Die „Alte Dame“ kommt nicht zur Ruhe

Was hat das zu bedeuten? Nach nur 10 Monaten verlässt der mit großen Erwartungen nach Berlin gekommene Carsten Schmidt bereits wieder den kriselnden Hauptstadtclub. Was seit einigen Stunden durch die Berliner Luft waberte, wurde nun ofiziell bestätigt.

„Hertha BSC und Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Hertha BSC, haben sich auf die sofortige Auflösung des Arbeitsverhältnisses geeinigt. Die Gründe für die Amtsniederlegung von Carsten Schmidt liegen im privaten Bereich. Die Aufgabenbereiche von Carsten Schmidt werden von den beiden Geschäftsführern Fredi Bobic und Ingo Schiller übernommen.“

Präsident Werner Gegenbauer äußert sich: „Mit Bedauern haben wir den Wunsch von Herrn Schmidt, seinen Dienstvertrag aufgrund von ausschließlich privaten Gründen umgehend aufzulösen, entgegengenommen. Nach vertrauensvollen Gesprächen haben wir seiner Bitte schweren Herzens entsprochen. Wir bedanken uns bei Carsten Schmidt ausdrücklich für die wertvolle Arbeit für Hertha BSC und wünschen ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.“

Wer ist dieser Investor Lars Windhorst?

Zumindest einer, der die halbe Hertha aufkaufen will. Und wie reagieren die Berliner über diesen Deal? Ganz unterschiedlich… Erstaunlicherweise urteilt bisher der Berliner Boulevard  recht positiv über Lars Windhorst. Auch die Hertha-Fans sind in ersten Reaktionen mehr erfreut als kritisch, sehen unseren Hauptstadtclub unter den Top 5 mit Chancen auf Anhieb im internationalen Wettbewerb. Vorausgesetzt, Hertha ist in der Lage, klug zu investieren. Es scheint, Hertha schwimmt nun in Geld.

Hertha hatte es viele Jahre nicht geschafft, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Die Lizenz für das kommende Spieljahr wurde nur mit Auflagen erteilt. Am 07. Juni titelten wir noch „ Ist Hertha BSC mit über 110 Millionen verschuldet?“ und fragten in diesem Zusammenhang, ob man sich Sorgen machen muss. Das scheint nun mit einem Schlag nicht mehr der Fall zu sein. Mit einer Viertel-Milliarde ist Hertha auf einmal ein wirtschaftlich gesunder Verein. 125 Mill. sollen bereits auf einem Notaranderkonto eingegangen sein und die Eintragungen ins Handelsregister ist vollzogen. Die Zukunft gehört Hertha. Jetzt fehlt nur noch der sportliche Erfolg. Das frische Kapital soll vor allem für den Kauf neuer Spieler verwendet werden. Hertha kann also in der Tat etwas bewegen, sogar zu den erfolgreichen Hauptstadtclubs in anderen Ländern aufschließen.  

Lars Windhorst war einst ein Wunderkind, gründete bereits mit 16 Jahren seine erste Firma. Nach zwei Insolvenzen darf aber auch die Frage erlaubt sein, woher hat Windhorst die großen Summen Geld ? Garantiert hat er sich selbst die Frage gestellt, wie profitabel ist ein Bundesligaclub und kann er mit Hertha BSC Geld verdienen ? Im Immobiliengeschäft – zu seinen Beteiligungen gehörte, man staune, auch Aroundtown und dessen Tochterfirma Grand City Properties (Trikotsponsor und im Fußball engagiert). Hier mischt er laut „Manager Magazin“ nicht mehr mit. Der Verkauf brachte 400 Millionen Euro Cash.

Ein Bericht der „Financial Times“ sorgte erst vor einer Woche für Wirbel. Einige Banken hätten sich geweigert, mit Anleihen von Windhorst zu handeln. Windhorst liebt riskante Deals. Das Landgericht Berlin verurteilte ihn laut Tagesspiegel wegen Untreue in 27 Fällen. Die Firmengeflechte seien schwer zu durchschauen.

Glückwünsche bekam Herthas Führungs-Trio Gegenbauer, Preetz, Schiller für den gelungenen coolen Deal, Hertha könnte ein ganz großer Club werden. Es sei der richtige Weg, wortwörtlich „der Hauptstadtclub ist wieder wer“.

Christian Zschiedrich

Neuer Sponsor bei Hertha BSC

EuropeFX ist offizieller Hertha-Partner von Hertha BSC. Die Partnerschaft zwischen dem Bundesligisten und der Online-Plattform für Finanztransaktionen besteht seit dem 1. Spieltag der Bundesliga-Saison 2018/19 und hat eine einjährige Laufzeit. Die von Lagardère Sports vermittelte Zusammenarbeit beinhaltet eine umfassende Präsenz von EuropeFX im Vereinsumfeld, die Logo-Sichtbarkeit auf der Premium-TV-Bande, diverse digitale Aktivierungsmöglichkeiten und zudem eine eigene EuropeFX-Unternehmensloge im Olympiastadion Berlin. „Wir freuen uns über eine spannende Zusammenarbeit mit einem neuen Partner von internationalem Format, der perfekt zu unserem eingeschlagenen Digitalisierungsprozess passt“, kommentiert Ingo Schiller, Geschäftsführer von Hertha BSC, die neue Partnerschaft.

Michael Landsberger, General Manager EuropeFX Deutschland, ergänzt: „Als einer der am schnellsten wachsenden regulierten Broker in der Branche ist unsere Partnerschaft mit Hertha BSC ein großer Schritt zur weltweiten Erweiterung unserer Kundenbasis. Unser primäres Ziel ist es, unseren Kunden das Wissen und die Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die sie für das Online-Trading benötigen. Hertha BSC und EuropeFX teilen die gemeinsame Werte und das Streben, die Besten zu sein. Wir freuen uns auf alles, was die Zukunft für diese wunderbare Zusammenarbeit bereithält.“

Thorben Jeß, Executive Director Team Hertha BSC bei Lagardère Sports, fügt hinzu: „Da sich bei EuropeFX als Online-Broker naturgemäß nahezu alles in der digitalen Welt abspielt, passt diese Partnerschaft hervorragend zu dem innovativen und digitalen Leitgedanken der Hertha. Wir freuen uns auf kreative Aktivierungen in den kommenden Monaten.“

Marcus Jung /Jessica Bork