaner daraus zunächst nicht ziehen. Die dezimierten Preußen erzwangen über weite Strecken der zweiten Halbzeit Gleichwertigkeit. Der Bundesligist hatte die bessere Bank, so war es kein Zufall, dass die Tore zum 2:1 und 3:1 durch Einwechselspieler erzielt wurden.

Eine Tag später traten die Eisernen in Mannheim an und brauchten gegen den Drittligisten die Verlängerung. Der SV Waldhof ging bereits nach vier Minuten in Führung und die Eisernen glichen in der 18. Minute aus. Tore mäßig passierte bis zum Schlusspfiff nichts mehr. In der Verlängerung machten Taiwo Awoniyi und Kevin Behrens die Sache klar.

Auf ein Sensationsergebnis muss hier extra eingegangen werden. Der FC Bayern ging auf dem Bökelberg zu Mönchengladbach mit 0:5 unter. Eine historische Pleite, so titelte das Fachmagazin Kicker. Allerdings, jetzt müssen die Bayern zum nächsten Pflichtspiel beim 1. FC Union antreten. Ich überlasse es mal dem Leser selbst, wer jetzt die ärmere Sau ist. Sind die Bayern nun angeknackst oder ist überzeugende Wiedergutmachung angesagt? Union musste in die Verlängerung, die Bayern nicht, (kleiner Scherz). Das Spiel ist nicht leicht zu tippen, die Wettanbieter glauben weiter an die Bayern, ein Sieg würde nur die magere Quote von 1,32 bringen. Sollten die Eisernen gewinnen läge die Quote bei 9.

Hans-Peter Becker

BBSC steht im Achtelfinale

Mentalität setzt sich vor Qualität durch – so lautete ein Kommentar im Berliner Inforadio nach dem Samstags-Hertha-Spiel gegen Gladbach. Genau dieser Satz passt hundertprozentig auf das Pokalspiel der Berlinerinnen gegen Leverkusen. Der BBSC trifft nun am 07.11.2021 auf Allianz MTV Stuttgart.

Was macht man, wenn aus dem Elferaufgebot der 1. Mannschaft vier Spielerinnen aus Krankheits- und Verletzungsgründen nicht zur Verfügung stehen? Neben Antonia Lutz (zwar im Aufgebot, aber nicht einsatzfähig) standen heute auch Antonia Heinze, Paula Morgenroth und Isabel Böttcher nicht zur Verfügung. Der BBSC bat die früheren Zweitligaspielerinnen Alina Gottlebe-Fröhlich und Stephanie Utz um Unterstützung für das Pokalspiel. Diese sagten zu, dabei wollten doch diese beiden Erfahrenen mit insgesamt 79 Jahren auf der Lebensuhr in der 3. Liga eigentlich sportlich viel kürzertreten. Von der 1. Minute an sah man aber, dass die beiden keinen Bruchteil ihres Könnens verloren haben.

Foto: BBSC Berlin

Leverkusen dominierte mit dem Stammsechser die ersten beiden Sätze spürbar, wenn auch die Berlinerinnen ordentlich dagegen hielten und das für sie mögliche Spiel gegen den hohen Favoriten durchzogen. Ein gutes Auftreten des BBSC, aber es reichte nicht, um die Rheinländerinnen in Bedrängnis zu bringen. Gäste-Zuspielerin Malin Schäfer bediente bestens ihre Angreiferinnen von Lena Overländer über Rebecca Schäperklaus bis Clara Wübbeke und diese fanden mit druckvollen Schlägen immer wieder Lücken in der eigentlich stark spielenden Berliner Abwehr.

Im 3. Satz wechselte Gästetrainer Tigin Yaglioglu bei 11:9-Führung seines Teams schrittweise durch und verschaffte auch den Wechselspielerinnen des letztjährigen Ligameisters Spielzeit. Dabei kam ein Bruch in das Spiel der Gäste, den wohl keiner erwartet hatte. Das BBSC Team spielte das bis dahin gezeigte gut abgestimmte Abwehrspiel weiter und der Mannschaft gelangen nun auch öfter Erfolge im Angriff, die Mannschaft kam in einen Flow. Da half den Leverkusenern auch kein Rückwechsel mehr – dieser Satz ging nach Berlin. Der 4. Satz wurde zum Durchmarsch der Gastgeberinnen. Über 10:4 und 20:10 fegten die Berlinerinnen mit traumwandlerischer Sicherheit und akrobatischen Abwehraktionen in einer Phase der positiven Energie alle Angriffsbemühungen der wieder mit dem Stammsechser spielenden Gäste zur Seite. Doch während die Berlinerinnen jeden Punktgewinn feierten, kam Leverkusen nicht aus der negativen Serie heraus. Nicht nur, dass sie an der Berliner Abwehr scheiterten, nun kamen auch noch individuelle Fehler der Gäste hinzu.

Die Berliner Euphorie trug der BBSC in den Tiebreak weiter. Über ein 10:2 gelang der 15:7 Satzsieg und damit der Einzug in das Pokal-Achtelfinale, in dem mit Allianz MTV Stuttgart am 07. November 2021 eine absolute Spitzenmannschaft der 1. Liga in der Hämmerlinghalle zu Gast ist.

Völlig zu Recht feierten die Gastgeberinnen einen Sieg ihrer Mentalität und ihres Könnens gegen die favorisierten Besucher aus dem Rheinland. Berlins Trainer Ole Schröter war von der Euphorie des Teams fasziniert: „Jede der Spielerinnen hat heute die berühmten mehr als 100 % auf das Feld und für das Team eingebracht, aber Leverkusen hat es uns in der 2. Hälfte der Partie auch zu leicht gemacht. Unsere nächsten Gegner Essen und schon gar nicht Stuttgart werden diesen Fehler ganz sicher nicht begehen.“

Vor dem Pokal-Achtelfinale trifft der BBSC am kommenden Samstag, 30.10.2021 um 18:00 Uhr auf Allbau Essen.

Die MVP Medaillen wurden Leverkusens Zuspielerin Malin Schäfer und Berlins Außenangreiferin Annalena Grätz überreicht.

Für den BBSC im Einsatz: Marie Dreblow, Stephanie Utz, Katharina Kummer, Roxana Vogel, Anna Lee Belegen, Annalena Grätz, Annika Kummer, Katharina Haferkamp, Antonia Lutz, Alina Gottlebe-Fröhlich

Quelle:Burkhard Kroll/BBSC

Berliner Profifußball im Überblick

Es war alles dabei, was die Berliner Proficlubs an Ergebnissen zu bieten hatten. In der 3. Liga bot Aufsteiger Viktoria beim Spitzenreiter 1. FC Magdeburg einen großen Kampf. Ein Auswärtspunkt lag durchaus im Bereich des möglichen. Schmerzlich wird Torjäger Tolcay Cigerci (bisher 6 Tore und 5 Vorlagen9 vermisst. Lucas Falcao lief in der 46. Minute allein auf das Magdeburger Tor zu und hatte nicht die Nerven, um den Ball im Tor unterzubringen. Auch die Magdeburger scheiterten reihenweise, so blieb der Treffer von Connor Krempicki, nach bereits vier Minuten der Einzige der Partie. Viktorias Trainer Benedetto Muzzicato blieb seiner offensiv ausgerichteten Linie treu und lobte den Auftritt seiner Mannschaft. Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass die Ergebniskrise bei den Himmelblauen weiter anhält. Aus den letzten fünf Spielen wurde lediglich ein Punkt geholt. Am nächsten Spieltag kommt die zweite Vertretung von Borussia Dortmund in den Jahn-Sportpark.

Einen Vertreter in der 2. Bundesliga hat Berlin zur Zeit nicht zu bieten. In der Beletage des deutschen Fußball agieren Hertha BSC und der 1. FC Union. Die „Alte Dame“ löste ihre Heimaufgabe mit dem 1:0 Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Ein hart geführtes Spiel, wenig Torchancen, es war wenig ansehnlich. Immerhin war das Olympiastadion nach den aktuell gültigen Corona-Regeln ausverkauft. Es war nicht schön, dafür erfolgreich und wird für weiteres Selbstvertrauen sorgen. Dazu ein Hoch auf den Videobeweis, er bewahrte Hertha vor einem Rückstand. Die nächsten Gegner sind auswärts, die TSG Hoffenheim, dann kommt Bayer Leverkusen und die Alte Försterei.

So haben wir die Überleitung zu den Eisernen, die mit einer gefühlten Niederlage aus Stuttgart zurückkamen. Sie hatten am Sonntagabend die Sache im Griff, allerdings müssen sie sich ankreiden lassen, nicht energisch genug auf das zweite Tor gegangen zu sein. So kam es wie kommen musste, die nie aufsteckenden Stuttgarter, seit der 57. Minute sogar in Unterzahl, schafften noch den Ausgleich. In der 3. Minute der Nachspielzeit landete ein abgefälschter Schuss von Faghir im der Tor Eisernen. Sie hatten es tatsächlich vermasselt, während der VfB sein Glück kaum fassen konnte.

“Wir hatten den Gegner und den Ball im Griff und waren sehr gut im Spiel. Am Schluss musst Du den Sack zumachen, wenn sich die Möglichkeiten ergeben. Stuttgart hat mit einer Chance den Ausgleich erzielen können. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem, was die Mannschaft heute gezeigt hat, nach einem sehr schwierigen Auswärtsspiel in Rotterdam. Sie verdient ein großes Kompliment.” so fasste Urs Fischer das Spiel seiner Mannschaft zusammen.

Hertha und Union sind jetzt im Pokal gefordert. Bereits am kommenden Dienstag, 26.10. muss Hertha in Münster beim Regionallisten ran. Union reist einen Tag später nach Mannheim und will gegen den Drittligisten SV Waldhof weiterkommen.

Hans-Peter Becker

Schwenningen gewinnt in Berlin

Am 15. Spieltag hatten die Eisbären die Schwenninger Wild Wings zu Gast. Für die Gäste aus dem Schwarzwald läuft es dieser Saison mehr schlecht als recht, lediglich 2 Siege aus 13 Spielen, so waren sie als Tabellenletzter nach Berlin gereist. Die Eisbären zwar auswärts ungeschlagen, dafür mit mauer Heimbilanz. Das setzte sich fort, die vor allem auf Abwehr bedachten Schwenninger gingen in der 16. Minute in Führung. Der Torschütze war Max Görtz.

Im Mittelabschnitt waren die Eisbären zwar ständig in Vorwärtsgang, Tore leider Fehlanzeige. 36 zu 14 Torschüsse für die Eisbären, es ging einfach nichts und ein glänzend aufgelegter Torwart stand zwischen den Pfosten.

Im Schlussdrittel ging das Leiden für die Eisbärenfans weiter. Auf dem Riesenwürfel über der Eisfläche wurden noch 11min:27sek. effektive Spielzeit angezeigt, das Tor vor der Fankurve der Eisbären, musste neu verankert werden. Der Einsatz der Eismeister brachte den Eisbären Glück. Eine knappe Minute später zog Verteidiger Kai Wissmann aus dem berühmten Hintergrund ab und endlich war sie drin, die schwarze Scheibe, die sich so beharrlich geweigert hatte. So ganz nebenbei, der Torschütze feierte just an diesem Tag seinen 25. Geburtstag. Es war sein zweites Saisontor. Eine turbulente Schlussphase folgte, jetzt wollten die Eisbären den Sieg und die drei Punkte.

Einen Schuss aus dem Hinterhalt hatten auch die Gäste parat. Colby Robak traf wie Wissmann aus dem Hintergrund und Tylor Spink machte alles perfekt und traf ins leere Eisbärentor. Die Eisbären verloren unerwartet mit 1:3, Heimspiele sind in dieser Saison noch nicht die Stärke der Eisbären. Kopfschüttelnd verließen die Eisbärenfans die Arena. Eine kleine Kolonie aus Schwenningen hatte den weiten Weg nach Berlin gefunden, sie hatten allen Grund zum Feiern.

Hans-Peter Becker

Hertha empfängt Gladbach

Auf Bundesliga-Paarungen können Wetten abgeschlossen werden, aus Spaß oder gegen Geld. Wer etwas Sachverstand hat, könnte vielleicht absahnen. Was heißt hier Sachverstand? Experten liegen oft falsch. Fußballtrainer, an deren Kenntnisse wohl niemand zweifelt, sagen von sich selbst, schlechte Tipper zu sein.

Natürlich hoffen beide Trainer auf einen Sieg. Richtig, sie hoffen, ob es so kommen wird? Weder Pal Dardai noch Aldi Hütter wissen, wie es ausgeht. Schließlich geht man deshalb ins Stadion.

Wie könnte es ausgehen? Der Gast ist seit drei Spielen ungeschlagen, nach holprigen Start. Bei Hertha ist es ähnlich. Zuletzt ein nicht unbedingt erwarteter Auswärtserfolg und davor zwei Niederlagen. Beide brauchen die Punkte, das gilt fast vor jedem Spiel. Hertha will den Aufwärtstrend bestätigen und wie Pal Dardai es ausdrückte, jetzt den nächsten Schritt tun. Nach der Länderspielpause, leert sich die Verletztenliste. Nicht einsatzfähig sind Klünter, Toussart, Torunaringha. Viel zu ändern in der Mannschaftsaufstellung gibt es nicht. Ich tippe mal auf Sieg für Hertha, um mich zu ärgern, wenn das nicht passieren sollte. Verlieren würde ich nur Punkte. Wer Geld einsetzen will, die Quote für einen Herthasieg liegt bei 3,80, ein Unentschieden 3,60 und ein Sieg für Gladbach bringt nur 1,95.

In der Bundesliga gab es diese Paarung bisher 66 Mal, 24 Siege für Hertha, 17 Unentschieden und 25 Siege für die Fohlen.

Christian Zschiedrich

Eisbären mit makelloser Auswärtsbilanz und DEL Rekord

Die Eisbären blieben auch im siebten Auswärtsspiel der Saison ungeschlagen. Die Augsburger Panther hatten es lange versucht, mussten sich am Ende mit 2:4 geschlagen geben. Sieben Auswärtsspiel nacheinander zu gewinnen, das ist bisher keinem DEL Team gelungen.

Blaine Byron (17.) glich die erste Führung der Panther aus der 9. Spielminute durch TJ Trevelyan in Unterzahl aus. Adam Payerl (28.) brachte Augsburg noch in Front, doch in der Folge waren es nur noch die Berliner die trafen. Leo Pföderl (31.) schickte die Partie mit einem Remis in den Schlussabschnitt und hier trafen Byron (46.) und nochmals Pföderl (60.) zum 4:2-Erfolg für die Hauptstädter.

Kapitän Frank Hördler bestritt seine 924. DEL-Partie für die Eisbären und ist somit zusammen mit Sven Felski Rekordspieler der Hauptstadtclubs. Es gibt ein weiteren Erfolg zu vermelden. In Augsburg nicht dabei Marcel Noebels. Er ist einen Tag später Tag Vater eines Sohnes geworden. Wie aus offizieller Quelle zu erfahren war, sind Mutter und Kind wohlauf.

Bereits am Freitag, 22.10.21 geht es für die Eisbären weiter. In heimischen Arena werden die Schwenninger Wild Wings erwartet. Im Gegensatz zu den Auswärtsauftritten lief auf dem heimischen Eis bisher recht wenig, lediglich 3 Punkte wurden aus den 6 Spielen geholt. Das nächste Auswärtsspiel ist München, mal sehen, ob der Rekord weiter ausgebaut werden kann.

Mühevoller dritter Heimsieg

Weiße Weste gewahrt: Die BR Volleys blieben auch im vierten Bundesligaspiel ohne Punkt- und Satzverlust. Mit einem glanzlosen Auftritt sicherte sich die Mannschaft von Trainer Cedric Enard am Mittwoch einen 3:0-Erfolg (25:16, 25:23, 25:22) gegen den TSV Haching München. Zum zweiten Mal in Folge schwang sich dabei Marek Sotola als Topscorer und “Blockmaschine“ zum MVP des Spiels auf. Der Tscheche und seine Teamkollegen sind bereits am Samstag (23. Okt um 17.30) wieder in eigener Arena gegen die WWK Volleys Herrsching gefordert.

Erwartungsgemäß rotierte Cheftrainer Cedric Enard im dritten Heimspiel der Saison im Rahmen seiner Möglichkeiten. So fanden sich erstmals in dieser Spielzeit Timothée Carle und Matthew West in der Startformation des Deutschen Meisters wieder. Ruben Schott, Marek Sotola, Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk durften ebenfalls ans Netz, wobei sich der Mittelblock des BR Volleys Teams am Mittwochabend wieder von selbst aufstellte. Anton Brehme musste mit anhaltenden Knieproblemen passen, dafür meldete sich Samuel Tuia erstmals in dieser Saison fit.

Mit leichten Abstimmungsproblemen startete das Heimteam vor 1.627 Zuschauern ins Spiel und so konnte die mutige Hachinger Mannschaft daraus immer wieder Kapital schlagen (7:6). Präsent waren die Berliner zumindest im Block und wurden so ihrer Favoritenrolle im Auftaktsatz gerecht (14:9). Auch wenn Haching-Zuspieler Benedikt Sagstetter mit seinem zweiten Ass den Rückstand verkürzte (16:13), unterliefen den bayerischen Gästen insgesamt zu viele Fehler (23:16) – bezeichnend, dass der Float-Aufschlag von Mote zum ersten Satzgewinn mitten in die Hälfte der Männer in Grün-Grau fiel (25:16).

Das Team von Coach Bogdan Tanase berappelte sich von dem klaren Satzende und bereitete den BR Volleys fortan wieder mehr Probleme. Die Hausherren suchten vor allem im Aufschlag weiter ihren Rhythmus und plötzlich hatten die Gäste gar die Nase vorn (7:10). Erst Mitte des Durchgangs konnten die Berliner sich berappeln und der verlässliche Sotola sorgte für den Ausgleich (13:13). Den Ballwechsel des Tages beendete Jeff Jendryk per Block (17:16), doch auch davon ließen sich die „Local Heroes“ aus Haching nicht abschütteln (23:23). Ein entschlossener Dreierblock musste her, um den BR Volleys knapp die 2:0-Satzführung zu bescheren (25:23). Zwar waren die Hauptstädter auch in Satz drei nicht dominant, konnten sich aber zumindest früh absetzen (11:8) und die Bayern anschließend auf Distanz halten (21:16). Tim Carle, der bei seinem Comeback noch etwas Nervosität zeigte, blühte gegen Matchende auf und zog beinahe (14 Punkte) noch mit Sotola (15 Punkte) gleich. Ein Hachinger Aufschlagfehler beendete jedoch das Rennen um den Titel des Topscorers und somit auch das Match (25:22)

Stimmen zum Spiel
Matthew West: „Es hat mir persönlich viel Freude bereitet, heute vor diesem Publikum auf dem Court zu stehen. Ich wollte meinen Teil zum Teamerfolg beitragen und zum Beispiel Tim bei seinem ersten Spiel seit sechs Monaten helfen. Er wurde besser und besser und hat am Ende klasse gespielt. Bei Marek imponiert mir, wie er in seinem zweiten Spiel von Beginn an bereits wie ein Veteran aufgetreten ist.“

Jeffrey Jendryk: „Das war sicher nicht unser bestes Spiel in dieser Saison, aber das konnte man heute vielleicht auch nicht zwingend erwarten. Wir haben uns im Aufschlag schwergetan und deshalb nicht so unseren Rhythmus gefunden. Letztlich sind wir aber der verdiente Sieger und wollen unsere Serie am Samstag gegen Herrsching mit größerer Entschlossenheit in unseren Aktionen fortsetzen.“

BR Volleys Formation
Timothée Carle und Ruben Schott (AA), Nehemiah Mote und Jeffrey Jendryk (MB), Matthew West (Z), Marek Sotola (D) und Santiago Danani (L) | Eingewechselt: Adam Kowalski, Cody Kessel

Topwerte
Sotola 15 Punkte, 5 Blocks | Carle 14 Punkte, 60 % Angriffsquote, 2 Blocks

Quelle: BR Volleys/Christof Bernier/Pressefoto Credit: Michael Hundt

Viele Tore beim Heimsieg der Eisbären

Am 13. Spieltag der Saison 2021/22 empfingen die Eisbären den ERC Ingolstadt. Das Spiel hielt zwei Neuheiten für die Fans bereit. Nur wer geimpft oder genesen war durfte in die Arena und sie bekamen die spektakuläre Neuverpflichtung Frans Nielsen zusehen. Trainer Serge Aubin stellte ihn bei seinem ersten Auftritt im Eisbären-Trikot in eine Sturm-Reihe mit Kevin Clark und Parker Toumie. Dafür musste Mark Zengerle seinen Platz räumen. Um 14:06 Uhr war es so weit, der 949fache NHL-Spieler betrat für seinen ersten Wechsel das Eis. Er musste etwas warten, weil die Eisbären nach nur 55 Sekunden bereits die erste Strafe kassierten, die ging torlos vorüber. Für einen Einsatz in den Spezialteams war er noch nicht vorgesehen. Bei den Eisbären trägt er die Rückennummer 51, zuletzt war diese Zahl auf einem Wettkampf-Trikot in der Saison 2007/08 zusehen, getragen von Thomas Pielmeier.

Im Anfangsdrittel legten die Eisbären gleich richtig los. Die Tore fielen im Zweiminuten-Takt, zwischen der 8. und 12. Spielminute, Torschützen waren Leo Pföderl, Kevin Clark und Blaine Byron. Ingolstadt fand erst kurz vor dem Drittelende ins Spiel. Nach der Pause verkürzten sie durch Brendon Defazio auf 1 zu 3. Es dauerte nur 23 Sekunden bis die Eisbären durch ein Tor bei eigener Unterzahl den alten Abstand wieder hergestellt hatten. Blaine Byron war im Sprintduell der Schnellste und netzte ein. So ist das manchmal, auf der einen Seite gelingt alles während sich gegen die andere Seite alle Eishockeygötter verschworen haben.

Sie legten zwei weitere Tore nach im Mittelabschnitt, jede Reihe wollte glänzen, in der 30. Minute vollendete Mat White und sein Kollege aus der zweiten Sturmreihe Zachary Boychuk tat es ihm in der 38. Minute gleich.

Mit einer beruhigenden Führung von 6:1 konnten die Eisbären den Schlussabschnitt beginnen. Dass bei diesem Rückstand noch was gehen kann, daran glaubte bei den Ingolstädtern so richtig niemand mehr. Gäste-Trainer Doug Shedden hatte ein Einsehen mit seinem Goalie und schickte für die verbleibende Spielzeit Jonas Stettmer auf das Eis. In der 42. Minute wollten Ingolstadts Fabio Wagner und Eisbär Mat White ihre Fähigkeiten beim Faustkampf testen, vorsichtshalber mussten sich beide das Geschehen für zwei Minuten von der Strafbank aus ansehen. Im Spiel vier gegen vier gelang den Gästen der zweite Treffer durch Mirko Höfflin. Das Duell schrieb erst die 44. Minute und im Eishockey kann es schnell anders herum gehen. In der 49. Minute verkürzten die Gäste weiter und brachten die Eisbären ins Grübeln.

Der Vorsprung war ausreichend, die Eisbären siegten mit 6 zu 3.

Frans Nielsen im Einsatz für die Eisbären. © Foto: Hans-Peter Becker

Dough Shedden war bedient. „Die Eisbären waren sehr effektiv und Mathias Niederberger hat sehr gut gehalten und das hat den Unterschied gemacht.“ Eine kurze, treffende Analyse, die Hartmut Nickel Kurve bewies ein gutes Gespür und feierte ihren Goalie mit Sprechchören. In die Eisbärenfamilie aufgenommen wurde auch der Neuzugang Frans Nielsen. Er wird noch ein bisschen Zeit brauchen zur Eingewöhnung. Bei seinem ersten Spiel in der DEL brachte es auf 18 Einsatzminuten, ein Tor oder ein Assist gelang ihm nicht. Er war gefordert bei 21 Anspielen, davon konnte er 9 gewinnen.

Frans Nielsen „lch wurde sehr gut von der Mannschaft aufgenommen. Die PENNY DEL ist eine gute Liga mit sehr vielen talentierten Spielern. Die größte Umstellung für mich ist die größere Eisfläche. Vor allem beim Spiel ohne Puck. Wir haben eine starke Mannschaft, die unglaublich tief besetzt ist. Es ist egal, wird die Tore schießt, solange wir gewinnen. lch hoffe aber natürlich, dass ich auch bald treffen werde.“

Die Eisbären hatten beantragt, mit der 2G Regelung die Halle wieder voll auslasten zu können. Am Freitagnachmittag bekamen die Eisbären dafür die Genehmigung. Ein heikles Thema, die Arena war nur zur Hälfte gefüllt. Es mag auch zum Teil daran gelegen haben, dass die Zeit, sich auf die neuen Bedingungen einzustellen, etwas knapp war. Für das nächste Heimspiel hoffen die Eisbären wieder auf eine fünfstellige Zuschauerzahl, am liebsten auf ein ausverkauftes Haus.

DEL 13. Spieltag 17.10.2021 14:00 Uhr MB-Arena Berlin
Eisbären Berlin – ERC lngolstadt 6:3 (3:0, 3:1, 0:2)

Aufstellungen
Eisbären Berlin: Niederberger (Hungerecker) – Müller, Ellis (A); Hordler (C), Wissmann (A); Despres, Jensen;Veilleux,Mick, – Noebels, Byron, Pfoderl; Veilleux, Bovchuk, White; Tuomie, Nielsen, Clark; Roßmy Streu, Wiederer – Trainer: Serge Aubin
ERC lngolstadt: Rämo (ab 41. Minute: Stettmer) – Bodie, Hüttl; Wagner (C), Marshall; Quaas, Gnyp – Hofflin, Pietta (A), Simpson (A); Defazio, Soramies, Bourque; Flaake, Feser, Storm; Stachowiak, Aubry, Brune – Trainer: Doug Shedden
Strafen: Eisbären Berlin: 8 (4, 2, 2) Minuten – ERC lngolstadt: 8 (4, 0, 4) Minuten
Schiedsrichter Andrew Bruggeman, Marian Rohatsch (Marcus Hofer, Jonas Merten)
Zuschauer 7.181

Hans-Peter Becker

Die „Alte Dame“ kommt nicht zur Ruhe

Was hat das zu bedeuten? Nach nur 10 Monaten verlässt der mit großen Erwartungen nach Berlin gekommene Carsten Schmidt bereits wieder den kriselnden Hauptstadtclub. Was seit einigen Stunden durch die Berliner Luft waberte, wurde nun ofiziell bestätigt.

„Hertha BSC und Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Hertha BSC, haben sich auf die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses geeinigt. Die Gründe für die Amtsniederlegung von Carsten Schmidt liegen im privaten Bereich. Die Aufgabenbereiche von Carsten Schmidt werden von den beiden Geschäftsführern Fredi Bobic und Ingo Schiller übernommen.“

Präsident Werner Gegenbauer äußert sich: „Mit Bedauern haben wir den Wunsch von Herrn Schmidt, seinen Dienstvertrag aufgrund von ausschließlich privaten Gründen umgehend aufzulösen, entgegengenommen. Nach vertrauensvollen Gesprächen haben wir seiner Bitte schweren Herzens entsprochen. Wir bedanken uns bei Carsten Schmidt ausdrücklich für die wertvolle Arbeit für Hertha BSC und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.“